NFL Newsletter vom 11.3.2020: Die Premiere!

NFL News

Wir fassen die News, die die ganze NFL betreffen, hier kurz zusammen:

  • Die Franchise Tag Deadline wurde bis Montag verlängert und fällt mit der Legal Tampering Periode (ab wann sich Spieler und Berater anderer Teams treffen dürfen) zusammen; dies hängt mit der neuen Deadline aus dem vorgeschlagenen CBA zusammen, da die Abstimmung über den CBA erst Mitte der Woche endet und die Stimmen dann noch ausgezäht werden müssen. Je nach Ausgang der Wahl ändert sich dann einiges.
  • Die Hall of Fame hat bekannt gegeben, dass das HoF Game (das erste Preseason Spiel) zwischen den Cowboys und Steelers am 6.8 in Canton, Ohio ausgetragen wird.
  • Wichtige Termine: Der Combine ist bereits Geschichte, die Free Agency beginnt nächste Woche am 18.3. um 21 Uhr deutscher Zeit. Verhandelt werden darf “offiziell” wie gesagt ab Montag, 16.3.
  • Nach der ersten Welle der Free Agency kehrt ein wenig Ruhe ein und spätestens ab April liegt der volle Fokus auf dem Draft (23.-25.4., Las Vegas) – vorher sind noch die Meetings der Liga vom 29.3. bis 1. April. Dort werden eventuelle Regeländerungen beschlossen.
  • Nach Kontroversen in der Führung der Spielergewerkschaft NFLPA in den letzten Tagen wurde Browns C JC Tretter zum neuen Präsidenten der Spielergewerkschaft gewählt.
  • Last-Minute Update: Im Vorgriff auf die Liga-Meetings haben vier Clubs Regeländerungen vorgeschlagen: Die Eagles vier, die Dolphins eine und Ravens/Chargers als Team zwei.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills
Das war ein kleiner Schocker am Montag, als die News die Runde machte: Die Bills haben Cornerback Josh Norman für die kommende Saison verpflichtet, wobei er bis zu 8 Millionen Dollar verdienen könnte. Ein durchaus spannendes Signing, auch wenn Norman in den letzten zwei Jahren auf dem absteigenden Ast war. Er gibt Head Coach Sean McDermott und Defensive Coordinator Leslie Frazer eine weitere Option im defensiven Backfield. Er wird wohl den Platz gegenüber von Tre’Davious White bekommen, da die Zukunft von Kevin Johnson und Levi Wallace (beide werden Free Agent) noch nicht gesichert ist.

Ansonsten ist es noch relativ ruhig bei den Bills, die Frazier am vergangenen Mittwoch zum Assistant Head Coach gemacht haben. Am Mittwoch sprach General Manager Brandon Beane von einer „sehr verzwickten“ Free Agency. Seine wichtigsten hauseigenen Free Agents sind dabei Defensive Tackle Jordan Phillips und Defensive End Shaq Lawson. Er würde gerne mit beiden verlängern, aber Beane ließ durchblicken, dass andere Teams eventuell bereit wären, Phillips und Lawson mehr Geld zu bieten. Sollten beiden die Franchise verlassen, „müssen wir uns anderweitig umsehen, um die Lücken dann zu füllen“, erklärte Beane.

Miami Dolphins
Die Augen der Dolphins sind weiterhin auf den Draft fokussiert, mit einer zentralen Frage: „Wie bekommen wir Tua?“ Nicht nur die Dolphins möchten um den hochtalentierten Alabama-QB Tua Tagovailoa ein neues Team aufbauen, daher erscheint es wahrscheinlich, dass der „Sieger“ mindestens auf den 3. Spot hochtraden muss. Dabei kommt den Dolphins zugute, dass sie viele Picks in diesem und im 2021er Draft haben und somit weiter als Topfavorit auf Tua gelten. Man möchte lieber in Klasse statt Masse investieren, zumal die Erfolgsquote in den letzten Drafts ziemlich mittelmäßig war.
Doch auch andere Positionen mpssen im Draft verstärkt werden, z. B. die Offensive Line. Diese war vergangene Saison die schlechteste im Run Blocking und die viertschlechteste in Pass Protection. J’Marcus Webb, der im September unter Vertrag genommen wurde, wird kein Teil dieser Positionsrenovierung: Er erhält kein neues Angebot.
In der Running Back-Frage ist eine Teillösung außerhalb des Drafts denkbar. Zuletzt gab es Gerüchte um Melvin Gordon, welcher ein klares Upgrade darstellen würde. Da die Dolphins den höchsten Cap Space (also investierbares Geld) haben, würde ein vermutlich teurer, aber eher kürzerer Vertrag nicht so schwer ins Gewicht fallen wie bei anderen Teams. Eine Ergänzung im Draft wäre Utah-RB Zach Moss, mit dem sich am Rande des Combine getroffen wurde. Er wäre ein Kandidat für die späte zweite oder frühe dritte Runde.

New England Patriots
Die Patriots dominieren mal wieder die Schlagzeilen. Diesmal aber nicht wegen eines Cheating-Skandals oder eines Super Bowl-Siegs. Nein, es geht um QB Tom Brady, dessen Zukunft gerade einige tausend Experten-Glaskugeln in der Football-Landschaft unter Dauerbelastung hält. Immer wieder tauchen die Namen von QB-needy Teams wie den Chargers oder den Raiders in den Gerüchteküchen auf, die als Favoriten auf eine Verpflichtung des 43-Jährigen gelten – wenn er die Patriots denn verlässt. Ein Verbleib des QBs in New England wird quasi wöchentlich von „absolut ausgeschlossen“ bis „gar keine Frage“ ständig neu und anders bewertet. Das wird vermutlich auch noch ein bisschen so bleiben.

Besser sieht es für die Patriots dagegen bei den Verhandlungen mit Safety Veteran und Free-Agent Devin McCourty (32) aus. Laut mehreren Beatwritern der Patriots gebe es ein gegenseitiges Interesse zwischen beider Parteien und man habe sich bei Verhandlungen bereits angenähert. Aber nicht nur McCourty ist ein wichtiger Free Agent: Leistungsträger wie Linebacker Kyle van Noy, Special-Teams-Ass Matthew Slater, Wide Receiver Philipp Dorsett, Guard Joe Thuney und 12 weitere sind bald ohne neuen Vertrag

Interessant werden also vor allem folgende Fragen: Wird Brady auch die letzten Jahre seiner Karriere in New England verbringen? Bleibt bei einer Verlängerung mit Brady genug Cap-Space, um wichtige Free Agents zu (re-)signen? Wer soll Brady bei den Patriots ersetzen, sollte er nicht zurückkehren? Gibt es vorallem offensiv durch Draft und Free Agency einen Turnaround? Fragen über Fragen und für Patriots-Fans sicher eine der unruhigsten Offseasons der letzten Jahre, was sie aber (gerade für meine Wenigkeit) auch so geil und spannend macht!

New York Jets
Quinnen Williams, 1st Round Pick des vergangenen Drafts, wurde am LaGuardia Airport in New York mit einer Handfeuerwaffe (Glock 19) im Gepäck erwischt und festgenommen. Entgegen der ersten Berichte war die Waffe ungeladen und ohne Munition im aufgegebenen und nicht im Handgepäck. Williams ist in Birmingham, Alabama, aufgewachsen, in der eine Waffe zum täglichen Leben gehört wie bei uns ein Smartphone. Die Waffengesetze in New York hingegen sind streng wie in Europa. Williams hat einen Gerichtstermin in dieser Sache am 25.03. Auch mit repressiven Maßnahmen seitens der NFL ist zu rechnen.

CB Trumaine Johnson wurde entlassen. Der Defensive Back wurde 2018 für fünf Jahre und 72,5 Millionen Dollar verpflichtet und stellte danach sämtliche Leistungen ein. Er hinterlässt 12 Millionen Dead Money bei Cap Savings von nur 3 Millionen. Seine Entlassung war jedoch unabdingbar.

Ansonsten ist es ereignisarm in Florham Park. Abgesehen von Gerüchten zu möglichen Free Agency Pickups dreht sich derzeit alles um die „Needs“ und welche Spieler man insbesondere in der ersten Runde des Drafts ziehen könnte.
Dass die Jets neben WR, CB und Edge in der Offensive Line ein Upgrade brauchen ist ein offenes Geheimnis. Die Nachricht, dass OT Jack Conklin bei den Jets unterschreiben wird, stellte sich als haltlose Spekulation heraus – wie so viele „Breaking News“ in der „Lying Season“.
Im Rahmen des Combines gab es eine PK mit General Manager Joe Douglas und HC Adam Gase. Dort wurde geäußert, dass die Offensive Line vermutlich gleich mit vier bis fünf neuen Startern versehen wird, dass der Plan RB Le’Veon Bell zu traden, nicht existiert und dass man plant All-Pro Safety Jamal Adams zum „Jet for life“ zu machen.
Adams geht in sein viertes Vertragsjahr und hat somit eigentlich noch zwei Jahre Vertrag, jedoch ist sein Stellenwert in der Franchise von unschätzbarem Wert.
#TakeFlight

AFC North

Baltimore Ravens
Nach der letzten Regular Season in Baltimore, die auf so vielen Ebenen besonders war (Stats, Scheme, Coaches, Record, Analytics Departement, MVP Quarterback Lamar Jackson), steht nach der Ernüchterung der one-and-done Playoffs eine Free Agency bevor, die ruhig verlaufen könnte. Wäre da nicht die Personalie Yanda: Marshal Yanda ist möglicherweise der beste Guard des letzten Jahrzehnts und beendet seine Karriere. Kein Guard hat in der letzten Saison besser seinen QB beschützt (Pass Block Win Rate von 98% ESPN zu Folge). Er hat – zumeist ohne großen Ruhm – eine Top 5 O-Line angeführt, sollte aber unbedingt in 5 Jahren eine goldene Jacke in Canton überreicht bekommen. C Matt Skura, der große Teile der Saison bis zu einer Knieverletzung Starter war, wird restricted Free Agent. Die IOL wird also ein größeres Thema. Dazu mangelt es den Ravens an Pass-Rushern, die individuell gewinnen. Und vom einzigen Spieler, der in den Top 100 bzgl QB Pressures lag – OLB Matthew Judon, Rang 25 nach pro football reference und Sack Leader des Teams – läuft der Vertrag aus. Nach dem Verlust von EDGE Za’darius Smith im letzten Jahr droht ein weiterer prominenter Abgang. Baltimores Defense gehörte in „expected points added“ auf der defensiven Seite in die Top 5, die Pressure Rate war aber nur Durchschnitt: Das stinkt nach Regression, vor allem, wenn keine Qualität nachkommt. Auch in der Offense könnte man diese befürchten. Besonders, wenn man sich das Receiving Corps hinter Marquise Brown anschaut, welches durch die Sperre von TE Hayden Hurst (4 Spiele) sicher nicht besser wird.  Wie und wann man diese Problemfelder angeht – dazu mag ich keine Prognose abgeben. Die Ravens hatten letztes Jahr ein Händchen für gute Verpflichtungen (CB Marcus Peters, FS Earl Thomas) und ich traue ihnen auch dieses Jahr einiges zu. GM DeCosta hatte einen guten Lehrmeister mit der Legende Ozzie Newsome. Mehr noch bin ich aber gespannt, ob und wie die Ravens sich allgemeinen Trends widersetzen.

Cincinnati Bengals
Das alles bestimmende Thema in Ohio ist die Position des Quarterbacks. Alle Experten gehen davon aus, dass Cincinnati mit dem First-Overall-Pick einen neuen Quarterback, der wenn nichts außergewöhnliches passieren wird, Joe Burrow (23, LSU) sein wird. Spannend ist die Frage, was bis dem ehemaligen Franchise-Quarterback Andy Dalton passiert. Der 32-jährige wurde 2011 in der zweiten Runde von den Bengals gezogen und nahm drei Mal am Pro Bowl teil.  Er geht in sein letztes Vertragsjahr, in dem er 17,7 Millionen US-Dollar verdienen würde. Bei einer Entlassung oder einem Trade vor dem 01. Juni könnten die Bengals den Cap um das gesamte Gehalt entlasten, hätten keinen Deadcap. Es gibt einige Teams, für die Dalton Sinn machen würde. Weswegen es unwahrscheinlich ist, dass er Anfang Juni noch den Bengals angehören wird. Sein Back-Up Ryan Finley (25), der letzte Saison drei Spiele startete und alle verlor (2 TDs / 2 INTs), befindet sich in seinem zweiten Vertragsjahr und ist in jedem Fall eine günstige Lösung, wenn man mit zwei jungen Quarterbacks in die Saison gehen möchte.

Aus der Vielzahl der Free Agents der Cincinnati Bengals ragt AJ Green (31, WR) heraus. Trotz aller gesundheitlichen Probleme und der Tatsache, dass er 2019 kein Spiel bestritten hat, gilt er noch als zuverlässiges Ziel und klarer Nr. 1-Receiver, der einem neuen Quarterback helfen kann. Daher haben die Bengals ihn mit einem Franchise Tag belegt und werden ihn halten. Zwischen den beiden Parteien gibt es Gespräche über einen langfristigeren Vertrag.

Einen Rosterplatz wird Cordy Glenn (30, OT) freimachen. Der Offensive Tackle wird wohl getradet oder entlassen. Er würde in seinem letzten Jahr 9.500.000 $ erhalten, darunter einen Roster-Bonus in Höhe von 2 Millionen US-Dollar. Auch Billy Price (24, C) wird die Bengals vorraussichtlich verlassen. Er ist ein Tradekandidat im vorletzten Jahr seines Rookie-Vertrags, der von einigen Teams nach wie vor geschätzt wird, während ihm auf Center Tray Hopkins den Rang abgelaufen hat. Und auch der Versuch auf Left Guard war wenig erfolgreich, dort hatte sich der Rookie Michael Jordan (22, G) durchgesetzt.

Angesichts der vermutlichen und tatsächlichen Abgänge, ist es kein Geheimnis, dass die Bengals entgegen ihrer Gewohnheit in dieser Free Agency aktiv werden.

Cleveland Browns
Joe Schobert wird aller Voraussicht nach nicht zu den Browns zurückkehren. Der 26-jährige Linebacker wird den Free Agent Markt testen, nachdem sich die Browns um den neuen GM Andrew Berry nicht bereit zeigten, ein kolportiertes Gehalt von 10 Millionen Dollar pro Jahr zu zahlen. Damit bricht den Browns der – in meinen Augen – nach Myles Garrett wichtigste Spieler und Kopf der Defense weg. Schobert dürfte der beste Linebacker sein, der auf den Markt kommt und sollte das Interesse einiger Teams auf sich ziehen. Ebenfalls könnte DE Olivier Vernon (29) die Browns verlassen, den Ex-GM Dorsey im Zuge des OBJ-Deals letztes Jahr nach Cleveland lotste. Mit 15,25 Millionen Dollar wäre er in der kommenden Saison der teuerste Spieler im Kader. Noch handelt es sich hierbei aber um ein Gerücht, über das verschiedene Beatwriter berichten.

Weiteres aus der Gerüchteküche: Nachdem die Redskins sich offen für einen Trade von Trent Williams zeigten  wird dieser mit den Browns in Verbindung gebracht, die dringend Verstärkung auf Offensive Tackle benötigen. In Anbetracht einer starken O-Line-Klasse im diesjährigen Draft und Pick 10, den die Browns dort innehaben, sollte man hier aber meiner Meinung nach nicht Haus und Hof verkaufen für einen 31-jährigen Spieler, der ein Jahr lang nicht auf Wettbewerbsniveau gespielt hat. Für einen Trade könnte sprechen, dass Bill Callahan, von 2015 bis 2019 O-Line-Coach bei den Redskins, ab dieser Saison bei den Browns für diese Positionsgruppe verantwortlich ist. Ein weiterer Kandidat für diese Position soll Jason Peters (38) von den Eagles sein, der Free Agent wird.

Noch zwei frische News vom Dienstag-Nachmittag: Die Browns haben LB Christian Kirksey (27) entlassen. Kirksey war seit 2014 bei den Browns und ein emotionaler Leader, lag zuletzt aber öfter im Krankenbett, als dass er auf dem Feld stand. Gerade für die jungen Spieler galt er als Mentor, wie LB Mack Wilson (22) kurz nach der Entlassung via Twitter unterstrich. Auf Linebacker sind die Browns nun ziemlich dünn besetzt.
Center JC Tretter (29) wurde unterdessen zum neuen Präsidenten der Spielergewerkschaft NFLPA gewählt.

Pittsburgh Steelers
Ohne viel Cap Space und Draft-Kapital wird es in Pittsburgh eine relativ ruhige Offseason. Nach den hitzigen letzten Jahren um LeVeon Bell und AB84 könnte die Ruhe der Franchise gut tun. Es wird auf jeden Fall versucht, entweder Hargreaves, Dupree oder beide zu halten. Aber dafür müsste man Cap Space schaffen.

AFC South

Houston Texans
Im südlichen Texas ist es momentan ziemlich ruhig. Nach der vollständigen Übernahme des GM Postens seitens HC Bill O´Brien geht man davon aus, dass Tim Kelly (ehem. TE Coach) das offensive Playcalling übernimmt. Zudem trainiert er die QBs.
Die Verlängerung von DT Brandon Dunn (27) war wichtig. Bisher kam es zu keiner Verlängerung oder einem Franchise Tag Starting DT D.J. Reader (25). Der ehemalige 5. Runden Pick übernahm für Vince Wilfork, nachdem dieser in Footballrente ging. Ein Abgang, den die ohnehin aktuell schwache D Line schlecht verkraften konnte.
Bei den weiteren Free Agents hat sich auch noch nicht viel getan. 18 Spieler stehen neben Reader zum aktuellen Zeitpunkt auf dem Markt. CB Bradley Roby (28), K Ka´imi Fairbairn (26), TE Darren Fells (34), RB Carlos Hyde (28) und RB Lamar Miller (29) sind einige der Spieler, die in den letzten Saisons Starterplätze im Team hatten. Neben Punter Bryan Anger wurde eine weitere Stütze im Specialteam verlängert: Long Snapper Jon Weeks (34) geht mit den Texans in die 10. Saison. Gerade eben frisch eingetrudelt ist die Verlängerung von TE Darren Fells (33). Mit 7 Touchdowns holte er im letzten Jahr einen Franchise Record bei den TEs. Er ist eine wichtige, solide Anspielstation für Watson und fungiert als Mentor. Der Vertrag läuft über 2 Jahr und kostet 7 Mio $ und ist frontloaded. Das heißt Fells bekommt im ersten Jahr 4 Mio $. Der nächste mit einer Verlängerung ist der Gegenpart zu Weeks: Kicker Ka‘imi Fairbairn wurde für die nächsten 4 Jahre verpflichtet. Er bekommt 17,65 Mio $, von denen 9 garantiert sind.
Wie die Texans Nation DACH die aktuelle Rosterlage in Hinblick auf die Free Agency sieht, ist im aktuellen Podcast zu hören.
Free-Agency Ziele sind unter anderem ein CB 1 und Verstärkung in der D Line.
Zu wichtigen Verlängerungen, wie unter anderem LT Laremy Tunsil und QB Deshaun Watson ist nichts genaues bekannt. Für die kommende Saison haben beide noch einen gültigen Vertrag. Man wird aber versuchen, alles vor Ende der kommenden Saison unter Dach und Fach zu bringen.
Injury Updates: LT Tunsil ließ sich an der Schulter operieren, ebenso wie Safety Justin Reid. ILB McKinney ließ einen Eingriff an beiden Knöcheln durchführen. Bei allen wird erwartet, dass sie zum Camp wieder fit sind.
Noch etwas Schönes zum Schluss: Die Texans beteiligten sich mit den Colts und den Jaguars an einer gemeinsamen Spende von 100.000 $ für die Stadt Tennessee. Ein Tornado traf die Stadt Nashville. Die Titans leiten die Spenden an die betroffenen Gemeinden und Hilfsorganisationen weiter.

Indianapolis Colts
In Indy dreht sich dieser Tage alles um die Frage, wer nächstes Jahr under center steht. Wird es der erfahrene Veteran (Rivers?) oder der spannende Rookie (Love, Herbert, Fromm)? Vielleicht sogar beides? Ich predige immer gern, dass Colts-Fans bitte nicht enttäuscht sein sollen, wenn man sich für den dringend benötigten DT in Runde 1 entscheidet und die QB-Frage weiter verschiebt. Auch neben dieser – zugegeben wichtigsten Personalie – gibt es klaffende Löcher im Team, die entweder über FA, den Draft oder (vermutlich) durch beides geschlossen werden sollten: Nachdem OT Anthony Castonzo angekündigt hat, zurückkehren zu wollen, bleiben DL, WR und vermutlich auch CB die prominentesten Baustellen im Kader. Bezüglich der zuerst anstehenden Free Agency kann erstmals mit einem Abrücken vom bisherigen, sehr zurückhaltenden Ansatz der Colts gerechnet werden. GM Chris Ballard hat auf Anfrage bestätigt, dass der Kader bereit für einen (nicht ganz pflegeleichten) hochkarätigen FA sei. Die Colts dürften wegen des verfügbaren Cap Spaces sowieso mit jedem großen Namen der FA in Verbindung gebracht werden. Teils zynische, teils alberne Updates in Form lauwarmer Hot Takes gibts auf @ColtsNewsGER (Twitter).

Jacksonville Jaguars
Es ist keine 3 Jahre her, dass die Jaguars Secondary zu den stärksten Positionengruppen der NFL gehörte. Geblieben aus dieser Positionsgruppe ist… niemand! Mit A.J. Bouye wurde ein weiteres Mitglied der Super Bowl-würdigen 2017er Defense abgegeben. Die Jaguars erhalten von den Broncos einen 4th Round Pick und – was noch wichtiger ist – Cap Space. Eine Überraschung ist die Abgabe von Bouye nicht, war er doch schon seit 2 Jahren nicht mehr auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit. Wie geht’s weiter? Die Jaguars werden nach hiesiger Vermutung kein großer Player in der anstehenden Free Agency sein. Denkbar wäre ein Investment in einen guten Tight End oder in einen starken Interior D-Liner. Beide Positionen waren letzte Saison quasi vakant. Ob man Ngakoue wird halten können? Mehr als fraglich. Erstens will der nicht mehr (wovon tausendundeine auf Twitter gepostete „Finish-Flagge“ zeugen) und zweitens haben die Jaguars einen starken, jüngeren Spieler in Josh Allen auf seiner Position. Wenn die Jaguars nennenswerte Picks bekommen, ist ein Trade denkbar. Sollten die Jaguars ihn taggen, sind weitere  Twitter-Abwanderungswünsche vorprogrammiert…

Tennessee Titans
Bis auf den Tornado war es ansonsten sehr ruhig in Nashville. Nächste Woche gibt es dann Infos, wie es mit der Free Agency aussieht.

AFC West

Denver Broncos
Nachdem endlich, nach langer Zeit, klar ist, wer als Quarterback für die Broncos starten wird, sollte man sich die nächstgelegene Frage stellen: “ Wer beschützt das junge Küken vor den gegnerischen Linebackerwölfen, die nur darauf warten, ihn in ihre Fänge zu kriegen?“ Connor McGovern (Center), wird zum Free Agent, soll aber schon Vertragsgespräche in Aussicht gestellt bekommen haben. Auf seiner rechten Seite wird eine Lücke entstehen, da der Vertrag von Ron Leary nicht verlängert wird. Sollten die Broncos auf dem Markt tätig werden, wurde schon der Name Brandon Scherff (Guard Washington Redskins) in den Raum geworfen. Einige Chancen ergeben sich natürlich im Draft: Tristan Wirfs (Guard / Iowa) soll sich schon mit den Broncos getroffen haben. Vielleicht könnte er ja die riesige Lücke in der Offensive Line schließen, damit das noch reifende Quarterbackküken nicht wieder neun Mal vom amtierenden Champion in einem Game zerpflückt wird.

Das neue Ligajahr beginnt offiziell erst am 18 März, aberdie Denver Broncos hatten anscheinend keine Zeit zu verlieren und holen wohl Cornerback A.J. Bouye (28) von den Jacksonville Jaguars für einen 4. Runden Pick. Bouye, Teil der bekannten „Sacksonville“ Defense im Jahr 2017, kommt mit einer Empfehlung von 8 Interceptions, 34 geblockten Passversuchen und 175 Tackles – wodurch die Zeichen beim langjährigen Cornerback Chris Harris jr. (30) wohl auf Abschied stehen. Als Free Agent werden viele Teams ihre Fühler nach dem erfahrenen Cornerback ausstrecken, denn mit dem bevorstehenden Signing von A.J Bouye sind die Chancen auf ein Verbleib auf ein Minimum gesunken.

Am Donnerstag entließen die Denver Broncos noch Defensive Lineman Billy Winn (30). Winn wurde 2019 auf Grund einer Verletzung am Arm, die er sich während der Preseason zugezogen hatte, auf der Injury Reserved Liste geführt. Er spielte 16 Spiele in der Saison 2016, fehlte aber in der darauffolgenden Saison komplett wegen eines Kreuzbandrisses.

Kansas City Chiefs
Wie von vielen Experten vermutet, wird Star Defensive Tackle Chris Jones (25) von den Chiefs mit dem Franchise Tag versehen. Dadurch können sich die Chiefs mehr Zeit lassen, um mit Jones einen – von beiden Seiten erwünschten – langfristigen Vertrag auszuhandeln oder aber Jones zu traden, was voraussichtlich in einem first- und third-round-pick enden sollte.

Zudem wurde in den letzten Tagen von mehreren Quellen berichtet, dass die Chiefs die Option auf ein weiteres Vertragsjahr mit OL Cam Erving (27) nicht ziehen werden. Erving startete in den letzten 3 Jahren in 25 Spielen für die Chiefs und kam insgesamt in 40 Spielen als LG, LT und RT zum Einsatz. 2020 hätte Erving rund $4.7 Mio verdient, was angesichts des Cap Spaces der Chiefs wohl zu viel ist, um ihn zu halten. Als solider Backup wird Erving aber auf jeden Fall einen Verein für die neue Saison finden.

Weiterhin wurden Gespräche mit Wide receiver Sammy Watkins  (26) angekündigt, welcher 2020 rund $21 Mio verdienen wird (Platz 1 aller WRs!). GM Brett Veach kündigte an, dass Sammy zu diesen Bedingungen wohl nicht zum Team zurückkehren werde. Mit dem hohen Gehalt ist ein Trade aber praktisch ausgeschlossen. Sammy wird seinen Vertrag anpassen müssen, ansonsten wird er wohl gecutted, was für die Chiefs einen Dead Cap von rund $14 Mio zur Folge hätte.

Bezüglich des Trainerstabs wurde am Wochenende der bisherige Quarterback-Coach Mike Kafka zum QB Coach und Passing Game Coordinator ernannt. Der Move kommt wenig überraschend und soll Kafka vermehrt in die Entscheidungen des Playcallings miteinbeziehen. Die Chiefs gehen wohl davon aus, dass spätestens nächste Saison der jetzige Offensive Coordinator Eric Bieniemy als Headcoach ein Team in der NFL übernehmen wird.
Verpflichtet wurde dazu Andy Hill. Andy Hill war 24 Jahre Assistant Headcoach und Special Teams Coordinator an der University of Missouri und heuert nun als Assistent unter Dave Toub (momentaner Special Teams Coach der Chiefs) an.

Las Vegas Raiders
Was beschäftigt die Raider Nation aktuell? Die Fanbase ist gespalten in Derek Carr (QB) Supporter und die Gegenfraktion, die sogar mit Tom Brady zufrieden wäre, solange die Franchise endlich mal in die Erfolgsspur kommt. Wenn man sich die Statistiken anguckt, ist Carr unter den Top 10 QBs der Liga und hat sich im Vergleich zu 2017 und 2018 verbessert. Die Frage, die im Raum stehen bleibt: Warum siegt man nicht?

Eine der wenigen verlässlichen Anspielstationen war Rookie TE Darren Waller. Bei den von Verletzungen geplagten WRs zeigte sich nur Rookie Hunter Renfrow als zuverlässiger Passempfänger. Mangels weiterer Alternativen hat man eher auf das Laufspiel von Rookie Josh Jakobs (RB) gesetzt. Mit zwei guten Deep Threat WRs könnte sich für Carr alles verändern. Die Saison 2020 wird daher nicht nur ein Restart im neuen Heim, sondern eine letzte Bewährungsprobe für Carr als Franchise QB.

Aus Cap Space Gründen ist es wahrscheinlich, dass man sich von Guard Gabe Jackson sowie WR Tyrell Williams trennen wird. Beide haben nicht gerade besonders gut abgeliefert und würden Platz für weitere Optionen schaffen.

Auf Safety kommt Rookie Jonathan Abram aus einer Verletzungspause zurück und er könnte richtig einschlagen. Eine Verlängerung von S Karl Joseph wäre wünschenswert, anscheinend entlässt man ihn jedoch in die FA. S Erik Harris dominierte letztes Jahr in der Secondary mit 5 Interceptions und 2 TDs. Um Erfahrung ins Backfield zu bringen, könnte man S Devon McCourty verpflichten (aktuell bei New England).

Bei den Linebackern konnte nur Morrow halbwegs überzeugen. Tahir Whitehead wurde am 10.03. entlassen, seine Leistung blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Veteran Vontaze Burfict ist aufgrund seines Spielstils ein Risiko. Man könnte ihn weiter verpflichten, aber eher als Mentor für jüngere Spieler. Aus der FA wäre Kyle van Noy (aktuell New England) eine solide Option.

Und Cornerbacks? Von Gareon Conley hat man sich schon während der Saison 2019 getrennt und es wird spekuliert, dass Darren Worley ebenfalls die Koffer packt. Hier besteht also in der Free Agency als auch im Draft die höchste Priorität. Aus der FA bieten sich Byron Jones (Cowboys) und Chris Harris Jr. (Broncos) als Optionen an.

Zum Draft lasse ich mich im nächsten Newsletter aus. Die Raiders haben den 12. und 19. Pick der Runde 1, Pick 80, 81 und 92 der Runde 3 sowie Pick 111 der Runde 4 und Pick 204 der Runde 7. Wenn man sich die Bedürfnisse der Raiders und die Draftklasse anschaut, fehlt den Raiders definitiv ein Pick in der Runde 2. Das könnte also noch spannend werden.

Los Angeles Chargers
Die letzte Saison war eine Enttäuschung für die Chargers. Das Talent hätte viel mehr möglich machen können. Nach dem feststehenden Abgang von Quarterback Philipp Rivers gibt es einige Personalien, die bei den Chargers feststehen: So hat Running Back Austin Ekeler einen Vier-Jahres-Vertrag unterschrieben, der ihm bis zu 26 Millionen Dollar einbringen könnte. Eine gute Entscheidung der Chargers, hat doch Ekeler bewiesen, dass er ein wichtiger Teil der Offense ist. Mit seiner Vertragsverlängerung ist aber auch klar, dass sein Positionskollege Melvin Gordon, der bis zum vergangenen Sommer Starter war, nicht weiter in L.A. spielen wird. Durch seinen Holdout und seine schlechten Zahlen in der vergangenen Saison hat er seine Verhandlungsposition verschlechtert.

Einen Wechsel wird es auch in der wackeligen Offensive Line der Chargers geben. So schicken sie laut Medienberichten zufolge Offensive Tackle Russell Okung zu den Carolina Panthers, die im Gegenzug Guard Trai Turner zu den Chargers schicken. Der Trade ist noch nicht offiziell, da dies erst am 18. März, dem offiziellen Start der neuen NFL-Saison, passieren kann. Turner war für die letzten fünf Pro Bowls nominiert und wird eine sofortige Verstärkung für das Team. Ansonsten haben die Chargers noch 21 Free Agents, wovon Tight End Hunter Henry wohl der prominenteste Name ist. Angesichts von 57 Millionen Dollar Cap Space hätten die Chargers das nötige Kleingeld, auch wenn die oberste Priorität darauf liegt, einen neuen Quarterback zu finden.

NFC

NFC East

Dallas Cowboys
Bei den Cowboys wird sich zu dieser Saison einiges ändern. Angefangen beim Headcoach, denn der Vertrag vom bisherigen HC Jason Garrett wurde nicht verlängert. Für ihn übernimmt Mike McCarthy, der bis 2018 bei den Packers an der Seitenlinie stand.

Was Zu- und Abgänge im Team angeht, gibt es momentan eher Informationen zu Spielern, die das Team in Richtung Free-Agency verlassen werden, als zu Vertragsverlängerungen. Da bei 25 Spielern der Cowboys der Vertrag ausläuft, wird es in dieser Offseason im Team einen größeren Umbruch geben. Höchste Priorität sollte hierbei QB Dak Prescott (26) haben. Laut Medienberichten (ESPN) hat Prescott ein überarbeitetes Vertragsangebot erhalten. Das Angebot soll mindestens dem Gehalt von anderen QBs wie Aaron Rodgers oder Jared Goff ( 33,5 Mio Dollar / Jahr) entsprechen, jedoch nicht so hoch wie das eines Russell Wilson (35 Mio Dollar /Jahr) sein.

Vielen ist dieser Vertrag zu hoch dotiert und es wird diskutiert, ob Prescott das Geld verdient. Meiner Meinung nach stellt sich diese Frage nicht, denn die wichtigere Frage ist, ob man in der Free-Agency oder in der Draft einen QB auf ähnlichem Niveau für weniger Geld bekommen würde. Das wage ich zu bezweifeln! Die halbe NFL sucht nach einem QB und auf welchem Niveau Dak spielen kann, hat er letzte Saison bewiesen ( einziger QB in den Top 5 bei Pass-Yards, Yards/Versuch, Pass Touchdowns und Rating). Zukünftige Verträge für Quarterbacks würden den o.g. weit in den Schatten stellen, wenn man bedenkt dass der Vertrag von Patrick Mahomes nächstes Jahr ausläuft. Wenn man der Meinung ist, Prescott kann diese Offensive leiten, dann sollte man ihn auch dementsprechend bezahlen.

Nachdem letzte Woche noch davon gesprochen wurde, dass man sich mit dem Veteranen Jason Witten (37/ TE) wohl auf eine untergeordnete Rolle verständigen wolle, sieht es jetzt nach dem Gegenteil aus. Die aktuellen Berichte deuten darauf hin, dass der zukünftige Hall of Famer die Dallas Cowboys verlassen wird und Blake Jarwin die Rolle von Witten als Starting-TE übernehmen soll. Jarwin wurde 2017 als Undrafted Free Agent von den Cowboys verpflichtet.
Auch bei den Receivern wird sich einiges tun. So stehen mit Amari Cooper und Randall Cobb zwei prominente Wide Receiver mit einem Bein in der Free Agency. Hierbei dürfte Amari Cooper deutlich höher auf dem Zettel von Jerry Jones, Besitzer und General Manager, stehen. Cooper (25) wurde 2018 für einen Erstrunden-Pick von den Raiders geholt und ist der beste Receiver der Dallas Cowboys. Zwar hat er kürzlich in einem Interview darüber gesprochen, gerne länger in Dallas zu bleiben, aber ohne zufriedenstellenden Vertrag dürfte auch er sich eine neue Heimat suchen. Die freiwerdende Spielzeit von Cobb soll wohl Michael Gallup (23), Drittrundenpick aus 2018, ausgefüllen. Gallup spielte letzte Saison auf seinem bisher höchsten Niveau.

Verlängert wurde der Vertrag von Backup Adam Redmond ( 26 / G/C). Dies könnte darauf hindeuten, dass man damit plant, Joe Looney (29 /C) in die Free Agency ziehen zu lassen, denn mit Connor McGovern ( 22 / G) haben die Cowboys letztes Jahr in der dritten Runde einen jungen Backup gedrafted.

Byron Jones (CB/ 27) wird die Cowboys definitiv verlassen. Dies bedeutet, für die nicht ganz so starke Passverteidigung der Cowboys eine weitere Schwächung, weshalb diese Position eine sehr spannende Angelegenheit für den Draft werden dürfte. Viele Experten gehen davon aus, dass die Cowboys in der ersten Runde (17. Pick) einen Safety verpflichten, da auch dieser Teil der Verteidigung etwas mehr Qualität vertragen könnte.

Ein altbekannter Name treibt in den Offseason-Gerüchten der Dallas Cowboys sein Unwesen. Dez Bryant (31) wirbt lautstark dafür, in der neuen Saison eine neue Chance zu bekommen. Der erfahrene Wide Receiver hatte sich im November 2018 im Trainingscamp der Saints die Achillessehne gerissen und spielte seit dem keinen Snap mehr in der NFL. Bryant hält immer noch den Franchise Rekord für gefangene Touchdowns der Dallas Cowboys.

Somit bleibt bei den Cowboys im Moment die einzige Konstante, dass man nicht viel genau weiß und auf die Vertragsverhandlungen mit Dak Prescott warten muss. Denn wenn man diese abschließt, könnte man den Franchise Tag auch für Cooper verwenden, sollte mit ihm kein Deal zustande kommen.

New York Giants
Die diesjährige Offseason ist mal wieder von Veränderungen geprägt, da man sich nach 2 Jahren von HC Pat Shurmur trennte und mit Joe Judge (vorher Special Teams und Wide Receiver Coach bei den Patriots) einen neuen Head Coach verpflichtete. Zum einem wurde der Coaching Staff komplett überarbeitet (bekanntestes Gesicht sollte der neue OC Jason Garret sein) und zum anderen wurden schon einige Spieler entlassen (LB Alec Ogletree und Kareem Martin ). Des Weiteren werden noch weitere Entlassungen erwartet. Dementsprechend sind Draft und Free Agency besonders zu betrachten, da die Giants mit ca. 80 Millionen $ Cap Space und dem Nr. 4 overall Pick gute Ausgangsmöglichkeiten haben. Schwerpunkt sollte dabei auf OT, Passrush und LB gesetzt werden, wobei es selbst unter Fans nicht wirklich klar ist, welche Positionsgruppe priorisiert werden sollte. Wenn man auf die verfügbaren FA schaut ist klar abzusehen, dass die Defense-Seite deutlich mehr zu bieten hat. Mit OLB Jadeveon Clowney und CB Byron Jones sind gute Spieler auf dem Markt. Jedoch hat man mit DT/DE Leonard Williams auch noch einen eigenen FA. Der von GM Dave Gettleman akquirierte Williams wurde Mitte letzter Saison von den Jets für einen Dritt-und Viert-Runden Pick (der 4. Runden Pick wird zu einem 5. Runden Pick, sollte man Williams nicht langfristig binden) geholt und möchte jetzt verlängert werden. Die Problematik dabei ist nur, dass Williams sich nicht nicht mit einem kleinen Vertrag zufrieden geben wird. Gerüchten zufolge soll er 15 Mio $ jährlich über mindestens 4 Jahre fordern.
Im Draft schauen viele auf Clemsons S/LB Isaiah Simmons, der mit seiner Vielseitigkeit und seinen physischen Attributen zu überzeugen wusste. Bei den Offensive Tackles sind einem Mehki Becton (LSU und Tristan Wirs (Iowa) besonders aufgefallen, welche trotz ihrer Größe und ihres Gewichts alle anderen Prospects auf ihrer Position in den Schatten stellten.

Mit dem emotionalen Rücktritt von Team Legende Eli Manning, welcher die Giants zu zwei Super Bowls geführt hat, wird zudem ein prägendes Gesicht kommende Saison auf und neben dem Platz fehlen. Eli spielte seine komplette Karriere bei den Giants, hält etliche Teamrekorde inne und belegt auf allen wichtigen QB Statistiken Top-Positionen. Er und sein Bruder Payton prägten die NFL über Jahre, sorgten dafür, dass Brady jetzt nicht schon 10 Super-Bowl Ringe am Finger hat und waren für viele spektakuläre Momente verantwortlich. Seine Rückennummer (10) wird dieses Jahr zuasmmen Michael Strahams (92) offiziell retired!
Es bleibt also spannend in New York.

Philadelphia Eagles
Bei den Philadelphia Eagles beherrschte ein Thema die letzte Woche. Future HOF und Legende Jason Peters (38), OT, wird vorläufig im beidseitigen Einverständnis keinen neuen Vertrag bekommen und als Free Agent in die Offseason gehen. Peters spielt seit 2009 bei den Eagles und ist sicherlich einer der besten Spieler der Franchise Geschichte. Auch wenn er nicht mehr an die Dominanz vergangener Jahre herangekommen ist, hat „The Bodyguard“ letztes Jahr auf relativ hohem Level gespielt. Die Entlassung hat natürlich vorwiegend finanzielle Gründe in diesem Stadium seiner Karriere. Das bedeutet aktuell, dass Andre Dillard, LT und 22nd Pick des letztjährigen NFL Drafts, der neue Starting Left Tackle für die Philadelphia Eagles sein wird. Eine Überraschung ist dies nicht und das Dillard spielen kann, hat er bei einigen Einsätzen letztes Jahr gezeigt. Ob er das über eine ganze Saison kann, muss er allerdings jetzt beweisen.
Dennoch ist eine Rückkehr Peters‘ zu den Eagles nicht komplett ausgeschlossen: Beide Seiten bleiben in Kontakt und findet er kein neues Team, könnte er durchaus zu einem (für die Eagles) günstigen Kurs zurück kommen. Meine persönliche Meinung ist übrigens folgende: Peters als LG einsetzen und Dillard als LT. Vielleicht etwas unkonventionell, aber durchaus vielversprechend.

Des Weiteren haben die Eagles Marty Mornhinweg als Offensive Consultant geholt. Marty ist kein unbekannter in Philadelphia; er war von 2003 bis 2012 für die Eagles u. a. als OC tätig. Laut HC Pederson haben beide die gleiche Philosophie und Marty kann einige frische Ideen reinbringen. Mornhinweg war übrigens Lamar Jacksons OC in dessen Rookie Saison 2018. Der offensive Coaching Staff hat nun viele „strong-minded“ Personen. Letztendlich ist es Doug Pedersons Offense; es bleibt jedoch abzuwarten wie laut die Stimmen in seinem Ohr jede Woche bei der Gameplan Erstellung werden.

Eine weitere Nachricht ist, dass DeSean Jackson scheinbar wieder völlig der alte ist und dies auch für die Saison von sich erwartet. Der extrem schnelle Receiver verpasste letzte Saison 13 Spiele aufgrund einer Verletzung. Kürzlich sagte er, er werde stärker als je zuvor zurück kommen. Was noch in ihm steckt, deutete er letztes Jahr im Season Opener gegen die Washington Redskins an (8 Rec, 154 Yards, 2 TD). Es bleibt zu hoffen, dass er diese Saison fit bleibt und Speed in die Eagles Offense bringt.

Als letztes bleibt noch zu erwähnen, dass die Eagles als „strong Candidate“ für Byron Jones (FA CB, ehemals Dallas Cowboys) gelten. Dieser würde allerdings wohl 16 -17 Mio $ pro Jahr kosten. Hier möchte ich nicht mehr viel Spekulation hinzufügen, sondern einfach abwarten was sich tut. Persönlich halte ich von dem Signing nicht viel.

Bis nächste Woche, Peace!
P.S. Habt ihr Themen, die ich unbedingt als News bringen soll? Dann schreibt mir per Twitter einfach eine DM.

Washington Redskins
Washington hat einen neuen Headcoach in Ex-Panthers HC Ron Rivera und mit Bruce Allen den General Manager der letzten Dekade entlassen. Bis nach dem Draft bleibt das Team auch voraussichtlich ohne GM. Das Front Office leitet bis dahin der 35-jährige Kyle Smith, der schon seit 2017 verantwortlich für die Drafts der Skins ist. Zu diesem (eher atypischen) Umbruch in der Organisation kommen diverse Storylines: Ist QB Dwayne Haskins unumstritten oder gibt es dieses Jahr ein Arizona-Szenario 2.0 mit einem zweiten first round QB in Folge? Setzt Besitzer Dan Snyder wie letztes Jahr (so hörte man es zumindest häufig) auf das Top Prospect aus der Region: Edge Chase Young, der in Maryland geboren wurde und für nicht wenige der beste Spieler dieser Draft ist. Und entscheidet er den First Round Pick quasi (erneut) selbst? Und was ist davon zu halten, wenn Ron Rivera sagt: „Make your strengths stronger“ – was für Young spräche, eben weil die front 7 der Skins jetzt schon das Prunkstück des Teams ist? LT Trent Williams, der sich nach unrühmlichen Streitigkeiten mit der medizinischen Abteilung die komplette letzte Saison im Streik befand, wird wohl getradet. Wie händelt man die Vertragssituation auf CB und in der interior OL? CB Josh Norman wurde entlassen und geht zu den Bills,  CB Dominique Rodgers-Cromartie wird Free Agent, ebenso wie G Ereck Flowers und 5th overall pick 2015, sowie mehrfacher Pro-Bowler G Brandon Scherff. TE Jordan Reed, dessen Kopfverletzung seine weitere Karriere gefährdet, hat ebenfalls einen auslaufenden Vertrag. Mit ca 62 Mio Capspace liegt das Team auf Platz 8. Was man nicht aus den Augen lassen sollte, ist die Zukunft von QB Alex Smith, dessen Genesung nach seinem fatalen Beinbruch 2018 noch unklar ist.
Was sich hingegen abzeichnet: das neue Stadion wird wieder nicht in Washington D.C. stehen, sondern in Maryland. Der amerikanische Kongress, der in D.C. das Land vergibt, sträube sich wohl vor allem gegen eine Vergabe, weil er sich am rassistischen Namen des Teams störe – so schreibt es die Washington Post. Oder weil in Maryland Sportwetten legalisiert werden, wie andere Quellen vermuten. Ich halte euch auf dem Laufenden.

NFC North

Chicago Bears
Noch vor einem Jahr sah das Team der Chicago Bears aus, als ob die den Sprung von einem guten zu einem sehr guten Team schaffen würden. Doch die 2019er Saison belehrte alle des besseren.
Mit einem 8-8 Record blieben die Bears weit hinter den Erwartungen zurück: Zum Vergleich, die 2018er Saison wurde mit 12-4 und dem Einzug in die Playoffs beendet.
Mit durchschnittlich 17,5 erzielten Punkten pro Spiel landete die Offense auf Platz 29 der NFL; erfreulich war die Defense, die durchschnittlich 18,6 Punkte zuließ und auf dem vierten Platz die Saison beendete.
In Folge dessen hat Matt Nagy (HC) fast seinen kompletten Coaching Staff überarbeitet. Er verpflichtete: Bill Lazor (OC), John De Filippo (QB Coach), Juan Castillo (OL Coach) und Clancy Barone (TE Coach). Dave Ragone wurde vom QB Coach zum Pass Game Coordinator versetzt. Diese Trainer Position wurde bei den Bears zum ersten Mal besetzt. Damit folgen sie dem Trend anderer Teams, einen Pass Game Coordinator zu beschäftigen.
Nicht unerwähnt darf bleiben, dass Matt Nagy (HC) und Rayn Pace (GM) auch im nächsten Jahr an Mitch Trubisky (25), QB, festhalten wollen. Dieser bleibt auch nach seiner schwachen 2019er Saison starting QB. Es bleibt zu hoffen, dass er an seine 2018er Saison anknüpfen kann und sein Team zu mehr Siegen führt. Spannend bleibt, wer Trubisky als Backup unterstützt, da Chase Daniel Free Agent wird. Der Plan soll wohl sein, dass ein erfahrener QB an Trubiskys Seite gestellt wird, von dem er noch was lernen kann. Im Raum stehen die Namen Marcus Mariota und Case Keenum, beide Free Agents. aber auch Andy Dalton. Er hat allerdings noch einen Vertrag bei den Cincinnati Bengals. Gegen Dalton spricht sein Gehalt von 17,7 Mio. Dollar pro Jahr. Die Bears haben im Moment einen Cap Space von rund 25 Mio. Dollar; durch Umstrukturierungen verschiedener Spielerverträge und Entlassungen könnte dieser aber noch erhöht werden. Sollte es zu einem Dalton-Trade kommen, müssten die Bengals bereit sein, einen Teil seines Gehaltes übernehmen.

Detroit Lions
Bei den Lions gab es bereits einige Geschichten während der noch kurzen Offseason:
Personell wurde das Coaching Staff nach der enttäuschenden letzten Saison fast komplett ausgetauscht. An der Seitenlinie stehen ab nächster Saison ein neuer Strength Coach, ST-Coordinator, Defensive Backs, Linebacker und Tight End Coaches. Dazu mit Cory Undlin auch ein neuer Defensive Coordinator.

Auch bei den Spielern gab es die ersten Moves. So wurde der bei den Fans beliebte, aber in der letzten Saison durch Verletzungen geplagte, Damon „Snacks“ Harrison entlassen, obwohl dieser erst letztes Jahr eine Verlängerung erhalten hatte. Erfreulich: Mit Dany Amendolas Vertragsunterschrift bleibt die letztjährig größte Waffe im Slot für nächstes Jahr erhalten.
Neben diesen fixen Moves kursieren auch einige Gerüchte um verdiente Spieler. Darius Slay, einer der besten CB der Liga, hat noch 1 Jahr Vertrag und via Twitter bereits klar gemacht, dass er einen neuen Vertrag nur bei einem hohen Angebot unterschreibt. Laut Bob Quinn, GM der Lions, sind Verlängerungsgespräche im Gange, aber auch ein Trade bei lukrativem Angebot möglich.
Das Gerücht um einen möglichen Trade von Starting-QB Matthew Stafford haben sowohl Bob Quinn als auch Head Coach Patricia wiederholt abgestritten. Matthew Stafford, dessen Rückenverletzung seit Januar voll verheilt sein soll und aktuell gemeinsam mit seiner Frau Kelly sein viertes Kind erwartet, wird den Lions mit hoher Wahrscheinlichkeit erhalten bleiben.

Die meisten Nachrichten drehen sich aktuell um den dritten Pick im Draft. Die Lions waren dieses Jahr eines der beiden Teams, welche den Senior Bowl trainieren durfte. Die Coaches konnten sich dabei an vorderster Front einen Einblick über einige der besten Draft-Prospects machen. Zu den aktuell gehandelten Picks and #3 gehören Chase Young (Edge), Jeff Okudah (CB), Derrick Brown (DL) oder Isaiah Simmons (LB). All diese Spieler dürften für die angeschlagene Defense eine sofortige Verbesserung darstellen. Möglich erscheint auch ein Downtrade, um weiteres Draft-Kapital zu erhalten.

Green Bay Packers
Auch bei den Packers dreht sich das Free Agency – Karussell: Während bei Veteran TE Jimmy Graham trotz Vertrag bis 2021 die Zeichen auf Abschied stehen, hat der punktbeste Packer der Geschichte, Kicker Mason Crosby, ein neues Arbeitspapier über 3 Jahre für $12.9 Mio unterschrieben. Er wird drittbest-bezahlter Kicker der NFL und profitiert von seiner exzellenten Saison 2019; bei seiner Trefferquote muss man auch immer einbeziehen, dass er die Hälfte der Spiele im Stadion mit den schwierigsten Windverhältnissen der NFL bestreitet. Weiterhin gibt’s in Bezug auf die Free Agency Funkstille mit einem der promintesten Free Agents vonseiten der Packers: RT Bryan Bulaga gibt an, dass er bisher noch kein Wort von den Packers in Bezug auf einen neuen Vertrag gehört hat; das könnte daran liegen, dass die Packers in der O-Line auch ohne ihn halbwegs ordentlich besetzt sind und die Bedürfnisse insbesondere bei den WR und den ILB deutlich größer sind – vor allem wenn dort der Vertrag mit einem weiteren großen Free Agent, Blake Martinez nicht verlängert wird, wonach es ebenfalls nicht aussieht. Die angeblichen Top-Ziele der Packers: TE Austin Hooper, einen Wide Receiver und einer aus dem ILB-Trio Cory Littleton, Joe Schobert und Nick Kwiatkoski. Mit drei Spielern wäre der Cap Space dann wohl auch ausgereizt und eine Rückkehr von Bryan Bulaga sehr unwahrscheinlich.

Das zweite große Thema, das derzeit über allem schwebt, sind die CBA-Verhandlungen. Aaron Rodgers hat sich sehr kritisch gegenüber dem aktuell ausgearbeiteten Vertrag geäußert und in einem Interview mit ESPN Wisconsin gesagt, dass er Mails an alle Teammitglieder verschickt habe und von fast keinem eine Antwort bekommen habe. Er war frustriert, dass viele Spieler sich überhaupt nicht dafür interessieren und er nannte auch einige kritische Punkte, vor allem, dass die Sicherheit der Spieler durch ein weiteres Spiel noch mehr in Gefahr sei, dass der „revenue share“ der Spieler nur bei 48% liegen würde und dass die Laufzeit zu lange sei. Im gleichen Interview sprach er auch davon, dass er kein Problem damit habe, sollten die Packers früh einen QB draften, er sich aber sicher sei, dass er selbst am Ende der bessere sein werde.

Minnesota Vikings
Quo Vadis Vikings Secondary?

Nachdem die Passverteidigung der Minnesota Vikings seit der Ankunft von Head Coach Mike Zimmer seit 2014 zu den Prunkstücken der Mannschaft zählte, steuert die Secondary ungewissen Zeiten entgegen. Bei insgesamt sechs Defensive Backs läuft in der kommenden Woche der Vertrag aus und der finanzielle Spielraum ist begrenzt.

Der wohl prominenteste Free Agent DB der Vikings ist Safety Anthony Harris. Der 28-jährige ehemalige undrafted Free Agent spielte 2019 die beste Saison seiner Karriere. Insgesamt gelangen ihm in der Regular Season und den Playoffs sieben Interceptions. Pro Football Focus gab Harris in der letzten Saison das zweitbeste Raiting aller Safeties in der NFL. Zudem ist Harris auch ein extrem sicherer Tackler. In der vergangenen Regular Season verpasste er nur zwei Tackles und hatte laut PFF die zweitbeste Tackling Efficiency aller Safeties. Eine Vertragsverlängerung würde aber wohl teuer werden. So schätzt das Portal spotrac.com den Marktwert des Safetys auf rund 13,8 Millionen Dollar pro Jahr. Für die beim Salary Cap auf Kante genähten Vikings könnte das zu viel sein.

Head Coach Mike Zimmer äußerte sich beim Scouting Combine in Indianapolis zur Zukunft des 28-jährigen. Zwar lobte er Harris in höchsten Tönen, gab aber zu bedenken, dass er die Position des Safetys wohl nicht als größte Priorität ansieht. Harris selber meldete sich bei „RapSheet + Friends“, dem Podcast von NFL Insider Ian Rapoport zu Wort. „Ich liebe Minnesota, ich liebe die Kultur, meine Teamkollegen dort und die großartigen Beziehungen. Ich bin hier schon eine Weile und ich möchte gerne zurückkehren „, gab Harris zu Protokoll und macht so den Fans Hoffnung auf eine Rückkehr. Allerdings sagte er auch: „Es ist aber auch schlau, alle meine Optionen zu betrachten, offen zu sein und mir meine Zeit für die Entscheidung zu nehmen.“

Für den Fall eines Abgangs, haben die Vikings wohl schon einen Plan B. Laut dem gut informierten Lokalreporter Chris Tomasson haben die Vikings Interesse an einer Vertragsverlängerung mit Andrew Sendejo, dessen Arbeitspapier ebenfalls ausläuft. Der 32-jährige spielt seit 2011 mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung bei den Vikings und war seit 2015 Starter neben All-Pro Harrison Smith, bevor er 2018 von Anthony Harris verdrängt wurde. Bei einer Verlängerung und einem gleichzeitigen Abgang von Harris, könnte er in der kommenden Spielzeit wieder zum Starter werden, um den Vikings Zeit zu geben, um einen Rookie heranzuführen.

Keine Option für den Platz neben Harrison Smith ist wohl Jayron Kearse. Der Vertrag des Siebtrundenpicks von 2016 läuft ebenfalls aus. Auf Social Media Plattformen zeigte sich Kearse immer wieder unzufrieden über seine Rolle als Special Teams Ass und Sub-Package-Spieler und machte keinen Hehl aus seinem Wunsch, das Team am Saisonende zu verlassen.

Auch bei den Cornerbacks ist die Zukunft ungewiss. Mit Trae Waynes und Nickel-Corner Mackenzie Alexander haben zwei Starter auslaufende Verträge. Zumindest Waynes wird wohl laut übereinstimmenden Medienberichten auf den freien Markt kommen. Zudem könnten die Vikings auch Xavier Rhodes nach zwei schwachen Saisons entlassen, um 8,1 Millionen Dollar Cap Space zu sparen. Mit Marcus Sherels könnten die Vikings auch ein weiteres Special Teams Ass aus dem Defensive Backfield verlieren, da der 32-jährige wohl über ein Karriereende nachdenkt. Würden die Vikings alle genannten Cornerbacks verlieren, blieben mit Mike Hughes, Holton Hill und Kris Boyd nur noch drei Cornerbacks übrig und die beiden erstgenannten haben durch Verletzungen und Eskapaden neben dem Platz einige Fragen zu beantworten.

Es besteht also dringender Handlungsbedarf in der Free Agency und im Draft. Anders als bei den Safeties, ist die diesjährige Cornerback-Draftklasse aber sehr tief und qualitativ hochwertig besetzt, was die Suche nach Ersatz erleichtern sollte. So oder so wird die Secondary der Vikings aber nach Jahren der Kontinuität in der neuen Saison ein gänzlich neues Gesicht haben.

NFC South

Atlanta Falcons
Es ist die Zeit des Jahres, in der die NFL sich zum Draft verabredet.
Gerüchte schwirren umher und es wird viel über dieTrades nach oben und nach unten gesprochen.

Für die Atlanta Falcons, die ihr Augenmerk wohl auf die Defense legen, könnte es eine aufregende Zeit werden.
Der Passrush, der lange Zeit nicht produktiv war und jetzt ohne Vic Beasley sicherlich einen Schub brauchen könnte, ist zweifellos einer der größten Bedürfnisse der Mannschaft in der Offseason.
Das Team, dass letzte Saison nach der Bye-Week ein Revival erlebt hat und mit 7-2 Siegen auch den Arbeitsplatz von HC Dan Quinn und HM Thomas Dimitroff gesichert hat, scheint sich durchaus in der Lage zu sehen um den hochgehandelten DE Chase Young von Ohio St. mitzumischen.

TD: „Ich denke, es wird eine Menge wirklich interessanter Aktionen zwischen Draftpostion 10 und 20 geben“, sagte Dimitroff am Freitag im Radiosender 92.9. „Und noch einmal, ich würde uns nie abschreiben, denn wir sind wieder in einer Postion, wie es früher schon mal der Fall war“ und meint damit den Monstertrade von 5 Picks für WR Julio Jones von Alabama in 2011. Und der Bedarf ist gegeben: Seit dem Aufstieg der Falcons in den Super Bowl Saison 2016 hatten sie keinen Spieler mehr mit Sacks im zweistelligen Bereich Als Team hatte Atlanta 2019 insgesamt 28 magere Sacks- und damit den vorletzten Platz in der NFL.

Als sicher gilt es, dass LB De’Vondre Campbell nach zwei Jahren nicht verlängert. Auf der Offenseseite sind die Verhandlungen mit TE Austin Hooper auch noch nicht abgebrochen. Seine kolportierten 10 Mio $ Jahresgage könnten allerdings etwas zu viel für die Falcons sein.  Er wird wohl auch gerüchtehalber bereits mit Ron Riviera und den Washington Redskins in Verbindung gebracht.  Und dann sind da auch noch die „Baustellen“ im Backfield mit SS Keanu Neal und FS Ricardo Allen. Neal kommt aus seiner zweiten Verletzung im dritten Jahr und Allen‘s Verletzung zieht sich länger als gedacht. Müssen die Falcons auch da tätig werden? Wir werden sehen!

Carolina Panthers
Und plötzlich ist alles anders. In North Carolina stehen bei den Panthers alle Zeichen auf Umbruch. Nachdem Matt Rhule die Nachfolge von Riverboat Ron angetreten hat, waren die Gewässer ungewohnt unruhig. Der neue Coach unterzeichnete einen Monstervertrag über 70 Millionen Dollar und soll den Kahn über mindestens sieben Jahre zum langfristigen Erfolg schippern. Nachdem Fan Liebling Luke Kuechly sich aufmachte, für den ebenso verdienten wie verfrühten Ritt in Richtung Sonnenuntergang und man sich mit Cam Newtons großer Liebe Greg Olsen darauf verständigte, dass er nicht wieder bei den Panthers anheuern wird, fragt man sich als Panthers Fan schon: Was kommt jetzt?

Momentan stehen die Chancen nicht schlecht, dass man eine weitere Fahrt mit Cam Newton under Center wagt. Laut Owner David Tepper hängt diese Entscheidung nicht von den Amtsträgern in Charlotte, sondern lediglich  von Cam Newtons Reha-Prozess, nach überstandener Fuß-OP, ab. Erholt sich der ehemalige MVP und kann nahezu sein Leistungsoptimum erreichen, so wird er wohl für mindestens eine weitere Spielzeit ,,under center‘‘ stehen.

Neben Greg Olsen und Luke Kuechly stehen in der nächsten Zeit vor allem Veränderungen in der Defensive Line an. Gerald McCoy, Kyle Love und Vernon Butler werden Free Agents. Ebenso wie Linebacker Bruce Irvin und Cornerback James Bradberry. Klar ist, man wird nicht mit allen verlängern können und da in der Offense ebenfalls Planstellen frei werden (u.a Daryl Williams, Greg van Roten), hat man im Draft und der Free Agency wohl die Qual der Wahl. Die Panthers haben in der 1. Runde den 7. Pick, auch wenn ich ein hochtraden für unwahrscheinlich erachte, so möchte ich zumindest erwähnen, dass es Gerüchte gäbe, man könnte den siebten und den 38. Pick dafür nutzen, in die Reichweite von Tua zu traden. Dies erscheint jedoch wenig sinnvoll, betrachtet man die vielen offenen Stellen im Depth Chart der Panthers.

Als heißester Kandidat gilt wohl für den 1st round Pick derzeit der sehr athletische Isaiah Simmons (LB, Alabama). Simmons überzeugte in seinem junior year sowohl körperlich (1.93m, 110Kg, 4,30sek[40yrd]), als auch durch seine Flexibilität. So spielte Simmons sowohl als frei einsetzbarer Linebacker (OLB, MLB) als auch als variabler Safety (FS, SS) und gar als Slot Corner. Simmons besitzt also zweifelsfrei alles, um auf dem Papier eine Defense zu tragen und könnte unter dem im letzten Jahr wieder so erstarkten Shaq Thompson in die sehr großen Schuhe Kuechlys wachsen.

Während die Prospects des diesjährigen Drafts, die ganze Football-Welt an der Demonstration ihrer unglaublichen athletischen Fähigkeiten teilhaben lassen, braut sich am Horizont ein weiterer Sturm zusammen, der durch den Locker Room fegen soll. Der abwanderungswillige Tackle Russel Okung soll im Austausch für Carolinas Guard Trai Turner in einem Tradegeschäft zwischen den Chargers und den Panthers seine Wahlheimat tauschen. Okung ist zwar eine wirklich gute Alternative zu Turner, aber auch sechs Jahre älter als er und in seinem letzten Gehaltsjahr. Es scheint so, als wäre das ziehen lassen Turners auch eine Möglichkeit, gleichzeitig mehr Cap Space für die kommenden Spielzeiten zu schaffen, ohne dieses Jahr spielerisch riesige Lücken in die, in der Vergangenheit des Öfteren durcheinandergebrachte Offensive Line, zu reißen.

New Orleans Saints
Über das Karriereende von Quarterback Drew Brees wurde kurz spekuliert – Brees hielt diese Spekulationen aber nicht lange aufrecht, bereits am 18.02. konnte man seinem Instagram Post entnehmen, dass er kommende Saison für die Saints antreten wird. „Lasst uns einen weiteren Anlauf wagen!“ schrieb Brees unter einem atemberaubenden Foto. Somit war klar: Brees will es noch einmal wissen und wird im Saints Dress am Feld stehen. Welche Rekorde dürfen wir von ihm noch erwarten? Wir sind gespannt!

Was uns direkt zur Allzweckwaffe Taysom Hill, dem Backup Quarterback der New Orleans Saints, bringt. Die Saints wollen den Ausnahmespieler Taysom Hill unbedingt behalten, so scheint es zumindest, wenn man die aktuellen News rund um Nr. 7 liest – dem Restricted Free Agent soll ein First Round Tender verpasst werden. Kurz erklärt: Hill kann jederzeit von einer anderen Franchise abgeworben werden, akzeptiert Hill das Angebot eines anderen Teams, so haben die Saints die Möglichkeit gleichzuziehen – tun sie dies nicht, wechselt Hill die Franchise – durch das Mittel des First Round Tender müsste die neue Franchise den Saints als Ausgleich einen Erstrundenpick abgeben.
nd nun noch was zu einem verlorenen Schäfchen der Saints – die Gerüchteküche brodelt – kehrt Jimmy Graham heim in die „Who Dat Nation Family“? Der Tight End Jimmy Graham wird wohl kommende Saison nicht für die Green Bay Packers am Feld stehen, nun ist die Frage wie wahrscheinlich eine Aussöhnung zwischen Graham und Payton ist?
ch persönlich muss sagen: Ich freue mich, Brees eine weitere Saison bei den Saints zusehen und ich würde es wirklich sehr bedauern, sollte Hill „the big easy“ wirklich verlassen! Graham wieder mit Saints Dress am Feld – ich weiß noch nicht!?

Tampa Bay Buccaneers
Die Buccaneers schauen auf eine turbulente Offseason bevor. Es wurde noch keine öffentliche Entscheidung über QB Jameis Winston getroffen, ob er Free Agent wird oder nicht. Weder Coach Bruce Arians noch GM Jason Licht äußern sich auch nur ansatzweise klar zu dem Thema; klar ist, Winston ist nicht die Wunschlösung, sonst wäre das Thema schon längst durch. Gleich mehrere Reporter widersprechen der Theorie, dass die Bucs nur eine bessere Verhandlungsposition für die Vertragsverhandlungen mit Winston bekommen wollen; die Bucs wollten stattdessen tatsächlich neue Wege gehen. In Bezug auf Tom Brady, auch in Tampa ein Thema, könnte er wohl mit zwei Dingen überzeugt werden: Der „Challenge“, ein Team, das seit 2007 im Januar stets auf dem Sofa saß, wieder erfolgreich zu machen und zum anderen gleich zwei 1.100-Yard-Receiver in Mike Evans und Chris Goodwin.

Arians und Licht haben sich beim Combine, wo sie zum Thema Winston zurückhaltend waren, insbesondere Offensive Tackles angeschaut – ohne allerdings auch nur anzudeuten, dass damit bei Veteran Demar Dotson die Zeichen auf Abschied stehen. Sollte er bleiben, würde seine Erfahrung den neuen Spielern/ Rookies um einiges weiterhelfen. Problematisch für die Bucs: Es könnte durchaus sein, dass die mit Abstand vier besten Tackles im Draft bis zum 14. Pick bereits weg sind. Auf einer weiteren Position, den Safeties, sehen weder Arians noch Licht viel Handlungsbedarf.

Großes Thema bei Bucs-Fans ist derzeit aber auch ein richtiges Offseason-Thema: Die Buccaneers werden im April neue Trikots präsentieren! Für die nächste Dekade soll ein neues Trikot die Bucs repräsentieren, so Owner Ed Glazer. Anders als im Fußball, wo jedes Jahr ein neues Trikot präsentiert wird, ist das bei den Bucs erst der dritte Trikotwechsel seit 1976.

Du kannst das auch? Wir suchen noch jemanden, der Lust hat, über die Bucs zu schreiben – einmal die Woche ein kurzer Text! Wenn du dabei sein willst, schreib‘ einfach eine Twitter-Direktnachricht an @nflinfo_de oder eine Mail an kontakt@nfl-info.de

NFC West

Arizona Cardinals
Bei den Cardinals dreht sich ziemlich viel gerade um die die RB Position. Geben wir Kenyan Drake nen fetten Vertrag, nachdem er letztes Jahr super abgeliefert hat oder halten wir ihn mit nem Franchise Tag? Was wird dann aus David Johnson? Es gibt ja immer mal wieder Gerüchte, dass er zu seinem alten Coach Bruce Arians nach Tempa getraded wird. Falls nicht, stellt sich natürlich die Frage,  ob er nochmal an seine alte Leistungsfähigkeit der Vergangenheit anknüpfen kann. Wir sehen das kritisch, da er nach seinen Verletzungen deutlich an Dynamik verloren hat. Mit Chase Edmonds haben wir ja sogar noch ein drittes Eisen im Feuer, das super in das System Kingsbury und Murray passt. Wir gehen derzeit davon aus, dass wir Drake halten und ihn bezahlen, da er ideal ins Team und ins System passt.

Da der Draft immer näher rückt, gibt es hier natürlich auch immer mehr Spekulationen, wen wir an Nr. 8 Picken werden. Wir haben große Needs bei WR, OL, S und DL. In den Mock Drafts sieht es derzeit danach aus, dass WR CeeDee Lamb (Oklahoma) wohl am wahrscheinlichsten gepickt werden könnte. Wir haben dort einen großen Need auf der Position und er ist genau der Typ WR, der uns derzeit fehlt. Er hat außerdem mit Murray sehr erfolgreich bei den Sooners schon zusammen gespielt und dementsprechend hat sich Kyler auch schon in Interviews für ihn als Pick eingesetzt. Wäre wohl auch nicht schlecht, dass er dann mindestens ein Jahr eine Menge von unserer Legende Larry Fitzgerald lernen könnte.

Los Angeles Rams
Aktuell dreht sich viel um das neue Logo der Rams, welches zur neuen Saison der Franchise ein neues Gewand geben soll. Viele Gerüchte, an denen wir uns nicht beteiligen.
Ansonsten ist es sehr ruhig, vor allem sehr ruhig um die Schlüsselspieler, die auf der Free Agent Liste landen. Diese Spieler sind Littleton (Linebacker), Fowler (Edgerusher), Whithworth (Offensive Tackle) und Brockers (Defensive End).
Les Snead, der General Manager der Rams ,hat in einem Interview erwähnt das er nicht erwartet das die Rams den Franchise Tag verwenden werden. Ein möglicher Tag wurde hier bei Fowler erwartet, welcher nun wohl vom Tisch ist. Desweiteren hat Snead noch erwähnt das der Vertrag von Jared Goff ( Quaterback) nicht umstrukturiert wird, um ein bisschen mehr Kapital zu bekommen.
Eine weitere spannende Frage ist die was mit Todd Gurley (Running Back) wird. Bleibt er bei den Rams oder streift er sich bald ein Trikot eines anderen Teams über.
Sobald der Free Agent Markt offiziell geöffnet ist wird vor allem bei den Spielern einige Entscheidungen geben.

San Francisco 49ers
Bei den San Francisco 49ers dreht sich derzeit viel darum, wie es trotz der angespannten Cap-Situation gelingen kann, das Team aus der Vorsaison so gut wie möglich beisammen zu halten. Headcoach Kyle Shanahan und General Manager John Lynch haben mehrfach betont, dass sie beabsichtigen, die Zahl der Abgänge niedrig halten zu wollen. Es wird aller Voraussicht nach mit großem Eifer daran gearbeitet, die Leistungsträger DE Arik Armstead, WR Emmanuel Sanders und S Jimmie Ward zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen. Doch dies wird kein einfaches Unterfangen, da alle drei Spieler auf dem freien Markt wohl attraktive Angebote anderer Teams erhalten werden. Obwohl die Verträge von LB Kwon Alexander und C Weston Richburg bereits angepasst wurden, um die finanzielle Situation etwas zu entspannen, wird es interessant zu beobachten sein, wie die 49ers ihre Personalpolitik gestalten. Für allem bei Edge-Rusher Arik Armstead hört man immer wieder, dass auch die Option des Franchise Tags in Betracht gezogen wird.

Die Schlagzeilen dominiert jedoch derzeit ein anderes Thema: Kommt Tom Brady zu den 49ers? Natürlich ist diese Diskussion für viele eine willkommene Abwechslung während der tristen Offseason, jedoch ist davon auszugehen, dass diesem Gerücht nur wenig bis kein Wahrheitsgehalt anhaftet. Shanahan und Lynch wurden während des NFL Combines nicht müde, immer wieder zu betonen, dass man mit QB Jimmy Garoppolo sehr zufrieden ist und mit ihm in die Zukunft gehen möchte. Obwohl es finanziell durchaus denkbar wäre, dass die 49ers Brady unter Vertrag nehmen, erscheint dieses Szenario sehr unwahrscheinlich. Aber man hat eben auch schon Pferde vor der Apotheke – Ihr kennt das…

Einige Vertragsverlängerungen konnten die 49ers auch schon vermelden: Bei Nickel-Cornerback K’Waun Williams und FB Kyle Juszczyk, die beide eine wichtige Rolle in der abgelaufenen Saison spielten, zog man die teamseitige Option auf eine Verlängerung des Kontrakts für zunächst ein Jahr. Bei den ERFA vermeldeten die 49ers, dass man die Verträge von OL Daniel Brunskill, TE Ross Dwelley, CB Emmanuel Moseley, QB Nick Mullens und RB Jeff Wilson verlängert hat. Es wird scheinbar viel Wert darauf gelegt, auch die Spieler aus der 2. und 3. Reihe weiterhin in den eigenen Reihen zu halten.

Bezüglich des anstehenden Drafts lässt sich wenig bezüglich der Pläne der 49ers sagen. In den zahlreichen Mock Drafts wird des Öfteren die Secondary thematisiert, es ist jedoch auch nicht auszuschließen, dass die 49ers einen Down-Trade anstreben, zumal man nach dem Pick an 31. Stelle erst wieder in der fünften Runde (!) ins Geschehen einsteigen darf.

Seattle Seahawks
Rückblickend auf die abgelaufene Saison haben die German Sea Hawkers unter https://www.germanseahawkers.com ein vielseitiges Angebot aus Texten, Podcasts und Social-Media-Beiträgen zusammengestellt, die Trainerfrage, Schwachstellen und einzelne Positionsgruppen thematisieren. Zusammengefasst haben zwei Themen die bisherige Offseason der Seattle Seahawks dominiert:

1) Free-Agency-Gerüchteküche: DE Jadeveon Clowney (27) wird den Seahawks wohl kaum einen Rabatt geben und einen neuen Mehrjahresvertrag mit über 20 Millionen US-Dollar pro Saison anstreben. Dass Seattle mehr als diese 20 Millionen für den Schlüsselspieler bezahlt, scheint unwahrscheinlich. Bedenken gibt es beim 2019 oft gedoppelten und dennoch wirkungsvollen Clowney bezüglich Sack-Produktivität (nur 3,5 in der Saison 2019) und Verletzungsanfälligkeit. Stichwort Verletzung: C Justin Britt (28) hat zwar noch ein Jahr Vertrag, kommt aber von einem Kreuzbandriss zurück und ist mit rund 10 Millionen US-Dollar Gehalt in der Saison 2020 nun ein Cut-Kandidat, um das üppige verfügbare Gehalt weiter aufzustocken. Nahmhafte Wackelkandidaten neben Clowney und Britt: DT Jarran Reed, LB Mychal Kendricks LT George Fant, LG Mike Iupati, RT Germain Ifedi (Free Agents), LB K.J. Wright, TE Ed Dickson, RG D.J. Fluker (mögliche Salary-Cap-Opfer). Bezüglich Neuverpflichtungen hält sich General Manager John Schneider zu Beginn der Free Agency traditionell aus den größeren Geschäften raus und wird erst in der zweiten oder dritten Welle aktiv, wenn der Markt sich etwas abgekühlt hat.

2) Kadertiefe: Mit der Verpflichtung von Veteran-TE Greg Olsen (34) reagierten die Verantwortlichen in Seattle auf die zweite schwere Verletzung Will Disslys (23; 2018 Patellasehnenriss, 2019 Achillessehnenriss) in zwei Jahren. Ob ein zuletzt öfter verletzter Oldie im Spätherbst seiner Karriere die richtige Lösung ist, um auf Tight End Tiefe zu schaffen, sei mal dahingestellt. Den Verantwortlichen in Seattle waren die Dienste Olsens 7 Millionen US-Dollar wert, sie scheinen überzeugt. Auf Cornerback sind genau wie in der O- und D-Line Nachbesserungen via Free Agency und/oder Draft zu erwarten.

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