NFL Newsletter: Post-Draft-Infos

NFL News

Nun ist es offiziell: Es werden keine internationalen NFL-Spiele im 2020 ausgetragen. Die London-Games und das Mexiko-Game wurden zur Sicherheit rund um die Corona-Krise abgesagt. Bitter für uns europäischen Fans, jedoch die einzig sinnvolle Maßnahme.

Auch bezüglich des Schedules gibt es News: Der Spielplan wird am Donnerstagabend auf NFL-Network veröffentlicht und wir werden wissen, wie die NFL mit der besonderen Situation umgehen wird.

Als traurige Nachricht wurde am 4. Mai der Tod von Trainer-Legende und Hall-of-Fame-Coach Don Shula bekannt gegeben. Shula war 26 Jahre Trainer in Miami und ist der erfolgreichste Coach der NFL-Geschichte. Er ist verantwortlich für die einzige perfekte Saison der NFL im Jahre 1972 und brachte es auf 328 Siege. Möge er in Frieden ruhen.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (@seppmaster56)

Die Buffalo Bills haben nach dem Draft noch einen weiteren Defense-Spieler unter Vertrag genommen. Mit Bryan Cox Junior kommt ein Defensive End nach Buffalo, der von 2017 bis 2019 bei den Carolina Panthers spielte, ehe er gewaived wurde und dann zu den Cleveland Browns ging. Insgesamt gelangen ihm in der letzten Saison 14 Tackles und ein halber Sack. Den älteren Bills-Fan dürfte der Name Bryan Cox bekannt vorkommen. Bryan Cox Senior spielte in den 90er als Middle Linebacker bei den Miami Dolphins und wurde von den rivalisierten Bills-Fans gehasst. So streckte Cox Sr. den Bills-Fans im Rich Stadium beide Mittelfinger raus, spukte in Richtung der Fans und prügelte sich fast mit Bills-Spieler im Tunnel. Solche Dinge darf sich sein Sohn nicht erlauben, wenn er lange bei den Bills spielen will.

Ansonsten haben sich in der letzten Woche sowohl Trainer Sean McDermott als auch General Manager Brandon Beane in den verschiedensten Medien geäußert. Dabei ließ McDermott bei der NFL Network Sendung wissen, dass er froh ist, dass Tom Brady nun nicht mehr in der AFC spielt: „Ich schlafe jetzt etwas besser, als die Entscheidung von Tom gesehen habe.“ Bereits zuvor hat Beane bei ESPN gesagt, dass er diese Chance nun nutzen möchte. „Wir wollen die AFC East gewinnen, damit wir ein Heimspiel in den Playoffs haben“, sagte er selbstbewusst. Außerdem stellt Beane klar, dass der Pick von Quarterback Jake Fromm keine Warnung an Josh Allen ist. „Wir haben Fromm hinzugeholt, weil er jemand ist, den wir auf unserem Board hatten, da er in unseren Augen eine tolle College Karriere hatte und er sehr intelligent ist. Er wird für Wettbewerb auf dem Backup-Posten hinter Josh sorgen, aber Josh ist unser fest verwurzelter Starter“, macht der Bills GM klar.

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Die Dolphins haben sich von zwei ehemaligen Erstrundenpicks getrennt. Charles Harris, Defensive End, wurde 2017 an Nummer 22 ausgewählt, schaffte es aber nie sich als Starter zu etablieren. Er wurde für einen Siebtrundenpick 2021 an die Atlanta Falcons abgegeben. Der damals an Position 28 von den Dallas Cowboys gewählte Defensive End Taco Charlton, welcher seit vergangenem September in Miami spielte, wurde nach dem Draft gewaived. Er hat mittlerweile in Kansas City unterschrieben.

Ein schwerer Schlag traf die Dolphins dann am 4.5., Don Shula, legendärer Head Coach, der von 1970 bis 1995 die Dolphins coachte verstarb im Alter von 90 Jahren. Shula war Teil der Dolphins-Mannschaft von 1972, die alle Saisonspiele inklusive Super Bowl gewinnen konnte, bis heute ein Kunststück, das nie wiederholt werden konnte. Auch im Jahr darauf gewann Shula einen weiteren Super Bowl Ring und ist der einzige Head Coach, der die Dolphins an die Spitze der Footballwelt führen konnte.

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

Die Jets haben vor der am Montag abgelaufenen Deadline die Fifth Year Option für All-Pro Safety Jamal Adams (24) gezogen und binden ihn so bis zum Ablauf der Saison 2021 an die Franchise. Bereits seit Wochen wird über einen möglichen Langzeitvertrag gesprochen und laut General Manager Joe Douglas haben erste Gespräche stattgefunden. Die Aktivierung der Fifth Year Option ist ein erster Schritt, um weitere Zeit zu gewinnen. Das Gehalt für das Option Year ist identisch mit dem für das Transition Tag und bringt für die Position des Safeties 2021 9,86 Millionen Dollar für Jamal Adams ein, sollte eine vorzeitige Verlängerung nicht zustande kommen.

Aus derselben Draftclass wie Jamal Adams, 2017, stammt Free Safety Marcus Maye (27). Der Second Round Pick hat die an ihn gestellten Erwartungen vollumfänglich erfüllt. Auch sein Vertrag läuft nach der Folgesaison aus. Im Gegensatz zu Jamal Adams besitzen die Jets jedoch keine Fifth Year Option und mit Safety Ashtyn Davis wurde im diesjährigen Draft ein Spieler verpflichtet, der ähnliche Anlagen wie Maye besitzt.

Nach einem Bericht von Manish Mehta (NY Daily News) hat es bereits erste Gespräche mit nicht näher bezeichneten Teams gegeben, die einen Trade von Marcus Maye noch in der laufenden Offseason beinhalten könnten. Ob etwas an diesem Bericht dran ist, wird sich in den Folgewochen zeigen.

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

Es bleibt eine Zeit des Umbruchs in New England, denn mit Fullback James Develin verliert das Team von Bill Belichick einen weiteren großartiger Spieler der letzten Jahre. Der 31-Jährige hängt verletzungsbedingt seine Cleats an den Nagel, denn die Nackenverletzung, die ihn einen Großteil der letzten Saison kostete, erwies sich als schwerwiegender und verhindert somit eine Fortsetzung seiner Karriere. Insgesamt gewann er mit den Pats drei Super Bowls und wurde 2017 als erster Patriots-Fullback nach Sam Cunningham 1978 in den Pro Bowl gewählt. Eine ziemlich starke Karriere für eine Position, die in der heutigen NFL immer mehr an Bedeutung verliert.

Profitieren könnte von diesem Roster Move dagegen unser deutscher Fullback Jakob Johnson. Nachdem er letzte Saison bis zu seiner Verletzung die Rolle von Develin übernahm und dabei einen guten Job machte, konkurriert er nun gegen Free Agent-Signing Dan Vitale um einen Platz auf dem finalen Roster der Patriots. Ebenfalls erfreulich aus deutscher Sicht: Sebastian Vollmer wurde als Right Tackle in das All Decade Team der 2010er gewählt.

Am meisten dürfte die Patriots-Fans aber das Comeback von Tight End Rob Gronkowski überrascht haben. Doch anstatt wieder für die Patriots, wird „Gronk“ nach einem Trade mit den Tampa Bay Buccaneers nun wieder mit seinem alten Kumpel Tom die Küsten Floridas unsicher machen. Den im Trade erhaltenen 4th Round Pick gab man übrigens prompt im Draft an die Raiders weiter, um in der dritten Runde Tight End Devin Asiasi zu verpflichten.

Weitere Roster-Moves: Defensive Lineman Keionta Davis und Defensive Back Obi Melifonwu wurden released.

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Ich hatte letzte Woche geschrieben, dass die Draft der Ravens als gut angesehen wurde. Arif Hasan hat eine spannende Analyse auf theathletic.com zur Evaluation geliefert, der nach die Ravens den fünftbesten Draft geliefert haben. Lesenswert!

Traditionell legt man in Baltimore Wert auf compensatory picks. Nach der Draft spielen Neuverpflichtungen keine Rolle mehr in der Formel dafür, weswegen in dieser Phase der Offseason die restlichen Free-Agents in den Fokus der Ravens geraten.

Die Ravens haben noch etwa zehn Millionen Dollar an Capspace. Bedarf gibt es noch auf SAM bzw OLB – Matthew Judon hat seinen Franchise Tag noch nicht unterschrieben. Auch auf CB kann man noch was machen und ein Possession WR würde dem Roster gut tun.

Besonders auf Corner tummeln sich noch einige große Namen (Ryan, Talib, Joseph um ein paar zu nennen) auf dem Markt. Paul Richardson könnte ich mir als Ergänzungsspieler mit einem prove-it auf WR Deal ausmalen. Und als Traumszenario für die Passrush-Rotation ist Terrell Suggs verfügbar, der nach dem Abgang letztes Jahr seine Karriere standesgemäß in Baltimore beenden könnte.

Der Tod von Don Shula muss hier erwähnt werden. Auch wenn man ihn eher mit den Dolphins verbindet, war er Spielern in Baltimore und ist gemessen an Siegen der dritterfolgreichste Coach in Baltimore – auch wenn diese Statistiken sich auf die Colts beziehen.

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

Auch bei den Cincinnati Bengals stand die Frage an, ob man die Fifth-Year-Option zieht. Hier ging es um Wide Receiver John Ross, der 2017 an neunter Stelle gezogen wurde und beim Combine eine 4,22 im 40-Yard-Dash schaffte, jedoch immer wieder verletzt ausfällt. Konsequenterweise wurde hier keine option gezogen, zumal man mit Tee Higgings einen neuen Wide Receiver gedraftet hat.

Durch die Entlassung von des langjährigen Franchise Quarterback Andy Dalton haben die Bengals 17.700.000 Dollar an Capspace geschaffen, durch den man unter anderem seinen Nachfolger Joe Burrow und alle anderen Rookies bezahlen kann.
Dalton wurde 2011 in der zweiten Runde an insgesamt 35. Stelle gezogen. Er kam in den insgesamt 9 Jahren bei den Bengals auf 31.594 Passing-Yards und 204 Passing-Touchdowns bei 118 Interceptions. Dazu kommen 1.221 Rushing Yards und 22 erlaufene Touchdowns. Er war insgesamt dreimal im Pro Bowl. Sein großes Makel blieb, dass er 2012-2015 alle vier Playoff-Spiele verlor. Danach erreichten die Bengals nie wieder die Playoffs.

Cleveland Browns (@piefke_96)

Defensive End Myles Garrett (24) wird auch über die kommende Saison hinaus in Cleveland bleiben. Die Browns zogen die Fifth Year Option für den First Overall Pick aus dem Jahr 2017. Garrett kommt in seiner Karriere in bisher 37 Spielen auf 30,5 Sacks, 104 Tackles, sowie 6 Forced Fumbles und eine Fumble Recovery.

Auch für Tight End David Njoku (23) zogen die Browns die Fifth Year Option. In 32 Spielen verzeichnet Njoku 1.066 Receiving Yards bei 93 Receptions und 9 Touchdowns.

Ebenfalls bei den Browns bleiben wird Wide Receiver Rashard Higgins (25). Higgins schaffte 2018, in der Rookie-Saison von Quarterback Baker Mayfield (25), zu dem ihm eine gute Beziehung auf und neben dem Feld nachgesagt wird, seinen Durchbruch. In der vergangenen Saison spielte er unter Head Coach Freddie Kitchens jedoch nahezu keine Rolle. Dennoch unterzeichnete er nun einen neuen Einjahresvertrag über 910.000 Dollar, nachdem er zuvor besser dotierte Angebote anderer Teams ausgeschlagen hat.

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

T.J. Watts 5th-Year-Option wurde gezogen, somit bleibt der 2017-First-Rounder bis einschließlich 2021 den Steelers erhalten.

Im Gegensatz zu den öffentlichen Spekulationen haben die Steelers laut GM Kevin Colbert Jameis Winston kein Angebot gemacht. Er sagte auch, man sei mit Kevin Rudolph als Back-Up QB zufrieden und man wird mit ihm auch in dieser Rolle planen.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Überraschenderweise hat man in Indianapolis die 5th Year Option von Free Safety Malik Hooker nicht gezogen. Hooker ist als klassischer Single High Safety nicht der perfekte Scheme Fit für das Cover 2, das die Colts spielen lassen und hatte auch etwas mit Verletzungen zu kämpfen, dennoch stößt dieser Move auf Verwunderung. Hooker ist ein grundsolider Safety und nicht einfach zu ersetzen, weshalb vielerorts spekuliert wird, man habe die Option nicht gezogen, um ihn zu motivieren bzw. klar zu machen, dass First Round Picks keine Sonderbehandlung erfahren.

Außerdem hatte Kicker Adam Vinatieri bekannt gegeben, noch eine Saison spielen zu wollen. Die Colts haben mit McLaughlin und Blankenship derzeit zwei junge Kicker unter Vertrag und müssten mit Vinatieri erst einen neuen schließen. Nach letzter Saison dürfte die Marschrichtung klar sein und die jungen Kicker die Position unter sich ausmachen.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Die Defensive Line bekommt nun noch mehr Tiefe beziehungsweise Verstärkung. Am Samstag haben die Broncos bekannt gegeben, dass sie Christian Covington für 1,75 Millionen Dollar (davon sind 625.000 Dollar garantiert) unter Vertrag genommen haben. In seiner letzten Saison bei den Cowboys stand er bei 481 Snaps auf dem Feld und konnte dabei 28 Tackles sowie einen Sack verzeichnen.

Kommentar zur 5th-year-option von Garett Bolles:

In der Offseason 2019 haben die Broncos Mike Munchak als ihren neuen Offensive Line Coach verpflichtet. Für viele, inklusive mir, war dies ein kleiner Hoffnungsschimmer. Wenn er nicht Garett Bolles „fixen“ kann, dann wird es wohl niemand können. Im Vergleich zu den Jahren davor spielte er besser, aber das Front Office entschied sich dazu, ihm die 11 Millionen Dollar garantiert nicht auszuzahlen, wodurch er 2021 Free Agent wird.

Das Problem ist folgendes: angenommen Bolles spielt in der kommenden Saison auf dem Niveau wie er es in den letzten fünf Spielen mit Lock getan hat. Klar, dort war er nicht überragend, aber mehr als solide (eine Zusammenfassung aller Dropbacks und dem Offensive Line Play findet ihr hier: Teil 1, Teil 2). Wenn Denver ihn ziehen lässt, müssen sie entweder auf dem FA-Markt zuschlagen oder sich im 2021 Draft nach einer sofortigen (!) Tackle Lösung umschauen. Hätten sie Bolles über die 2021 Saison gehalten, könnte man deutlich entspannter in den Draft gehen, man wäre nicht gezwungen, einen Day 1 Starter zu draften. Natürlich können sie noch während der 2020/2021er Saison mit ihm einen neuen Vertrag aushandeln, dieser wird aber vermutlich deutlich teurer werden.

Die Titans standen letztes Jahr vor einer ähnlichen Situation. Sie entschieden sich, die 5th-year-option für Jack Conklin nicht zu ziehen. Er spielte überdurchschnittlich gut und unterschrieb dann einen neuen Vertrag in Cleveland. Die Broncos könnten potenziell vor demselben „Dilemma“ stehen.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Keine grosse Überraschung: Die Chiefs haben die fifth-year-option von Patrick Mahomes Rookie-Vertrag gezogen. Ob Mahomes aber unter dem Rookievertrag spielen wird ist fraglich, denn eine Vertragsverlängerung ist in vollem Gange.

Auf der QB-Position wurde zusätzlich eine Verpflichtung bekannt gegeben. Shea Patterson (23) kommt als UDFA vom College von Michigan. Patterson wurde – wie Mahomes – in der MLB (Major Baseball League) gedraftet. Er ergänzt den QB-Room rund um Mahomes, Chad Henne und Jordan Ta’amu.

In der Defensive wurde DE Taco Charlton für 1 Jahr verpflichtet. Der Firstrounder von 2017 ist 25 jährig und hat am College mit Frank Clark gespielt. Charlton hat das Potential, konnte dieses aber weder in Dallas noch in Miami bisher voll ausschöpfen. Taco durchlief die Waivers und wurde als Free Agent verpflichtet. Ein Low-Risk aber High-Reward Investment von GM Brett Veach.

Um für Taco Charlton und Shea Patterson Platz im 90-Mann-Roaster zu machen wurden TE Alize Mack und RB Mike Webber gewavet.

Las Vegas Raiders

Los Angeles Chargers

Gute Nachrichten von der Chargers-Offense. Die Chargers haben bei Wide Receiver Mike Williams die Option fürs fünfte Jahr gezogen. Damit ist der 7th Overall Pick des 2017er NFL Draft bis 2022 an die Chargers gebunden. Nach einer verletzungsgeplagten Rookie Saison hat sich Williams von Jahr zu Jahr gesteigert. In der letzten Saison hat er die 1000-Yards-Marke geknackt und mit 20,4 Yards pro Catch die beste Marke aller Wide Receiver.

Zudem haben die Los Angeles Chargers wohl einen neuen Quarterbacks Coach gefunden. Dieser Posten war nach der Beförderung von Shane Steichen Ende Oktober unbesetzt. Diese Vakanz wird wohl nun Pep Hamilton übernehmen, wie verschiedene Medien übereinbestimmend berichten. Hamilton war zuletzt beim XFL-Team DC Defenders als Head Coach und General Manager aktiv, ehe die Liga eingestellt wurde. Der 45-Jährige blickt dabei auf 20 Jahre Erfahrung zurück und war bereits bei den New York Jets, San Francisco 49ers, Chicago Bears, Indianapolis Colts und Cleveland Browns in den verschiedensten Positionen angestellt. Am meisten verbindet man seinen Namen mit Andrew Luck, dem er erst zwei Jahre am College und dann drei Jahre bei den Colts trainierte.

Zudem hat sich Safety Derwin James in der letzten Woche geäußert. Dabei hat er erklärt, dass ihm die Verpflichtung von Cornerback Chris Harris Junior und von Rookie Linebacker Kenneth Murray sehr gefallen hat. „Ich kenne Chris, schon bevor wir für ihn getradet haben. Ich habe schon immer gedacht, dass er ein großartiger Spieler ist und noch viel im Tank hat“, erklärt James und fügt an, „Murray is a dog. Er macht einfach Plays, die hervorstechen.“ Außerdem will er mit seinen Teamkollegen gemeinsam mehr Turnover forcieren: „Letztes Jahr waren wir im unteren Bereich bei der Turnoverdifferenz (-17) und ich denke, dass wir mehr Turnover produzieren müssen.“

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

Die Dallas Cowboys haben am Wochenende für einen Paukenschlag gesorgt, indem sie mit Andy Dalton den ehemaligen Quarterback der Cincinnati Bengals verpflichtet haben. Der 32-jährige Dalton, der aus Texas stammt, unterschrieb bei den Cowboys einen Einjahresvertrag. Dalton kam in seinen 9 Jahren bei den Bengals auf 31.594 Yards und 204 Touchdowns in 4.449 Passversuchen. Nachdem die Verpflichtung bekannt gegeben wurde, wurden Stimmen laut, die diese mit den stockenden Vertragsverhandlungen mit Dak Prescott in Verbindung brachten.

Dass die Verpflichtung des Veteranen ein reines Taktieren im Vertragspoker mit dem Franchise Quarterback sein soll, ist zwar auf den ersten Blick schlüssig, doch hat dieser Deal für alle Parteien sein Gutes. Nicht nur reagieren die Cowboys auf einen möglichen Hold-out von Prescott im Falle scheiternder Vertragsverhandlungen und verbessern sich ihren Backup-Spot bei den Quarterbacks signifikant, da Dalton der bessere Quarterback im Vergleich zu Cooper Rush ist, Dalton wird sich nach dem Jahr in der nächsten Offseason auf mehr offene Stellen als Quarterback in Position bringen, und schlussendlich hat der Deal auch positive Seiten für Dak Prescott. Mit einem Backup in der Hinterhand, dem man zutraut in zwei oder drei Spielen zu starten, sollte sich Prescott verletzen, ist er nicht gezwungen verletzt zu spielen. In der Schlussphase der letzten Saison plagte Prescott eine Schulterverletzung. Dennoch stand, sichtlich eingeschränkt, auf dem Spielfeld. Mit einer guten Vertretung wird er seinen Körper diesem Risiko nicht mehr aussetzen müssen. Prescott wird von der Verpflichtung aber keinen Angriff auf seinen Startplatz sehen, denn sollte er einen Vertrag bei den Cowboys unterschreiben, wäre er definitiv der Starting Quarterback.

Am Tag nach der Verpflichtung von Andy Dalton gaben die Cowboys bekannt, dass man sich vom bisherigen Backup Quarterback Cooper Rush getrennt habe. Rush wurde 2017 von den Cowboys als Undrafted Free Agent verpflichtet. In den drei Jahren, die er bei den Cowboys verbrachte, kam er auf drei Passversuche, von denen einer gefangen wurde. Der Vertrag von Rush wurde erst im März um ein Jahr verlängert.

Damit wird man, wenn man Dak Prescott, trotz nicht unterschriebenem Tender, mitzählt, mit dem Quarterback Quartett Prescott, Dalton, Thorson und  dem frisch gedrafteten DiNucci in das Training Camp gehen.

New York Giants (Emil, @schnapke/ @GiantsGER)

Der Draft ist vorüber, die ersten UDFA wurden verpflichtet und schon stehen die 5th Year Option von Tight End Evan Engram und Safty Jabrill Peppers an. Diese Option wurde auch in beiden Fällen gezogen. Für Engram bedeutet das, dass er 2021 sechs Million Dollar verdient. Bei Peppers kostet es etwas mehr, aber mit  6.8 Millionen Dollar ist trotzdem ein No Brainer.

In den nächsten Tagen wird dann noch der offizielle Spielplan veröffentlicht. Die Giants haben Schon jetzt ein hartes Programm vor sich, da die Heim- und Auswärtsbegegnungen schon feststehen.

Heim: Cowboys, Eagles, Redskins, 49ers, Cardinals, Steelers, Browns und Buccaneers

Auswärts: Cowboys, Eagles, Redskins, Bears, Seahawks, Rams, Bengals und Ravens

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)        

Die Draft ist vorbei und Washington hat den Kader wertvoll aufgewertet. Die offensichtlichen Baustellen, mit denen man in die Draft ging, wurden nur kaum adressiert. Letzte Woche hatte ich dies bemängelt, gerade CB erschien mir pre-draft als unabdingbarer Pick in den sieben Runden. Heute betrachte ich das Angebot auf Corner, was noch frei verfügbar ist, und verzeihe den ‘Skins durchaus, dass man in einer schwächeren Klasse nicht unbedingt einen CB gedraftet hat: 12 der verblieben besten 50 Free Agents nach PFF sind CBs.

36 Millionen Dollar an Capspace sind noch verfügbar, Veteranen für TE und LT gibt es auch noch. OT Jason Peters ist auf dem Markt und auch die Tight Ends Jordan Reed und Delaney Walker sind noch verfügbar. Ein Veteran im Receiving Corp würde Haskins helfen (ja, ich werde solange Hilfe für ihn einfordern, bis sie kommt): Ted Ginn Jr., Demaryius Thomas sind beispielsweise frei und der ein oder andere Wideout sollte demnächst nach den 35 WR-Picks im Draft bald billig zu haben sein. Soweit zur Spekulation.

Zum Abschluß ein Programmhinweis: “Project 11” heißt eine viel diskutierte Doku über QB Alex Smith von ESPN. Gesehen habe ich sie selbst noch nicht, die Kritiken lesen sich bisher durchweg gut. Leichte Kost sei es aber nicht.

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Schon länger wurde diskutiert, ob die Bears ihre Option auf das fünfte Jahr bei Quarterback Mitch Trubisky (25) ziehen. Nach der Verpflichtung von Quarterback Nick Foles (31) wurde es schon unwahrscheinlicher. Dies wurde jetzt auch von den Verantwortlichen bestätigt. Somit wird Trubisky  diese Saison für einen möglichen neuen Vertrag spielen und beweisen müssen, dass er einen Second Pick Overall wert war. Um ihm dabei zu helfen, wurde in dieser Off-Season aktiv in die O-Line sowie Tight Ends und Receiver investiert.

Mit Trevor Davis (26) von den Dolphins und Ted Ginn Jr. (35) von den Saints kommen gleich zwei Receiver und Return Spezialisten nach Chicago. Beide unterschreiben jeweils einen Jahres Vertrag.

Die Secondary wird mit dem ehemaligen Texans Safety Tashaun Gipson Sr. verstärkt. Der 29 jährige unterschreibt für ein Jahr.

Der Defensive Tackle John Jenkins (30) kehrt zu den Bears zurück. Er stand schon 2017 für Chicago auf dem Feld, bevor er 2018 für die Giants und 2019 für die Dolphins spielte.

Zudem wurden die Jersey Nummern der gedrafteten Spieler, sowie der Free Agents  bekannt gegeben. Zu sehen (hier).

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Die Lions bedienten im Draft ihre größten Needs. Auch nach etwas Bedenkzeit bleiben die meisten Stimmen unter Fans positiv gegenüber den Neulingen, auch die meisten Experten  attestieren den Lions einen guten Job gemacht zu haben.

Diese Woche wurde viel darüber spekuliert, ob die Option für ein weiteres, fünftes Vertragsjahr für MLB Jarrad Davis gezogen wird. Die Antwort der Lions lautet Nein, womit der Erstrundenpick aus 2017 in der kommenden Saison um einen neuen Vertrag spielen wird. Davis ist ohne Frage ein toller Athlet, sowohl körperlich als auch mental scheint er mehr als geeignet für eine größere Rolle, doch leider spielen ihm häufig seine Instinkte einen Streich.

Hoffnungen auf ein Spiel der Lions in Europa können die Fans für dieses Jahr bei Seite legen. Zwar wäre man Gerüchten zu Folge wohl gegen die Jacksonville Jaguars in London angetreten, jedoch sagte die NFL aufgrund der Corona-Pandemie alle Spiele außerhalb der USA für die kommenden Saison ab.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Es wird weiter umgekrempelt!

Nachdem man sich vom ehemaligen First Round Pick Defensiv End Vic Beasley getrennt hat, scheint es nun den nächsten zu treffen. Ebenfalls First Round Pick und auch EdgeRusher Takk McKinley verkündet via Twitter, dass die Atlanta Falcons nicht die Option für das fünfte Jahr ziehen. Er muss sich somit jetzt unter Beweis stellen dieses Jahr und zeigen, dass die Falcons damit falsch liegen.

McKinley hat im übrigen alle seine Social-Media-Kanäle danach gelöscht.

Des Weiteren wird weiterhin kontrovers über den diesjährigen First-Round-Pick Cornerback AJ Terrell diskutiert. Viele sehen in ihm einen verschwendeten Erstrunden Pick und attackieren den Trainerstab. Es wird mittlerweile bereits dazu öffentlich aufgerufen ihn willkommen zu heißen, anstatt an ihm „rumzunörgeln“.

Die traurigste Nachricht allerdings ist ganz woanders. Wie die NFL verkündet hat, wird es dieses Jahr keine International Series geben. Das ist deswegen so schlimm, da die Falcons, nach 2014, das zweite Mal über den großen Teich hätten kommen sollten. Bleibt zu hoffen, dass die NFL die gleichen Mannschaften für 2021 bestimmt, wie dieses Jahr. Las Vegas bekommt nächstes Jahr auch den ausgefallen Draft. Bleibt also Hoffnung, dass die NFL da genauso verfährt.

Den Falcons-Fan würde es freuen.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Raphael, @whodat_germany)

Bei den New Orleans Saints war es diese ziemlich ruhig, dafür haben unsere Rookies und unsere Verpflichtungen in der Free Agents ihre Rückennummern bekommen. Am wichtigsten wäre damit zu erwähnen, dass unser neuer Backup QB Jameis Winston die Rückennummer 2 tragen wird. Er kam von den Tampa Bay Buccaneers und wird den Platz von dem letztjährigen Backup Teddy Bridgewater übernehmen. Emmanuel Sanders, der Wide Reciever der letztes Jahr noch für die San Francisco 49ers die Bälle im Super Bowl gefangen hat, wird bei uns mit der 17 auflaufen. Unser Rückkehrer Malcolm Jenkins wird als Safety die Nummer 27 bekommen. Der First Round Pick Ceasar Ruiz, der am College auf der Position des Centers gespielt hat, wird die 51 bekommen. Abgesehen von den Rückennummern, gibt es einige Gerüchte, dass uns Larry Warford noch per Trade verlassen wird. Spekuliert wird über vier Teams die Interesse haben, darunter die Miami Dolphins, Baltimore Ravens, New York Jets sowie die Chicago Bears.

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Dorian, @GermanBirdgang)

Nach einer ereignisreichen Free Agency und einem spannenden Draft ist die Stimmung bei den Fans der Cardinals dementsprechend positiv. Die Vorfreude auf die kommende Saison wird zunehmend größer.

Diese Woche gestaltet sich weniger ereignisreich als die vorangegangenen. Der vielseitig eingesetzte Linebacker Haason Reddick ist sportlich nie wirklich in Arizona angekommen. Dementsprechend hat sich das Front Office dazu entschieden die Option auf ein fünftes Vertragsjahr bei dem Erstrundenpick aus dem Jahr 2017 nicht zu ziehen. Der ehemalige Nummer 13 Pick wird also Stand jetzt die kommende Saison nutzen um sich erneut zu beweisen und dann 2021 ein Free Agent werden.

Darüber hinaus hat sich Kenyon Drake dazu geäußert, das er die kommende Saison unter dem Franchise Tag spielen wird. Der Running Back wurde während der vergangenen Saison von den Miami Dolphins zu den Cardinals getradet und ist hier sportlich voll eingeschlagen. Drake hat angekündigt die kommende Saison hochmotiviert unter dem Tag spielen und sich auf diese Weise für einen langfristigen Vertrag mit den Cardinals bewerben zu wollen.

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

Nachdem der Draft erledigt war ging es für die Rams in das virtuelle Offseason Programm. Das erste Treffen verlief sehr gut und es waren sogar alle Spieler anwesend, was schon erstaunlich ist da das aktuelle Roster aus 87 Spielern besteht. Das Offseason Programm soll zwei mal in der Woche statt finden. Eine Einheit wird rund 90 Minuten dauern. In diesen Einheiten wird zum einen das ganze Team Videoanalysen machen oder die einzelnen Team Teile extra Videoanalysen.

Es gibt ein neues Update zum neuen Rams Stadion. Zu sehen gab es die Team Räume und die Kabinen. Aber das Highlight waren die Bildschirme die über dem Spielfeld hängen. Aber seht hier selbst. Des weiteren wurde in der virtuellen Stadion Ansicht das neue Logo in der Mitte des Spielfeldes durch den neuen Rams kopf ersetzt.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Zum NFL-Draft ist mittlerweile wohl alles gesagt, wer dennoch nicht genug bekommen kann, dem sei unsere Aufarbeitung des gesamten Wochenendes in Podcast-Form ans Herz gelegt – hier entlang!

Mit der Unterschrift von UDFA RB Salvon Ahmed und der Bestätigung, dass QB Nick Mullens seinen Tender unterzeichnet hat, haben die 49ers ihr Roster für die nächsten Offseason-Schritte beisammen – wie auch immer diese ausschauen mögen…

Zudem entschied man sich, die Option auf ein fünftes Vertragsjahr beim damaligen Third-Overall-Pick DT Solomon Thomas verstreichen zu lassen. Er wird dementsprechend nach dieser Saison als Free Agent verfügbar sein, was jedoch nicht bedeutet, dass die Niners ihm keinen weiteren Vertrag anbieten werden.

Neuzugang T Trent Williams stellte sich in einer Zoom-Pressekonferenz den heimischen Medien vor und betonte noch einmal, wie groß die Fußstapfen Joe Staleys seien, die er fortan versuchen möchte, auszufüllen. Er gab an, dass die 49ers sein präferiertes Ziel gewesen seien, weshalb er u.a. Angebote der Rams und der Vikings ausschlug.

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Tight-End-Neuzugang Greg Olsen zeigte sich beim virtuellen Trainingsauftakt in erstaunlicher körperlicher Frühform. Mit diesem Körperfettanteil macht er sogar Wide Receiver DK Metcalf Konkurrenz.

Während sich die Spieler und Trainer so langsam mit der Vorbereitung beschäftigen auf eine Saison, die noch alles andere als gewiss ist, geht unter Fans die Debatte über die Draft-Neulinge der Seahawks weiter. Eine detaillierte Videoanalyse des Erstrundenpick-Linebackers Jordyn Brooks zeigt, dass dieser sich zwar – wie von vielen Seiten bei der Auswahl kritisiert – 2019 in der Passverteidigung nicht wohl fühlte, aber bedingt durch Taktik und Formation in der Saison eine andere Rolle spielte als noch ein Jahr zuvor. Das Videomaterial von 2018 lässt die Fragezeichen in Sachen Passverteidigung schrumpfen.

Massig Wissenswertes zu Brooks, den anderen Picks und einigen Undrafted Free Agents hat das Podcast-Team der German Sea Hawkers gemeinsam mit College-Football-Experte Jan Weckwerth in einer knapp zweistündigen Draft-Ausgabe zusammengetragen.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.