NFL Newsletter – Offseason-Blues II

NFL News

Die NFL steht immer noch still. Während die Team-Facilitys für einige Mitarbeiter wieder geöffnet haben, ist der Zugang für Spieler weiterhin untersagt.

Einzig in New York bzw. New Jersey wurde den Sportteams offiziell – unter Einhaltung der Gesundheitsvorschriften – Trainingscamps abzuhalten.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (Sebastian, @seppmaster56)

Ein neues Gesicht der Bills Front Seven, Quinton Jefferson, hat letzte Woche Donnerstag in einer Medienkonferenz erklärt, warum er sich für einen Wechsel nach Buffalo entschieden hat. Dabei machte er keinen Hehl daraus, dass er früher kein Interesse hatte, für die Bills zu spielen. „Vor vier oder fünf Jahren hätte ich, wenn ihr mit mir über Buffalo geredet hättet, gesagt… Ich kenne es noch nicht mal“, sagt der 2015er-Fünftrundenpick mit einer Pause und schob hinterher. „Wenn man jetzt mit Spielern über Buffalo spricht, sagen die: ‚Oh hell yeah, ich möchte in Buffalo spielen. Es ist ein klasse Team, super Zusammenhalt und großartige Fans.‘ Es ist damit etwas, wovon ich definitiv ein Teil sein will.“ Dieser Perspektivwechsel hat mit Sicherheit mit der Verpflichtung von Head Coach Sean McDermott 2017 zu tun, der seitdem das Team eine Siegesmentalität eingepflanzt hat. Somit sind die Aussagen eine Bestätigung für die Arbeit der Bills und lässt zudem die Fans von großen Namen in Bills-Jersey träumen.

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Die veränderte Offense der Dolphins ist stark auf die Zukunft ausgerichtet, viele derjenigen, die zu Saisonbeginn zur Starting Offense zählen werden, wirken eher wie Platzhalter für die fehlen im Draft verpflichteten Picks, die erst im Laufe der Saison oder 2021 ins Team rutschen sollen. Ob Quarter Back Ryan Fitzpaztick, Left Tackle Julién Davenport oder (Slot) Wide Receiver Albert Wilson – einen Playoff-Run werden diese Spieler kaum in Miami erleben. Man erwartet es aber auch nicht von ihnen und mit dieser minimalsten Erwartungshaltung kamen die Dolphins vergangene Saison zu manchen Ergebnis, welches man ihnen nicht zugetraut hatte. Am interessantesten ist der Blick auf die Offensive Line, die 2020 extrem umgebaut wird. Die externen Neuzugänge Ereck Flowers (Guard, Washington) und Ted Karras (Gurad/Center, Patriots) werden höchstwahrscheinlich direkt starten, dazu lauern mit Austin Jackson, Solomon Kindley und Robert Hunt 3 Draft-Picks aus den ersten 4 Runden auf ihre Chance.

Auch das Backfield wurde deutlich umgeworfen, mit Jordan Howard (Eagles) und Matt Breida (49ers) hat man sich zwei neue Running Backs ins Haus geholt, die noch relativ jung sind, aber mehrere Jahre NFL in den Beinen haben.

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

Endlich gibt auch im Hause der Patriots wieder Neues zu vermelden. Und dann gleich im Doppelpack auf der Strong Safety Position. Denn mit Veteran Patrick Chung hat ein weiterer Baustein der so starken Secondary einen neuen Vertrag bekommen. Der 32-jährige unterschreibt für weitere zwei Jahre und ist damit bis 2023 vertraglich gebunden. Laut Insider Field Yates bekommt Chung dafür einen Signing-Bonus von drei Milionen Dollar und verdient im besten Fall bis zu 12,8 Millionen Dollar über die nächsten vier Jahre.

Des Einen Freud ist somit auch des anderen Freud, denn durch den neuen Vertrag für Chung konnten die Patriots genug Cap-Space schaffen, um ihren Top-Pick des diesjährigen Drafts, Safety Kyle Dugger, zu signen. Damit steht nun auch die gesamte 202er Draft-Class in Foxborough unter Vertrag. Interessant ist dabei, dass Dugger auf kurze oder lange Sicht Chungs Rolle im Defensive Backfield der Patriots übernehmen könnte und bereits während des Drafts als Replacement für den Veteran-Safety gehandelt wurde.

In der Defense scheint sich also wenig zu tun für den 6-fachen Super Bowl-Sieger aus Massachusetts. Es mutet beinahe an als hätte man die ohnehin schon starke Defense an den richtigen Stellen nochmals verstärkt. Hinzu kommt, dass Cornerback Joejuan Williams, der im letzten Jahr in der zweiten Runde gedraftet wurde, in der Offseason sowohl als Safety, als auch als Sub-Linebacker trainiert, um eine Art „jack-of-all-trades“ für Belichicks Defense zu werden. Nun muss sich nur noch zeigen, ob die Offense mit vielen neuen Gesichtern einen Schritt nach vorne machen kann.

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

Diese Woche verlief bei den Bengals ereignislos ab, es zeichnet sich jedoch ab, dass Josh Bynes, der vom Division-Rivalen aus Baltimore kam und in sein zehntes Jahr in der Liga geht im Linebacker-Room und auch generell in der Defense aufgrund seiner großen Erfahrung als Mentor und Leader agieren kann und soll.

Cleveland Browns (@piefke_96)

Die Cleveland Browns haben drei ihrer Picks des diesjährigen Drafts unter Vertrag genommen. Tight End Harrison Bryant (22), Wide Receiver Donovan Peoples-Jones (21) und Center Nick Harris (21) sind nun offiziell Spieler der Browns.

Fans der Browns bekommen die Möglichkeit sich selbst einmal als NFL Coach auszuprobieren. Für ein Preseason Spiel lässt Head Coach Kevin Stefanski (38) die Fans einen Gameplan über 15 Spielzüge kreieren. Hintergrund ist eine Charity Aktion um Geld für Hilfsbedürftige während der Corona-Pandemie zu sammeln. Fans können entweder an einer Auktion oder einem Gewinnspiel teilnehmen um Vorschläge einzureichen.

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Die Pittsburgh Steelers haben nur 50 Prozent ihrer Spieltag-Tickets zum Verkauf gestellt. Man bereitet sich darauf vor, dass aufgrund der Pandemie es zu Einschränkungen der Sitzkapazitäten kommen könnte.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Wir haben den absoluten Tiefpunkt der Offseason erreicht. Auch in Indy ist diese Woche nichts von Belang passiert. Erwähnenswerte Randnotizen: es wird wild spekuliert, ob der Vertrag von Center Ryan Kelly noch in dieser Offseason verlängert werden könnte. Die Reha von DE Kemoko Turay, der zu Anfang der letzten Saison als Pass Rusher überzeugen konnte, verläuft sehr gut und einige Offensive Line Starter sind bereits wieder in Indianapolis um zusammen zu trainieren.

Zum Abschluss noch eine kleine – für Colts-Fans unsägliche – Statistik: Die Colts sind das einzige Team in der Geschichte der NFL, das zwei aufeinanderfolgende Saisons eine Completion Percentage von mind. 70 % im Durchschnitt zugelassen haben. Obwohl DC Matt Eberflus zu den kompetenten Vertretern seiner Spezies zählt, ist dieser Zustand nicht nur personalbedingt. Eine Mischung aus jungen unerfahrenen DBs, wenig bis kaum Pass Rush und einer lockeren Zone Coverage dürfte zu gleichen Teilen verantwortlich dafür sein.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Der ehemalige Super Bowl 50 Quarterback der Broncos Peyton Manning und Tiger Woods haben das Golf Duell „The Match: Champions for Charity“ gegen Tom Brady und Phil Mickelson gewonnen. Der Erlös von insgesamt $ 20 Millionen wird zur Bekämpfung von Covid-19 eingesetzt.

Falls die NFL Saison im September ohne Zuschauer stattfinden sollte, drohen vielen Franchises hohe Geldeinbußen. Sports Illustrated hat unter der Woche berichtet, dass die Broncos in dem Szenario $ 162 Millionen verlieren würden. Auch den sich im Umkreis befindenden Bars, Pubs Restaurants drohen erhebliche finanzielle Verluste.

Sonst ist es eher ruhig in Denver. Hier und da tauchen auf Social Media mal ein paar Clips mit Spielern während ihrer privaten Trainings auf. Ansonsten wartet der Großteil der Spieler und Verantwortlichen darauf, dass die Team Facility’s bald wieder für alle zugänglich sind, damit eine „normale“ Vorbereitung auf die Saison 2020/2021 möglich ist.

Ein Hoffnungsschimmer ist da der Bundesstaat New York, wo der Gouverneur Andrew Coumo am Sonntag bekannt gegeben hat, dass Profi Teams ihre Facility’s, nachdem diese zwei Monate geschlossen waren, wieder öffnen dürfen.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Weiterhin alles ruhig in Kansas City. Keine Neuverpflichtungen, keine Vertragsverlängerungen, keine interessanten Storys.

Las Vegas Raiders

Los Angeles Chargers (Sebastian, @seppmaster56)

Die Chargers haben letzte Woche einen weiteren Offensive Lineman unter Vertrag genommen. In Ryan Groy holten sie dabei ein bekanntes Gesicht zurück, spielte Groy doch bereits letzte Saison in Los Angeles. Dabei spielte er in 9 Begegnungen 36 Offense Snaps und 37 Snaps im Special Team. Somit wird er im Trainingscamp um seinen Platz im 53-Mann-Roster kämpfen müssen, wenn er wieder als Backup in der Interior O-Line und im Special Team spielen will.

Keine Neuigkeiten über einen neuen Vertrag gibt es bisher von Tight End Hunter Henry. Der 25-Jährige hatte vor der Free Agency den Franchise Tag von den Chargers bekommen und verhandelt seither mit dem Front Office. In einem Interview mit SiriusXM NFL Radio deutete er nun aber an, dass er auch bereit ist unter dem Tag zu spielen. „Ich denke, dass es in Ordnung ist“, sagte er, „offensichtlich würde ich aber gerne vorher was hinbekommen.“ Bis zum 15. Juli haben beide Seiten noch Zeit einen langfristigen Vertrag auszuhandeln. Sollte es bis dahin nicht klappen, können beide Seiten erst nach der Saison wieder verhandeln.

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

Nachdem er in der letzten Woche offiziell von Commissioner Goodell rehabilitiert wurde, darf der 30-jährige Defensive End Aldon Smith, der in dieser Offseason von den Dallas Cowboys unter Vertrag genommen wurde, an der virtuellen Saisonvorbereitung der Cowboys teilnehmen. Smith wurde 2015 von der NFL zuerst für ein Jahr gesperrt, nachdem er wegen eines Unfalls mit Fahrerflucht und Fahrens unter Drogeneinflusses verhaftet wurde. Diese Sperre wurde nicht wieder aufgehoben und in eine dauerhafte Sperre umgewandelt, bis Comissioner Roger Goodell am 20.Mai einem Antrag auf Rehabilitation, wohl auch auf Grund der neuen CBA, annahm und die Sperre auf Bewährung wieder aufhob.

Des Weiteren kamen abermals Gerüchte zu den Vertragsverhandlungen mit Quarterback Dak Prescott auf. Diese besagten, Prescott habe ein Angebot der Cowboys über 175 Millionen Dollar abgelehnt und fordere für ein potenzielles fünftes Vertragsjahr 45 Millionen Dollar an Gehalt. Diese Zahlen und das Vorhandensein eines solchen Angebots wird von beiden Seiten bestritten. Der größte Diskussionspunkt soll nicht das Gehalt sein, sondern an der Vertragslänge scheiden sich die Geister. Die Cowboys wollen mit Prescott einen Fünfjahresvertrag abschließen, während Prescott auf einem Vierjahresvertrag beharrt. Die Frist für das Abschließen eines langjährigen Vertrages endet am 15. Juli. Danach kann für die Saison nur noch ein Einjahresvertrag abgeschlossen werden.

Auch Gerüchte über einen Trade mit den Jets, der Safety Jamal Adams betreffen soll, scheinen nicht sonderlich stichfest zu sein. Nachdem sich die Cowboys wohl zur letzten Saison schon bei den Jets wegen Adams meldeten, kam es in den Verhandlungen wohl aber zu Verwerfungen. Auch vor dem Draft kamen Gerüchte um einen Trade Adams zu den Cowboys auf. Durch die früheren, gescheiterten Verhandlungen dürfte Adams für die Cowboys, sollte wirklich Interesse an einem Trade bestehen, etwas teurer als für andere Franchises werden.

New York Giants (Emil, @schnapke/ @GiantsGER)

In Big Apple gibt es diese Woche sportlich nichts neues zu vermelden. Ein hoffnungsschimmer, dass bald im Staat New Jersey wieder trainiert werden könne, konnte jedoch Governor Phil Murphy verbreiten. Dieser meint, dass Teams zum Training und zum Wettkampf zurückkehren können, wenn sich ihre Liga dafür entscheidet.

Ein Highlight gab es diese Woche jedoch, den Giants Legende und zweifacher Super Bowl MVP Eli Manning ist jetzt auf Twitter! Wer also mehr von Eli Manning, seinem Humor und sonstigen Aktivitäten verfolgen will: @EliManning !

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Die Neuerungen der Philadelphia Eagles Offense werden sich vor allem im Passspiel auswirken. Dort hat man sich von Offensive Coordinator Mike Groh getrennt, den viele als schuldigen für fehlende Entwicklung der Receiver und ein äußerst unkreatives Passspiel ausmachten. Einen offiziellen Nachfolger gibt es nicht, stattdessen setzt Head Coach Doug Pederson mehr auf ein Kollektiv aus dem Trainerstab.

Auf dem Feld wird man die deutlichste Veränderung natürlich bei den Wide Receivern sehen, auf keiner Position haben sich die Eagles derartig vestärkt. Da man in der vergangenen Saison massive Probleme mit dem Speed der Receiver hatte, wurden vor allem Spieler geholt, die nachweislich große Stärken in der Geschwindigkeit haben. Ob Erstrundenpick Jalen Reagor, Fünftrundenpick John Hightower oder der aus San Francisco geholte Marquise Goodwin. Dazu kommt mit Desean Jackson ein Spieler aus dem Verletztenlager zurück, der trotz seines Alters wie kaum ein anderer Spieler für Speed steht.

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Inmitten der Corona Pandemie bereitet sich die NFL auf eine Saison ohne Fans in den Stadien vor, was sich finanziell auf die gesamte Liga auswirken würde. Laut den Schätzungen vom Wirtschaftsmagazin Forbes würden der NFL Stadioneinnahmen in Höhe von rund 5,5 Milliarden US-Dollar entgehen. Sollten die Spiele ohne Fans in den Stadien stattfinden, würden die Chicago Bears 166 Millionen US-Dollar an Stadioneinnahmen, dazu gehören Tickets, Sponsorengelder, Parkplatzgebühren und Einnahmen aus den Team Stores, verlieren, was der zwölftmeiste Wert der Liga ist.

Head Coach Matt Nagy und General Manager Ryan Pace haben sich zur Quarterback Situation der Bears geäußert und sind der Meinung, dass die Verpflichtung von Nick Foles ihn, wie auch Mitch Trubisky in deren Entwicklung, was das Spiel auf dem Feld angeht, weiter bringen wird. Nagy hofft, dass die Quarterbacks das bestmögliche während der Vorbereitung geben und so den Coaches die Entscheidung schwer machen, wer der Starter in der nächsten Saison sein wird.

Der Quarterback Wettbewerb wird zweifellos das Trainingslager dominieren.

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Auch diese Woche gibt es nicht viele Neuigkeiten aus der Motor City.

Viele der Fans machen sich Sorgen um den Pass Rush, welcher unter anderem aufgrund vieler Verletzungen im letzten Jahr nicht sonderlich furchterregend war. Von diesen Verletzungen geplagt war auch DE Mike Daniels, der zuvor von den Green Bay Packers zum Team aus Detroit gestoßen war. Daniels gab nun bekannt, dass er einer Rückkehr zu den Lions gegenüber aufgeschlossen wäre. Sollte er gesund bleiben, könnte er das Team sicherlich verstärken.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Dumm und dümmer ist wohl ein passender Ausspruch für den Defensive Linemen der Packers. Denn auch wenn diese Offseason alles andere als üblich ist, die üblichen Verhaftungen/ Strafen wegen Marijuana-Besitz gibt es dann doch: Montravius Adams wurde wegen Besitzes einer geringen Menge Gras festgenommen; darüber hinaus war sein Auto nicht versichert und mit dem Kennzeichen auch etwas nicht in Ordnung. Sollte er jetzt gesperrt werden, ist seine Zeit in Green Bay wohl vorbei.

Zeit für ein bisschen Spaß ist wohl das Motto bei OLine Coach Adam Stenavich und Offensive Coordinator Nathaniel Hackett – zumindest laut Aussage von Rodgers  sind die beiden für ihre lustigen PowerPoint Präsentationen bekannt, die zurzeit die Meetings in Lambeau Field ersetzen. Rodgers selbst meint, der größte Unterscheid sei, dass er seine Workouts einfach irgendwo im Park machen würde statt auf dem Trainingsgelände.

Allen Lazard, der vielversprechende Nachwuchs-Receiver der Packers, trainiert zurzeit mit dem früheren QB4 der Packers, Manny Wilkins. Und wie es aussieht, scheinen ihm diese Einzeltrainings gut zu bekommen. Darüber hinaus hat er sich nach eigener Aussage ein Klavier gekauft und lernt jetzt Klavierspielen. Wie ihm das beim Routen laufen soll (seiner größten Schwäche) sagte er in seinem Interview mit der Green Bay Press Gazette allerdings nicht.

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Noch mehr Verteidigung

Deone Bucannon, ein Linebacker/ Safety-Hybridspieler, unterschreibt bei den Atlanta Falcons einen Einjahresvertrag. Der ehemalige First-Round-Pick der Arizona Cardinals einigte sich mit dem Management und verstärkt ab sofort die Defense der Falcons.

Besonderes Augenmerk ist auf seine Vielseitigkeit gelegt. Etwas wonach Headcoach Dan Quinn und Manager Thomas Dimitroff immer gerne schauen und zuschlagen, wenn es die Möglichkeit gibt. Somit kann Bucannon sowohl wegen der dünnen Safety-Situation eingesetzt werden, oder auch als Outside-Linebacker. Dort muss sich nach dem Weggang von Linebacker Campbell nach Arizona nun Linebacker Oluokon eigentlich beweisen. Durch die Verpflichtung hätte man jetzt die nötige Tiefe, um im Zweifel eines Misserfolges von Oluokon rotieren lassen zu können.
Wacker hält sich auch das Gerücht, dass der ehemalige Linebacker-Star der Packers Clay Matthews zu den Falcons kommen könnte, da er noch ohne Verein ist. Nach der Verpflichtung von Bucannon sollte dieses Thema eigentlich vom Tisch sein.

Randnotiz: der ehemalige Runningback der Atlanta Falcons Devonta Freeman hat ein Angebot der Seattle Seahawks von vier Millionen Dollar ausgeschlagen. Er “droht” damit eine komplette Saison auszusetzen. Doch wen will er damit Angst machen? Wir wissen es nicht.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Raphael, @whodat_germany)

Die größte News der vergangenen Saints Woche ist, dass unser Mercedes-Benz Superdome einen neuen Namen erhält. In der Innenstadt unserer geliebten Stadt in Louisiana, ist der Superdome seit dem Jahr 1975 nicht mehr wegzudenken. Doch die Partnerschaft endet, da sich Mercedes Benz auf unseren Rivalen aus Atlanta fokussieren möchte. Nun wollen wir euch mal kurz die aktuelle Spielstätte vorstellen, die Platz für 73.208 Zuschauer bietet. Der Superdome war Heimat für viele denkwürdige Sportereignisse, zum Beispiel konnte hier der Schwergewichtsboxer Muhammad Ali’s 1978 seinen Titel holen, oder der legendäre Game Winning Wurf von Michael Jordan im Jahr 1982, der ihm den Sieg der NCAA einbrachte.

Doch die größte Schlagzeilen brachte der Superdome im August 2005, damals verwüstete der Hurrikan Katrina die Stadt New Orleans. Geplant war, dass für maximal 48h der Superdome eine Notunterkunft für rund 10.000 Menschen sein soll. Doch tatsächlich lebten für ungefähr eine Woche dreimal so viele Menschen dort, Teile des Daches wurden während dem Hurrikan abgedeckt, die Toiletten und die Nahrungsmittel Mittel wurden knapp. Dennoch stand der Superdome für Hoffnung in dieser Zeit, ist bis heute ein Wahrzeichen der Stadt und steht offiziell unter Denkmalschutz.

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Sebastian, @GermanBirdgang)

Diese Woche war es im Desert erneut sehr ruhig. Das Einzige was ich gerne erwähnen würde, ist der Memorial Day am 25.05. an dem die Amerikaner die für ihr Vaterland gefallenen Soldaten ehren. Für die Cardinals ist dieser Tag ein besonderer Tag, denn der von 1998 bis 2001 bei den Cardinals aktive Safety Pat Tillman hat nach den Anschlägen vom 11. September dem Football den Rücken gekehrt und ist der Army beigetreten. 2004 wurde er dann in Afghanistan durch Friendly Fire getötet. RIP Pat Tillman

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

Gute Neuigkeiten für die Rams und eigentlich jedes Team aus Kalifornien, Gouverneur Gavin Newsom hat bekannt gegeben, dass professioneller Sport ab dem 1. Juni ohne Zuschauer ausgetragen werden kann. So müssen die spekulierten Notsituationen, wie zum Beispiel, das Austragen der Rams Spiele im Raiders Stadion vermutlich nicht in Kraft treten.

Weiterhin hat Safety Taylor Rapp sein Ausdauertraining geteilt, der second year defensive back aus Washington hat an einem Tag 200 km Rad gefahren, 2 km geschwommen, 4,8 km gejoggt und ist zum Abschluss nochmal 6,4 km gewandert. Ziel der Übung war es 10.000 Kalorien zu verbrennen, was Rapp laut eigener Aussage auch geschafft hat.

Außerdem hat sich der neue Defensive Coordinator Brandon Staley in zu Cornerback Jalen Ramsey geäußert. Ramsey soll dieses Jahr deutlich mehr Verantwortung bekommen, Staley beschrieb seinen Football IQ wie den eines Quarterback, vermutlich wird Ramsey also nicht nur besser eingesetzt, sondern wird vermutlich auch defensive Adjustments vor den jeweiligen Plays machen. Ramsey kam im letzten Jahr im Trade von den Jaguars in die City of Angels, nachdem er in Jacksonville unzufrieden war und gilt als einer der besten Cornerbacks der Liga. Desweiteren sagte Ramsey in einem Interview zu einer möglichen Vertragverlängerung der Rams “sie wissen wie dazu stehe und es gibt bereits Gespräche mit meinem Agenten”. Weiter sagte er das er auch ohne Vertrag am Training teilnehmen wird und keinen Holdout machen wird, wie er es bei den Jaguars getan hat. Klingt aktuell in dieser Personalie sehr erfreulich.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Bei den San Francisco 49ers ist in der vergangenen Woche nichts passiert, was erwähnenswert wäre.

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Die Namen zweier Wide Receiver geistern wieder durch den Pacific Northwest: Josh Gordon und Antonio Brown. Während sich der eine mit Richard Sherman, DK Metcalf und Bobby Wagner in Seattle fit hält und auf eine neuerliche Spielzulassung hofft, wurde der andere angeblich durch Quarterback Russell Wilson bei den Seahawks ins Gespräch gebracht. Bei beiden (Gordon – Drogenmissbrauch und Doping, Brown – Vorwurf sexueller Gewalt und Belästigung) hat jedoch die NFL ein Wörtchen mitzureden.

Brown trainiert aktuell mit Quarterback Geno Smith, den die Seahawks nun erneut unter Vertrag nahmen. Im Training Camp wird er sich mit Rookie Anthony Gordon um die Backup-Rolle duellieren.

Eine Backup-Rolle recht sicher haben dürfte derweil Runningback-Neuzugang Carlos Hyde, den die Seahawks mit bis zu 4 Millionen US-Dollar entlohnen. Das lässt Rückschlüsse auf die personelle Situation der Positionsgruppe zu:

  • Rashaad Penny wird die Saison wohl auf der PUP-Liste beginnen.
  • Möglicherweise haben die Verantwortlichen (berechtigte) Bedenken bezüglich Chris Carsons Langlebigkeit und Fitness.
  • Das Vertrauen in die Backups Travis Homer und Deejay Dallas ist begrenzt oder durch Rolleneinteilung limitiert.
  • Marshawn Lynch ist wohl keine Option mehr.

Was am Deal stört: 1. Hyde ist kein Schnäppchen und wurde in der Offeseason an der Schulter operiert (Ziggy-Ansah-Déjà-vu?). 2. Ohne Umstrukturierungen oder Entlassungen ist der dringend benötigte Veteran Pass Rusher außer Reichweite. 3. Die Seahawks investierten einen Viertrundenpick in einen Läufer, dem sie die Backup-Rolle nicht zutrauen.

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