NFL News

Wir fassen die News, die die ganze NFL betreffen, hier kurz zusammen:

Eigentlich wollen wir euch ja ein bisschen von der Dauer-Corona-Berichterstattung ablenken, aber auch die NFL ist natürlich von der Pandemie betroffen. Die NFL hat bekannt gegeben, dass der Spielplan für die kommende Saison erst später bekannt gegeben wird. Die Liga will dennoch an den Plänen für einen Draft via Video und einer normalen Spielzeit mit Fans und im normalen Zeitplan festhalten. Es würden zwar Pläne geschmiedet für eine eventuelle Verschiebung oder Verkürzung der Saison, aber Jeff Pash, der Executive Vice President der NFL, betont, dass die Erwartungen auf einem normalen Ablauf der Saison liegen.

 

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills

Die Bills haben nach der heißen Phase der NFL Free Agency drei weitere Spieler unter Vertrag genommen. Neu dazu kommt O-Liner Daryl Williams von den Carolina Panthers, der 27-Jährige kann sowohl als Tackle als auch als Guard spielen, wobei er in seinen fünf Jahren in der NFL aber die Konstanz vermissen ließ. Nun bekommt er bei Sean McDermott, der ihn aus seinen ersten beiden Jahren bei den Panthers kennt, ein Ein-Jahres-Vertrag und somit die Chance, seine Grade von Pro Football Focus (Nr. 57 im letzten Jahr als Guard) zu bestätigen. Zudem hat General Manager Brandon Beane die Verträge mit Cornerback E.J. Gaines und Wide Receiver Isaiah McKenzie verlängert. Während Gaines nach einer Verletzung zurückkommt, wird McKenzie als Returner eingesetzt, wird aber auch wieder einige Snaps in der Offense sehen.

Doch die Planung auf der Wide Receiver Position scheinen noch nicht abgeschlossen zu sein. So hatten sie Videokonferenzen mit den beiden Prospects Denzel Mims (Baylor) und Lawrence Cager (Georgia). Beide sind große Spieler und würden somit die fehlende Größe des Receiver Corps ausmerzen. Zudem haben sich die Bills auch mit O-Liner Robert Hunt (Louisiana-Lafayette) und D-Liner Raequan Williams (Michigan State) getroffen.

Eine besondere Art von „Quarantäne“ macht Josh Allen. Gemeinsam mit Kyle Allen und Sam Darnold trainieren sie mit Jordan Palmer und Matt Lopes im Haus von Darnold. Dort werfen sie am Strand die Bälle und danach gibt es neben Essen einige Aktivitäten wie Karten spielen und Fernsehen gucken. Das größte Problem für die drei ist aber die Langeweile und fehlende Möglichkeit von Behandlungen mit ihren gewohnten Physiotherapeuten.

Miami Dolphins

Nach den vielen Verpflichtungen der vergangenen beiden Wochen ist es in Miami relativ ruhig. Viel wird über Aufstellungsfragen diskutiert, beispielsweise, ob man mit einer 3-4 Defense (3 Defense Liner, 4 Linebacker) oder einer 4-3 Defense in die Saison geht. Auch hier wird der Draft viel aussagen, wenn bestimmte Spielertypen gewählt werden. Ein schwerer Nose Tackle spräche für ein 3-4, ein schneller Pass Rusher für eine 4-3.

Für den Fall, dass ein anderes Team den Wunsch-Quarterback Tua Tagovailoa wegschnappt, gilt Justin Herbert als Ziel der Begierde. Allerdings gibt es bei ihm mehr Fragezeichen, ihn an Position 6 zu wählen, gilt für viele als zu früh. Da aber mehrere Teams auf Quarterback-Suche sind, werden ein paar Quarterbacks hinter Burrow & Tua vermutlich früher als in anderen anderen Jahrgängen ausgewählt.

Neben den Zugängen werden noch ein paar potentielle Abgänge diskutiert. Wide Receiver Albert Wilson würde man auf Grund des viel zu hohen Gehalts gerne abgeben; Corner Back Cordrea Tankersley wird es nach fast 2 Jahren ohne Spielpraxis schwer haben. Defense End Charles Harris, Erstrundenpick 2017 konnte in 3 Jahren die Erwartungen nicht erfüllen und Running Back Kallen Ballage hat in einem, zugegeben horrenden Run-Game, nichts gezeigt, was dafür spricht ihm 2020 viele Snaps zu geben.

New England Patriots

Es ist ruhig geworden in Boston. Nachdem sich die Fans in den letzten Wochen von gleich zwei Franchise-Legenden in Tom Brady und Stephen Gostkowski verabschieden mussten, scheint der Fokus in Foxborough nun auf dem Draft zu liegen (sofern er denn über die Bühne geht), denn viel Nennenswertes gab es nicht zu vermelden.

Lediglich Outside Linebacker Shilique Calhoun durfte sich über einen neuen Vertrag bei den Patriots freuen. Genau Vertragsdetails wurden dabei nicht bekannt gegeben. Nach drei Jahren bei den Oakland Raiders, die den 28-Jährigen im Jahr 2016 in der dritten Runde gedraftet hatten, unterschrieb er in der letztjährigen Offseason bei den Patriots und kam dabei hauptsächlich als Special Teamer, in der vergangenen Saison aber auch etwas häufiger als Rotationsspieler in der Defense zum Einsatz.

Auf der Wide Receiver Position ist dagegen der nächste Abgang zu beklagen. Philip Dorsett unterschreibt einen Vertrag über ein Jahr bei den Seattle Seahawks und wird somit nicht nach Foxborough zurückkehren. Neben der Linebacker Position dürfte Wide Receiver damit der größte Need der Patriots werden, den es beim Draft in drei Wochen anzugehen gilt.

New York Jets

In der vergangenen Woche wurde es erwartungsgemäß deutlich ruhiger in Florham Park.

Die großen Moves blieben aus und es steht für Fans weiterhin ein Fragezeichen hinter dem Plan von General Manager Joe Douglas.

Wide Receiver Robby Anderson zog es nach Charlotte, wo er bei den Panthers unter seinem alten Collegecoach der Temple Owls, Matt Rhule, spielen wird. Einen vermeintlichen Ersatz fand man nur wenige Stunden später mit Breshad Perriman, der einen Einjahresvertrag für maximal acht Millionen Dollar unterschreiben wird.

Der 26-jährige First Round Pick der Baltimore Ravens aus 2015 ist ein klassischer Draft Bust und spielt bereits in seinem fünften NFL Team. In der abgelaufenen Saison konnte er in Tampa Bay zum Ende aufdrehen und endlich die Zahlen liefern (fünf Spiele 506 Yards, fünf TD), die man von ihm als Draftpick erwartete.

Wenig später wurde noch die Verpflichtung des Linebackers Patrick Onwuasor verkündet. Er wechselt aus Baltimore, wo er 2018 gemeinsam mit CJ Mosley ein starkes Duo bilden konnte, in die Stadt, die niemals schläft. Joe Douglas war zum Zeitpunkt des Drafts von Onwuasor in Baltimore für das Scouting verantwortlich.

Ob noch ein großer Wurf in der laufenden Offseason kommt ist derzeit fraglich. Zwar hat man mit fast genau 45 Millionen Dollar aktuell das zweithöchste Cap Space nach den Houston Texans, jedoch deutet die Linie von Joe Douglas auf keine weiteren, großen Züge hin.

 

AFC North

Baltimore Ravens

Zunächst muss ich eine bereits letzte Woche verkündete Verpflichtung revidieren: DL Michael Brockers fiel bei der medizinischen Untersuchung durch und unterschrieb daher doch keinen Vertrag in Baltimore, sondern bei den Rams. Stattdessen kommt mit DE Derek Wolfe ein gestandener Veteran und SB-Sieger aus Denver, der letztes Jahr in puncto Sacks einen Karrierebestwert von 7,5 erreichte und von Superstar Von Miller, sowie dem ganzen Team hoch geschätzt wurde. ILBs Josh Bynes (Divisionsrivalen Cincinnati Bengals) und Patrick Onwuasor (NY Jets) sind gewechselt, und machen diese Position zu einem großen Need – neben IOL und WR, aber davon habe ich bereits erzählt.

Sonst war recht wenig los, von daher ziehe ich das hier nicht unnötig in die Länge. Bis nächste Woche.

Cincinnati Bengals

Die Cincinnati Bengals haben bei ihren Bemühungen die Defense zu verbessern, auch noch Vonn Bell verpflichtet. Der 25-Jährige Safety kam für drei Jahre und 18.000.000 Dollar von den New Orleans Saints.
Interessant sind noch zwei prominente Personalien im Team. So ist es mittlerweile wahrscheinlich, dass Andy Dalton beim Team bleibt und den Mentor für den neuen Quarterback geben wird, nachdem es keinen Trade gab und die meisten Teams ihren Starter haben.
Zudem wollen die Bengals mit Running Back Joe Mixon in diesem Sommer verlängern. Mixon geht in sein viertes Jahr und hat die letzten beiden Jahre die 1.000 Yard-Marke geknackt. Für das Team waren die ersten Wochen der Free Agency gut, da doch deutlich wurde, wie sehr der Markt für Running Backs eingebrochen ist, sodass es die Hoffnung gibt sich mit Mixon auf einen akzeptablen Preis zu einigen.

Cleveland Browns

Nach zahlreichen Neuverpflichtungen in der vorherigen Woche haben es die Browns in der abgelaufenen Woche etwas ruhiger angehen lassen. Nachgereicht wird die Verpflichtung von CB Donovan Olumba (24), der die letzten beiden Jahre auf dem Practice Squad der Cowboys verbracht hat und einen Einjahresvertrag über 610.000 Dollar unterzeichnet. Ein weiterer Neuzugang ist C Evan Brown (23), der zuletzt bei den Dolphins unter Vertrag stand. Inzwischen sind auch die Zahlen zum Vertrag von LB B.J. Goodson (26) bekannt: Er unterzeichnete einen Einjahresvertrag über 2,4 Millionen Dollar. Apropos Vertragszahlen, einem ordentlichen Paycut stimmte RT Chris Hubbard (28) zu, der sich im Depth Chart nun hinter Jack Conklin (25) einreihen muss. Ursprünglich sollte er in dieser Saison 6,47 Millionen Dollar verdienen, erhält nun aber nur noch ein Basisgehalt von 2,5 Millionen Dollar.

DE Myles Garrett (24) machte sich seinen Starstatus zu Nutze um gemeinsam mit der Hilfsorganisation Cleveland Hope Exchange 24.000 Pfund (knapp 11.000 kg) an Nahrungsmitteln und weiteren Hilfsgütern für hilfsbedürftige Menschen in der Corona-Krise in Cleveland zur Verfügung zu stellen.

Gute Nachrichten für Freunde der beliebten YouTube-Serie Building the Browns gibt es auch: Ab dem 5. April gibt es neue Folgen der von den Browns selbstproduzierten Doku-Reihe.

Pittsburgh Steelers

Diese Woche glänzten die Steelers mit XFL – Verpflichtungen. Von den Dallas Renegades kommt Long Snapper Christian Kuntz und Safety Tyree Kinnel spielte für die DC Defenders, Edge Rusher Dewayne Hendrix kommt von den St. Louis Battelhawks und DT Cavon Walker sowie OT Jarron Jones kommen von den New York Guardians.
Cavon Walker war mit 4,5 Sacks in fünf Spielen der Sack Leader von der XFL. Dewayne Hendrix erzielte immerhin einen Sack sowie einen Tackle for Loss.

Gute Neuigkeiten gibt es von Ryan Shazier. Der langzeitverletzte MLB zeigte sich in einem neusten Video wieder etwas fitter. Vielleicht wird das ja noch was mit seinem Comeback dieses oder nächstes Jahr. Zurzeit befindet er sich auf der reserve/retired list und wird 2021 unrestricted free agent.

 

AFC South

Houston Texans

Heute gibt es ein paar Updates zu den Free Agent Verpflichtungen. WR Randall Cobb (30) hat seinen Vertrag noch nicht unterzeichnet. Aufgrund der aktuellen Lage wurde aus dem Physical Test auch noch nichts. Er hält sich aktuell in Kalifornien fit. Es waren mehrere Teams an ihm interessiert, unter anderem auch die Cowboys. Ein Gespräch mit O´Brien hat ihn dann überzeugt. Er sieht sich auch nicht als Hopkins-Ersatz. Sein Vertrag könnte nach 2 Jahren mit einem Dead Cap von 2 Millionen $ vorzeitig beendet werden, dann würde man 8,25 Millionen $ sparen. Auch bei FS Eric Murray (26) hätte man die Möglichkeit nach 2 Jahren relativ Kostengünstig auszusteigen. Mit einem Dead Cap von 1,5 Millionen $ könnte man 5,25 Millionen $ sparen. Um sich in der D Line zu verstärken hat man DE Derek Wolfe ein Angebot gemacht, er gab aber den Ravens den Vorzug. Laut aktuellen Gerüchten ist man nun an DT Damon „Snacks“ Harrison (31) dran. Auch im Team wird langsam an den Verträgen gearbeitet: Das Team ist momentan in Verhandlungen mit Left Tackle Laremy Tunsil, der aktuell in der 5th Year Option seines Rookievertrages ist. Er kostet die Texans damit 10,35 Millionen Dollar (alles garantiert). Er wird unter den Top 3 der bestbezahlten Left Tackle landen. Aktuell liegen seine Vorstellungen zwischen 19 bis 21 Millionen, was ein bisschen viel ist. Houston bot ihm 18,5 Mio. pro Jahr an. Die aktuell bestbezahlten Tackles: Lane Johnson RT 18 Mio. pro Jahr, Anthony Castonzo LT, Trent Brown RT 16,5 Mio. pro Jahr, Taylor Levan LT 16 Mio. pro Jahr.

Indianapolis Colts

In Indy baut man weiter an einer dominanteren Defensive. Mit Sheldon Day konnte ein weitere Defensive Tackle der 49ers verpflichtet werden. Auch wenn er wohl auch in Indy “nur” zur Rotation gehören wird, sollte er dennoch genug Spielzeit bekommen. Day ist zudem in Indianapolis geboren und aufgewachsen.

Der wohl bekanntere Name dürfte Cornerback Xavier Rhodes sein, mit dem der Abgang von Pierre Desir kompensiert wird.Ein in letzter Zeit schwächelnder Spieler, der aber dringend benötigte Veteran Depth bringen soll. Als weiterer Cornerback kommt TJ Carrie, der vermutlich als Backup für Clot Cornerback Kenny Moore verpflichtet wurde.

Auch wenn es sich bei allen um sog. Depth-Verpflichtungen handelt, also Spieler die nicht direkt starten sollen und einige Namen dem durchschnittlichen Fan nicht unbedingt geläufig sind, sind es diese Spieler, die sich oft als Überraschung während der Saison herausstellen. Dass ich zur Zeit über derartige Verpflichtungen schreibe hat schließlich überhaupt nichts mit der gegenwärtigen NFL-Flaute zwischen (Big Time) Free Agency und Draft zu tun.

Jacksonville Jaguars

Kaum Neuigkeiten in Duval County. Der mittlerweile nur noch zweitcoolste Mustache der Stadt, Owner Shad Khan, hat 1 Mio USD für die Opfer der Corona-Krise gespendet. Verschiedene Medien melden, dass sich Jaguars-Legende Tony Boselli wegen Covid-19 im Krankenhaus befindet – wir hoffen sehr, es ist nichts Ernstes und wünschen gute Besserung.

Der Draft kommt näher und es besteht kaum Einigkeit, auf welche Position es die Jags mit dem 9. Pick absehen werden. Beliebte Ziele im Mock Draft sind im Moment Mekhi Becton (Left Tackle), Isaiah Simmons (Linebacker) und Derrick Brown (Defensive Tackle). Alle würden den mäßig talentierten Kader enorm verstärken.

Yannick Ngakoue twittert derweil: ‚Let’s both move on, Jaguars!‘

Tennessee Titans

Die Offseason bei den Titans ist weiterhin sehr ruhig. In der letzten Woche haben sie mit dem Linebacker und Special Teamer Nick Dzubnar (ehemals LA Chargers), Swing Tackle Ty Sambrailo und D-Liner Jack Crawford (beide ehemals Atlanta Falcons) drei neue Spieler verpflichtet. Doch ansonsten gibt es wenig neues von den Titans, wo weiterhin Edge Rusher Jadeveon Clowney im Gespräch ist. Knackpunkt ist vermutlich das Gehalt, denn Clowney soll wohl mehr als 20 Mio. Dollar Jahresgehalt verlangen. Keine offizielle Bestätigung gibt es weiterhin bei Vic Beasley, der die D-Line der Titans verstärken soll.

Neben den Neuzugängen gibt es aber auch weitere Abgänge zu beklagen. So wechselt Wide Receiver und Special Teamer Darius Jennings zu den Los Angeles Chargers, D-Liner Austin Johnson zu den New York Giants, Cornerback LeShaun Sims zu den Cincinnati Bengals und Wide Receiver Tajae Sharpe zu den Minnesota Vikings. Während bei Jennings, Johnson und Sims die Vertragdetails noch unbekannt sind, hat Sharpe einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben, der ihm 1 Millionen Dollar einbringen soll.

Zudem richten die Verantwortlichen der Titans ihren Blick Richtung Draft. Dabei sollen sie ein verstärktes Augenmerk auf Wide Receiver Jalen Reagor (TCU), Edge Rusher Darrell Taylor (Tennessee) und Wide Receiver Denzel Mims (Baylor) gerichtet haben. Aufgrund des aufkommenden Need im Receiver-Corps könnte General Manager Jon Robinson einen neuen Mann am ersten oder zweiten Tag Pick. Taylor hingegen wird als später Drittrundenpick angesehen, der aufgrund einer Stressfraktur im Januar den Senior Bowl verpasst hat. Aufgrund seines Studiums im selben Bundesstaat ist er aber eine interessante Option für die Titans.

 

AFC West

Denver Broncos

Die Broncos verbessern weiter ihre D-Line. Nachdem sie letzte Woche einen 7. Runden Pick an die Titans abgaben und im Gegenzug Jurrell Casey erhielten, folgten in dieser Woche zwei weitere Verpflichtungen. Joel Heath, der übrigens keinen tender von den Broncos bekommen hatte, wurde für ein weiteres Jahr verpflichtet.

Doch die wohl größte Überraschung folgte dann Freitag Nacht. Shelby Harris konnte für ein weiteres Jahr gehalten werden. Das besondere ist allerdings der Vertrag. Laut der Plattform „Spotrac“ betrug sein Marktwert 11,7 Millionen Dollar. Anscheinend waren die Teams nicht bereit ihm so viel Geld zu geben, was schließlich dazu führte, dass er für 1. Jahr, 2,5 Millionen garantiert (maximal 3,25 Millionen) unterschrieben hat. Kurz zu seinen Statistiken aus dem letzten Jahr: 49 total tackels, sechs Sacks, acht tackle for loss und 10 (!) herunter geschlagene Bälle an der line of scrimmage. Letzteres ist Liga-Höchstwert.

Auch im Special Team gab es eine Verpflichtung. Nach Graham Glasgow (Center beziehungsweise Guard) kommt nun der zweite Detroit Lion nach Denver, nämlich Punter Sam Martin. Er ist seit der Saison 2013/2014 in der NFL und kommt auf 473 Punts (Durchschnitt: 46.0 Yards). Damit ist es eher unwahrscheinlich, dass Cody Wadman noch eine Zukunft bei den Broncos hat. Nach einer enttäuschenden Saison bleibt abzuwarten, ob und wo er nächstes Jahr spielt.

Zwei weitere Verpflichtungen, die allerdings kürzer zusammengefasst werden können:

  • Jeff Driskel: Die Broncos verpflichten einen weiteren Quarterback. Nach der Entlassung von Joe Flacco, sieht der Quarterback Room bei den Broncos nun wie folgt aus: Drew Lock, Brett Rypien und Jeff Driskel
  • Nick Vannett: Der Tight End war letztes Jahr bei den Steelers unter Vertrag und wird deutlich mehr im Blocking als im Receiving Game eingesetzt. Letztes Jahr kam er auf insgesamt 17 Receptions für 168 Yards.

Kansas City Chiefs

Bei den Chiefs wird es rund um den Cap Space eng. Ziemlich eng. Momentan stehen GM Brett Veach genau $177 zur Verfügung. Richtig gelesen – $177 ! Wie es dazu kam?

Der grosse Vertrag von Sammy Watkins ($21 Mio dieses Jahr) drückt immer noch auf den Cap. Wie es aussieht, werden die Chiefs keinen Tradepartner finden. Somit bleibt einzig eine Umstrukturierung des Vertrags oder ein Cut.

Auf der WR Position wird jedoch Demarcus Robinson für ein Jahr zu den Chiefs zurückkehren. DRob erhält $2’297’500, zählt aber wegen der neuen CBA-Regeln bezüglich Veteranen nur $1 Mio gegen den Cap. Mit Blick in die Zukunft, wo die OTA’s wegen der Corona-Epidemie gestrichen werden könnte, ist diese Verpflichtung eines Spielers, der die Offense bereits bestens kennt, ein ausgezeichneter Move.

Ebenfalls zurückkommen werden für je ein Jahr FB Anthony Sherman und DT Mike Pennel.

Die Chiefs verlassen wird hingegen LB Reggie Ragland. Er schliesst sich den Detroit Lions an.

Las Vegas Raiders

Outside Linebacker Kyle Wilber wurde um ein Jahr verlängert. 2017 spielte er noch bei den Cowboys und wechselte 2018 zu den Raiders. Als Backup verbuchte er in 2019 lediglich fünf Tackles.

Am 28 April 2020 erhalten die Raiders vielleicht keine Football Trophäe, allerdings könnte es eine etwas ungewohnte Auszeichnung geben. Die letztjährige HBO Serie „Hard Knocks“ befasste sich mit dem Trainingscamp der Raiders und wurde jetzt für einen Emy nominiert.

Auf Twitch beteiligten sich Safety Jonathan Abram sowie der früherer Fullback Marel Reece an einem 12 stündigen Wohltätigkeitsstream um Spenden für die Covid-19 Krise zu sammeln. Viele weitere Stars der Raiders engagieren sich zudem innerhalb ihrer Gemeinden und Städte auf ähnlichen Veranstaltungen.

Weniger erfreulich ist, dass ein Arbeiter auf der Baustelle der neuen Raiders Heimat, dem Allegiant Stadion in Las Vegas, positiv auf das Corona Virus getestet wurde. Eigentlich sollte das Stadion im Juni 2020 eröffnet werden. Aufgrund möglicher Ausgangssperren könnte der Baufortschritt allerdings zum erliegen kommen. Aktuell geht der Bau wohl weiter, allerdings unter hohen Auflagen für die dortigen Arbeiter.

Da es ansonsten nicht viel zu berichten gibt, möchte ich am Schluss noch eine Empfehlung aussprechen. Folgt @RaiderCody auf Twitter. Er betreibt auch einen Youtube Kanal und hält einen gut über die Free Agency und Draft Gerüchte auf dem Laufenden.

 Los Angeles Chargers

Die Chargers haben nach der heißen Phase noch einen weiteren Spieler unter Vertrag genommen. So hat Linebacker Nick Vigil einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben, wo er etwas mehr als eine Millionen Dollar verdienen wird. Der 26-Jährige kommt von den Cincinnati Bengals und wird neben seinen Einsätzen in der Defense wohl auch in den Special Teams eingesetzt werden.

Zudem laufen bei den Chargers die Vorbereitungen auf den Draft auf Hochtouren. Mit ihrem 6th Overall Pick läuft alles auf einen Quarterback hinaus. Dort haben die Verantwortlichen um General Manager Tom Telesco bereits die ersten Gespräche über FaceTime geführt. Zu ihnen zählen Justin Herbert (Oregon) und Jordan Love (Utah State) – beide Prospects werden an 6 wohl noch verfügbar sein. Egal auf wem am Ende die Wahl fallen wird, Tyrod Taylor wird vermutlich erstmal der Starter sein. Außerhalb von den Gesprächen mit den beiden QB-Prospects haben die Chargers auch mit Cornerback A.J. Green (Oklahoma State), Linebacker Evan Weaver (California) und Offensive Tackle Tristan Wirfs (Iowa) gesprochen. Während Green und Weaver eher Mid Round Picks sind, ist Wirfs ein möglicher Top Ten Pick, weswegen ihn die Chargers wohl nicht bekommen werden.

Zudem haben die Chargers ein neues Logo veröffentlicht. Dabei sind die „A“s mit einem Blitz am Ende des linken Querstrichs versehen. Zudem werden die Chargers noch neue Trikots bekanntgeben, mit denen sie dann ins neue Stadion einziehen werden.

 

NFC

NFC East

Dallas Cowboys

Es war eine etwas ruhigere Woche in Dallas, dennoch gibt es ein paar Dinge zu erzählen:

Um die, in der letzten Saison etwas unproduktive Defensive Line um Defensive End DeMarcus Lawrence und Neuzugang Defensive Tackle Gerald McCoy weiter zu verstärken, hat man sich mit McCoys ehemaligen Teamkollegen Dontari Poe geeinigt. Mit der Verpflichtung des 29-jährigen Defensive Tackles erfüllte man den Wunsch des Head Coaches Mike McCarthy nach einer physisch stärkeren Defensive Line.

Auch die zuletzt stockenden Verhandlungen über einen langjährigen Vertrag mit Quarterback Dak Prescott, die in der Verwendung des Franchise Tags für Prescott mündeten, wurden wohl wieder aufgenommen. Größter Streitpunkt soll hierbei nicht das Gehalt sein, das wohl bis zum neuen Vertrag von Chiefs Quarterback Patrick Mahomes beispiellos sein könnte, sondern es soll sich eher um die Dauer des neuen Vertrages gestritten werden. So möchte Prescott wohl einen etwas kürzeren Deal, während die Cowboys wohl auf einen langfristigen Deal pochen.

Etwas überraschend war die Verpflichtung des Kickers Greg Zuerlein von den LA Rams drei Tage nach der Vertragsverlängerung mit Kai Forbath. Nachdem der 32-jährige Forbath von den Patriots nach nur einem Spiel wieder entlassen wurde, ersetzte er den von den Cowboys entlassenen Bret Maher als Kicker. In den drei Spielen, die er für die Cowboys absolvierte verzeichnete Forbath eine Quote von 100%. Im Zweikampf um die Position des Kickers, hat wohl der ebenfalls 32-jährige Zuerlein, auch bekannt als „Greg the leg“, dadurch einen Vorsprung, dass er schon einige Jahre mit dem neuen Special Teams Coordinator John Fassel bei den Rams zusammenarbeitete.

New York Giants

Bis auf zwei Neuverpflichtungen war diese Woche nicht viel los. Die Erste war Defensive Tackle Austin Johnson (ehemals Titans) und die Zweite war Tight End Eric Tomlinson (ehemals Raiders, Patriots). Beide werden eher Rotationsrollen ausfüllen.

Sonst ist nicht viel los in New York. Das bestimmende Thema ist weiterhin der Draft, wo es aber aktuell noch keine neuen Entwicklungen und Infos gibt.

Philadelphia Eagles

Nach Darius Slay haben die Eagles einen weiteren Cornerback unter Vertrag genommen, der 28-jährige Nickell Robey-Coleman erhielt einen Ein-Jahres-Vertrag. Er spielte zuletzt für die Rams und dürfte vor allem für den Slot zuständig werden.

Im Gegenzug gilt Rasul Douglas nun als Tradekandidat, zumal er in den vergangenen 3 Jahren wenig zu überzeugen wusste.

Ein Verlängerung gab es beim wichtigsten Passempfänger, Tight End Zach Ertz. Bei ihm wurde die Option für die Saison 2021 vorzeitig gezogen und auf Grund der Vertragsmodalitäten erhalten die Eagles rund 5 Millionen zusätzlichem Cap Space für die aktuellen Planungen.

Bei einer der dominierenden Eagles-Diskussionen dieser Off Season kristalisiert sich mittlerweile ein Ergebnis heraus. Viel wurde darüber gesprochen wie man das Niveau seiner Wide Receiver anheben möchte – Free Agency und/oder Draft? Die Free Agency wird es nicht, denn Mit Breshad Perriman unterschrieb nun einer der letzten Kandidaten bei einem anderen Team. Die Vermutung, dass sich die Eagles in der weit überdurchschnittlichen Receiver Draft-Class bedienen, wird also immer wahrscheinlicher und die daraus resultierenden Fragen sind nun: Wer? Wann? Wie? Wird man für seinen Wunschkandidaten hochtraden? Wird man vielleicht gar zwei Wide Receiver in frühen Runden wählen?

Washington Redskins

Die bekannteste Verpflichtung in der letzten Woche dürfte CB Ronald Darby sein. Der 26-jährige kommt aus Philadelphia, wo er den Superbowl gewann, aber leider auch mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte. Er unterschreibt für ein Jahr und bildet, wenn gesund, mit Fuller ein CB-Duo mit reichlich Potenzial. Mit RB Peyton Barber (Buccaneer, zwei Jahre, drei Mio), TEs Richard Rodgers Jr. (Eagles, ein Jahr, eine Mio) und TE Logan Thomas (Detroit, zwei Jahre, etwa 7 Mio), sowie WR Cody Latimer (Giants, ein Jahr) holte sich Washington Tiefe für die Skillpositions.

Besonders auf RB scheint das in Anbetracht von All-Day Petersons Alter (35) und der Verletzungsgeschichte von Derrius Guice nicht verkehrt, auch wenn ich persönlich kein Freund von Veteran-Signings auf der Position bin. Latimer, Zweitrundenpick der Broncos von 2014, geht in sein siebtes Jahr und soll vermutlich ein sehr junges Widereceiver Team (keiner spielt seit mehr als 3 Jahren NFL) mit Erfahrung und als Special Teamer bereichern.

Die beiden Tight-Ends sind in einer eher schwachen Positionsgruppe der Grundstein für ein Scheme, in dem OC Scott Turner in der Vergangenheit oft mit zwei Tes gespielt hat. Thomas kam als QB aus dem College, bevorzugt aber seine jetzige Position und gilt als athletisch. Rodgers Jr. dürfte vom MoTown Miracle (Hail Mary Catch für die Packers) geläufig sein. In Green Bay hatte er auch seine beste Zeit. Die zwei Jahre bei den Eagles waren eher von Verletzungen geprägt.

 

NFC North

Chicago Bears

Insgesamt sieben Free Agents haben ihre Verträge nun offiziell bei den Chicago Bears unterschrieben. Dazu gehören: Tight End Jimmy Graham (33), kommend von den Green Bay Packers. Cornerback Artie Burns (24) von den Pittsburgh Steelers und Safety Jordan Lucas (26), ehemals Kansas City Chiefs. Zudem wurden vier Verträge mit den Bears eigenen Free Agents geschlossen. Diese sind, Quarterback Tyler Bray (28), Defensive End Brent Urban (28), Safety Deon Bush (26) und Long-Snapper Patrick Scales (32). Jimmy Graham bekam dabei einen zwei Jahresvertrag, die anderen sechs jeweils Jahresverträge.

Der ehemalige Super Bowl 47 Sieger und Pro Bowler aus den Jahren 2016 und 2017 Guard Kelechi Osemele (30) im Gespräch bei den Chicago Bears. Der Free Agent Osemele könnte als Right Guard eingesetzt werden und somit Kyle Long (31), der nach der letzten Saison seine Karriere beendet hat, beerben. Was gegen eine Osemele Verpflichtung spricht, ist die Tatsache, dass er sich letzten Saison an der Schulter verletzt hat und operiert werden musste. Auf Grund dieser Verletzung wurde er dann Mitte der letzten Saison von den New York Jets entlassen

Detroit Lions

Die Lions bleiben weiterhin sehr aktiv in dieser Offseason. Zunächst wurde der Vertrag mit

S/LB Miles Killebrew verlängert. Der Lions Viertrunden-Pick aus 2016 durfte sich hauptsächlich in den Special Teams beweisen und wird nächstes Jahr um einen Platz im Kader kämpfen.

OL Oday Aboushi hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Nach dem Abgang von Graham Glasgow ist der Starting-Job auf der RG-Position neu zu vergeben, weitere Neuzugänge sind aufgrund der aktuellen Personaldecke wahrscheinlich.

Die Lions haben mit Geremy Davis (Zuvor Los Angeles Chargers) und Geronimo Allison (Zuvor Green Bay Packers) zwei neue Wide Receiver für jeweils ein Jahr unter Vertrag genommen. Diese dürften hinter den gesetzten Golladay, Jones und Amendola mit den anderen bereits im Kader stehenden Receivern um die verbliebenen Kaderplätze streiten.

Eine weitere Gruppe erhält Unterstützung von zwei Spielern. Reggie Ragland (Kansas City Chiefs) und Elijah Lee (San Francisco 49ers) kommen zur Unterstützung der jungen Linebacker. Lee dürfte zudem vermehrt in den Special Teams zum Einsatz kommen.

Der bei den Fans beliebte und zuverlässige Punter Sam Martin wird nicht mehr für die Lions auflaufen. Er schnürt künftig seine Schuhe für die Denver Broncos.

Green Bay Packers

Bei den Packers ist es momentan sehr ruhig. Außer ILB Blake Martinez, der zu den Giants gewechselt ist und kaum in New York schon gegen seine alte Franchise hinterher tritt und seine Rolle in der Defense der Packers beklagt, gibt es wenig Neues zu vermelden. WR Geronimo Allison, der dieses Jahr Free Agent wurde, wechselt zum Divisionsrivalen nach Detroit. Devin Funchess, der neue WR, bekommt laut den neuen Zahlen für seinen Ein-Jahres-Vertrag $2.5 Mio, was nicht besonders viel ist, kann sich aber $3.75 Mio an Belohnungen für gute Leistungen dazu verdienen. Genau der low-risk-high-reward-Deal also, den sich die Packers-Fans gewünscht haben.

Minnesota Vikings

Wie bei den meisten anderen Teams, stand auch bei den Vikings die vergangene Woche ganz im Zeichen der Schaffung von Kadertiefe. Mit Wide Receiver Tajae Sharpe und Defensive End Anthony Zettel wurden die Neuzugänge zwei und drei präsentiert.

Sharpe startete seine Karriere 2016 passenderweise mit einem Spiel gegen die Minnesota Vikings, in welchem er sieben Pässe für 76 Yards fing. Nach einer vielversprechenden Rookie-Saison wurde er durch Verletzungen zurückgeworfen und konnte nicht mehr an zuvor gezeigte Leistungen anknüpfen. Dennoch gilt er als zuverlässiger Big Slot Receiver und könnte mit Olabisi Johnson um den dritten Platz bei den Receivern hinter Adam Thielen und einem wahrscheinlich hoch gepickten Rookie kämpfen.

Anthony Zettel hatte seinen Karrierehöhepunkt im Jahr 2017, als er durch viele Verletzungen seiner Teamkollegen zeitweise zum Starter wurde. In dieser Zeit gelangen ihm 6.5 Sacks. Ansonsten verbrachte Zettel seine Karriere als Back-Up mit nur wenigen Einsatzzeiten. Auch für die Vikings wird er wohl nur eine untergeordnete Rolle in der Rotation der Defensive Line spielen, falls er überhaupt den Sprung in den finalen Kader schafft.

Neben den zwei Neuzugängen gaben die Vikings auch vier Vertragsverlängerungen für eigene Ersatzspieler bekannt. Guard Dakota Dozier, Center Brett Jones, Offense Tackle Rashod Hill und Running Back Ameer Abdullah wurden alle für die kommende Saison zum Veteran Minimum gebunden.

 

NFC South

Atlanta Falcons

Vor dem Draft ist nach dem Jersey-Wechsel!

Eines, was jeden Falcons-Fan zur Zeit beschäftigt.

Wie werden die neuen Trikots aussehen?

17 Jahre ist es jetzt her, dass die Atlanta Falcons das letzte Mal ihre Farben ihrer Uniform gewechselt haben. Damals beherrschte die Farbe Schwarz die Hauptauswahl.

In einem Interview verrät Arthur Blank seine Einschätzung zum neuen Design:
„Ich denke, dass dieser Look, den die Fans fühlen, erleben und sehen und hoffentlich auch tragen werden, eher zu einem zeitgemäßen Look und Gefühl passt, das unsere Fans suchen – ein bisschen mehr Flair.“

Das Logo selbst wird wohl nur marginale Veränderungen bekommen, aber wird die Helmfarbe bleiben? Wir werden es sehen! Vor dem Draft wird das Geheimnis gelüftet. Als eines der letzten Team in diesem Jahr präsentieren dann die Falcons Ihre „zweite Haut“!

Auf der Transaktion-Ebene gab es diese Woche keine „Gurley“-haften Verpflichtungen.

Ein Wiedersehen wurde mit  LB LaRoy Reynolds gefeiert. Nach Stationen bei den Eagles und den Bengals kehrt er zurück zu den Falcons und verstärkt die Defense. Des Weiteren wurden Tight End Khari Lee und LB Edmond Robinson aus der XFL zu jeweils Einjahres-Verträgen verpflichtet.

Mal sehen, ob sie den Sprung zur NFL schaffen. Wir dürfen gespannt sein.

Carolina Panthers

Die Carolina Panthers bekennen sich zu Ihrem neuen Starter auf der Position des Quarterbacks.

Teddy Bridgewater bekommt einen 3-Jahresvertrag. Es scheint so, als habe der neue Headcoach Rhule eine klare Vorstellung seiner zukünftigen Offense zu haben.  Neben DJ Moore und Curtis Sanuel bekommt Bridgewater zusätzlich Robby Anderson als Anspielstation in der neuen Saison.

Anderson, der seinen Marktwert in der Free Agency testen wollte, unterzeichnet einen 20 Millionen Dollar Vertrag und bindet sich für zwei Jahre an die Franchise aus Charlotte.  Er stellt eine durchaus gefährliche Offensivwaffe dar. Er überzeugt vor allem durch seine Arhletik und Geschwindigkeit und soll dem Passspiel der Panthers wohl mehr Tiefe verleihen.  Anderson spielte bereits am College in Temple unter seinem neuen alten Headcoach.

Ebenfalls unterzeichnete XFL Durchstarter P.J. Washington einen Vertrag bei den Panthers. Der Quarterback spielte ebenfalls in Temple und stellte in der abgelaufenen XFL Saison seine durchaus beachtenswerte Stärken unter Beweis. Washington überzeugt hierbei vor allem durch seinen extrem starken Arm und seine physische Explosivität als Playmaker. In den Fankreisen der Panthers träumt manch einer diese Tage wohl schon von einem zukünftigen Franchise Quarterback mit den Qualitäten eines Pat Mahomes.

Derweil möchte Bridgewater aber seine Chance ergreifen und das erste Mal seit seiner Horrorverletzung beweisen, dass er eine Franchise führen kann.

New Orleans Saints

Nach dem Abgang Teddy Bridgewaters zu den Panthers stellt sich bei den Saints weiter die Frage nach der neuen Nummer 2 hinter Quarterback Drew Brees. Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass Cam Newton den umgekehrten Weg zu den Saints gehen könnte, er wäre mit seiner Erfahrung sicher ein Gewinn. Andererseits dürfte Newton als Backup sehr viel Geld verlangen und bringt zudem diverse Fragen hinsichtlich seiner Schulterverletzung mit. Ein anderer genannter Name ist Jordan Love. Der Utah State Quarterback ist aber auch bei anderen Teams im Gespräch, welche kurzfristig eine Lösung auf dieser Position suchen.

Auf Grund der aktuellen Corona-Einschränkungen führen die Saints ihre Interviews mit den Draft-Prospects online durch, dabei gab es unter Anderem ausführliche Gespräche mit den Linebackern Davion Taylor (Colorado) und Evan Weaver (California).

Das wichtigste aber zum Schluss: Headcoach Sean Payton, der vor einigen Tagen positiv auf den Corona-Virus getestet wurde und daher in häuslicher Quarantäne war, hat den Virus überstanden und wurde von den Ärzten gesundgeschrieben.

Tampa Bay Buccaneers

Die Buccaneers haben Ndamukong Suh mit einem neuen Einjahresvertrag ausgestattet. Die Summe liegt bei ca. $8 Mio kann aber auf bis zu $10 Mio. ansteigen.

Damit wurde ein wichtiger Baustein der Defense im Team gehalten und man kann sich im Draft um den Right Tackle Spot kümmern.

Des weiteren hat Bruce Arians verlauten lassen gerne noch einen Safety und einen Running Back mit Passfänger Qualitäten zu verpflichten. Hier sind Leute wie Safety Tony Jefferson (ehemals Ravens) oder Running Back Chris Thompson (ehemals Redskins) ein Thema.

Ersatz für den zu den Jets abgewanderten Receiver Breshad Perriman wird man nicht mehr in der Free Agency suchen. Hier konzentriert man sich auf den kommenden Draft, für den sich jede Menge erstklassige Spieler gemeldet haben. Man kann davon ausgehen dass es ein sehr offensivlastiger Draft der Bucs wird.

 

NFC West

Arizona Cardinals

Viel hat sich nicht getan bei den Cardinals diese Woche, was einerseits am geschrumpften Kapital liegt, andererseits daran, dass die Pandemie die USA mittlerweile voll im Griff hat.

Geprägt war die letzte Woche von einigen Resignings und einen Signing eines neuen Gesichtes: So konnten zum Rebuild der Defensive Line Trevon Coley für ein Jahr in Wüste gewonnen werden.Trevon Coley spielte letzte Jahr bei den Colts und davor 2 Seasons für die Browns in Clevland.

Running Back und Local DJ Foster erhält nach seiner Verletzungssaison einen Vertrag für ein weiteres Jahr in seiner Heimat Arizona. Damit wird dem RB Squad der Cardinals mehr Tiefe verliehen.

OT Marcus Gilbert erhält einen Vertrag über ein weiteres Jahr, nachdem er ähnlich die Foster bereits eine Season auf der Verletzungsbank saß. Man wird sehen ob er zu seiner alten Stärke zurückfinden wird. Selbiges gilt für Guard Max Garcia, er bekommt die Chance nach seiner Knie OP zu zeigen ob zu alter Stärke zurückfinden kann und unterschrieb für ein weiteres Jahr.

Des weiteren hat Saftey Charles Washington für ein weiteres Jahr unterschrieben und sorgt wie die anderen genannten mehr Tiefe im Kader.

Der Großteil der Cardinals Fans ist recht zufrieden mit den Verpflichtungen im Zuge der Free Agency. Baustellen wurden beseitigt, der Kader hat an vielen Ecken die nötige Tiefe erhalten. Nun wird mit guter Laune auf den anstehenden Draft geblickt und gehofft das die positive Entwicklung weiter anhält.

Los Angeles Rams

Bei den Rams war es, wie bei fast jedem Team diese Woche, ruhig.

Ausnahme hierbei ist die Rückkehr von Defensive Lineman Michael Brockers. Brockers hat seit 2012 für die Rams Defensive Tackle, bzw. Three-Four Defensive End gespielt.

Eigentlich sollte der Free Agent für 3 Jahre nach Baltimore gehen, diese lehnten den ausgehandelten Vertrag aber doch ab. Als Grund wurde eine Knöchelverletzung genannt, die erst nach den Verhandlungen aufgefallen ist. Daraufhin ist Brockers nun wieder für 24 Millionen über drei Jahre zu den Rams zurückgekommen.

San Francisco 49ers

Die letzte Welle der Free Agency ist auch bei den San Francisco 49ers abgeebbt. Aufgrund des nur geringen finanziellen Spielraums ist davon auszugehen, dass keiner der noch namhaft verfügbaren Spieler in der nächsten Saison in rot und gold auflaufen wird. Von Expertenseite hört man des Öfteren den Wunsch nach einem weiteren Defensive Lineman, vor allem der Name Shelby Harris wird auffällig oft in den Raum geworfen. Dennoch: An dieser Stelle der Offseason werden die 49ers dazu übergehen, sich auf Depth Signings zu beschränken und den Fokus auf den kommenden Draft zu legen.

John Lynch betonte erst kürzlich die Wichtigkeit eben dieses Drafts, in dem die 49ers nach dem Buckner-Trade nun zwei First Round-Picks besitzen. Noch ist fraglich, wie das Front Office das Draft-Wochenende angehen wird. Zieht man in der ersten Runde (#13 und #31) tatsächlich zwei – vermeintlich – qualitativ hochwertige Spieler, oder tradet man einen oder sogar beide Picks, um sich besser in der Breite aufzustellen?

Über diese Fragen wird es in den kommenden Wochen zahlreiche Diskussionen geben. Momentan deutet jedoch vieles darauf hin, dass die 49ers spekulieren, einen Wide Receiver an 13. Stelle des Drafts zu ziehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jerry Jeudy, Henry Ruggs oder Cedee Lamb an diesem Spot noch verfügbar sind, ist nicht gerade gering. Nach dem Abgang von Emmanuel Sanders, dem die Niners ebenfalls ein Angebot unterbreiteten, ist dies wohl die größte Chance auf einen zukünftigen Star-Wideout.

In Zeiten des Corona-Virus gab John Lynch zudem an, dass man bereits mit zahlreichen Spielern über Videochat kommuniziert habe – persönliche Treffen sind nicht möglich. Außerdem hat die Franchise $500.000 an Hilfskräfte und die Gemeinschaft in Santa Clara gespendet.

Seattle Seahawks

Während das Warten auf Defensive End Jadeveon Clowney weitergeht, bleibt Zeit, die ersten Tage der Free Agency kurz zu rekapitulieren. Niemand weiß aktuell, wie die Saison 2020 aussehen wird. Kein Team kann sich in Zeiten der Isolation die Talente vom College genauer ansehen. Kein zukünftiger NFL-Profi kann vorhersagen, wie genau der Draft in diesem Jahr ablaufen wird. Vor dem Hintergrund erscheinen die zuletzt getätigten Verpflichtungen der Seattle Seahawks in noch besserem Licht, denn fast alle wichtigen Needs sind schon vor der Talentauswahl zumindest quantitativ behoben.

Cornerback Quinton Dunbar ist als Starter neben Shaquill Griffin fest eingeplant. Defensive End Bruce Irvin wird fester Bestandteil der Pass-Rush-Rotation sein. Wide Receiver Phillip Dorsett kann mit seiner Geschwindigkeit zur dritten Speed-Waffe neben Tyler Lockett und DK Metcalf in der Seahawks-Offensive werden. Und die O-Liner Brandon Shell (auf Right Tackle) und B.J. Finney (auf Center oder Guard) kämpfen zumindest um Startplätze.

Nach Tagen der Passivität – viele interessante Edge Rusher fanden andernorts eine neue NFL-Heimat – hat die Free Agency der Seahawks dann doch einen versöhnlichen Verlauf genommen und könnte die 12s durchaus entspannt in die vor uns liegenden ungewissen Wochen und Monate gehen lassen. Wäre da nicht das Warten auf Jadeveon Clowney.