NFL News

Wir fassen die News, die die ganze NFL betreffen, hier kurz zusammen:

“Wir” draften von zu Hause aus! Das gab die NFL gestern in einem Rundschreiben bekannt. Bedeutet: Die GMs und das restliche Personal der Teams darf sich nicht (!) am gleichen Ort aufhalten, also z.B. im Team-Gebäude, sondern muss sich zuhause vor den Rechner setzen und virtuell draften. Die zwei genannten Möglichkeiten gab es, nun hat sich die NFL für die “sicherere” Variante entschieden und beordert alle Verantwortlichen nach Hause. Das hat auch zur Folge, dass sich die General Manager milliardenschwerer Unternehmen wie jeder Fantasy-Drafter vor Week 1 mit Schlabberhose und Unterhemd vor den PC setzen können… Ob das zu guten Entscheidungen führt? Wir werden sehen!

 

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills

Noch knapp zwei Wochen bis zum NFL Draft und somit gehen die Vorbereitungen der Bills in die heiße Phase: So hatten sie je ein Meeting mit D-Liner Javon Kinlaw (South Carolina), O-Liner John Simpson (Clemson), Cornerback Chris Williamson (Minnesota) und Safety Jeremy Chinn (Southern Illinois). Dabei dürften Kinlaw und Chinn nicht mehr auf dem Board sein, wenn die Bills an Nummer 54 picken. Anders sieht es bei Simpson und Williamson aus, die den Bills weitere Tiefe in ihrem Kader geben könnten. Vielmehr sollte General Manager sein Augenmerk auf die Position des Defensive Ends legen, mögliche Verstärkungen könnte es auch auf der Kicker-Position und dem Right Tackle-Spot geben.

Die größte Neuigkeit war aber die Bekanntgabe des All-Decade Team. Mit dabei sind auch vier Spieler, die in diesem Zeitraum bei den Bills gespielt haben. Frank Gore hat in der abgelaufenen Saison das blaue Trikot getragen. Mit LeSean McCoy hat auch ein weiterer Running Back des All-Decade Teams von 2015 bis 2019 das Trikot der Bills übergestreift. Zudem haben Marshawn Lynch, der 2007 von den Bills gedraftet wurde und vier Jahre in Buffalo spielte, und O-Liner Jason Peters (2004-2009) ihre Karriere im Bundesstaat New York begonnen.

Miami Dolphins

Auch durch die aktuelle Situation gibt es von den Dolphins kaum etwas zu berichten. Die Free Agency scheint soweit abgewickelt und ansonsten dominiert weiterhin der Draft, bei dem zurzeit jede mögliche Spekulation in den Raum geworfen wird. Zwischen einem Trade mit den Bengals auf dem Nummer 1 Spot bis zu einem weiteren Top 10 Pick durch Abgabe von Pick 18 und 26 wird jedes mögliche Szenario konstruiert. Ob die Szenarien letztendlich überhaupt realistisch sind, ist da eher nebensächlich.

Eine Vertragsverlängerung gab es Anfang des Monats, Punter Matt Haack, der 2017 nach Miami kam, unterschrieb einen neuen Vertrag über ein Jahr.

New England Patriots

„An der Ostküste nicht viel Neues“, möchte man dieser Tage sagen, denn durch die grassierende Coronavirus-Pandemie und die Ruhe vor dem Sturm beziehungsweise dem Draft ist auch bei den Patriots eher wenig los.

Erwähnenswert ist hier rostertechnisch nur der Release von Quaterback Cody Kessler, der in der letzten Saison die Rolle des dritten QBs hinter Brady und Stidham einnahm und nun aufgrund der Verpflichtung von Brian Hoyer, erneut auf der Suche nach einem neuen Team ist.

Geehrt fühlen dürfen sich hingegen insgesamt neun (ehemalige) Patriots-Spieler sowie Coach Bill Belichick. Sie wurden von der Pro Football Hall of Fame in das All-Decade Team der 2010er berufen. Dabei sind neben Franchise-Größen wie Brady und Rob Gronkowski auch Spieler wie Darrelle Revis und Chandler Jones, die nur eine kurze Zeit im Trikot der Pats verbrachten.

New York Jets

General Manager Joe Douglas gab am vergangenen Freitag in einer Telefonkonferenz ein Interview für die Presse. Er erklärte seine Schritte in der laufenden Offseason und stellte dabei in den Vordergrund, dass es ihm darum geht, Franchise Quarterback Sam Darnold zu schützen und mit Playmakern auszustatten. Seiner Meinung nach hat er dies mit den Signings in der Offensive Line und der Verpflichtung von Wide Receiver Breshad Perriman getan, jedoch stellte er heraus, dass es sich um einen Prozess handelt und insbesondere gute Linemen sehr schwer zu finden sind.

Die letzte Aussage könnte deutlich darauf hinweisen, dass im Draft auf der elften Position ein Tackle ausgewählt wird. Matt Miller, NFL Draft Scout, schrieb hingegen, dass Wide Receiver CeeDee Lamb, Oklahoma University, auf dem Draft Board ganz oben stehen soll. Wo die Wahrheit liegt, werden wir in zwei Wochen erfahren.

Als Backup Quarterback erhielt David Fales einen neuen Einjahresvertrag. Der 29-jährige Career Backup begleitete Headcoach Adam Gase schon häufig und war in der vergangenen Saison Backup nach den Ausfällen von Trevor Siemian und Luke Falk. Er kam lediglich für acht Snaps zum Zug und warf dabei keinen einzigen Pass. Seinen letzten Pass in der NFL warf er 2017.

Die NFL gab ihr All-Decade Team des vergangenen Jahrzehnts bekannt. Hier schaffte es Cornerback Darrelle Revis als einziger Vertreter der Jets in das Team.

 

AFC North

Baltimore Ravens

Die größte Nachricht dieser Woche war, dass PR-Chef Kevin Byrne zurückgetreten ist: Die Ruhe vor der Draft. Werfen wir also einen kurzen Blick zurück: Durch die Verpflichtungen von Calais Campbell und Derek Wolfe sowie dem Franchise Tag für Matthew Judon lässt die Front seven wenig zu wünschen übrig. Einzig auf der MLB-Position bleibt eine Lücke, die man aber letztes Jahr schematisch schon gut ausgleichen konnte. Ein EDGE für die Rotation könnte aber noch kommen. Die Baustellen in der Offense wurden Stand jetzt nicht adressiert. Wie groß die Lücke ist, die Guard Marshal Yanda, frisch ins All-decade Team gewählt, hinterlassen wird, kann man schwer absehen, sie muss aber unbedingt adressiert werden, will man weiterhin das kreative Laufspiel der letzten Saison aufziehen und Lamar Jackson Zeit geben. All-Pro Left Tackle Ronnie Stanley geht in sein letztes Vertragsjahr, Center Matt Skura bleibt vorerst im Team, könnte aber wegen seines Tenders auch noch woanders unterschreiben…die O-Line ist Thema.

Dann wäre noch das Thema Receiving Corps: Marquise Brown sollte einen Schritt nach vorne machen, zeigte er doch schon im Rookie-Jahr einiges. Und wenn er aus der viel beschworenen WR-Klasse nochmal ein Top-Talent zur Seite gestellt bekommt, könnte sich das vermeintliche Problem schnell in Luft auflösen. Durch den Abgang von Hurst nach Atlanta kann man auch noch auf Tight End noch Verstärkung erwarten. Auch da würde ich vermuten, dass die Ravens eher im Draft als in der Free Agency aktiv werden. Kapital dafür ist reichlich vorhanden.

Cincinnati Bengals

In einer sehr ereignisarmen Woche, was auch der Corona-Krise geschuldet ist, gab es dann doch ein großes Highlight für das Team und im besonderen für Geno Atkins. Der 32-Jährige Defensive Tackle, der 2010 von den Bengals in der vierten Runde gezogen wurde, im übrigen zwei Runden nach Carlos Dunlap, einem weiteren wichtigen Baustein der Defense de Bengals, wurde in das All Decade Team von der NFL und der Pro Football Hall of Fame gewählt.
Atkins musste 2013 verletzungsbedingt sieben Spiele aussetzen, hat ansonsten in jedem Spiel gespielt und war ab der zweiten Saison auch Starter bei den Bengals. Er war insgesamt 8 Mal im Pro Bowl (2011, 2012, 2014-2019) und hat in seiner Statistik unter anderem 75,5 Sacks, 8 Forced Fumbles und einen Defensive Touchdown stehen.

Cleveland Browns

Die Browns verstärken ihre Defense und verpflichten Defensive End Adrian Clayborn (31), der zuletzt bei den Atlanta Falcons spielte. Der einstige First-Round-Pick erhält einen Zweijahresvertrag über 5,75 Millionen Dollar. Ansonsten gab es keine weiteren Zugänge in der vergangenen Woche. Wie erwartet kehrt Free Agent Safety Damarious Randall (27) nicht zu den Browns zurück. Er hat sich nun den Raiders angeschlossen.

Das war es mit offiziellen Meldungen aus der Free Agency, betreten wir nun die Gerüchteküche. Die Browns sollen Berichten zufolge um Edge Rusher Jadeveon Clowney (27) “mitbuhlen”. Befeuert werden die Gerüchte durch die Tatsache, dass Clowney vom gleichen Berater vertreten wird wie Browns Defensive End Myles Garrett (24). Sollte es tatsächlich zu einer Verpflichtung kommen, dürfte das bedeuten, dass man sich von Olivier Vernon (29) trennt.

Wohltätig zeigte sich Wide Receiver Jarvis Landry (27) und spendete 15.000 Dollar, um Hygieneprodukte für Familien aus dem East Cleveland School District zur Verfügung zu stellen.

Zwei ehemalige Brownies haben es ins NFL All-Decade Team in der Offense geschafft: Die beiden Offensive Linemen Joe Thomas und Alex Mack wurden in das 2010er Team gewählt. Thomas ist dabei einer von vier Spielern, die einstimmig gewählt wurden.

Pittsburgh Steelers

Ehre wem Ehre gebührt! Center Maurkice Pouncey und unser ehemaliger Wide Reciever Antonio Brown (zurzeit arbeitslos) wurden in das Pro Football Hall of Fame All-Decade Team gewählt, Glückwunsch!

Gute Nachricht auch von Big Ben Roethlisberger. Der Star-Quarterback geht davon aus, dass er zur Woche 1 wieder fit sein und starten wird. Ansonsten war es eine ruhige Woche und man kann davon ausgehen, dass dies aufgrund der Pandemie und des Pre-Draft-Prozesses die nächsten Wochen genauso bleiben wird.

AFC South

Houston Texans

Die Pro Football Hall of Fame und die NFL haben ihr All Decade Team gewählt. Es wurden einige Spieler einstimmig gewählt. Unter anderem auch unser DE J.J. Watt, er ist mit diversen Defensiv Player of the Year, Pro Bowls, All Pro´s und einem Walter Payton Man of the Year Award einer der meist ausgezeichneten Spieler des Franchises. Er wurde auch im November in das NFL 100 All Time Team aufgenommen.

Zwei ehemalige Texaner haben es auch in das HoF Decade Team geschafft. Safety Tyrann Mathieu spielte ein Jahr und Punter Shane Lechler fünf Jahre bei uns

Es gab ein Statement zu den Trades und den ehemaligen Spielern. Laut Bill O’Brien war der Trade von Hopkins im besten Interesse des Teams. Er wollte eine Gehaltserhöhung die sich Houston nicht leisten wollte. O´Brien fand den Gegenwert super und sieht viel in David Johnson. Er meinte abschließend dass jeder gemachte Move im besten interesse des Teams seien.

Auch der Weggang von D.J. Reader wurde erklärt. Auch hier fehlte es an der finanziellen Seite. Hier war man aber gewillt ihn zu halten aber man konnte ihm nicht genug bieten. Als Verstärkung wurde Timmy Jernigan verpflichtet.

Noch eine abgeschlossene Verpflichtung zum Schluss. Dylan Cole hat seinen Tender final unterzeichnet. Aufgrund der aktuellen Weltlage ist alles etwas schwieriger. Auch das physical bei David Johnson konnte noch nicht durchgeführt werden. Der Trade ist also noch nicht final. Houston soll eins der schwersten physical Tests der Liga haben.

Indianapolis Colts

Auch in Indy stehen die Zeichen auf Draft. Zu diesem Zeitpunkt dürfte nicht mehr mit einem nennenswerten Free Agent gerechnet werden, sodass sich das Team im Homeoffice auf den Draft vorbereitet. Laut der aktuellen Kolumne von Peter King, in der General Manager Chris Ballard ein ausführliches Interview gibt, steht das Big Board für den Draft schon seit kurz nach dem Senior Bowl. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich sämtliche Scouts mitsamt Vorgesetzten und Front Office 17 Tage lang intensiv beraten. Das Feintuning geschieht jetzt – wie bei den meisten von uns – on remote.

Mittlerweile wurden auch die Zahlen des Einjahresvertrages von Cornerback Xavier Rhodes bekannt: es handelt sich um einen absoluten prove-it-deal. Drei Millionen Basisgehalt, wobei ausschließlich der Signing Bonus von einer Million garantiert ist.

Jacksonville Jaguars

Gefährliche Wildkatzen? Die schlafen wohl alle gerade…

Tennessee Titans

Die Titanen halten wohl gerade ein Schläfchen. Wenig los in Tennessee.

 

AFC West

Denver Broncos

Momentan herrscht sozusagen die Ruhe vor dem Sturm. In weniger als drei Wochen findet der NFL Draft 2020 statt. Mittlerweile sickern immer mehr Spielernamen durch, mit denen die Broncos sich via Video Konferenz im Pre-Draft Prozess getroffen haben. Aufgrund der Corona Pandemie wurden alle Pro Days und privaten Workouts in den Team facilitys abgesagt, beziehungsweise verboten.

Die Broncos hatten in letzter Woche unter anderem ein „Meeting“ mit:

Kristian Fulton (Cornerback, LSU)

In der Free Agency konnte zwar A.J. Bouye via Trade nach Denver geholt werden, doch die Secondary braucht dringend weitere Verstärkung. Isaac Yiadom, der in sein drittes NFL Jahr kommt, hat bis jetzt zwar immer wieder positive Ansätze gezeigt, ist allerdings noch extrem inkonstant.

Matt Hennessy (Center/Guard, Temple)

Könnte ein spannender Day 2/3 Pick werden. Graham Glasgow hat unter der Woche in einem Interview bekannt gegeben, dass er sich eher auf der Guard Position sieht. Momentan ist Patrick Morris also der starting Center. Der 25-jährige hatte letzte Saison allerdings nur zwei Spiele gespielt. Trotzdem hört man aus Insiderkreisen, dass Mike Munchak ihn besonders hoch einschätzt.

Leki Fotu (Defensive Tackle, Utah)

Wäre ein Spieler für die Tiefe in der D-Line. Mit Jurrell Cassey, Mike Purcell, Shelby Harris, Dre’Mont Jones ist die Line sehr gut besetzt. Leki Fotu könnte also ein wichtiger Rotationsspieler beziehungsweise Backup sein.

Ezra Cleveland (Offensive Tackle, Boise State)

Hier steht und fällt alles mit der Einschätzung von Garett Bolles. Er konnte in den ersten zwei Jahren nicht sonderlich überzeugen. Allerdings verbesserte er sich unter Mike Munchak deutlich. Wenn die Broncos die 5th-year-option nicht ziehen, könnte Ezra Cleveland 2021 ein starting Tackle werden.

Kansas City Chiefs

Letzte Woche ein weiterer guter Schachzug von GM Brett Veach: Der Vertrag von WR Sammy Watkins (26) wurde erneuert und die Gehaltszahlungen angepasst. Sammy wird dieses Jahr $9 Mio verdienen, welche durch Bonuszahlungen auf $16 Mio ansteigen können. Immer noch ein stattlicher Gehalt, jedoch sparen die Chiefs so rund $5 Mio an Cap und Sammy muss sich beweisen und seine durchschnittlichen Regular Seasons hinter sich lassen, um auf den vollen Gehalt zu kommen.

Mit der Verpflichtung von Watkins bleibt bei den Chiefs die komplette Super Bowl Champion Offense zusammen. Einzig Backup TE Blake Bell ist nicht mehr beim Team. Jedoch wurde hier letzte Woche ebenfalls Ersatz gefunden: Mit Ricky Seals-Jones (25) stösst ein junger TE für ein Jahr von den Browns zum Team. Seals-Jones war am College ein Wide Reciver und wurde in der NFL zum Tight End. Er ist agiler und explosiver als die meisten Tight Ends und brachte es letzte Saison mit 14 Catches auf 229 Yards und vier Touchdowns. Er wird als Backup für Star TE Travis Kelce (31) fungieren und wird eine weitere Waffe in der Legion of Zoom rund um Patrick Mahomes darstellen.

Bemerkenswert: Sollten es die Chiefs schaffen, CB Bashaud Breeland zu halten, so wären alle Spieler  des Super Bowl Champion Kaders für die Saison 2020 gebunden, welche 2019 mindestens 57% aller Teamsnaps gespielt haben. Zuletzt wurde dieses Kunststück im Jahr 2001 von den New England Patriots geschafft.

Las Vegas Raiders

Der Vertrag mit Cornerback Eli Apple kommt nun doch nicht zustande. Die Raiders konnten sich mit Apple nicht auf eine Vertragssumme einigen, daher entschied man sich getrennte Wege zugehen.

Ein Ersatz für Apple wurde jedoch schnell gefunden, wenn auch auf einer anderen Position.

Safety Damarious Randall wechselt von den Cleveland Browns nach Las Vegas und unterzeichnete einen Vertrag über ein Jahr. 2019 überzeugte er noch in Cleveland mit zweieinhalb Sacks sowie 45 Tackles. In den Jahren davor ergaunerte er durchschnittlich viermal eine Interception.

Der absolute Need im Draft konzentriert sich durch den Wegfall von Apple wieder mehr in Richtung Cornerbacks.

 Los Angeles Chargers

Auch die Chargers bereiten sich auf den Draft vor. Dabei hatten sie je ein Meeting mit Linebacker Chris Orr (Wisconsin), Defensive Tackle Leki Fotu (Utah) und Offensive Tackle Josh Jones (Houston). Jones könnte dabei den noch offenen Left Tackle Spot einnehmen, der nach dem Abgang von Russell Okung noch frei ist. Head Coach Anthony Lynn hat in einem Interview bereits angedeutet, dass man auf der Position möglicherweise noch was machen möchte. Orr und Fotu könnten hingegen für Tiefe im starken Kader der Chargers sorgen.

Die Spieler der Chargers haben nicht nur ihre Qualitäten auf dem Platz, sondern auch daneben. So hat Safety Derwin James am Freitag das „Checkdown x Madden Turnier“ gewonnen. Insgesamt acht NFL-Spieler waren dabei und suchten den besten Madden-Spieler. James siegt dabei in der ersten Runde mit 14-6 gegen seinen Teamkollegen Keenan Allen. Auch DeSean Jackson (50-27) im Halbfinale und Tyreek Hill (52-3) hatten keine Chance gegen den Mann, der laut Jalen Ramsey noch nie ein Madden-Turnier verloren hat. James spielte während des Turniers aber nicht mit seinen Chargers, sondern hat sich die San Francisco 49ers ausgesucht.

Unsicher ist aktuell noch die Eröffnung des neuen Stadions der Chargers. Eigentlich sollen sie zur neuen Saison in das neugebaute SoFi-Stadion einziehen, doch aufgrund des Corona-Virus stockt der Bau aktuell. Laut dem COO der LA Rams, Kevin Demoff, könnte das Stadion vielleicht sogar erst 2021 eröffnet werden.

 

NFC

NFC East

Dallas Cowboys

Die einzige aufsehenerregende Verpflichtung der Woche war der 30-jährige Pass Rusher Aldon Smith. Smith, der in seinen ersten zwei Jahren in der NFL 33,5 Sacks verzeichnen konnte und 2012 All-Pro wurde, hat einen Einjahresvertrag bei den Cowboys unterschrieben. Die Cowboys und besonders Besitzer Jerry Jones werden bei dieser Verpflichtung ihrem Ruf, Skandalspielern neue Chancen zu geben, wieder einmal gerecht. Denn Smith wurde, nach einigen Sperren wegen Drogenmissbrauchs, 2015 für ein ganzes Jahr von der NFL ausgeschlossen. Nach Ablauf dieser Sperre wurde er jedoch nicht wieder rehabilitiert. Nun, auch mit Blick auf das neue CBA, scheint dies eine Möglichkeit zu sein. Der Vertrag soll in Kraft treten, sobald Smith offiziell wieder spielberechtigt ist. Welchen sportlichen Mehrwert Smith nach dieser langen Zeit ohne Spielpraxis bietet, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand wirklich sagen.

Die Spieler der Dallas Cowboys boten in der letzten Woche sehr unterschiedliche Nachrichten. Während die Offensive Linemen Tyron Smith und Zack Martin in das All-Decade Team gewählt wurden und dafür geehrt wurden, wie dominant die Offensive Line der Dallas Cowboys im letzten Jahrzehnt auftrat, wurden vor allem Quarterback Dak Prescott, Running Back Ezekiel Elliott und Wide Receiver Amari Cooper öffentlich kritisiert. Cooper wurde vom ehemaligen Head Coach Rex Ryan der sportliche Mehrwert abgesprochen und bezeichnete ihn im Fernsehen als „Turd“. Später entschuldigte sich Ryan für seine Wortwahl. Der Quarterback, der momentan einen neuen Vertrag mit den Cowboys aushandelt, kam mit einigen Teammitgliedern und Dez Bryant zusammen, um etwas zu trainieren. Der ehemalige Starreceiver der Cowboys sucht ein Team für die neue Saison und bringt sich immer wieder in Position für ein neues Engagement bei den Cowboys. Im Rahmen dieser Trainingseinheit kam es zu einigen Situationen, bei denen die Sportler nahe beieinanderstanden und für Fotos posierten. Dieses Verhalten wurde mit Blick auf die Covid19-Pandemie von Fans stark kritisiert.

New York Giants

Die Free Agency ist jetzt schon eine Weile am laufen. Nach anfänglich vielen Verpflichtungen wird es hinten raus immer weniger. Diese Woche wurde Long Snapper Casey Kreiter (ehemals Denver) verpflichtet. Dies deutet daraufhin, dass Long Snapper Zak DeOssie wohl in den Ruhestand gehen wird. DeOssi ist seit 2007 bei den Giants, gewann in der Zeit zweimal den Super Bowl und wurde zweimal für den Pro Bowl nominiert.

Philadelphia Eagles

Bei den Eagles fliegt gerade nichts, vor allem keine News.

Washington Redskins

Mit Bobby Mitchell verstarb am Sonntag eine Legende des Washington FC und ein Hall of Famer: Als in den frühen 60ern in Washington immer noch kein einziger schwarzer Spieler spielte und die Franchise kurz davor stand, aus dem eigenen Stadion geschmissen zu werden, verpflichtete man den WR aus Cleveland. In seinen ersten drei Saisons wurde er All-Pro, fing durchschnittlich Bälle für um die 100 Yard pro Spiel und stellte diverse Rekorde auf. Nach seiner aktiven Karriere blieb er der Franchise erhalten und holte dabei drei Super Bowls. Er wurde 84 Jahre alt.

Ansonsten gibt es wenig zu berichten: Trent Williams ist immer noch nicht getradet, sein Wert sinkt von Tag zu Tag. Ronald Darby gibt fleißig Interviews, Adrian Peterson ist All-Decade Running Back geworden…die spannenden Stories der Free Agency sind vorerst erzählt.

Bis nächste Woche möchte ich mich mehr mit dem neuen Coaching Staff befassen und euch so einen Ausblick darauf geben, was man von Rivera, Turner und Co. nächste Saison schematisch erwarten kann. Stay tuned.

 

NFC North

Chicago Bears

Diese Woche wurde das neue All-Decade Team der NFL bekannt gegeben. Insgesamt vier Chicago Bears Spieler haben es geschafft gewählt zu werden: Mit dem Outside Linebacker Khalil Mack (29) und Returner Cordarrelle Patterson (29) sind zwei aktive Spieler dabei. Dazu sind in Defensive End Julius Peppers (40) und Returner Devin Hester (37) zwei ehemalige Spieler ausgezeichnet wurden. Beide waren schon im All-Decade Team davor und haben mittlerweile ihre Karrieren – verdient – beendet.

Die Bears haben sich prominent mit ehemaligen First-Round-Picks verstärkt:

Für die Offensive Line wurde der 25-jährige Free Agent Germain Ifedi für ein Jahr als Tackle unter Vertrag genommen. Ifedi kommt aus Seattle, wo er 2016 an Stelle 31 gedraftet wurde.

Für die Defense kommt Linebacker Robert Quinn (29) von den Dallas Cowboys und unterschreibt einen Vertrag für fünf Jahre in Chicago. Quinn wurde 2011 an Stelle 14 von den Rams gedraftet.

Detroit Lions

Nicht viel los in Motor City. Nach den ereignisreichen letzten Wochen wurde lediglich die Verpflichtung von CB Darryl Roberts bekannt gegeben, welcher zuvor für die New York Jets die Schuhe schnürte. Er dürfte gegen den letztjährigen Fünftrundenpick Amani Oruwariye um den zweiten CB-Kaderplatz hinter Desmond Trufant konkurrieren. Eine zusätzliche Verpflichtung erscheint angesichts der Personaldecke auf dieser Position wahrscheinlich.

Green Bay Packers

Nix los an der Lombardi Avenue 1265. Also wirklich: absolute Ruhe. Wenn was an News kommt, dann aus der Ligazentrale in New York: Die hat nämlich das “Team des Jahrzehnts” gewählt und natürlich ist Aaron Rodgers einer der beiden Quarterbacks, die dabei sind. Außerdem die beiden früheren Packer-Spieler Julius Peppers und Jahri Evans. Mit wem sich die Packers alles getroffen haben (virtuell oder in echt) sagt meist wenig aus; sie haben sich wohl mit einigen O-Linern und QBs, die früh vom Board gehen werden, virtuell getroffen.

Minnesota Vikings

Die Offensive Line der Minnesota Vikings ist schon seit Jahren eine der größten Schwachstellen des Teams. Auch in der vergangenen Saison lief hier nicht viel zusammen. Personell nachgebessert wurde in dieser Offseason bisher trotzdem nicht. Im Gegenteil: Mit Guard Josh Kline wurde der drittbeste Starter der Unit im vergangenen Jahr sogar entlassen, ohne ihn bis jetzt zu ersetzen. Klar, der Draft liegt noch vor uns und auch auf dem Free Agent Markt gibt es noch Optionen. Was aber passiert, wenn man hier nicht mehr fündig wird? Welche Spieler im aktuellen Kader könnten die vakante Stelle besetzen?

Die ersten Optionen wären wohl günstige Veterans wie Brett Jones oder Dakota Dozier, welche bisher als Backups im Kader waren. Dozier war letztes Jahr schon der, der einspringen durfte, wenn sich jemand in der interior Line verletzte. Allerdings war der Niveauverlust deutlich erkennbar, wenn er spielte, weshalb man wohl ungern mit ihm in die neue Saison gehen würde. Brett Jones ist ein guter Pass-Blocker, passt aber nicht in das Outside-Zone Run-Blocking Schema, weshalb der Coaching Staff keine sehr hohe Meinung von ihm hat.

Da die beiden Veterans nur als Notlösungen geeignet scheinen, könnte ein junger Spieler wie Aviante Collins oder einer der beiden letztjährigen Draft Picks Dru Samia und Oli Udoh Verantwortung übernehmen. Besonders Udoh deutete im letzten Jahr schon großes Potential an. Allerdings spielte er seit dem College einzig Right Tackle, weshalb beide aktuellen Starting Tackles ihre Positionen ändern müssten, um Udoh die Möglichkeit für Starts zu geben. Auch Dru Samia wird oft als möglicher Starter genannt, doch seine bisherigen Eindrücke lassen nicht darauf schließen, dass er dafür schon bereit ist. Auch Collins konnte bisher nicht zeigen, dass er schon für eine Rolle als Starter bereit ist.

Coaching Staff und Front Office müssen noch viele Fragen klären, um zum Saisonstart eine auch nur annähernd schlagfertige Offensive Line auf den Platz zu stellen.

 

NFC South

Atlanta Falcons

DEFENSE DRAFTEN!

So und nicht anders muss es lauten für die Atlanta Falcons im diesjährigen Draft.

Nachdem die Atlanta Falcons diese Woche zwei Schlüsselspieler mit den Defensive Ends Jack Crawford und Adrian Clayborn an die Titans bzw. Browns verloren haben, ist die Marschroute eindeutig. Clayborn war belebte in der vergangenen Saison die Verteidigung der Falcons wieder. Er war zwar nicht immer Starter, aber er hat auf jeden Fall auf sich aufmerksam machen können.

Weder Crawford noch Clayborn gaben bekannt, dass sie ein Angebot der Falcons bekommen haben, was dafür spricht, dass deren Abschied lange vom Management geplant wurde. Es spricht also einiges dafür, dass es die Falcons es auf einen Passrusher abgesehen haben. Vielleicht doch noch ein gewagter Uptrade, um Defensive End Chase Young von Ohio St. zu bekommen? Der Preis dürfte hoch sein. Mit Spielern wie Deadrin Senat, Austin Larkin, Steven Means und John Cominsky in der Defensive Line haben die Falcons recht talentierte Jungs auf diesem Gebiet.

Erfreuliches gab es noch am Rande. Wide Receiver Julio Jones, Center Alex Mack und Returner Devin Hester wurden ins All-Decade-Team 2010-2020 gewählt. Ist das nicht schön? Wir sagen JA!

Carolina Panthers

Nix los in Carolina – vielleicht passiert ja nächste Woche was…

New Orleans Saints

Die Nachfolge von Drew Brees scheint geklärt, gegenüber „ProFootballTalk“ bestätigt Saints-Coach Sean Payton, Taysom Hill als zukünftigen Starting-Quarterback. Noch ist unklar ob Brees seinen Zweijahresvertrag erfüllen wird, oder seine Karriere nach der kommenden Saison beendet. Dies bedeutet, Hill könnte bereits nach der Saison seinen Vertrag als künftiger Franchise Quarterback unterschreiben. Zwar soll Hill auch noch kommende Saison als „Allzweckwaffe“ eingesetzt werden, doch Payton sieht ihn definitiv als Quarterback.

Mickey Loomis, General Manager der Saints, gab am 02. April bekannt, dass man sich mit Cornerback  P.J. Williams auf einen neuen Vertrag geeinigt hat.

Nun zu einem großen Verlust der „Who Dat Nation“: Tom Dempsey starb am 4. April in einem Hospiz in New Orleans an den Folgen einer Covid-19 Erkrankung im Alter von 73 Jahren. Dempsey kam ohne Zehen an seinem rechten Fuß zur Welt, was ihn nicht daran hinderte, 1969 All-Pro Kicker und 1989 Mitglied der „Saints Hall of Fame“ zu werden – mit jenem rechten Fuß.

Tampa Bay Buccaneers

Bei den Bucs gibt es momentan eher wenig zu berichten. Die Free-Agency neigt sich dem Ende zu und wirklich tätig wurde GM Jason Licht nicht mehr: Unter der Woche wurden lediglich Cornerback Ryan Smith, sowie Quarterback Blaine Gabbert im Team gehalten. Beide bekommen neue Einjahresverträge. Smith wird vor Allem durch hervorragendes Special Teams Play geschätzt. Blaine Gabbert dürfte sich um den Back-up Spot hinter Tom Brady mit Ryan Griffin duellieren.

Tom Brady wird auch in Tampa Bay „seine” Nummer 12 tragen, die vorher Wide Receiver Chris Godwin trug, dessen Trikot fortan die 14 ziert.

 

NFC West

Arizona Cardinals

Die vergangene Woche war sehr, sehr ruhig in Arizona.
Nachdem die letzten zwei Wochen von Neu- und Wiederverpflichtungen geprägt waren, scheint sich die Free-Agency bei den Cardinals dem Ende zu zuneigen. Alle Augen sind nun auf die Draft gerichtet.
Drei Spieler aus den Reihen der Cardinals wurden ins All-Decade Team berufen: Wide Receiver “Legend” Larry Fitzgerald, Cornerback Patrick Peterson und Linebacker Chandler Jones.

Los Angeles Rams

Auch in Los Angeles überschlagen sich die Ereignisse nicht. Dennoch gibt es noch eine wichtige Meldung von letzter Woche nachzureichen. Greg Zuerlein ( Kicker) war Free Agent und hat mit den Dallas Cowboys ein neues Team  gefunden. Bei den Cowboys erhält er nicht nur seinen alten und neuen Special Team Coordinator Fassel zurück, sondern auch einen Vertrag über 7,5 Millionen Dollar über drei Jahre.

Ansonsten gab es nur eine eher kleinere News: Es wurden u.a. Aaron Donald (Defensive Tackle) und Johnny Hekker (Punter) in das “Team of the Decade” gewählt. Aaron Donald war einer von acht Spielern die einstimmig gewählt wurden.

San Francisco 49ers

Hier war letzte Woche sprichwörtlich “tote Hose”.

Seattle Seahawks

Weiter auf Defensive End Jadeveon Clowney warten – das wollten und konnten sich die Seattle Seahawks in der vergangenen Woche nicht mehr erlauben. Und so reagierten sie auf die eingeschlafenen Verhandlungen mit einer weiteren Rückholaktion: Benson Mayowa, 2019 als Defensive End mit sieben Sacks für die Oakland Raiders aufgefallen, ist nach Bruce Irvin der zweite verlorene Sohn der Super-Bowl-Mannschaft aus der Saison 2013, der in den Pacific Northwest zurückkehrt.

Die finale Lösung aller D-Line-Probleme bei den Seahawks ist Mayowa gewiss nicht, doch wie Irvin kann auch er 2020 in der Rotation eine Rolle spielen. Gemeinsam kamen die zwei Veterans 2019 auf 15,5 Sacks (Irvin 8,5). Sie hätten damit mehr als die Hälfte aller Seahawks-Sacks der vergangenen Saison (insgesamt nur 28) gesammelt und jeder für sich die Statistik im Team angeführt.

Weil aber ein guter Edge Rusher nicht alleine durch Sacks definiert wird (Jadeveon Clowney ist das beste Beispiel), sind die Seahawks auf der Suche und auch weiterhin im Rennen um ihren besten D-Liner der vergangenen Spielzeit. Jedoch hat sich das Vokabular ein wenig gewandelt. Seattle ist nicht mehr in der Pole Position, Clowney erneut zu landen, sondern nur noch eines von mehreren Teams mit Chancen. Nachdem Clowney vergangene Woche Berichten zufolge den geforderten Preis auf unter 20 Millionen US-Dollar Jahresgehalt senkte, brachten sich neben den Tennessee Titans plötzlich auch die New York Jets und Cleveland Browns ins Gespräch.

Vom Einjahres- bis zum Mehrjahresvertrag scheint aktuell alles denkbar. Dass die Verhandlungen bis zum Training Camp (wann immer das beginnen mag) andauern könnten, ist durchaus möglich. Dass die Seahawks sich am Ende mit Everson Griffen trösten oder für Yannick Ngakoue einen viel zu hohen Trade-Preis bezahlen müssen, ist ebenfalls nicht ausgeschlossen.