NFL Draft Rückblick – die NFC!

Direkt zu deiner Division!

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

Draft Picks: WR CeeDee Lamb (Rd.2, Pick 17), CB Trevon Diggs (Rd.2, Pick 51), DT Neville Gallimore (Rd. 3, Pick 82), CB Reggie Robinson II (Rd. 4, Pick 123), C Tyler Biadasz (Rd.4, Pick 146), DE Bradlee Anae (Rd. 5, Pick 179), QB Ben DiNucci (Rd. 7, Pick 231)

UDFA: OT Terence Steele, WR Stephen Guidry, WR Aaron Parker, TE Charlie Taumoepeau, WR Kendrick Rogers, RB Darius Anderson, FB Sewo Olonilua, RB Rico Dowdle, TE Sean McKeon, DT Garrett Marino, DE Ron’Dell Carter, DE LaDarius Hamilton, LB Francis Bernard, LB Azur Kamara, S Luther Kirk

Vor dem Draft zeigten sich die Needs der Dallas Cowboys vorwiegend in der Defensive. Die Offensive, welche mit Ezekiel Elliott einen der besten Running Backs der Liga, Amari Cooper und Michael Gallup zwei Receiver mit 1000-Yards-Seasons und Quarterback Dak Prescott zu den Stärkeren gehört, hatte nur auf der Position des Wide Receiver Nummer drei und nach dem Karriereende von Center Travis Frederick kleine Needs. Dagegen stachen die Löcher auf den Positionen Cornerback, Safety und Defensive End deutlich hervor.

In der ersten Runde kam es an Stelle des 17. Picks zu der Situation, dass mit Wide Receiver CeeDee Lamb ein potenzieller Top-Receiver, wenn nicht für einige Experten der beste Receiver im Draft, noch im Draftpool zu finden war. Für die Verantwortlichen der Dallas Cowboys stellte sich die Frage, ob sie einen Spieler, der einen Need in der Defensive füllt, oder den besten Spieler im verbleibenden Draft wählen sollten. Sie entschieden sich für Letzteres und somit darf sich CeeDee Lamb fortan Dallas Cowboy nennen.

In der zweiten Runde bot sich ein ähnliches Bild, denn Cornerback Trevon Diggs, der als Top 30 Talent galt, war an Stelle 51 noch nicht gezogen worden. Und so war es nicht verwunderlich, dass mit ihm eines der größten Löcher in der Defensive der Cowboys geschlossen wird. Diggs spielt erst seit ein paar Jahren die Position des Cornerbacks, nachdem er früher Wide Receiver spielte.

In Runde drei wurde mit Defensive Tackle Neville Gallimore die Defensive Line weiter verstärkt. Obwohl der Bedarf eher auf der Außenposition gegenüber von DeMarcus Lawrence liegt. Doch man sah in Gallimore einen Spieler, den man hinter den verpflichteten Veteranen Poe und McCoy entwickeln kann.

Die vierte Runde begann für die Cowboys damit, dass man an Stelle 123 mit Reggie Robinson II einen weiteren Cornerback verpflichtete. Doch ganz zum Ende der vierten Runde kam es noch dazu, dass die Cowboys noch einmal in die vierte Runde des Drafts reintradeten. Beachtlich ist der Trade daher, dass er mit den Philadelphia Eagles stattfand, mit denen die Cowboys in der NFC East spielen und eine langjährige Rivalität pflegen. Sie gaben den Pick 164 und einen Fünftrundenpick des nächsten Drafts für den 146. Pick des Drafts ab. An dieser Stelle wählten die Verantwortlichen um Jerry Jones den Center Tyler Biadasz aus. Biadasz gewann den Rimington Award, was ihn als den besten Center im College Football auszeichnet.

Obwohl es Überlegungen gab Defensive End Bradlee Anae schon in der vierten Runde zu draften, sich aber für einen anderen Prospect entschied, kam es dazu, dass Anae in der fünften Runde noch nicht gewählt wurde, sodass er an 179. Stelle von den Cowboys verpflichtet werden konnte. Er wird wohl, sollten Randy Gregory und Aldon Smith nicht rehabilitiert werden, gegenüber von Lawrence in der Defensive Line starten.

In der siebten und letzten Runde des Drafts wurde an der Stelle Nummer 231 mit Ben DiNucci ein Quarterback für die Breite des Kaders verpflichtet.

Der Draft gilt als einer der besten Drafts der letzten Jahre für die Dallas Cowboys und man darf gespannt sein, wie sich die Talente entwickeln. Die Offensive wurde mit CeeDee Lamb zu einem Powerhouse, das sich vor wenigen Mannschaften verstecken muss.

Während des Drafts kam es aber auch noch zu einer sehr traurigen Nachricht. Jace Prescott, Bruder des Quarterbacks der Dallas Cowboys Dak Prescott, starb am Donnerstag. Die Ursache des Todes wurde nicht veröffentlicht. Die Anteilnahme der Cowboys und der Fans war, trotz der Aufregung des Drafts, sehr groß.

New York Giants (Emil, @schnapke/@GiantsGER)

„We want to fix this offensive line once and for all“ – Dave Gettleman

OT Andrew Thomas (Rd.1, Pick 4), S Xavier McKinney (Rd.2, Pick 36), OT Matt Peart (Rd.3, Pick 99), CB Darnay Holmes (Rd.4, Pick 110), G Shane Lemieux (Rd.5, Pick 150), LB Cam Brown (Rd.6, Pick 183), LB Carter Coughlin (Rd.7, Pick 218), LB T.J. Brunson (Rd.7, Pick 238), CB Chris Williamson (Rd.7, Pick 247), LB Tae Crowder (Rd.7, Pick 255)

OT Andrew Thomas, Georgia

Thomas ist 6’5“, wiegt 320 lbs und war einer der vier großen Namen wenn es um Offensive Tackles im Draft ging. Er gilt als am meisten Pro-Ready, True Left Tackle und sofortiger Starter. Hat in seiner gesamten College Karriere nur fünf Sacks und 37 Pressures zugelassen. PFF gab ihm eine 91.3 run-block und 89 pass-block Bewertung im College

S Xavier McKinney, Alabama

Galt als bester, vielseitigster Safety im Draft und First-Round Talent. Hatte 2019 vier Pass-breakups, vier forced fumbles und drei Interceptions. Zudem erlaubte er nur 350 Yards bei 58 targets. Laut PFF eine 88.1 coverage und 87.6 overall grade. Gilt laut manchen Experten als Steal des Drafts.

OT Matt Peart, UConn

Peart ist 6’7“, wiegt 318 lbs und hat mit einer Armlänge von 36 5/8-inch die längsten Arme der Klasse. Sehr athletischer Tackle, der 2019 nur sieben Pressures bei 415 pass-blocking Snaps zugelassen hat. Laut PFF eine 90.1 run blocking und 86.0 pass blocking grade.

Was Peart schon jetzt als Fanliebling klassieren könnte ist, dass er als Giants Fan aufwuchs!

CB Darnay Holmes, UCLA

Hatte acht Interceptions (zwei zum Touchdown) in drei Jahren, spielt aggressiv, was zu den Giants passt, da viel Man Coverage gespielt wird. Kann Kick/Punt-Returner spielen. Ist laut NFL Networks Bucky Brooks der bester Nickel-Corner im Draft.

G Shane Lemieux, Oregon

Lemieux startete jedes Spiel als Left Guard in den letzten vier Jahren. War letztes Jahr laut PFF der No. 3 Guard im College Football und der No. 1 Guard in der PAC-12.  Hat dieses Jahr nur einen Sack und 16 Pressures bei 497 pass blocking Snaps zugelassen. Soll laut HC Joe Judge sowohl als Guard als auch als Center trainiert werden.

LB Cam Brown, Penn State

Sehr athletischer Linebacker, der Tight Ends covern kann und in den letzten beiden Jahren zehn Pässe abgewehrt hat. Hat Probleme mit Tackling (15 missed tackles 2019).

LB Carter Coughlin, Minnesota

Hatte eine gute Combine, soll wegen seiner Größe ( 6’4“, 245 lbs) vom Outside Linebacker  zum Off-Ball Linebacker wechseln.

LB T.J. Brunson, South Carolina 

Drei Jahre Erfahrung als starting Linebacker bei South Carolina und war davon die letzten beiden Jahre Team Captain. Hatte in dieser Zeit 283 tackles, 164 waren davon solo.

CB Chris Williamson, Minnesota 

Wurde in Minnesota als Big-Nickel eingesetzt und in der Passverteidigung auch gern mal als Linebacker. Größtes Manko bei ihm ist, dass er nur 10 Spiele gestartet hat (9 davon als Senior).

LB Tae Crowder, Georgia

Crowder spielte erst RB bevor er als Redshirt Freshman den Wechsel zum ILB vollzog. Startete letzte Saison 13 Spiele für Georgia und erzielte dabei 62 Tackles.

UDFA:

  • OL Kyle Murphy
  • QB Case Cookus
  • TE Kyle Markway
  • WR Rasen John
  • DB Christian Angulo
  • RB Javon Leake
  • WR Derrick Dillion
  • WR Austin Mack
  • WR Binjimen Victor
  • OLB Dana Levine
  • OLB Niko Lalos
  • OLB Dominique Ross
  • WR Rysen John
  • OL Tyler Haycraft
  • DB JaQuarius Landrews
  • DB Malcolm Elmore
  • RB Sandro Platzgummer (aus Österreich durch’s Pathway Programm)

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)

Draftpicks: EDGE Chase Young (Rd.1, Pick 2), RB Antonio Gibson (Rd. 3, Pick 66), OT Saahdiq Charles (Rd. 4, Pick 108), WR Antonio Gandy-Golden (Rd. 4, Pick 142), OL Keith Ismael (Rd. 5, Pick 156), LB Khaleke Hudson (Rd. 5, 162), S Kamren Curl (Rd. 7, 216), DE James Smith-Williams (Rd. 7, Pick 229)

UDFA: TE Thaddeus Moss, QB Steven Montez,WR Isaiah Wright, WR Johnathan Johnson

Keine Überraschung zu Beginn: EDGE Chase Young kommt als einer der besten Passrush-Anwärter der letzten Jahre nach Maryland. Für die meisten ist er der beste Spiele der Klasse. PFF hat niemals zuvor eine so gute Note für einen Passrusher am College vergeben. Mit der Wahl haben die Skins in jedem der letzten vier Jahre einen Pick in Runde eins für einen D-Liner ausgegeben – Rekord.

Als nächster Spieler kam mit Gibson ein RB, der als Receiver eingesetzt werden kann und dazu Tackles bricht. Viele Carries hat er auf dem College nicht gesehen, was durchaus kein Nachteil sein muss.

Bevor Tag drei begann, endete die Saga um Trent Williams: Der LT geht für einen 5th rounder dieses und einen drittrunden Pick nächstes Jahr nach San Francisco. Kein sehr hoher Preis, aber in Anbetracht der schlechten Verhandlungsposition ein solider Trade.

Seinen Nachfolger erhoffen sich die Skins in OT Saahdiq Charles gefunden zu haben. Ihm fehlt aber wohl noch die Power und in Pass Protection soll er noch sehr roh sein. Also ist er eher ein Projekt, als Starter ab Saisonstart. In Runde vier kam mit Antonio Gandy-Golden noch ein großer Possession-Receiver, mit wenig ausgeprägtem Route-Tree und limitierten Fähigkeiten Separation zu generieren. Er sollte aber in der Redzone eine gefährliche Waffe sein. Den Pick der 49ers in Runde 5 nutzte Washington für einen weiteren O-Liner: Keith Ismael spielte Guard und Center, ist mobil und spielintelligent. LB Hudson ist ein Locker-Room-Guy, Special-Teamer und vielfältig einsetzbar. S Curl kann im Backfield divers eingesetzt werden. Wieso man in Runde 7 noch einen Edgerusher in Smith-Williams gewählt hat, weiß wohl außerhalb des Frontoffices keiner.

CB und TE wurden im Draft nicht addressiert. Mit TE Thaddeus Moss kommt zumindest der Sohn von HOF Randy Moss als UDFA. Lokalnachrichten: DE David Bada von den Unicorns aus Schwäbisch Hall darf sich auch im Training Camp beweisen: als Teilnehmer des International Pathway Programs unterschrieb er in Washington und gehört damit schon jetzt quasi mindestens zum Practice Squad 2021.

Für die wenige Munition mit der Washington in den Draft ging, hat man viel Value heraus geholt. Löcher bleiben aber und mehr Unterstützung für Dwayne Haskins hätte es meiner Meinung nach insgesamt geben können.

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Draft Picks: TE Cole Kmet (Rd. 2, Pick 43), DB Jaylon Johnson (Rd. 2, Pick 50), OLB Trevis Gipson (Rd. 5, Pick 155), DB Kindle Vildor (Rd. 5, Pick 163), WR Darnell Mooney (Rd. 5, Pick 173), OL Arlington Hambright (Rd. 7, Pick 226), OL Lachavious Simmons (Rd. 7, Pick 227)

Undrafted Free Agents: RB Artavis Pierce, WR Ahmad Wagner, OL Dieter Eiselen, OL Badara Traore, DL LaCale London, DL Trevon Swain, LB Ledarius Mack, LB Rashad Smith

Für die Chicago Bears ging’s beim diesjährigen Draft erst in der zweiten Runde los. Auch wenn sie zum Zeitpunkt des Drafts zehn Tight Ends unter Vertrag hatten, pickten die Bears den TE Cole Kmet an 43. Stelle. Kmet ist in einem Vorort von Chicago aufgewachsen und ist schon sein Leben lang Bears Fan. Er ist der einzige Tight End, der in den ersten zwei Runden gedraftet wurde und gilt als bester seiner Position bei diesem Draft. Er bringt die nötige Größe und Gewicht mit. Kann gut fangen und den Ball im Lauf behaupten. Zudem ist er ein guter Blocker an der O-Line.

An Stelle 50 wurden die Dienste von Cornerback Jaylon Johnson gesichert. Dass ein CB gedraftet wird, war abzusehen, nachdem Prince Amukamara entlassen wurde.

Mit Trevis Gipson an Stelle 155 pickten die Bears ein Defensive End. Gipson versteht es den gegnerischen Quarterback unter Druck zu setzen, was er auf dem College gut unter Beweis gestellt hat.

Ein weiterer Cornerback wurde mit Kindle Vildor an 163. Stelle gepickt. Somit verbuchen die Bears acht Spieler auf dieser Position.

Darnell Mooney, ein sehr schneller Wide Receiver, der die 40 Yards in 4,38 Sekunden im Combine lief, wurde an Stelle 173 gezogen.

Für die Offensive wurden zudem die Tackle Arlington Hambright und Lachavious Simmons an 226 und 227 overall gepickt.

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Draftpicks: CB Jeff Okudah (Rd. 1, Pick 3), RB D’Andre Swift (Rd. 2, Pick 35), DE Julian Okwara (Rd. 3, Pick 67), OG Jonah Jackson (Rd. 3, Pick 75), OG Logan Sternberg (R4. 3, Pick 121), WR Quintez Cephus (Rd. 5, Pick 166), RB Jason Huntley (Rd. 5, Pick 172), DT John Penisini (Rd. 6, Pick 197), DT Jashon Cornell (Rd. 7, Pick 235)

UDFA: LS Steven Wirtel, FB Luke Sellers, TE Hunter Bryant, S Jalen Elliot, P Arryn Siposs, DB Bobby Price, DB Jeremiah Dinson

Wenig überraschend wurde Top-CB Jeff Okudah an Position 3 ausgewählt. Die Gerüchte um einen Trade-Down in der ersten Runde bestätigten sich nicht, tatsächlich bekam Bob Quinn wohl nur ein Angebot der Jaguars. Mit Okudah soll das große Loch gestopft werden, welches Darius Slay hinterlässt.

Sehr viel überraschender war die Wahl von RB D’Andre Swift zu Beginn der zweiten Runde. Kerryon Johnson konnte bisher keine Saison ohne mehrere Ausfälle absolvieren, weshalb mit den Verpflichtungen von Swift und Jason Huntley in Runde 5 nun Tiefe auf dieser Position besteht. Swift wurde von vielen Experten als bester RB im Draft bewertet.

Die Wahl von EDGE Julian Okwara an Position 67 dürfte einen Steal darstellen und adressiert den dringend benötigten Pass-Rush. Okwara könnte ab Tag 1 Starter werden. Julians Bruder, Romeo Okwara, steht seit 2018 im Kader der Lions und spielt nun mit seinem Bruder im selben Team.

Die O-Line wurde von Bob Quinn mit zwei nacheinander folgenden Picks adressiert: Jonah Jackson könnte sofort als RG starten, Logan Sternberg dürfte sich in die Rotation auf LG einreihen. Nachdem in der sechsten und siebten Runde noch zwei DTs gewählt wurden, verfügen die Lions nun über viel Tiefe in beiden Lines.

Aus den ersten 4 Picks könnten schon in der kommenden Saison 4 Starter werden, dazu konnten andere Baustellen mit Perspektivspielern ergänzt werden. Die Fangemeinde scheint durchaus zufrieden, was in Detroit nicht selbstverständlich ist. Lediglich die Auswahl eines RB in Runde zwei, sowie nur einem höheren Pick für den Pass Rush lässt dagegen einige Fragen aufkommen.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Draftpicks: QB Jordan Love (Rd 1, Pick 26), RB AJ Dillon (Rd. 2, Pick 62), TE Josiah Deguara (Rd. 3, Pick 94), ILB Kamal Martin (Rd. 5, Pick 175), G Jon Runyan (Rd. 6, Pick 192), C Jake Hanson (Rd. 6, Pick 208), OT Simon Stepaniak (Rd. 6, Pick 209), S Vernon Scott (Rd. 7, Pick 236), DE Jonathan Garvin (Rd. 7, Pick 242)

Undrafted Free Agents: Stanford Samuel, CB, Tipa Galeai, EDGE, Henry Black, S, Will Sunderland, CB, Darrell Stewart Jr., WR, Travis Buffy, OL, Krys Barnes, LB, Patrick Taylor Jr., RB, Stevie Griffin, LB, Delontae Scott, EDGE, Willington Previlon, DL

Die Packers hatten wohl einen der kontroversesten Drafts aller Teams. Während viele Analytics-Experten den Zweitrunden-Runningback und die generelle Qualifikation anzweifelten, beschwerten sich die Packers-Fans großteils über das Fehlen des WR-Picks in einer sonst als sehr stark betrachteten WR-Klasse. Dass Brian Gutekunst das anders einschätzte, wurde in einer PK nach dem Draft deutlich – die Spitze sei, so Gutekunst, tatsächlich gut besetzt gewesen, aber bei den Picks der Packers hätte ihm das Big Board andere Picks “vorgeschlagen”. Und eins weiß man in Green Bay schon seit über 20 Jahren: Das Big Board ist heilig. Wer am Draft-Tag seine Vorbereitung umschmeißt, ist ein Idiot, hat sinngemäß mal Ron Wolf, Hall of Fame GM der Packers, gesagt.

Die größte Kontroverse gab es aber nach Tag 1, als die Packers für einen Quarterback nach vorne tradeten. Warum? Laut Gutekunst hatten ihn die Packers unter ihren Top 10 Picks – auf 26 wäre man dann nach vorne getradet, weil der Value einfach zu gut gewesen sei und weil sonst ein anderes Team zugeschnappt hätte.

Man mag denken über diese Picks was man will, aber die Packers unter Gutekunst stellen sich wie schon unter Ted Thompson im Draft nicht maßgeblich für 2020, sondern genauso sehr für 2021 und 2022 auf.

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

Die Draftklasse der Minnesota Vikings war eine der häufiger diskutierten Klassen im NFL Draft 2020. Das ist nicht wirklich überraschend, denn kein Team wählte mehr Spieler aus. Die 15 Picks waren aber nicht nur die meisten in dieser Klasse. Seit 1994 – dem Jahr in welchem die NFL ihr Draft-Format auf sieben Runden reduzierte – wählte kein Team in einem einzelnen Draft so viele Spieler aus.

Bereits in der ersten Runde waren die Vikings zweimal dran. Mit dem 22. Pick wählte GM Rick Spielman Wide Receiver Justin Jefferson. Das LSU-Produkt kann outside und im Slot spielen, ist ein sauberer Route Runner mit sicheren Händen und war mit 25 verursachten Missed Tackles einer der besseren Läufer nach dem Passfang.

Den 25. Pick tauschten die Vikings mit den San Francisco 49ers gegen den 31. Pick sowie einen Viert- und einen Fünftrundenpick. Den 31. Pick nutzte man dann für TCU Cornerback Jeff Gladney, der zwar etwas klein für einen Outside Cornerback ist, aber dennoch ein gutes Gespür für den Ball hat.

Am zweiten Draft-Tag kamen dann mit Offensive Tackle Ezra Cleveland und Cornerback Cameron Dantzler zwei weitere Spieler hinzu, die zumindest die Chance auf einen Platz als Starter haben.

Den Grundstein für die außergewöhnliche Größe der Klasse legte ein Handel mit den New Orleans Saints, in welchem sich die Vikings im Austausch für ihren zweiten Drittrundenpick Picks in der vierten, fünften, sechsten und siebten Runde sicherten.

An Tag Drei wählten die Vikings dann insgesamt elf weitere Spieler aus. Von ihnen dürften Defensive Tackle James Lynch, Linebacker Troy Dye und die beiden Defensive Ends D.J. Wonnum und Kenny Willekes die größten Chancen auf frühe Einsätze haben.

Von den 13 Picks am dritten Draft-Tag tauschten die Vikings zwei Picks gegen Picks für den Draft 2021. Hinzu kommen ein Viertrundenpick aus dem Diggs-Trade und voraussichtlich zwei Compensatory Picks. Nach dem aktuellen Stand könnten die Vikings also auf insgesamt zwölf Draft-Picks im kommenden Jahr zurückgreifen.

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Hier die Picks des 2020 Drafts

(Rd 1, pick 16) CB A.J. Terrell, (Rd 2, pick 47) DE Marlon Davidson, (Rd 3, pick 78) C Matt Hennessy, (Rd 4, pick 119) LB Mykal Walker, (Rd 4, pick 134) S Jaylinn Hawkins, (Rd 7, pick 228) P Sterling Hofrichter

UDFA

FB Mikey Daniel, OL Evin Ksiezarczyk, OT Hunter Atkinson, WR Chris Rowland, LB Bryson Young, DB Tyler Hall, LB Jordan Williams, CB Rojesterman Farris II, TE Caleb Repp, OL Austin Capps, DE Austin Edwards, CB Delrick Abrams, DE Hinwa Allieu, OL Scottie Dill, TE Jared Pinkney, LB Rayshawn Wilborn, WR Juwan Green, DT Sailosi Latu, WR Jalen McCleskey

Erwartet wurde ein Feuerwerk, aber daraus wurde leider nichts.
General Manager Thomas Dimitroff fand keinen geeigneten Verhandlungspartner, um von Postion 16 unter die Top-5 zu gelangen.  Und so wurde mit dem 16. Pick ein Junge aus Atlanta gedraftet, den die Experten als siebtbesten Cornerback eingestuft hatten. Er ist recht groß und mit 4,42 Sekunden auf 40-Yards auch sehr schnell, aber ihm werden Schwächen in der Pass-Coverage nachgesagt. Es liegt also an den Coaches diesen Rohdiamanten zu schleifen.
Hingegen wird Defensive End Marlon Davidson als Steal angesehen. Der dynamische End kann auch als Defensive Tackle eingesetzt werden und wird somit mit Starplayer Grady Jarrett die Defense-Line verstärken.
Center Matt Hennessy ist vielseitig und wird aller Voraussicht auf Guard beginnen. Sehr wahrscheinlich wird er nächstes Jahr Center spielen, da Center Alex Macks Vertrag dann ausläuft.
Linebacker Walker kann sich als Ersatz für den entlassen Linebacker Devondre Campbell ansehen, während Safety Hawkins ein richtiges Schnäppchen ist. Bei mindestens über 200 geworfenen Pässen auf seine Position, hat er ein Passer Rating von nur 1,7 zugelassen. Ein Spitzenwert.
Punter Hofrichter wurde vor allem auch wegen seiner Physis gedraftet. Er ist sich nicht zu Schade das Tackle zu machen. Ein wichtiger Faktor im Special-Team.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Jonas, @simon19481)

Draftpicks: IOL Cesar Ruiz (Rd.1, Pick 24), LB Zack Baun (Rd. 3, Pick 74) TE Adam Trautman (Rd. 3, Pick 105), QB Tommy Stevens (Rd. 7, Pick 240)

UDFA: WR Marquez Callaway, OT Calvin Throckmorton, OL Jordan Steckler, OT Darrin Paulo, DT Malcolm Roach, RB Tony Jones Jr., DB Keith Washington, LB Joe Bachie, WR Juwan Johnson, DL Gus Cumberlander, DB Tino Ellis

Die Saints haben einen prallgefüllten QB-Room: Nicht nur verlängerte New Orleans mit Taysom Hill für zwei Jahre (16 Mio garantiert) und draftete QB Tommy Stevens in der siebten Runde, sondern holte dazu Jameis Winston vom Rivalen aus Tampa Bay für ein Jahr.

Das zweite Jahr in Folge nutzten die Saints ihren ersten Pick für die interior Offensive-Line: Cesar Ruiz spielte am College zumeist Center, sollte aber auf Guard verschoben werden. Er ist ein physischer Spieler, der verschiedene Blocking-Schemes beherrscht und technisch weit ist. Die sowieso starke O-Line wird damit noch weiter aufgewertet.

Für LB Zack Baun gab man Pick 88 und den drittrunden Pick 2021 nach Cleveland. Er soll den großen Need auf Off-Ball LB schließen, hat aber am College auch außen als Passrusher gespielt. Also ein vielfältig einsetzbarer Spieler, der jedoch mit einigen medizinischen Fragezeichen daher kommt. TE Adam Trautman war einer der besten Prospects in einer schwachen Klasse. Er kann blocken, ist ein guter Routerunner, schnell ist er hingegen nicht (4.80 40yds beim Combine). Die Wahl kam die Saints teuer zu stehen: für den Uptrade gingen alle restlichen vier Picks nach Minnesota. Um doch noch einen jungen QB zu holen, gab man einen 6th rounder nächstes Jahr nach Houston und holte Tommy Stevens, der einige vom Typ eher an Taysom Hill erinnert, denn als Nachfolger für Brees erscheint.

Die Saints gehen erneut All-In. Für nächstes Jahr hat man schon jetzt wieder 2 Picks abgegeben, der Cap ist eng und der Vertrag von Winston ist noch nicht einmal eingerechnet. Der ein oder andere Spieler sollte diese Offseason noch abgegeben werden.

Tampa Bay Buccaneers

Draftpicks:

Round 1 Pick 13 OT Tristan Wirfs, Round 2 Pick 45 S Antoine Winfield Jr, Round 3 Pick 76 RB Ke’Shawn Vaughn, Round 5 Pick 161 WR Tyler Johnson, Round 6 Pick 194 DT Khalil Davis, Round 7 Pick 241 OLB Chapelle Russell, Round 7 Pick 245 RB Raymond Calais

Undrafted Free Agents: QB Reid Sinnett, OL John Molchon, WR John Pearson, OL Nick Leverett, S Javon Hagan, WR John Hurst, OLB Cam Gill,  LB Michael Divinity, CB Parnell Motley, C Zach Shackleford, DL Nasir Player, DL Benning Potoa’e, WR Travis Jonsen

Die Bucs haben alles in allem einen super Draft hingelegt. Niemand im Front Office hätte gedacht, dass einer der Top 4 Tackles in ihre Hände fällt. Am Ende sind sie auf Nummer sicher gegangen und haben mit den San Francisco 49ers die Plätze getauscht und Tristan Wirfs aus Iowa mit dem 13. Pick ausgewählt. Ein super athletischer Spieler, der nun die rechte Seite von Tom Brady beschützen wird, klarster Need im Team und ein sicherer Pick.

In der zweiten Runde wurde die Secondary durch FS Antoine Winfield Jr. verstärkt. Er ist der Sohn von Vikings Legende Antoine Winfield und spielte College Football bei den Minnesota Golden Gophers, ist er etwas klein geraten und war in seinen ersten beiden Jahren von Verletzungen geplagt. Das macht er allerdings durch überragende Spielintelligenz, enorme Reichweite und gutem Tackling wett. Er scheut einfach keinen Kontakt und trifft den Gegner sehr hart. Wenn man ihn auf Tape sieht erkennt, man schnell dass er ein “Baller” ist, wie man im Football so gern sagt.

In der dritten Runde war dann Running Back dran. Der Pick klang erstmal ernüchternd, weil Ke’Shawn Vaughn von Vanderbilt auf vielen Big Boards eher weiter hinten angesiedelt war. Genauer betrachtet erkennt man aber durchaus, warum er ein Spieler ist, den Bruce Arians draften würde. Er ist solide in Pass Protection, kann den Ball aus dem Backfield fangen, läuft gut zwischen den Tackles und ist auch relativ schnell auf den Beinen. Ronald Jones sollte Konkurrenz bekommen und die hat er nun.

Dann in Runde 5 noch Tyler Johnson draften zu können, hat bei vielen Bucs Fans und auch Analysten Jubelstürme ausgelöst. Der Pick wird als einer der “Steals” des Drafts bezeichnet. Für Tampa Bay füllt er eine große Baustelle. Als neuer Wide Receiver drei sollte er für Tom Brady viele Bälle aus dem Slot heraus fangen und das ist auch Johnsons Kernkompetenz. Läuft super geschmeidige Routen und kreiert ständig Separation. Außerdem ist er im Moment des Catches sehr stark und damit eins gegen eins sehr schwer zu schlagen. Tom Brady darf sich auf eine Offense freuen, die dadurch noch stärker werden sollte.

In den Runden 6-7 wurden dann noch einige Spieler für die Kadertiefe geholt, von denen am Khalil Davis heraussticht: Ein Defensive Tackle von Nebraska, der sehr athletisch ist und für seine Gewicht relativ schnell. Vermutlich jemand für die D-Line Rotation.

Zwei Undrafted Free Agents auf die man achten sollte sind OLB Michael Divinity von LSU und CB Parnell Motley von Oklahoma. Divinity hatte einige Probleme abseits des Spielfeldes und Motley zwei eher schlechte College Jahre zu Beginn. Im letzten Jahr hat letzterer aber sehr gut gespielt und unter anderem Spieler wie Denzel Mims oder Jalen Reagor aus dem Spiel genommen, wodurch schon Verwunderung aufgekommen ist, warum er nicht gedraftet wurde. Beide Spieler haben gute Chancen ins Team zu kommen, da beide Positionsgruppen eher dünn besetzt sind.

NFC West

Arizona Cardinals (Max, @GermanBirdgang)

Draftpicks: LB Isaiah Simmons (Rd. 1, Pick 8), OT Josh Jones (Rd. 3, Pick 72), DT Leki Fotu (Rd. 4, Pick 114), DT Rashard Lawrence (Rd. 4, Pick 131), LB Evan Weaver (Rd. 6, Pick 202), RB Eno Benjamin (Rd. 7, Pick 222)

Undrafted Free Agents: OL Jake Benzinger, OL Jackson Dennis, OL Drew Dickinson, OL Steven Gonzalez, TE Ryan Becker, TE Parker Houston, RB Sirgeo Hoffman, RB Jonathan Ward, WR Jermiah Braswell, WR Rashard Medaris, WR JoJo Ward, WR Devin Phelps, WR Bejour Wilson, WR Shane Leatherbury, DL T.J. Carter, DL Adam Shuler, LB Reggie Walker, CB Zane Lewis, CB jace Whittaker, CB Jarren Williams, S Reggie Floyd

Die Draft-Woche ist zu Ende und wir wollen einmal die Picks der Arizona Cardinals revue passieren lassen. Wen haben die Cardinals gewählt, wie wird der Pick bewertet und worauf sich diese Entscheidung zurückzuführen lässt steht hier im Fokus.

Mit Ihrem ersten Pick in Rd.1 an Pos. 8 haben die meisten Experten, wie auch Fans, mit einem der Top Offensive Lineman gerechnet. Doch ziemlich unerwartet war, als die Cardinals an der Reihe waren, Top-Prospect LB Isaiah Simmons noch zu haben. Die Entscheidung fiel GM Steve Keim sehr leicht und der vermeintlich BPA (Best Available Player) wurde gepickt. Er fällt vor allem durch seine Flexibilität auf und kann fast überall in der Defensive eingesetzt werden. Am College spielte er sowohl als Linebacker, als auch Cornerback, Edge Rusher und Safety. Zusätzlich ist es egal ob WR, RB oder TE, er kann sie alle decken und verteidigen. Eine wahre Bereicherung in der Cardinals Defense.

Die zweite Runde im Draft mussten die Cardinals aussetzen, da im laufe der Offseason dieser Pick Bestandteil des Hopkins-Trade war. Somit gehen wir zur dritten Runde und diese hatte eine große Überraschung im Schlepptau. Einer von Experten eingestufte Top-Offensive Lineman Josh Jones fällt den Cardinals in die Arme. Der Need auf der Offensive Lineman Position war immer noch vorhanden und somit wählten die Cardinals in Rd.3 an Pos. 72 OT Josh Jones. Eine wahre Verstärkung beim Schutz von Kyler Murray. Jones ist ein Rohdiamant der noch geschliffen werden muss, aber durch seine Flexibilität an Spielpositionen in der Offensive Line sorgt er hier für die nötige Tiefe.

In Runde 4 hatten die Cardinals gleich zweimal das Recht einen Nachwuchsspieler zu wählen. Beide in dieser Runde ausgewählten Spieler sollen für Tiefe auf der Defensive Tackle Position sorgen. Somit wurde in Rd.4 an Pos 114 DT Leki Fotu und an Pos. 131 Rashard Lawrence ausgewählt. Beide haben ihre Stärken und Schwächen, ergänzen sich jedoch gegenseitig sehr gut. Das Potential zum Starter ist vorhanden und muss nun nur noch aus ihnen herausgeholt werden. Zusätzlich zur Tiefe in der Defensive Line könnten sich die beiden auch zu Spielern im Special Team etablieren.

Die Runde 5 wurde mal wieder ausgesetzt, da auch dieser Pick in einen Trade verwickelt war. Kurze Erinnerung, wir haben Kenyan Drake von den Miami Dolphins geholt. In Rd 6 an Pos. 202 holten die Cardinals mit LB Evan Weaver den Tackling-Leader aller College Spieler. Für die Rolle eines “three-down” Linebackers wird es bei ihm aufgrund zu großer Schwächen gegen den Pass wohl nie reichen. Wenn er jedoch als verlässlicher Laufverteidiger/Back-Up für dringend benötigte Tiefe auf der Position sorgt und dazu in den Special Teams seinen Beitrag zum Erfolg der Cardinals leisten kann, hat sich die Wahl in Runde 6 mehr als gelohnt.

Mit dem für die Cardinals letztem Pick in Rd. 7 an Pos. 222 wurde RB Eno Benjamin geholt. Das Eno Benjamin so weit im Draft fällt war kaum zu erwarten. Er ist aufjedenfall ein sehr solider RB und kann Yards kreieren, ob im Lauf oder auch als Receiver. Eno Benjamin passt sehr gut in die Cardinals Offense und wird sich sicher früh in der Rotation auf der RB Position wiederfinden.

Abschließend lässt sich erkennen, dass dies ein Draft mit richtig Potential für die neue Season der Cardinals war. Alle Picks haben einen nachvollziehbaren Hintergrund und einige würden wir sogar ganz klar als “Steal” bezeichnen. Wir freuen uns die neuen Gesichter in der kommenden Season in Action zu sehen.

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@SimonHertlein) und Marcel (@MBordon13))

Runde 2 Pick 52 Cam Akers Runningback, Runde 2 Pick 57 Van Jefferson Wide Receiver, Runde 3 Pick 84 Terrell Lewis Edge Rusher, Runde 3 Pick 104 Terrell Burgess Safety, Runde 4 Pick 136 Brycen Hopkins Tight End, Runde 6 Pick 199 Jordan Fuller Safety,  Runde 7 Pick 234 Clay Johnston Linebacker, Runde 7 Pick 248 Sam Sloman Kicker, Runde 7 Pick 250 Tremayne Anchrum Guard

Nach dem die Rams auch in diesem Draft in Runde 1 aussetzen mussten, haben sich natürlich alle auf den ersten Pick in Runde 2 gefreut. Als es endlich soweit war, war die Überraschung sehr groß.
Wir stellen alle Spieler so wie sie gewählt wurden kurz vor. Zum Schluss gibt es dann noch eine Übersicht der Undrafted Free Agent (UDFA).

Runde 2 Pick 52 Cam Akers Runningback

Einen Runningback mit dem ersten Pick hat die meisten Rams Fans überrascht, wo viele die OLine als das größte Problem angesehen haben. Dennoch ergibt der Pick Sinn. Zumal wir dadurch einen Runningback mehr haben und er sich auskennt mit einer dürftigen OLine Leistung abzuliefern. Seine OLine beim Universitäts Team war auch katastrophal. Vllt wird er der Todd Gurley Nachfolger, warten wir es ab.

Runde 2 Pick 57 Van Jefferson Wide Receiver

Auch der zweite Pick hat überrascht. Aber auch dieser ergibt Sinn. Zumal einigen klar war dass ein Wide Receiver (WR) gedraftet wird, nur eben nicht so früh im Draft. Jeffersons Spielstil gleicht dem von Cooper Kupp. Welcher nächste Saison ein Free Agent wird. Ob man hier schon seinen möglichen Ersatz gedraftet hat bleibt abzuwarten. Tory Holt ist großer Fan von Van Jefferson.

Runde 3 Pick 84 Terrell Lewis Edge Rusher

Hier gilt ganz klar zu sagen, wenn er Fit bleibt in der Saison ist der Pick an dieser Stelle ein absoluter Steal. Er ist ein großer dünner Athlet der eine solide Abwehrleistung hat und seine Augen super einsetzt, Er hat lange kräftige Arme um einen Offensive Tackle mal eben links liegen zu lassen. Wie schon erwähnt, wenn er fit bleibt dürfen die Rams sich auf diesen Spieler sehr freuen.

Runde 3 Pick 104 Terrell Burgess Safety 

Terrell Burges wird mit Tyrann Mathieu (aktuell bei den Kansas City Chiefs) verglichen. Er hat ein super Pass Coverage wird aber nicht als Tag 1 Starter in Frage kommen. Außer als Nickel Cornerback. Hier könnte er der Ersatz für Nickell-Robey Coleman werden. Kommt stark an wie das neue Defense System der Rams aussehen wird.

Runde 4 Pick 136 Brycen Hopkins Tight End

Auch dieser Pick hat einige überrascht, bei genauer Betrachtung aber gar nicht so verkehrt. Gerald Everett wird nächste Saison ein Free Agent. Und Tyler Higbees Vertrag wurde erst verlängert. Das würde zum einen bedeuten das Brycen Hopkins als Ersatz für Higbee gedraftet wurde. Oder auch in der Offense ein paar Veränderungen haben werden und mit zum Beispiel 3 Tight Ends spielen werden. Ähnlich wie die Baltimore Ravens. In 4 Jahren hat er 1945 Yards produziert und für 16 Touchdowns gesorgt.

Runde 6 Pick 199 Jordan Fuller Safety

Mit dem legendären “Tom Brady Pick” haben sich die Rams einen weiteren Safety geschnappt. Zu diesem hatten wir zu Redaktionsschluss zu wenige Infos um diese hier zu erwähnen.

Runde 7 Pick 234 Clay Johnston Linebacker

Als Clay Johnston den Anruf der Rams erhielt das sie sich für ihn entschieden haben, hatte Clay wohl soviel Energie in sich, das er am Telefon zu Les Snead und Sean McVay sagte das er für sie Wände einreisen wird. Wir hoffen an dieser Stelle dass seine Wände zu Hause noch heil sind. Auch der in Rente gegangene Eric Weedle ist begeistert von ihm. Sein Wortlaut: “Großartiger Junge, er wird das Team besser machen, merkt euch meine Worte”

Runde 7 Pick 248 Sam Sloman Kicker

Ein weiterer Kicker den wir nun im Team haben. Sam Sloman hat ein großartiges und starkes Bein mit dem er auch Fieldgoals aus 50 Yards treffen kann.

Bleibt abzuwarten in wie weit er sich vorallem gegen Lirim Hajrullahu und Austin McGinnis schlagen wird. Das wir mit allen drei Kickern in die Saison gehen werden ist sehr unwahrscheinlich.

Runde 7 Pick 250 Tremayne Anchrum Guard

Mit dem letzten Pick haben die Rams dann doch noch eine Verstärkung für die OLine geholt. Tremayne hat im College viel als Right Tackle gespielt und wird jetzt als Guard gedraftet. Ob das am Ende die Position sein wird auf der ab und zu spielen wird muss man abwarten. Man kann aber sagen das einige Experten überrascht waren das er so spät gedraftet wurde. In ihm steckt eine Menge Potenzial.

Kommen wir zu den UDFA:

  • WR Easop Winston JR
  • QB Josh Love
  • WR Earnest Edwards
  • EDGE Greg Reaves
  • RB James Gilbert
  • DT Sam Renner
  • DL Michael Hoecht
  • DL Eric Banks
  • OL Cohl Cobral
  • DB Juju Hughes
  • WR Trishton Jackson
  • RB Xavier Jones
  • WR JJ Koksi
  • CB Dayan Lake
  • CB Tyrique McGhee
  • WR Brandon Polks
  • LB Christian Rozeboom
  • CB Levonta Taylor
  • DL Jonah Williams
  • QB Bryce Perkins

Einen abschließenden Satz möchte ich noch schreiben. Seit dem McVay der Headcoach der Rams ist hat er bisher immer so gedraftet das die Leute sich in der Saison entwickeln und für die nächste Saison als Starter in Frage kommen. Deshalb ergeben einige Picks auf dem ersten Blick wenig Sinn bei genauer Betrachtung aber durchaus sehr viel.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Die San Francisco 49ers erlebten trotz der wenigen vorhandenen Draft-Picks ein aufregendes Wochenende. Zwar wählte man im Endeffekt nur fünf Spieler aus, innerhalb des Rosters der Niners tat sich jedoch einiges.

Doch der Reihe nach: Nach einem Downtrade mit den Buccaneers entschieden sich die 49ers an 14. Stelle der ersten Runde für DT Javon Kinlaw (South Carolina), der die Lücke, die DeForest Buckner hinterlassen hat, ausfüllen soll. Für den Trade erhielten die Niners einen zusätzlichen Viertrundenpick der Buccs.

Diesen Pick (an 117. Stelle) nutzte man dann, um den 25. Pick der ersten Runde von den Minnesota Vikings zu ergattern. Hierfür gab man zudem den 31. Pick und den 176. Pick im diesjährigen Draft ab. Die 49ers wählten dann den Brandon Aiyuk (Arizona State) aus. Aiyuk sei laut HC Kyle Shanahan der Nr. 1-Receiver auf dem Board der Niners gewesen, noch vor CeeDee Lamb, Jerry Jeudy und Henry Ruggs…

Nach einigen Trades, wofür die 49ers Matt Breida (Dolphins, Fünftrundenpick) und Marquise Goodwin (Eagles, Sechstrundenpick) abgeben mussten, wählte San Francisco mit OL Colton McKivitz (West Virginia), TE Charlie Woerner (Georgia) und WR Jauan Jennings (Tennessee) lediglich drei weitere Spieler aus, die wohl allesamt um einen Roster-Spot kämpfen müssen.

Zusätzlich nahmen die 49ers Berichten zufolge bislang insgesamt zehn Undrafted Free-Agents unter Vertrag. Hierunter auch die Runningbacks Salvon Ahmed (Washington) und Jamycal Hasty (Baylor), die von vielen Experten als Late-Round Picks angesehen wurden. Man hofft natürlich, ein weiteres Juwel wie Matt Breida finden zu können, der damals ebenfalls nicht gedraftet wurde. Außerdem erwähnenswert: S Jared Mayden (Alabama) und WR Chris Finke (Notre Dame).

Wer sich wunderte, dass die 49ers früh im Draft keinen Offensive-Lineman zogen, um Joe Staleys möglichen Ersatz zu verpflichten, wurde an Tag drei des Drafts aufgeklärt. Kurz nach Beginn der 4. Runde wurde bekannt, dass die Washington Redskins den mehrfachen All-Pro Trent Williams nach San Francisco verschiffen, im Gegenzug wanderte der diesjährige 5. Rundenpick und ein 3. Rundenpick im nächsten Jahr nach Washington. Ein guter Deal!

Doch es folgte eine zu erwartende, aber dennoch traurige Nachricht: OT Joe Staley beendet seine Karriere nach 13 fantastischen Jahren im Dress der San Francisco 49ers. Ein Super Bowl Ring ist ihm leider verwehrt geblieben. Staley wird jedoch aufgrund seines Enthusiasmus, unvergleichbaren Ehrgeizes und seiner Leistung für immer ein Teil der Franchise bleiben. Wir danken Joe Staley an dieser Stelle noch einmal und hoffen, dass er auch weiterhin an die Niners gebunden wird. Einen Platz im Herzen aller 49er-Faithfuls hat er ohnehin bereits. Next stop: Canton, Ohio!

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Draft Picks: LB Jordyn Brooks (Rd. 1, Pick 27), DE Darrell Taylor (Rd. 2, Pick 48), G Damien Lewis (Rd. 3, Pick 69), TE Colby Parkinson (Rd. 4, Pick 133), RB DeeJay Dallas (Rd. 4, Pick 144), DE Alton Robinson (Rd. 5, Pick 148), WR Freddie Swain (Rd. 6, Pick 214), TE/WR Stephen Sullivan (Rd. 7, Pick 251)

Undrafted Free Agents: QB Anthony Gordon, LB/DE Eli Mencer, RB Anthony Jones, DT Marcus Webb, S Chris Miller, WR Seth Dawkins, DB Gavin Heslop, TE Tyler Mabry, OL Tommy Champion, DB Debione Renfro, CB Kemah Siverand, DT Josh Avery, WR Aaron Fuller, RB Patrick Carr

Wie schon in den vergangenen Jahren bekommen die Seattle Seahawks von der versammelten Expertenschar Prügel ab. Die Vorwürfe: zu selbstfixiert, krasse Reaches, Needs nicht adressiert, wildes Big Board. Es stimmt, dass die Seahawks in jüngster Vergangenheit eher unglücklich drafteten und nur selten an den Erfolg von 2010 oder 2012 anknüpfen konnten, was das Niveau der Klasse betrifft. Dennoch lassen sich viele der Picks bei genauerem Hinsehen durchaus nachvollziehen.

Ohne bis ins kleinste Detail auf einzelne Spieler einzugehen (das tun wir hier und Ende der Woche auch im Ballhawks-Podcast) – zwei Aspekte lassen sich aus der Seahawks-Auswahl ableiten: 1) Seattle suchte gezielt nach Rookies, die teure Veterans direkt ersetzen können. Prompt entließen die Verantwortlichen zwei Tage nach dem Draft Center Justin Britt und Guard D.J. Fluker. Weitere könnten folgen. 2) Die Seahawks wählten über sieben Runden verteilt nur Spieler aus den Power Five Conferences aus. Das zeigt, dass die COVID-19-Situation Auswirkungen auf den Scouting-Prozess hatte. Seattle wollte den sicheren Weg gehen. Athleten von kleineren Schulen landeten nur als Undrafted Free Agents im Pacific Northwest.

Einen Satz pro Pick gibt’s jetzt im Schnelldurchlauf: Jordyn Brooks bringt Geschwindigkeit mit und ist als Passverteidiger nicht so schlecht, wie es viele Experten zunächst darstellten. Darrell Taylor stillt nicht den Bedarf nach einem Veteran im Pass Rush, bringt aber mindestens die athletischen Fähigkeiten mit, eines Tages eine Schlüsselrolle zu spielen. Damien Lewis dürfte am ehesten direkt Stammspieler werden, denn er ist ein Brecher und überzeugte am College mit gutem Gesamtpaket aus Pass- und Lauf-Blocking. Colby Parkinson litt in Stanford unter schwachem Quarterback-Spiel, könnte aber in Seattle zur smarten Redzone-Waffe für Russell Wilson und Gefahr für die Veterans Luke Willson und Jacob Hollister werden. Der als Receiver und Läufer einsetzbare DeeJay Dallas spielte 2018 gemeinsam mit Seahawk Travis Homer am College und kämpft nun mit ihm um eine Backup-Rolle in Seattle. Alton Robinson hat vielleicht das größte Potenzial und zeigte bereits in seiner Jugend, dass er sich zusammenreißen und weiterentwickeln kann. Freddie Swain hat ohne seine Returner-Fähigkeiten wohl kaum die Chance auf einen Kaderplatz. Für Tight-End-Receiver-Hybrid Stephen Sullivan tauschten sich die Seahawks zurück in den Draft (wie 2019 für Wide Receiver John Ursua), obwohl dieser (im Gegensatz zu Ursua bei Hawaii) selbst in der Dauerbrenner-Offensive des nationalen Meisters LSU keine nennenswerten Zahlen lieferte.

Bei den Undrafted Free Agents stechen zwei Namen heraus: Anthony Gordon war an der Washington State University 2019 ähnlich erfolgreich als Passer wie Joe Burrow für LSU und ist momentan der einzige Backup-Quarterback im Kader. Genau wie Aaron Fuller von den Washington Huskies könnte er als Home-State Hero für die ein oder andere schöne Geschichte sorgen.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.