NFL Draft Rückblick – die AFC!

NFL News

Der virtuelle NFL Draft 2020 wurde tatsächlich ohne großen Fauxpas durchgeführt und die Situation rund um den Draft von der NFL gut gemeistert. In den sieben Runden wurden insgesamt 14 LSU-Spieler von den Teams ausgewählt, was einem NFL-Rekord entspricht. Unter den 14 Spielern waren unter anderem der First Overall Pick Joe Burrow und fünf weitere Firstrounder.

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AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (@seppmaster56)

Draft Picks: DE A.J. Epenesa (Rd. 2, Pick 54), RB Zack Moss (Rd. 3, Pick 86), WR Gabriel Davis (Rd. 4, Pick 128), QB Jake Fromm (Rd. 5, Pick 167), K Tyler Bass (Rd. 6, Pick 188), WR Isaiah Hodgins (Rd. 6, Pick 207), CB Dane Jackson (Rd. 7, Pick 239)

UDFA: RB Antonio Williams, TE/FB Reggie Gilliam, OL Trey Adams, OL Marquel Harrell, OL Brandon Walton, CB Ike Brown, DB Josh Thomas, S Garrett Taylor

Die Buffalo Bills haben sich in ihrem Draft weiterhin verstärkt. Ohne First Round Pick ausgestattet holten sich die Bills mit ihrem ersten Pick einen starken Pass Rusher in A.J. Epenesa, den viele Experten in der ersten Runde gesehen haben. Mit Zack Moss holten sich einen jungen Ersatz für Frank Gore und eine gute Unterstützung für den letztjährigen Drittrundenpick Devin Singletary. Mit Gabriel Davis und Isaiah Hodgins wurden zudem zwei Receiver gedrafted, die eine Komponente mitbringen, die den Bills bisher fehlt: Größe.

Eine kleine Überraschung war der Pick für Quarterback Jake Fromm in der fünften Runde. Fromm ist das komplette Gegenteil zu Josh Allen, der sehr athletisch ist und gerne mit dem Ball läuft. Sowas wird man von Fromm nicht sehen, denn er ist der klassische Pocket Quarterback. Ebenfalls überraschend kommt der Pick für Tyler Bass. Dieser Move könnte bedeuten, dass die Bills bereit sein könnten, sich von Stephen Hauschka zu trennen. Ansonsten holten sie sich weitere Talente für die Secondary und die O-Line, um dort noch mehr Tiefe zu haben.

 

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Draft Picks: QB Tua Tagovailoa (Rd. 1, Pick 5), OT Austin Jackson (Rd. 1, Pick 18), CB Noah Igbinoghene (Rd. 1, Pick 30), G Robert Hunt (Rd. 2, Pick 39), DT Raekwon Davis (Rd. 2, Pick 56), S Brandon Jones (Rd. 3, Pick 70), G Solomon Kindley (Rd. 4, Pick 111), DE Jason Strowbridge (Rd. 5, Pick 154), DE Curtis Weaver (Rd. 5, Pick 164), LS Blake Gerguson (Rd. 6, Pick 185), RB Malcolm Perry (Rd. 7, Pick 246)

UDFA: DT Benito Jones, C/G Donell Stanley, DE Tyshun Redner, OT Nick Kaltmayer, DL Ray Lima, WR Kirk Merritt, WR Matt Cole, LB Kylan Johnson, DE/TE Bryce Sterk

Tua Tagovailoa

Seit Monaten geisterte sein Name durch Miami und trotz einzelner Gerüchte der letzten Wochen kann man davon ausgehen, dass er stets der Wunschkandidat war. Nun ist Tua da und da die Dolphins keine zusätzlichen Picks investieren mussten, lief es hier perfekt. Der gewünschte kommende Franchise-QB ist da und kann in Ruhe hinter Fitzpatrick aufgebaut werden.

Austin Jackson

Eine Wahl die etwas überrascht hat. Jackson gilt als sehr guter Athlet, aber auch weit weniger NFL-ready als andere des Jahrgangs. 2020 wird man ihn mit großer Wahrscheinlichkeit nicht als Starter zu sehen bekommen, der Pick ist definitiv als langfristige Investition gedacht.

Noah Igbinoghene

Auch dieser Pick scheint eher auf 2021 ausgerichtet zu sein, Igbinoghene wurde erst vor zwei Jahren vom Receiver zum Cornerback umgeschult und gilt daher ebenfalls als sehr roh. Wie bei Jackson gab es auch hier Kritik ob die Dolphins ihn nicht auch später hätten bekommen können. Allerdings ist er auch ein Cornerback, der den Vorstellungen von HC Flores äußerst nahe kommt.

Robert Hunt

Und wieder ein Pick, der sich eher nach mittlerer als kurzer Zukunft aussieht. Hunt gilt ebenfalls als roher als andere Linemen, bringt dafür eine große Flexibilität mit und spielte abgesehen von Center auf der gesamten Line. Zu erwarten ist aber, dass Hunt als Guard aufgebaut werden wird. Allerdings ist er zum Saisonstart bereits 24 und damit 3 Jahre älter als der zuvor gepickte Austin Jackson. Weiter hatte er öfters Probleme mit Verletzungen, was ihn auf vielen Big Boards nach unten rutschen ließ.

Raekwon Davis

Davis ist in der Defensive Line vielseitig einsetzbar, gilt in erster Linie als Run Defender, während er im Pass Rush eher weniger auffällig ist. Nach einem starken ersten College Jahr war er in den letzten Monatenbeiden Jahren eher unauffällig.

Weitere Picks:

Mit Brandon Jones wurde in Runde 3 das Safety-Problem angegangen. Auf der Position hatte man wesentlich früher einen Pick erwartet, nun wurde es Jones. Seine Stärke liegt sehr deutlich in der Run Defense. In Runde 4 kam mit Solomon Kindley ein äußerst physischer Guard, der schnell zu Snaps kommen könnte. Runde 5 hatte mit Jason Strowbridge einen weiteren Run Defender und mit Weaver einen Linebacker, der einige College-Offenses schlecht aussehen ließ. Gegen Draftende kamen dann mit Blake Ferguson ein Long Snapper und mit Malcolm Perry ein Spieler, der laufen, fangen und werfen kann. Vermutlich kein Starter, aber eines dieser Schweizer Taschenmesser, den man immer mal aufs Feld schicken kann.

 

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

Draft Picks: OT Mekhi Becton (Rd. 1, Pick 11), WR Denzel Mims (Rd. 2, Pick 59), S Ashtyn Davis (Rd. 3, Pick 68), EDGE Jabari Zuniga (Rd. 3, Pick 79), RB La’Mical Perine (Rd. 4, Pick 120), QB James Morgan (Rd. 4, Pick 125), OT Cameron Clark (Rd. 4, Pick 129), CB Bryce Hall (Rd. 5, Pick 158), P Braden Mann (Rd. 6, Pick 191)

Erwähnenswerte UDFA: WR Lawrence Cager, CB Lamar Jackson, DB Shyheim Carter, DT Sterling Johnson, WR George Campbell

Der erste Draft von General Manager Joe Douglas lief nach Plan. Wie sich später herausstellte, waren auf dem Board der Jets die Offensive Linemen Jedrick Wills und Mekhi Becton auf den beiden ersten Plätzen. Man hatte einen Deal mit den Jaguars auf dem Tisch, um mit Hilfe eines 4th Round Picks (Pick 120) auf den neunten Pick vor die Cleveland Browns zu springen, wenn einer der beiden Linemen vom Board gewesen wäre. Es kam jedoch anders und die Jaguars machten regulär ihren Pick. Nachdem die Browns sich für Wills entschieden nahm man den körperlich beeindruckenden Tackle der Louisville Cardinals.

In der zweiten Runde tradete Joe Douglas von Pick 48 auf 59 zurück und bekam hierdurch zwei extra 4th Round Picks (125 und 129) sowie einen 2021 6th Rounder der Seattle Seahawks. Mit Pick 59 sicherte man sich WR Denzel Mims, der alle Anlagen für einen dringend benötigten Outside WR mitbringt.

Ein weiterer, erwähnenswerter Pick ist 5th Round CB Bryce Hall, den viele auf ihren Boards deutlich weiter oben ansiedelten.

Den letzten 6th Round Pick tradeten die Jets zu den Indianapolis Colts. Im Gegenzug erhielt man CB Quincy Wilson.

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

  • Draft Picks: S Kyle Dugger (Rd. 2, Pick 37), LB Josh Uche (Rd. 2, Pick 60), LB Anfernee Jennings (Rd. 3, Pick 87), TE Devin Asiasi (Rd. 3 Pick 91), TE Dalton Keene (Rd. 3, Pick 101), K Justin Rohrwasser (Rd. 5, Pick 159), G Michael Onwenu (Rd. 5, Pick 182), OT Justin Herron (Rd. 6, Pick 195), LB Cassh Maluia (Rd. 6, Pick 204) und C Dustin Woodard (Rd. 7, Pick 230)
  • Undrafted Free Agents: QB J’Mar Smith, QB Brian Lewerke, DL Bill Murray, DB Myles Bryant, WR Will Hastings, TE Rashod Berry, WR Isaiah Zuber, LB De’Jon “Scoota” Harris, WR Sean Riley, LB Kyahva Tezino und RB J.J. Taylor

Der Draft is in the books und in typischer Bill Belichick-Manier haben die Patriots viele ihrer Picks für verschiedene Trades verwendet. Bemerkenswert da am meisten wohl der Downtrade vom 23. Pick der ersten Runde, den man an die LA Chargers abgab, um sich einen hohen 2nd Round Pick zu sichern. Dieser wurde überraschend für Safety Kyle Dugger verwendet, der aufgrund seiner puren Athletik für sein College dominierte. Technisch ist er allerdings ein Projekt und sicher kein Day 1-Starter in Foxborough.

Weiterhin wurden mit insgesamt drei ausgewählten Linebackern und zwei Tight Ends dringende Team-Needs angegangen. Bemerkenswert ist hier vorallem Josh Uche, der bereits zusammen mit Chase Winovich am College in Michigan spielte und als Outside Linebacker helfen soll, Druck auf gegnerische QB zu generieren. Tight End Devin Asiasi soll hingegen helfen, die schwache Production von Ryan Izzo und Matt LaCosse aus dem letzten Jahr zu verbessern und gilt als solider Route-Runner mit sicheren Händen.

In den späteren Runden wurde grundsätzlich Depth für die Offensive Line gedraftet sowie ein Kicker, der sich gleich durch ein Tattoo unbeliebt machte, welches einen Zusammenhang zu einer rechtsgerichteten Miliz haben soll. Ohne Kontroverse geht in New England halt nichts.

Bei den Undrafted Free Agents konzentrierten sich die Patriots dann auf das, was ihnen im Draft vielfach angedichtet wurde: Quarterback und Wide Receiver. In guter alter Patriots Manier unterschrieb dabei mit Will Hastings einen kleiner, weißer Slot Receiver, der bereits am College in Auburn mit Jarett Stidham zusammen spielte.

 

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Draft Picks: LB Patrick Queen (Rd.1, Pick 28), RB J.K. Dobbins (Rd. 2, Pick 55), DL Justin Madubuike (Rd. 3, Pick 71), WR Devin Duvernay (Rd. 3, Pick 92), LB Malik Harrison (Rd. 3, Pick 98), G Tyre Phillips (Rd. 3, Pick 106), G Ben Bredeson (Rd. 4, Pick 143), DL Broderick Washington (Rd. 5, Pick 170), WR James Proche (Rd. 6, Pick 201), S Geno Stone (Rd. 7, Pick 219)

UDFA: C Trystan Colon-Castillo, DE John Daka OL Daishawn Dixon, TE Eli Wolf QB Tyler Huntley, DB Josh Nurse, RB Ty’Son Williams, S Nigel Warrior, DE Chauncey Rivers, LB Kristian Welch, FB Bronson Rechsteiner, DB Jeff Hector, WR Jaylon Moore, DT Aaron Crawford, P Dom Maggio, DE Marcus Willoughby, TE Jacob Breeland, OL Sean Pollard, K Nick Vogel, DB Khalil Dorsey

 

Mit dem Erstrundenpick bekamen die Ravens mit Patrick Queen einen variablen ILB, der alle drei Downs spielen kann. Er ist schnell, ein sideline-to-sideline Player, ist in Coverage gut und auch ein starker Blitzer. All das sind Eigenschaften, die in der Ravens Defense gefragt sind.

In Runde zwei folgte mit J.K. Dobbins ein spektakulärer RB, mit unfassbarer Production (2000+ yds letzte Saison). Ein Need war RB nicht, das Backfield ist jetzt aber sehr breit aufgestellt. Den 60. Pick gab man nach New England ab, was ihnen letztendlich vier Spieler in Runde drei einbrachte:

DT und Runstopper Justin Madubuike verstärkt die Rotation der D-Line, die in der Free Agency schon namhaft aufgewertet wurde. WR Devin Duvernay lief 4,39 bei der Combine und hatte eine sehr produktive letzte Saison. Er soll für Marquise Brown Räume schaffen und mit seiner Geschwindigkeit das Feld lang ziehen. LB Malik Harrison ist eher Laufverteidiger, aber auch guter Blitzer und gibt der letztes Jahr dünn besetzten Positionsgruppe noch mehr Tiefe. OL Tyre Phillips spielte am College OT, wird aber wohl um den vakanten Spot auf RG kämpfen. Seine Stärke liegt im Runblocking.

An Tag drei folgte gleich der nächste Guard mit Ben Bredeson, dessen Domäne die Pass Protection ist. Mit Broderick Washington Jr. kam noch ein DT. In Runde sechs gingen die Ravens für WR James Proche teuer nach oben (gaben einen 2021 5th Rounder nach Minnesota). Die 33 TDs letztes Jahr waren Spitze im CFB. Proche spielt Slotreceiver und kann auch im Return Game eingesetzt werden. Letzter Pick war S Geno Stone, der ein Liebling der Analytics ist. Gutes Spielverständnis, stark gegen den Pass, aber mit großen Fragezeichen im Tackling.

Der Draft der Ravens wird allgemein als gut angesehen. Die größten Needs (WR, IOL, LB) wurden adressiert und das mehrfach – wenn WR auch für mich etwas spät. Mit Dobbins kommt dazu ein Luxuspick. Baltimore verfolgt auch in Jahr zwei nach GM Legende Ozzie Newsome seinen Weg – Teambuilding über den Draft mit vielen Picks – weiter, so scheint es.

 

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

Draft Picks: QB Joe Burrow (Rd. 1, Pick 1), WR Tee Higgins (Rd. 2, Pick 33), LB Logan Wilson (Rd. 3, Pick 65), LB Akeem Davis-Gaither (Rd. 4, Pick 107), DE Khalid Kareem (Rd. 5, Pick 147), OT Hakeem Adeniji (Rd. 6, Pick 180), LB Markus Bailey (Rd. 7, Pick 215)

UDFA: DL Trey Dishon, DL Tyler Clark, OL Clay Cordasco, LB Marcel Spears Jr., CB Isiah Swann, G Josh Knipfel, RB Devwah Whaley, LB Kendall Futrell, WR Scotty Washington, TE Mitch Wilcox

Die Bengals durften als schwächstes Team der Vorsaison in jeder Runde und an jedem Tag als erstes Team picken, was das ganze etwas berechenbarer gemacht hat und konnte diesen Vorteil in einen starken Draft umgemünzt. Wie erwartet wurde mit dem ersten Pick Joe Burrow von LSU als Franchise Quarterback der Zukunft geholt. Um ihn zu unterstützen hat man den Wide Receiver Tee Higgins aus Clemson geholt. Der Receiver hatte im Sommer Workouts mit Burrow und ist Fan der Bengals und von AJ Green, mit dem er spielen darf. Dazu gab es in Runde sechs mit Hakeem Adeniji einen Tackle von der University of Kansas, der dort vier Jahre Starter war, der der Offensive Line Tiefe gibt.
Auch die Defensive wurde gestärkt. In den Runden drei, vier und sieben wurden mit Logan WIlson von Wyoming, Akeem Davis-Gaither von Appalachian State und Markus Bailey von Purdue drei Linebacker verpflichtet. Linebacker waren in der vergangenen Saison die größte Baustelle einer schwachen Defense, für die man jetzt drei vielversprechende Spieler hat. Zudem bringt Davis-Gaither als Team Captain von Appalachian State dringend benötigtes Leadership mit. In der fünfte Runde hat man mit Khalid Kareem einen Defense End von Notre Dame verpflichtet, dem man im ersten Jahr etwas Zeit geben kann sich an die NFL zu gewöhnen. Der Draft wurde von vielen Experten gelobt und als stark bewertet und lief auch aus Sicht von Head Coach Zac Taylor sehr gut. Man hat es geschafft mit Burrow, Higgins und den Linebackern die wichtigsten Needs zu füllen und hat weitere talentierte Prospects gefunden.

Cleveland Browns (@piefke_96)

Draft Picks: OT Jedrick Wills (Rd. 1, Pick 9), S Grant Delpit (Rd. 2, Pick 44), DT Jordan Elliott (Rd. 3, Pick 97), LB Jacob Phillips (Rd. 3, Pick 115), TE Harrison Bryant (Rd. 4, Pick 115), C Nick Harris (Rd. 5, Pick 160), WR Donovan Peoples-Jones (Rd. 6, Pick 187)

Undrafted Free Agents: QB Kevin Davidson, RB Benny LeMay, RB Brian Herrien, WR Tony Brown, WR Ja’Marcus Bradley, TE Nate Wieting, OT Alex Taylor, OL Drake Dorbeck, DE George Obinna, DL Jeffery Whatley, LB Solomon Ajayi, DB James Houston, CB A.J. Green, S Jovante Moffatt, S Elijah Benton

Wenn man den Experten Glauben schenken darf, dann haben die Browns einen vom Papier her guten Draft hingelegt. Die wichtigsten Needs wurden dabei bedient. Ob die Picks den Vorschusslorbeeren gerecht werden, wird man natürlich erst bewerten können, wenn sich die Spieler auf dem Feld in der NFL beweisen konnten.
Mit ihrem ersten Pick wählten die Browns wie erwartet einen Offensive Tackle aus. Bis auf Andrew Thomas standen ihnen dabei noch alle Talente zur Verfügung. Entschieden hat man sich letztendlich für Jedrick Wills, der sofort Starter sein dürfte. In Runde 2 wählten die Browns Safety Grant Delpit, der als dritter Spieler seiner Position vom Board ging. Auch hier wurde ein Need bedient. In Runde 3 kamen Defensive Tackle Jordan Elliott und Linebacker Jacob Phillips hinzu, womit ebenfalls Positionen bedient wurden, auf denen die Browns noch nach Verstärkung gesucht haben. Etwas überraschend war der Pick von Tight End Harrison Bryant in Runde 4, da man hier mit Austin Hooper und David Njoku bereits gut aufgestellt ist. Head Coach Kevin Stefanski ist allerdings bekannt dafür gerne Tight Ends in seinen Gameplan einzubinden. Komplettiert wird der Draft der Browns mit Center Nick Harris, der mehr Tiefe in die Offensive Line bringt und Wide Receiver Donovan Peoples-Jones, der einen weiteren Need erfüllt. Unter den Undrafted Free Agents befindet sich mit Linebacker Solomon Ajayi der jüngere Bruder von Jay Ajayi, ehemaliger Running Back der Miami Dolphins und Philadelphia Eagles.

 

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Draft Picks: WR Chase Claypool (Rd. 2 Pick 49), Edge Alex Highsmith (Rd. 3 Pick 102), RB Anthony McFarland Jr. (Rd. 4 Pick 124), OG Kevin Dotson (Rd. 4 Pick 135), FS Antoine Brooks Jr. (Rd. 6 Pick 198), DT Carlos Davis (Rd. 7 Pick 232)

UDFA: LB John Houston, LB Leo Lewis, LB James Lockhart, DE Josiah Carrey, DE Calvin Taylor, CB Trajan Brandy, CB James Pierre, FB Spencer Nigh, OG Christian Motano, Punter Corliss Waitman

Insgesamt hatten die Steelers einen wie erwartet unspektakulären Draft. Mit Claypool erhält man einen physischen Reciever der Contested Catches gewinnt, aber dafür keine Separation kreieren kann. Manche Experten sehen in ihm sogar einen Tight End.

RB McFarland Jr. ist ein Speedster durch und durch. Kommt er einmal auf das Second Level ist er kaum zu stoppen und kann Tackles sehr gut ausweichen. Dafür ist er im Passspiel nicht effektiv. Weder ist er ein brauchbarer Reciever noch ein guter Pass block.

Damit er auch die Chance bekommt auf das second Level zu kommen, wurde OG Kevin Dotson als potenzieller Nachfolger für Ramon Foster gedrafted. Er ist ein solider Run Blocker, der aber an seinem Footwork arbeiten muss.

FS Antoine Brooks Jr. und Dt Carlos Devis in der sechsten bzw. siebten Runde sollen dann noch die Tiefe auf den jeweiligen Positionen erhöhen.
Im Anschluss wurden 10 Undrafted Free Agents verpflichtet und RB Darrin Hall, WR Jamal Curtis und Safety Tray Matthews entlassen damit man unter dem 90-Spieler-Limit kommt.

 

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Draft Picks: DT Ross Blacklock (Rd. 2 Pick 40), Edge (OLB) Janathan Greenard (Rd. 3 Pick 90), OT Charlie Heck (Rd. Pick 126), CB John Reid (Rd. 4 Pick 126), WR Isaiah Coulter (Rd. 5 Pick171)

Undrafted Free Agents: OG Cordel Iwuagwu, TE Dylan Stapleton, RB Scottie Phillips, WR Tyler Simmons, OL Elex Woodworth, Edge Jamir Jones, DT Auzoyah Alufohai, LB Jan Johnson

Es war ein sehr solider Draft. Nach manchen Moves der letzten Monate hatte man mehr unverständliche Picks erwartet. Es gab 3 Trades. Trade 1: 111th gegen 136th und 141th mit Miami. Trade 2: Wir traden hoch an 126 und geben 136, 248, 250 mit den Rams. Trade 3:  Wir geben unseren letzten 7th Round Pick 240 und erhalten von den Saints einen 6th Rounder für das kommende Jahr.

Zwischendurch gab es noch ein wenig Aufregung. Laut den Houston Insidern sollen die Lions an einem Trade an Position 90 interessiert gewesen sein. Der Trade kam nicht zustande und O´Brien reagierte etwas ungehalten wie man im TV gesehen hat.

Blacklock ist kein Ersatz für DJ Reader. Er ist eher ein DT/DE Hybrid und kann z.b. in einem 4-3 Setup neben NT Brandon Dunn stehen. Omenihu könnte dann die Edge Position besetzte. In einem 3-4 Setup wäre er der Edge und Greenard könnte neben ihm stehen.

Sein Vater war erst Spieler und jetzt Trainer der Basketball Combo Harlem Globetrotters. Er ist ein Hometownkid. Er ist in Missouri City, TX aufgewachsen.

Eine Verletzung seiner Achillessehne in der 2018er Offseason ließ ihn eine College Saison aussetzen. Sein College spielte ein System in der Dline was ihm in die Karten Spielte. Es wurden viele Stunts und Slants gesetzt. Das System ist nicht auf den Passrush ausgelegt. Trotzdem landete er 3,5 Sacks, 24 Hurries, 3 QB Hit´s und 40 Tackle über 12 Spiele. Die Leistung brachte ihn in das First Team der All-Big 12.

16 Teams hatten Pre Draft Interaktionen mit ihm. Neben uns zeigten die Cardinals und die Seahawks etwas mehr interesse. Er wird bei unserer schwachen D Line ein Day 1 Starter werden.

Left Tackle Laremy Tunsil bleibt ein Texan. 3 Jahre 66 Millionen Dollar. 50 Millionen davon sind garantiert.Man macht ihn damit zum bestbezahlten Tackle in der NFL. Jetzte startet man in die Verhandlungen mit Deshaun Watson.

 

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Draft Picks: WR Michael Pittman Jr. (Rd. 2, Pick 34), RB Jonathan Taylor (Rd. 2, Pick 41), S Julian Blackmon (Rd. 3, Pick 85), QB Jacob Eason (Rd. 4, Pick 122), OL Danny Pinter (Rd. 5 Pick 149), DT Robert Windsor (Rd. 6, Pick 193), CB Isaiah Rodgers (Rd. 6, Pick 211), WR Dezmon Patmon (Rd. 6, Pick 212), S/LB Jordan Glasgow (Rd. 6, Pick 213).

Beachtenswerte UDFAs: K Rodrigo Blankenship, OL Carter O’Donnell.

Nachdem man in Indy den diesjährigen First Round Pick bereits vor dem Draft nach San Francisco geschickt hatte und dafür zum Ausgleich DeForest Buckner erhielt, ging es wieder erst in der zweiten Runde los. Mit WR Michael Pittman konnte man sich einen prototypischen X-Receiver sichern. Ein großer WR für Contested Catches fehlte dem Roster bis dato. Mit Jonathan Taylor konnte man sich die Dienste des wohl besten Pure Runners mit dem 41. Pick sichern. Dieser Pick sorgte insbesondere in Anbetracht des Positional Values für ausschweifende Diskussionen, auch weil man für ihn nach oben getradet ist. Sollte er gesund bleiben und wie erwartet einschlagen, wäre das Indy Backfield eine echte Gefahr. S Julian Blackmon ist ein vielseitiger athletischer Spieler, der vorheriges Jahr den Wechsel vom Cornerback zum Safety vollzog und dafür schon sehr weit ist. Ein Kreuzbandriss, den er sich im Dezember zuzog sollte ihn noch bis September/Oktober davon abhalten zu spielen. Ein weiterer besonders diskussionswürdiger Pick war die Wahl von QB Jacob Eason in der vierten Runde. Eason verfügt über einen absoluten Raketenarm, kann mit Touch werfen und hat ein schnelles Release. Seine Mechanics (Footwork) und Pocket Presence sind allerdings noch stark ausbaufähig, sodass er nicht nur ein Jahr hinter Rivers sitzen, sondern mit Chad Kelly um den Spot als dritter QB kämpfen wird. In der fünften Runde konnte man mit Danny Pinter dringend benötigte Depth für die OL verpflichten. In Runde 6 konnte man insgesamt drei Spieler ziehen, die allesamt um einen Rosterspot kämpfen müssen: DT Robert Windsor ist für einen DT sehr leicht, aber verfügt über einen unfassbaren Antrieb und – wie fast alle Picks der Colts – hohen Relative Athletic Score (RAS). Der RAS ist ein Wert, der sich aus den verschiedenen Messungen bei Combine und Pro Day ergibt und in Relation zu anderen Spielern der Positionsgruppe setzt. Ebenfalls in der sechsten Runde kamen noch CB Isaiah Rodgers, WR Dezmon Patmon und LB Jordan Glasgow. Während Patmon ein weiterer großer kräftiger WR ist, dürften Rodgers und Glasgow sich als Special Teamer beweisen.

Natürlich ist auch nicht ausgeschlossen, dass einige UDFAs im Camp überzeugen können und das Team schaffen, als klaren Favoriten habe ich allerdings Georgias Kicker Rodrigo Blankenship auf dem Schirm. Hätte er seine Leistung öfters unter widrigen Wetterbedingungen zur Schau stellen können, wäre er sicherlich gedraftet worden (verwandelte 92,7% seiner Kicks unter 40 Yards, 6 von 9 Kicks über 50 Yards, hält mit 55 Yards den Rekord für das längste Field Goal beim Rose Bowl).

Mein Fazit: Das Team hat sich deutlich verbessert. Mit Pittman und Taylor hat mein zwei absolute Playmaker geholt, die der Offense in der letzte Saison (auch verletzungsbedingt) fehlten. Das Backfield mit Mack, Taylor, Hines (und womöglich Jordan Wilkins) ist brandgefährlich und sollten die WR mal ausnahmsweise fit bleiben, hat man mit Hilton, Campbell und Pittman als drei Top WR auch dort einen abwechslungsreich besetzten Kader. Jacob Eason braucht eine massive Entwicklung um der zukünftige Franchise QB zu sein und dessen sind sich alle Beteiligten, einschließlich Eason, auch bewusst. Ich finde allerdings einen Viertrundenpick kein schlechtes Risk-Reward-Verhältnis. Die Late Round Picks sind bei den Colts mittlerweile traditionell auf Athletik gezielt. Man draftet die besten Athleten auf dem eigenen Board, die nach Möglichkeit vielseitig sind und versucht diese zu entwickeln.Vor allem wenn DT DeForest Buckner als faktische Erstrundenwahl dazu gezählt wird, ist das eine Draftklasse die Needs abdeckt, Playmaker bringt und viel Athletik für die Tiefe zur Verfügung stellt.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Draft Picks: CB CJ Henderson (Rd. 1, Pick 9), EDGE K’Lavon Chaisson (Rd. 1, Pick 20), Laviska Shenault (Rd. 2, Pick 42), DaVon Hamilton (Rd. 3, Pick 73), OL Ben Bartch (Rd. 4, Pick 116), CB Josiah Scott (Rd. 4, Pick 137), LB Shaq Quarterman (Rd. 4, Pick 140), S Daniel Thomas (Rd. 5, Pick 157), WR Collin Johnson (Rd. 5, Pick 165), QB Jake Luton (Rd. 6, Pick 189), TE Tyler Davis (Rd. 6, Pick 206), DB Chris Claybrooks (Rd. 7, Pick 223)

Notable UDFA: RB James Robinson, CB Luq Barcoo, WR Josh Hammond, DB Amari Henderson, OL Doug Costin

Athletik und Upside. Diese beiden Attribute beschreiben den Draft der Jaguars. Es wurden Spieler gedrafted, die hohes Potential haben, hinter denen gleichzeitig aber noch Fragezeichen stehen. Viele Analysten halten Henderson für talentierter als Okudah, sein Tackling und seine Fehler in 2019 bereiten Sorgen. Chaisson ist hat großartige Traits, diese aber bisher nur in wenigen Spielen unter Beweis gestellt. Shenault ist laut Analyst Daniel Jeremiah der vielleicht athletischste Spieler des Drafts, kämpft jedoch immer wieder mit Verletzungen. Insgesamt zeigen die Picks einen Fokus auf die Defensive, die die Mannschaft vor drei Jahren fast in den Super Bowl getragen hat. Schöpfen die Picks ihr Talent aus, wird es eine spannende Saison. Ansonsten heißt es: Tanking for Trevor.

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

Draft Picks: #29: Isaiah Wilson, OT | #61: Kristian Fulton, CB | #93: Darrynton Evans, RB | #174: Larrell Murchinson, DL | #224: Cole McDonald, QB | #243: Chris Jackson, CB

In der ersten Runde draftete man Tackle Isaiah Wilson, der mit Dennis Kelly um die RT Position kämpfen wird. Dies wirft insofern Fragen auf, als dass man sich diese Lücke erst vor kurzem selbst aufriss, indem man Jack Conklin ziehen ließ.
In der zweiten Runde konnte man sich einen Steal sichern und entschied sich für CB Kristian Fulton, der vorher als 1st Rounder projiziert wurde. Dieser soll den Abgang von CB Logan Ryan kompensieren.
In Runde 3 wählte man RB Darrynton Evans, der wohl die durch Dion Lewis Abgang frei gewordene Rolle des Receiving Backs übernehmen soll.
Anschließend musste man bis Runde 5 warten bis man wieder „on the clock“ war und entschied sich hier für DL Larrell Murchinson. Ihn plant man offensichtlich als Ersatz für die Jurrell Casey Rolle ein, den man zu Beginn der FA zu den Broncos tradete.
In Runde 6 hatte man auch keinen Pick, dafür in Runde 7 jedoch gleich 3 an der Zahl. Den ersten nutze man für QB Cole McDonald, der sich Hoffnungen auf den Backup QB Posten machen darf. Den Pick aus dem Jurrell Casey Trade schickte man gleich weiter an die Chiefs und sicherte sich im Gegenzug einen 2021 6th Round Pick. Mit dem letzten Pick des diesjährigen Drafts sicherte man sich CB Chris Jackson. Er wird wohl hauptsächlich als Special Teamer zu finden sein, wenn er es denn überhaupt in den 53er Roster schafft.

 

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

„Drew Lock, or nothing“

 

So, oder so ähnlich könnte das Draft-Motto der Broncos für den 2020 NFL Draft gewesen sein. Ich möchte euch gleich kurz die einzelnen Spieler vorstellen und am Ende seht ihr nochmal eine Liste mit den Undrafted Free Agents. Wir wollen keine Zeit verlieren, deswegen gehts hier direkt los:

 

Draft Picks: Jerry Jeudy (Rd 1, Pick 15), KJ. Hamler (Rd. 2, Pick 46), Michael Ojemudia (Rd. 3, Pick 77), Lloyd Cushenberry (Rd. 3, Pick 83), McTelvin Agim (Rd. 3, Pick 95), Albert Okwegbunam (Rd. 4, Pick 118),  Justin Strnad (Rd. 5, Pick 178), Netani Muti (Rd. 6, Pick 181), Tyrie Cleveland (Rd. 7, Pick 252), Derrek Tuszka (Rd. 7, Pick 254)

 

Jerry Jeudy (Wide Receiver)

 

War der Nummer Eins Receiver auf dem Big Board der Broncos. Das man ihn an 15 bekommt hätte man vorher wohl eher nicht erwartet. Ein klasse Route Runner mit ordentlichem Speed. Wird der Nummer 2 beziehungsweise Z-Receiver in der Offense sein.

 

  1. Hamler (Wide Receiver)

 

Das Motto in Runde zwei: Zwei sind besser als einer. Nach Jerry Jeudy hat man mit dem nächsten Pick den zweiten Wide Receiver genommen, nämlich KJ. Hamler. Wird in der NFL ein reiner Slot Receiver sein. Sein Speed ist enorm, er muss aber noch an seinem Drops arbeiten.

 

Michael Ojemudia (Cornerback)

 

Ein physischer Zone Corner der perfekt ins defensive Scheme passt. Hat aber was sein Speed angeht noch Limitierungen.

 

Lloyd Cushenberry (Center)

 

Auf der Center Position stand nach dem Abgang von Conner McGovern ein großes Fragezeichen. Cushenberry gilt als intelligenter Spieler, muss sich aber noch im Run Game verbessern.

 

McTelvin Agim (Defensive Tackle)

 

Er hat seine Stärken im Pass Rush, hier bringt er auch einige interessante Moves mit. Auch er muss sich im Run Game aber noch deutlich steigern. Kann aber hinter Cassey, Harris, Purcell und Jones lernen. Er ist ein Spieler bei dem ich mir erst 2021 richtigen Impact vorstellen kann.

 

Albert Okwuegbunam (Tight End)

 

Er war der Tight End der bei der Combine mit am besten getestet hat. Sein Speed auf 40 Yards mit 4.49 ist für etwa 117 Kilo absurd. Hat aufgrund seiner Größe einen guten catch Radius und könnte direkt eine Red Zone Waffe für Drew Lock sein. Die beiden kennen sich bereits aus dem College.

 

Justin Strnad (Linebacker)

 

Er hat in der Highschool bereits auf Safety gespielt und bringt daher gute Fähigkeiten in Coverage mit. Strnad hat Potenzial für mehr, wird aber vermutlich im ersten Jahr nicht mehr als ein reiner Special Teamer sein.

 

Netane Muti (Guard)

 

Wenn er nicht mit so vielen Verletzungen zu kämpfen hätte, wäre er vermutlich früh an Tag zwei gegangen. Athletisch ist er einfach ein Monster, anders kann man das nicht sagen. Er personifiziert das, was man sich unter einem „Mauler“ vorstellt. Falls er gesund bleibt, ist er ein Steal in der sechsten Runde.

 

Tyrie Cleveland (Wide Receiver)

 

Alle guten Dinge sind drei. Nach Jeudy und Hamler haben die Broncos in der sechsten Runde den dritten Receiver gedraftet. Auch er ist trotz seiner Größe (188 cm, 95 kg) ziemlich schnell. Die 40 Yards lief er in 4.46. Wird, ähnlich wie Strnad, wohl er ist Special Team zum Einsatz kommen.

 

Derrek Tuszka (Edge)

 

Hat in seiner College Laufbahn insgesamt 29 Sacks in drei Jahren verzeichnet. Er kommt allerdings von einer kleinen Uni, weshalb man abwarten muss wie sich seine im College dominante Athletik auf die NFL übertragen lässt. Tuszka bringt aber upside mit, ich wäre nicht überrascht wenn er es in den 53er Kader schafft.

 

UDFA:

 

  • Zimari Manning (WR)
  • Kendall Hinton (WR)
  • Riley Neal (WR)
  • LeVante Bellamy (RB)
  • Hunter Watts (OT)
  • Essang Bassey (CB)
  • Douglas Coleman III (S)

 

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Draft Picks (6): RB Clyde Edwards-Helaire (Rd. 1, Pick 32), LB Willie Gay Jr. (Rd. 2, Pick 63), OT Lucas Niang (Rd. 3, Pick 96), DB L’jarius Sneed (Rd. 4, Pick 138), DE Michael Danna (Rd. 5, Pick 177), CB Thakarius Keyes (Rd. 7, Pick 237 via Trade).

UDFA (17): WR Andre Baccellia, WR Maurice Ffrench, WR Aleva Hifo, WR Justice Shelton-Mosley, WR Cody White, OT Yasir Durant, G Jovahn Fair, C Darryl Williams, DT Tershawn Wharton, LB Omari Cobb, LB Bryan Wright, S Rodney Clemons, S Jalen Julius, CB Hakeem Bailey, CB Javaris Davis, CB Lavert Hill, P Tommy Townsend

RB Clyde Edwards-Helaire
Die meisten Experten hatten den Chiefs vor dem Draft einen RB gemocked. Und die Mehrheit der Chiefs-Anhänger fand das lächerlich. Und doch kam es genau so. Im Nachhinein betrachtet, könnte das doch der richtige Move von GM Brett Veach gewesen sein. Der Kader steht soweit und mit einem Toptalent auf der Running Back Position hat man sich die Kirsche auf die ansonsten schon sehr starke Offensive gesetzt. CEH hatte in der letzten Saison 55 Receptions und kann als Three-Down-Back die Offensive um eine weitere Allzweckwaffe erweitern.

LB Willie Gay Jr.
Wäre LB Simmons (an Pick 8 zu den Cardinals) nicht in dieser Draftklasse gewesen, hätte Willie Gay Jr. deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen. Er ist ein athletischer Freak, hatte einen 4.46 sec 40-Yard-Dash und auch ansonsten extrem hohe Werte an der Combine. Am College fiel er jedoch zwei Mal negativ auf und wurde wegen einer Rauferei mit seinem QB aus dem Team geworfen. Bekommen der Staff und die Leader in der Defense rund um Tyrann Mathieu den Rookie in den Griff, könnte er sich als Steal im Draft herauskristallisieren. Bei den eher schwächeren Linebackers im Kader könnte er sogar Woche 1 starten.

OT Lucas Niang
Unser dritte Pick wurde in die O-Line investiert. Niang spielte am College RT, könnte aber auch als Right Guard zum Einsatz kommen, so tönte er das zumindest auf Nachfrage der Chiefs an. Niang hatte eine Hüftverletzung und ist wohl deshalb im Draft so tief gefallen. Er hat in seiner College-Karriere nur drei Quarterback Pressures zugelassen und hat ebenfalls Starter Qualitäten. Ob er zu Beginn der Saison zu 100% fit ist, kann momentan noch nicht gesagt werden.

DB L’jarius Sneed
Sneed spielte im 2019 Safety, wurde jedoch in den Jahren zuvor als Corner eingesetzt, wo er auch deutlich besser spielte. Sneed ist ebenfalls ein purer Athlet und lief den 40-Yard-Dash in 4.37 Sekunden – die schnellst gemessene Zeit aller Cornerback in der Draftklasse. Sneed ist extrem schnell und wendig und hat sehr gute Ball-Track-Ability (6 Interceptions am College). Er ist eher ein Prospect als ein direkter Starter, jedoch haben die Chiefs so wenig Corner im Kader, dass er vielleicht trotzdem schon einen Impact haben kann.

DE Michael Danna
Ab dem Pick waren doch einige Experten überrascht. Danna hatte insgesamt nur 17 Spiele als Starter am College. Jedoch hat er eine extrem gute Arbeitsmoral und ist gewillt, alles zu geben. Einige Experten vermuten, dass Danna vielleicht ein Wunschspieler des Special Team Coaches war und er somit wohl eher nur in den Special Teams auflaufen wird.

CB Thakarius Keyes
Die Chiefs tradeten für Thakarius Keyes zurück in die siebte Runde und gaben dafür einen 2021 Sechst-Runden-Pick ab. Keyes ist ebenfalls ein sehr schneller Corner mit langer Spannweite und guter Körpergröße. Auch er wird zusammen mit L’jarius Sneed wohl eher ab der nächsten Saison im System von Spags seinen Platz finden.

UDFA
Bezüglich der undrafted free Agents gab es bei den Chiefs erfreuliche News. Scheinbar wollen viele Rookies bei den Chiefs anheuern und so sind bislang bereits 17 UDFA mit den Chiefs über einen Vertrag einig geworden. Darunter befanden sich einige der “namhaftesten” und beliebtesten Spieler, die nach dem Draft übrig waren. Gemäss dem Big Board einiger Experten konnten die Chiefs somit den Nr. 1 CB, Nr. 1 WR, Nr. 1 OT und Nr. 2 OC verpflichten. Wie viele von diesen Prospects dann im Trainingscamp überzeugen können, werden wir sehen. Bis dahin kann gesagt werden, dass GM Brett Veach wieder einen extrem guten Draft hinter sich hat und wir weiter an unserem Ziel für 2020 festhalten: #RunItBack!

Las Vegas Raiders

Wir suchen Verstärkung für die Raiders!! Deshalb hier nur ganz kurz die Picks:

Draft Picks: WR Henry Ruggs III (Rd. 1, Pick 12), CB Damon Arnette (Rd. 1, Pick 19), WR Lynn Bowden Jr. (Rd. 3, Pick 80), WR Bryan Edwards (Rd. 3, Pick 81), S Tanner Muse (Rd. 3, Pick 100), G John Simpson (Rd. 4, Pick 109), CB Amik Robertson (Rd. 4, Pick 139)

Los Angeles Chargers

Draft Picks: QB Justin Herbert (Rd. 1, Pick 6), LB Kenneth Murray (Rd. 1, Pick 23), RB Joshua Kelley (Rd. 4, 112), WR Joe Reed (Rd. 5, Pick 151), S Alohi Gilman (Rd. 6, Pick 186), WR K.J. Hill (Rd. 7, Pick 220)

UDFA: RB Darius Bradwell, FB Bobby Holly, FB Gabe Nabers, WR Jeff Cotton, WR Dalton Schoen, TE Jared Rice, T Ryan Roberts, G Joshua Dunlop, G Nate Gilliam, DE Jesse Lemonier, DE Joe Gaziano, DT Breiden Fehoko, DT T.J. Smith, LB Asmar Bilal, LB Cole Christiansen, LB Romeo Finley, CB John Brannon, CB Kevin McGill, CB Donte Vaughn

Die Los Angeles Chargers haben mit ihrem ersten Pick ihren möglichen neuen Franchise-Quarterback gepickt. Mit Justin Herbert holten sie einen QB mit einem starken Arm, wie ihn auch Vorgänger Philipp Rivers besitzt. Herbert hingegen ist um einiges mobiler, hat aber immer wieder Probleme mit der Genauigkeit. Etwas später tradeten sie sich nochmal zurück in die erste Runde, um Kenneth Murray zu holen. Was für viele Fans und Experten eine Überraschung war, erklärt General Manager Tom Telesco so: „Er spielt mit einer wirklichen heftigen Art. Man kann ihn mit seiner Art und Weise auf dem Spielfeld spüren. Zudem ist er ein Spieler, von dem wir alle zu 100 Prozent überzeugt sind.“

Nachdem die Chargers an Tag zwei zugucken mussten, holten sie sich mit ihren vier verbliebenen Picks drei Spieler für die Offense. Mit Joshua Kelley kommt in ein neuer Running Back hinzu, was aber nicht unbedingt ein Need der Chargers waren. Schließlich haben sie mit Justin Jackson und Austin Ekeler zwei gute Spieler auf dieser Position. Mit Joe Reed und K.J. Hill holten sie sich noch etwas Tiefe für ihren Wide Receiver Corps.

Überraschenderweise pickten die Chargers keinen Spieler für die Offensive Line. Zwar holten sie sich drei undrafted Rookies, aber dennoch hätte die Position des Left Tackles Verstärkung gebraucht. Dass zudem die Chargers kein Interesse an Trent Williams, den die Washington Redskins zu den San Francisco 49ers tradeten, zeigten, ist verwunderlich. Damit wird der neue O-Line Coach James Campen gefragt sein, die vorhandenen Spieler weiterzuentwickeln, um den Quarterback genug Zeit zu geben.

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