Wöchentliche News zur NFL - von Fans für Fans!

Monat: April 2020 (Seite 1 von 1)

NFL Draft Rückblick – die NFC!

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

Draft Picks: WR CeeDee Lamb (Rd.2, Pick 17), CB Trevon Diggs (Rd.2, Pick 51), DT Neville Gallimore (Rd. 3, Pick 82), CB Reggie Robinson II (Rd. 4, Pick 123), C Tyler Biadasz (Rd.4, Pick 146), DE Bradlee Anae (Rd. 5, Pick 179), QB Ben DiNucci (Rd. 7, Pick 231)

UDFA: OT Terence Steele, WR Stephen Guidry, WR Aaron Parker, TE Charlie Taumoepeau, WR Kendrick Rogers, RB Darius Anderson, FB Sewo Olonilua, RB Rico Dowdle, TE Sean McKeon, DT Garrett Marino, DE Ron’Dell Carter, DE LaDarius Hamilton, LB Francis Bernard, LB Azur Kamara, S Luther Kirk

Vor dem Draft zeigten sich die Needs der Dallas Cowboys vorwiegend in der Defensive. Die Offensive, welche mit Ezekiel Elliott einen der besten Running Backs der Liga, Amari Cooper und Michael Gallup zwei Receiver mit 1000-Yards-Seasons und Quarterback Dak Prescott zu den Stärkeren gehört, hatte nur auf der Position des Wide Receiver Nummer drei und nach dem Karriereende von Center Travis Frederick kleine Needs. Dagegen stachen die Löcher auf den Positionen Cornerback, Safety und Defensive End deutlich hervor.

In der ersten Runde kam es an Stelle des 17. Picks zu der Situation, dass mit Wide Receiver CeeDee Lamb ein potenzieller Top-Receiver, wenn nicht für einige Experten der beste Receiver im Draft, noch im Draftpool zu finden war. Für die Verantwortlichen der Dallas Cowboys stellte sich die Frage, ob sie einen Spieler, der einen Need in der Defensive füllt, oder den besten Spieler im verbleibenden Draft wählen sollten. Sie entschieden sich für Letzteres und somit darf sich CeeDee Lamb fortan Dallas Cowboy nennen.

In der zweiten Runde bot sich ein ähnliches Bild, denn Cornerback Trevon Diggs, der als Top 30 Talent galt, war an Stelle 51 noch nicht gezogen worden. Und so war es nicht verwunderlich, dass mit ihm eines der größten Löcher in der Defensive der Cowboys geschlossen wird. Diggs spielt erst seit ein paar Jahren die Position des Cornerbacks, nachdem er früher Wide Receiver spielte.

In Runde drei wurde mit Defensive Tackle Neville Gallimore die Defensive Line weiter verstärkt. Obwohl der Bedarf eher auf der Außenposition gegenüber von DeMarcus Lawrence liegt. Doch man sah in Gallimore einen Spieler, den man hinter den verpflichteten Veteranen Poe und McCoy entwickeln kann.

Die vierte Runde begann für die Cowboys damit, dass man an Stelle 123 mit Reggie Robinson II einen weiteren Cornerback verpflichtete. Doch ganz zum Ende der vierten Runde kam es noch dazu, dass die Cowboys noch einmal in die vierte Runde des Drafts reintradeten. Beachtlich ist der Trade daher, dass er mit den Philadelphia Eagles stattfand, mit denen die Cowboys in der NFC East spielen und eine langjährige Rivalität pflegen. Sie gaben den Pick 164 und einen Fünftrundenpick des nächsten Drafts für den 146. Pick des Drafts ab. An dieser Stelle wählten die Verantwortlichen um Jerry Jones den Center Tyler Biadasz aus. Biadasz gewann den Rimington Award, was ihn als den besten Center im College Football auszeichnet.

Obwohl es Überlegungen gab Defensive End Bradlee Anae schon in der vierten Runde zu draften, sich aber für einen anderen Prospect entschied, kam es dazu, dass Anae in der fünften Runde noch nicht gewählt wurde, sodass er an 179. Stelle von den Cowboys verpflichtet werden konnte. Er wird wohl, sollten Randy Gregory und Aldon Smith nicht rehabilitiert werden, gegenüber von Lawrence in der Defensive Line starten.

In der siebten und letzten Runde des Drafts wurde an der Stelle Nummer 231 mit Ben DiNucci ein Quarterback für die Breite des Kaders verpflichtet.

Der Draft gilt als einer der besten Drafts der letzten Jahre für die Dallas Cowboys und man darf gespannt sein, wie sich die Talente entwickeln. Die Offensive wurde mit CeeDee Lamb zu einem Powerhouse, das sich vor wenigen Mannschaften verstecken muss.

Während des Drafts kam es aber auch noch zu einer sehr traurigen Nachricht. Jace Prescott, Bruder des Quarterbacks der Dallas Cowboys Dak Prescott, starb am Donnerstag. Die Ursache des Todes wurde nicht veröffentlicht. Die Anteilnahme der Cowboys und der Fans war, trotz der Aufregung des Drafts, sehr groß.

New York Giants (Emil, @schnapke/@GiantsGER)

„We want to fix this offensive line once and for all“ – Dave Gettleman

OT Andrew Thomas (Rd.1, Pick 4), S Xavier McKinney (Rd.2, Pick 36), OT Matt Peart (Rd.3, Pick 99), CB Darnay Holmes (Rd.4, Pick 110), G Shane Lemieux (Rd.5, Pick 150), LB Cam Brown (Rd.6, Pick 183), LB Carter Coughlin (Rd.7, Pick 218), LB T.J. Brunson (Rd.7, Pick 238), CB Chris Williamson (Rd.7, Pick 247), LB Tae Crowder (Rd.7, Pick 255)

OT Andrew Thomas, Georgia

Thomas ist 6’5“, wiegt 320 lbs und war einer der vier großen Namen wenn es um Offensive Tackles im Draft ging. Er gilt als am meisten Pro-Ready, True Left Tackle und sofortiger Starter. Hat in seiner gesamten College Karriere nur fünf Sacks und 37 Pressures zugelassen. PFF gab ihm eine 91.3 run-block und 89 pass-block Bewertung im College

S Xavier McKinney, Alabama

Galt als bester, vielseitigster Safety im Draft und First-Round Talent. Hatte 2019 vier Pass-breakups, vier forced fumbles und drei Interceptions. Zudem erlaubte er nur 350 Yards bei 58 targets. Laut PFF eine 88.1 coverage und 87.6 overall grade. Gilt laut manchen Experten als Steal des Drafts.

OT Matt Peart, UConn

Peart ist 6’7“, wiegt 318 lbs und hat mit einer Armlänge von 36 5/8-inch die längsten Arme der Klasse. Sehr athletischer Tackle, der 2019 nur sieben Pressures bei 415 pass-blocking Snaps zugelassen hat. Laut PFF eine 90.1 run blocking und 86.0 pass blocking grade.

Was Peart schon jetzt als Fanliebling klassieren könnte ist, dass er als Giants Fan aufwuchs!

CB Darnay Holmes, UCLA

Hatte acht Interceptions (zwei zum Touchdown) in drei Jahren, spielt aggressiv, was zu den Giants passt, da viel Man Coverage gespielt wird. Kann Kick/Punt-Returner spielen. Ist laut NFL Networks Bucky Brooks der bester Nickel-Corner im Draft.

G Shane Lemieux, Oregon

Lemieux startete jedes Spiel als Left Guard in den letzten vier Jahren. War letztes Jahr laut PFF der No. 3 Guard im College Football und der No. 1 Guard in der PAC-12.  Hat dieses Jahr nur einen Sack und 16 Pressures bei 497 pass blocking Snaps zugelassen. Soll laut HC Joe Judge sowohl als Guard als auch als Center trainiert werden.

LB Cam Brown, Penn State

Sehr athletischer Linebacker, der Tight Ends covern kann und in den letzten beiden Jahren zehn Pässe abgewehrt hat. Hat Probleme mit Tackling (15 missed tackles 2019).

LB Carter Coughlin, Minnesota

Hatte eine gute Combine, soll wegen seiner Größe ( 6’4“, 245 lbs) vom Outside Linebacker  zum Off-Ball Linebacker wechseln.

LB T.J. Brunson, South Carolina 

Drei Jahre Erfahrung als starting Linebacker bei South Carolina und war davon die letzten beiden Jahre Team Captain. Hatte in dieser Zeit 283 tackles, 164 waren davon solo.

CB Chris Williamson, Minnesota 

Wurde in Minnesota als Big-Nickel eingesetzt und in der Passverteidigung auch gern mal als Linebacker. Größtes Manko bei ihm ist, dass er nur 10 Spiele gestartet hat (9 davon als Senior).

LB Tae Crowder, Georgia

Crowder spielte erst RB bevor er als Redshirt Freshman den Wechsel zum ILB vollzog. Startete letzte Saison 13 Spiele für Georgia und erzielte dabei 62 Tackles.

UDFA:

  • OL Kyle Murphy
  • QB Case Cookus
  • TE Kyle Markway
  • WR Rasen John
  • DB Christian Angulo
  • RB Javon Leake
  • WR Derrick Dillion
  • WR Austin Mack
  • WR Binjimen Victor
  • OLB Dana Levine
  • OLB Niko Lalos
  • OLB Dominique Ross
  • WR Rysen John
  • OL Tyler Haycraft
  • DB JaQuarius Landrews
  • DB Malcolm Elmore
  • RB Sandro Platzgummer (aus Österreich durch’s Pathway Programm)

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)

Draftpicks: EDGE Chase Young (Rd.1, Pick 2), RB Antonio Gibson (Rd. 3, Pick 66), OT Saahdiq Charles (Rd. 4, Pick 108), WR Antonio Gandy-Golden (Rd. 4, Pick 142), OL Keith Ismael (Rd. 5, Pick 156), LB Khaleke Hudson (Rd. 5, 162), S Kamren Curl (Rd. 7, 216), DE James Smith-Williams (Rd. 7, Pick 229)

UDFA: TE Thaddeus Moss, QB Steven Montez,WR Isaiah Wright, WR Johnathan Johnson

Keine Überraschung zu Beginn: EDGE Chase Young kommt als einer der besten Passrush-Anwärter der letzten Jahre nach Maryland. Für die meisten ist er der beste Spiele der Klasse. PFF hat niemals zuvor eine so gute Note für einen Passrusher am College vergeben. Mit der Wahl haben die Skins in jedem der letzten vier Jahre einen Pick in Runde eins für einen D-Liner ausgegeben – Rekord.

Als nächster Spieler kam mit Gibson ein RB, der als Receiver eingesetzt werden kann und dazu Tackles bricht. Viele Carries hat er auf dem College nicht gesehen, was durchaus kein Nachteil sein muss.

Bevor Tag drei begann, endete die Saga um Trent Williams: Der LT geht für einen 5th rounder dieses und einen drittrunden Pick nächstes Jahr nach San Francisco. Kein sehr hoher Preis, aber in Anbetracht der schlechten Verhandlungsposition ein solider Trade.

Seinen Nachfolger erhoffen sich die Skins in OT Saahdiq Charles gefunden zu haben. Ihm fehlt aber wohl noch die Power und in Pass Protection soll er noch sehr roh sein. Also ist er eher ein Projekt, als Starter ab Saisonstart. In Runde vier kam mit Antonio Gandy-Golden noch ein großer Possession-Receiver, mit wenig ausgeprägtem Route-Tree und limitierten Fähigkeiten Separation zu generieren. Er sollte aber in der Redzone eine gefährliche Waffe sein. Den Pick der 49ers in Runde 5 nutzte Washington für einen weiteren O-Liner: Keith Ismael spielte Guard und Center, ist mobil und spielintelligent. LB Hudson ist ein Locker-Room-Guy, Special-Teamer und vielfältig einsetzbar. S Curl kann im Backfield divers eingesetzt werden. Wieso man in Runde 7 noch einen Edgerusher in Smith-Williams gewählt hat, weiß wohl außerhalb des Frontoffices keiner.

CB und TE wurden im Draft nicht addressiert. Mit TE Thaddeus Moss kommt zumindest der Sohn von HOF Randy Moss als UDFA. Lokalnachrichten: DE David Bada von den Unicorns aus Schwäbisch Hall darf sich auch im Training Camp beweisen: als Teilnehmer des International Pathway Programs unterschrieb er in Washington und gehört damit schon jetzt quasi mindestens zum Practice Squad 2021.

Für die wenige Munition mit der Washington in den Draft ging, hat man viel Value heraus geholt. Löcher bleiben aber und mehr Unterstützung für Dwayne Haskins hätte es meiner Meinung nach insgesamt geben können.

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Draft Picks: TE Cole Kmet (Rd. 2, Pick 43), DB Jaylon Johnson (Rd. 2, Pick 50), OLB Trevis Gipson (Rd. 5, Pick 155), DB Kindle Vildor (Rd. 5, Pick 163), WR Darnell Mooney (Rd. 5, Pick 173), OL Arlington Hambright (Rd. 7, Pick 226), OL Lachavious Simmons (Rd. 7, Pick 227)

Undrafted Free Agents: RB Artavis Pierce, WR Ahmad Wagner, OL Dieter Eiselen, OL Badara Traore, DL LaCale London, DL Trevon Swain, LB Ledarius Mack, LB Rashad Smith

Für die Chicago Bears ging’s beim diesjährigen Draft erst in der zweiten Runde los. Auch wenn sie zum Zeitpunkt des Drafts zehn Tight Ends unter Vertrag hatten, pickten die Bears den TE Cole Kmet an 43. Stelle. Kmet ist in einem Vorort von Chicago aufgewachsen und ist schon sein Leben lang Bears Fan. Er ist der einzige Tight End, der in den ersten zwei Runden gedraftet wurde und gilt als bester seiner Position bei diesem Draft. Er bringt die nötige Größe und Gewicht mit. Kann gut fangen und den Ball im Lauf behaupten. Zudem ist er ein guter Blocker an der O-Line.

An Stelle 50 wurden die Dienste von Cornerback Jaylon Johnson gesichert. Dass ein CB gedraftet wird, war abzusehen, nachdem Prince Amukamara entlassen wurde.

Mit Trevis Gipson an Stelle 155 pickten die Bears ein Defensive End. Gipson versteht es den gegnerischen Quarterback unter Druck zu setzen, was er auf dem College gut unter Beweis gestellt hat.

Ein weiterer Cornerback wurde mit Kindle Vildor an 163. Stelle gepickt. Somit verbuchen die Bears acht Spieler auf dieser Position.

Darnell Mooney, ein sehr schneller Wide Receiver, der die 40 Yards in 4,38 Sekunden im Combine lief, wurde an Stelle 173 gezogen.

Für die Offensive wurden zudem die Tackle Arlington Hambright und Lachavious Simmons an 226 und 227 overall gepickt.

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Draftpicks: CB Jeff Okudah (Rd. 1, Pick 3), RB D’Andre Swift (Rd. 2, Pick 35), DE Julian Okwara (Rd. 3, Pick 67), OG Jonah Jackson (Rd. 3, Pick 75), OG Logan Sternberg (R4. 3, Pick 121), WR Quintez Cephus (Rd. 5, Pick 166), RB Jason Huntley (Rd. 5, Pick 172), DT John Penisini (Rd. 6, Pick 197), DT Jashon Cornell (Rd. 7, Pick 235)

UDFA: LS Steven Wirtel, FB Luke Sellers, TE Hunter Bryant, S Jalen Elliot, P Arryn Siposs, DB Bobby Price, DB Jeremiah Dinson

Wenig überraschend wurde Top-CB Jeff Okudah an Position 3 ausgewählt. Die Gerüchte um einen Trade-Down in der ersten Runde bestätigten sich nicht, tatsächlich bekam Bob Quinn wohl nur ein Angebot der Jaguars. Mit Okudah soll das große Loch gestopft werden, welches Darius Slay hinterlässt.

Sehr viel überraschender war die Wahl von RB D’Andre Swift zu Beginn der zweiten Runde. Kerryon Johnson konnte bisher keine Saison ohne mehrere Ausfälle absolvieren, weshalb mit den Verpflichtungen von Swift und Jason Huntley in Runde 5 nun Tiefe auf dieser Position besteht. Swift wurde von vielen Experten als bester RB im Draft bewertet.

Die Wahl von EDGE Julian Okwara an Position 67 dürfte einen Steal darstellen und adressiert den dringend benötigten Pass-Rush. Okwara könnte ab Tag 1 Starter werden. Julians Bruder, Romeo Okwara, steht seit 2018 im Kader der Lions und spielt nun mit seinem Bruder im selben Team.

Die O-Line wurde von Bob Quinn mit zwei nacheinander folgenden Picks adressiert: Jonah Jackson könnte sofort als RG starten, Logan Sternberg dürfte sich in die Rotation auf LG einreihen. Nachdem in der sechsten und siebten Runde noch zwei DTs gewählt wurden, verfügen die Lions nun über viel Tiefe in beiden Lines.

Aus den ersten 4 Picks könnten schon in der kommenden Saison 4 Starter werden, dazu konnten andere Baustellen mit Perspektivspielern ergänzt werden. Die Fangemeinde scheint durchaus zufrieden, was in Detroit nicht selbstverständlich ist. Lediglich die Auswahl eines RB in Runde zwei, sowie nur einem höheren Pick für den Pass Rush lässt dagegen einige Fragen aufkommen.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Draftpicks: QB Jordan Love (Rd 1, Pick 26), RB AJ Dillon (Rd. 2, Pick 62), TE Josiah Deguara (Rd. 3, Pick 94), ILB Kamal Martin (Rd. 5, Pick 175), G Jon Runyan (Rd. 6, Pick 192), C Jake Hanson (Rd. 6, Pick 208), OT Simon Stepaniak (Rd. 6, Pick 209), S Vernon Scott (Rd. 7, Pick 236), DE Jonathan Garvin (Rd. 7, Pick 242)

Undrafted Free Agents: Stanford Samuel, CB, Tipa Galeai, EDGE, Henry Black, S, Will Sunderland, CB, Darrell Stewart Jr., WR, Travis Buffy, OL, Krys Barnes, LB, Patrick Taylor Jr., RB, Stevie Griffin, LB, Delontae Scott, EDGE, Willington Previlon, DL

Die Packers hatten wohl einen der kontroversesten Drafts aller Teams. Während viele Analytics-Experten den Zweitrunden-Runningback und die generelle Qualifikation anzweifelten, beschwerten sich die Packers-Fans großteils über das Fehlen des WR-Picks in einer sonst als sehr stark betrachteten WR-Klasse. Dass Brian Gutekunst das anders einschätzte, wurde in einer PK nach dem Draft deutlich – die Spitze sei, so Gutekunst, tatsächlich gut besetzt gewesen, aber bei den Picks der Packers hätte ihm das Big Board andere Picks “vorgeschlagen”. Und eins weiß man in Green Bay schon seit über 20 Jahren: Das Big Board ist heilig. Wer am Draft-Tag seine Vorbereitung umschmeißt, ist ein Idiot, hat sinngemäß mal Ron Wolf, Hall of Fame GM der Packers, gesagt.

Die größte Kontroverse gab es aber nach Tag 1, als die Packers für einen Quarterback nach vorne tradeten. Warum? Laut Gutekunst hatten ihn die Packers unter ihren Top 10 Picks – auf 26 wäre man dann nach vorne getradet, weil der Value einfach zu gut gewesen sei und weil sonst ein anderes Team zugeschnappt hätte.

Man mag denken über diese Picks was man will, aber die Packers unter Gutekunst stellen sich wie schon unter Ted Thompson im Draft nicht maßgeblich für 2020, sondern genauso sehr für 2021 und 2022 auf.

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

Die Draftklasse der Minnesota Vikings war eine der häufiger diskutierten Klassen im NFL Draft 2020. Das ist nicht wirklich überraschend, denn kein Team wählte mehr Spieler aus. Die 15 Picks waren aber nicht nur die meisten in dieser Klasse. Seit 1994 – dem Jahr in welchem die NFL ihr Draft-Format auf sieben Runden reduzierte – wählte kein Team in einem einzelnen Draft so viele Spieler aus.

Bereits in der ersten Runde waren die Vikings zweimal dran. Mit dem 22. Pick wählte GM Rick Spielman Wide Receiver Justin Jefferson. Das LSU-Produkt kann outside und im Slot spielen, ist ein sauberer Route Runner mit sicheren Händen und war mit 25 verursachten Missed Tackles einer der besseren Läufer nach dem Passfang.

Den 25. Pick tauschten die Vikings mit den San Francisco 49ers gegen den 31. Pick sowie einen Viert- und einen Fünftrundenpick. Den 31. Pick nutzte man dann für TCU Cornerback Jeff Gladney, der zwar etwas klein für einen Outside Cornerback ist, aber dennoch ein gutes Gespür für den Ball hat.

Am zweiten Draft-Tag kamen dann mit Offensive Tackle Ezra Cleveland und Cornerback Cameron Dantzler zwei weitere Spieler hinzu, die zumindest die Chance auf einen Platz als Starter haben.

Den Grundstein für die außergewöhnliche Größe der Klasse legte ein Handel mit den New Orleans Saints, in welchem sich die Vikings im Austausch für ihren zweiten Drittrundenpick Picks in der vierten, fünften, sechsten und siebten Runde sicherten.

An Tag Drei wählten die Vikings dann insgesamt elf weitere Spieler aus. Von ihnen dürften Defensive Tackle James Lynch, Linebacker Troy Dye und die beiden Defensive Ends D.J. Wonnum und Kenny Willekes die größten Chancen auf frühe Einsätze haben.

Von den 13 Picks am dritten Draft-Tag tauschten die Vikings zwei Picks gegen Picks für den Draft 2021. Hinzu kommen ein Viertrundenpick aus dem Diggs-Trade und voraussichtlich zwei Compensatory Picks. Nach dem aktuellen Stand könnten die Vikings also auf insgesamt zwölf Draft-Picks im kommenden Jahr zurückgreifen.

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Hier die Picks des 2020 Drafts

(Rd 1, pick 16) CB A.J. Terrell, (Rd 2, pick 47) DE Marlon Davidson, (Rd 3, pick 78) C Matt Hennessy, (Rd 4, pick 119) LB Mykal Walker, (Rd 4, pick 134) S Jaylinn Hawkins, (Rd 7, pick 228) P Sterling Hofrichter

UDFA

FB Mikey Daniel, OL Evin Ksiezarczyk, OT Hunter Atkinson, WR Chris Rowland, LB Bryson Young, DB Tyler Hall, LB Jordan Williams, CB Rojesterman Farris II, TE Caleb Repp, OL Austin Capps, DE Austin Edwards, CB Delrick Abrams, DE Hinwa Allieu, OL Scottie Dill, TE Jared Pinkney, LB Rayshawn Wilborn, WR Juwan Green, DT Sailosi Latu, WR Jalen McCleskey

Erwartet wurde ein Feuerwerk, aber daraus wurde leider nichts.
General Manager Thomas Dimitroff fand keinen geeigneten Verhandlungspartner, um von Postion 16 unter die Top-5 zu gelangen.  Und so wurde mit dem 16. Pick ein Junge aus Atlanta gedraftet, den die Experten als siebtbesten Cornerback eingestuft hatten. Er ist recht groß und mit 4,42 Sekunden auf 40-Yards auch sehr schnell, aber ihm werden Schwächen in der Pass-Coverage nachgesagt. Es liegt also an den Coaches diesen Rohdiamanten zu schleifen.
Hingegen wird Defensive End Marlon Davidson als Steal angesehen. Der dynamische End kann auch als Defensive Tackle eingesetzt werden und wird somit mit Starplayer Grady Jarrett die Defense-Line verstärken.
Center Matt Hennessy ist vielseitig und wird aller Voraussicht auf Guard beginnen. Sehr wahrscheinlich wird er nächstes Jahr Center spielen, da Center Alex Macks Vertrag dann ausläuft.
Linebacker Walker kann sich als Ersatz für den entlassen Linebacker Devondre Campbell ansehen, während Safety Hawkins ein richtiges Schnäppchen ist. Bei mindestens über 200 geworfenen Pässen auf seine Position, hat er ein Passer Rating von nur 1,7 zugelassen. Ein Spitzenwert.
Punter Hofrichter wurde vor allem auch wegen seiner Physis gedraftet. Er ist sich nicht zu Schade das Tackle zu machen. Ein wichtiger Faktor im Special-Team.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Jonas, @simon19481)

Draftpicks: IOL Cesar Ruiz (Rd.1, Pick 24), LB Zack Baun (Rd. 3, Pick 74) TE Adam Trautman (Rd. 3, Pick 105), QB Tommy Stevens (Rd. 7, Pick 240)

UDFA: WR Marquez Callaway, OT Calvin Throckmorton, OL Jordan Steckler, OT Darrin Paulo, DT Malcolm Roach, RB Tony Jones Jr., DB Keith Washington, LB Joe Bachie, WR Juwan Johnson, DL Gus Cumberlander, DB Tino Ellis

Die Saints haben einen prallgefüllten QB-Room: Nicht nur verlängerte New Orleans mit Taysom Hill für zwei Jahre (16 Mio garantiert) und draftete QB Tommy Stevens in der siebten Runde, sondern holte dazu Jameis Winston vom Rivalen aus Tampa Bay für ein Jahr.

Das zweite Jahr in Folge nutzten die Saints ihren ersten Pick für die interior Offensive-Line: Cesar Ruiz spielte am College zumeist Center, sollte aber auf Guard verschoben werden. Er ist ein physischer Spieler, der verschiedene Blocking-Schemes beherrscht und technisch weit ist. Die sowieso starke O-Line wird damit noch weiter aufgewertet.

Für LB Zack Baun gab man Pick 88 und den drittrunden Pick 2021 nach Cleveland. Er soll den großen Need auf Off-Ball LB schließen, hat aber am College auch außen als Passrusher gespielt. Also ein vielfältig einsetzbarer Spieler, der jedoch mit einigen medizinischen Fragezeichen daher kommt. TE Adam Trautman war einer der besten Prospects in einer schwachen Klasse. Er kann blocken, ist ein guter Routerunner, schnell ist er hingegen nicht (4.80 40yds beim Combine). Die Wahl kam die Saints teuer zu stehen: für den Uptrade gingen alle restlichen vier Picks nach Minnesota. Um doch noch einen jungen QB zu holen, gab man einen 6th rounder nächstes Jahr nach Houston und holte Tommy Stevens, der einige vom Typ eher an Taysom Hill erinnert, denn als Nachfolger für Brees erscheint.

Die Saints gehen erneut All-In. Für nächstes Jahr hat man schon jetzt wieder 2 Picks abgegeben, der Cap ist eng und der Vertrag von Winston ist noch nicht einmal eingerechnet. Der ein oder andere Spieler sollte diese Offseason noch abgegeben werden.

Tampa Bay Buccaneers

Draftpicks:

Round 1 Pick 13 OT Tristan Wirfs, Round 2 Pick 45 S Antoine Winfield Jr, Round 3 Pick 76 RB Ke’Shawn Vaughn, Round 5 Pick 161 WR Tyler Johnson, Round 6 Pick 194 DT Khalil Davis, Round 7 Pick 241 OLB Chapelle Russell, Round 7 Pick 245 RB Raymond Calais

Undrafted Free Agents: QB Reid Sinnett, OL John Molchon, WR John Pearson, OL Nick Leverett, S Javon Hagan, WR John Hurst, OLB Cam Gill,  LB Michael Divinity, CB Parnell Motley, C Zach Shackleford, DL Nasir Player, DL Benning Potoa’e, WR Travis Jonsen

Die Bucs haben alles in allem einen super Draft hingelegt. Niemand im Front Office hätte gedacht, dass einer der Top 4 Tackles in ihre Hände fällt. Am Ende sind sie auf Nummer sicher gegangen und haben mit den San Francisco 49ers die Plätze getauscht und Tristan Wirfs aus Iowa mit dem 13. Pick ausgewählt. Ein super athletischer Spieler, der nun die rechte Seite von Tom Brady beschützen wird, klarster Need im Team und ein sicherer Pick.

In der zweiten Runde wurde die Secondary durch FS Antoine Winfield Jr. verstärkt. Er ist der Sohn von Vikings Legende Antoine Winfield und spielte College Football bei den Minnesota Golden Gophers, ist er etwas klein geraten und war in seinen ersten beiden Jahren von Verletzungen geplagt. Das macht er allerdings durch überragende Spielintelligenz, enorme Reichweite und gutem Tackling wett. Er scheut einfach keinen Kontakt und trifft den Gegner sehr hart. Wenn man ihn auf Tape sieht erkennt, man schnell dass er ein „Baller“ ist, wie man im Football so gern sagt.

In der dritten Runde war dann Running Back dran. Der Pick klang erstmal ernüchternd, weil Ke’Shawn Vaughn von Vanderbilt auf vielen Big Boards eher weiter hinten angesiedelt war. Genauer betrachtet erkennt man aber durchaus, warum er ein Spieler ist, den Bruce Arians draften würde. Er ist solide in Pass Protection, kann den Ball aus dem Backfield fangen, läuft gut zwischen den Tackles und ist auch relativ schnell auf den Beinen. Ronald Jones sollte Konkurrenz bekommen und die hat er nun.

Dann in Runde 5 noch Tyler Johnson draften zu können, hat bei vielen Bucs Fans und auch Analysten Jubelstürme ausgelöst. Der Pick wird als einer der „Steals“ des Drafts bezeichnet. Für Tampa Bay füllt er eine große Baustelle. Als neuer Wide Receiver drei sollte er für Tom Brady viele Bälle aus dem Slot heraus fangen und das ist auch Johnsons Kernkompetenz. Läuft super geschmeidige Routen und kreiert ständig Separation. Außerdem ist er im Moment des Catches sehr stark und damit eins gegen eins sehr schwer zu schlagen. Tom Brady darf sich auf eine Offense freuen, die dadurch noch stärker werden sollte.

In den Runden 6-7 wurden dann noch einige Spieler für die Kadertiefe geholt, von denen am Khalil Davis heraussticht: Ein Defensive Tackle von Nebraska, der sehr athletisch ist und für seine Gewicht relativ schnell. Vermutlich jemand für die D-Line Rotation.

Zwei Undrafted Free Agents auf die man achten sollte sind OLB Michael Divinity von LSU und CB Parnell Motley von Oklahoma. Divinity hatte einige Probleme abseits des Spielfeldes und Motley zwei eher schlechte College Jahre zu Beginn. Im letzten Jahr hat letzterer aber sehr gut gespielt und unter anderem Spieler wie Denzel Mims oder Jalen Reagor aus dem Spiel genommen, wodurch schon Verwunderung aufgekommen ist, warum er nicht gedraftet wurde. Beide Spieler haben gute Chancen ins Team zu kommen, da beide Positionsgruppen eher dünn besetzt sind.

NFC West

Arizona Cardinals (Max, @GermanBirdgang)

Draftpicks: LB Isaiah Simmons (Rd. 1, Pick 8), OT Josh Jones (Rd. 3, Pick 72), DT Leki Fotu (Rd. 4, Pick 114), DT Rashard Lawrence (Rd. 4, Pick 131), LB Evan Weaver (Rd. 6, Pick 202), RB Eno Benjamin (Rd. 7, Pick 222)

Undrafted Free Agents: OL Jake Benzinger, OL Jackson Dennis, OL Drew Dickinson, OL Steven Gonzalez, TE Ryan Becker, TE Parker Houston, RB Sirgeo Hoffman, RB Jonathan Ward, WR Jermiah Braswell, WR Rashard Medaris, WR JoJo Ward, WR Devin Phelps, WR Bejour Wilson, WR Shane Leatherbury, DL T.J. Carter, DL Adam Shuler, LB Reggie Walker, CB Zane Lewis, CB jace Whittaker, CB Jarren Williams, S Reggie Floyd

Die Draft-Woche ist zu Ende und wir wollen einmal die Picks der Arizona Cardinals revue passieren lassen. Wen haben die Cardinals gewählt, wie wird der Pick bewertet und worauf sich diese Entscheidung zurückzuführen lässt steht hier im Fokus.

Mit Ihrem ersten Pick in Rd.1 an Pos. 8 haben die meisten Experten, wie auch Fans, mit einem der Top Offensive Lineman gerechnet. Doch ziemlich unerwartet war, als die Cardinals an der Reihe waren, Top-Prospect LB Isaiah Simmons noch zu haben. Die Entscheidung fiel GM Steve Keim sehr leicht und der vermeintlich BPA (Best Available Player) wurde gepickt. Er fällt vor allem durch seine Flexibilität auf und kann fast überall in der Defensive eingesetzt werden. Am College spielte er sowohl als Linebacker, als auch Cornerback, Edge Rusher und Safety. Zusätzlich ist es egal ob WR, RB oder TE, er kann sie alle decken und verteidigen. Eine wahre Bereicherung in der Cardinals Defense.

Die zweite Runde im Draft mussten die Cardinals aussetzen, da im laufe der Offseason dieser Pick Bestandteil des Hopkins-Trade war. Somit gehen wir zur dritten Runde und diese hatte eine große Überraschung im Schlepptau. Einer von Experten eingestufte Top-Offensive Lineman Josh Jones fällt den Cardinals in die Arme. Der Need auf der Offensive Lineman Position war immer noch vorhanden und somit wählten die Cardinals in Rd.3 an Pos. 72 OT Josh Jones. Eine wahre Verstärkung beim Schutz von Kyler Murray. Jones ist ein Rohdiamant der noch geschliffen werden muss, aber durch seine Flexibilität an Spielpositionen in der Offensive Line sorgt er hier für die nötige Tiefe.

In Runde 4 hatten die Cardinals gleich zweimal das Recht einen Nachwuchsspieler zu wählen. Beide in dieser Runde ausgewählten Spieler sollen für Tiefe auf der Defensive Tackle Position sorgen. Somit wurde in Rd.4 an Pos 114 DT Leki Fotu und an Pos. 131 Rashard Lawrence ausgewählt. Beide haben ihre Stärken und Schwächen, ergänzen sich jedoch gegenseitig sehr gut. Das Potential zum Starter ist vorhanden und muss nun nur noch aus ihnen herausgeholt werden. Zusätzlich zur Tiefe in der Defensive Line könnten sich die beiden auch zu Spielern im Special Team etablieren.

Die Runde 5 wurde mal wieder ausgesetzt, da auch dieser Pick in einen Trade verwickelt war. Kurze Erinnerung, wir haben Kenyan Drake von den Miami Dolphins geholt. In Rd 6 an Pos. 202 holten die Cardinals mit LB Evan Weaver den Tackling-Leader aller College Spieler. Für die Rolle eines “three-down” Linebackers wird es bei ihm aufgrund zu großer Schwächen gegen den Pass wohl nie reichen. Wenn er jedoch als verlässlicher Laufverteidiger/Back-Up für dringend benötigte Tiefe auf der Position sorgt und dazu in den Special Teams seinen Beitrag zum Erfolg der Cardinals leisten kann, hat sich die Wahl in Runde 6 mehr als gelohnt.

Mit dem für die Cardinals letztem Pick in Rd. 7 an Pos. 222 wurde RB Eno Benjamin geholt. Das Eno Benjamin so weit im Draft fällt war kaum zu erwarten. Er ist aufjedenfall ein sehr solider RB und kann Yards kreieren, ob im Lauf oder auch als Receiver. Eno Benjamin passt sehr gut in die Cardinals Offense und wird sich sicher früh in der Rotation auf der RB Position wiederfinden.

Abschließend lässt sich erkennen, dass dies ein Draft mit richtig Potential für die neue Season der Cardinals war. Alle Picks haben einen nachvollziehbaren Hintergrund und einige würden wir sogar ganz klar als “Steal” bezeichnen. Wir freuen uns die neuen Gesichter in der kommenden Season in Action zu sehen.

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@SimonHertlein) und Marcel (@MBordon13))

Runde 2 Pick 52 Cam Akers Runningback, Runde 2 Pick 57 Van Jefferson Wide Receiver, Runde 3 Pick 84 Terrell Lewis Edge Rusher, Runde 3 Pick 104 Terrell Burgess Safety, Runde 4 Pick 136 Brycen Hopkins Tight End, Runde 6 Pick 199 Jordan Fuller Safety,  Runde 7 Pick 234 Clay Johnston Linebacker, Runde 7 Pick 248 Sam Sloman Kicker, Runde 7 Pick 250 Tremayne Anchrum Guard

Nach dem die Rams auch in diesem Draft in Runde 1 aussetzen mussten, haben sich natürlich alle auf den ersten Pick in Runde 2 gefreut. Als es endlich soweit war, war die Überraschung sehr groß.
Wir stellen alle Spieler so wie sie gewählt wurden kurz vor. Zum Schluss gibt es dann noch eine Übersicht der Undrafted Free Agent (UDFA).

Runde 2 Pick 52 Cam Akers Runningback

Einen Runningback mit dem ersten Pick hat die meisten Rams Fans überrascht, wo viele die OLine als das größte Problem angesehen haben. Dennoch ergibt der Pick Sinn. Zumal wir dadurch einen Runningback mehr haben und er sich auskennt mit einer dürftigen OLine Leistung abzuliefern. Seine OLine beim Universitäts Team war auch katastrophal. Vllt wird er der Todd Gurley Nachfolger, warten wir es ab.

Runde 2 Pick 57 Van Jefferson Wide Receiver

Auch der zweite Pick hat überrascht. Aber auch dieser ergibt Sinn. Zumal einigen klar war dass ein Wide Receiver (WR) gedraftet wird, nur eben nicht so früh im Draft. Jeffersons Spielstil gleicht dem von Cooper Kupp. Welcher nächste Saison ein Free Agent wird. Ob man hier schon seinen möglichen Ersatz gedraftet hat bleibt abzuwarten. Tory Holt ist großer Fan von Van Jefferson.

Runde 3 Pick 84 Terrell Lewis Edge Rusher

Hier gilt ganz klar zu sagen, wenn er Fit bleibt in der Saison ist der Pick an dieser Stelle ein absoluter Steal. Er ist ein großer dünner Athlet der eine solide Abwehrleistung hat und seine Augen super einsetzt, Er hat lange kräftige Arme um einen Offensive Tackle mal eben links liegen zu lassen. Wie schon erwähnt, wenn er fit bleibt dürfen die Rams sich auf diesen Spieler sehr freuen.

Runde 3 Pick 104 Terrell Burgess Safety 

Terrell Burges wird mit Tyrann Mathieu (aktuell bei den Kansas City Chiefs) verglichen. Er hat ein super Pass Coverage wird aber nicht als Tag 1 Starter in Frage kommen. Außer als Nickel Cornerback. Hier könnte er der Ersatz für Nickell-Robey Coleman werden. Kommt stark an wie das neue Defense System der Rams aussehen wird.

Runde 4 Pick 136 Brycen Hopkins Tight End

Auch dieser Pick hat einige überrascht, bei genauer Betrachtung aber gar nicht so verkehrt. Gerald Everett wird nächste Saison ein Free Agent. Und Tyler Higbees Vertrag wurde erst verlängert. Das würde zum einen bedeuten das Brycen Hopkins als Ersatz für Higbee gedraftet wurde. Oder auch in der Offense ein paar Veränderungen haben werden und mit zum Beispiel 3 Tight Ends spielen werden. Ähnlich wie die Baltimore Ravens. In 4 Jahren hat er 1945 Yards produziert und für 16 Touchdowns gesorgt.

Runde 6 Pick 199 Jordan Fuller Safety

Mit dem legendären “Tom Brady Pick” haben sich die Rams einen weiteren Safety geschnappt. Zu diesem hatten wir zu Redaktionsschluss zu wenige Infos um diese hier zu erwähnen.

Runde 7 Pick 234 Clay Johnston Linebacker

Als Clay Johnston den Anruf der Rams erhielt das sie sich für ihn entschieden haben, hatte Clay wohl soviel Energie in sich, das er am Telefon zu Les Snead und Sean McVay sagte das er für sie Wände einreisen wird. Wir hoffen an dieser Stelle dass seine Wände zu Hause noch heil sind. Auch der in Rente gegangene Eric Weedle ist begeistert von ihm. Sein Wortlaut: “Großartiger Junge, er wird das Team besser machen, merkt euch meine Worte”

Runde 7 Pick 248 Sam Sloman Kicker

Ein weiterer Kicker den wir nun im Team haben. Sam Sloman hat ein großartiges und starkes Bein mit dem er auch Fieldgoals aus 50 Yards treffen kann.

Bleibt abzuwarten in wie weit er sich vorallem gegen Lirim Hajrullahu und Austin McGinnis schlagen wird. Das wir mit allen drei Kickern in die Saison gehen werden ist sehr unwahrscheinlich.

Runde 7 Pick 250 Tremayne Anchrum Guard

Mit dem letzten Pick haben die Rams dann doch noch eine Verstärkung für die OLine geholt. Tremayne hat im College viel als Right Tackle gespielt und wird jetzt als Guard gedraftet. Ob das am Ende die Position sein wird auf der ab und zu spielen wird muss man abwarten. Man kann aber sagen das einige Experten überrascht waren das er so spät gedraftet wurde. In ihm steckt eine Menge Potenzial.

Kommen wir zu den UDFA:

  • WR Easop Winston JR
  • QB Josh Love
  • WR Earnest Edwards
  • EDGE Greg Reaves
  • RB James Gilbert
  • DT Sam Renner
  • DL Michael Hoecht
  • DL Eric Banks
  • OL Cohl Cobral
  • DB Juju Hughes
  • WR Trishton Jackson
  • RB Xavier Jones
  • WR JJ Koksi
  • CB Dayan Lake
  • CB Tyrique McGhee
  • WR Brandon Polks
  • LB Christian Rozeboom
  • CB Levonta Taylor
  • DL Jonah Williams
  • QB Bryce Perkins

Einen abschließenden Satz möchte ich noch schreiben. Seit dem McVay der Headcoach der Rams ist hat er bisher immer so gedraftet das die Leute sich in der Saison entwickeln und für die nächste Saison als Starter in Frage kommen. Deshalb ergeben einige Picks auf dem ersten Blick wenig Sinn bei genauer Betrachtung aber durchaus sehr viel.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Die San Francisco 49ers erlebten trotz der wenigen vorhandenen Draft-Picks ein aufregendes Wochenende. Zwar wählte man im Endeffekt nur fünf Spieler aus, innerhalb des Rosters der Niners tat sich jedoch einiges.

Doch der Reihe nach: Nach einem Downtrade mit den Buccaneers entschieden sich die 49ers an 14. Stelle der ersten Runde für DT Javon Kinlaw (South Carolina), der die Lücke, die DeForest Buckner hinterlassen hat, ausfüllen soll. Für den Trade erhielten die Niners einen zusätzlichen Viertrundenpick der Buccs.

Diesen Pick (an 117. Stelle) nutzte man dann, um den 25. Pick der ersten Runde von den Minnesota Vikings zu ergattern. Hierfür gab man zudem den 31. Pick und den 176. Pick im diesjährigen Draft ab. Die 49ers wählten dann den Brandon Aiyuk (Arizona State) aus. Aiyuk sei laut HC Kyle Shanahan der Nr. 1-Receiver auf dem Board der Niners gewesen, noch vor CeeDee Lamb, Jerry Jeudy und Henry Ruggs…

Nach einigen Trades, wofür die 49ers Matt Breida (Dolphins, Fünftrundenpick) und Marquise Goodwin (Eagles, Sechstrundenpick) abgeben mussten, wählte San Francisco mit OL Colton McKivitz (West Virginia), TE Charlie Woerner (Georgia) und WR Jauan Jennings (Tennessee) lediglich drei weitere Spieler aus, die wohl allesamt um einen Roster-Spot kämpfen müssen.

Zusätzlich nahmen die 49ers Berichten zufolge bislang insgesamt zehn Undrafted Free-Agents unter Vertrag. Hierunter auch die Runningbacks Salvon Ahmed (Washington) und Jamycal Hasty (Baylor), die von vielen Experten als Late-Round Picks angesehen wurden. Man hofft natürlich, ein weiteres Juwel wie Matt Breida finden zu können, der damals ebenfalls nicht gedraftet wurde. Außerdem erwähnenswert: S Jared Mayden (Alabama) und WR Chris Finke (Notre Dame).

Wer sich wunderte, dass die 49ers früh im Draft keinen Offensive-Lineman zogen, um Joe Staleys möglichen Ersatz zu verpflichten, wurde an Tag drei des Drafts aufgeklärt. Kurz nach Beginn der 4. Runde wurde bekannt, dass die Washington Redskins den mehrfachen All-Pro Trent Williams nach San Francisco verschiffen, im Gegenzug wanderte der diesjährige 5. Rundenpick und ein 3. Rundenpick im nächsten Jahr nach Washington. Ein guter Deal!

Doch es folgte eine zu erwartende, aber dennoch traurige Nachricht: OT Joe Staley beendet seine Karriere nach 13 fantastischen Jahren im Dress der San Francisco 49ers. Ein Super Bowl Ring ist ihm leider verwehrt geblieben. Staley wird jedoch aufgrund seines Enthusiasmus, unvergleichbaren Ehrgeizes und seiner Leistung für immer ein Teil der Franchise bleiben. Wir danken Joe Staley an dieser Stelle noch einmal und hoffen, dass er auch weiterhin an die Niners gebunden wird. Einen Platz im Herzen aller 49er-Faithfuls hat er ohnehin bereits. Next stop: Canton, Ohio!

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Draft Picks: LB Jordyn Brooks (Rd. 1, Pick 27), DE Darrell Taylor (Rd. 2, Pick 48), G Damien Lewis (Rd. 3, Pick 69), TE Colby Parkinson (Rd. 4, Pick 133), RB DeeJay Dallas (Rd. 4, Pick 144), DE Alton Robinson (Rd. 5, Pick 148), WR Freddie Swain (Rd. 6, Pick 214), TE/WR Stephen Sullivan (Rd. 7, Pick 251)

Undrafted Free Agents: QB Anthony Gordon, LB/DE Eli Mencer, RB Anthony Jones, DT Marcus Webb, S Chris Miller, WR Seth Dawkins, DB Gavin Heslop, TE Tyler Mabry, OL Tommy Champion, DB Debione Renfro, CB Kemah Siverand, DT Josh Avery, WR Aaron Fuller, RB Patrick Carr

Wie schon in den vergangenen Jahren bekommen die Seattle Seahawks von der versammelten Expertenschar Prügel ab. Die Vorwürfe: zu selbstfixiert, krasse Reaches, Needs nicht adressiert, wildes Big Board. Es stimmt, dass die Seahawks in jüngster Vergangenheit eher unglücklich drafteten und nur selten an den Erfolg von 2010 oder 2012 anknüpfen konnten, was das Niveau der Klasse betrifft. Dennoch lassen sich viele der Picks bei genauerem Hinsehen durchaus nachvollziehen.

Ohne bis ins kleinste Detail auf einzelne Spieler einzugehen (das tun wir hier und Ende der Woche auch im Ballhawks-Podcast) – zwei Aspekte lassen sich aus der Seahawks-Auswahl ableiten: 1) Seattle suchte gezielt nach Rookies, die teure Veterans direkt ersetzen können. Prompt entließen die Verantwortlichen zwei Tage nach dem Draft Center Justin Britt und Guard D.J. Fluker. Weitere könnten folgen. 2) Die Seahawks wählten über sieben Runden verteilt nur Spieler aus den Power Five Conferences aus. Das zeigt, dass die COVID-19-Situation Auswirkungen auf den Scouting-Prozess hatte. Seattle wollte den sicheren Weg gehen. Athleten von kleineren Schulen landeten nur als Undrafted Free Agents im Pacific Northwest.

Einen Satz pro Pick gibt’s jetzt im Schnelldurchlauf: Jordyn Brooks bringt Geschwindigkeit mit und ist als Passverteidiger nicht so schlecht, wie es viele Experten zunächst darstellten. Darrell Taylor stillt nicht den Bedarf nach einem Veteran im Pass Rush, bringt aber mindestens die athletischen Fähigkeiten mit, eines Tages eine Schlüsselrolle zu spielen. Damien Lewis dürfte am ehesten direkt Stammspieler werden, denn er ist ein Brecher und überzeugte am College mit gutem Gesamtpaket aus Pass- und Lauf-Blocking. Colby Parkinson litt in Stanford unter schwachem Quarterback-Spiel, könnte aber in Seattle zur smarten Redzone-Waffe für Russell Wilson und Gefahr für die Veterans Luke Willson und Jacob Hollister werden. Der als Receiver und Läufer einsetzbare DeeJay Dallas spielte 2018 gemeinsam mit Seahawk Travis Homer am College und kämpft nun mit ihm um eine Backup-Rolle in Seattle. Alton Robinson hat vielleicht das größte Potenzial und zeigte bereits in seiner Jugend, dass er sich zusammenreißen und weiterentwickeln kann. Freddie Swain hat ohne seine Returner-Fähigkeiten wohl kaum die Chance auf einen Kaderplatz. Für Tight-End-Receiver-Hybrid Stephen Sullivan tauschten sich die Seahawks zurück in den Draft (wie 2019 für Wide Receiver John Ursua), obwohl dieser (im Gegensatz zu Ursua bei Hawaii) selbst in der Dauerbrenner-Offensive des nationalen Meisters LSU keine nennenswerten Zahlen lieferte.

Bei den Undrafted Free Agents stechen zwei Namen heraus: Anthony Gordon war an der Washington State University 2019 ähnlich erfolgreich als Passer wie Joe Burrow für LSU und ist momentan der einzige Backup-Quarterback im Kader. Genau wie Aaron Fuller von den Washington Huskies könnte er als Home-State Hero für die ein oder andere schöne Geschichte sorgen.

NFL Draft Rückblick – die AFC!

NFL News

Der virtuelle NFL Draft 2020 wurde tatsächlich ohne großen Fauxpas durchgeführt und die Situation rund um den Draft von der NFL gut gemeistert. In den sieben Runden wurden insgesamt 14 LSU-Spieler von den Teams ausgewählt, was einem NFL-Rekord entspricht. Unter den 14 Spielern waren unter anderem der First Overall Pick Joe Burrow und fünf weitere Firstrounder.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (@seppmaster56)

Draft Picks: DE A.J. Epenesa (Rd. 2, Pick 54), RB Zack Moss (Rd. 3, Pick 86), WR Gabriel Davis (Rd. 4, Pick 128), QB Jake Fromm (Rd. 5, Pick 167), K Tyler Bass (Rd. 6, Pick 188), WR Isaiah Hodgins (Rd. 6, Pick 207), CB Dane Jackson (Rd. 7, Pick 239)

UDFA: RB Antonio Williams, TE/FB Reggie Gilliam, OL Trey Adams, OL Marquel Harrell, OL Brandon Walton, CB Ike Brown, DB Josh Thomas, S Garrett Taylor

Die Buffalo Bills haben sich in ihrem Draft weiterhin verstärkt. Ohne First Round Pick ausgestattet holten sich die Bills mit ihrem ersten Pick einen starken Pass Rusher in A.J. Epenesa, den viele Experten in der ersten Runde gesehen haben. Mit Zack Moss holten sich einen jungen Ersatz für Frank Gore und eine gute Unterstützung für den letztjährigen Drittrundenpick Devin Singletary. Mit Gabriel Davis und Isaiah Hodgins wurden zudem zwei Receiver gedrafted, die eine Komponente mitbringen, die den Bills bisher fehlt: Größe.

Eine kleine Überraschung war der Pick für Quarterback Jake Fromm in der fünften Runde. Fromm ist das komplette Gegenteil zu Josh Allen, der sehr athletisch ist und gerne mit dem Ball läuft. Sowas wird man von Fromm nicht sehen, denn er ist der klassische Pocket Quarterback. Ebenfalls überraschend kommt der Pick für Tyler Bass. Dieser Move könnte bedeuten, dass die Bills bereit sein könnten, sich von Stephen Hauschka zu trennen. Ansonsten holten sie sich weitere Talente für die Secondary und die O-Line, um dort noch mehr Tiefe zu haben.

 

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Draft Picks: QB Tua Tagovailoa (Rd. 1, Pick 5), OT Austin Jackson (Rd. 1, Pick 18), CB Noah Igbinoghene (Rd. 1, Pick 30), G Robert Hunt (Rd. 2, Pick 39), DT Raekwon Davis (Rd. 2, Pick 56), S Brandon Jones (Rd. 3, Pick 70), G Solomon Kindley (Rd. 4, Pick 111), DE Jason Strowbridge (Rd. 5, Pick 154), DE Curtis Weaver (Rd. 5, Pick 164), LS Blake Gerguson (Rd. 6, Pick 185), RB Malcolm Perry (Rd. 7, Pick 246)

UDFA: DT Benito Jones, C/G Donell Stanley, DE Tyshun Redner, OT Nick Kaltmayer, DL Ray Lima, WR Kirk Merritt, WR Matt Cole, LB Kylan Johnson, DE/TE Bryce Sterk

Tua Tagovailoa

Seit Monaten geisterte sein Name durch Miami und trotz einzelner Gerüchte der letzten Wochen kann man davon ausgehen, dass er stets der Wunschkandidat war. Nun ist Tua da und da die Dolphins keine zusätzlichen Picks investieren mussten, lief es hier perfekt. Der gewünschte kommende Franchise-QB ist da und kann in Ruhe hinter Fitzpatrick aufgebaut werden.

Austin Jackson

Eine Wahl die etwas überrascht hat. Jackson gilt als sehr guter Athlet, aber auch weit weniger NFL-ready als andere des Jahrgangs. 2020 wird man ihn mit großer Wahrscheinlichkeit nicht als Starter zu sehen bekommen, der Pick ist definitiv als langfristige Investition gedacht.

Noah Igbinoghene

Auch dieser Pick scheint eher auf 2021 ausgerichtet zu sein, Igbinoghene wurde erst vor zwei Jahren vom Receiver zum Cornerback umgeschult und gilt daher ebenfalls als sehr roh. Wie bei Jackson gab es auch hier Kritik ob die Dolphins ihn nicht auch später hätten bekommen können. Allerdings ist er auch ein Cornerback, der den Vorstellungen von HC Flores äußerst nahe kommt.

Robert Hunt

Und wieder ein Pick, der sich eher nach mittlerer als kurzer Zukunft aussieht. Hunt gilt ebenfalls als roher als andere Linemen, bringt dafür eine große Flexibilität mit und spielte abgesehen von Center auf der gesamten Line. Zu erwarten ist aber, dass Hunt als Guard aufgebaut werden wird. Allerdings ist er zum Saisonstart bereits 24 und damit 3 Jahre älter als der zuvor gepickte Austin Jackson. Weiter hatte er öfters Probleme mit Verletzungen, was ihn auf vielen Big Boards nach unten rutschen ließ.

Raekwon Davis

Davis ist in der Defensive Line vielseitig einsetzbar, gilt in erster Linie als Run Defender, während er im Pass Rush eher weniger auffällig ist. Nach einem starken ersten College Jahr war er in den letzten Monatenbeiden Jahren eher unauffällig.

Weitere Picks:

Mit Brandon Jones wurde in Runde 3 das Safety-Problem angegangen. Auf der Position hatte man wesentlich früher einen Pick erwartet, nun wurde es Jones. Seine Stärke liegt sehr deutlich in der Run Defense. In Runde 4 kam mit Solomon Kindley ein äußerst physischer Guard, der schnell zu Snaps kommen könnte. Runde 5 hatte mit Jason Strowbridge einen weiteren Run Defender und mit Weaver einen Linebacker, der einige College-Offenses schlecht aussehen ließ. Gegen Draftende kamen dann mit Blake Ferguson ein Long Snapper und mit Malcolm Perry ein Spieler, der laufen, fangen und werfen kann. Vermutlich kein Starter, aber eines dieser Schweizer Taschenmesser, den man immer mal aufs Feld schicken kann.

 

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

Draft Picks: OT Mekhi Becton (Rd. 1, Pick 11), WR Denzel Mims (Rd. 2, Pick 59), S Ashtyn Davis (Rd. 3, Pick 68), EDGE Jabari Zuniga (Rd. 3, Pick 79), RB La’Mical Perine (Rd. 4, Pick 120), QB James Morgan (Rd. 4, Pick 125), OT Cameron Clark (Rd. 4, Pick 129), CB Bryce Hall (Rd. 5, Pick 158), P Braden Mann (Rd. 6, Pick 191)

Erwähnenswerte UDFA: WR Lawrence Cager, CB Lamar Jackson, DB Shyheim Carter, DT Sterling Johnson, WR George Campbell

Der erste Draft von General Manager Joe Douglas lief nach Plan. Wie sich später herausstellte, waren auf dem Board der Jets die Offensive Linemen Jedrick Wills und Mekhi Becton auf den beiden ersten Plätzen. Man hatte einen Deal mit den Jaguars auf dem Tisch, um mit Hilfe eines 4th Round Picks (Pick 120) auf den neunten Pick vor die Cleveland Browns zu springen, wenn einer der beiden Linemen vom Board gewesen wäre. Es kam jedoch anders und die Jaguars machten regulär ihren Pick. Nachdem die Browns sich für Wills entschieden nahm man den körperlich beeindruckenden Tackle der Louisville Cardinals.

In der zweiten Runde tradete Joe Douglas von Pick 48 auf 59 zurück und bekam hierdurch zwei extra 4th Round Picks (125 und 129) sowie einen 2021 6th Rounder der Seattle Seahawks. Mit Pick 59 sicherte man sich WR Denzel Mims, der alle Anlagen für einen dringend benötigten Outside WR mitbringt.

Ein weiterer, erwähnenswerter Pick ist 5th Round CB Bryce Hall, den viele auf ihren Boards deutlich weiter oben ansiedelten.

Den letzten 6th Round Pick tradeten die Jets zu den Indianapolis Colts. Im Gegenzug erhielt man CB Quincy Wilson.

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

  • Draft Picks: S Kyle Dugger (Rd. 2, Pick 37), LB Josh Uche (Rd. 2, Pick 60), LB Anfernee Jennings (Rd. 3, Pick 87), TE Devin Asiasi (Rd. 3 Pick 91), TE Dalton Keene (Rd. 3, Pick 101), K Justin Rohrwasser (Rd. 5, Pick 159), G Michael Onwenu (Rd. 5, Pick 182), OT Justin Herron (Rd. 6, Pick 195), LB Cassh Maluia (Rd. 6, Pick 204) und C Dustin Woodard (Rd. 7, Pick 230)
  • Undrafted Free Agents: QB J’Mar Smith, QB Brian Lewerke, DL Bill Murray, DB Myles Bryant, WR Will Hastings, TE Rashod Berry, WR Isaiah Zuber, LB De’Jon “Scoota” Harris, WR Sean Riley, LB Kyahva Tezino und RB J.J. Taylor

Der Draft is in the books und in typischer Bill Belichick-Manier haben die Patriots viele ihrer Picks für verschiedene Trades verwendet. Bemerkenswert da am meisten wohl der Downtrade vom 23. Pick der ersten Runde, den man an die LA Chargers abgab, um sich einen hohen 2nd Round Pick zu sichern. Dieser wurde überraschend für Safety Kyle Dugger verwendet, der aufgrund seiner puren Athletik für sein College dominierte. Technisch ist er allerdings ein Projekt und sicher kein Day 1-Starter in Foxborough.

Weiterhin wurden mit insgesamt drei ausgewählten Linebackern und zwei Tight Ends dringende Team-Needs angegangen. Bemerkenswert ist hier vorallem Josh Uche, der bereits zusammen mit Chase Winovich am College in Michigan spielte und als Outside Linebacker helfen soll, Druck auf gegnerische QB zu generieren. Tight End Devin Asiasi soll hingegen helfen, die schwache Production von Ryan Izzo und Matt LaCosse aus dem letzten Jahr zu verbessern und gilt als solider Route-Runner mit sicheren Händen.

In den späteren Runden wurde grundsätzlich Depth für die Offensive Line gedraftet sowie ein Kicker, der sich gleich durch ein Tattoo unbeliebt machte, welches einen Zusammenhang zu einer rechtsgerichteten Miliz haben soll. Ohne Kontroverse geht in New England halt nichts.

Bei den Undrafted Free Agents konzentrierten sich die Patriots dann auf das, was ihnen im Draft vielfach angedichtet wurde: Quarterback und Wide Receiver. In guter alter Patriots Manier unterschrieb dabei mit Will Hastings einen kleiner, weißer Slot Receiver, der bereits am College in Auburn mit Jarett Stidham zusammen spielte.

 

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Draft Picks: LB Patrick Queen (Rd.1, Pick 28), RB J.K. Dobbins (Rd. 2, Pick 55), DL Justin Madubuike (Rd. 3, Pick 71), WR Devin Duvernay (Rd. 3, Pick 92), LB Malik Harrison (Rd. 3, Pick 98), G Tyre Phillips (Rd. 3, Pick 106), G Ben Bredeson (Rd. 4, Pick 143), DL Broderick Washington (Rd. 5, Pick 170), WR James Proche (Rd. 6, Pick 201), S Geno Stone (Rd. 7, Pick 219)

UDFA: C Trystan Colon-Castillo, DE John Daka OL Daishawn Dixon, TE Eli Wolf QB Tyler Huntley, DB Josh Nurse, RB Ty’Son Williams, S Nigel Warrior, DE Chauncey Rivers, LB Kristian Welch, FB Bronson Rechsteiner, DB Jeff Hector, WR Jaylon Moore, DT Aaron Crawford, P Dom Maggio, DE Marcus Willoughby, TE Jacob Breeland, OL Sean Pollard, K Nick Vogel, DB Khalil Dorsey

 

Mit dem Erstrundenpick bekamen die Ravens mit Patrick Queen einen variablen ILB, der alle drei Downs spielen kann. Er ist schnell, ein sideline-to-sideline Player, ist in Coverage gut und auch ein starker Blitzer. All das sind Eigenschaften, die in der Ravens Defense gefragt sind.

In Runde zwei folgte mit J.K. Dobbins ein spektakulärer RB, mit unfassbarer Production (2000+ yds letzte Saison). Ein Need war RB nicht, das Backfield ist jetzt aber sehr breit aufgestellt. Den 60. Pick gab man nach New England ab, was ihnen letztendlich vier Spieler in Runde drei einbrachte:

DT und Runstopper Justin Madubuike verstärkt die Rotation der D-Line, die in der Free Agency schon namhaft aufgewertet wurde. WR Devin Duvernay lief 4,39 bei der Combine und hatte eine sehr produktive letzte Saison. Er soll für Marquise Brown Räume schaffen und mit seiner Geschwindigkeit das Feld lang ziehen. LB Malik Harrison ist eher Laufverteidiger, aber auch guter Blitzer und gibt der letztes Jahr dünn besetzten Positionsgruppe noch mehr Tiefe. OL Tyre Phillips spielte am College OT, wird aber wohl um den vakanten Spot auf RG kämpfen. Seine Stärke liegt im Runblocking.

An Tag drei folgte gleich der nächste Guard mit Ben Bredeson, dessen Domäne die Pass Protection ist. Mit Broderick Washington Jr. kam noch ein DT. In Runde sechs gingen die Ravens für WR James Proche teuer nach oben (gaben einen 2021 5th Rounder nach Minnesota). Die 33 TDs letztes Jahr waren Spitze im CFB. Proche spielt Slotreceiver und kann auch im Return Game eingesetzt werden. Letzter Pick war S Geno Stone, der ein Liebling der Analytics ist. Gutes Spielverständnis, stark gegen den Pass, aber mit großen Fragezeichen im Tackling.

Der Draft der Ravens wird allgemein als gut angesehen. Die größten Needs (WR, IOL, LB) wurden adressiert und das mehrfach – wenn WR auch für mich etwas spät. Mit Dobbins kommt dazu ein Luxuspick. Baltimore verfolgt auch in Jahr zwei nach GM Legende Ozzie Newsome seinen Weg – Teambuilding über den Draft mit vielen Picks – weiter, so scheint es.

 

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

Draft Picks: QB Joe Burrow (Rd. 1, Pick 1), WR Tee Higgins (Rd. 2, Pick 33), LB Logan Wilson (Rd. 3, Pick 65), LB Akeem Davis-Gaither (Rd. 4, Pick 107), DE Khalid Kareem (Rd. 5, Pick 147), OT Hakeem Adeniji (Rd. 6, Pick 180), LB Markus Bailey (Rd. 7, Pick 215)

UDFA: DL Trey Dishon, DL Tyler Clark, OL Clay Cordasco, LB Marcel Spears Jr., CB Isiah Swann, G Josh Knipfel, RB Devwah Whaley, LB Kendall Futrell, WR Scotty Washington, TE Mitch Wilcox

Die Bengals durften als schwächstes Team der Vorsaison in jeder Runde und an jedem Tag als erstes Team picken, was das ganze etwas berechenbarer gemacht hat und konnte diesen Vorteil in einen starken Draft umgemünzt. Wie erwartet wurde mit dem ersten Pick Joe Burrow von LSU als Franchise Quarterback der Zukunft geholt. Um ihn zu unterstützen hat man den Wide Receiver Tee Higgins aus Clemson geholt. Der Receiver hatte im Sommer Workouts mit Burrow und ist Fan der Bengals und von AJ Green, mit dem er spielen darf. Dazu gab es in Runde sechs mit Hakeem Adeniji einen Tackle von der University of Kansas, der dort vier Jahre Starter war, der der Offensive Line Tiefe gibt.
Auch die Defensive wurde gestärkt. In den Runden drei, vier und sieben wurden mit Logan WIlson von Wyoming, Akeem Davis-Gaither von Appalachian State und Markus Bailey von Purdue drei Linebacker verpflichtet. Linebacker waren in der vergangenen Saison die größte Baustelle einer schwachen Defense, für die man jetzt drei vielversprechende Spieler hat. Zudem bringt Davis-Gaither als Team Captain von Appalachian State dringend benötigtes Leadership mit. In der fünfte Runde hat man mit Khalid Kareem einen Defense End von Notre Dame verpflichtet, dem man im ersten Jahr etwas Zeit geben kann sich an die NFL zu gewöhnen. Der Draft wurde von vielen Experten gelobt und als stark bewertet und lief auch aus Sicht von Head Coach Zac Taylor sehr gut. Man hat es geschafft mit Burrow, Higgins und den Linebackern die wichtigsten Needs zu füllen und hat weitere talentierte Prospects gefunden.

Cleveland Browns (@piefke_96)

Draft Picks: OT Jedrick Wills (Rd. 1, Pick 9), S Grant Delpit (Rd. 2, Pick 44), DT Jordan Elliott (Rd. 3, Pick 97), LB Jacob Phillips (Rd. 3, Pick 115), TE Harrison Bryant (Rd. 4, Pick 115), C Nick Harris (Rd. 5, Pick 160), WR Donovan Peoples-Jones (Rd. 6, Pick 187)

Undrafted Free Agents: QB Kevin Davidson, RB Benny LeMay, RB Brian Herrien, WR Tony Brown, WR Ja’Marcus Bradley, TE Nate Wieting, OT Alex Taylor, OL Drake Dorbeck, DE George Obinna, DL Jeffery Whatley, LB Solomon Ajayi, DB James Houston, CB A.J. Green, S Jovante Moffatt, S Elijah Benton

Wenn man den Experten Glauben schenken darf, dann haben die Browns einen vom Papier her guten Draft hingelegt. Die wichtigsten Needs wurden dabei bedient. Ob die Picks den Vorschusslorbeeren gerecht werden, wird man natürlich erst bewerten können, wenn sich die Spieler auf dem Feld in der NFL beweisen konnten.
Mit ihrem ersten Pick wählten die Browns wie erwartet einen Offensive Tackle aus. Bis auf Andrew Thomas standen ihnen dabei noch alle Talente zur Verfügung. Entschieden hat man sich letztendlich für Jedrick Wills, der sofort Starter sein dürfte. In Runde 2 wählten die Browns Safety Grant Delpit, der als dritter Spieler seiner Position vom Board ging. Auch hier wurde ein Need bedient. In Runde 3 kamen Defensive Tackle Jordan Elliott und Linebacker Jacob Phillips hinzu, womit ebenfalls Positionen bedient wurden, auf denen die Browns noch nach Verstärkung gesucht haben. Etwas überraschend war der Pick von Tight End Harrison Bryant in Runde 4, da man hier mit Austin Hooper und David Njoku bereits gut aufgestellt ist. Head Coach Kevin Stefanski ist allerdings bekannt dafür gerne Tight Ends in seinen Gameplan einzubinden. Komplettiert wird der Draft der Browns mit Center Nick Harris, der mehr Tiefe in die Offensive Line bringt und Wide Receiver Donovan Peoples-Jones, der einen weiteren Need erfüllt. Unter den Undrafted Free Agents befindet sich mit Linebacker Solomon Ajayi der jüngere Bruder von Jay Ajayi, ehemaliger Running Back der Miami Dolphins und Philadelphia Eagles.

 

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Draft Picks: WR Chase Claypool (Rd. 2 Pick 49), Edge Alex Highsmith (Rd. 3 Pick 102), RB Anthony McFarland Jr. (Rd. 4 Pick 124), OG Kevin Dotson (Rd. 4 Pick 135), FS Antoine Brooks Jr. (Rd. 6 Pick 198), DT Carlos Davis (Rd. 7 Pick 232)

UDFA: LB John Houston, LB Leo Lewis, LB James Lockhart, DE Josiah Carrey, DE Calvin Taylor, CB Trajan Brandy, CB James Pierre, FB Spencer Nigh, OG Christian Motano, Punter Corliss Waitman

Insgesamt hatten die Steelers einen wie erwartet unspektakulären Draft. Mit Claypool erhält man einen physischen Reciever der Contested Catches gewinnt, aber dafür keine Separation kreieren kann. Manche Experten sehen in ihm sogar einen Tight End.

RB McFarland Jr. ist ein Speedster durch und durch. Kommt er einmal auf das Second Level ist er kaum zu stoppen und kann Tackles sehr gut ausweichen. Dafür ist er im Passspiel nicht effektiv. Weder ist er ein brauchbarer Reciever noch ein guter Pass block.

Damit er auch die Chance bekommt auf das second Level zu kommen, wurde OG Kevin Dotson als potenzieller Nachfolger für Ramon Foster gedrafted. Er ist ein solider Run Blocker, der aber an seinem Footwork arbeiten muss.

FS Antoine Brooks Jr. und Dt Carlos Devis in der sechsten bzw. siebten Runde sollen dann noch die Tiefe auf den jeweiligen Positionen erhöhen.
Im Anschluss wurden 10 Undrafted Free Agents verpflichtet und RB Darrin Hall, WR Jamal Curtis und Safety Tray Matthews entlassen damit man unter dem 90-Spieler-Limit kommt.

 

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Draft Picks: DT Ross Blacklock (Rd. 2 Pick 40), Edge (OLB) Janathan Greenard (Rd. 3 Pick 90), OT Charlie Heck (Rd. Pick 126), CB John Reid (Rd. 4 Pick 126), WR Isaiah Coulter (Rd. 5 Pick171)

Undrafted Free Agents: OG Cordel Iwuagwu, TE Dylan Stapleton, RB Scottie Phillips, WR Tyler Simmons, OL Elex Woodworth, Edge Jamir Jones, DT Auzoyah Alufohai, LB Jan Johnson

Es war ein sehr solider Draft. Nach manchen Moves der letzten Monate hatte man mehr unverständliche Picks erwartet. Es gab 3 Trades. Trade 1: 111th gegen 136th und 141th mit Miami. Trade 2: Wir traden hoch an 126 und geben 136, 248, 250 mit den Rams. Trade 3:  Wir geben unseren letzten 7th Round Pick 240 und erhalten von den Saints einen 6th Rounder für das kommende Jahr.

Zwischendurch gab es noch ein wenig Aufregung. Laut den Houston Insidern sollen die Lions an einem Trade an Position 90 interessiert gewesen sein. Der Trade kam nicht zustande und O´Brien reagierte etwas ungehalten wie man im TV gesehen hat.

Blacklock ist kein Ersatz für DJ Reader. Er ist eher ein DT/DE Hybrid und kann z.b. in einem 4-3 Setup neben NT Brandon Dunn stehen. Omenihu könnte dann die Edge Position besetzte. In einem 3-4 Setup wäre er der Edge und Greenard könnte neben ihm stehen.

Sein Vater war erst Spieler und jetzt Trainer der Basketball Combo Harlem Globetrotters. Er ist ein Hometownkid. Er ist in Missouri City, TX aufgewachsen.

Eine Verletzung seiner Achillessehne in der 2018er Offseason ließ ihn eine College Saison aussetzen. Sein College spielte ein System in der Dline was ihm in die Karten Spielte. Es wurden viele Stunts und Slants gesetzt. Das System ist nicht auf den Passrush ausgelegt. Trotzdem landete er 3,5 Sacks, 24 Hurries, 3 QB Hit´s und 40 Tackle über 12 Spiele. Die Leistung brachte ihn in das First Team der All-Big 12.

16 Teams hatten Pre Draft Interaktionen mit ihm. Neben uns zeigten die Cardinals und die Seahawks etwas mehr interesse. Er wird bei unserer schwachen D Line ein Day 1 Starter werden.

Left Tackle Laremy Tunsil bleibt ein Texan. 3 Jahre 66 Millionen Dollar. 50 Millionen davon sind garantiert.Man macht ihn damit zum bestbezahlten Tackle in der NFL. Jetzte startet man in die Verhandlungen mit Deshaun Watson.

 

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Draft Picks: WR Michael Pittman Jr. (Rd. 2, Pick 34), RB Jonathan Taylor (Rd. 2, Pick 41), S Julian Blackmon (Rd. 3, Pick 85), QB Jacob Eason (Rd. 4, Pick 122), OL Danny Pinter (Rd. 5 Pick 149), DT Robert Windsor (Rd. 6, Pick 193), CB Isaiah Rodgers (Rd. 6, Pick 211), WR Dezmon Patmon (Rd. 6, Pick 212), S/LB Jordan Glasgow (Rd. 6, Pick 213).

Beachtenswerte UDFAs: K Rodrigo Blankenship, OL Carter O’Donnell.

Nachdem man in Indy den diesjährigen First Round Pick bereits vor dem Draft nach San Francisco geschickt hatte und dafür zum Ausgleich DeForest Buckner erhielt, ging es wieder erst in der zweiten Runde los. Mit WR Michael Pittman konnte man sich einen prototypischen X-Receiver sichern. Ein großer WR für Contested Catches fehlte dem Roster bis dato. Mit Jonathan Taylor konnte man sich die Dienste des wohl besten Pure Runners mit dem 41. Pick sichern. Dieser Pick sorgte insbesondere in Anbetracht des Positional Values für ausschweifende Diskussionen, auch weil man für ihn nach oben getradet ist. Sollte er gesund bleiben und wie erwartet einschlagen, wäre das Indy Backfield eine echte Gefahr. S Julian Blackmon ist ein vielseitiger athletischer Spieler, der vorheriges Jahr den Wechsel vom Cornerback zum Safety vollzog und dafür schon sehr weit ist. Ein Kreuzbandriss, den er sich im Dezember zuzog sollte ihn noch bis September/Oktober davon abhalten zu spielen. Ein weiterer besonders diskussionswürdiger Pick war die Wahl von QB Jacob Eason in der vierten Runde. Eason verfügt über einen absoluten Raketenarm, kann mit Touch werfen und hat ein schnelles Release. Seine Mechanics (Footwork) und Pocket Presence sind allerdings noch stark ausbaufähig, sodass er nicht nur ein Jahr hinter Rivers sitzen, sondern mit Chad Kelly um den Spot als dritter QB kämpfen wird. In der fünften Runde konnte man mit Danny Pinter dringend benötigte Depth für die OL verpflichten. In Runde 6 konnte man insgesamt drei Spieler ziehen, die allesamt um einen Rosterspot kämpfen müssen: DT Robert Windsor ist für einen DT sehr leicht, aber verfügt über einen unfassbaren Antrieb und – wie fast alle Picks der Colts – hohen Relative Athletic Score (RAS). Der RAS ist ein Wert, der sich aus den verschiedenen Messungen bei Combine und Pro Day ergibt und in Relation zu anderen Spielern der Positionsgruppe setzt. Ebenfalls in der sechsten Runde kamen noch CB Isaiah Rodgers, WR Dezmon Patmon und LB Jordan Glasgow. Während Patmon ein weiterer großer kräftiger WR ist, dürften Rodgers und Glasgow sich als Special Teamer beweisen.

Natürlich ist auch nicht ausgeschlossen, dass einige UDFAs im Camp überzeugen können und das Team schaffen, als klaren Favoriten habe ich allerdings Georgias Kicker Rodrigo Blankenship auf dem Schirm. Hätte er seine Leistung öfters unter widrigen Wetterbedingungen zur Schau stellen können, wäre er sicherlich gedraftet worden (verwandelte 92,7% seiner Kicks unter 40 Yards, 6 von 9 Kicks über 50 Yards, hält mit 55 Yards den Rekord für das längste Field Goal beim Rose Bowl).

Mein Fazit: Das Team hat sich deutlich verbessert. Mit Pittman und Taylor hat mein zwei absolute Playmaker geholt, die der Offense in der letzte Saison (auch verletzungsbedingt) fehlten. Das Backfield mit Mack, Taylor, Hines (und womöglich Jordan Wilkins) ist brandgefährlich und sollten die WR mal ausnahmsweise fit bleiben, hat man mit Hilton, Campbell und Pittman als drei Top WR auch dort einen abwechslungsreich besetzten Kader. Jacob Eason braucht eine massive Entwicklung um der zukünftige Franchise QB zu sein und dessen sind sich alle Beteiligten, einschließlich Eason, auch bewusst. Ich finde allerdings einen Viertrundenpick kein schlechtes Risk-Reward-Verhältnis. Die Late Round Picks sind bei den Colts mittlerweile traditionell auf Athletik gezielt. Man draftet die besten Athleten auf dem eigenen Board, die nach Möglichkeit vielseitig sind und versucht diese zu entwickeln.Vor allem wenn DT DeForest Buckner als faktische Erstrundenwahl dazu gezählt wird, ist das eine Draftklasse die Needs abdeckt, Playmaker bringt und viel Athletik für die Tiefe zur Verfügung stellt.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Draft Picks: CB CJ Henderson (Rd. 1, Pick 9), EDGE K’Lavon Chaisson (Rd. 1, Pick 20), Laviska Shenault (Rd. 2, Pick 42), DaVon Hamilton (Rd. 3, Pick 73), OL Ben Bartch (Rd. 4, Pick 116), CB Josiah Scott (Rd. 4, Pick 137), LB Shaq Quarterman (Rd. 4, Pick 140), S Daniel Thomas (Rd. 5, Pick 157), WR Collin Johnson (Rd. 5, Pick 165), QB Jake Luton (Rd. 6, Pick 189), TE Tyler Davis (Rd. 6, Pick 206), DB Chris Claybrooks (Rd. 7, Pick 223)

Notable UDFA: RB James Robinson, CB Luq Barcoo, WR Josh Hammond, DB Amari Henderson, OL Doug Costin

Athletik und Upside. Diese beiden Attribute beschreiben den Draft der Jaguars. Es wurden Spieler gedrafted, die hohes Potential haben, hinter denen gleichzeitig aber noch Fragezeichen stehen. Viele Analysten halten Henderson für talentierter als Okudah, sein Tackling und seine Fehler in 2019 bereiten Sorgen. Chaisson ist hat großartige Traits, diese aber bisher nur in wenigen Spielen unter Beweis gestellt. Shenault ist laut Analyst Daniel Jeremiah der vielleicht athletischste Spieler des Drafts, kämpft jedoch immer wieder mit Verletzungen. Insgesamt zeigen die Picks einen Fokus auf die Defensive, die die Mannschaft vor drei Jahren fast in den Super Bowl getragen hat. Schöpfen die Picks ihr Talent aus, wird es eine spannende Saison. Ansonsten heißt es: Tanking for Trevor.

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

Draft Picks: #29: Isaiah Wilson, OT | #61: Kristian Fulton, CB | #93: Darrynton Evans, RB | #174: Larrell Murchinson, DL | #224: Cole McDonald, QB | #243: Chris Jackson, CB

In der ersten Runde draftete man Tackle Isaiah Wilson, der mit Dennis Kelly um die RT Position kämpfen wird. Dies wirft insofern Fragen auf, als dass man sich diese Lücke erst vor kurzem selbst aufriss, indem man Jack Conklin ziehen ließ.
In der zweiten Runde konnte man sich einen Steal sichern und entschied sich für CB Kristian Fulton, der vorher als 1st Rounder projiziert wurde. Dieser soll den Abgang von CB Logan Ryan kompensieren.
In Runde 3 wählte man RB Darrynton Evans, der wohl die durch Dion Lewis Abgang frei gewordene Rolle des Receiving Backs übernehmen soll.
Anschließend musste man bis Runde 5 warten bis man wieder „on the clock“ war und entschied sich hier für DL Larrell Murchinson. Ihn plant man offensichtlich als Ersatz für die Jurrell Casey Rolle ein, den man zu Beginn der FA zu den Broncos tradete.
In Runde 6 hatte man auch keinen Pick, dafür in Runde 7 jedoch gleich 3 an der Zahl. Den ersten nutze man für QB Cole McDonald, der sich Hoffnungen auf den Backup QB Posten machen darf. Den Pick aus dem Jurrell Casey Trade schickte man gleich weiter an die Chiefs und sicherte sich im Gegenzug einen 2021 6th Round Pick. Mit dem letzten Pick des diesjährigen Drafts sicherte man sich CB Chris Jackson. Er wird wohl hauptsächlich als Special Teamer zu finden sein, wenn er es denn überhaupt in den 53er Roster schafft.

 

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

„Drew Lock, or nothing“

 

So, oder so ähnlich könnte das Draft-Motto der Broncos für den 2020 NFL Draft gewesen sein. Ich möchte euch gleich kurz die einzelnen Spieler vorstellen und am Ende seht ihr nochmal eine Liste mit den Undrafted Free Agents. Wir wollen keine Zeit verlieren, deswegen gehts hier direkt los:

 

Draft Picks: Jerry Jeudy (Rd 1, Pick 15), KJ. Hamler (Rd. 2, Pick 46), Michael Ojemudia (Rd. 3, Pick 77), Lloyd Cushenberry (Rd. 3, Pick 83), McTelvin Agim (Rd. 3, Pick 95), Albert Okwegbunam (Rd. 4, Pick 118),  Justin Strnad (Rd. 5, Pick 178), Netani Muti (Rd. 6, Pick 181), Tyrie Cleveland (Rd. 7, Pick 252), Derrek Tuszka (Rd. 7, Pick 254)

 

Jerry Jeudy (Wide Receiver)

 

War der Nummer Eins Receiver auf dem Big Board der Broncos. Das man ihn an 15 bekommt hätte man vorher wohl eher nicht erwartet. Ein klasse Route Runner mit ordentlichem Speed. Wird der Nummer 2 beziehungsweise Z-Receiver in der Offense sein.

 

  1. Hamler (Wide Receiver)

 

Das Motto in Runde zwei: Zwei sind besser als einer. Nach Jerry Jeudy hat man mit dem nächsten Pick den zweiten Wide Receiver genommen, nämlich KJ. Hamler. Wird in der NFL ein reiner Slot Receiver sein. Sein Speed ist enorm, er muss aber noch an seinem Drops arbeiten.

 

Michael Ojemudia (Cornerback)

 

Ein physischer Zone Corner der perfekt ins defensive Scheme passt. Hat aber was sein Speed angeht noch Limitierungen.

 

Lloyd Cushenberry (Center)

 

Auf der Center Position stand nach dem Abgang von Conner McGovern ein großes Fragezeichen. Cushenberry gilt als intelligenter Spieler, muss sich aber noch im Run Game verbessern.

 

McTelvin Agim (Defensive Tackle)

 

Er hat seine Stärken im Pass Rush, hier bringt er auch einige interessante Moves mit. Auch er muss sich im Run Game aber noch deutlich steigern. Kann aber hinter Cassey, Harris, Purcell und Jones lernen. Er ist ein Spieler bei dem ich mir erst 2021 richtigen Impact vorstellen kann.

 

Albert Okwuegbunam (Tight End)

 

Er war der Tight End der bei der Combine mit am besten getestet hat. Sein Speed auf 40 Yards mit 4.49 ist für etwa 117 Kilo absurd. Hat aufgrund seiner Größe einen guten catch Radius und könnte direkt eine Red Zone Waffe für Drew Lock sein. Die beiden kennen sich bereits aus dem College.

 

Justin Strnad (Linebacker)

 

Er hat in der Highschool bereits auf Safety gespielt und bringt daher gute Fähigkeiten in Coverage mit. Strnad hat Potenzial für mehr, wird aber vermutlich im ersten Jahr nicht mehr als ein reiner Special Teamer sein.

 

Netane Muti (Guard)

 

Wenn er nicht mit so vielen Verletzungen zu kämpfen hätte, wäre er vermutlich früh an Tag zwei gegangen. Athletisch ist er einfach ein Monster, anders kann man das nicht sagen. Er personifiziert das, was man sich unter einem „Mauler“ vorstellt. Falls er gesund bleibt, ist er ein Steal in der sechsten Runde.

 

Tyrie Cleveland (Wide Receiver)

 

Alle guten Dinge sind drei. Nach Jeudy und Hamler haben die Broncos in der sechsten Runde den dritten Receiver gedraftet. Auch er ist trotz seiner Größe (188 cm, 95 kg) ziemlich schnell. Die 40 Yards lief er in 4.46. Wird, ähnlich wie Strnad, wohl er ist Special Team zum Einsatz kommen.

 

Derrek Tuszka (Edge)

 

Hat in seiner College Laufbahn insgesamt 29 Sacks in drei Jahren verzeichnet. Er kommt allerdings von einer kleinen Uni, weshalb man abwarten muss wie sich seine im College dominante Athletik auf die NFL übertragen lässt. Tuszka bringt aber upside mit, ich wäre nicht überrascht wenn er es in den 53er Kader schafft.

 

UDFA:

 

  • Zimari Manning (WR)
  • Kendall Hinton (WR)
  • Riley Neal (WR)
  • LeVante Bellamy (RB)
  • Hunter Watts (OT)
  • Essang Bassey (CB)
  • Douglas Coleman III (S)

 

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Draft Picks (6): RB Clyde Edwards-Helaire (Rd. 1, Pick 32), LB Willie Gay Jr. (Rd. 2, Pick 63), OT Lucas Niang (Rd. 3, Pick 96), DB L’jarius Sneed (Rd. 4, Pick 138), DE Michael Danna (Rd. 5, Pick 177), CB Thakarius Keyes (Rd. 7, Pick 237 via Trade).

UDFA (17): WR Andre Baccellia, WR Maurice Ffrench, WR Aleva Hifo, WR Justice Shelton-Mosley, WR Cody White, OT Yasir Durant, G Jovahn Fair, C Darryl Williams, DT Tershawn Wharton, LB Omari Cobb, LB Bryan Wright, S Rodney Clemons, S Jalen Julius, CB Hakeem Bailey, CB Javaris Davis, CB Lavert Hill, P Tommy Townsend

RB Clyde Edwards-Helaire
Die meisten Experten hatten den Chiefs vor dem Draft einen RB gemocked. Und die Mehrheit der Chiefs-Anhänger fand das lächerlich. Und doch kam es genau so. Im Nachhinein betrachtet, könnte das doch der richtige Move von GM Brett Veach gewesen sein. Der Kader steht soweit und mit einem Toptalent auf der Running Back Position hat man sich die Kirsche auf die ansonsten schon sehr starke Offensive gesetzt. CEH hatte in der letzten Saison 55 Receptions und kann als Three-Down-Back die Offensive um eine weitere Allzweckwaffe erweitern.

LB Willie Gay Jr.
Wäre LB Simmons (an Pick 8 zu den Cardinals) nicht in dieser Draftklasse gewesen, hätte Willie Gay Jr. deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen. Er ist ein athletischer Freak, hatte einen 4.46 sec 40-Yard-Dash und auch ansonsten extrem hohe Werte an der Combine. Am College fiel er jedoch zwei Mal negativ auf und wurde wegen einer Rauferei mit seinem QB aus dem Team geworfen. Bekommen der Staff und die Leader in der Defense rund um Tyrann Mathieu den Rookie in den Griff, könnte er sich als Steal im Draft herauskristallisieren. Bei den eher schwächeren Linebackers im Kader könnte er sogar Woche 1 starten.

OT Lucas Niang
Unser dritte Pick wurde in die O-Line investiert. Niang spielte am College RT, könnte aber auch als Right Guard zum Einsatz kommen, so tönte er das zumindest auf Nachfrage der Chiefs an. Niang hatte eine Hüftverletzung und ist wohl deshalb im Draft so tief gefallen. Er hat in seiner College-Karriere nur drei Quarterback Pressures zugelassen und hat ebenfalls Starter Qualitäten. Ob er zu Beginn der Saison zu 100% fit ist, kann momentan noch nicht gesagt werden.

DB L’jarius Sneed
Sneed spielte im 2019 Safety, wurde jedoch in den Jahren zuvor als Corner eingesetzt, wo er auch deutlich besser spielte. Sneed ist ebenfalls ein purer Athlet und lief den 40-Yard-Dash in 4.37 Sekunden – die schnellst gemessene Zeit aller Cornerback in der Draftklasse. Sneed ist extrem schnell und wendig und hat sehr gute Ball-Track-Ability (6 Interceptions am College). Er ist eher ein Prospect als ein direkter Starter, jedoch haben die Chiefs so wenig Corner im Kader, dass er vielleicht trotzdem schon einen Impact haben kann.

DE Michael Danna
Ab dem Pick waren doch einige Experten überrascht. Danna hatte insgesamt nur 17 Spiele als Starter am College. Jedoch hat er eine extrem gute Arbeitsmoral und ist gewillt, alles zu geben. Einige Experten vermuten, dass Danna vielleicht ein Wunschspieler des Special Team Coaches war und er somit wohl eher nur in den Special Teams auflaufen wird.

CB Thakarius Keyes
Die Chiefs tradeten für Thakarius Keyes zurück in die siebte Runde und gaben dafür einen 2021 Sechst-Runden-Pick ab. Keyes ist ebenfalls ein sehr schneller Corner mit langer Spannweite und guter Körpergröße. Auch er wird zusammen mit L’jarius Sneed wohl eher ab der nächsten Saison im System von Spags seinen Platz finden.

UDFA
Bezüglich der undrafted free Agents gab es bei den Chiefs erfreuliche News. Scheinbar wollen viele Rookies bei den Chiefs anheuern und so sind bislang bereits 17 UDFA mit den Chiefs über einen Vertrag einig geworden. Darunter befanden sich einige der “namhaftesten” und beliebtesten Spieler, die nach dem Draft übrig waren. Gemäss dem Big Board einiger Experten konnten die Chiefs somit den Nr. 1 CB, Nr. 1 WR, Nr. 1 OT und Nr. 2 OC verpflichten. Wie viele von diesen Prospects dann im Trainingscamp überzeugen können, werden wir sehen. Bis dahin kann gesagt werden, dass GM Brett Veach wieder einen extrem guten Draft hinter sich hat und wir weiter an unserem Ziel für 2020 festhalten: #RunItBack!

Las Vegas Raiders

Wir suchen Verstärkung für die Raiders!! Deshalb hier nur ganz kurz die Picks:

Draft Picks: WR Henry Ruggs III (Rd. 1, Pick 12), CB Damon Arnette (Rd. 1, Pick 19), WR Lynn Bowden Jr. (Rd. 3, Pick 80), WR Bryan Edwards (Rd. 3, Pick 81), S Tanner Muse (Rd. 3, Pick 100), G John Simpson (Rd. 4, Pick 109), CB Amik Robertson (Rd. 4, Pick 139)

Los Angeles Chargers

Draft Picks: QB Justin Herbert (Rd. 1, Pick 6), LB Kenneth Murray (Rd. 1, Pick 23), RB Joshua Kelley (Rd. 4, 112), WR Joe Reed (Rd. 5, Pick 151), S Alohi Gilman (Rd. 6, Pick 186), WR K.J. Hill (Rd. 7, Pick 220)

UDFA: RB Darius Bradwell, FB Bobby Holly, FB Gabe Nabers, WR Jeff Cotton, WR Dalton Schoen, TE Jared Rice, T Ryan Roberts, G Joshua Dunlop, G Nate Gilliam, DE Jesse Lemonier, DE Joe Gaziano, DT Breiden Fehoko, DT T.J. Smith, LB Asmar Bilal, LB Cole Christiansen, LB Romeo Finley, CB John Brannon, CB Kevin McGill, CB Donte Vaughn

Die Los Angeles Chargers haben mit ihrem ersten Pick ihren möglichen neuen Franchise-Quarterback gepickt. Mit Justin Herbert holten sie einen QB mit einem starken Arm, wie ihn auch Vorgänger Philipp Rivers besitzt. Herbert hingegen ist um einiges mobiler, hat aber immer wieder Probleme mit der Genauigkeit. Etwas später tradeten sie sich nochmal zurück in die erste Runde, um Kenneth Murray zu holen. Was für viele Fans und Experten eine Überraschung war, erklärt General Manager Tom Telesco so: „Er spielt mit einer wirklichen heftigen Art. Man kann ihn mit seiner Art und Weise auf dem Spielfeld spüren. Zudem ist er ein Spieler, von dem wir alle zu 100 Prozent überzeugt sind.“

Nachdem die Chargers an Tag zwei zugucken mussten, holten sie sich mit ihren vier verbliebenen Picks drei Spieler für die Offense. Mit Joshua Kelley kommt in ein neuer Running Back hinzu, was aber nicht unbedingt ein Need der Chargers waren. Schließlich haben sie mit Justin Jackson und Austin Ekeler zwei gute Spieler auf dieser Position. Mit Joe Reed und K.J. Hill holten sie sich noch etwas Tiefe für ihren Wide Receiver Corps.

Überraschenderweise pickten die Chargers keinen Spieler für die Offensive Line. Zwar holten sie sich drei undrafted Rookies, aber dennoch hätte die Position des Left Tackles Verstärkung gebraucht. Dass zudem die Chargers kein Interesse an Trent Williams, den die Washington Redskins zu den San Francisco 49ers tradeten, zeigten, ist verwunderlich. Damit wird der neue O-Line Coach James Campen gefragt sein, die vorhandenen Spieler weiterzuentwickeln, um den Quarterback genug Zeit zu geben.

NFL Newsletter 22.4. – Draft Week in der NFL!!

NFL News

Es ist Draft Week in der NFL! Doch statt Massen an Menschen, die in Las Vegas unterwegs sind und ihr Geld verspielen, treffen sich die Amerikaner wohl eher zuhause, um von dort den Draft anzuschauen. Bei einem Mock Draft, den die General Manager der Teams am Montag durchgeführt haben, gab es wohl noch einige Probleme. So berichtet @DiannaESPN von technischen Schwierigkeiten schon beim ersten Pick der Bengals, von einem Telefonat mit einem Verantwortlichen, dessen Kinder mit ihren iPads die Bandbreite des WLANs verbrauchten und sonstigen Problemen. Natürlich ist ein sonst nie da gewesener Mock Draft genau dafür da um technische und sonstige Probleme festzustellen und auszuräumen, dennoch kann man von Verantwortlichen, die Multi-Millionen-Firmen leiten, etwas mehr technische Finesse erwarten. Warten wir mal den Draft ab und schauen, ob dort alles glatt läuft!!

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (@seppmaster56)

Der NFL Draft beginnt am Donnerstag, doch die Bills werden bei dem virtuellen Draft zunächst erstmal zuschauen. Sie haben bekanntlicherweise ihren diesjährigen First Round Pick verwendet, um Wide Receiver Stefon Diggs von den Minnesota Vikings zu ertraden. Und einen Weg zurück in die erste Runde sieht General Manager Brandon Beane nicht. „Ich sehe nicht, dass wir alles tun werden, um die erste Runde zu kommen. Das ist nichts, was wir in Erwägung ziehen“, sagte Beane bei einer teameigenen Radiosendung.

Zudem schloss er eine Verpflichtung mit Diva Antonio Brown, der immer wieder mit den Bills in Verbindung gebracht wurde, aus. „Wissen Sie was? Hier ist ein Satz, den wir gerne nutzen: Manchmal sind die besten Entscheidungen diejenigen, die man nicht macht“, erklärte der GM im Podcast „Pardon My Take“ von Barstool sports. Somit bliebt die Tür in die NFL für den ehemaligen Wide Receiver weiterhin geschlossen.

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Was macht eigentlich Josh Rosen? Nachdem er im vergangenen Jahr aus Arizona kam und sich nicht etablieren konnte, ist er im Schatten der Draft-Diskussionen untergetaucht. Sollten die Dolphins erwartungsgemäß einen Quarteerback wählen, rechnet man im Umfeld damit, dass Rosen in einen Draft-Deal involviert werden könnte, damit sich Miami in einer mittleren oder späten Runde noch etwas nach oben hieven kann.

Per Trade könnte demnächst noch ein großer Name aufschlagen, die Dophins gelten als einer der Favoriten für einen möglichen Leonard Fournette Abgang aus Jacksonville. Der Running Back wäre ein deutliches Upgrade, allerdings haben die Dolphins erst kürzlich mit Jordan Howard einen ähnlichen Spielertyp unter Vertrag genommen, der einen hochdotierten Vertrag unterschrieben hat. Ein Backfield aus Fournette und Howard klingt gut, wäre aber sehr teuer und zudem wenig abwechslungsreich.

Mehrere Spieler wurden im Vorfeld des Drafts gewaived. Die Linebacker Jake Carlock & Jamal Davis II, die Receiver Andy Jones & Terry Wright, Cornerback Linden Stephens und Defensive Liner Gerald Willis müssen Platz machen.

Zwei Dolphins Spieler haben unter der Woche Restriced Free Agent Tenders unterschrieben. (Tender steht für den Gegenwert, den ein Team erhält, wenn der Spieler geht). Wide Receiver Isaiah Ford, Defensive Liner Zach Sieler spielten bisher nur kleine Rollen, sollen aber perspektivisch weiter aufgebaut werden.

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

Bei den Patriots steht nach wie vor alles im Zeichen eines kleinen Neustarts. Anfang der Woche präsentierten man in Foxborough daher das neue Trikot-Design für die kommende Saison. Das Heim-Trikot dürfte einigen schon bekannt vorkommen, da es eine Neuauflage des zuletzt genutzen „Color-Rush“ Jerseys ist. Das traditionell weiße Auswärtstrikot bekommt hingegen ein aufpoliertes Gewand inklusive neuem Beflockungs-Stil. Aus meiner Sicht sind die neuen Uniformen sehr gut gelungen, auch wenn mit den silbernen Helmen, zumindest ein Teil des Outfits konstant bleibt. Wer sich das Ganze mal anschauen möchte: https://www.patriots.com/photos/first-look-at-the-patriots-full-uniforms-for-2020#ca5bc623-3971-4ac2-868c-8bd4849b59f7

Rostertechnisch gibt es hingegen wohl erst am Donnerstag Neues zu vermelden, denn dann findet der erste offizielle NFL-Draft aus dem Home-Office statt. Alles weitere bekommt ihr aus Patriots-Sicht dann wie gewohnt hier am nächsten Mittwoch!

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

Bei den Jets gibt es in Erwartung des Drafts nicht viel zu melden. Lediglich die Personalie Jamal Adams sorgte bei der Gang Green für ein wenig Furore. So möchte der Safety alsbald einen langfristigen und teuren Vertrag beim Team aus New York unterschreiben und wenn es nach ihm geht so schnell wie möglich. Gerüchteweise will er den Vertrag notfalls mit einem Holdout erzwingen. Jets GM Joe Douglas stellte allerdings bei einem Interview mit ESPN klar, dass man eventuelle Vertragsgespräche erst nach dem Draft durchführen will.

 

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Ich habe mich bemüht, euch etwas gehaltvolles zu berichten. Aber ich finde nichts, was über Kaffeesatzlesen zur Draft, Vertragsspekulationen oder Trump-Tweets hinaus geht. Von daher: seid gespannt, was ab Donnerstag Nacht passiert und habt Spaß dabei. So nah an Live-Sport waren wir alle einige Zeit nicht mehr, näher kommen wir dem wohl schlimmstenfalls auch bald nicht.

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)
Die Bengals haben Cethan Carter, einem Special Teams Spieler, der ein nomineller Tight End erneut unter Vertrag genommen. Der 24-Jährige kam am 2017 als undrafted Rookie zu den Bengals und wird nun für ein weiteres Jahr Teil des Teams sein.
Eine spannende Personalie ist Jacques Patrick, der einen Vertrag über drei Jahre bekommen hat. Patrick war als an der Florida State University, wurde im vergangenen Jahr nicht gedraftet, bevor er Teil der XFL wurde und für die Tampa Bay Vipers als Half Back auflief. Dort erreichte der 23-Jährige bei 60 Rushes 254 Yard und zwei Touchdowns.

Cleveland Browns (@piefke_96)

Die Cleveland Browns haben am vergangenen Mittwoch ihre neuen Trikots präsentiert. Dabei hat man sich an früheren Trikots der Franchise orientiert. So sind nun die traditionellen Streifen in den Farben der Browns auf die Ärmel und Socken zurückgekehrt. Zudem wurde das Gründungsjahr 1946 in den Kragen eingenäht.

Ansonsten war wenig los in Cleveland. Kurzzeitig kursierte das Gerücht, die Browns würden einen Trade von Wide Receiver Odell Beckham Jr. (27) forcieren. Dies wurde jedoch von Chief Strategy Officer Paul DePodesta dementiert.
Running Back Kareem Hunt (24) hat den Second Round Tender unterzeichnet.

Im anstehenden Draft haben die Browns den 10th Overall Pick inne. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass man damit einen Offensive Tackle auswählen wird. Weitere Needs sind Linebacker und Safety. Insgesamt stehen den Browns aktuell sieben Picks zur Verfügung, davon zwei in der dritten Runde und keiner in der fünften Runde.

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Es ist kurz vor dem Draft sehr ruhig in Pittsburgh. GM Kevin Colbert und HC Mike Tomlin finden die Draftklasse sei in der Tiefe gut besetzt was angesichts des geringen Draftkapitals Hoffnung machen soll.

Die Steelers werden erst an 49 in der zweiten Runde das erste Mal wählen, nachdem man den diesjährigen first-round pick nach Miami für Minkah Fitzpatrick schickte. Außerdem besitzt man die Picks 102 in der dritten, die Picks 124 und 135 in der vierten Runde sowie Nummer 198 und 232 in der sechsten bzw. siebten Runde.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Auch David Johnson hat den Physical Test mit wehenden Fahnen bestanden(laut einem Interview mit Bill O´Brien). Somit ist der Trade endlich durch. Man arbeitete eng mit dem Teamarzt der Cardinals zusammen.

Aktuell gibt es Gerüchte das man ohne WR Kenny Stills (27) und Keke Coutee (23) in die Saison gehen will. Coutee kam 2018 als 4th Rounder ins Team. Mit der Verpflichtung von Randall Cobb auf der Slot Position könnte er den Cut nicht überstehen. Qualitativ war er auch nicht das gelbe vom Ei. Bei Stills wäre es der Kostenfaktor. Er könnte für 7 Millionen Dollar Ersparnis ohne Dead Money gecuttet oder getradet werden. Bei der aktuellen Draft Class sehe ich aber keinen Move vor dem Draft.

Bei der Vertragsverhandlung mit Left Tackle Tunsil gibt es zwar Fortschritte aber noch keinen fertigen Deal. Er wird der Top 3 best bezahlte O Linemann werden.

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Die Jaguars sind im vollen Rebuild-Mode und sie verstecken es kaum. Es verdichten sich die Gerüchte, dass sie den neunten Pick im Draft abgeben wollen für weitere Munition im 2021-Draft, wo Trevor Lawrence auf das schlechteste Team wartet. Außerdem soll Leonard Fournette abgegeben werden. Er war zwar besser, als es die höhnischen Darstellungen der ‚Social Media Experts‘ vermuten lassen. Trotzdem bleibt er der Draft Pick, für den man Watson oder Mahomes hätte haben können.

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

 

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Neben den ganzen Draft Gerüchten, die in den letzten Tagen wie die Pilze aus dem Boden sprießen, ist etwas untergegangen, dass folgende Spieler nun auch offiziell ihre Tender in dieser Woche unterschrieben:

  • Shakial Taylor (Cornerback)
  • Trey Marshall (Safety)
  • Diontae Spencer (Wide Receiver)
  • Elijah Wilkinson (Offensive Tackle)
  • Mike Purcell (Defensive Tackle)
  • Tim Patrick (Wide Receiver)

Die Offensive Tackle Spots erhitzen in Team Kreisen weiter die Gemüter. Insider Benjamin Allbright hat unter der Woche berichtet, dass Elijah Wilkinson darüber informiert wurde, dass er und Garett Bolles sich ein Duell um den left Tackle Spot liefern werden. Ju’wan James ist auf Right Tackle gesetzt.

Doch die wohl größte, und momentan auch ehrlich gesagt wenig durchschaubare Story rund um die Broncos ist der Draft, aber vor allem die Wide Receiver Position. Ich bin in der letzten Woche ja schon ein wenig auf die Gerüchte eingegangen. Natürlich soll sich dies in dieser Woche nicht doppeln, ich möchte euch einfach einen Artikel aus dem Forum „Mile High Report“ empfehlen, in dem es genau um diese Problematik geht: mit wem haben die Broncos sich getroffen? Was sagen die (vermeintlichen) Insider und was könnte das theoretisch bedeuten? Den Artikel findet ihr *hier*.

Von Miller hat sich mit dem Corona Virus infiziert. In einem Interview gegenüber „9News“ bestätigte er, dass es ihm gesundheitlich wieder besser geht. Miller und die Broncos einigten sich darauf, die Infektion öffentlich zu machen, um zu zeigen, dass das Virus jeden treffen kann.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Diese Woche gab es keine News aus Kansas City.
Am 20.04. nahmen die Chiefs das erste virtuelle offseason Training in Angriff während dem sich der Staff weiter auf den Draft vorbereitet.
GM Brett Veach erklärte in einem Interview, dass er sich niemals bereits vor dem Draft darauf fixieren würde, dass er einen Downtrade durchführen würde. Jedoch gab er zu verstehen, dass er gerne mehr als nur fünf Picks im Draft hätte, was ihm Flexibilität verschaffen würde.
Viele Experten denken, dass die Chiefs mit Pick 32 einen Running Back draften werden. Aus engeren Kreisen ist jedoch zu hören, dass dies kaum passieren wird. Unter anderem dürfte Brett Veach daran interessiert sein, einen Cornerback und einen Linebacker zu draften um die Defensive zu verstärken und in der Offensive könnte ein Center und ein Guard hilfreich sein. Falls die Chiefs sich mehr Picks ergattern können, dürfte ausserdem ein Wide Reciver auf dem Draftboard stehen, um nächstes Jahr die Abgänge von Watkins und Robinson verkraften zu können. Und vielleicht überrascht uns Veach sogar mit einem Running Back. Dieser würde aber wohl erst in Runde drei oder vier folgen.

Las Vegas Raiders

Los Angeles Chargers (Sebastian, @Seppmaster56)

Die größte Nachricht zuerst: Die Los Angeles Chargers haben am Dienstagmorgen bei der NFL-Network-Sendung „Good Morning Football“ ihre neuen Trikots vorgestellt. (https://www.chargers.com/uniforms/) Die Fans zeigten sich begeistert von den neuen Trikots. Einzig die Nummern, die nun auch auf dem Helm stehen, sind gewöhnungsbedürftig.

Doch das spannendste Thema in dieser Woche ist der anstehende NFL Draft. Im Vorfeld hat General Manager Tom Telesco in einem Zoom Meeting die Fragen der Presse beantwortet. Interessant ist dabei eine Aussage zum Thema Gesundheit. „Für uns ist die Verfügbarkeit der Spieler sehr wichtig. Es ist egal, wie gut sie auf dem Feld sind, wenn sie dort nicht stehen“, macht Telesco klar. Das könnte bedeuten, dass Quarterback Tua Tagovailoa kein Thema bei den Chargers ist, sofern er dann noch verfügbar ist. Es könnte aber auch reine Taktik vom GM sein, um die anderen Teams zu täuschen.

Außerdem sagte Telesco, dass die Quarterback-Klasse in diesem Jahr auch sehr tief ist und glaubt auch, in den späteren Runden gute Spieler zu finden. Zudem erklärte er auch, dass Center Mike Pouncey nach seiner Nackenverletzung auf dem Weg der Besserung ist. Ebenfalls sieht er Forrest Lamp, der bisher noch auf Guard gespielt hat, als möglichen Left Tackle. „Er hat dafür die Füße“, begründet Telesco.

 

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

In der letzten Woche war es still in Dallas.

Nur Quarterback Dak Prescott war wieder mal im Munde der Presse. Dieses Mal jedoch wegen Themen, die das Sportliche betreffen. Nachdem er vor der Free Agency mit einem exklusiven Tag belegt wurde, wuchs die Gefahr eines Fernbleibens der virtuellen Vorbereitung. Ein Streik des Quarterbacks während der Vorbereitung mit einem neuen Coaching Staff ist ein großes Druckmittel im Poker um einen neuen, hochdotierten Vertrag. Die Vorbereitung begann im virtuellen Rahmen für die Cowboys schon diesen Montag, da Teams, die einen neuen Head Coach einstellen früher starten dürfen. Dak Prescott hat an diesen Treffen wohl nicht teilgenommen. Doch wurde berichtet, dass in den letzten Verhandlungen wohl „sehr positive“ Gespräche geführt. Was dies zu bedeuten hat, kann nur die Zukunft zeigen.

Auch kam im Laufe der Woche vermehrt das Gespräch auf, dass sich die Cowboys wohl mit einem Trade von Safety Jamal Adams von den Jets beschäftigten. Doch bisher scheint es sich hierbei nur um Gerüchte zu handeln.

Weitere Neuigkeiten, sollten sie stattgefunden haben, gingen in den Gerüchten zum anstehenden Draft unter. Jerry Jones, Besitzer und General Manager der Cowboys, ist dafür bekannt ungewöhnliche und unvorhergesehene Wege zu gehen, daher ist es oft schwierig vorherzusehen, welche Talente oder Positionen von den Cowboys priorisiert im Draft fokussiert werden. Gehandelt werden für den Pick der Cowboys unter anderem Cornerbacks Kristian Fulton (LSU) und CJ Henderson (Florida), Safety Xavier McKinney (Alabama), Edge Rushers K’Lavon Chaisson (LSU) und Defensive End A.J. Epenesa (Iowa), aber auch Center wie Cesar Ruiz (Michigan) oder Lloyd Cushenberry (LSU).

Wer an 17. Stelle ausgewählt wird, hängt auch davon ab, welche Talente zu diesem Zeitpunkt noch im Pool vorhanden sind.

New York Giants (Emil, @schnapke)

Ich würde lügen wenn es neue Erkenntnisse kurz vor dem Draft geben würde, aber alles beim alten. Viel heiße Luft, wenig Ertrag! Zum Glück beginnt Donnerstag der Draft und es kommt schwung in die Bude!

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)

In dieser Woche gibt es nur ein Thema: LT Trent Williams (again) bzw. seine Nachfolge. Cornelius Lucas (UDFA 2014, Free Agent Verpflichtung von den Bears) oder Geron Christian (Drittrunden Pick von 2018 mit 16 Spielen 2019 auf Right Tackle) wären interne Lösungen, nachdem mit Donald Penn nicht verlängert wurde. Gibt es keinen Downtrade Washingtons, haben sie in Folge des letztjährigen Uptrades für DE Montez Sweat keinen Zweitrunden Pick. Zugegeben bin ich weder Experte für College Football, noch jemand, der sich großartig mit Tapes der Prospects auseinandersetzt. Doch die Offensive Tackle Klasse ist in der Spitze wohl sehr gut. Wie gut ein verfügbarer LT in Runde drei hingegen einschlägt ist spekulativ. Geschieht ein mittelgroßes Wunder und die Skins verzichten auf Top-Talent DE Chase Young an zwei für einen gut bezahlten Downtrade, könnten sie sich in Runde eins mit einem der besten LT, WR oder CB verstärken, um dann mit Pick 66 einen guten TE zu wählen. QB Dwayne Haskins würde sich bedanken.

 

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Der Defense End Roy Robertson-Harris (26) kehrt zu den Bears zurück, nachdem diese ihm vor der letzten Free Agency einen Second-Round Tender gegeben haben. Da kein Franchise bereit war für Robertson-Harris einen Zweitrunden Pick zu geben, unterschreibt er einen Jahresvertrag in Chicago.

Vor zwei Jahren wurde Tight End Trey Burton (28) aus Philadelphia geholt und mit einem vier Jahres Vertrag über 32 Mio. Dollar von denen 22 Mio. garantiert ausgestattet. Jetzt wurde er entlassen. Dies war zu erwarten, nachdem Jimmy Graham in diesem Jahr während der Free Agency aus Green Bay geholt wurde.

Ein Kicker namens Ramiz Ahmed (26) wurde für ein Jahr unter Vertrag genommen. Zuletzt spielte er 2018 für Nevada auf dem College und verwandelte 15 von 20 Field Goals. Er soll eine Konkurrenz zum Kicker Eddy Pineiro (24) stellen.

Die Verträge von Offensive Lineman Rashaad Coward (25) und Tight End  J.P. Holtz (26) wurden neu verhandelt und beide haben jeweils für ein Jahr unterschrieben.

Zudem wurde die Offensive nochmal mit Tackle Jason Spriggs (25), ehemals Green Bay Packers verstärkt. Er unterschreibt einen Jahresvertrag.

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Der Draft steht vor der Tür und in Detroit dreht sich alles um den spannenden dritten Pick. Auch landesweit bekommen die Lions viel Aufmerksamkeit, da die ersten beiden Picks mit Burrow und Young wohl vergeben sind. Gerüchte besagen, dass die Lions großes Interesse an CB Jeff Okudah oder DT Derrick Brown haben. Laut Bob Quinn, dem GM der Lions, werde außerdem über Trades nachgedacht, wenn möglich möchte er jedoch nicht später als an Position 7 wählen. So möchte er vermutlich die Chance auf einen seiner Lieblings-Prospects wahren.

Neben dem Draft bastelt Quinn weiter am bestehenden Kader. Mit Kenny Wiggins wurde ein Rotationsspieler der letztjährigen O-Line für ein weiteres Jahr unter Vertrag genommen, wodurch die Lücke auf RG etwas kleiner erscheint.

Um Platz im Kader zu schaffen wurden LB und Special Teamer Steve Longa, Tight End Paul Butler und Wide Receiver Jonathan Duhart entlassen.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Vor dem Draft gibt’s zwar Gerüchte, wen die Packers picken könnten; da ist aber nichts Verwertbares dabei, deswegen erspare ich euch das.

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

Aus Minnesota gibt es zum Team wenig zu berichten; die Besitzerfamilie Wilf hat mittlerweile aber über $5 Mio für Corona-Hilfen gespendet – gute Taten wie diese sollte man hier nicht unerwähnt lassen!

 

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Mr. Dimitroff, Sie sind am Zug!

Noch wenige Stunden trennen uns vom ersten Großereignis der NFL Saison 2020 – dem Draft.

Viel wird zur Zeit spekuliert über den möglichen Erstrunden-Pick. General Manager Thomas Dimitroff und Head Coach Dan Quinn haben ihre privaten „War-Rooms“ bereits eingerichtet und sind bereit.

Die größte Baustelle bei den Falcons ist ganz klar die Defense und so verwundert es nicht, dass die Top-Cornerbacks und Top-Defense-Line-Spieler im Kosmos der Falcons umherschwirren.

Aber nicht nur das. Die Falcons haben Großes vor. Genaugenommen richtig Großes.

„Die Falcons werden voraussichtlich das aggressivste Team im Draft (Pick an Position 16) sein und könnten sogar bis in die Top 5 aufsteigen“, so Chris Mortensen in einem Bericht auf ESPN.

Wunschkandidat scheint dabei Cornerback CJ Henderson von den Florida Gators zu sein. Nach dem Abgang von Desmond Trufant und unter Anbetracht der Elite Quarterback und Wide Receiver Situation in der NFC South, ein nicht unwichtiger Schritt, um sich im Backfield zu verstärken.

Was die Geschäftsführung letztlich tun wird, wissen nur sie selbst. Wir freuen uns aber schon sehr auf Freitag früh mitteleuropäischer Zeit, wenn es wieder heisst: „With the 16th Pick of the 2020 NFL Draft – The Atlanta Falcons select…..!“

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Ina, @Eovenia)

Wir fangen mal mit den richtig guten News aus der „Who Dat Nation“ an : Head Coach Sean Payton gab in einem Radiointerview bekannt seine COVID19 Infektion überstanden zu haben.

Laut einem Bericht der „New York Post“ soll Quarterback Dree Brees nach seiner NFL Karriere ins TV Studio wechseln. Wenn die Gerüchte stimmen wird er uns als Experte beim Sender „NBC“ erhalten bleiben. Wann dies der Fall sein wird ist noch unklar, denn bis dato hat Brees sein Karriereende noch nicht bekannt gegeben.

Running Back Dwayne Washington wird auch kommende Season für die Saints am Feld stehen, Gerneral Manger Mickey Loomis gab bekannt das Washington erneut einen Vertrag unterschrieben hat.

Und nun zur Hiobsbotschaft: New Orleans droht Verlust von Super Bowl 2024 – Da in der Saison 2023/2024 siebzehn Regular Season Spiele geplant sind, verschiebt sich der Super Bowl von 04.Feb.2024 auf 11.Feb.2024 – dies ist aber Fasching, und „Mardi Gras“ wird New Orleans nicht nur gefeiert sondern gelebt! 🙂 Die New Orleans Saints befinden sich bereits im Gespräch mit der NFL um eine Lösung zu finden – wir hoffen das Beste! Kleine Anmerkung: Für die Stadt in Louisiana wäre es die elfte Ausrichtung des Super Bowls.

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Max, @GermanBirdgang)

In Arizona war es die vergangene Woche recht Still. Dies liegt vor allem daran, dass die Vorbereitung auf den Draft immer mehr in den Vordergrund rücken und hier die volle Konzentration benötigt wird. Es gibt unterschiedliche Spekulationen was den #8 Pick der Arizona Cardinals angeht. Die momentan größte Tendenz in den mock-Drafts lässt auf einen Offensive Lineman schließen aber auch ein Downtrade scheint laut einiger Stimmen eine sinnvolle Option. Was die Cardinals und GM Steve Keim beim Draft letztendlich tun werden, erfahren wir diese Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag.

Eine wichtige und nun auch finale Bestätigung gibt es jedoch noch zu verkünden. Die medizinischen Untersuchungen von Wide Receiver DeAndre Hopkins (#10, Houston Texans) bei den Cardinals und auch von Running Back David Johnson (#31, Arizona Cardinals) bei den Texans waren erfolgreich und somit ist der Trade vollständig abgeschlossen. Es bleibt also nur noch übrig RB David Johnson für seine Zeit bei den Cardinals zu danken sowie ihm alles gute für seine Zukunft zu wünschen und natürlich ein herzliches Willkommen an unseren neuen WR DeAndre Hopkins auszusprechen.

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

Aktuell ist es ruhig in der City of Angel. Die Vorbereitungen für den Draft laufen auf Hochtouren.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Während ein Mock-Draft nach dem anderen durch das Internet geistert, scheinen die zahlreichen Spekulationen über mögliche Szenarien am Donnerstag auch an den San Francisco 49ers nicht spurlos vorbeizugehen.

Ging man lange Zeit davon aus, dass der Pick eines Wide Receivers in Stein gemeißelt ist, so scheint dies mittlerweile alles andere als sicher. Aufgrund des möglichen Rücktritts vom mehrfachen Pro Bowler Tackle Joe Staley wird auch die Auswahl eines Offensive Linemen immer wieder zum Thema gemacht. Nicht auszudenken ist weiterhin, dass die 49ers mit dem 13. Pick einen direkten Nachfolger für DeForest Buckner auf der Position des Defensive Tackle verpflichten wollen.

Wie das Board letztendlich fällt, lässt sich aber eben nicht vorhersagen. John Lynch bestätigte, dass es sechs Spieler gebe, die man an 13. Stelle in Betracht ziehe. Sei keiner dieser Spieler mehr verfügbar, erscheint ein Downtrade ebenfalls möglich. Das Gleiche gilt für Pick 31, den die 49ers wohl ebenfalls loswerden wollen, sobald sich eine Möglichkeit bietet.

Die RB Matt Breida und Jeff Wilson habe ihre Tender unterschrieben, wobei bei Breida nicht ausgeschlossen wird, dass er am Draft Day getradet werden könnte. Berichten zufolge haben die 49ers auch S Jaquiski Tartt, DE Dee Ford, LB Kwon Alexander und WR Marquise Goodwin für einen Trade zugänglich gemacht. Dies dementierte GM John Lynch jedoch, lediglich mit Marquise Goodwin befände man sich in aktiven Gesprächen über ein Trade-Geschäft. Es bleibt spannend!

Für alle Interessierten: Hier gibt es die neueste Ausgabe des NEG Outside Zone Talks, diese Woche durften wir Scott Geelan von “Niners Nation” begrüßen!

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

In einer an harten Nachrichten armen Woche, die von Trikotdesign-Veröffentlichungen und -Debatten geprägt war – wo bleiben verdammt nochmal die blau-grünen Throwback-Jerseys?! –, haben die Seattle Seahawks die O-Liner 17 und 18 in den Kader geholt. Guard Mike Iupati bleibt wohl auf Basis eines Einjahresvertrags im Pacific Northwest, um sich nach einem durchwachsenen ersten Jahr bei den Seahawks zu steigern. Guard Kahlil McKenzie kehrt aus der aufgelösten XFL zurück nach Seattle, wo er schon 2019 Zeit in der Practice Squad verbrachte. Dem teuflischen Plan, 2020 nur noch Big Guys und einen Runningback aufs Spielfeld zu schicken, steht damit kaum mehr etwas im Weg. Nur für Quarterback Russell Wilson könnte das O-Line-Dinner etwas teuer werden. Aber der kann’s vermutlich verkraften.
In den vergangenen Tagen verstrich die Deadline, mit einem Tender belegten Restricted Free Agents anderer Teams Angebote zu machen. Da es aber nirgends in der NFL derartige Offerten gab, bleiben die vier Kandidaten der Seahawks bei ihrem bisherigen Team: Wide Receiver David Moore, Defensive End Branden Jackson, Center Joey Hunt und Tight End Jacob Hollister gehören auch in dieser Saison zum vorläufigen Aufgebot.
Was war sonst so? Die German Sea Hawkers haben ihren ersten und einzigen (und völlig korrekten) Mock Draft veröffentlicht. Hier sagen sie im Ballhawks-Podcast die ersten vier Runden fehlerfrei und definitiv voraus.

https://www.germanseahawkers.com/115-mockinghawk/

Virtuelle Offseason? Nichts Neues für uns!

NFL News

Wir fassen die News, die die ganze NFL betreffen, hier kurz zusammen:

Der Draft (23. – 25. April) rückt näher und immer mehr Infos werden dazu veröffentlicht. Rodger Goodell wird die Picks der Teams aus seiner eigenen Wohnung ankünden. Auch bei den General Manager der Teams wurden zu Hause Kameras installiert, um den Zuschauern einen gewissen Einblick bezüglich des Draft Prozesses bieten zu können.
Auch 58 der Toptalente haben zugesagt, dass sie virtuell am Draft teilnehmen werden. Unter anderem werden die Quarterbacks Joe Burrow, Tua Tagovailoa und Justin Herbert in ihren eigenen vier Wänden zu sehen sein.
Da der virtuelle Draft Neuland für alle beteiligten darstellt, plant die NFL einen Mock-Draft mit allen 32 Teams durchzuführen, um einen reibungslosen Ablauf garantieren zu können.

Kurz vor dem Draft, am 20. April, beginnt die Offseason und die damit verbundenen freiwilligen Trainingsprogramme der einzelnen Teams. In Zeiten des Coronavirus dürfen diese weiterhin nicht auf den Trainingsgeländen der Teams stattfinden. Die NFL und die Spielerversammlung NFLPA haben sich nun auf ein virtuelles Offseason Programm geeinigt. Ab dem 20. April wird bis am 15. Mai ein virtuelles Trainingsprogramm stattfinden, dass unter anderem Workouts und Taktik- bzw. Spielzuganalysen beinhalten soll.

 

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (@seppmaster56)

Es gibt momentan wenig News aus der NFL und damit auch bei den Bills. Aktuell gibt es zahlreiche Gerüchte um die potenziellen Draft Picks der jeweiligen Teams. Zur weiteren Vorbereitung hatten die Bills in den vergangenen Tagen virtuelle Meetings mit Linebacker Austin Hall (Memphis), Running Back Darrynton Evans (Appalachian State) und Quarterback James Morgan (Florida International). Evans könnte aufgrund seiner Größe und seines Speeds, beim Combine lief er die schnellste Zeit über 40 Yards, die Rolle von Frank Gore einnehmen. Morgan hingegen könnte für etwas Konkurrenz im Quarterback-Room der Bills sorgen, schließlich ist Matt Barkley ein eher unterdurchschnittlicher Backup. Wie Morgan könnte auch Hall erst am dritten Tag gehen, wobei bei ihm sogar die Möglichkeit besteht, dass er undrafted geht. Bei ihm könnte es möglich sein, dass er ein Spieler wie Lorenzo Alexander wird, sofern er sich entsprechend weiterentwickelt.

Zudem war Brandon Beane letzte Woche beim Podcast von NFL Insider Adam Schefter zu Gast. Dabei sprach er über den anstehenden Draft und deutete dabei an, dass es in diesem Jahr gut sein könnte, keinen First Round Pick zu haben, da es am ersten Tag womöglich zu technischen Problemen kommen könnte. Zudem ließ er durchblicken, dass er sich alle Optionen für den Draft Day offenhält und Trades nach oben oder unten nicht ausschließt.

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Linebacker Vince Biegel, der als als Restricted Free Agent in die Offseason ging, wurde nun für eine weitere Saison verpflichtet. Der 2017 in Runde 4 von den Packers gezogene Biegel kam Anfang der 2019er Saison im Tausch gegen Kiko Alonso aus New Orleans.

Abgesehen davon geht es weiter hin und her in den Draftgesprächen. Die Detroit Lions führen bereits Gespräche darüber den 3. Pick abzugeben, doch nicht nur die Dolphins möchten diese Wahl haben.

Die besonderen Umstände des Drafts bereiten dem Dolphins Front Office keine Sorgen, alle Verantwortlichen seien auf der gleichen Seite und die zu behebenden Problemstellen sind auch relativ deutlich erkennbar.

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

Bei den Patriots nicht viel Neues. Erwähnenswert ist hier lediglich die erste (durch Corona virtuelle) Pressekonferenz von Coach Bill Belichick seit dem Ausscheiden in der Wild-Card Round im Januar. Interessant war dabei vor Allem folgende Aussage: „Wir haben uns einige Zeit mit Brian [Hoyer] und Stid (Jarrett Stidham, Anm. d. Red.) beschäftigt. Ich denke, Josh [McDaniels] und ich haben bei beiden Spielern ein gutes Gefühl. Für den Anfang ist es das Wichtigste, allen die Chance zu geben sich zu beweisen.“ (Quelle: Evan Lazar, @ezlazar) Einen sicheren Nachfolger für Brady scheint es also noch nicht zu geben.

Gut möglich also, dass sich auch in puncto Draft noch etwas auf der QB-Position tuen könnte. In diversen Mock-Drafts ist Utah State Quaterback Jordan Love als First Round-Pick der Pats vermerkt. Angesichts der drückenden Needs auf der Linebacker-Position und in der Defensive Line sind aber auch Iowa Defensive End AJ Epenesa sowie Oklahoma Sooners Linebacker Kenneth Murray in der engeren Auswahl, um von den Patriots in Runde 1 gepickt zu werden.

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

Bei den Jets lief in der vergangenen Woche alles in ruhigem Fahrwasser. Abgesehen von Gerüchten über mögliche Draftszenarien und die Bekanntgabe der Kandidaten für die Pre-Draft Meetings gab es keine nennenswerten Geschehnisse, die man als News bezeichnen kann.

Bei den über Facetime durchgeführten Interviews mit Draft Prospects stechen insbesondere WR CeeDee Lamb sowie die OT Mekhi Becton, Andrew Thomas und Josh Jones heraus, die als Kandidaten für die Top 15 im Draft zählen. Die Jets picken an elfter Position.

 

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Letzte Woche hatte ich schon wenig zu vermelden. Das ändert sich bisher nicht.

Gerüchte über WR Antonio Brown, der mit QB Jackson und seinem Cousin WR Marquise Brown auf einem Foto zu sehen war, kamen auf. Meine Einschätzung: Nevermore!

DE Ufomba Kamalu, der Teil des Practice Squads war, wurde entlassen. Möglicher Grund: häusliche Gewalt. Donnerstag wurde er verhaftet.

Die Ravens, so scheint es, bereiten sich in aller Ruhe auf den Draft vor, mit vielen hohen Picks, wenigen klaren Needs. Gute Voraussetzungen.

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

In einer ereignisarmen Zeit bereiten sich die Bengals weiter auf den Draft vor. In dem Zusammenhang wies Headcoach Zac Taylor am 13. April in der “Dan Patrick Show” die Gerüchte auf einen Trade des First-Overall-Picks zurück. Er sagte zudem, dass man innerhalb der Vorgaben der NFL so viel wie möglich mit Burrow spreche und sich damit und der Situation des Teams im Draft generell wohlfühle.

Cleveland Browns

Bei den Browns war in der vergangenen Woche nicht viel los. Erwähnenswert ist sicherlich, dass am kommenden Mittwoch die neuen Trikots vorgestellt werden sollen.

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Nach der Verpflichtung von FB Derek Watt wird unser FB der letzten Jahre Roosevelt Nix nicht wieder zurückkehren.
Die Steelers bedienen sich weiter an der XFL und verpflichten WR Saeed Blacknell von den Los Angeles Wildcats. Der Penn State Alumni wurde 2018 schon von den Raiders verpflichtet, schaffte allerdings den Final Cut nicht. In der XFL fing er 4 Bälle für 120 Yards und 2 TD’s ehe die Liga aufgrund der Corona-Pandemie den Spielbetrieb einstellen musste.

 

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Bill O´Brien baut weiter am Roster. In einem Interview ließ er verlauten dass er die Targets verteilen möchte. Also eher nach einem situationsbasierten Konzept ohne definierten Nummer 1 Receiver. Für die Umsetzung der Idee wurde für Brandin Cooks getradet. Houston gab einen 2nd Round Pick (57) und bekam zusätzlich zu Cooks einen 4th Rounder 2022. Für den ehemaligen 1st Round Pick der Saints ist es bereits das vierte Team in 6 Jahren. 2017 ging er für einen 1st und einen 3rd Rounder zu den Patriots und im Folgejahr ging er zu den Rams.

Er ist eher der Typ Speedster und hat bereits 4 Saisons in Folge mit mehr als 1000 Yards aufs Feld gebracht. Er ist eine weitere Waffe für die Tiefe neben Fuller. Ein Manko hat er aber leider. Er zog sich bereits 5 Gehirnerschütterungen zu. Es gibt einen schönen Artikel von State of Texans in dem es um die integrierung von Cooks in die Texans Offense geht. Es werden unter anderem auch die Fähigkeiten von Watson und Goff bei den Deep Balls verglichen.

DeAndre Hopkins hat das physical in Arizona bestanden. Fehlt nur noch David Johnson in Houston.

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Die Colts konnten in dieser Woche Fullback Roosevelt Nix für ein Jahr unter Vertrag nehmen. Das ist insoweit interessant, als dass man in Indy seit 2013 keinen Fullback mehr im Kader hatte.

Außerdem wurden jüngst verschiedene Änderungen am Logo, sowie der Wortmarke Colts vorgestellt. Dabei handelt es sich einerseits um ein sekundäres Logo, dass aus einem C besteht, welches die Umrisse des Bundesstaats Indiana beinhaltet.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Die Jaguars haben in neun der letzten zehn Drafts in den Top 10 picken dürfen, daher ist der Draft so etwas wie der inoffizielle Super Bowl der Jaguars Fans. Dieses Jahr ist die Spannung besonders hoch, da die Jaguars gleich zweimal in den Top 20 picken dürfen.

Einige Gedanken hierzu:

Viele Fragen sich, ob es die Jaguars in der ersten Runde auf einen QB abgesehen haben könnten. Meine klare Einschätzung dazu: Nein! Das Front Office wird das Jahr nutzen, um Gardner Minshew zu testen. Schlägt er sich gut, wird das Team um ihn herum aufgebaut, wenn nicht, wird man ‚all in‘ auf einen der Quarterbacks im 2021 Draft gehen. Nach hiesiger Prognose läuft alles auf einen defensiven Pick hinaus, oder man verstärkt weiter die Offensive Line.

Neuigkeiten? Kaum. Yannick Ngakoue will weg. Spekuliert wird verstärkt darüber, ob die New York Giants ihn gegen den Tausch der ersten Picks (Pick 4 gegen Pick 9 + Ngakoue) holen. Das könnte aus Sicht der Jaguars Sinn machen, da man entweder Jeff Okudah bekommen könnte, oder den Pick wiederum teuer ‚wegtraded‘, wenn Tua noch zu haben ist.

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

Bei den Titans war Funkstille.

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Auch in dieser Woche dominiert der Draft wieder die Schlagzeilen rund um die Broncos. Ist einer der Top 3 Wide Receiver an 15 noch auf dem Board? Hat Elway sich in Henry Ruggs verliebt, sodass sie sogar für ihn hoch traden? Oder sehen wir doch einen Defensive Tackle oder einen Cornerback? Fragen über Fragen, doch die Antworten werden wir wohl erst am Draft Day erhalten.

Derweil hat Dane Brugler von „The Athletic“ berichtet, dass die Broncs sowohl Ceedee Lamb als auch Denzel Mims sehr mögen. Beide sind physisch starke Receiver, Lamb ist aber schon der komplettere Spieler. Mims hat immenses Upside, muss aber noch ein wenig an seinem Route-Running arbeiten. Außerdem haben die Broncos sich mit folgenden Spielern via „Zoom“ getroffen:

Josh Jones (Offensive Tackle, Houston)

Josh Jones könnte der Offensive Tackle sein, der nach den mutmaßlichen Top 4 (Wills, Wirfs, Becton und Thomas) vom Board geht. Ein athletischer Tackle der seine Stärken in der Pass-Protection hat. Vermutlich wäre er an 15 ein kleiner reach, wenn Denver aber ein Upgrade haben will, ist ein Josh Jones mit einem Trade nach hinten definitiv nicht auszuschließen.

Joe Bachie (Linebacker, Michigan State)

Ein ist ein physisch starker Linebacker der seine Stärke in der Run defense hat. Er wäre eher ein Spieler der im Special Team und am Anfang seiner Karriere zumindest als Backup zum Einsatz kommen könnte.

Cameron Dantzler (Cornerback, Mississippi State)

Er ist ein physischer press Cornerback und könnte an Tag 2 des Drafts ein interessantes Target  für Denver sein. Allerdings gibt es auch bei ihm Fragezeichen, vor allem seine Größe und das Gewicht. Da könnte er gegen physisch starke Receiver Probleme bekommen.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

#Runitback. Dieser Hashtag ist momentan auf Twitter die Nummer Eins unter allen Chiefs-Spielern und Anhängern. Was letzte Woche die Hoffnung vieler war, wurde nun bestätigt: Auch Cornerback Bashaud Breeland (28) kehrt zu den Chiefs zurück! Er unterschreibt für ein Jahr und verdient rund $4.5 Mio. Breeland spielte die letzten zwei Jahre jedes Spiel für die Chiefs und hatte 2019 48 Tackles, 8 unterbundene Pässe und 2 Interceptions, davon eine im Super Bowl. Die Chiefs bringen somit 23 von 24 Startern der letzten Saison zurück und das Ziel ist klar: Die Chiefs wollen zurück in den Super Bowl.

Im Verlaufe der Woche wurden noch zwei weitere Verpflichtungen bekannt gegeben:
Running Back DeAndre Washington (27) stösst als Free Agent ebenfalls für ein Jahr zum Team. Washington verstärkt die Running Back Position und wird mit Darrell Williams und Darwin Thompson um die Backup Rolle hinter Damien Williams kämpfen. Washington spielte im College mit Patrick Mahomes zusammen bei Texas Tech.

Als letzte Verpflichtung wurde Punter Tyler Newsome (24) für ein Jahr unter Vertrag genommen. Newsome stösst zum Team, um Veteran Dustin Colquitt (37) Konkurrenz zu machen. Newsome schaffte es letztes Jahr am Pro-Day auf sich aufmerksam zu machen, als er beim Bankdrücken lockere 30 Wiederholungen stemmte – das ist eine mehr als Saquon Barkley schaffte.

GM Brett Veach scheint momentan alles richtig zu machen, weshalb auch der zweite trendige Hashtag hier noch seinen Platz finden sollte: #InVeachWeTrust !

Las Vegas Raiders

Ruhe in Las Vegas ist zwar selten, aber diese Woche war nicht viel los!

 Los Angeles Chargers

Das beherrschende Thema der Offseason bei den Chargers ist die Besetzung der Quarterback-Position. Nachdem Ende der Ära von Philipp Rivers ist aktuell Tyrod Taylor der Starter für die kommende Saison. „Ich bin so motiviert wie noch nie zuvor“, ließ Taylor in einem Interview wissen. Zudem hat General Manager Tom Telesco durchblicken lassen, dass Cam Newton wohl kein Thema bei den Chargers ist. „Wir haben immer im Blick, was auf dem Markt ist, aber aktuell sind wir zu 100% auf den Draft fokussiert“, sagte Telesco bei ESPN’s „Get Up.“

Dieser Fokus lässt sich an der Anzahl der virtuellen Meetings mit den Talenten im diesjährigen Draft messen. So haben die Chargers mit Cornerback Cameron Dantzler (Mississippi State), Running Back Darrynton Evans (Appalachian State), Offensive Tackle Mekhi Becton (Louisville), Cornerback Keith Washington (West Virginia), Linebacker Azur Kamara (Kansas) und O-Liner Nick Harris (Washington) gesprochen. Becton wird als kommender Top Ten Pick gehandelt, weswegen es unwahrscheinlich scheint, dass die Chargers ihn holen werden. Schließlich werden sie als heiße Anwärter für die Quarterbacks Justin Herbert (Oregon) und Jordan Love (Utah State) gehandelt. Dantzler, Evans und Harris gelten als Mid-Round Picks und könnten guten Verstärkungen für die jeweilige Positiongruppe sein. Kamara und Washington hingegen werden eher am dritten Tag oder sogar undrafted vom Board gehen.

Eine Verstärkung haben sich die Chargers schon gesichert. Vom XFL-Team Los Angeles Wildcats kommt Offensive Tackle Storm Norton. Der 25-Jährige war der erste Pick im Offensive Line Draft der XFL und hat bereits bei den Detroit Lions, Arizona Cardinals und Minnesota Vikings NFL-Luft geschnuppert. Der 2,07m-Hüne unterschreibt für zwei Jahre und ist als Swing Tackle eingeplant.

 

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

Auch in dieser Woche war es eher ruhig in Dallas.

Verpflichtet wurde nur Cornerback Saivion Smith aus der XFL. Der 22-Jährige spielte zuletzt bei den Houston Roughnecks, nachdem er als Rookie Free Agent bei den Jaguars nach dem Trainings Camp entlassen wurde.

Für Schlagzeilen in Zeiten der Corona-Krise sorgten wieder einmal Quarterback Dak Prescott und Running Back Ezekiel Elliott. Berichten zufolge soll bei Prescott zuhause eine Party mit etwa 30 Menschen stattgefunden haben. Prescott nahestehende Quellen betonen, dass sich im Haus nicht mehr als zehn Personen aufhielten. Dies ist nach den Bestimmungen in Texas erlaubt. Die Zusammenkunft hatte einen Polizeieinsatz zur Folge. Die Polizei vermeldete, dass sie keine Anzeichen einer Party erkennen konnten und daher nur Verwarnungen aussprechen und nochmals auf Social Distancing hinweisen konnten. Es ist nicht das erste Mal, dass Prescott und Elliott durch solches Verhalten auffielen. So tauchten erst eine Woche vorher Bilder der beiden beim Training mit dem ehemaligen Mannschaftskollegen Dez Bryant auf, auf welchen die Trainingsgruppe eng beieinander posierten.

Was den kommenden Draft angeht, waren sich die Experten in den USA eigentlich von Anfang an einig, dass die Cowboys sich auf die Defensive konzentrieren würden. Gehandelt wurden vor allem Cornerbacks und Safetys. Nun mehren sich jedoch Gerüchte, dass man in der ersten Runde auch auf die Position des Centers, welche durch das Karriereende von Travis Frederick eine große Schwächung erfahren hat, achtet. Der potentielle Talentpool für die Cowboys an Stelle 17 des Drafts hat sich dadurch nochmal etwas vergrößert.

New York Giants (Emil, @schnapke)

Die Ruhe vor dem Sturm könnte man es nennen, denn es passiert gerade nix und der NFL Draft rückt immer näher und näher.

Das Einzige womit man um sich schmeißen kann sind Gerüchte. Die besagten zuerst das Linebacker Isaiah Simmons an Vier der Mann sei, doch dann war er auf einmal Offensive Tackle Tristan Wirfs der Favorit.

Dazu kommt noch, dass ein Trade mit Jacksonville für Defensive End Yannick Ngakoue immer noch im Raum steht und vor oder am Draft Day stattfinden könnte.

Ihr seht, viel Hieb und Stichfestes gibt es in New York gerade nicht.

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Bei den Eagles herrscht momentan absolute Stille. Es passiert wirklich rein gar nichts.
Daher kommen einfach ein paar Off-Field News des Teams.

Fletcher Cox hat sich an Darius Slay gewandt und ihm eindringlich von der “Besessenheit” der Eagles Fans berichtet und ihm geraten ein absoluter Teamplayer zu sein.

Dann wird eigentlich nur wild darüber diskutiert, welche Posistionsgruppe die Eagles in Runde 1 des Drafts angehen werden. Mich persönlich würde tatsächlich nichts mehr überraschen.
Weiterhin wird sich in Philadelphia wohl intensiv mit dem Michigan Prospect Cesar Ruiz (Center) beschäftigt. Allerdings müsste man hierbei entweder den 21st Pick nehmen (was ich niemals glaube) oder in der zweiten Runde früh hochtraden.

Weiterhin noch erfreuliche News unserer QB1 Carson Wentz. Dieser bereitet sich mit QB Skill Trainern in seiner Heimat auf die neue Saison vor und lässt dafür seine hochschwangere Frau Routen laufen ;-).

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)            

Letzten Dienstag gab HC Ron Rivera ein Update zu den beiden prominentesten Verletzten im Team: LB Reuben Foster und QB Alex Smith. Beide seien mitten in ihrer Reha und arbeiten „very, very hard“. Floskeln, die über den wirklichen Zustand wenig aussagen. Und so gab Rivera selbst zu: „Man weiß nicht, in welcher Form deine Spieler sein werden“.

Die Causa LT Trent Williams ist immer noch nicht geklärt. Jason Peters ist auf dem Markt, aber für ein Team im Rebuild mit 38 wohl zu alt. Wird Washington Williams vor dem Draft nicht los oder versöhnt sich mit ihm, dürfte es für einen der besten Spieler auf einer so wichtigen Position viel zu wenig Gegenwert geben. Welche Auswirkungen das auf den Draft haben könnte, versuche ich nächste Woche zu besprechen. Guard Brandon Scherff gab bekannt, lebenslang gold and burgundy tragen zu wollen, die Vertragsverhandlungen seien weit fortgeschritten.

P.S.: Eigentlich hatte ich angekündigt heute mehr über Scheme und den neuen Coaching Staff zu schreiben, aber das hebe ich mir auf. Wenn ich mehr Zeit habe und noch weniger los ist. Die Offseason ist noch lang…wer weiß, wie lang.

 

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Es ist windstill in Windy City was News angeht. Alle bereiten sich auf den kommenden Draft vor. Spekulationen seitens unterschiedlicher Quellen, welchen Spieler die Bears als erstes wählen und ob sie dafür hoch traden gibt es unzählige. Am 23-25 April wissen wir definitiv mehr.

Eine Nachricht die weniger mit dem Sport an sich zu tun hat gab es letzte Woche.

Die Bears und Bears Care, eine gemeinnützige Organisation des Teams, habe am 09.04.2020 bekannt gegeben, die Covid-19-Hilfsmaßnahmen mit 1.920.000 US-Dollar zu unterstützen. Das Geld soll allen Bedürftigen in Illinois helfen.

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Auch aus Detroit konnten diese Woche keine Neuigkeiten verkündet werden, weshalb ein Auftritt von Ex-Lion Damon Harrison im Podcast „Green Light with Chris Long“ viel Aufmerksamkeit erhalten hat. Harrison erklärt dort, dass er 2018 auf keinen Fall nach Detroit getradet werden wollte, da er aus seiner Sicht überhaupt nicht ins Defensive Scheme passte. Aus diesem Grund sei er auch froh, nicht mehr für die Lions auflaufen zu müssen. Im weiteren Verlauf sowie auf Twitter machte er jedoch auch deutlich, dass Matt Patricia und sein Scheme gut seien und dem künftigen Erfolg lediglich mehr Zeit im Weg stehen würde.

In Sachen Kader drehen sich alle Berichte rein um den Draft. Joe Burrow und Chase Young werden aller Wahrscheinlichkeit nach an Pick Nr. 3 weg sein, weshalb es sehr wahrscheinlich scheint, dass Detroit sich die Rechte an CB Jeff Okudah sichern wird. Er wird von vielen Experten als sicherer Starter gehandelt, scheint sehr gut ins Scheme zu passen und könnte die große Lücke füllen, welche Darius Slay nach seinem Trade nach Philadelphia hinterlässt. Da Okudah jedoch auch noch im Bereich des fünften oder sechsten Pick verfügbar sein könnte, sprechen die Lions aktuell bereits mit mehreren Teams über einen möglichen Downtrade.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Wenn die größte Nachricht ist, dass Aaron Rodgers auf Instagram über seinen besten Schnurrbart-Look abstimmen lässt, dann war in Green Bay wenig los. Eins gibt es dann aber doch zu berichten: Die Packers schreiben in jeden Veteran-Vertrag (und seit neuestem auch bei ihren Drittrunden-Picks) eine Klausel, die die Offseason Workout-Programme der Spieler belohnt – wer mittrainiert, bekommt mehr Geld. Momentan gilt das für 18 Spieler unter Vertrag, durch die zwischen NFL und Spielergewerkschaft ausgehandelte “virtuelle” Offseason finden diese Workouts nun online statt. Insgesamt werden über $5 Mio jetzt über virtuelle Workouts ausgezahlt.

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

Die Vertragsverlängerung von Christian McCaffrey mag zwar hauptsächlich die Teams der NFC South betreffen, doch auch bei den Vikings dürfte man die Zahlen mit großem Interesse begutachtet haben. Schließlich verhandeln die Vikings im Moment ja auch über einen neuen Vertrag mit ihrem Running Back, der nun einen ähnlichen Preis fordern könnte.

Ob die Vikings dem Beispiel der Panthers folgen werden, ist bisher reine Spekulation und sollte in der Teamzentrale in Eagan gründlich überdacht werden. Immerhin geht der Monstervertrag für McCaffrey komplett gegen den Trend dieser Offseason. So fanden in der Free Agency viele Running Backs einen eher enttäuschenden Markt vor und einige in den letzten Jahren geschlossene Mega-Deals wie die von Todd Gurley oder David Johnson wurden von dem Teams durch Entlassung oder Trade beendet.

Auch die generellen Marktvoraussetzungen für Running Backs sind alles andere als günstig. Trotz spektakulärer Box Score Zahlen ist ihr tatsächlicher Einfluss auf die Offense ziemlich gering. Hinzu kommen eine höhere Verletzungsanfälligkeit als bei anderen Positionen und eine extrem hohe Talentdichte. Die Tatsache, dass man in vielen Offenses anhand ihrer Effizienz kaum erkennen kann, ob der Starter oder der Back-Up gespielt hat, zeigt wie gering der Einfluss eines Top-Backs ist.

Ja, Running Backs sind für den gemeinen Zuschauer nett anzuschauen und ein guter Running Back wird regelmäßig den Box Score mit vermeintlich guten Nummern füllen. Dennoch sollten sich die Verantwortlichen in Minnesota nicht von dem schlechten Beispiel der Panthers leiten lassen. Ein Cook-Abgang mag zwar einige Fans verärgern, wäre aber für den Kader deutlich besser als ein dicker Vertrag für einen einfach ersetzbaren Spieler.

 

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Die neuen Jerseys sind da und sie sind absolut Geil! Nachdem sie tags zuvor (leider) geleakt wurden, mussten die Falcons-Verantwortlichen handeln. Der ursprüngliche Termin vom 14.4.2020 wurde vorgezogen.

Das minimalistische Design und die klaren Farben überzeugen sofort. Die Falcons werden ab sofort zu Hause in „All-Black“ auflaufen. Ein Wunsch, der fast durch die gesamte Fanbase ging. Auswärts spielt das Team in „All-White“. Die Alternate-Version ist besonders schön. Fließt doch das Falcons-Rot am unteren Ende ins Schwarz über, was es so noch nicht gegeben hat. Die Helme bleiben Schwarz, haben aber durch die Bezeichnung „Satin“ ein mattes, aber edles Finish bekommen. Und letztlich wurde auch endlich das Logo vergrößert. Es prangt jetzt ein 30 prozentig größerer Falke auf dem Helm. Ansonsten ist aus der letzten Woche nur noch das Gefrotzel zwischen Running Back Todd Gurley II und Falcons-Legende Cornerback Deion „PrimeTime“ Sanders erwähnenswert. Gurley erregte den „Zorn“ von Sanders, da doch dieser sich für die Rückennummer 21 in seinem neuen Team entschied. Deions alte Nummer, damals in den 80er/ 90er Jahren. Doch letztlich wurde auch das beigelegt und als Spaß seitens Sanders bezeichnet. „Ich liebe diese Kids und freue mich, dass er die Nummer 21 trägt, so Sanders im Interview.

Carolina Panthers

Cam ist weg – CMC bleibt! Christian McCaffrey wird bestbezahlter Running Back der NFL und unterschreibt einen 4-Jahres-Vertrag über $64 Mio!! Wer behauptet, dass Running Backs nichts wert seien, der wird nun wenig begeistert von diesem riesigen Deal sein. Die Panthers-Fans nehmen das Ganze eher positiv auf, im Gegensatz zu Analytics-Twitter. Wer allerdings über 600 Yards MEHR als der zweitbeste Running Back (Yards from Scrimmage) erzielt und der zweitbeste Running Back nach einem vor einem Jahr einen 6-Jahres-Vertrag über $90 Mio unterschrieben hat, der kann auch ein bisschen mehr als nur Kleingeld verlangen.

New Orleans Saints (Ina, @Eovenia)

Die Vorbereitungen für den Draft laufen auf Hochtouren, ansonsten ist es relativ ruhig in Louisiana.

Tampa Bay Buccaneers

In Florida kämpfen sie zur Zeit mit wichtigeren Problemen als den Bucs. Tom Brady kann “Tompa Bay” und “Tampa Brady” wohl nicht als Markennamen schützen lassen, weil andere das schon vor ihm beantragt haben.

 

NFC WesT

Arizona Cardinals Kerstin (@GermanBirdgang)

Wieder eine sehr ruhige Wochen in der Wüste von Arizona, denn die Vorbereitungen für den Draft laufen auf Hochtouren. Draft 2020 wir kommen.

Los Angeles Rams Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13)

Trade Alert hieß es diese Woche in LA. Wide Reciver Brandin Cooks wurde zu den Houston Texans getradet. Für Cooks und einem zukünftigen Viertrunden Pick erhalten die Rams einen Zweitrunden Pick für den diesjährigen Draft. Damit haben die Rams jetzt zwei Draftplätze in Runde zwei.

Von keinem Kicker zu gleich zwei Kickern. Ja die Rams haben zwei Kicker verpflichtet. Zum einen Austin MacGinnis der aus der XFL kommt und dort 10 von 10 Fieldgoal Versuchen verwandelt hat.                                        Der ehemalige CFL (Canadian Football League) Kicker Lirim Hajrullahu ist der zweite im Bunde. Er spielte in der CFL 6 Jahre und hatte in dieser Zeit eine Quote von 83,3% erfolgreicher Fieldgoals. Hajrullahu kann ebenfalls auch als Punter eingesetzt werden. Die genauen Vertragsdetails standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Auch in der letzten Woche tat sich bei den San Francisco 49ers wenig. Man gab bekannt, dass WR Kendrick Bourne seinen Second-Round Tender unterschrieben und die Cornerbacks Jason Verrett und Dontae Johnson mit einem frischen Einjahresvertrag ausgestattet hat.

Ansonsten scheint der Fokus bei den 49ers mittlerweile auf dem NFL Draft zu liegen. In der neuesten Ausgabe des “NEG Outside Zone Talks” durfte ich mit James Wiebe (“Snap – Die Footballshow”) und Julian Barsch (“Saturday Kickoff”) über mögliche Draftszenarien sprechen, hört gerne mal rein (*Klick*).

Die aktuellen Gerüchte bezüglich der Vorhaben von John Lynch und Co. sind weitreichend: Von WR, über O-Line und D-Line bis hin zu CB scheint mit dem 13. und auch dem 31. Pick alles möglich zu sein. Wir sind gespannt…

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Selbst wenn in dieser Woche der Free Agency Nennenswertes passiert wäre bei den Seattle Seahawks, es wäre nebensächlich gewesen. Der plötzliche Tod Tarvaris Jacksons hinterlässt Verantwortliche und Fans geschockt. Der ehemalige Quarterback kam in der Nacht von Sonntag auf Montag bei einem Autounfall ums Leben. Jackson hatte die Seahawks in der Saison 2011 als Spielmacher angeführt, ehe Russell Wilsons Ära begann. 2013 kehrte er für zwei Jahre als Backup nach Seattle zurück.

Als Stammspieler absolvierte Jackson für die Seahawks 2011 15 Spiele von Beginn an (271/450, 3.091 Yards, 14 Touchdowns, 13 Interceptions), mehrere davon mit angerissenem Brustmuskel. Diese Toughness machte ihn in der Kabine zu einem der beliebtesten und respektiertesten Mitspieler. 2013 war er der erste Backup seit 13 Jahren, der in einem Super Bowl zum Einsatz kam. Ein Vorwurf häuslicher Gewalt wurde im Sommer 2016 nach Jacksons Festnahme nicht weiter verfolgt. 2018 arbeitete der ehemalige Spielmacher als Assistenztrainer an seiner Alma Mater, Alabama State. Ein Jahr später wurde er an der Tennessee State University zum Quarterback-Trainer ernannt.

Jackson wurde 36 Jahre alt. Er hinterlässt seine Frau und drei Kinder.

Harter Cut: Zwei Kaderangelegenheiten wurden vermeldet. Guard Jordan Simmons erhält einen neuen Vertrag bei den Seahawks, genau wie Special Teamer Neiko Thorpe. Beide waren schon Free Agents, bleiben aber nun doch. Beide hatten zuletzt größere Verletzungsprobleme. Beide sind keine ausschlaggebenden Faktoren für den Erfolg des Teams, aber mit günstigen Verträgen ausgestattete Backups.

NFL Newsletter – Bildschirm-Pokerstars statt Bellagio-Pokertisch

NFL News

Wir fassen die News, die die ganze NFL betreffen, hier kurz zusammen:

“Wir” draften von zu Hause aus! Das gab die NFL gestern in einem Rundschreiben bekannt. Bedeutet: Die GMs und das restliche Personal der Teams darf sich nicht (!) am gleichen Ort aufhalten, also z.B. im Team-Gebäude, sondern muss sich zuhause vor den Rechner setzen und virtuell draften. Die zwei genannten Möglichkeiten gab es, nun hat sich die NFL für die “sicherere” Variante entschieden und beordert alle Verantwortlichen nach Hause. Das hat auch zur Folge, dass sich die General Manager milliardenschwerer Unternehmen wie jeder Fantasy-Drafter vor Week 1 mit Schlabberhose und Unterhemd vor den PC setzen können… Ob das zu guten Entscheidungen führt? Wir werden sehen!

 

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills

Noch knapp zwei Wochen bis zum NFL Draft und somit gehen die Vorbereitungen der Bills in die heiße Phase: So hatten sie je ein Meeting mit D-Liner Javon Kinlaw (South Carolina), O-Liner John Simpson (Clemson), Cornerback Chris Williamson (Minnesota) und Safety Jeremy Chinn (Southern Illinois). Dabei dürften Kinlaw und Chinn nicht mehr auf dem Board sein, wenn die Bills an Nummer 54 picken. Anders sieht es bei Simpson und Williamson aus, die den Bills weitere Tiefe in ihrem Kader geben könnten. Vielmehr sollte General Manager sein Augenmerk auf die Position des Defensive Ends legen, mögliche Verstärkungen könnte es auch auf der Kicker-Position und dem Right Tackle-Spot geben.

Die größte Neuigkeit war aber die Bekanntgabe des All-Decade Team. Mit dabei sind auch vier Spieler, die in diesem Zeitraum bei den Bills gespielt haben. Frank Gore hat in der abgelaufenen Saison das blaue Trikot getragen. Mit LeSean McCoy hat auch ein weiterer Running Back des All-Decade Teams von 2015 bis 2019 das Trikot der Bills übergestreift. Zudem haben Marshawn Lynch, der 2007 von den Bills gedraftet wurde und vier Jahre in Buffalo spielte, und O-Liner Jason Peters (2004-2009) ihre Karriere im Bundesstaat New York begonnen.

Miami Dolphins

Auch durch die aktuelle Situation gibt es von den Dolphins kaum etwas zu berichten. Die Free Agency scheint soweit abgewickelt und ansonsten dominiert weiterhin der Draft, bei dem zurzeit jede mögliche Spekulation in den Raum geworfen wird. Zwischen einem Trade mit den Bengals auf dem Nummer 1 Spot bis zu einem weiteren Top 10 Pick durch Abgabe von Pick 18 und 26 wird jedes mögliche Szenario konstruiert. Ob die Szenarien letztendlich überhaupt realistisch sind, ist da eher nebensächlich.

Eine Vertragsverlängerung gab es Anfang des Monats, Punter Matt Haack, der 2017 nach Miami kam, unterschrieb einen neuen Vertrag über ein Jahr.

New England Patriots

„An der Ostküste nicht viel Neues“, möchte man dieser Tage sagen, denn durch die grassierende Coronavirus-Pandemie und die Ruhe vor dem Sturm beziehungsweise dem Draft ist auch bei den Patriots eher wenig los.

Erwähnenswert ist hier rostertechnisch nur der Release von Quaterback Cody Kessler, der in der letzten Saison die Rolle des dritten QBs hinter Brady und Stidham einnahm und nun aufgrund der Verpflichtung von Brian Hoyer, erneut auf der Suche nach einem neuen Team ist.

Geehrt fühlen dürfen sich hingegen insgesamt neun (ehemalige) Patriots-Spieler sowie Coach Bill Belichick. Sie wurden von der Pro Football Hall of Fame in das All-Decade Team der 2010er berufen. Dabei sind neben Franchise-Größen wie Brady und Rob Gronkowski auch Spieler wie Darrelle Revis und Chandler Jones, die nur eine kurze Zeit im Trikot der Pats verbrachten.

New York Jets

General Manager Joe Douglas gab am vergangenen Freitag in einer Telefonkonferenz ein Interview für die Presse. Er erklärte seine Schritte in der laufenden Offseason und stellte dabei in den Vordergrund, dass es ihm darum geht, Franchise Quarterback Sam Darnold zu schützen und mit Playmakern auszustatten. Seiner Meinung nach hat er dies mit den Signings in der Offensive Line und der Verpflichtung von Wide Receiver Breshad Perriman getan, jedoch stellte er heraus, dass es sich um einen Prozess handelt und insbesondere gute Linemen sehr schwer zu finden sind.

Die letzte Aussage könnte deutlich darauf hinweisen, dass im Draft auf der elften Position ein Tackle ausgewählt wird. Matt Miller, NFL Draft Scout, schrieb hingegen, dass Wide Receiver CeeDee Lamb, Oklahoma University, auf dem Draft Board ganz oben stehen soll. Wo die Wahrheit liegt, werden wir in zwei Wochen erfahren.

Als Backup Quarterback erhielt David Fales einen neuen Einjahresvertrag. Der 29-jährige Career Backup begleitete Headcoach Adam Gase schon häufig und war in der vergangenen Saison Backup nach den Ausfällen von Trevor Siemian und Luke Falk. Er kam lediglich für acht Snaps zum Zug und warf dabei keinen einzigen Pass. Seinen letzten Pass in der NFL warf er 2017.

Die NFL gab ihr All-Decade Team des vergangenen Jahrzehnts bekannt. Hier schaffte es Cornerback Darrelle Revis als einziger Vertreter der Jets in das Team.

 

AFC North

Baltimore Ravens

Die größte Nachricht dieser Woche war, dass PR-Chef Kevin Byrne zurückgetreten ist: Die Ruhe vor der Draft. Werfen wir also einen kurzen Blick zurück: Durch die Verpflichtungen von Calais Campbell und Derek Wolfe sowie dem Franchise Tag für Matthew Judon lässt die Front seven wenig zu wünschen übrig. Einzig auf der MLB-Position bleibt eine Lücke, die man aber letztes Jahr schematisch schon gut ausgleichen konnte. Ein EDGE für die Rotation könnte aber noch kommen. Die Baustellen in der Offense wurden Stand jetzt nicht adressiert. Wie groß die Lücke ist, die Guard Marshal Yanda, frisch ins All-decade Team gewählt, hinterlassen wird, kann man schwer absehen, sie muss aber unbedingt adressiert werden, will man weiterhin das kreative Laufspiel der letzten Saison aufziehen und Lamar Jackson Zeit geben. All-Pro Left Tackle Ronnie Stanley geht in sein letztes Vertragsjahr, Center Matt Skura bleibt vorerst im Team, könnte aber wegen seines Tenders auch noch woanders unterschreiben…die O-Line ist Thema.

Dann wäre noch das Thema Receiving Corps: Marquise Brown sollte einen Schritt nach vorne machen, zeigte er doch schon im Rookie-Jahr einiges. Und wenn er aus der viel beschworenen WR-Klasse nochmal ein Top-Talent zur Seite gestellt bekommt, könnte sich das vermeintliche Problem schnell in Luft auflösen. Durch den Abgang von Hurst nach Atlanta kann man auch noch auf Tight End noch Verstärkung erwarten. Auch da würde ich vermuten, dass die Ravens eher im Draft als in der Free Agency aktiv werden. Kapital dafür ist reichlich vorhanden.

Cincinnati Bengals

In einer sehr ereignisarmen Woche, was auch der Corona-Krise geschuldet ist, gab es dann doch ein großes Highlight für das Team und im besonderen für Geno Atkins. Der 32-Jährige Defensive Tackle, der 2010 von den Bengals in der vierten Runde gezogen wurde, im übrigen zwei Runden nach Carlos Dunlap, einem weiteren wichtigen Baustein der Defense de Bengals, wurde in das All Decade Team von der NFL und der Pro Football Hall of Fame gewählt.
Atkins musste 2013 verletzungsbedingt sieben Spiele aussetzen, hat ansonsten in jedem Spiel gespielt und war ab der zweiten Saison auch Starter bei den Bengals. Er war insgesamt 8 Mal im Pro Bowl (2011, 2012, 2014-2019) und hat in seiner Statistik unter anderem 75,5 Sacks, 8 Forced Fumbles und einen Defensive Touchdown stehen.

Cleveland Browns

Die Browns verstärken ihre Defense und verpflichten Defensive End Adrian Clayborn (31), der zuletzt bei den Atlanta Falcons spielte. Der einstige First-Round-Pick erhält einen Zweijahresvertrag über 5,75 Millionen Dollar. Ansonsten gab es keine weiteren Zugänge in der vergangenen Woche. Wie erwartet kehrt Free Agent Safety Damarious Randall (27) nicht zu den Browns zurück. Er hat sich nun den Raiders angeschlossen.

Das war es mit offiziellen Meldungen aus der Free Agency, betreten wir nun die Gerüchteküche. Die Browns sollen Berichten zufolge um Edge Rusher Jadeveon Clowney (27) “mitbuhlen”. Befeuert werden die Gerüchte durch die Tatsache, dass Clowney vom gleichen Berater vertreten wird wie Browns Defensive End Myles Garrett (24). Sollte es tatsächlich zu einer Verpflichtung kommen, dürfte das bedeuten, dass man sich von Olivier Vernon (29) trennt.

Wohltätig zeigte sich Wide Receiver Jarvis Landry (27) und spendete 15.000 Dollar, um Hygieneprodukte für Familien aus dem East Cleveland School District zur Verfügung zu stellen.

Zwei ehemalige Brownies haben es ins NFL All-Decade Team in der Offense geschafft: Die beiden Offensive Linemen Joe Thomas und Alex Mack wurden in das 2010er Team gewählt. Thomas ist dabei einer von vier Spielern, die einstimmig gewählt wurden.

Pittsburgh Steelers

Ehre wem Ehre gebührt! Center Maurkice Pouncey und unser ehemaliger Wide Reciever Antonio Brown (zurzeit arbeitslos) wurden in das Pro Football Hall of Fame All-Decade Team gewählt, Glückwunsch!

Gute Nachricht auch von Big Ben Roethlisberger. Der Star-Quarterback geht davon aus, dass er zur Woche 1 wieder fit sein und starten wird. Ansonsten war es eine ruhige Woche und man kann davon ausgehen, dass dies aufgrund der Pandemie und des Pre-Draft-Prozesses die nächsten Wochen genauso bleiben wird.

AFC South

Houston Texans

Die Pro Football Hall of Fame und die NFL haben ihr All Decade Team gewählt. Es wurden einige Spieler einstimmig gewählt. Unter anderem auch unser DE J.J. Watt, er ist mit diversen Defensiv Player of the Year, Pro Bowls, All Pro´s und einem Walter Payton Man of the Year Award einer der meist ausgezeichneten Spieler des Franchises. Er wurde auch im November in das NFL 100 All Time Team aufgenommen.

Zwei ehemalige Texaner haben es auch in das HoF Decade Team geschafft. Safety Tyrann Mathieu spielte ein Jahr und Punter Shane Lechler fünf Jahre bei uns

Es gab ein Statement zu den Trades und den ehemaligen Spielern. Laut Bill O’Brien war der Trade von Hopkins im besten Interesse des Teams. Er wollte eine Gehaltserhöhung die sich Houston nicht leisten wollte. O´Brien fand den Gegenwert super und sieht viel in David Johnson. Er meinte abschließend dass jeder gemachte Move im besten interesse des Teams seien.

Auch der Weggang von D.J. Reader wurde erklärt. Auch hier fehlte es an der finanziellen Seite. Hier war man aber gewillt ihn zu halten aber man konnte ihm nicht genug bieten. Als Verstärkung wurde Timmy Jernigan verpflichtet.

Noch eine abgeschlossene Verpflichtung zum Schluss. Dylan Cole hat seinen Tender final unterzeichnet. Aufgrund der aktuellen Weltlage ist alles etwas schwieriger. Auch das physical bei David Johnson konnte noch nicht durchgeführt werden. Der Trade ist also noch nicht final. Houston soll eins der schwersten physical Tests der Liga haben.

Indianapolis Colts

Auch in Indy stehen die Zeichen auf Draft. Zu diesem Zeitpunkt dürfte nicht mehr mit einem nennenswerten Free Agent gerechnet werden, sodass sich das Team im Homeoffice auf den Draft vorbereitet. Laut der aktuellen Kolumne von Peter King, in der General Manager Chris Ballard ein ausführliches Interview gibt, steht das Big Board für den Draft schon seit kurz nach dem Senior Bowl. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich sämtliche Scouts mitsamt Vorgesetzten und Front Office 17 Tage lang intensiv beraten. Das Feintuning geschieht jetzt – wie bei den meisten von uns – on remote.

Mittlerweile wurden auch die Zahlen des Einjahresvertrages von Cornerback Xavier Rhodes bekannt: es handelt sich um einen absoluten prove-it-deal. Drei Millionen Basisgehalt, wobei ausschließlich der Signing Bonus von einer Million garantiert ist.

Jacksonville Jaguars

Gefährliche Wildkatzen? Die schlafen wohl alle gerade…

Tennessee Titans

Die Titanen halten wohl gerade ein Schläfchen. Wenig los in Tennessee.

 

AFC West

Denver Broncos

Momentan herrscht sozusagen die Ruhe vor dem Sturm. In weniger als drei Wochen findet der NFL Draft 2020 statt. Mittlerweile sickern immer mehr Spielernamen durch, mit denen die Broncos sich via Video Konferenz im Pre-Draft Prozess getroffen haben. Aufgrund der Corona Pandemie wurden alle Pro Days und privaten Workouts in den Team facilitys abgesagt, beziehungsweise verboten.

Die Broncos hatten in letzter Woche unter anderem ein „Meeting“ mit:

Kristian Fulton (Cornerback, LSU)

In der Free Agency konnte zwar A.J. Bouye via Trade nach Denver geholt werden, doch die Secondary braucht dringend weitere Verstärkung. Isaac Yiadom, der in sein drittes NFL Jahr kommt, hat bis jetzt zwar immer wieder positive Ansätze gezeigt, ist allerdings noch extrem inkonstant.

Matt Hennessy (Center/Guard, Temple)

Könnte ein spannender Day 2/3 Pick werden. Graham Glasgow hat unter der Woche in einem Interview bekannt gegeben, dass er sich eher auf der Guard Position sieht. Momentan ist Patrick Morris also der starting Center. Der 25-jährige hatte letzte Saison allerdings nur zwei Spiele gespielt. Trotzdem hört man aus Insiderkreisen, dass Mike Munchak ihn besonders hoch einschätzt.

Leki Fotu (Defensive Tackle, Utah)

Wäre ein Spieler für die Tiefe in der D-Line. Mit Jurrell Cassey, Mike Purcell, Shelby Harris, Dre’Mont Jones ist die Line sehr gut besetzt. Leki Fotu könnte also ein wichtiger Rotationsspieler beziehungsweise Backup sein.

Ezra Cleveland (Offensive Tackle, Boise State)

Hier steht und fällt alles mit der Einschätzung von Garett Bolles. Er konnte in den ersten zwei Jahren nicht sonderlich überzeugen. Allerdings verbesserte er sich unter Mike Munchak deutlich. Wenn die Broncos die 5th-year-option nicht ziehen, könnte Ezra Cleveland 2021 ein starting Tackle werden.

Kansas City Chiefs

Letzte Woche ein weiterer guter Schachzug von GM Brett Veach: Der Vertrag von WR Sammy Watkins (26) wurde erneuert und die Gehaltszahlungen angepasst. Sammy wird dieses Jahr $9 Mio verdienen, welche durch Bonuszahlungen auf $16 Mio ansteigen können. Immer noch ein stattlicher Gehalt, jedoch sparen die Chiefs so rund $5 Mio an Cap und Sammy muss sich beweisen und seine durchschnittlichen Regular Seasons hinter sich lassen, um auf den vollen Gehalt zu kommen.

Mit der Verpflichtung von Watkins bleibt bei den Chiefs die komplette Super Bowl Champion Offense zusammen. Einzig Backup TE Blake Bell ist nicht mehr beim Team. Jedoch wurde hier letzte Woche ebenfalls Ersatz gefunden: Mit Ricky Seals-Jones (25) stösst ein junger TE für ein Jahr von den Browns zum Team. Seals-Jones war am College ein Wide Reciver und wurde in der NFL zum Tight End. Er ist agiler und explosiver als die meisten Tight Ends und brachte es letzte Saison mit 14 Catches auf 229 Yards und vier Touchdowns. Er wird als Backup für Star TE Travis Kelce (31) fungieren und wird eine weitere Waffe in der Legion of Zoom rund um Patrick Mahomes darstellen.

Bemerkenswert: Sollten es die Chiefs schaffen, CB Bashaud Breeland zu halten, so wären alle Spieler  des Super Bowl Champion Kaders für die Saison 2020 gebunden, welche 2019 mindestens 57% aller Teamsnaps gespielt haben. Zuletzt wurde dieses Kunststück im Jahr 2001 von den New England Patriots geschafft.

Las Vegas Raiders

Der Vertrag mit Cornerback Eli Apple kommt nun doch nicht zustande. Die Raiders konnten sich mit Apple nicht auf eine Vertragssumme einigen, daher entschied man sich getrennte Wege zugehen.

Ein Ersatz für Apple wurde jedoch schnell gefunden, wenn auch auf einer anderen Position.

Safety Damarious Randall wechselt von den Cleveland Browns nach Las Vegas und unterzeichnete einen Vertrag über ein Jahr. 2019 überzeugte er noch in Cleveland mit zweieinhalb Sacks sowie 45 Tackles. In den Jahren davor ergaunerte er durchschnittlich viermal eine Interception.

Der absolute Need im Draft konzentriert sich durch den Wegfall von Apple wieder mehr in Richtung Cornerbacks.

 Los Angeles Chargers

Auch die Chargers bereiten sich auf den Draft vor. Dabei hatten sie je ein Meeting mit Linebacker Chris Orr (Wisconsin), Defensive Tackle Leki Fotu (Utah) und Offensive Tackle Josh Jones (Houston). Jones könnte dabei den noch offenen Left Tackle Spot einnehmen, der nach dem Abgang von Russell Okung noch frei ist. Head Coach Anthony Lynn hat in einem Interview bereits angedeutet, dass man auf der Position möglicherweise noch was machen möchte. Orr und Fotu könnten hingegen für Tiefe im starken Kader der Chargers sorgen.

Die Spieler der Chargers haben nicht nur ihre Qualitäten auf dem Platz, sondern auch daneben. So hat Safety Derwin James am Freitag das „Checkdown x Madden Turnier“ gewonnen. Insgesamt acht NFL-Spieler waren dabei und suchten den besten Madden-Spieler. James siegt dabei in der ersten Runde mit 14-6 gegen seinen Teamkollegen Keenan Allen. Auch DeSean Jackson (50-27) im Halbfinale und Tyreek Hill (52-3) hatten keine Chance gegen den Mann, der laut Jalen Ramsey noch nie ein Madden-Turnier verloren hat. James spielte während des Turniers aber nicht mit seinen Chargers, sondern hat sich die San Francisco 49ers ausgesucht.

Unsicher ist aktuell noch die Eröffnung des neuen Stadions der Chargers. Eigentlich sollen sie zur neuen Saison in das neugebaute SoFi-Stadion einziehen, doch aufgrund des Corona-Virus stockt der Bau aktuell. Laut dem COO der LA Rams, Kevin Demoff, könnte das Stadion vielleicht sogar erst 2021 eröffnet werden.

 

NFC

NFC East

Dallas Cowboys

Die einzige aufsehenerregende Verpflichtung der Woche war der 30-jährige Pass Rusher Aldon Smith. Smith, der in seinen ersten zwei Jahren in der NFL 33,5 Sacks verzeichnen konnte und 2012 All-Pro wurde, hat einen Einjahresvertrag bei den Cowboys unterschrieben. Die Cowboys und besonders Besitzer Jerry Jones werden bei dieser Verpflichtung ihrem Ruf, Skandalspielern neue Chancen zu geben, wieder einmal gerecht. Denn Smith wurde, nach einigen Sperren wegen Drogenmissbrauchs, 2015 für ein ganzes Jahr von der NFL ausgeschlossen. Nach Ablauf dieser Sperre wurde er jedoch nicht wieder rehabilitiert. Nun, auch mit Blick auf das neue CBA, scheint dies eine Möglichkeit zu sein. Der Vertrag soll in Kraft treten, sobald Smith offiziell wieder spielberechtigt ist. Welchen sportlichen Mehrwert Smith nach dieser langen Zeit ohne Spielpraxis bietet, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand wirklich sagen.

Die Spieler der Dallas Cowboys boten in der letzten Woche sehr unterschiedliche Nachrichten. Während die Offensive Linemen Tyron Smith und Zack Martin in das All-Decade Team gewählt wurden und dafür geehrt wurden, wie dominant die Offensive Line der Dallas Cowboys im letzten Jahrzehnt auftrat, wurden vor allem Quarterback Dak Prescott, Running Back Ezekiel Elliott und Wide Receiver Amari Cooper öffentlich kritisiert. Cooper wurde vom ehemaligen Head Coach Rex Ryan der sportliche Mehrwert abgesprochen und bezeichnete ihn im Fernsehen als „Turd“. Später entschuldigte sich Ryan für seine Wortwahl. Der Quarterback, der momentan einen neuen Vertrag mit den Cowboys aushandelt, kam mit einigen Teammitgliedern und Dez Bryant zusammen, um etwas zu trainieren. Der ehemalige Starreceiver der Cowboys sucht ein Team für die neue Saison und bringt sich immer wieder in Position für ein neues Engagement bei den Cowboys. Im Rahmen dieser Trainingseinheit kam es zu einigen Situationen, bei denen die Sportler nahe beieinanderstanden und für Fotos posierten. Dieses Verhalten wurde mit Blick auf die Covid19-Pandemie von Fans stark kritisiert.

New York Giants

Die Free Agency ist jetzt schon eine Weile am laufen. Nach anfänglich vielen Verpflichtungen wird es hinten raus immer weniger. Diese Woche wurde Long Snapper Casey Kreiter (ehemals Denver) verpflichtet. Dies deutet daraufhin, dass Long Snapper Zak DeOssie wohl in den Ruhestand gehen wird. DeOssi ist seit 2007 bei den Giants, gewann in der Zeit zweimal den Super Bowl und wurde zweimal für den Pro Bowl nominiert.

Philadelphia Eagles

Bei den Eagles fliegt gerade nichts, vor allem keine News.

Washington Redskins

Mit Bobby Mitchell verstarb am Sonntag eine Legende des Washington FC und ein Hall of Famer: Als in den frühen 60ern in Washington immer noch kein einziger schwarzer Spieler spielte und die Franchise kurz davor stand, aus dem eigenen Stadion geschmissen zu werden, verpflichtete man den WR aus Cleveland. In seinen ersten drei Saisons wurde er All-Pro, fing durchschnittlich Bälle für um die 100 Yard pro Spiel und stellte diverse Rekorde auf. Nach seiner aktiven Karriere blieb er der Franchise erhalten und holte dabei drei Super Bowls. Er wurde 84 Jahre alt.

Ansonsten gibt es wenig zu berichten: Trent Williams ist immer noch nicht getradet, sein Wert sinkt von Tag zu Tag. Ronald Darby gibt fleißig Interviews, Adrian Peterson ist All-Decade Running Back geworden…die spannenden Stories der Free Agency sind vorerst erzählt.

Bis nächste Woche möchte ich mich mehr mit dem neuen Coaching Staff befassen und euch so einen Ausblick darauf geben, was man von Rivera, Turner und Co. nächste Saison schematisch erwarten kann. Stay tuned.

 

NFC North

Chicago Bears

Diese Woche wurde das neue All-Decade Team der NFL bekannt gegeben. Insgesamt vier Chicago Bears Spieler haben es geschafft gewählt zu werden: Mit dem Outside Linebacker Khalil Mack (29) und Returner Cordarrelle Patterson (29) sind zwei aktive Spieler dabei. Dazu sind in Defensive End Julius Peppers (40) und Returner Devin Hester (37) zwei ehemalige Spieler ausgezeichnet wurden. Beide waren schon im All-Decade Team davor und haben mittlerweile ihre Karrieren – verdient – beendet.

Die Bears haben sich prominent mit ehemaligen First-Round-Picks verstärkt:

Für die Offensive Line wurde der 25-jährige Free Agent Germain Ifedi für ein Jahr als Tackle unter Vertrag genommen. Ifedi kommt aus Seattle, wo er 2016 an Stelle 31 gedraftet wurde.

Für die Defense kommt Linebacker Robert Quinn (29) von den Dallas Cowboys und unterschreibt einen Vertrag für fünf Jahre in Chicago. Quinn wurde 2011 an Stelle 14 von den Rams gedraftet.

Detroit Lions

Nicht viel los in Motor City. Nach den ereignisreichen letzten Wochen wurde lediglich die Verpflichtung von CB Darryl Roberts bekannt gegeben, welcher zuvor für die New York Jets die Schuhe schnürte. Er dürfte gegen den letztjährigen Fünftrundenpick Amani Oruwariye um den zweiten CB-Kaderplatz hinter Desmond Trufant konkurrieren. Eine zusätzliche Verpflichtung erscheint angesichts der Personaldecke auf dieser Position wahrscheinlich.

Green Bay Packers

Nix los an der Lombardi Avenue 1265. Also wirklich: absolute Ruhe. Wenn was an News kommt, dann aus der Ligazentrale in New York: Die hat nämlich das “Team des Jahrzehnts” gewählt und natürlich ist Aaron Rodgers einer der beiden Quarterbacks, die dabei sind. Außerdem die beiden früheren Packer-Spieler Julius Peppers und Jahri Evans. Mit wem sich die Packers alles getroffen haben (virtuell oder in echt) sagt meist wenig aus; sie haben sich wohl mit einigen O-Linern und QBs, die früh vom Board gehen werden, virtuell getroffen.

Minnesota Vikings

Die Offensive Line der Minnesota Vikings ist schon seit Jahren eine der größten Schwachstellen des Teams. Auch in der vergangenen Saison lief hier nicht viel zusammen. Personell nachgebessert wurde in dieser Offseason bisher trotzdem nicht. Im Gegenteil: Mit Guard Josh Kline wurde der drittbeste Starter der Unit im vergangenen Jahr sogar entlassen, ohne ihn bis jetzt zu ersetzen. Klar, der Draft liegt noch vor uns und auch auf dem Free Agent Markt gibt es noch Optionen. Was aber passiert, wenn man hier nicht mehr fündig wird? Welche Spieler im aktuellen Kader könnten die vakante Stelle besetzen?

Die ersten Optionen wären wohl günstige Veterans wie Brett Jones oder Dakota Dozier, welche bisher als Backups im Kader waren. Dozier war letztes Jahr schon der, der einspringen durfte, wenn sich jemand in der interior Line verletzte. Allerdings war der Niveauverlust deutlich erkennbar, wenn er spielte, weshalb man wohl ungern mit ihm in die neue Saison gehen würde. Brett Jones ist ein guter Pass-Blocker, passt aber nicht in das Outside-Zone Run-Blocking Schema, weshalb der Coaching Staff keine sehr hohe Meinung von ihm hat.

Da die beiden Veterans nur als Notlösungen geeignet scheinen, könnte ein junger Spieler wie Aviante Collins oder einer der beiden letztjährigen Draft Picks Dru Samia und Oli Udoh Verantwortung übernehmen. Besonders Udoh deutete im letzten Jahr schon großes Potential an. Allerdings spielte er seit dem College einzig Right Tackle, weshalb beide aktuellen Starting Tackles ihre Positionen ändern müssten, um Udoh die Möglichkeit für Starts zu geben. Auch Dru Samia wird oft als möglicher Starter genannt, doch seine bisherigen Eindrücke lassen nicht darauf schließen, dass er dafür schon bereit ist. Auch Collins konnte bisher nicht zeigen, dass er schon für eine Rolle als Starter bereit ist.

Coaching Staff und Front Office müssen noch viele Fragen klären, um zum Saisonstart eine auch nur annähernd schlagfertige Offensive Line auf den Platz zu stellen.

 

NFC South

Atlanta Falcons

DEFENSE DRAFTEN!

So und nicht anders muss es lauten für die Atlanta Falcons im diesjährigen Draft.

Nachdem die Atlanta Falcons diese Woche zwei Schlüsselspieler mit den Defensive Ends Jack Crawford und Adrian Clayborn an die Titans bzw. Browns verloren haben, ist die Marschroute eindeutig. Clayborn war belebte in der vergangenen Saison die Verteidigung der Falcons wieder. Er war zwar nicht immer Starter, aber er hat auf jeden Fall auf sich aufmerksam machen können.

Weder Crawford noch Clayborn gaben bekannt, dass sie ein Angebot der Falcons bekommen haben, was dafür spricht, dass deren Abschied lange vom Management geplant wurde. Es spricht also einiges dafür, dass es die Falcons es auf einen Passrusher abgesehen haben. Vielleicht doch noch ein gewagter Uptrade, um Defensive End Chase Young von Ohio St. zu bekommen? Der Preis dürfte hoch sein. Mit Spielern wie Deadrin Senat, Austin Larkin, Steven Means und John Cominsky in der Defensive Line haben die Falcons recht talentierte Jungs auf diesem Gebiet.

Erfreuliches gab es noch am Rande. Wide Receiver Julio Jones, Center Alex Mack und Returner Devin Hester wurden ins All-Decade-Team 2010-2020 gewählt. Ist das nicht schön? Wir sagen JA!

Carolina Panthers

Nix los in Carolina – vielleicht passiert ja nächste Woche was…

New Orleans Saints

Die Nachfolge von Drew Brees scheint geklärt, gegenüber „ProFootballTalk“ bestätigt Saints-Coach Sean Payton, Taysom Hill als zukünftigen Starting-Quarterback. Noch ist unklar ob Brees seinen Zweijahresvertrag erfüllen wird, oder seine Karriere nach der kommenden Saison beendet. Dies bedeutet, Hill könnte bereits nach der Saison seinen Vertrag als künftiger Franchise Quarterback unterschreiben. Zwar soll Hill auch noch kommende Saison als „Allzweckwaffe“ eingesetzt werden, doch Payton sieht ihn definitiv als Quarterback.

Mickey Loomis, General Manager der Saints, gab am 02. April bekannt, dass man sich mit Cornerback  P.J. Williams auf einen neuen Vertrag geeinigt hat.

Nun zu einem großen Verlust der „Who Dat Nation“: Tom Dempsey starb am 4. April in einem Hospiz in New Orleans an den Folgen einer Covid-19 Erkrankung im Alter von 73 Jahren. Dempsey kam ohne Zehen an seinem rechten Fuß zur Welt, was ihn nicht daran hinderte, 1969 All-Pro Kicker und 1989 Mitglied der „Saints Hall of Fame“ zu werden – mit jenem rechten Fuß.

Tampa Bay Buccaneers

Bei den Bucs gibt es momentan eher wenig zu berichten. Die Free-Agency neigt sich dem Ende zu und wirklich tätig wurde GM Jason Licht nicht mehr: Unter der Woche wurden lediglich Cornerback Ryan Smith, sowie Quarterback Blaine Gabbert im Team gehalten. Beide bekommen neue Einjahresverträge. Smith wird vor Allem durch hervorragendes Special Teams Play geschätzt. Blaine Gabbert dürfte sich um den Back-up Spot hinter Tom Brady mit Ryan Griffin duellieren.

Tom Brady wird auch in Tampa Bay „seine” Nummer 12 tragen, die vorher Wide Receiver Chris Godwin trug, dessen Trikot fortan die 14 ziert.

 

NFC West

Arizona Cardinals

Die vergangene Woche war sehr, sehr ruhig in Arizona.
Nachdem die letzten zwei Wochen von Neu- und Wiederverpflichtungen geprägt waren, scheint sich die Free-Agency bei den Cardinals dem Ende zu zuneigen. Alle Augen sind nun auf die Draft gerichtet.
Drei Spieler aus den Reihen der Cardinals wurden ins All-Decade Team berufen: Wide Receiver “Legend” Larry Fitzgerald, Cornerback Patrick Peterson und Linebacker Chandler Jones.

Los Angeles Rams

Auch in Los Angeles überschlagen sich die Ereignisse nicht. Dennoch gibt es noch eine wichtige Meldung von letzter Woche nachzureichen. Greg Zuerlein ( Kicker) war Free Agent und hat mit den Dallas Cowboys ein neues Team  gefunden. Bei den Cowboys erhält er nicht nur seinen alten und neuen Special Team Coordinator Fassel zurück, sondern auch einen Vertrag über 7,5 Millionen Dollar über drei Jahre.

Ansonsten gab es nur eine eher kleinere News: Es wurden u.a. Aaron Donald (Defensive Tackle) und Johnny Hekker (Punter) in das “Team of the Decade” gewählt. Aaron Donald war einer von acht Spielern die einstimmig gewählt wurden.

San Francisco 49ers

Hier war letzte Woche sprichwörtlich “tote Hose”.

Seattle Seahawks

Weiter auf Defensive End Jadeveon Clowney warten – das wollten und konnten sich die Seattle Seahawks in der vergangenen Woche nicht mehr erlauben. Und so reagierten sie auf die eingeschlafenen Verhandlungen mit einer weiteren Rückholaktion: Benson Mayowa, 2019 als Defensive End mit sieben Sacks für die Oakland Raiders aufgefallen, ist nach Bruce Irvin der zweite verlorene Sohn der Super-Bowl-Mannschaft aus der Saison 2013, der in den Pacific Northwest zurückkehrt.

Die finale Lösung aller D-Line-Probleme bei den Seahawks ist Mayowa gewiss nicht, doch wie Irvin kann auch er 2020 in der Rotation eine Rolle spielen. Gemeinsam kamen die zwei Veterans 2019 auf 15,5 Sacks (Irvin 8,5). Sie hätten damit mehr als die Hälfte aller Seahawks-Sacks der vergangenen Saison (insgesamt nur 28) gesammelt und jeder für sich die Statistik im Team angeführt.

Weil aber ein guter Edge Rusher nicht alleine durch Sacks definiert wird (Jadeveon Clowney ist das beste Beispiel), sind die Seahawks auf der Suche und auch weiterhin im Rennen um ihren besten D-Liner der vergangenen Spielzeit. Jedoch hat sich das Vokabular ein wenig gewandelt. Seattle ist nicht mehr in der Pole Position, Clowney erneut zu landen, sondern nur noch eines von mehreren Teams mit Chancen. Nachdem Clowney vergangene Woche Berichten zufolge den geforderten Preis auf unter 20 Millionen US-Dollar Jahresgehalt senkte, brachten sich neben den Tennessee Titans plötzlich auch die New York Jets und Cleveland Browns ins Gespräch.

Vom Einjahres- bis zum Mehrjahresvertrag scheint aktuell alles denkbar. Dass die Verhandlungen bis zum Training Camp (wann immer das beginnen mag) andauern könnten, ist durchaus möglich. Dass die Seahawks sich am Ende mit Everson Griffen trösten oder für Yannick Ngakoue einen viel zu hohen Trade-Preis bezahlen müssen, ist ebenfalls nicht ausgeschlossen.

NFL Newsletter: Der Offseason-Blues trifft die NFL

NFL News

Wir fassen die News, die die ganze NFL betreffen, hier kurz zusammen:

Eigentlich wollen wir euch ja ein bisschen von der Dauer-Corona-Berichterstattung ablenken, aber auch die NFL ist natürlich von der Pandemie betroffen. Die NFL hat bekannt gegeben, dass der Spielplan für die kommende Saison erst später bekannt gegeben wird. Die Liga will dennoch an den Plänen für einen Draft via Video und einer normalen Spielzeit mit Fans und im normalen Zeitplan festhalten. Es würden zwar Pläne geschmiedet für eine eventuelle Verschiebung oder Verkürzung der Saison, aber Jeff Pash, der Executive Vice President der NFL, betont, dass die Erwartungen auf einem normalen Ablauf der Saison liegen.

 

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills

Die Bills haben nach der heißen Phase der NFL Free Agency drei weitere Spieler unter Vertrag genommen. Neu dazu kommt O-Liner Daryl Williams von den Carolina Panthers, der 27-Jährige kann sowohl als Tackle als auch als Guard spielen, wobei er in seinen fünf Jahren in der NFL aber die Konstanz vermissen ließ. Nun bekommt er bei Sean McDermott, der ihn aus seinen ersten beiden Jahren bei den Panthers kennt, ein Ein-Jahres-Vertrag und somit die Chance, seine Grade von Pro Football Focus (Nr. 57 im letzten Jahr als Guard) zu bestätigen. Zudem hat General Manager Brandon Beane die Verträge mit Cornerback E.J. Gaines und Wide Receiver Isaiah McKenzie verlängert. Während Gaines nach einer Verletzung zurückkommt, wird McKenzie als Returner eingesetzt, wird aber auch wieder einige Snaps in der Offense sehen.

Doch die Planung auf der Wide Receiver Position scheinen noch nicht abgeschlossen zu sein. So hatten sie Videokonferenzen mit den beiden Prospects Denzel Mims (Baylor) und Lawrence Cager (Georgia). Beide sind große Spieler und würden somit die fehlende Größe des Receiver Corps ausmerzen. Zudem haben sich die Bills auch mit O-Liner Robert Hunt (Louisiana-Lafayette) und D-Liner Raequan Williams (Michigan State) getroffen.

Eine besondere Art von „Quarantäne“ macht Josh Allen. Gemeinsam mit Kyle Allen und Sam Darnold trainieren sie mit Jordan Palmer und Matt Lopes im Haus von Darnold. Dort werfen sie am Strand die Bälle und danach gibt es neben Essen einige Aktivitäten wie Karten spielen und Fernsehen gucken. Das größte Problem für die drei ist aber die Langeweile und fehlende Möglichkeit von Behandlungen mit ihren gewohnten Physiotherapeuten.

Miami Dolphins

Nach den vielen Verpflichtungen der vergangenen beiden Wochen ist es in Miami relativ ruhig. Viel wird über Aufstellungsfragen diskutiert, beispielsweise, ob man mit einer 3-4 Defense (3 Defense Liner, 4 Linebacker) oder einer 4-3 Defense in die Saison geht. Auch hier wird der Draft viel aussagen, wenn bestimmte Spielertypen gewählt werden. Ein schwerer Nose Tackle spräche für ein 3-4, ein schneller Pass Rusher für eine 4-3.

Für den Fall, dass ein anderes Team den Wunsch-Quarterback Tua Tagovailoa wegschnappt, gilt Justin Herbert als Ziel der Begierde. Allerdings gibt es bei ihm mehr Fragezeichen, ihn an Position 6 zu wählen, gilt für viele als zu früh. Da aber mehrere Teams auf Quarterback-Suche sind, werden ein paar Quarterbacks hinter Burrow & Tua vermutlich früher als in anderen anderen Jahrgängen ausgewählt.

Neben den Zugängen werden noch ein paar potentielle Abgänge diskutiert. Wide Receiver Albert Wilson würde man auf Grund des viel zu hohen Gehalts gerne abgeben; Corner Back Cordrea Tankersley wird es nach fast 2 Jahren ohne Spielpraxis schwer haben. Defense End Charles Harris, Erstrundenpick 2017 konnte in 3 Jahren die Erwartungen nicht erfüllen und Running Back Kallen Ballage hat in einem, zugegeben horrenden Run-Game, nichts gezeigt, was dafür spricht ihm 2020 viele Snaps zu geben.

New England Patriots

Es ist ruhig geworden in Boston. Nachdem sich die Fans in den letzten Wochen von gleich zwei Franchise-Legenden in Tom Brady und Stephen Gostkowski verabschieden mussten, scheint der Fokus in Foxborough nun auf dem Draft zu liegen (sofern er denn über die Bühne geht), denn viel Nennenswertes gab es nicht zu vermelden.

Lediglich Outside Linebacker Shilique Calhoun durfte sich über einen neuen Vertrag bei den Patriots freuen. Genau Vertragsdetails wurden dabei nicht bekannt gegeben. Nach drei Jahren bei den Oakland Raiders, die den 28-Jährigen im Jahr 2016 in der dritten Runde gedraftet hatten, unterschrieb er in der letztjährigen Offseason bei den Patriots und kam dabei hauptsächlich als Special Teamer, in der vergangenen Saison aber auch etwas häufiger als Rotationsspieler in der Defense zum Einsatz.

Auf der Wide Receiver Position ist dagegen der nächste Abgang zu beklagen. Philip Dorsett unterschreibt einen Vertrag über ein Jahr bei den Seattle Seahawks und wird somit nicht nach Foxborough zurückkehren. Neben der Linebacker Position dürfte Wide Receiver damit der größte Need der Patriots werden, den es beim Draft in drei Wochen anzugehen gilt.

New York Jets

In der vergangenen Woche wurde es erwartungsgemäß deutlich ruhiger in Florham Park.

Die großen Moves blieben aus und es steht für Fans weiterhin ein Fragezeichen hinter dem Plan von General Manager Joe Douglas.

Wide Receiver Robby Anderson zog es nach Charlotte, wo er bei den Panthers unter seinem alten Collegecoach der Temple Owls, Matt Rhule, spielen wird. Einen vermeintlichen Ersatz fand man nur wenige Stunden später mit Breshad Perriman, der einen Einjahresvertrag für maximal acht Millionen Dollar unterschreiben wird.

Der 26-jährige First Round Pick der Baltimore Ravens aus 2015 ist ein klassischer Draft Bust und spielt bereits in seinem fünften NFL Team. In der abgelaufenen Saison konnte er in Tampa Bay zum Ende aufdrehen und endlich die Zahlen liefern (fünf Spiele 506 Yards, fünf TD), die man von ihm als Draftpick erwartete.

Wenig später wurde noch die Verpflichtung des Linebackers Patrick Onwuasor verkündet. Er wechselt aus Baltimore, wo er 2018 gemeinsam mit CJ Mosley ein starkes Duo bilden konnte, in die Stadt, die niemals schläft. Joe Douglas war zum Zeitpunkt des Drafts von Onwuasor in Baltimore für das Scouting verantwortlich.

Ob noch ein großer Wurf in der laufenden Offseason kommt ist derzeit fraglich. Zwar hat man mit fast genau 45 Millionen Dollar aktuell das zweithöchste Cap Space nach den Houston Texans, jedoch deutet die Linie von Joe Douglas auf keine weiteren, großen Züge hin.

 

AFC North

Baltimore Ravens

Zunächst muss ich eine bereits letzte Woche verkündete Verpflichtung revidieren: DL Michael Brockers fiel bei der medizinischen Untersuchung durch und unterschrieb daher doch keinen Vertrag in Baltimore, sondern bei den Rams. Stattdessen kommt mit DE Derek Wolfe ein gestandener Veteran und SB-Sieger aus Denver, der letztes Jahr in puncto Sacks einen Karrierebestwert von 7,5 erreichte und von Superstar Von Miller, sowie dem ganzen Team hoch geschätzt wurde. ILBs Josh Bynes (Divisionsrivalen Cincinnati Bengals) und Patrick Onwuasor (NY Jets) sind gewechselt, und machen diese Position zu einem großen Need – neben IOL und WR, aber davon habe ich bereits erzählt.

Sonst war recht wenig los, von daher ziehe ich das hier nicht unnötig in die Länge. Bis nächste Woche.

Cincinnati Bengals

Die Cincinnati Bengals haben bei ihren Bemühungen die Defense zu verbessern, auch noch Vonn Bell verpflichtet. Der 25-Jährige Safety kam für drei Jahre und 18.000.000 Dollar von den New Orleans Saints.
Interessant sind noch zwei prominente Personalien im Team. So ist es mittlerweile wahrscheinlich, dass Andy Dalton beim Team bleibt und den Mentor für den neuen Quarterback geben wird, nachdem es keinen Trade gab und die meisten Teams ihren Starter haben.
Zudem wollen die Bengals mit Running Back Joe Mixon in diesem Sommer verlängern. Mixon geht in sein viertes Jahr und hat die letzten beiden Jahre die 1.000 Yard-Marke geknackt. Für das Team waren die ersten Wochen der Free Agency gut, da doch deutlich wurde, wie sehr der Markt für Running Backs eingebrochen ist, sodass es die Hoffnung gibt sich mit Mixon auf einen akzeptablen Preis zu einigen.

Cleveland Browns

Nach zahlreichen Neuverpflichtungen in der vorherigen Woche haben es die Browns in der abgelaufenen Woche etwas ruhiger angehen lassen. Nachgereicht wird die Verpflichtung von CB Donovan Olumba (24), der die letzten beiden Jahre auf dem Practice Squad der Cowboys verbracht hat und einen Einjahresvertrag über 610.000 Dollar unterzeichnet. Ein weiterer Neuzugang ist C Evan Brown (23), der zuletzt bei den Dolphins unter Vertrag stand. Inzwischen sind auch die Zahlen zum Vertrag von LB B.J. Goodson (26) bekannt: Er unterzeichnete einen Einjahresvertrag über 2,4 Millionen Dollar. Apropos Vertragszahlen, einem ordentlichen Paycut stimmte RT Chris Hubbard (28) zu, der sich im Depth Chart nun hinter Jack Conklin (25) einreihen muss. Ursprünglich sollte er in dieser Saison 6,47 Millionen Dollar verdienen, erhält nun aber nur noch ein Basisgehalt von 2,5 Millionen Dollar.

DE Myles Garrett (24) machte sich seinen Starstatus zu Nutze um gemeinsam mit der Hilfsorganisation Cleveland Hope Exchange 24.000 Pfund (knapp 11.000 kg) an Nahrungsmitteln und weiteren Hilfsgütern für hilfsbedürftige Menschen in der Corona-Krise in Cleveland zur Verfügung zu stellen.

Gute Nachrichten für Freunde der beliebten YouTube-Serie Building the Browns gibt es auch: Ab dem 5. April gibt es neue Folgen der von den Browns selbstproduzierten Doku-Reihe.

Pittsburgh Steelers

Diese Woche glänzten die Steelers mit XFL – Verpflichtungen. Von den Dallas Renegades kommt Long Snapper Christian Kuntz und Safety Tyree Kinnel spielte für die DC Defenders, Edge Rusher Dewayne Hendrix kommt von den St. Louis Battelhawks und DT Cavon Walker sowie OT Jarron Jones kommen von den New York Guardians.
Cavon Walker war mit 4,5 Sacks in fünf Spielen der Sack Leader von der XFL. Dewayne Hendrix erzielte immerhin einen Sack sowie einen Tackle for Loss.

Gute Neuigkeiten gibt es von Ryan Shazier. Der langzeitverletzte MLB zeigte sich in einem neusten Video wieder etwas fitter. Vielleicht wird das ja noch was mit seinem Comeback dieses oder nächstes Jahr. Zurzeit befindet er sich auf der reserve/retired list und wird 2021 unrestricted free agent.

 

AFC South

Houston Texans

Heute gibt es ein paar Updates zu den Free Agent Verpflichtungen. WR Randall Cobb (30) hat seinen Vertrag noch nicht unterzeichnet. Aufgrund der aktuellen Lage wurde aus dem Physical Test auch noch nichts. Er hält sich aktuell in Kalifornien fit. Es waren mehrere Teams an ihm interessiert, unter anderem auch die Cowboys. Ein Gespräch mit O´Brien hat ihn dann überzeugt. Er sieht sich auch nicht als Hopkins-Ersatz. Sein Vertrag könnte nach 2 Jahren mit einem Dead Cap von 2 Millionen $ vorzeitig beendet werden, dann würde man 8,25 Millionen $ sparen. Auch bei FS Eric Murray (26) hätte man die Möglichkeit nach 2 Jahren relativ Kostengünstig auszusteigen. Mit einem Dead Cap von 1,5 Millionen $ könnte man 5,25 Millionen $ sparen. Um sich in der D Line zu verstärken hat man DE Derek Wolfe ein Angebot gemacht, er gab aber den Ravens den Vorzug. Laut aktuellen Gerüchten ist man nun an DT Damon „Snacks“ Harrison (31) dran. Auch im Team wird langsam an den Verträgen gearbeitet: Das Team ist momentan in Verhandlungen mit Left Tackle Laremy Tunsil, der aktuell in der 5th Year Option seines Rookievertrages ist. Er kostet die Texans damit 10,35 Millionen Dollar (alles garantiert). Er wird unter den Top 3 der bestbezahlten Left Tackle landen. Aktuell liegen seine Vorstellungen zwischen 19 bis 21 Millionen, was ein bisschen viel ist. Houston bot ihm 18,5 Mio. pro Jahr an. Die aktuell bestbezahlten Tackles: Lane Johnson RT 18 Mio. pro Jahr, Anthony Castonzo LT, Trent Brown RT 16,5 Mio. pro Jahr, Taylor Levan LT 16 Mio. pro Jahr.

Indianapolis Colts

In Indy baut man weiter an einer dominanteren Defensive. Mit Sheldon Day konnte ein weitere Defensive Tackle der 49ers verpflichtet werden. Auch wenn er wohl auch in Indy “nur” zur Rotation gehören wird, sollte er dennoch genug Spielzeit bekommen. Day ist zudem in Indianapolis geboren und aufgewachsen.

Der wohl bekanntere Name dürfte Cornerback Xavier Rhodes sein, mit dem der Abgang von Pierre Desir kompensiert wird.Ein in letzter Zeit schwächelnder Spieler, der aber dringend benötigte Veteran Depth bringen soll. Als weiterer Cornerback kommt TJ Carrie, der vermutlich als Backup für Clot Cornerback Kenny Moore verpflichtet wurde.

Auch wenn es sich bei allen um sog. Depth-Verpflichtungen handelt, also Spieler die nicht direkt starten sollen und einige Namen dem durchschnittlichen Fan nicht unbedingt geläufig sind, sind es diese Spieler, die sich oft als Überraschung während der Saison herausstellen. Dass ich zur Zeit über derartige Verpflichtungen schreibe hat schließlich überhaupt nichts mit der gegenwärtigen NFL-Flaute zwischen (Big Time) Free Agency und Draft zu tun.

Jacksonville Jaguars

Kaum Neuigkeiten in Duval County. Der mittlerweile nur noch zweitcoolste Mustache der Stadt, Owner Shad Khan, hat 1 Mio USD für die Opfer der Corona-Krise gespendet. Verschiedene Medien melden, dass sich Jaguars-Legende Tony Boselli wegen Covid-19 im Krankenhaus befindet – wir hoffen sehr, es ist nichts Ernstes und wünschen gute Besserung.

Der Draft kommt näher und es besteht kaum Einigkeit, auf welche Position es die Jags mit dem 9. Pick absehen werden. Beliebte Ziele im Mock Draft sind im Moment Mekhi Becton (Left Tackle), Isaiah Simmons (Linebacker) und Derrick Brown (Defensive Tackle). Alle würden den mäßig talentierten Kader enorm verstärken.

Yannick Ngakoue twittert derweil: ‚Let’s both move on, Jaguars!‘

Tennessee Titans

Die Offseason bei den Titans ist weiterhin sehr ruhig. In der letzten Woche haben sie mit dem Linebacker und Special Teamer Nick Dzubnar (ehemals LA Chargers), Swing Tackle Ty Sambrailo und D-Liner Jack Crawford (beide ehemals Atlanta Falcons) drei neue Spieler verpflichtet. Doch ansonsten gibt es wenig neues von den Titans, wo weiterhin Edge Rusher Jadeveon Clowney im Gespräch ist. Knackpunkt ist vermutlich das Gehalt, denn Clowney soll wohl mehr als 20 Mio. Dollar Jahresgehalt verlangen. Keine offizielle Bestätigung gibt es weiterhin bei Vic Beasley, der die D-Line der Titans verstärken soll.

Neben den Neuzugängen gibt es aber auch weitere Abgänge zu beklagen. So wechselt Wide Receiver und Special Teamer Darius Jennings zu den Los Angeles Chargers, D-Liner Austin Johnson zu den New York Giants, Cornerback LeShaun Sims zu den Cincinnati Bengals und Wide Receiver Tajae Sharpe zu den Minnesota Vikings. Während bei Jennings, Johnson und Sims die Vertragdetails noch unbekannt sind, hat Sharpe einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben, der ihm 1 Millionen Dollar einbringen soll.

Zudem richten die Verantwortlichen der Titans ihren Blick Richtung Draft. Dabei sollen sie ein verstärktes Augenmerk auf Wide Receiver Jalen Reagor (TCU), Edge Rusher Darrell Taylor (Tennessee) und Wide Receiver Denzel Mims (Baylor) gerichtet haben. Aufgrund des aufkommenden Need im Receiver-Corps könnte General Manager Jon Robinson einen neuen Mann am ersten oder zweiten Tag Pick. Taylor hingegen wird als später Drittrundenpick angesehen, der aufgrund einer Stressfraktur im Januar den Senior Bowl verpasst hat. Aufgrund seines Studiums im selben Bundesstaat ist er aber eine interessante Option für die Titans.

 

AFC West

Denver Broncos

Die Broncos verbessern weiter ihre D-Line. Nachdem sie letzte Woche einen 7. Runden Pick an die Titans abgaben und im Gegenzug Jurrell Casey erhielten, folgten in dieser Woche zwei weitere Verpflichtungen. Joel Heath, der übrigens keinen tender von den Broncos bekommen hatte, wurde für ein weiteres Jahr verpflichtet.

Doch die wohl größte Überraschung folgte dann Freitag Nacht. Shelby Harris konnte für ein weiteres Jahr gehalten werden. Das besondere ist allerdings der Vertrag. Laut der Plattform „Spotrac“ betrug sein Marktwert 11,7 Millionen Dollar. Anscheinend waren die Teams nicht bereit ihm so viel Geld zu geben, was schließlich dazu führte, dass er für 1. Jahr, 2,5 Millionen garantiert (maximal 3,25 Millionen) unterschrieben hat. Kurz zu seinen Statistiken aus dem letzten Jahr: 49 total tackels, sechs Sacks, acht tackle for loss und 10 (!) herunter geschlagene Bälle an der line of scrimmage. Letzteres ist Liga-Höchstwert.

Auch im Special Team gab es eine Verpflichtung. Nach Graham Glasgow (Center beziehungsweise Guard) kommt nun der zweite Detroit Lion nach Denver, nämlich Punter Sam Martin. Er ist seit der Saison 2013/2014 in der NFL und kommt auf 473 Punts (Durchschnitt: 46.0 Yards). Damit ist es eher unwahrscheinlich, dass Cody Wadman noch eine Zukunft bei den Broncos hat. Nach einer enttäuschenden Saison bleibt abzuwarten, ob und wo er nächstes Jahr spielt.

Zwei weitere Verpflichtungen, die allerdings kürzer zusammengefasst werden können:

  • Jeff Driskel: Die Broncos verpflichten einen weiteren Quarterback. Nach der Entlassung von Joe Flacco, sieht der Quarterback Room bei den Broncos nun wie folgt aus: Drew Lock, Brett Rypien und Jeff Driskel
  • Nick Vannett: Der Tight End war letztes Jahr bei den Steelers unter Vertrag und wird deutlich mehr im Blocking als im Receiving Game eingesetzt. Letztes Jahr kam er auf insgesamt 17 Receptions für 168 Yards.

Kansas City Chiefs

Bei den Chiefs wird es rund um den Cap Space eng. Ziemlich eng. Momentan stehen GM Brett Veach genau $177 zur Verfügung. Richtig gelesen – $177 ! Wie es dazu kam?

Der grosse Vertrag von Sammy Watkins ($21 Mio dieses Jahr) drückt immer noch auf den Cap. Wie es aussieht, werden die Chiefs keinen Tradepartner finden. Somit bleibt einzig eine Umstrukturierung des Vertrags oder ein Cut.

Auf der WR Position wird jedoch Demarcus Robinson für ein Jahr zu den Chiefs zurückkehren. DRob erhält $2’297’500, zählt aber wegen der neuen CBA-Regeln bezüglich Veteranen nur $1 Mio gegen den Cap. Mit Blick in die Zukunft, wo die OTA’s wegen der Corona-Epidemie gestrichen werden könnte, ist diese Verpflichtung eines Spielers, der die Offense bereits bestens kennt, ein ausgezeichneter Move.

Ebenfalls zurückkommen werden für je ein Jahr FB Anthony Sherman und DT Mike Pennel.

Die Chiefs verlassen wird hingegen LB Reggie Ragland. Er schliesst sich den Detroit Lions an.

Las Vegas Raiders

Outside Linebacker Kyle Wilber wurde um ein Jahr verlängert. 2017 spielte er noch bei den Cowboys und wechselte 2018 zu den Raiders. Als Backup verbuchte er in 2019 lediglich fünf Tackles.

Am 28 April 2020 erhalten die Raiders vielleicht keine Football Trophäe, allerdings könnte es eine etwas ungewohnte Auszeichnung geben. Die letztjährige HBO Serie „Hard Knocks“ befasste sich mit dem Trainingscamp der Raiders und wurde jetzt für einen Emy nominiert.

Auf Twitch beteiligten sich Safety Jonathan Abram sowie der früherer Fullback Marel Reece an einem 12 stündigen Wohltätigkeitsstream um Spenden für die Covid-19 Krise zu sammeln. Viele weitere Stars der Raiders engagieren sich zudem innerhalb ihrer Gemeinden und Städte auf ähnlichen Veranstaltungen.

Weniger erfreulich ist, dass ein Arbeiter auf der Baustelle der neuen Raiders Heimat, dem Allegiant Stadion in Las Vegas, positiv auf das Corona Virus getestet wurde. Eigentlich sollte das Stadion im Juni 2020 eröffnet werden. Aufgrund möglicher Ausgangssperren könnte der Baufortschritt allerdings zum erliegen kommen. Aktuell geht der Bau wohl weiter, allerdings unter hohen Auflagen für die dortigen Arbeiter.

Da es ansonsten nicht viel zu berichten gibt, möchte ich am Schluss noch eine Empfehlung aussprechen. Folgt @RaiderCody auf Twitter. Er betreibt auch einen Youtube Kanal und hält einen gut über die Free Agency und Draft Gerüchte auf dem Laufenden.

 Los Angeles Chargers

Die Chargers haben nach der heißen Phase noch einen weiteren Spieler unter Vertrag genommen. So hat Linebacker Nick Vigil einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben, wo er etwas mehr als eine Millionen Dollar verdienen wird. Der 26-Jährige kommt von den Cincinnati Bengals und wird neben seinen Einsätzen in der Defense wohl auch in den Special Teams eingesetzt werden.

Zudem laufen bei den Chargers die Vorbereitungen auf den Draft auf Hochtouren. Mit ihrem 6th Overall Pick läuft alles auf einen Quarterback hinaus. Dort haben die Verantwortlichen um General Manager Tom Telesco bereits die ersten Gespräche über FaceTime geführt. Zu ihnen zählen Justin Herbert (Oregon) und Jordan Love (Utah State) – beide Prospects werden an 6 wohl noch verfügbar sein. Egal auf wem am Ende die Wahl fallen wird, Tyrod Taylor wird vermutlich erstmal der Starter sein. Außerhalb von den Gesprächen mit den beiden QB-Prospects haben die Chargers auch mit Cornerback A.J. Green (Oklahoma State), Linebacker Evan Weaver (California) und Offensive Tackle Tristan Wirfs (Iowa) gesprochen. Während Green und Weaver eher Mid Round Picks sind, ist Wirfs ein möglicher Top Ten Pick, weswegen ihn die Chargers wohl nicht bekommen werden.

Zudem haben die Chargers ein neues Logo veröffentlicht. Dabei sind die „A“s mit einem Blitz am Ende des linken Querstrichs versehen. Zudem werden die Chargers noch neue Trikots bekanntgeben, mit denen sie dann ins neue Stadion einziehen werden.

 

NFC

NFC East

Dallas Cowboys

Es war eine etwas ruhigere Woche in Dallas, dennoch gibt es ein paar Dinge zu erzählen:

Um die, in der letzten Saison etwas unproduktive Defensive Line um Defensive End DeMarcus Lawrence und Neuzugang Defensive Tackle Gerald McCoy weiter zu verstärken, hat man sich mit McCoys ehemaligen Teamkollegen Dontari Poe geeinigt. Mit der Verpflichtung des 29-jährigen Defensive Tackles erfüllte man den Wunsch des Head Coaches Mike McCarthy nach einer physisch stärkeren Defensive Line.

Auch die zuletzt stockenden Verhandlungen über einen langjährigen Vertrag mit Quarterback Dak Prescott, die in der Verwendung des Franchise Tags für Prescott mündeten, wurden wohl wieder aufgenommen. Größter Streitpunkt soll hierbei nicht das Gehalt sein, das wohl bis zum neuen Vertrag von Chiefs Quarterback Patrick Mahomes beispiellos sein könnte, sondern es soll sich eher um die Dauer des neuen Vertrages gestritten werden. So möchte Prescott wohl einen etwas kürzeren Deal, während die Cowboys wohl auf einen langfristigen Deal pochen.

Etwas überraschend war die Verpflichtung des Kickers Greg Zuerlein von den LA Rams drei Tage nach der Vertragsverlängerung mit Kai Forbath. Nachdem der 32-jährige Forbath von den Patriots nach nur einem Spiel wieder entlassen wurde, ersetzte er den von den Cowboys entlassenen Bret Maher als Kicker. In den drei Spielen, die er für die Cowboys absolvierte verzeichnete Forbath eine Quote von 100%. Im Zweikampf um die Position des Kickers, hat wohl der ebenfalls 32-jährige Zuerlein, auch bekannt als „Greg the leg“, dadurch einen Vorsprung, dass er schon einige Jahre mit dem neuen Special Teams Coordinator John Fassel bei den Rams zusammenarbeitete.

New York Giants

Bis auf zwei Neuverpflichtungen war diese Woche nicht viel los. Die Erste war Defensive Tackle Austin Johnson (ehemals Titans) und die Zweite war Tight End Eric Tomlinson (ehemals Raiders, Patriots). Beide werden eher Rotationsrollen ausfüllen.

Sonst ist nicht viel los in New York. Das bestimmende Thema ist weiterhin der Draft, wo es aber aktuell noch keine neuen Entwicklungen und Infos gibt.

Philadelphia Eagles

Nach Darius Slay haben die Eagles einen weiteren Cornerback unter Vertrag genommen, der 28-jährige Nickell Robey-Coleman erhielt einen Ein-Jahres-Vertrag. Er spielte zuletzt für die Rams und dürfte vor allem für den Slot zuständig werden.

Im Gegenzug gilt Rasul Douglas nun als Tradekandidat, zumal er in den vergangenen 3 Jahren wenig zu überzeugen wusste.

Ein Verlängerung gab es beim wichtigsten Passempfänger, Tight End Zach Ertz. Bei ihm wurde die Option für die Saison 2021 vorzeitig gezogen und auf Grund der Vertragsmodalitäten erhalten die Eagles rund 5 Millionen zusätzlichem Cap Space für die aktuellen Planungen.

Bei einer der dominierenden Eagles-Diskussionen dieser Off Season kristalisiert sich mittlerweile ein Ergebnis heraus. Viel wurde darüber gesprochen wie man das Niveau seiner Wide Receiver anheben möchte – Free Agency und/oder Draft? Die Free Agency wird es nicht, denn Mit Breshad Perriman unterschrieb nun einer der letzten Kandidaten bei einem anderen Team. Die Vermutung, dass sich die Eagles in der weit überdurchschnittlichen Receiver Draft-Class bedienen, wird also immer wahrscheinlicher und die daraus resultierenden Fragen sind nun: Wer? Wann? Wie? Wird man für seinen Wunschkandidaten hochtraden? Wird man vielleicht gar zwei Wide Receiver in frühen Runden wählen?

Washington Redskins

Die bekannteste Verpflichtung in der letzten Woche dürfte CB Ronald Darby sein. Der 26-jährige kommt aus Philadelphia, wo er den Superbowl gewann, aber leider auch mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte. Er unterschreibt für ein Jahr und bildet, wenn gesund, mit Fuller ein CB-Duo mit reichlich Potenzial. Mit RB Peyton Barber (Buccaneer, zwei Jahre, drei Mio), TEs Richard Rodgers Jr. (Eagles, ein Jahr, eine Mio) und TE Logan Thomas (Detroit, zwei Jahre, etwa 7 Mio), sowie WR Cody Latimer (Giants, ein Jahr) holte sich Washington Tiefe für die Skillpositions.

Besonders auf RB scheint das in Anbetracht von All-Day Petersons Alter (35) und der Verletzungsgeschichte von Derrius Guice nicht verkehrt, auch wenn ich persönlich kein Freund von Veteran-Signings auf der Position bin. Latimer, Zweitrundenpick der Broncos von 2014, geht in sein siebtes Jahr und soll vermutlich ein sehr junges Widereceiver Team (keiner spielt seit mehr als 3 Jahren NFL) mit Erfahrung und als Special Teamer bereichern.

Die beiden Tight-Ends sind in einer eher schwachen Positionsgruppe der Grundstein für ein Scheme, in dem OC Scott Turner in der Vergangenheit oft mit zwei Tes gespielt hat. Thomas kam als QB aus dem College, bevorzugt aber seine jetzige Position und gilt als athletisch. Rodgers Jr. dürfte vom MoTown Miracle (Hail Mary Catch für die Packers) geläufig sein. In Green Bay hatte er auch seine beste Zeit. Die zwei Jahre bei den Eagles waren eher von Verletzungen geprägt.

 

NFC North

Chicago Bears

Insgesamt sieben Free Agents haben ihre Verträge nun offiziell bei den Chicago Bears unterschrieben. Dazu gehören: Tight End Jimmy Graham (33), kommend von den Green Bay Packers. Cornerback Artie Burns (24) von den Pittsburgh Steelers und Safety Jordan Lucas (26), ehemals Kansas City Chiefs. Zudem wurden vier Verträge mit den Bears eigenen Free Agents geschlossen. Diese sind, Quarterback Tyler Bray (28), Defensive End Brent Urban (28), Safety Deon Bush (26) und Long-Snapper Patrick Scales (32). Jimmy Graham bekam dabei einen zwei Jahresvertrag, die anderen sechs jeweils Jahresverträge.

Der ehemalige Super Bowl 47 Sieger und Pro Bowler aus den Jahren 2016 und 2017 Guard Kelechi Osemele (30) im Gespräch bei den Chicago Bears. Der Free Agent Osemele könnte als Right Guard eingesetzt werden und somit Kyle Long (31), der nach der letzten Saison seine Karriere beendet hat, beerben. Was gegen eine Osemele Verpflichtung spricht, ist die Tatsache, dass er sich letzten Saison an der Schulter verletzt hat und operiert werden musste. Auf Grund dieser Verletzung wurde er dann Mitte der letzten Saison von den New York Jets entlassen

Detroit Lions

Die Lions bleiben weiterhin sehr aktiv in dieser Offseason. Zunächst wurde der Vertrag mit

S/LB Miles Killebrew verlängert. Der Lions Viertrunden-Pick aus 2016 durfte sich hauptsächlich in den Special Teams beweisen und wird nächstes Jahr um einen Platz im Kader kämpfen.

OL Oday Aboushi hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Nach dem Abgang von Graham Glasgow ist der Starting-Job auf der RG-Position neu zu vergeben, weitere Neuzugänge sind aufgrund der aktuellen Personaldecke wahrscheinlich.

Die Lions haben mit Geremy Davis (Zuvor Los Angeles Chargers) und Geronimo Allison (Zuvor Green Bay Packers) zwei neue Wide Receiver für jeweils ein Jahr unter Vertrag genommen. Diese dürften hinter den gesetzten Golladay, Jones und Amendola mit den anderen bereits im Kader stehenden Receivern um die verbliebenen Kaderplätze streiten.

Eine weitere Gruppe erhält Unterstützung von zwei Spielern. Reggie Ragland (Kansas City Chiefs) und Elijah Lee (San Francisco 49ers) kommen zur Unterstützung der jungen Linebacker. Lee dürfte zudem vermehrt in den Special Teams zum Einsatz kommen.

Der bei den Fans beliebte und zuverlässige Punter Sam Martin wird nicht mehr für die Lions auflaufen. Er schnürt künftig seine Schuhe für die Denver Broncos.

Green Bay Packers

Bei den Packers ist es momentan sehr ruhig. Außer ILB Blake Martinez, der zu den Giants gewechselt ist und kaum in New York schon gegen seine alte Franchise hinterher tritt und seine Rolle in der Defense der Packers beklagt, gibt es wenig Neues zu vermelden. WR Geronimo Allison, der dieses Jahr Free Agent wurde, wechselt zum Divisionsrivalen nach Detroit. Devin Funchess, der neue WR, bekommt laut den neuen Zahlen für seinen Ein-Jahres-Vertrag $2.5 Mio, was nicht besonders viel ist, kann sich aber $3.75 Mio an Belohnungen für gute Leistungen dazu verdienen. Genau der low-risk-high-reward-Deal also, den sich die Packers-Fans gewünscht haben.

Minnesota Vikings

Wie bei den meisten anderen Teams, stand auch bei den Vikings die vergangene Woche ganz im Zeichen der Schaffung von Kadertiefe. Mit Wide Receiver Tajae Sharpe und Defensive End Anthony Zettel wurden die Neuzugänge zwei und drei präsentiert.

Sharpe startete seine Karriere 2016 passenderweise mit einem Spiel gegen die Minnesota Vikings, in welchem er sieben Pässe für 76 Yards fing. Nach einer vielversprechenden Rookie-Saison wurde er durch Verletzungen zurückgeworfen und konnte nicht mehr an zuvor gezeigte Leistungen anknüpfen. Dennoch gilt er als zuverlässiger Big Slot Receiver und könnte mit Olabisi Johnson um den dritten Platz bei den Receivern hinter Adam Thielen und einem wahrscheinlich hoch gepickten Rookie kämpfen.

Anthony Zettel hatte seinen Karrierehöhepunkt im Jahr 2017, als er durch viele Verletzungen seiner Teamkollegen zeitweise zum Starter wurde. In dieser Zeit gelangen ihm 6.5 Sacks. Ansonsten verbrachte Zettel seine Karriere als Back-Up mit nur wenigen Einsatzzeiten. Auch für die Vikings wird er wohl nur eine untergeordnete Rolle in der Rotation der Defensive Line spielen, falls er überhaupt den Sprung in den finalen Kader schafft.

Neben den zwei Neuzugängen gaben die Vikings auch vier Vertragsverlängerungen für eigene Ersatzspieler bekannt. Guard Dakota Dozier, Center Brett Jones, Offense Tackle Rashod Hill und Running Back Ameer Abdullah wurden alle für die kommende Saison zum Veteran Minimum gebunden.

 

NFC South

Atlanta Falcons

Vor dem Draft ist nach dem Jersey-Wechsel!

Eines, was jeden Falcons-Fan zur Zeit beschäftigt.

Wie werden die neuen Trikots aussehen?

17 Jahre ist es jetzt her, dass die Atlanta Falcons das letzte Mal ihre Farben ihrer Uniform gewechselt haben. Damals beherrschte die Farbe Schwarz die Hauptauswahl.

In einem Interview verrät Arthur Blank seine Einschätzung zum neuen Design:
„Ich denke, dass dieser Look, den die Fans fühlen, erleben und sehen und hoffentlich auch tragen werden, eher zu einem zeitgemäßen Look und Gefühl passt, das unsere Fans suchen – ein bisschen mehr Flair.“

Das Logo selbst wird wohl nur marginale Veränderungen bekommen, aber wird die Helmfarbe bleiben? Wir werden es sehen! Vor dem Draft wird das Geheimnis gelüftet. Als eines der letzten Team in diesem Jahr präsentieren dann die Falcons Ihre „zweite Haut“!

Auf der Transaktion-Ebene gab es diese Woche keine „Gurley“-haften Verpflichtungen.

Ein Wiedersehen wurde mit  LB LaRoy Reynolds gefeiert. Nach Stationen bei den Eagles und den Bengals kehrt er zurück zu den Falcons und verstärkt die Defense. Des Weiteren wurden Tight End Khari Lee und LB Edmond Robinson aus der XFL zu jeweils Einjahres-Verträgen verpflichtet.

Mal sehen, ob sie den Sprung zur NFL schaffen. Wir dürfen gespannt sein.

Carolina Panthers

Die Carolina Panthers bekennen sich zu Ihrem neuen Starter auf der Position des Quarterbacks.

Teddy Bridgewater bekommt einen 3-Jahresvertrag. Es scheint so, als habe der neue Headcoach Rhule eine klare Vorstellung seiner zukünftigen Offense zu haben.  Neben DJ Moore und Curtis Sanuel bekommt Bridgewater zusätzlich Robby Anderson als Anspielstation in der neuen Saison.

Anderson, der seinen Marktwert in der Free Agency testen wollte, unterzeichnet einen 20 Millionen Dollar Vertrag und bindet sich für zwei Jahre an die Franchise aus Charlotte.  Er stellt eine durchaus gefährliche Offensivwaffe dar. Er überzeugt vor allem durch seine Arhletik und Geschwindigkeit und soll dem Passspiel der Panthers wohl mehr Tiefe verleihen.  Anderson spielte bereits am College in Temple unter seinem neuen alten Headcoach.

Ebenfalls unterzeichnete XFL Durchstarter P.J. Washington einen Vertrag bei den Panthers. Der Quarterback spielte ebenfalls in Temple und stellte in der abgelaufenen XFL Saison seine durchaus beachtenswerte Stärken unter Beweis. Washington überzeugt hierbei vor allem durch seinen extrem starken Arm und seine physische Explosivität als Playmaker. In den Fankreisen der Panthers träumt manch einer diese Tage wohl schon von einem zukünftigen Franchise Quarterback mit den Qualitäten eines Pat Mahomes.

Derweil möchte Bridgewater aber seine Chance ergreifen und das erste Mal seit seiner Horrorverletzung beweisen, dass er eine Franchise führen kann.

New Orleans Saints

Nach dem Abgang Teddy Bridgewaters zu den Panthers stellt sich bei den Saints weiter die Frage nach der neuen Nummer 2 hinter Quarterback Drew Brees. Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass Cam Newton den umgekehrten Weg zu den Saints gehen könnte, er wäre mit seiner Erfahrung sicher ein Gewinn. Andererseits dürfte Newton als Backup sehr viel Geld verlangen und bringt zudem diverse Fragen hinsichtlich seiner Schulterverletzung mit. Ein anderer genannter Name ist Jordan Love. Der Utah State Quarterback ist aber auch bei anderen Teams im Gespräch, welche kurzfristig eine Lösung auf dieser Position suchen.

Auf Grund der aktuellen Corona-Einschränkungen führen die Saints ihre Interviews mit den Draft-Prospects online durch, dabei gab es unter Anderem ausführliche Gespräche mit den Linebackern Davion Taylor (Colorado) und Evan Weaver (California).

Das wichtigste aber zum Schluss: Headcoach Sean Payton, der vor einigen Tagen positiv auf den Corona-Virus getestet wurde und daher in häuslicher Quarantäne war, hat den Virus überstanden und wurde von den Ärzten gesundgeschrieben.

Tampa Bay Buccaneers

Die Buccaneers haben Ndamukong Suh mit einem neuen Einjahresvertrag ausgestattet. Die Summe liegt bei ca. $8 Mio kann aber auf bis zu $10 Mio. ansteigen.

Damit wurde ein wichtiger Baustein der Defense im Team gehalten und man kann sich im Draft um den Right Tackle Spot kümmern.

Des weiteren hat Bruce Arians verlauten lassen gerne noch einen Safety und einen Running Back mit Passfänger Qualitäten zu verpflichten. Hier sind Leute wie Safety Tony Jefferson (ehemals Ravens) oder Running Back Chris Thompson (ehemals Redskins) ein Thema.

Ersatz für den zu den Jets abgewanderten Receiver Breshad Perriman wird man nicht mehr in der Free Agency suchen. Hier konzentriert man sich auf den kommenden Draft, für den sich jede Menge erstklassige Spieler gemeldet haben. Man kann davon ausgehen dass es ein sehr offensivlastiger Draft der Bucs wird.

 

NFC West

Arizona Cardinals

Viel hat sich nicht getan bei den Cardinals diese Woche, was einerseits am geschrumpften Kapital liegt, andererseits daran, dass die Pandemie die USA mittlerweile voll im Griff hat.

Geprägt war die letzte Woche von einigen Resignings und einen Signing eines neuen Gesichtes: So konnten zum Rebuild der Defensive Line Trevon Coley für ein Jahr in Wüste gewonnen werden.Trevon Coley spielte letzte Jahr bei den Colts und davor 2 Seasons für die Browns in Clevland.

Running Back und Local DJ Foster erhält nach seiner Verletzungssaison einen Vertrag für ein weiteres Jahr in seiner Heimat Arizona. Damit wird dem RB Squad der Cardinals mehr Tiefe verliehen.

OT Marcus Gilbert erhält einen Vertrag über ein weiteres Jahr, nachdem er ähnlich die Foster bereits eine Season auf der Verletzungsbank saß. Man wird sehen ob er zu seiner alten Stärke zurückfinden wird. Selbiges gilt für Guard Max Garcia, er bekommt die Chance nach seiner Knie OP zu zeigen ob zu alter Stärke zurückfinden kann und unterschrieb für ein weiteres Jahr.

Des weiteren hat Saftey Charles Washington für ein weiteres Jahr unterschrieben und sorgt wie die anderen genannten mehr Tiefe im Kader.

Der Großteil der Cardinals Fans ist recht zufrieden mit den Verpflichtungen im Zuge der Free Agency. Baustellen wurden beseitigt, der Kader hat an vielen Ecken die nötige Tiefe erhalten. Nun wird mit guter Laune auf den anstehenden Draft geblickt und gehofft das die positive Entwicklung weiter anhält.

Los Angeles Rams

Bei den Rams war es, wie bei fast jedem Team diese Woche, ruhig.

Ausnahme hierbei ist die Rückkehr von Defensive Lineman Michael Brockers. Brockers hat seit 2012 für die Rams Defensive Tackle, bzw. Three-Four Defensive End gespielt.

Eigentlich sollte der Free Agent für 3 Jahre nach Baltimore gehen, diese lehnten den ausgehandelten Vertrag aber doch ab. Als Grund wurde eine Knöchelverletzung genannt, die erst nach den Verhandlungen aufgefallen ist. Daraufhin ist Brockers nun wieder für 24 Millionen über drei Jahre zu den Rams zurückgekommen.

San Francisco 49ers

Die letzte Welle der Free Agency ist auch bei den San Francisco 49ers abgeebbt. Aufgrund des nur geringen finanziellen Spielraums ist davon auszugehen, dass keiner der noch namhaft verfügbaren Spieler in der nächsten Saison in rot und gold auflaufen wird. Von Expertenseite hört man des Öfteren den Wunsch nach einem weiteren Defensive Lineman, vor allem der Name Shelby Harris wird auffällig oft in den Raum geworfen. Dennoch: An dieser Stelle der Offseason werden die 49ers dazu übergehen, sich auf Depth Signings zu beschränken und den Fokus auf den kommenden Draft zu legen.

John Lynch betonte erst kürzlich die Wichtigkeit eben dieses Drafts, in dem die 49ers nach dem Buckner-Trade nun zwei First Round-Picks besitzen. Noch ist fraglich, wie das Front Office das Draft-Wochenende angehen wird. Zieht man in der ersten Runde (#13 und #31) tatsächlich zwei – vermeintlich – qualitativ hochwertige Spieler, oder tradet man einen oder sogar beide Picks, um sich besser in der Breite aufzustellen?

Über diese Fragen wird es in den kommenden Wochen zahlreiche Diskussionen geben. Momentan deutet jedoch vieles darauf hin, dass die 49ers spekulieren, einen Wide Receiver an 13. Stelle des Drafts zu ziehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jerry Jeudy, Henry Ruggs oder Cedee Lamb an diesem Spot noch verfügbar sind, ist nicht gerade gering. Nach dem Abgang von Emmanuel Sanders, dem die Niners ebenfalls ein Angebot unterbreiteten, ist dies wohl die größte Chance auf einen zukünftigen Star-Wideout.

In Zeiten des Corona-Virus gab John Lynch zudem an, dass man bereits mit zahlreichen Spielern über Videochat kommuniziert habe – persönliche Treffen sind nicht möglich. Außerdem hat die Franchise $500.000 an Hilfskräfte und die Gemeinschaft in Santa Clara gespendet.

Seattle Seahawks

Während das Warten auf Defensive End Jadeveon Clowney weitergeht, bleibt Zeit, die ersten Tage der Free Agency kurz zu rekapitulieren. Niemand weiß aktuell, wie die Saison 2020 aussehen wird. Kein Team kann sich in Zeiten der Isolation die Talente vom College genauer ansehen. Kein zukünftiger NFL-Profi kann vorhersagen, wie genau der Draft in diesem Jahr ablaufen wird. Vor dem Hintergrund erscheinen die zuletzt getätigten Verpflichtungen der Seattle Seahawks in noch besserem Licht, denn fast alle wichtigen Needs sind schon vor der Talentauswahl zumindest quantitativ behoben.

Cornerback Quinton Dunbar ist als Starter neben Shaquill Griffin fest eingeplant. Defensive End Bruce Irvin wird fester Bestandteil der Pass-Rush-Rotation sein. Wide Receiver Phillip Dorsett kann mit seiner Geschwindigkeit zur dritten Speed-Waffe neben Tyler Lockett und DK Metcalf in der Seahawks-Offensive werden. Und die O-Liner Brandon Shell (auf Right Tackle) und B.J. Finney (auf Center oder Guard) kämpfen zumindest um Startplätze.

Nach Tagen der Passivität – viele interessante Edge Rusher fanden andernorts eine neue NFL-Heimat – hat die Free Agency der Seahawks dann doch einen versöhnlichen Verlauf genommen und könnte die 12s durchaus entspannt in die vor uns liegenden ungewissen Wochen und Monate gehen lassen. Wäre da nicht das Warten auf Jadeveon Clowney.