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NFL Newsletter – die Patriots schlagen Wellen!

NFL News

Gute und schlechte News für alle Football-Fanatiker: Einerseits wurde das erste Spiel der Preseason, das Hall-of-Fame-Game am 6. August zwischen den Dallas Cowboys Pittsburgh Steelers, wurde aufgrund der anhaltenden Covid19-Pandemie abgesagt. Die gute Nachricht ist jedoch, dass der Start der Trainingscamps nicht verschoben werden soll. Die Teams dürfen die Camps also am 28. Juli beginnen und die Rookies schon einige Tage früher ins Camp beordern. Die Camps werden dieses Jahr aufgrund der Pandemie jedoch nur auf den Training Facilities stattfinden dürfen.

Zudem wurde am Samstag, 28.06.2020 ein Statement der NFL bezüglich des Spygates 2.0 der Patriots veröffentlicht. Diese werden für das Filmen der Seitenlinie der Bengals in der letzten Saison mit einem Bussgeld von 1.1 Mio Dollar bestraft. Zudem wird ihnen im 2021 Draft ein Drittrundenpick gestrichen.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (@seppmaster56)

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Left Guart Michael Deiter soll in der Saisonvorbereitung die Chance erhalten sich als neuer Center zu etablieren. Mit Ted Karras haben die Dolphins zawr einen neuen Center  aus New England verpflichtet, aber sollte sich Deiter, dem man diese Rolle zutraut, gegen Karras behaupten können, wäre er natürlich eine wesentlich günstigere Lösung als Karras, welcher einen „Prove it“-Vertrag bis Saisonende hat. Da mit Ereck Flowers ein neuer Left Guard verpflichtet wurde, steht bei Deiter eh ein Positionswechsel im Raum. Entweder auf die rechte Seite des Centers oder selbst die Centerstelle.

Auch in Miami blieb der Newton-Deal natürlich nicht ohne Beachtung. Durch die bisher unterschiedlichen Conferences, gab es bisher nur zwei Begegnungen zwischen Newton und den Dolphins. Ein Last Minute-Sieg der Newton-Panthers im Jahr 2013 (nach Pass auf Greg Olsen) und eine derbe 45 Punkte Klatsche 2017, bei der Newton für 4 Touchdowns warf.

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

Jamal Adams will weg. Diese Bombe platzte bereits letzte Woche und seitdem gibt sich der All-Pro Safety alle Mühe, sein Ziel zu erreichen. Er nannte insgesamt neun Teams, zu denen er sich einen Trade vorstellen könnte und auch die Cowboys waren darunter. Ein Fan aus Dallas rief Adams (24) in seinem Fahrzeug “You comin’ to Dallas?” zu, worauf dieser antwortete “I’m trying, bro.” Aber nicht nur dieser Fall warf Fragen bei der Fanbase der Jets auf. Adams kommentierte auch das Signing von Cam Newton bei den New England Patriots mit lobenden Worten für HC Bill Belichick. Ein No-Go für die Jets Fanszene. Die Entwicklung der Situation wird in den Folgetagen/-wochen sehr “ungemütlich”.

Mit Offensive Lineman Cameron Clark (22) wurde kürzlich der dritte Spieler der Draftklasse offiziell ein Jet. Der 4th Round Pick erhält einen Vierjahresvertrag über insgesamt 3,96 Millionen Dollar. Vor ihm unterzeichneten bereits WR Denzel Mims (2nd Round) und CB Bryce Hall (5th Round) ihre Rookieverträge.

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

In den letzten Wochen mangelte es nun häufiger an handfesten Neuigkeiten aus Foxborough, was man angesichts der neuen Meldungen wohl als „Ruhe vor dem Sturm“ betiteln könnte. Denn bei den Patriots hat sich auf der Quaterback-Position etwas getan. So wird Ex-Panthers-Quaterback Cam Newton einen Einjahresvertrag bei den Patriots erhalten und somit womöglich die Ablösung für Tom Brady sein, über die es in den vergangenen Wochen und Monaten zahllose Gerüchte und Diskussionen gab. Der 31-jährige MVP von 2015 soll für seine Unterschrift im Erfolgsfall bis zu 7.5 Millionen Dollar erhalten. Da der Vertrag aber laut Insidern wie Adam Schefter sehr stark auf individuellen Prämien beruhen soll, liegt das genaue Volumen vermutlich tiefer.

Vielerorts hatten sich Pats-Fans und Medien bereits darauf geeinigt, dass Belichick nach einem sehr ruhigen Draft was das Thema Quaterback betrifft, so wie dem Verstreichen der Free Agency bei der relativ große QB-Namen über die Ladentheke gingen, Viertrunden-Pick Jarrett Stidham die Zügel der Offense übergeben werde. In New England träumte man schon von Jarrett „Studham“ und einem neuen Late-Round-QB der sich als Star entpuppen sollte. Zwar sollen trotz der Verpflichtung von „Super-Cam“ immer noch alle Chance für Stidham bestehen, sich den Starting-Job zu sichern. Allerdings erscheint das als eher unwahrscheinlich, wenn man sieht wie heiß Newton auf eine neue Chance zu sein scheint.

Da gute Nachrichten auch immer mit schlechten Nachrichten einher zu gehen scheinen, gibt es auch noch verkünden, dass der NFL Commisioner Rodger Goddell nun bekannt gegeben hat, welche Strafe die Patriots für ihr Vergehen rund um die Filmaufnahmen des Spiels Browns vs Bengals in der letzten Season erhalten werden. Insgesamt beläuft sich die Strafe auf eine Geldbuße in Höhe von 1,1 Millionen Dollar, den Verlust eines Drittrunden-Picks im Draft 2021 sowie das generelle Verbot für die Patriots-Filmcrew, Aufnahmen von den Spielen dieser Saison anzufertigen.

AFC North

Baltimore Ravens (Nils, )

In den letzten Tagen geisterten die Ravens als mögliches neues Team für Antonio Brown durch die Presse. Die Gerüchte wurden insbesondere dadurch befeuert, dass Lamar Jackson, Marquise „Hollywood“ Brown und Antonio Brown zusammen in Florida trainiert haben. Darüber hinaus hatten die Ravens letztes Jahr in den Situationen so manche Probleme, in denen sie im Passspiel nicht von Play-Action oder Run-Pass-Options  leben konnten. Der Need wäre somit da.

Nichtsdestotrotz würde ein Antonio Brown Signing nicht zu den Ravens passen. Die Ravens sind eine Organisation, die einen großen Fokus auf die Kultur des Teams und eine „Championship Mentality“ legt. Die ständigen Eskapaden und Dramen mit Brown könnten für das Team ein großer Störfaktor werden. Außerdem wollten die Ravens in der Vergangenheit Stars lieber selbst entwickeln statt sie in der Free Agency zu holen. Da die Ravens bereits die Receiver Duvernay (Texas; 3. Runde) und Proche (SMU; 6. Runde)) in diesem Draft sowie im letzten „Hollywood“ Brown (Oklahoma; 1. Runde) und Boykin (3. Runde; Notre Dame) gezogen haben, scheint dies wohl erstmal weiterhin die Herangehensweise zu sein.

Unabhängig davon wie man zu Antonio Brown steht, werden wir wohl darauf hoffen müssen, dass unser junges Receiving-Corps im nächsten Jahr den nächsten Schritt geht.

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

Während die sieben gedrafteten Rookies aufgrund von Corona noch nicht ins Training können gibt es zumindest neue Zahlen zu den Gehälter, so verbrauchen sie 11,8 Millionen US-Dollar an Cap-Space, wovon 6,58 Millionen alleine zu lasten von First-Overall-Pick Joe Burrow gehen. Nichtsdestotrotz haben die Bengals noch 24 Millionen an Cap-Space und rangiert damit unter den fünf Teams mit dem meisten freien Geld. Dies ist durchaus relevant, da AJ Green unter dem Franchise Tag spielt und auch für Joe Mixon noch eine vorzeitige Verlängerung ansteht.

Cleveland Browns (@piefke_96)

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Der Preseason opener bzw. das Hall of Fame Game am 6. August wurde aufgrund von Covid19 verschoben. Nach den heutigen Informationen der NFL werden wir im nächsten Jahr das Hall of Fame Game gegen die Cowboys bestreiten dürfen.
Ansonsten gibt es diese Woche nichts nennenswertes zu berichten.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Aufgrund fehlender News geht es heute um das Team. Heute gehts es um die Offensive Line. Es gab eine Verbesserung gegenüber der Vorsaison. Den über 62 Sacks stehen jetzt in der 2019er Saison 49 gegenüber. Das ist trotzdem immer noch über dem Liga Durchschnitt.

Die Left Tackle Position wird von Tunsil besetzt. Er hat während der Offseason mit Watson gearbeitet um seine Strafen zu minimieren. Er hatte insgesamt 20 Strafen gegen sich kassiert.

Auf Left Guard ist Sharping auch safe gesetzt. Er überraschte mich in seinem ersten Jahr echt positiv. Ich habe ihn nicht für einen vollwertigen Year one Starter gehalten. Ich denke er wird noch besser in Jahr 2.

Nick Martin wird aufgrund seiner Vertragsstruktur auch weiter auf Center stehen. Ich könnte mir Fulton besser vorstellen auf Center. Trotzdem leistet Martin eine solide Leistung aber mMn etwas zu wenig fürs Geld.

Auf Right Guard steht eben angesprochener Zach Fulton fest.

Right Tackle wird der Rückkehrer Tytus Howard besetzen. Er verletzte sich während der Saison am Außenband seines Knies. Es gab seitdem eine Rotation auf der Position zwischen Clark und Johnson.

Clark ist weg und als Backups die auch einen Cut überstehen würden zähle ich: Senio Kelemete (G), Charlie Heck (R,G), Roderick Johnson (T), Greg Mancz ©, Brent Qualve (T)

Ich hoffe auf Verbesserungen bei Howard und Shaping im 2. Jahr. unsere O Line ist solide aber nicht gut. Es wurde bis auf Heck im Draft keine Verbesserung geholt. Ich sehe es noch als kritische Positionsgruppe an.

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Kurzes Update zu den verletzten Spielern: Sowohl Bradley Chubb, als auch Bryce Callahan haben ein kurzes Video bei Twitter veröffentlicht, in dem zu sehen ist, wie die beiden wieder voll trainieren. Es scheint so, dass beide am Training Camp Ende Juli teilnehmen können.

Ich möchte euch noch einen Artikel von Pro Football Network ans Herz legen. Darin geht es um die momentane Owner Situation in Denver, die Bowlen Familie und darum, was Jeff Bezos mit all dieser Thematik zu tun hat.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Auch wenn ich euch gerne irgendetwas berichten würde, so ist es weiterhin ruhig in Kansas City. Als Chiefs Fan hoffe ich natürlich, dass das die Ruhe vor dem Sturm (im positiven Sinne) ist und wir uns bald wieder über tolle News und tolle Spiele freuen können. Bis dahin: Einfach die Füsse hochlagern und den Super Bowl im Re-Live ansehen! #Chiefskingdom

Las Vegas Raiders

Los Angeles Chargers

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

In dieser Woche wurden die Feierlichkeiten zu Ehren der Hall of Fame Aufnahmezeremonie auf nächstes Jahr verschoben. An diesen Feierlichkeiten wäre auch das Team von Mike McCarthy involviert gewesen. Die Dallas Cowboys wären in einem zusätzlichen Preaseason Spiel im Rahmen der Feierlichkeiten gegen die Steelers aus Pittsburgh angetreten. Bitter ist diese Entscheidung vor allem für Jimmy Johnson. Der 76-jährige ehemalige Head Coach der Dallas Cowboys wäre in diesem Jahr in die Hall of Fame aufgenommen wurde.

Johnson folgte, nachdem Jerry Jones die Cowboys kaufte, auf den legendären Tom Landry, der von 1960-1988 Head Coach der Cowboys war und sie zu zwei Super Bowl Siegen führte. Mit Jones und Johnson wurde ein großer Umbruch im Team der Cowboys vollzogen und Johnson schaffte es in vier Jahren mit Spielern wie Troy Aikman, Michael Irvin und Emmitt Smith eine Mannschaft zu formen, die 1992 und 1993 den Super Bowl gewannen. Er war somit der erste Trainer, dem es gelang, nach der Collegemeisterschaft (University of Miami 1987) auch einen Super Bowl zu gewinnen. Nach dem Gewinn des Super Bowls beendete Johnson seine Trainerkarriere bevor er nach einiger Zeit nochmal für die Miami Dolphins an der Seitenlinie stand. Legendär ist Johnson auch für seine ikonische Jubelansprache nach dem Sieg im Spiel um die NFC Championship. Er beendete seine damalige Ansprache mit dem heute ikonischen Ausruf „HOW ‘BOUT THEM COWBOYS?!“.

Bis heute ist Johnson nicht Teil des Dallas Cowboys „Ring of Honor“, eine franchiseinterne Hall of Fame. Dies ist womöglich auf das persönliche Zerwürfnis zwischen Jones und Johnson zurückzuführen, das während ihrer gemeinsamen Arbeit bei den Dallas Cowboys entstand.

New York Giants (Emil, @schnapke/ @GiantsGER)

Nach 2 Wochen Pause gibts bei den Giants auch mal wieder News, auch wenn ich sie für euch nur wieder aufwärme.

Verhaftungen treffen die Giants diese Offseason besonders hart. Erst Cornerback DeAndre Baker und jetzt Kicker Aldrick Rosas. Dieser wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen als er unter Alkoholeinfluss ein anderes Auto gerammt hatte und dann Fahrerflucht beging. Dies wird aller Voraussicht nach eine Sperrung zur Folge haben, was auch bedeutet das die Giants sich auf dem Kicker Markt umsehen müssen. In Verbindung wird immer Kicker Stephen Gostkowski ( ehemals Patriots ) gebracht, der bei den Patriot unter Joe Judge arbeitete.

Zudem gibt es Neuigkeiten was Cornerback DeAndre Baker betrifft. Laut seinem Anwalt haben 2 Zeugen Eidesstattlich ausgesagt, dass Baker keine Waffe gezogen und niemanden ausgeraubt hat.

Zum Abschluss dann noch mal gute Neuigkeiten, die zwar die Giants nur noch indirekt betreffen. Denn Eli Manning hat den ‚Good Guy Award‘ der American Football Writer gewonnen und zudem wurde bekannt gegeben, dass sein College Trikot bei Ole Miss retired wird.

Philadelphia Eagles (Jessica, @footballjessy)

Im Fall des tätlichen Angriffs auf Dallas Goedert (er wurde bei einem Barbesuch niedergeschlagen) wurde der Täter mittlerweile verhaftet. Goedert selbst wurde nach kurzer Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen.

Jamal Adams, der vermutlich scheidende Jets-Safety, ist weiterhin ein Name, der rund um Philadelphia fällt, da der Jenkins-Abgang eine große Lücke hinterlassen hat. Ob man aber eine wirkliche Chance hat, ist doch eher unwahrscheinlich.

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)    

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

Es ist Sommerloch in der NFL – und das mehr als sonst zu dieser Zeit, wegen der ausfallenden OTAs und Mini-Camps. Um dennoch Themen für die lokalen Sportredaktionen zu finden, werden überall aus den geringsten Anhaltspunkte Gerüchte gestrickt.

Ein Beispiel dafür lieferte die letzte Woche als Field Yates in einem ESPN-Artikel einen Trade zwischen den Vikings und den Los Angeles Chargers vorschlug. Dabei würden die Vikings Left Tackle Riley Reiff für Slot-Cornerback Desmond King abgeben. Dieser Artikel beruhte jedoch nicht auf Insider-Informationen, sondern war nur einer von mehreren hypothetischen Moves, welche Yates für sinnvoll halten würde. Dennoch wurde aus dem Vorschlag schnell ein Gerücht gesponnen und beinahe alle Redaktionen sprangen drauf an.

Am Ende dürfte das alles jedoch bloß eine typische Sommerloch-Geschichte sein, so schön auch aus Vikings-Sicht der Gedanke wäre, einen der besseren jungen Defensive Backs der Liga für einen alternden und teuren Left Tackle zu bekommen.

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Raphael, @saints_germany)

In New Orleans ist es komplett ruhig geworden. Es kommen zwar immer wieder Gerüchte rund um den Defensive End Spieler Jadeveon Clowney auf, diese sind aber aktuell aufgrund der Tatsache, dass wir nur noch ca 9$ Millionen an Cap Space frei haben, unrealistisch. Wenn das Gerücht konkreter wird, dann müsste der ein oder anderer Vertrag umgeschrieben werden, oder mindestens zwei Spieler entlassen werden.

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Sebastian, @GermanBirdgang)

Das letzte Wochenende wurde bei den Cardinals von negativen Ereignissen überschattet. Denn die Cardinals trauern um den ehemaligen Head Coach Joe Bugel, der mit 80 Jahren am Sonntag verstarb. Bugel war von 1990 bis 1993 in Arizona tätig und hatte weitere Trainerjobs u.a. bei den Raiders und den Redskins. Insgesamt war er fast 50 Jahre im Football Coaching unterwegs.

Des Weiteren wurde am Samstag ein undrafted Free Agent, der WR Jermiah Braswell, in Ohio verhaftet nachdem er betrunken am Steuer seines Chevrolet Camaro in den Erie-See gefahren ist. Der 23-Jährige saß noch am Steuer und versuchte vergeblich weiter zu fahren als die Polizisten sich ihm im Wasser näherten. Die Cardinals reagierten am Dienstag dann mit der Entlassung von Braswell.

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Es war wenig los in und um Santa Clara, doch zwei gute Nachrichten gibt es zu vermelden: Nach WR Jauan Jennings und OL Colton McKivitz haben auch die First Round Picks der 49ers, DL Javon Kinlaw und WR Brandon Aiyuk ihre Rookie-Deals unterzeichnet.

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Zunächst ein Nachtrag: Tight End Colby Parkinson hat sich beim Training einen Knochen im Mittelfuß gebrochen. Die sogenannte “Jones-Fraktur” lässt sich meist nur durch einen chirurgischen Eingriff beheben. Parkinson wurde offenbar bereits am 2. Juni – zufälligerweise der Tag, an dem sein Rookie-Vertrag offiziell wurde – operiert. Bekannt wurde die Verletzung aber erst 17 Tage später. Das gibt Hoffnung, dass der 21 Jahre alte Tight End bis zum Saisonstart wieder fit sein könnte oder nur ein paar Wochen zum Saisonstart verpasst. Jedoch werden ihm selbst dann wichtige Trainingswochen mit dem Team fehlen (sollte das Training Camp planmäßig beginnen) – und die Seattle Seahawks müssen sich genau überlegen, ob der vom Spielertyp her ähnliche Jacob Hollister wirklich ein Cut-Kandidat sein kann.

Die ansonsten dünne Nachrichtenlage haben wir bei den German Sea Hawkers genutzt, um eine Diskussion auf Basis von Gerüchten aufzugreifen. Sowohl Josh Gordon als auch Antonio Brown wurden zuletzt wieder mit den Seahawks in Verbindung gebracht. Auf welchen der beiden Wide Receiver sollte Quarterback Russell Wilson in Zukunft Pässe werfen? Wir haben diese Frage diskutiert.

NFL Newsletter – Die NFL beschäftigt sich anderweitig…

NFL News

Eine weitere ereignisfreie Offseason-Woche steht zu Buche. Wir hoffen darauf, euch bald wieder spannenden Content zu allen Teams zur Verfügung stellen zu können. Einige Teams haben jedoch trotzdem einige Kleinigkeiten zu berichten.

 

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (Sebastian, @seppmaster56)

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

AFC North

Baltimore Ravens (Nils, @NeilBeck29)

Nachdem Matthew Judon im März das Franchise Tag erhalten hat, wurde es ruhig um den Edge-Rusher. Letzte Woche stand er nun einigen Reportern per Videokonferenz für Fragen zur Verfügung. Hier hat er durchklingen lassen, dass er gerne einen langfristigen Vertrag bei den Ravens unterschreiben möchte. Mit 63 Quaterback-Pressures war Judon der gefährlichste Pass-Rusher der Ravens und hat letzte Saison in der Defense die drittmeisten Snaps  gespielt (nur  Thomas und Humphrey hatten mehr).

Wenn der beste Pass-Rusher des Teams bleiben möchte und die Cap-Situation gut ist, sollte sich eine Lösung schnell finden lassen. Aber leider ist die Lage für das Front Office etwas verzwickter: Denn in den nächsten zwei Jahren stehen ebenfalls Verhandlungen mit weiteren Stützen des Teams wie Jackson, Humphrey und Stanley an. Alle drei Spieler gehören zur Elite ihrer Position und werden auch(berechtigterweise) große Verträge verlangen.

Gegen Judon spricht, dass er individuell nicht zu den bestehen Edge-Rushern der NFL gehört und der philosophische Ansatz der Ravens eher auf  das Erzeugen von „Coverage Sacks“ abzielt. Judon mit einem hohen Vertrag auszustatten widerspräche somit der bisherigen Strategie. Bis zum 15.07 ist noch Zeit. Sofern  Judon seine Gehaltsvorstellungen nicht senkt, stehen die Zeichen wohl erstmal auf Abschied nach der nächsten Saison.

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

Cleveland Browns (@piefke_96)

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Big Ben Roethlisberger zeigte sich bei der ManUp Pittsburgh Conference, bei der es um das Erziehen und um das Vater sein ging, ungewohnt offen:” Ich war akohol -und pornogrpahieabhängig, was mich damals nicht zum besten Ehemann, besten Vater und besten Christen der ich sein kann gemacht hat.” Seine Leben konnte er dank seines Glaubens und der Kirche ändern.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Nach Von Miller ist Kareem Jackson (Safety) der zweite Spieler der Denver Broncos der am Coronavirus erkrankt ist. Jackson hat sich gegenüber den Medien geäußert und mitgeteilt, dass die Symptome bei ihm eher milde sind und es ihm den Umständen entsprechend gut geht.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Las Vegas Raiders (Philip, @phlp93)

Am Montag betraten die Coaches der Raiders zum ersten Mal die neue Facility in Henderson, Nevada, um den Trainingsbetrieb aufzunehmen. Somit kann der Umzug von Oakland nach Las Vegas endgültig abgeschlossen werden.

Die NFL gab in der vorherigen Woche bekannt, dass das neue Allegiant Stadium in Las Vegas der Spielort des Pro Bowls 2021 sein wird

Los Angeles Chargers (Sebastian, @seppmaster56)

HBO hat am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, dass die Los Angeles Chargers gemeinsam mit den Los Angeles Rams in dieser Saison bei Hard Knocks sein werden. Während die Rams bereits zum zweiten Mal nach 2016 bei Hard Knocks sind, ist es für die Chargers eine Premiere. Der Start hat HBO zunächst auf den 11. August terminiert. Ob dieser jedoch haltbar sein wird, ist aufgrund der Unsicherheiten wegen des Corona-Virus noch unklar. Spannend wird es aber so oder so sein, gibt es doch zahlreiche interessante Themen wie das neue Stadion und den Wechsel auf der Quarterback-Position.

Eine interessante Aussage hat Chargers Head Coach Anthony Lynn letzte Woche in einer virtuellen Pressekonferenz gemacht. Angesprochen auf Colin Kaepernick sagte er: „Er passt zu dem Style von Quarterback, den wir wollen. Wir sind aktuell zwar sehr glücklich mit unseren Quarterbacks, aber man kann nie genug in der Hinterhand haben.“ Mit Tyrod Taylor, Rookie und mögliches neues Gesicht der Franchise Justin Herbert und der letztjährige Fünfrundenpick Easton Stick sind die Chargers eigentlich gut aufgestellt. Deswegen ist eine Verpflichtung zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich. Das könnte sich im Falle einer Verletzung einer der drei Quarterbacks aber noch ändern.

 

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

Nachdem es sich am Wochenende abgezeichnet hat, wurde es am Montag Wirklichkeit. Dak Prescott, Quarterback der Dallas Cowboys, hat seinen Franchise Tag unterschrieben. Dies garantiert ihm einen Vertrag für die nächste Saison bei den Dallas Cowboys über 31,4 Millionen Dollar. Die Verhandlungen über einen langjährigen Vertrag sind weiterhin zäh, denn am Streitpunkt der Vertragslänge hat sich nichts geändert. Prescott möchte einen Vertrag über vier Jahre, während die Cowboys den 26-Jährigen gerne für fünf Jahre an sich binden wollen. Die zwei Parteien haben nun bis zum 15. Juli Zeit sich über einen Vertrag zu einigen. Sollte dies nicht passieren, wird Prescott nach der Saison wiederum Free Agent.

Des Weiteren wurde der kürzlich zurückgetretene Center Travis Frederick mit dem 2020 George Halas Award ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung werden Spieler gewürdigt, welche die größten Widrigkeiten überstehen mussten. Frederick, der die komplette Saison 2018 auf Grund der Erkrankung am Guillain-Barré-Syndrom verpasste, kam zur Saison 2019 zurück und trat nach dieser zurück. Beim Guillain-Barré-Syndrom handelt es sich um eine entzündliche Autoimmunerkrankung der Nerven, bei der es zur Muskelschwäche kommt.

Auch halten sich die Gerüchte um einen Trade von Jamal Adams, der bei den Jets unter Vertrag steht. Der Safety hat einen Trade gefordert und die Gerüchte um die Cowboys kamen schon vor dem diesjährigen Draft auf. Die Gerüchte wurden nun nochmal von Adams selbst befeuert, nachdem er in Dallas gesichtet wurde und ein Video von ihm auftauchte, in dem er einem Fan versichert, dass er versuche den Trade zu den Cowboys zu verwirklichen.

Dem an COVID-19 erkrankten Running Back Ezekiel Elliott scheint es den Umständen entsprechend gut zu gehen. Zumindest war er auf seinem Twitch-Kanal aktiv. Dort war er zu sehen, wie er Videospiele spielte, während er einen Helm der Dallas Cowboys trug.

New York Giants (Emil, @schnapke/ @GiantsGER)

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)       

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

In dieser Offseason müssen Trainer und Spieler neue Wege gehen um in Form zu bleiben und sich zu verbessern. Headcoach Matt Nagy hat das Offseason Programm des Teams anderthalb Wochen früher beendet als geplant, damit sich die Spieler Zeit nehmen können bis zum Beginn des Trainingslagers im nächsten Monat zu trainieren. Diese Möglichkeit wird von einigen Spielern auch intensiv genutzt. Quarterback Mitchell Trubisky (25) trainiert mit Wide Receiver Allen Robinson (26), Runningback David Montgomery (23), Rookie Tight End Cole Kmet (21), Tight End Eric Sauber und Center Cody Whitehair (27). Angesichts der Tatsache, dass der QB Wettkampf um die Starterposition mit Nick Foles (31) erst im Trainingslager beginnt, hat Trubisky den Vorteil, dass er mit den Teamkollegen trainieren und an der Chemie untereinander arbeiten kann. Dafür hat sich Trubisky mit Jeff Christiansen (60), einen ehemaligen NFL Quarterback und seit 1990 QB-Coach Hilfe von außerhalb geholt. Zu seinen Schülern gehören unter anderen Ryan Tannehill (31) von den Tennessee Titans, Jimmy Garoppolo (28) von San Francisco 49ers und der Super Bowl LIV MVP Patrick Mahomes (24) von den Kansas City Chiefs.

Somit hat Trubisky den Ernst der Lage erkannt und nimmt seine Zukunft bei den Bears selbst in die Hand.

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Seit 1964 gehört die Lions-Franchise bereits der Familie Ford. Nachdem der langjährige Vorsitzende William Clay Ford 2014 verstarb, übernahm seine Frau, Martha Ford, die Geschäfte als Besitzerin und Vorsitzende. Nun übergibt sie das Amt mit sofortiger Wirkung an Ihre Tochter. Sheila Ford Hamp war in den vergangen Jahren bereits öfter an der Seite ihrer Mutter zu sehen und es war bereits bekannt, dass sie eines Tages das Amt übernehmen würde. Zur Überraschung vieler ist dies nun früher der Fall als gedacht. Mit dem Verbleib der Lions in der Ford-Familie und der damit einhergehenden Verjüngung in der Führungsebene dürften auch die Gerüchte um einen Verkauf der Franchise abnehmen. Bleibt zu hoffen, dass Sheila Ford erfolgreicher agiert als ihre oftmals glücklosen Eltern.

Die Lions hatten in den vergangenen Jahren viele Baustellen in ihrem Roster, weshalb eine der wenigen Konstanten oft herausstach: Die Punt-Returns waren meist gut bis überdurchschnittlich, was zu großen Teilen an Jamal Agnew lag. Der junge Cornerback, welcher in seiner Rookie-Saison ins All-Pro Team als Returner gewählt wurde, konnte sich jedoch leider nie auf seiner Stammposition in der Defense durchsetzen.

Ende Mai kamen bereits Gerüchte über einen Positionswechsel auf, weil Jamal Agnew in einem virtuellen Meeting mit den Wide Receivern teilnahm. Nun hat OC Darel Bevell bestätigt: Jamal Agnew wird diese Saison versuchen, einen Roster-Spot als Receiver zu bekommen. Der ehemalige Lion Golden Tate bot Agnew, welcher bei seiner Teamkameraden sehr beliebt ist, per Twitter sofort seine Hilfe an: “Come see me bro Bro , I’ll get you right!!” twitterte Tate. Bleibt abzuwarten, ob das Spezialtraining für einen der umkämpften WR-Plätze qualifiziert. Für die Lions wäre es jedenfalls wünschenswert die gefährlichen Returns weiterhin als Waffe in der Hinterhand zu haben.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

NFC South

Atlanta Falcons (ale santoz, @atlanta.falcons.germany)

He´s Back

Strong Safety und Megatalent Keanu Neal ist endlich wieder zurück. Nachdem er sich vorletztes Jahr das vordere Kreuzband gerissen hatte, verfolgte ihn das Pech gleich wieder im Jahr darauf. Letztes Jahr zog er sich eine noch viel schwerere Verletzung zu. Eine Achillessehnenruptur.

Im Gegensatz zur Kreuzbandverletzung ist die Rehabilitations langwieriger. Im Schnitt braucht man drei Monate länger, bis man wieder ins volle Training einsteigen kann.

Umso schöner war die Freude für alle Fans, als Keanu Neal über Social Media sein Positionstraining gezeigt hatte und dabei in hoher Geschwindigkeit mit seinem Fuß scharfe Cuts in den Rasen „hämmern“ konnte.

Die Achillessehne hält!

Seine Präsenz auf dem Feld wird der Secondary und damit der gesamten Defense sehr helfen. Und wer weiß. Am Ende der Saison könnte er als Comeback-Player of the Year als dritter Falcons-Player möglicherweise noch einen persönlichen Award abgreifen.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Raphael, @Saints_Germany)

In New Orleans hat sich nach den Aussagen von Drew Brees die Stimmung wieder erholt und man kann sich wieder den Boulevard Themen widmen. So kam unser Running Back Alvin Kamara in das Vergnügen einem Nascar Rennen beizuwohnen. Während er dort war, äußerte sich unser Running Back Coach Joel Thomas über ihn. So sagte er, dass Kamara trotz Verletzungen in der letzten Season viel gespielt habe. Er berichtet von Knie, Knöchel und Rückenverletzungen. Im ersten Moment vielleicht keine News, doch eine wichtige Information, da er nächstes Jahr ohne neuen Vertrag ein Free Agent wird.

Malcom Jenkins, unser Rückkehrer auf der Safety Position, wird ab sofort bei dem Fernsehsender CNN zu sehen sein. Dort bekommt er eine Bühne um Themen wie den Rassismus und die soziale Ungerechtigkeit anzusprechen.

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Dorian, @GermanBirdgang)

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

Bislang waren es nur Gerüchte jetzt ist es offiziell. Die nächste Hard Knocks Staffel findet mit den beiden Los Angeles Teams statt. Das ist das erste Mal das gleich zwei Teams vom Hard Knocks Team begleitet werden. Für die Fans auf jeden fall sehr interessant hinter die Kulissen ihres Teams zu blicken. Für die Rams ist es nach 2016 die zweite Teilnahme bei Hard Knocks.

Gute Neuigkeiten gibt es von Sean McVay der wieder in die Teamräume zurück kommen konnte. Die Rams posteten auf Twitter ein Bild mit dem Titel Back in the Building.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Die Woche hätte für die San Francisco 49ers durchaus besser laufen können. WR Deebo Samuel, dem viele in der nächsten Saison den Sprung zum Superstar zutrauten, brach sich einen Knochen in seinem linken Fuß. Er wird bis zu drei Monate ausfallen, die Operation verlief erfreulicherweise reibungslos. Wenn es gut läuft, kann er zum Saisonstart auf dem Platz stehen – doch dies erscheint unwahrscheinlich.

Auch WR Richie James, der primär als Punt- und Kick-Returner eingesetzt wird, verletzte sich bei einem privaten Workout. Er brach sich die Hand und wird bis zu acht Wochen fehlen. Bislang haben die 49ers nicht durchblicken lassen, ob sie aufgrund der Verletzungen auf der Wideout-Position noch einmal aktiv werden wollen. Kendrick Bourne markierte Dez Bryant in einem Twitter-Post, doch dies wird wohl nicht mehr als eine Blödelei gewesen sein. Wer weiß?

T Trent Williams hat seinen neu strukturierten Vertrag unterschrieben. Es wird davon ausgegangen, dass der Vertrag eine Klausel enthält, die es den 49ers untersagt, Williams nach der Saison mit einem Franchise-Tag zu belegen. Beide Seiten sind scheinbar zuversichtlich, nach der Saison einen langfristigen Deal auszuhandeln, wenn die Leistungs Williams passt.

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Runningback Chris Carson hat die Agentur gewechselt. Warum das wichtig sein könnte? Oftmals verbinden Spieler den Wechsel ihres Beraters mit Hoffnungen auf deutlich bessere Konditionen und eine bessere Verhandlungsposition bei den nächsten Vertragsgesprächen – und die dürften bald anstehen. Carson geht 2020 in ein Vertragsjahr. Die Seattle Seahawks haben in der Offseason Carlos Hyde für ein Jahr verpflichtet. Rashaad Penny könnte langfristig die Hauptrolle spielen, falls er wieder fit wird. Sollte Carson seine Position als Nummer eins – ohne die Fumble-Probleme von 2019 und ohne die Verletzungen von 2017 und 2019 – in der Saison 2020 erfolgreich verteidigen, werden die Seahawks ihn aber möglicherweise bezahlen.

Die Befürchtung vieler Fans und Experten: Seattle wird einem verletzungsanfälligen Spieler auf der in einer passlastigen Liga untergeordneten Runningback-Position zu viel Geld geben. Andere Teams in der NFC West beispielsweise bereuten genau diesen Schritt zuletzt – die Los Angeles Rams bei Todd Gurley und die Arizona Cardinals bei David Johnson. Dennoch ist davon auszugehen, dass sich die Seahawks unter Laufspiel-Fan Pete Carroll von diesen Entscheidungen nicht beeindrucken lassen werden.

NFL Newsletter – Corona trifft auch NFL-Spieler…

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (Sebastian, @seppmaster56)

Die Bills haben am Montag bekannt gegeben, dass mit Running Back Zack Moss der letzte ihrer Rookies seinen Vertrag unterschrieben hat. Laut Spotrac bekommt der 22-jährige Drittrundenpick 4,61 Mio. Dollar in vier Jahren. Dabei wird Moss zusammen mit Devin Singletary spielen, welcher sich sehr darauf freut. „Wir sind beide aus Südflorida und sind im selben Alter. Er war lediglich ein Jahr länger am College. Das ist wirklich sehr aufregend. Wir zusammen im Backfield? Ich denke, dass wir definitiv für Probleme sorgen werden“, sagte Singletary West Herr vom Bills Wire. Zudem dankte Singletary Frank Gore, welcher letzte Saison mit ihm bei den Bills spielte, für seine Unterstützung und gab zu, dass er viel von dem Routinier lernen konnte.

Ebenfalls Rede und Antwort stand Josh Allen. Am vergangenen Donnerstag berichtete er in einer Telefonkonferenz auch von seinem ersten Treffen mit Neuzugang Stefon Diggs. „Es war großartig. Ich war genauso aufgeregt wie alle anderen, Stef zu treffen“, gestand Allen und schob hinterher, „dieser Mann liebt es zu arbeiten. Er liebt es auf dem Feld zu stehen, Routen zu laufen und mit den Kollegen zu reden.“ Allen und Diggs waren vor zwei Wochen mit einigen anderen Offense-Spielern in Miami, um gemeinsam zu trainieren – etwas das Allen gerne vor dem Start des Trainingcamps wiederholen möchte. Zudem redete er auch über seine Mechanics und sieht bei sich eine große Entwicklung im Vergleich zu vor zwei Jahren. „Es fühlt sich wie Tag und Nacht an“, beschreibt der 24-Jährige. Er möchte zudem seine Wurfbewegung „at the top“ noch weiter verbessern und die Fehler, welche er noch macht, abstellen. Dabei möchte er weniger Dinge erzwingen und sondern wie Brees, Brady, Rodgers und Wilson das nehmen, was die Defense ihm gibt.

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Große Themenflaute in Miami. Nennenswerteste News ist die Verpflichtung zweier neuer Offensive Quality Control Assistant Coaches, Steve Ferentz und Kolby Smith. Kolby Smith, der von 2007-2009 bei den Kansas City Chiefs als Running Back spielte, war zuletzt Running Backs Coach bei Rutgers. Steve Ferentz arbeitete zuletzt als Assistant bei Central Michigan. College-Kenner kennen den Namen durch seinen Vater, Kirk Ferentz, der seit 1999 die Iowa Hawkeyes trainiert.

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

Linebacker CJ Mosley (27) hatte letztes Jahr mit einer hartnäckigen Leistenverletzung zu kämpfen, die er sich im ersten Spiel gegen die Bills zugezogen hatte. Die Verletzung führte dazu, dass Mosley im Dezember einen schwerwiegenden Eingriff in Form einer Muskeloperation über sich ergehen lassen musste. Nun gab er an, dass er wieder vollkommen genesen sei und an einem Trainingcamp – so es denn aufgrund der Corona Pandemie stattfinden kann – ohne Einschränkungen teilnehmen könnte.

Jamal Adams (24) kann es nicht lassen. Obwohl er in sein viertes Vertragsjahr des Rookiedeals geht und er inklusive Fifth-Year Option bis nach der Saison 2021 gebunden ist, will er unbedingt einen neuen, fetten Vertrag. Und dies äußert er in den sozialen Medien auch bei jeder Gelegenheit. Nachdem nun Myles Garrett bei Instagram schrieb, dass er sich mit den Browns in Verhandlungen befindet, kommentierte Adams dies mit den Worten, dass er seit Januar noch kein angeblich angekündigtes Angebot vorliegen habe und bisher “alles nur Gerede ohne Handlung” sei. Es wird spannend, wie sich diese Situation in den nächsten Wochen entwickelt.

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

Cleveland Browns (@piefke_96)

Die Browns befinden sich in Vertragsgesprächen mit DE Myles Garrett (24). Nachdem man kürzlich die 5th Year Option seines Rookie-Vertrages zog, möchte man den First Overall Pick des Jahres 2017 nun offenbar langfristig binden. Garrett könnte dabei zum bestverdienensten Defensivspieler der NFL aufsteigen. Zudem sollen sich die Browns weiterhin in Verhandlungen mit Free Agent DE Jadeveon Clowney (27) befinden. Clowney wird vom gleichen Agenten wie Garrett vertreten.

Nachdem QB Baker Mayfield (25) auf Instagram von einem Fan dazu aufgefordert wurde, klarzustellen, dass er in der kommenden Saison während der Hymne nicht knien werde, verneinte Mayfield dies und erklärte diese Form des Protestes wahrnehmen zu wollen. Anschließend veröffentlichte er ein Statement, in dem er erklärte, dass er dies für eine respektvolle Art des Protests hält und dass Probleme wie der Rassismus in den USA zu lange ignoriert wurden, wobei er sich selbst den Fehler eingesteht diesbezüglich bisher ruhig verhalten zu haben. Es sei ihm egal, wenn er dadurch Fans verliert.

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

CB Mike Hilton hat seinen 2nd-Round-Tender unterschrieben. Damit steht er für das Jahr 2020 mit $3,3 Millionen in den Büchern. Alternativ könnte er für einen 2nd-Round-Pick das Team verlassen, wovon aber die wenigsten ausgehen. OT Matt Feiler hat ebenfalls seinen RFA-Tender unterschrieben und bleibt somit der Organisation in Pittsburgh ein weiteres Jahr erhalten. Der undrafted Free Agent aus dem Jahr 2014 erhält für das Jahr 2020 ebenfalls  $3.3 Millionen. Eine massive Gehaltserhöhung verglichen zu seinem 2019er Salary, welches $645.000 betrug.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Viel Neues gibt es nicht zu berichten aus Indianapolis, deshalb in aller Kürze:

Der neue Indy Quarterback Philip Rivers hat bereits mit Tight End Jack Doyle und Wide Receiver Parris Campbell (privat) trainiert. Man beabsichtigt dies (auch mit anderen Passfängern) weiter zu führen.

Zudem hat man nun endlich 2nd Round Pick WR Michael Pittman Jr. unter Vertrag genommen. Der letzte unsigned Draft Pick ist damit 3rd Round Pick Defensive Back Julian Blackmon.

Auch wurde bekannt gegeben, dass Pass Rusher a.D. Robert Mathis das jüngste Mitglied im Colts Ring of Honor wird. Eine wohl verdiente Ehre für den all-time Strip-Sack-Leader, der dem Team beruflich und privat noch sehr nahe steht.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Drew Lock arbeitet weiter daran, die Chemie mit seinen jungen Offensiven Waffen zu verbessern. Neben Phillip Lindsay, Noah Fant, Courtland Sutton und K.J. Hamler trainierte die Gruppe auch mit Erstrunden Pick Jerry Jeudy. Die „rumors“ gingen natürlich nicht an Pat Shurmur vorbei, der bestätigten konnte, dass das Training gut abläuft.

Neben den Vorschusslorbeeren für Drew Lock wurde Drittrundenpick Lloyd Cushenberry III äußerst positiv hervorgehoben. Shurmur glaubt, dass der Center von LSU in seinem ersten Jahr direkt in der Interior Line bei den Broncos starten kann.

Entgegen den Erwartungen, dass Denver einen ihrer Running Backs als „Bell Cow“ einsetzen wird, hat Shurmur betont, dass Denver sowohl die Fähigkeiten von Lindsay als auch die von Gordon in der Offense einsetzen wollen. Daher kann man wohl eher ein Running Back by committee erwarten. Auch Royce Freeman, bei dem es Trade Gerüchte gab, wird Spielzeiten bekommen, so Shurmur. Das gesamte Interview findet ihr hier.

Auch Defensive Coordinator Ed Donatell hat unter Woche mit den Medien gesprochen. Dabei ging es aber vor allem um die verletzten Spieler Bradley Chubb und Bryce Callahan. Chubbs Reha verlief gut und der Coaching Staff und er sind zuversichtlich, dass Chubb in der kommenden Saison wieder bei 100% sein wird. Er hatte sich letztes Jahr im Spiel gegen die Jaguars das Kreuzband gerissen und fiel die gesamte restliche Spielzeit aus.

Auch bei Bryce Callahan, der 2019 in der Free Agency aus Chicago geholt wurde, gibt es positive Neuigkeiten. Aufgrund einer komplizierten Fußverletzung fiel der Slot Cornerback die gesamte 2019er Saison aus. Allerdings wird er zum Start des Training Camps bei voller Gesundheit sein, so Donatell.

Des Weiteren sprach er in höchsten Tönen über Rookie Cornerback Michael Ojemudia. Bei einem eher dünn besetzten Cornerback Room hätte Ojemudia die Chance, der Nummer drei Cornerback in der Defense zu werden.

Die Broncos haben am Montag bekanntgegeben, dass sie einen Vertrag mit den Wettanbieter FanDuel unterzeichnen werden. Sie sind das erste Team in der gesamten NFL, dass eine Partnerschaft mit FanDuel, die sich hauptsächlich auf Daily Fantasy und Sportwetten spezialisiert haben, unterschrieben hat. Doch damit war es nicht getan. Gestern folgte direkt der nächste Deal, nämlich mit einem lokalen Wettanbieter namens Betfred USA Sports.

Wer mehr über das Thema Wetten und den Einfluss auf die NFL erfahren möchte, dem kann ich die Podcast Folge von Upside mit Fabian Sommer empfehlen, in der es genau um diese Thematik geht.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Las Vegas Raiders

Los Angeles Chargers (Sebastian, @seppmaster56)

Es war eine sehr ruhige News-Woche bei den Chargers. Für Aufmerksamkeit sorgte lediglich ein Take von Fox Sports‘ Colin Cowherd. Der Host von ‚The Herd‘ redete über Rookie-Quarterback Justin Herbert und wann er dann zum ersten Mal starten würde. Seine Schlussfolgerung lautet wie folgt: „Tyrod wird mit einem Sieg gegen Cincinnati starten, dann gegen Kansas City verlieren und Carolina besiegen. Danach wird er es ein two-game losing streak in Tampa Bay und in New Orleans geben. Die Trainer werden aber weiterhin auf ihn setzen. Er wird dann auf einen four-game winning streak gehen. Chargers und Tyrod werden die Jets, Miami, Jacksonville und Raiders besiegen. Dann treffen sie auf Denver und Buffalo, welche sie beide auswärts verlieren.

Das Trainerteam wird dann realisieren, dass sie 6-5 stehen und gegen bessere Defense wie Tampa, New Orleans, Denver und Buffalo Probleme hatten. Es ist Zeit. Sie kommen dann zurück aus der Bye-Week zum Heimspiel gegen New England in Woche 13 und der restliche Spielplan ist sehr überschaubar. Der Trainerstab wird Justin Herbert das Team in Woche 13 übergehen und er wird gewinnen“. Ob es wirklich so passieren wird, werden die Chargers-Fans sehen.

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

In dieser Woche berichtete NFL Insider Ian Rapoport darüber, dass mehrere Spieler der Dallas Cowboys positiv auf COVID-19 getestet wurden. Kurze Zeit später erschienen Berichte darüber, dass einer der Spieler wohl Running Back Ezekiel Elliott sei. Elliott, der 2016 an vierter Stelle gedraftet wurde und seither zu den besten Running Backs der NFL gehört, äußerte auf Twitter seinen Unmut darüber, dass seine persönlichen Krankendetails an die Öffentlichkeit gelangten. Nachdem die Cowboys zunächst mitteilten, sie werden keine Informationen über infizierte Spieler herausgeben, und der Agent von Elliott die Berichte später bestätigte, bestätigten auch die Cowboys, dass Elliott zu den positiv getesteten Spielern gehöre. Über die Namen der weiteren infizierten Spieler kann nur gemutmaßt werden, jedoch gehöre Quarterback Dak Prescott, der während des Lockdowns in Texas mehrere Male mit Verstößen gegen die Verordnungen aufgefallen war, sei jedoch, laut Rapoport, nicht betroffen.

Den infizierten Spielern der Dallas Cowboys und der Houston Texans, bei denen sich laut des Berichts ebenfalls Spieler angesteckt haben sollen, möchte ich eine schnelle und vollständige Genesung wünschen.

New York Giants (Emil, @schnapke/ @GiantsGER)

Philadelphia Eagles (Jessica, @footballjessy)

Lange war es eher ruhig rund um die Eagles…bis Dienstag Morgen hierzulande viele Eagles-Fans mit einem großen Schock in die Saison starten mussten. Guard Brandon Brooks, der statistisch beste Spieler auf seiner Position hat sich einen Achillessehnenriss zugezogen. Bereits der zweite nachdem er bereits 2018 lange pausieren musste. Die Saison dürfte für ihn bereits jetzt beendet sein.

Wie werden die Eagles nun reagieren? Eine Überlegung bezieht sich auf ein seit Wochen köchelndes Gerücht: Die Rückkehr von Jason Peters. Der bisherige Left Tackle hatte bereits vor Monaten angedeutet, dass er sich einen Wechsel auf die Guard-Position sehr gut vorstellen kann. Die physischen und psychischen Voraussetzungen bringt Peters mit und sein gehobenes Alter von 38 Jahren war letzte Saison kein Problem. Kein Eagles-Fan würde sich gegen diese Lösung verwehren.

Weitere gehandelte Lösungen sind die Free Agents Ron Leary (zuletzt Broncos), Kevin Pamphile (Titans), Josh Kline (Vikings) und Larry Warford (Saints). Auch eine interne Lösung mit Matt Pryor wird debattiert. Tiefe Gerüchte führen auch zu Kyle Long. Der mehrfache Pro Bowler und Bruder von Ex-Eagle Chris Long hatte im Januar sein Karriereende bekannt gegeben, zu Wochenbeginn aber die Tür zum Rücktritt vom Rücktritt geöffnet.

 

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

In Atlanta beherrscht die aktuelle Lage abseits des Sports die Berichterstattung. Matt Ryan, Dan Quinn und Co. geben ihre Statements via Social Media oder per Interview bekannt. Außer dem Geburtstag von Neuverpflichtung Wide Receiver Laquon Treadwell gibt es diese nicht zu berichten.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Raphael, @whodat_germany)

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Dorian, @GermanBirdgang)

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Headcoach Kyle Shanahan hat seinen Vertrag bei den 49ers bis 2025 verlängert. Sein bisheriges Arbeitspapier, das ursprünglich bis 2023 lief, wird durch den neuen Kontrakt ersetzt und macht Shanahan zu einem der fünf bestbezahltesten Trainer der NFL. Ob auch GM John Lynch ein ähnlicher Vertrag winkt, ist unklar. Es wird spekuliert, dass eventuell der aktuelle “Vice President of Player Personnel”, Adam Peters, zum General Manager avanciert, da die 49ers Peters gerne in den eigenen Reihen halten wollen. Lynch würde dann womöglich ebenfalls einen neuen Posten erhalten – möglicherweise den des “President of Football Operations”.

Nachdem die 49ers Joe Woods (Passing Game Spezialist in der Defense) an die Cleveland Browns (Defensive Coordinator) verloren haben, gab das Team unter der Woche die Verpflichtung von Mike Rutenberg bekannt. Rutenberg arbeitete zuletzt als Defensive Assistant bei den Jacksonville Jaguars und hat hierdurch auch bereits eine Beziehung zu 49ers Defensive Coordinator Robert Saleh, der zuvor ebenfalls bei den Jaguars unter Vertrag stand. Rutenberg tritt in große Fußstapfen, schließlich hatten die 49ers in der vergangenen Saison die beste Pass-Defense der Liga vorzuweisen.

Innerhalb des Rosters tut sich aktuell wenig. Wir haben uns in unserem Podcast nochmals der Situation rund um George Kittle angenommen – hört gerne rein.

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Dass die Vermeldung einer Scout-Verpflichtung das sportliche News-Highlight der Woche bei den Seattle Seahawks war, ist bezeichnend für die aktuelle Nachrichtenflaute. Der ehemalige NFL-Runningback Alonzo Highsmith steigt beim Team aus dem Pacific Northwest als Vollzeit-Scout ein. Er hatte Head Coach Pete Carroll und General Manager John Schneider schon während des NFL Draft 2020 beratend unterstützt. Highsmith war zuletzt Vice President of Player Personell bei den Cleveland Browns (2018-2019). Zuvor verbrachte er 19 Spielzeiten im Front Office der Green Bay Packers, wo er zwischen 2002 und 2009 auch mit John Schneider zusammenarbeitete. Abseits des Sportlichen: In Seattle nahmen am Wochenende viele Mitglieder der Seahawks-Familie – unter anderem Carroll und Schneider – an einem #BlackLivesMatter-Protestmarsch teil, den Tiffany Chancellor and Nathalie Wright organisiert hatten. Den Ehepartnerinnen von Kam und K.J. schlossen sich Hunderte an auf ihrer Route von Mercer Island über die Brücke nach Seattle.

NFL Newsletter – Die Offseason wird wieder spannend!

NFL News

Gemäss einem Memo, dass die NFL an die Teams verschickt haben soll, wird mit Trainingscamps ab ca. Mitte Juli gerechnet. Dies soll helfen, einige Trainingstage nachzuholen, die durch den Coronavirus verloren gegangen sind.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (Sebastian, @seppmaster56)

Für Schlagzeilen sorgte in der vergangenen Woche Rookie Quarterback Jake Fromm. Die Ursache dafür war der Screenshot einer Nachricht von 2019, wo der diesjährigen Fünftrundenpick schrieb: „Guns are good. … They need to let me get suppressors. … Just make them very expensive so only elite white people can get them haha.” Für diese Aussage bekam Fromm viel Kritik, entschuldigte sich aber noch am selben Tag, als die Nachrichten veröffentlicht wurden. Auf Twitter schrieb er: „Ich bedauere es sehr, dass ich diese Worte ‚elite white people‘ in einer Textnachricht benutzt habe. Zwar wollte ich damit nie sagen, dass ich eine ‚elite white person‘ bin, aber es gibt keine Entschuldigung für meine Worte und ihre Bedeutung. Besonders jetzt ist es Zeit für Unterstützung und Zusammenhalt und ich stehe zu 100% gegen Rassismus.“

Zudem entschuldigte sich Fromm bei allen Spielern für seine Äußerungen. Ob die Spieler jedoch diese Entschuldigung annehmen, wird sich zeigen. Aufgrund der Kritik von Mario Addison und Tre’Davious White an Drew Brees kann man zumindest zweifeln, dass Fromm im Team rehabilitiert ist. Damit wird es also an ihm liegen, diese Äußerungen durch seine Interaktion mit den Mitspielern zu widerlegen.

Gute Nachrichten gab es hingegen von Josh Allen. Der Starting Quarterback wurde von den Fans zum besten Quarterback in der Geschichte der University of Wyoming gewählt. Der 7th Overall Pick von 2018 ist der höchste gepickte Spieler der Universität, was mit Sicherheit eine wichtige Rolle bei seiner Wahl gespielt hat.

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Nachdem Siebtrunden-Pick Malcolm Perry (Running Back & Wide Receiver) kürzlich seinen Rookie-Vertrag unterschrieb, sind nur noch 3 Rookies ohne Unterschrift…3 wichtige:

Austin Jackson (Offensive Tackle), Noah Igbinoghene (Cornerback), Robert Hunt (ebenfalls OT), allesamt in den Top 40 im Draft gewählt. Allerdings ist die Unterschrift nur eine Frage der Zeit.

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

Seit dem 6. Juni dürfen Bill Belichcik und sein Coaching Staff eigentlich wieder in den Team-facilities in Foxborough ihrer Arbeit nachgehen. Wie der „Pats Pulpit“-Blog von „SBNation“ berichtet, haben Bill und seine Assistenten allerdings keine Eile die Team-Räumlichkeiten wieder zu beziehen und arbeiten auf absehbare Zeit weiterhin im Home-Office.

In die Natur zieht es hingegen die Wide Receiver und Quaterback-Rooms des Teams. Wie von mehreren Quellen berichtet wird, hat Jarrett Stidham seine Kollegen zum Wurftraining eingeladen um zusammen mit Ersatz-QB Brian Hoyer und den Receivern Damien Byrd und Julian Edelmann ein paar Bälle zu schmeißen. Auch Mohammed Sanu und N’Keal Harry wurden bereits dabei gesichtet, wie sie sich individuell auf die Saison vorbereiten. Ein klein wenig Bewegung ist also schon wieder drin in New England.

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

In dieser Woche gab es eine traurige Meldung für die älteren Fans der Bengals. Ken Riley verstarb am 7. Juni im Alter von 72 Jahren.

Riley kam 1969 zu den Bengals und wurde nachdem der bei Florida A&M auf dem College noch Quarterback gespielt hatte, von Headcoach Paul Brown zum Cornerback umfunktioniert. Er spielte bis 1983 ununterbrochen bei den Cincinnati Bengals und fing in der Zeit 65 Interceptions. Als er zurücktrat hatten nur drei Spieler mehr gefangen: Die Hall of Famer Dick “Night Train” Lane, Emlen Tunnell und Paul Krause. Riley zeigte sich etwas enttäuscht, dass er nicht in die Hall of Fame aufgenommen wurde. Er wurde nie in den Pro-Bowl berufen, war aber ein dreimaliger All-Pro, auch in seinem letzten Karriere-Jahr in dem er mit 8 Interceptions nochmal an seinem persönlichen Rekord von neun aus dem Jahr 1976 kratzte, was bis 2005 der Franchise Rekord war. Zudem fing er zweimal drei Interceptions in einem Spiel, was bis heute geteilter Franchise Rekord ist. Er hat zudem 18 Fumble Recoveries und 5 Touchdowns zu verbuchen.

Cleveland Browns (@piefke_96)

Nachdem in Louisville, Kentucky David McAtee bei Protesten von Polizisten erschossen wurde, hat Browns Defensive End Myles Garrett (24) der Familie des Verstorbenen seine Hilfe angeboten. „Wenn mich jemand mit der Familie in Kontakt bringen kann, werde ich mich um alles kümmern, was sie brauchen“, ließ Garrett via Twitter verlauten.

Die NFL gestattet es Coaches wieder das Trainingsgelände ihrer Teams zu betreten. Head Coach Kevin Stefanski (38) nimmt diese Möglichkeit mit einigen seiner Assistenten seit dem 6. Juni wahr.

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Die Pittsburgh Steelers durften seit Freitag wieder in ihre Einrichtungen zurückkehren. Es gab auch die ersten virtuellen Team-Meetings, wo organisatorische Fragen geklärt worden sind. HC Mike Tomlin erklärte es sei eine Frage der Mentalität des Teams und des Trainerstabes wie man mit der jetzigen Herausforderung umgeht. Er sagte auch die ganze NFL sei von den Problemen aufgrund der Pandemie betroffen und man könnte durch eine gute Organisation einen Vorteil gegenüber anderen Teams herausholen.

Da die Teams ihre Trainingscamps zuhause durchführen müssen, werden die Steelers Ihres im Heinz – Field abhalten. Dafür bekamen sie auch die Erlaubnis die Kabinen der Pittsburgh Panthers, dem ansässigen College Football Team welches auch ihre Heimspiele im Heinz – Field austrägt, zu nutzen. Ursprünglich war das Trainingscamp am St.Vincent College in Latrobe, Pennsylvania zu veranstalten.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Letztens noch von der Free Agent Verpflichtung Timmy Jernigan geschrieben. Der gute hat sich entschieden nicht für Houston zu spielen. Er teilte dies auf Instagram mit. Er ist zum Physical noch nicht angetreten. Man trennte sich einvernehmlich.

Special Teams Coach Brad Seely retired nach 31 Jahren Coaching in der NFL. Er kam 2018 ins Team und es stellte sich sofort eine Steigerung des Spezialteams ein. Er holte in seiner Karriere 3 Super Bowl Titel mit den Patriots.

Kandidaten für seine Nachfolge sind Tracy Smith (Special Teams Assistant unter Seely in Houston), Keith Burns (Special Assistant Coach LA Chargers), Maurice Drayton (Special Assistant Coach Green Bay), Ryan Ficken (Special Assistant Coach Vikings).

Aufgrund der aktuellen Lage gehen ich davon aus das man vorerst mit der In-House Lösung Smith gehen wird.

Offseason

Es wird dieses Jahr kein Joint Practice mit anderen Teams geben und ab dem 5. Juni durften Coaches wieder in ihre Büros.

Offfield

Alle Meetings für den 9. Juni wurden abgesagt um Spielern und Staff die Möglichkeit zu geben der Beisetzung von George Floyd beizuwohnen. Floyd wurde in Houston geboren. HC O´Brien plant teilzunehmen.

An friedlichen Protesten in Houston nahmen u.a. Deshaun Watson und Andre Johnson teil.

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Wie jüngst bestätigt wurde ist die gesamte Familie Rivers nach Indianapolis umgezogen, was unmittelbar zur Verdopplung der Einwohnerzahl führte.

Spaß beiseite, hier die Neuigkeiten vom Team mit dem Hufeisen in der gebotenen Kürze:

DIe aktuelle ist die letzte Woche mit sog. organised Team Activities, die in der Coronapandemie aus Zoom-Meetings und Workouts on remote bestehen. Ab nächster Woche werden die Spieler nicht mehr von Coaches begleitet. Die Spieler, mit Ausnahme der Rookies, werden am 28.07. im Training Camp erwartet.

Rivers organisiert derzeit Workouts mit den Colts Wide Receivern, um sich bestmöglich auf die Saison vorzubereiten. Running Backs Coach Tom Rathman hat nochmals bestätigt, dass man die Snaps auf der Position unter Mack und Taylor aufteilen will. Die vermeintlichen Fumbling Issues von Taylor am College dürften unter Rathman, der quasi vom Thema Ball Security besessen ist, ausgetrieben werden.

Der neue Defensive Line Coach Brian Baker freut sich auf DeForest Buckner und beabsichtigt Spieler wie Defensive Tackle / End Tyquan Lewis flexibler einzusetzen. Auch Baker hebt Defensive Tackle Grover Stewart hervor, der in dieser Offseason – aufgrund guter Leistungen in der letzten Saison – viel Hype abbekommt.

Zuletzt noch ein kleiner Fakt für die ganz verrückten Glücksspieler unter euch: Indy hat – Stand jetzt – nicht nur einen der einfachsten Schedules, sondern auch noch eine der kürzesten Reisestrecken über die Saison verteilt.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Wie überall in der NFL stand die Woche ganz unter dem Eindruck der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Owner Shad Khan hat sich mit sehr persönlichen Worten zu den Protesten geäußert und hierbei von seinen eigenen Erfahrungen als Einwanderer aus Pakistan erzählt. Unter den Spielern sind besonders Chris Conley und Leonard Fournette sehr meinungsstark aufgetreten und haben eine Demonstration des Teams angeführt. Auch die anderen Spieler und auch die Trainer machen im sehr konservativen Jacksonville ihre Stimme deutlich hörbar und nutzen ihre Reichweite zum friedlichen Protest.

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Über das Statement von John Elway und Vic Fangio zur aktuellen Situation in den USA möchte ich in diesem Newsletter nicht ausführlich reden, dafür fehlt hier einfach der Platz. Falls es einige interessiert, auf meinem Twitter Handle habe ich zu beiden etwas geschrieben.

Es scheint so, als wenn das Statement von Fangio einfach unüberlegt, beziehungsweise ungünstig formuliert war. Am Tag danach hat er sich mit seinen Spieler darüber ausgetauscht und daraufhin seine Aussagen nochmal klargestellt und näher erläutert. Den genauen Wortlaut findet ihr hier.

Am Freitag fand in Denver ein lokaler Protest gegen Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten statt. Spieler, Coaches und Verantwortliche begleiteten den Protest. Neben Spieler wie Justin Simmons  oder Jeremiah Attaochu hielt auch Von Miller eine Rede, hier ein kurzer Ausschnitt:

„The time is always right to do what’s right. Once we have awareness, we’ve got to use our moral compass to make decisions on what’s right. Black, white, it doesn’t matter. It’s 2020. Muhammad Ali, Kareem Abdul-Jabbar, Jim Brown are still fighting this fight, and it’s up to us to keep it going.“

Auch wenn es momentan relevantere Dinge gibt, aber wir haben einige auch sportliche „News“. Drew Lock trainiert privat mit einigen seiner noch jungen Wide Receiver. Dabei soll besonders Jerry Jeudy positiv auf sich aufmerksam gemacht haben.

Nachdem Roger Goodell die Regeln für das Zurückkehren zu den Team Facility’s gelockert hatte, konnte am Freitag alle Coaches ihre Arbeit am UCHealth Training Center wieder aufnehmen und mit der, wenn auch noch ungewohnte Saisonvorbereitung, weiter fortfahren.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Eine weitere langweilige Woche in Kansas City. Noch 10 Sonntage bis die Pre-Season beginnt!

Las Vegas Raiders (Philip, @phlp93)

Nach dem sich Rookie Wide-Receiver Henry Ruggs III bei einem privaten Umzug eine Art Schnittwunde an der Hüfte zuzog, bestätigte ESPN-Reporter Paul Gutierrez, sowie Ruggs Vater, dass die Verletzung nicht weiter schlimm sei und der Speedster zu Saisonbeginn fit wird. Die Raiders haben sich und werden sich auch wohl zu dem Vorfall öffentlich nicht äußern, aus Respekt vor der medizinischen Privatsphäre von Ruggs.

Am Mittwoch wurde im neuen Allegiant Stadium in Las Vegas die Al Davis Memorial Torch (Fackel zu Ehren des früheren verstorbenen Besitzers Al Davis) entzündet. Mit dabei waren u.a. Ex-Raiders Akteur Marshawn Lynch, Super-Bowl-Gewinner-Coach John Madden und der in der Bay geborene Rapper MC Hammer und viele mehr. Vor jedem Heimspiel würdigen die Fans Al Davis mit dem Entzünden der Flamme.

Al Davis sagte einst „the fire that burns brightest in the Raiders’ organization is the will to win“, also „das Feuer, dass in der Raiders Organisation am hellsten brennt, ist der Wille zum Sieg.“

Nachdem die NFL es den Coaches wieder gestattet hat, in die Team Facility’s zurückzukehren, sollte das Team um Headcoach Jon Gruden die Arbeit im neuen Headquarter in Henderson zeitnah aufnehmen und nicht nach Napa zurückkehren.

Los Angeles Chargers (Sebastian, @seppmaster56)

Es war keine schöne Woche für die LA Chargers. Am vergangenen Freitag stürzte ein Bauarbeiter vom Dach des SoFi Stadions, der neuen Heimstätte der Chargers und LA Rams. Der Mann stürzte aus einer Höhe von mindestens 18 Metern in den Tod. Die Bauarbeiten wurden in Gedanken an den Verstorbenen vorübergehend eingestellt.

Ebenfalls verstorben ist der Ex-Charger Reche Caldwell. Der Wide Receiver wurde laut seiner Mutter bei einem versuchten Überfall in Tampa, Florida erschossen. Mehrere Menschen hatten ihn versucht nach einem Date mit seiner Freundin auszurauben, ehe sie ins Bein und in die Brust schossen. Caldwell wurde 2002 von den Chargers gedraftet und spielte vier Jahre für die Chargers. In dieser Zeit gelangen ihm 76 Receptions, 950 Yards und sieben Touchdowns.

Eine weitere verstörende Nachricht gab es von Defensive End Isaac Rochell. Der 25-Jährige schrieb auf Twitter, dass sogar ihm Rassismus widerfahren ist: „Ich wurde eben IN MEINEM APARTMENT KOMPLEX gefragt, ob ich hier wohne, was meine Wohnungsnummer ist und ob ich ein Räuber bin. Schwarz zu sein sollte kein Vorwurf sein. DAS IST DER GRUND, WARUM MENSCHEN PROTESTIEREN UND SICH VERÄNDERUNGEN WÜNSCHEN.“

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

Auch diese Woche war bei den Cowboys verdächtig still. So still, dass das Fan- und Presseumfeld zunehmend unruhig wurde. Dass sich die Dallas Cowboys in Person von Eigentümer und General Manager Jerry Jones, der zu den lautstärkeren Eigentümer der NFL gehört und den Wahlkampf von Donald Trump finanzstark unterstützte, nicht zu politischen Themen äußern und die Fragen der Presse meiden, ist untypisch.

Im Laufe der Woche veröffentlichten die Cowboys nun ein Video mit einem Statement zu rassistischer Polizeiungerechtigkeit. Dieses Video wurde über eine Woche nach dem Tod von George Floyd und den daraus resultierenden Demonstrationen veröffentlicht. Das Video zeigt Statements von namenhaften Spielern, wie Dak Prescott, Ezekiel Elliott und Sean Lee, aber auch von Polizisten, Politikern und Richtern.

Im Video wird angegeben, seit zwei Jahren im Dialog über soziale Ungerechtigkeiten zu sein. Auch die Statements von Spielern wie Byron Jones, der mittlerweile bei den Miami Dolphins unter Vertrag steht, legen den Schluss nahe, dass dieses Video schon längere Zeit in Produktion gewesen sein muss.

Das Video wurde sehr kritisch im Umfeld der Dallas Cowboys aufgenommen.  In den sozialen Medien wurden Stimmen laut, die enttäuscht waren, dass dieses Statement so spät veröffentlicht wurde. Auch, dass Jerry Jones nicht im Video auftaucht und auch bis heute kein persönliches Statement abgegeben hat, wird kritisiert. Viele Fans verwiesen auf das Verhalten von Jerry Jones, der bei den Protesten von Spielern während der Hymne seine Spieler aufforderte zu stehen und Spielern drohte sie zu feuern, sollten sie weiterhin protestieren.

New York Giants (Emil, @schnapke/ @GiantsGER)

Es ist ruhig in New York, aber nicht mehr lange. Das Quest Diagnostics Training Center der Giants und ihre restlichen Team Facilities dürfen unter Auflagen wieder aufmachen. Demzufolge können der Trainerstab und Front Office Mitarbeiter wieder an die Arbeit gehen. Wann und wie genau die Spieler mit dem Workouts und Trainings vor Ort anfangen können ist allerdings noch nicht geklärt. Man merkt, es nimmt langsam fahrt auf!

Philadelphia Eagles (Jessica, @footballjessy)

Die Eagles haben auf die überdurchschnittlich hohen Verletzungen der letzten Saison reagiert und sich in der Off Season unter anderem von zwei Athletik-Trainern getrennt. Mit den Verpflichtungen von Ted Rath (als Director of Sports Performance) und Tom Hunkele (Direcotr of Sports Medicine) möchte man diese Problematik angehen, da beide von Teams kommen, die in den vergangenen Jahren sehr niedrige Verletzungsquoten hatten.

Angesichts der noch immer eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten betreiben die Teammitglieder zurzeit private Zusammentreffen um das Teamgefüge zu steigern. So hatte Fletcher Cox kürzlich seine Defense Line-Kollegen im eigenen Haus zu Gast, während Carson Wentz in den vergangenen Tagen mehrere Wide Receiver zu Gast hatte, darunter Rookie Jalen Reagor und Neuzugang Marquise Goodwin.

Der lange verletzte Defensive Tackle Malik Jackson äußerste sich in einem Interview zur Drew Brees-Kontroverse der vergangenen Woche. Er freut sich besonders auf das Match gegen die Saints in Woche 14, da er Brees‘ Entschuldigung als Unehrlich ansieht. Brees habe sich damit nur reinwaschen wollen, im Wissen, dass er in einer Stadt und einem Staat mit überdurchschnittlich vielen schwarzen Mitbürgern spielt und lebt.

Der Wechsel von Ex-Eagle Timmy Jernigan zu den Houston Texans scheint sich zerschlagen zu haben.

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Am vergangenen Montag starteten die Chicago Bears ihre OTAs auf eine ganz andere Art und Weise als in den vergangenen Jahren. Dies lag nicht nur an virtuellen Format. Headcoach Matt Nagy hat in der zweistündigen Sitzung nicht über Football gesprochen, sondern die Zeit genutzt um seinen Spielern zu zuhören und sie zu unterstützen. Mehr als 40 Spieler meldeten sich zu Wort und teilten ihre Gefühle und Geschichten zum Thema soziale Ungerechtigkeiten anderen mit.

Am Freitagmorgen berichtete Manish Mehta von den New York Daily News, dass das Front Office der New York Jets mit Kyle Long gesprochen hat, ihn aus dem Ruhestand zu holen. Kurze Zeit später meldete sich der 31-jährige Long zu Wort und dementierte die Berichte. Doch obwohl er nach seiner letzten aktiven Saison 2019 „Bear for Life“ twitterte, hat er das Wort „Ruhestand“ stets in Interviews vermieden. Trotzdem erscheint es als sehr unwahrscheinlich, dass Long seine Stollen wieder schnüren wird, denkt man an seine vielen Verletzungen in den letzten Jahren.

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Die Lions werden am 10. Juni anfangen, langsam aus der virtuellen Phase der Offseason raus zu kommen. Die ersten Mitarbeiter dürfen dann wieder in Allen Park und Ford Field anwesend sein. Inwieweit sich das positiv auf die Vorbereitung auswirkt, steht in den Sternen. Es bleibt abzuwarten, wann die Spieler wieder gemeinsam auf dem Trainingsfeld stehen dürfen. Ansonsten gibt es auch aus der Motor City keine Neuigkeiten.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

Die virtuelle Off-Season der Minnesota Vikings ist in vollem Gange. Seit gestern hat das Programm jedoch einen Teilnehmer weniger. Da er nach wie vor keinen neuen Vertrag hat, zieht sich Running Back Dalvin Cook von sämtlichen Teamaktivitäten zurück. Cooks Rookie-Vertrag läuft zwar noch bis zum Ende der kommenden Saison, doch der Pro Bowler möchte bereits vor der kommenden Spielzeit einen hoch dotierten Vertrag erzwingen. Laut verschiedenen Berichten liegen seine Forderungen bei einem Jahresgehalt zwischen 13 und 16 Millionen Dollar.

Realistisch gesehen sind seine Chancen auf ein solches Gehalt eher gering. Die Vikings sind nach wie vor in einer angespannten Cap-Situation und haben mit Safety Anthony Harris einen weiteren Spieler, der auf einen großen Vertrag wartet, zumal Harris wegen seiner deutlich wertvolleren Position Vorrang haben müsste. Zudem gibt es Gerüchte um eine Reduzierung des Salary Caps in der kommenden Off-Season wegen Gewinneinbußen durch die Covid-19-Pandemie.

Auch das neue Collective Bargaining Agreement (CBA) spielt Cook nicht in die Karten, da er bereits bei einer Abwesenheit im Training Camp die kommende Saison nicht vor seiner Free Agency angerechnet bekäme. Da er in diesem Fall nur drei angerechnete Saisons vorweisen könnte, wäre Cook im kommenden Jahr nur ein Restricted Free Agent.

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Endlich!

Aufgrund der Corona-Krise war es die ganze Zeit untersagt. Doch jetzt konnte Running Back Todd Gurley endlich nach Atlanta reisen und sich den medizinischen Untersuchungen unterziehen, die noch nötig waren.
Viel wurde in letzter Zeit spekuliert über den Gesundheitszustand seines linken Knies. Todd Gurley selbst sah sich sogar genötigt Videos seines Fitnesszustandes zu zeigen. So postete er ein Video, in dem er einbeinig auf einem Balance-Kissen und einer Kettle-Bell trainierte. Während das andere Video ihm bei einbeinigen Kniebeugen mit vielen Gewichtsscheiben zeigt.
Auch Falcons Quarterback Matt Ryan gab sein Statement zu Todd Gurley: „Er ist in einem fantastischen Fitneßzustand und er ist ein besonders aufmerksamer und interessierter Teammate. Er nimmt Aufgaben und Ratschläge sofort an und man muss sie ihm kein zweites Mal sagen“!
Letztlich hat er den medizinischen Test bestanden und er kann sich somit voll und ganz auf die Saison vorbereiten.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Raphael, @whodat_germany)

Wir versprechen uns nie wieder zu beschweren, dass die Woche langweilig war. Es begann alles letzte Woche Mittag, als Drew Brees ein Interview für Yahoo gab. Dabei sagte er, angesprochen auf das Knien bei der Nationalhymne der USA, dass er niemals Verständnis aufbringen kann, wenn die Flagge der USA so respektlos behandelt wird. Er sagte, dass die früheren Generationen in seiner Familie für diese Flagge gekämpft haben, für die Freiheit und die Sicherheit. Nur wenige Minuten als das Interview online zu sehen war, brach ein Shitstorm über ihn her. Die eigenen Spieler, allen voran Wide Receiver Michael Thomas und Safety Malcolm Jenkins kritisierten ihn daraufhin öffentlich. Auch andere Spieler aus der NFL, aber auch aus der NBA meldeten sich lautstark auf ihren social Media Kanälen. Als am Abend in der Stadt New Orleans die Menschen wieder auf die Straßen zu demonstrieren gingen, hörte man sie „Fuck Drew Brees“ skandieren.

Am nächsten Tag folgte ein Post von Drew Brees auf Instagram, bei dem er sich öffentlich entschuldigte, jedoch für viele auch hier die falschen Dinge ansprach. Den Höhepunkt erreichte man, als sich Donald Trump einschaltete und sich als Fan von Drew outete. Unmittelbar danach kam ein Statement, dass viele überraschte. Drew Brees, der sich in den letzten Jahren immer wieder an der Seite von Donald Trump zeigte, widersprach ihm öffentlich und stellte klar, dass es bei den Protesten nicht um die Flagge ging. Einige Spieler sollen sich mit ihm in Verbindung gesetzt haben und ihre alltäglichen Erfahrungen mit dem Thema Rassismus geäußert haben. Das hat offenbar ein Umdenken bewirkt.

Nebenher hat Michael Thomas zusammen mit weiteren Spielern aus der NFL abgesprochen ein Video veröffentlicht, in dem sie als NFL Spieler sich gegen Rassismus aussprechen. Eine wichtige Botschaft, die Millionenfach angesehen wurde.

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Sebastian, @GermanBirdgang)

Bei den Cardinals ging es diese Woche vor Allem um die Unterstützung der Protestierenden und Bekämpfung des Rassismus. Larry Fitzgerald, der in Minneapolis, der Stadt in der George Floyd von den Polizisten umgebracht wurde, aufgewachsen ist, hat in einer Gastkolumne der New York Times gesagt, dass sich die Stadt verändert hat und für ihn „nicht mehr die Stadt meiner Jugend“ ist.

Neuzugang und ehemaliger Clemson University-Student DeAndre Hopkins fordert sogar durch eine Petition, dass an seinem alten College ein akademisches Programm, das Calhoun Honors College, einen neuen Namen erhält. Denn John C. Calhoun führte in den 1830er- und 1840er-Jahren im Senat die Pro-Sklaverei-Fraktion an und war auch im Gesetzbuch ein starker Befürworter der Sklaverei. Deshalb ist es wohl klar, warum Hopkins sich für die Namensänderung einsetzt.

Head Coach Kliff Kingsbury und das Front Office mit Owner Michael Bidwill haben den Spielern volle Unterstützung zugesprochen.

In Sachen Football hat Kingsbury einen kleinen Startschuss für QB Kyler Murray gegeben um mit seinen Receivern zu trainieren. Die Coaches haben sich derweil vorerst darauf geeinigt, weiterhin virtuelle Meetings abzuhalten, anstatt zurück in die Arbeitsräume im Teamgebäude zu gehen, damit sie aus dem aktuellen Workflow nicht herausbrechen.

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

Der Bau des Sofi Stadium, der neuen Heimspielstätte der Rams, steht aktuell unter keinem guten Stern. Nachdem vermeldet wurde das die Zahl der Arbeiter welche sich mit Covid-19 angesteckt haben auf insgesamt 12 gestiegen ist, davon 9 in den letzten 8 Tagen ist es zu einem weiteren dramatischen Zwischenfall auf der Baustelle gekommen. Ein 30 jähriger Mann ist bei Dacharbeiten des Stadions 30 Meter in die Tiefe gestürzt und leider verstorben.
Die Arbeiten ruhen solange der Vorfall untersucht wird.

Natürlich hatten auch die Rams eine Teambesprechung zur aktuellen Lage in den USA. Ergebnis hierbei war das sowohl Trainer Sean McVay als auch General Manager Les Snead die Spieler bei jeder Form von Protest unterstützen werden.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Dass auch bei den Akteuren der Seattle Seahawks aktuell das Augenmerk auf den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt liegt, ist richtig und wichtig. Im sportlichen Bereich ist es dadurch (und durch das Coronavirus) weiterhin recht still. Durch die Fokusverlagerung bleibt Zeit, ein paar Reaktionen einzufangen – und für einen nachhaltigen Kampf gegen Rassismus zu werben.

Cheftrainer Pete Carroll spricht in seinem Podcast vor ein paar Tagen zusammen mit den zwei Basketball-Größen Steve Kerr und Gregg Popovich über Rassismus. Zu hören sind drei ältere, weiße Männer, die in ihren Redebeiträgen keinesfalls einen belehrenden, sondern einen selbstkritischen und besonnenen Ton treffen.

Der schwarze Seahawks-Reporter Mike-Shawn Dugar (The Athletic) räumt in seinem Podcast derweil mit den immer gleichen Vorurteilen auf, mit denen Gegner der Proteste vom Kern der Rassismus-Problematik ablenken. Er geht zudem darauf ein, wie einzelne Seahawks-Spieler mit dem Thema umgehen.

Russell Wilson und Bobby Wagner beispielsweise äußerten sich gegenüber Medienvertretern so emotional wie nie zuvor und dennoch mit klaren Gedanken. Viele ihrer Teamkollegen meldeten sich auf Twitter (Lockett, Dickson, Metcalf, Brown zum Beispiel). Der Ex-Seahawk Michael Bennett veröffentlichte 2018 ein autobiografisches Buch mit dem Titel “Things That Make White People Uncomfortable”, in dem er auch auf seine Erfahrungen mit Rassismus eingeht.

NFL Newsletter – Es gibt Wichtigeres als Football

NFL News

Und täglich grüsst das Murmeltier. Nach dem die Amerikaner mit 105’000 Toten bei der Corona-Epidemie mit großen Problemen zu kämpfen hatten, folgt das nächste Übel. Amerika befindet sich seit einigen Tagen in einer Art Anarchie. Nach der Tötung von Georg Floyd (R.i.P.) gingen hunderttausende Amerikaner auf die Straßen, um gegen Rassismus und gegen Polizeigewalt an Dunkelhäutigen zu demonstrieren. Leider nutzten diese Menschenmassen einige Amerikaner zu ihren eigenen gunsten. Es entstanden Raubzüge und Verwüstungen von Privateigentum im ganzen Land. Die Polizei wirkt überfordert und verhält sich leider nicht gerade lehrbuchmäßig.
Auch die Owner und Spieler der NFL äußerten sich zu diesen Vorfällen über die sozialen Netzwerke und sprachen sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Polizeigewalt aus.

Das die NFL selber nicht gerade mit einer weißen Weste dasteht, zeigen die Diskussionen rund um Colin Kaepernick und zuletzt auch wieder um die kleine Anzahl an dunkelhäutigen Head Coaches (nur gerade drei in der letzten Saison). Brian Flores, dunkelhäutiger Head Coach der Miami Dolphins, hat sich in einem eindrücklichen Statement zu der Situation rund um die NFL und auch um den Tod von Georg Floyd geäußert. Einen Ausschnitt dieses Statements möchte ich euch nicht vorenthalten, bevor wir zu den Teamnews übergehen. Black lives matter!

“Zuletzt habe ich Gespräche darüber geführt, wie man Teams dazu anregt, Minderheiten einzustellen. Wieder gab es einige Empörung in den Medien und in den Gesprächen, dass dies zu einer Spaltung zwischen Trainern, Führungskräften und Eigentümern führen würde. Ich spreche diese Situationen an, weil ich nicht das gleiche Empörung von Menschen mit Einfluss gesehen habe, wenn sich die Gespräche um Ahmaud Abrey, Breonna Taylor und zuletzt um George Floyd wenden. Viele Menschen, die ihre Meinung zum Knien oder zur Einstellung von Minderheiten äußern, scheinen keine Meinung zu den jüngsten Morden an diesen jungen schwarzen Männern und Frauen zu haben. Ich denke, viele von ihnen sagen leise, dass es eines der schrecklichsten Dinge ist, George Floyd um Hilfe bitten zu sehen. Aber es wird untereinander gesagt, wo niemand etwas hören kann. Es ist nicht wichtig genug, diese Meinung zu verbreiten.” – Brian Flores

Des Weiteren wurde gestern Abend noch bekannt, dass die Teams ihre Training Camps auf ihrem Gelände abhalten sollen. Für Teams wie die Packers ändert sich nichts, aber die Cowboys beispielsweise, die nach Kalifornien reisen wollten, müssen ihre Pläne jetzt abändern. Manche Teams müssen auch erst einmal „anbauen“, weil ihre Einrichtungen nicht auf die große Zahl an Personen ausgelegt ist.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (Sebastian, @seppmaster56)

Es gibt wenig neues im State New York. Die besten Nachrichten für die Fans gab es auf Social Media. Dort posteten zahlreiche Spieler Eindrücke eines gemeinsamen Trainings. Mit dabei waren neben Quarterback Josh Allen und dem Neuzugang Stefon Diggs auch Rookie QB Jake Fromm, QB Matt Barkley, Rookie Wide Receiver Gabriel Davis, Tight End Dawson Know, Running Back Devin Singletary und Offensive Lineman Dion Dawkins. Sie alle trainierten gemeinsam in South Florida und arbeiten somit schon an der Chemie auf dem Platz. Die Bills Mafia wird es freuen.

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Die wichtigste Sache der letzten Tage im Dolphins-Kosmos war die oben (übersetzt) zitierte Aussage von Headcoach Brian Flores, die sehr viele Dinge anspricht, die bestimmte Personen in höheren Positionen ignorieren und verdrehen, anstatt eben auch Menschen wie Flores zu hören, die entsprechende Erfahrungen erleben mussten.

Sportlich geht es derzeit nur um hypothetische Diskussionen. Da ist beispielsweise die Frage ob und wenn ja wann der QB-Tausch geschieht. Da Tua aus einer schweren Verletzung kommt ist ein früher Wechsel unwahrscheinlich, aber wie sieht es später aus? Ob man einen QB früh ins Wasser werfen sollte oder erstmal ein Lehrjahr auf der Bank geben sollte, ist ja oft eine Glaubensfrage, beides hat positive und negative Beispiele. Da die Dolphins aber unter keinem kurzfristigen Erfolgsdruck stehen und Fitzpatrick vergangene Saison keinen Anlass für Zweifel bot, wird man wohl eher nichts überstürzen.

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

Gestern war der 01. Juni. Und das ist das Datum, an dem der größte Free Agency Bust der New York Jets Geschichte endgültig beendet wurde.

CB Trumaine Johnson ist mit dem deklarierten June-1-Cut, der am 18. März verkündet wurde, nun endgültig aus den Büchern gestrichen und dies gibt den Jets satte elf Millionen an Cap Space zurück. Möglicherweise wird dieses Geld noch in eine Neuverpflichtung reinvestiert. Zumindest ist es jetzt wieder offiziell zur freien Verfügung.

Der neue Backup QB der Jets heißt Joe Flacco. Der 35-jährige Veteran und Super Bowl MVP von 2013 erklärte, dass er dazu bereit ist, die Rolle des Mentors für Sam Darnold zu übernehmen.

Sein Einjahresvertrag bringt ihm 1,05 Millionen Dollar Base Salary bei 550.000 Dollar garantiertem Geld. Flacco zählt mit 1,34 Millionen Dollar gegen das Salary Cap.

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

In Cincinnati verstrich eine Ereignislose Woche, wobei es jedoch Bemühungen gibt, dass Joe Burrow, A.J. Green, Auden Tate und andere Spieler versuchen einen Ort und eine Zeit für ein gemeinsames Workout zu finden. Dem neuen Rookie-Quarterback kommt hier die Rolle des Leaders zu. Probleme sind wie nicht anders zu erwarten die Corona-Beschränkungen die das Reisen erschweren und die Tatsache, dass die Spieler in den USA verteilt sind.

Cleveland Browns (@piefke_96)

Die Cleveland Browns haben am 1. Juni ihre Facility in Berea für eine limitierte Anzahl an Mitarbeitern wieder geöffnet. Spieler und Trainern ist es allerdings noch nicht gestattet, die Gebäude zu betreten. Sie nehmen weiter am virtuellen Offseason Programm teil.
Ansonsten gibt es aus sportlicher Sicht aus Cleveland nichts Neues zu berichten.

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Nachdem die Geschäftsstelle des sechsmaligen Super Bowl – Siegers mit Beschränkungen geöffnet hat, steht dem Trainingsstart nichts mehr im Weg. Der Gouverneur von Pennsylvania Tom Wolf (Dem.) hat den Pittsburgh Steelers eine Trainingsfreigabe erteilt.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Der aktuelle Focus liegt auf dem Teambuilding und deren Entwicklung. OC Tim Kelly wird das Play Calling übernehmen wurde nochmal betont. Er möchte die RB´s David und Duke Johnson ins Passspiel verstärkt mit einplanen.

Um Cap Space frei zu bekommen wurde der Vertrag von Guard Zach Fulton restructured. In seinem alten Vertrag hätte er 7 Mio $ in den letzten beiden Jahren ohne Garantien bekommen. Sein neuer Vertrag ist statt der 14 Mio $ nur noch 9 Mio wert. Davon sind aber 5 Mio im ersten Jahr garantiert.Man spart durch die Umstellung 5 Mio Grundgehalt über die 2 Jahre.

Mit dem freigemachten Geld wird man an den Verträgen der verbleibenden Rookies (Blacklock, Reid, Coulter) arbeiten. Auch die Verträge von Timmy Jernigan und Bradley Roby sind aufgrund des fehlenden physical noch nicht aktiv in den Büchern. Man arbeitet auch am Vertrag von Deshaun Watson.

Ein weiterer Vertrag welcher viel Geld schluckt und nochmal zu überarbeiten wäre ist der von J.J. Watt. Das sieht er aber nicht so. Im Chronicle erklärte er dass es nicht der richtige Zeitpunkt ist. Er will beweisen das er seine 15,5 Mio in der kommenden Saison wert ist. Im Falle einer Verletzung kann er, je nach Zeit des Ausfalls, viel Geld verlieren. Es gibt kein garantiertes Geld in seinen letzten 2 Jahren.

Es gab auch noch Coaches Verpflichtungen. Mit Curtis Goodwin und Kevin Clark verstärkt man sich im Feld der Analyse.

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Offensive Coordinator Nick Sirianni hat bekannt gegeben, dass die Reha von Wide Receiver Parris Campbell sehr gut verläuft und dieser schon seit zwei Monaten voll trainieren kann. Campbell, der letztes Jahr von der Ohio State gedraftet wurde hatte eine absolut verrückte Rookie Saison: Er erlitt vier Verletzungen und musste dreimal operiert werden.

Außerdem ließ man durchblicken, dass man weiterhin auf Tight End Mo Alie-Cox setzen wird. Er wird seine Rolle vor allem als zusätzlicher Blocker finden.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Wenig los in Duval County. Zum ersten Mal trat der neue Offensive Coordinator, Jay Gruden, vor die Presse. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit Gardner Minshew und mit den jungen, talentierten Wide Receivern. Aus seiner Sicht ist Rookie WR Laviska Shenault die ideale Ergänzung zu DJ Chark, der letzte Saison mit über 1.000 yards und 8 gefangenen TDs aufhorchen ließ. Außerdem hat Minshew ein Trainings-Video veröffentlicht: er sieht so stark aus, dass eine Hall of Fame Karriere vorgezeichnet ist.

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Drew Lock war im „Zapped“ Podcast von Bob Menery zu Gast und hat sich dort erstmals öffentliche zur Aussage von Flacco, dass dieser nach Denver gewechselt ist um Spiele zu gewinnen und nicht, um einem jungen Quarterback zu helfen, geäußert. Dabei zeigte Lock Verständnis für die Aussage des 35 Jährigen Quarterbacks und dementierte gleichzeitig die Vorurteile, dass Flacco ihn nicht im Locker Room unterstützt hätte beziehungsweise ihm dabei geholfen hätte, sich auf seine ersten Spiele vorzubereiten.

Außerdem wurden innerhalb der Franchise einige Personaländerungen vorgenommen. Matt Russel ist nun der Vice President of Player Personnel, Mark Thewes der Vice President of Football Operations and Compliance und Darren Mougey wurde als Assistant Director of College Scouting befördert.

Auch in der Analytics Abteilung gab es einige Veränderungen. Karl Schreiner (Director of Football Information Systems), Scott Flaska (Senior Manager of Football Analytics), Richard Hildenbrand (Senior Software Engineer) und Emily Kuehler (Data Scientist) wurden am Freitag als neue Mitarbeiter vorgestellt.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Eine weitere Woche nichts los im Bundesstaat Missouri. Die Rookies haben ihre Verträge noch nicht unterschrieben und auch rund um Chris Jones gibt es keine News. Die Vertragsverhandlungen mit Patrick Mahomes wurden jedoch aufgenommen. Spätestens in einem Jahr werden wir wohl Zeuge einer der größten Verträge in der NFL-Geschichte sein.

Las Vegas Raiders (Philip, @phlp93)

Vegas, Baby! Der Umzug der Raiders von Oakland nach Las Vegas könnte schneller vollzogen werden, als bisher vermutet. Die Franchise überlegt ihr Trainingscamp von Napa in Kalifornien in das neue Headquarter nach Henderson, Nevada zu verlegen. Bisher war geplant, erst nach dem Camp den Umzug zu vollziehen.

Noch im letzten Jahr betonte Raiders-Besitzer Mark Davis, dass er sich auch nach dem Umzug nach Vegas vorstellen könnte, das Trainingscamp weiterhin in Napa abzuhalten. Einige Spieler wurden bereits in der Nähe von Las Vegas gesichtet. In einem YouTube-Video des offiziellen Kanals von Quarterback Derek Carr ist zu sehen, wie er mit seinen Wide-Receivern (WR) Zay Jones und Hunter Renfrow, sowie mit Tight-End (TE) Darren Waller in einem Park nahe Vegas ein paar Drills lief. Aufgrund der Covid-19 Pandemie sind derzeit die Headquarters noch geschlossen, weshalb die Spieler bisher gezwungen waren, ein virtuelles Trainingsprogramm zu absolvieren.

Am Donnerstag gaben die Raiders bekannt, dass TE Paul Butler unter Vertrag genommen wurde. Butler war Free Agent und bereits 2018 und 2019 bei den Raiders unter Vertrag.

First-Round Pick Henry Ruggs III wurde bei einem Umzug eines Freundes verletzt und entgang laut amerikanischen Medien nur knapp einer schweren Verletzung. Auf dem WR ruhen in der kommenden Spielzeit die Hoffnungen der Raiders-Offense.

Los Angeles Chargers (Sebastian, @seppmaster56)

Die Chargers haben ein bekanntes Gesicht zurückgeholt. Defensive Tackle Damion Square spielt seit 2014 für die Chargers und war in den letzten vier Jahren mit jeweils mindestens 300 Snaps ein wichtiger Rotationsspieler. In diesem Jahr wird er wohl ähnlich viel Spielzeit bekommen, denn er ist bisher der einzige Backup von Neuzugang Linval Joseph.

In der Reihe dahinter wird Kenneth Murray eingesetzt. Der 23. Pick des aktuellen Drafts wurde jetzt von Chargers-Legende Shawne Merriman geadelt, der von 2005 bis 2010 dieselbe Nummer 56 trug wie sie Murray tragen wird. „Murray läuft durch die Gegenspieler. Wenn man diese explosiven Bewegungen sieht, wie er Spieler stoppt, zu den Tackles strömt und unnachgiebig ist, glaube ich daran, dass er einer der besten auf diese Position sein wird. Das ist, was ich in ihm aktuell sehe, auch wenn der Sprung vom College in die NFL ein großer ist. Er wird ein Star in der NFL sein“, lobt Merriman.

Lob gibt es auch für Right Tackle Bryan Bulaga für seinen neuen, alten O-Line Coach James Campen bei den Chargers. Der Neuzugang kennt ihn aus seiner Zeit bei den Green Bay Packers, wo Campen Bulaga acht Jahre lang trainierte. „Ich denke, dass Coach Campen ein außergewöhnlicher Coach und Mensch ist. Das Beste an ihm ist, dass er die Menschen so lässt wie sie sind und ihnen Zeit gibt sich zu entwickeln“, sagt Bulaga.

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

In Dallas gab es in der letzten Woche nicht viel zu berichten, was sportlich relevant wäre. Einzig der freiwerdende Cap Space durch den Rücktritt von Travis Frederick ist erwähnenswert. Durch die Platzierung von Frederick auf der Retired List werden für die Cowboys etwa sieben Millionen Dollar zur Verfügung frei.

New York Giants (Emil, @schnapke/ @GiantsGER)

Sportlich gibt es in East Rutherford New Jersey keine neuen Entwicklungen. Einzig die News, dass Running Back Saquon Barkley und Defensive Tackle Dexter Lawrence es in NFL.com All-Under 25 Team geschafft haben und das Cornerback DeAndre Baker eine richterliche Erlaubnis bekommen hat für für seine Arbeit zu reisen machte die Runde.

Die Nacht auf Sonntag “ war eine lange und hässliche Nacht im ganzen Land” so New Yorks Gouverneur Cuomo. Denn auch der Big Apple war von den Protesten, die nach dem grausamen Tod von George Floyd losgetreten wurden, betroffen.

Philadelphia Eagles (Jessica, @footballjessy)

Wie gefühlt jedes Jahr gibt es auch in dieser Off Season Spekulationen um LeSean „Shady“ McCoy und eine Rückkehr nach Philadelphia, wo er bis 2014 6 Jahre lang spielte und zum all-time leading Rusher wurde. Tackle Lane Johnson sprach in seinem neuen Podcast „Outside The Lane“ im Gespräch mit Wide Receiver DeSean Jackson klar für eine Rückkehr aus. “Hey, I wanna see it […] You already know how I feel.”

Auch Devonta Freeman wurde in den letzten Tagen bei den Eagles als Neuzugang gehandelt, allerdings ist es fraglich ob er sich sportlich als auch finanziell mit einer Backup-Rolle zufrieden gäbe.

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Roosevelt „Rosey“ Taylor ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Er spielte 1961-1969 auf der Position des Safetys für die Chicago Bears. In dieser Zeit verpasste er kein einziges Spiel. Er wurde in den Jahren 1963 und 1968 in den Pro Bowl gewählt. Zum 100 Jährigen Team Jubiläum wurde Taylor auf Platz 56 der besten Bears Spieler aller Zeiten gesetzt. Zum Ende seiner Karriere lief er 1969-1971 für die San Francisco 49ers und 1972 für die Washington Redskins auf. Sein letztes Spiel bestritt er mit den Redskins bei der Super Bowl VII Niederlage gegen die Miami Dolphins.

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Auch in Detroit gab es in dieser Woche keine personellen Neuigkeiten.

Der Weggang des meist auf sehr hohem Niveau spielenden Punter Sam Martin wurde von vielen Fans mit Kopfschütteln und Verwunderung aufgenommen. In einem Interview gab er nun bekannt, dass ihm zwar ein Vertrag zur Rückkehr vorlag, er sich jedoch für das höhere Angebot der Denver Broncos entschied. Die Lions waren wohl nicht bereit, die von Denver bezahlten mehr als $7 Mio. für einen Punter zu entbehren.

Eine weitere interessante Personalie ist LT Taylor Decker, der in die letzte Saison seines Rookie-Vertrags kommt. Der Erstrundenpick aus 2016 dürfte zu einem der besseren LT der Liga gehören und hat bereits erste Anzeichen der Lions erhalten, dass diese gerne mit ihm verlängern würden. Decker hingegen gab bekannt, dass er sich aktuell nicht auf die vertraglichen Verhandlungen konzentriere. Man darf gespannt sein, ob sich in dieser Angelegenheit noch etwas während der Offseason bewegt.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

In Green Bay hat sich RB Aaron Jones vorgenommen, ein “lifelong Packer” zu werden. Dies setzt aber erstmal voraus, dass er überhaupt einen zweiten, großen Vertrag angeboten bekommt. Das sieht zwar nach aktuellem Ermessen ganz gut aus, aber sicher ist hier nichts (und der Vertrag hängt auch von der Performance des aktuellen Draft Picks aus Runde 2 ab).

Außerdem waren die Packers unter Ex-Coach McCarthy für lange Play Calls bekannt. LaFleur hat mit dieser Tradition gebrochen und fasst seine Calls recht kurz zusammen. Als Folge trug Rodgers letztes Jahr zum ersten Mal in seiner Karriere ein “wristband” ums Handgelenk mit wichtigen Spielzügen drauf, das er auch diese Saison tragen wird.

Darüber hinaus hat LaFleur sich äußert positiv über seinen neuesten Angestellten, den Secondary Coach Jerry Gray (von den Vikings) geäußert. Er sei “super impressed” und er sei ein wichtiger Zuwachs für das Coaching Team.

Weniger wichtig, aber nicht weniger schön: Linebacker Ty Summers hat geheiratet und hat jetzt auch noch einen sehr süßen Hund. Oh, und er will natürlich wieder ins Team.

Das Thema der Woche in der Defense: Defensive Coordinator Mike Pettine grämt noch über die Niederlage gegen die 49ers und verordnet seinem Teil des Teams eine Lektion in “gap control”.

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

1.6.2020 – Ein wichtiges Datum

10,75 Millionen Dollar sind nämlich an diesem Tag im Cap Space frei geworden. Der Vertrag von Veteran Cornerback Desmond Trufant, der mittlerweile bei den Detroit Lions untergekommen ist, sah das noch vor.

Holt man sich dafür jetzt Ersatz im Defensive Backfield?

Die Atlanta Falcons könnten einige gute Talente in ihrer Secondary verzeichnen. Vor allem Jungs, die bereit sind, einen Ein-Jahres-Vertrag zu unterzeichnen, um mit einer soliden Saison in diesem Jahr ihren Free-Agent-Status für das nächste Jahr zu verbessern.
Die Falcons haben mit den Safeties Keanu Neal, Damontae Kazee und dem jungen Cornerback-Trio A.J. Terrell, Kendall Sheffield und Isaiah Oliver einen sehr talentierte Secondary. Obwohl dieses Trio von Cornerbacks in der Tat sehr viel versprechend ist, wäre eine Verpflichtung eines Veteranen für die Entwicklung dieser Jungs sehr förderlich, und die Falcons bräuchten nicht die Bank zu sprengen, um einen solchen Spieler ins Spiel zu bringen.

Cornerback Aqib Talib von den Denver Broncos und Corneberback Tramon Williams von den Green Bay Packers befinden sich Gerüchte zu Folge im Fokus der Falcons. Beide haben in der NFL Erfolg gehabt. Eine solche Präsenz in der Nähe dieser jungen Leute könnte Wunder für ihre Entwicklung bewirken.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Raphael, @whodat_germany)

Eine weitere Off-Season Woche zieh ins Land, ohne dass die Saints für große Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht haben. Es gab nur eine weitere Verpflichtung für die Offensive Line und die Pre-Season Spiele wurden terminiert. Lediglich ein Gerücht wollen wir mit euch teilen, es handelt sich um den Defensive End Jadeveon Clowney. Letztes Jahr spielte er eine gute Season bei den Seattle Seahawks, konnte sich dort aber nicht auf einen langfristigen Vertrag einigen. Aktuell ist es ein Free Agent und auch von seinen ursprünglichen Gehaltsvorstellungen von 20 Millionen Dollar abgewichen. Da wir nur noch zehn Millionen US-Dollar für die kommende Season zur Verfügung haben, sehen wir nur eine kleine Chance, dass Jadeveon Clowney den Weg nach New Orleans finden wird. Herzlich Willkommen wäre er trotzdem.

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Sebastian, @GermanBirdgang)

Die Cardinals haben am 1.6. CB Sojourn Shelton entlassen um den ehemaligen WR Dylan Cantrell von den LA Chargers zu verpflichten. Der 25-Jährige Cantrell, der bisher noch nie ein NFL Spiel bestritten hat, wird von den Cardinals als Tight End gelistet. Eine weitere Besonderheit an Cantrell ist, dass er 2017 unter Head Coach Kliff Kingsbury an der Texas Tech gespielt hat. Seine zweite Season musste er aufgrund einer Schulterverletzung auf der Injured Reserve Liste verbringen.

Nebenbei hat OLB Chandler Jones nach 8 Jahren Abstinenz an der Syracuse University seinen Abschluss nachgeholt. Glückwunsch dazu von uns!

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

Gute Nachrichten für die Rams, nachdem sie bis jetzt nur 569.000$ Cap space hatten, bessert sich zum 1. Juni der Kontostand deutlich.

Grund ist, dass das Geld, welches durch die Entlassung von Runningback Todd Gurley kreiert wurde endlich frei wird. Der Running Back wurde als “Post June 1 release” deklariert, was bedeutet, dass der Dead Cap hit über die nächsten zwei Jahre verteilt wird, anstatt wie normalerweise alles in 2020 fällig wäre.

Nachteil dieses Verfahrens war, dass die 5,5 Millionen Dollar, die man durch Gurleys Entlassung spart erst jetzt frei werden.

Die jetzt vorhandenen 6 Millionen Dollar werden vermutlich zum unter Vertrag nehmen der 2020 Rookie Class verwendet.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Über das Wochenende gab es bei den San Francisco 49ers durchaus eine Nachricht, über die seitdem fleißig diskutiert wird. Der Agent von Tight End George Kittle, Jack Bechta, ließ verlauten, dass die 49ers und sein Klient aktuell weiter auseinander liegen, was die Vorstellungen bezüglich eines neuen Deals für den Superstar-Receiver betrifft.

Bechta sprach davon, dass die 49ers Kittle mit einem “Tight End”-Deal ausstatten wollen, er jedoch versuche, für Kittle einen Deal auszuhandeln, der eben diese Dimensionen sprengt. Aktuell ist Chargers TE Hunter Henry mit 10,6 Millionen Dollar pro Saison der bestbezahlteste Spieler seiner Positionsgruppe. Es wird gemutmaßt, dass Kittle einen Deal jenseits der 15 Millionen Dollar im Jahr anpeilt.

Es wird spannend zu sehen sein, ob und wie die 49ers mit der Personalie Kittle umgehen werden. Finanziell ist man nicht gerade auf Rosen gebettet, noch sind alle Rookies nicht unter Vertrag – am Ende wird für diese Saison voraussichtlich ein Cap Space von 7-8 Millionen Dollar übrig bleiben.

Nachdem bereits DT DeForest Buckner die 49ers aus primär finanziellen Gründen verlassen musste, bleibt zu hoffen, dass nicht ein weiterer wichtiger Baustein des Teams dem Cap Space zum Opfer fällt. Es scheint wenig vorstellbar, dass die 49ers ihren wohl besten Spieler gehen lassen – doch mit Bosa, Warner und McGlinchey stehen auch weitere junge Spieler in der Pipeline für einen neuen Kontrakt…

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Es wirkt ein wenig – zumindest bekommt man diesen Eindruck in Pressegesprächen –, als hätten die Seattle Seahawks im NFL Draft 2020 statt sieben Spielern acht ausgewählt. Defensive End L.J. Collier, 2019 der Erstrundenpick des Teams aus dem Pacific Northwest, fiel in seinem Rookie-Jahr kaum auf. Das möchte der 24-Jährige in der kommenden Saison ändern.

Wie? Mit einer Mischung aus Frustration (darüber, dass ihn viele bereits als Bust abgestempelt haben, den die Seahawks viel zu hoch ausgewählt hätten) und Motivation (2020 voll anzugreifen und das Gegenteil zu beweisen). So zumindest beschrieb es der Verteidiger vor wenigen Tagen in einer Videokonferenz.

2019 verletzte sich Collier in der Vorbereitung so schwer am Sprunggelenk, dass er sein erstes Jahr als Profi fast auf der Injured-Reserve-Liste verbracht hätte. Als der Rookie einige Wochen nach Saisonbeginn körperlich fit war, fehlten ihm die Trainingseinheiten auf höchstem Niveau – und folglich auch die Stats, die Kritiker verstummen lassen.

Nun soll im zweiten Anlauf alles besser werden. Mit mehr Training, intensiverer Vorbereitung, der idealen Position in der Defensive Line der Seahawks und ohne Verletzungspech. Weil Seattle in Sachen Pass-Rush-Verstärkung weiter auf große Namen verzichtet, ist eine Leistungssteigerung der jungen Spieler unumgänglich. Sonst droht erneut die Druck-Flaute, die es gegnerischen Quarterbacks bereits 2019 leicht machte.

NFL Newsletter – Offseason-Blues II

NFL News

Die NFL steht immer noch still. Während die Team-Facilitys für einige Mitarbeiter wieder geöffnet haben, ist der Zugang für Spieler weiterhin untersagt.

Einzig in New York bzw. New Jersey wurde den Sportteams offiziell – unter Einhaltung der Gesundheitsvorschriften – Trainingscamps abzuhalten.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (Sebastian, @seppmaster56)

Ein neues Gesicht der Bills Front Seven, Quinton Jefferson, hat letzte Woche Donnerstag in einer Medienkonferenz erklärt, warum er sich für einen Wechsel nach Buffalo entschieden hat. Dabei machte er keinen Hehl daraus, dass er früher kein Interesse hatte, für die Bills zu spielen. „Vor vier oder fünf Jahren hätte ich, wenn ihr mit mir über Buffalo geredet hättet, gesagt… Ich kenne es noch nicht mal“, sagt der 2015er-Fünftrundenpick mit einer Pause und schob hinterher. „Wenn man jetzt mit Spielern über Buffalo spricht, sagen die: ‚Oh hell yeah, ich möchte in Buffalo spielen. Es ist ein klasse Team, super Zusammenhalt und großartige Fans.‘ Es ist damit etwas, wovon ich definitiv ein Teil sein will.“ Dieser Perspektivwechsel hat mit Sicherheit mit der Verpflichtung von Head Coach Sean McDermott 2017 zu tun, der seitdem das Team eine Siegesmentalität eingepflanzt hat. Somit sind die Aussagen eine Bestätigung für die Arbeit der Bills und lässt zudem die Fans von großen Namen in Bills-Jersey träumen.

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Die veränderte Offense der Dolphins ist stark auf die Zukunft ausgerichtet, viele derjenigen, die zu Saisonbeginn zur Starting Offense zählen werden, wirken eher wie Platzhalter für die fehlen im Draft verpflichteten Picks, die erst im Laufe der Saison oder 2021 ins Team rutschen sollen. Ob Quarter Back Ryan Fitzpaztick, Left Tackle Julién Davenport oder (Slot) Wide Receiver Albert Wilson – einen Playoff-Run werden diese Spieler kaum in Miami erleben. Man erwartet es aber auch nicht von ihnen und mit dieser minimalsten Erwartungshaltung kamen die Dolphins vergangene Saison zu manchen Ergebnis, welches man ihnen nicht zugetraut hatte. Am interessantesten ist der Blick auf die Offensive Line, die 2020 extrem umgebaut wird. Die externen Neuzugänge Ereck Flowers (Guard, Washington) und Ted Karras (Gurad/Center, Patriots) werden höchstwahrscheinlich direkt starten, dazu lauern mit Austin Jackson, Solomon Kindley und Robert Hunt 3 Draft-Picks aus den ersten 4 Runden auf ihre Chance.

Auch das Backfield wurde deutlich umgeworfen, mit Jordan Howard (Eagles) und Matt Breida (49ers) hat man sich zwei neue Running Backs ins Haus geholt, die noch relativ jung sind, aber mehrere Jahre NFL in den Beinen haben.

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

Endlich gibt auch im Hause der Patriots wieder Neues zu vermelden. Und dann gleich im Doppelpack auf der Strong Safety Position. Denn mit Veteran Patrick Chung hat ein weiterer Baustein der so starken Secondary einen neuen Vertrag bekommen. Der 32-jährige unterschreibt für weitere zwei Jahre und ist damit bis 2023 vertraglich gebunden. Laut Insider Field Yates bekommt Chung dafür einen Signing-Bonus von drei Milionen Dollar und verdient im besten Fall bis zu 12,8 Millionen Dollar über die nächsten vier Jahre.

Des Einen Freud ist somit auch des anderen Freud, denn durch den neuen Vertrag für Chung konnten die Patriots genug Cap-Space schaffen, um ihren Top-Pick des diesjährigen Drafts, Safety Kyle Dugger, zu signen. Damit steht nun auch die gesamte 202er Draft-Class in Foxborough unter Vertrag. Interessant ist dabei, dass Dugger auf kurze oder lange Sicht Chungs Rolle im Defensive Backfield der Patriots übernehmen könnte und bereits während des Drafts als Replacement für den Veteran-Safety gehandelt wurde.

In der Defense scheint sich also wenig zu tun für den 6-fachen Super Bowl-Sieger aus Massachusetts. Es mutet beinahe an als hätte man die ohnehin schon starke Defense an den richtigen Stellen nochmals verstärkt. Hinzu kommt, dass Cornerback Joejuan Williams, der im letzten Jahr in der zweiten Runde gedraftet wurde, in der Offseason sowohl als Safety, als auch als Sub-Linebacker trainiert, um eine Art „jack-of-all-trades“ für Belichicks Defense zu werden. Nun muss sich nur noch zeigen, ob die Offense mit vielen neuen Gesichtern einen Schritt nach vorne machen kann.

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

Diese Woche verlief bei den Bengals ereignislos ab, es zeichnet sich jedoch ab, dass Josh Bynes, der vom Division-Rivalen aus Baltimore kam und in sein zehntes Jahr in der Liga geht im Linebacker-Room und auch generell in der Defense aufgrund seiner großen Erfahrung als Mentor und Leader agieren kann und soll.

Cleveland Browns (@piefke_96)

Die Cleveland Browns haben drei ihrer Picks des diesjährigen Drafts unter Vertrag genommen. Tight End Harrison Bryant (22), Wide Receiver Donovan Peoples-Jones (21) und Center Nick Harris (21) sind nun offiziell Spieler der Browns.

Fans der Browns bekommen die Möglichkeit sich selbst einmal als NFL Coach auszuprobieren. Für ein Preseason Spiel lässt Head Coach Kevin Stefanski (38) die Fans einen Gameplan über 15 Spielzüge kreieren. Hintergrund ist eine Charity Aktion um Geld für Hilfsbedürftige während der Corona-Pandemie zu sammeln. Fans können entweder an einer Auktion oder einem Gewinnspiel teilnehmen um Vorschläge einzureichen.

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Die Pittsburgh Steelers haben nur 50 Prozent ihrer Spieltag-Tickets zum Verkauf gestellt. Man bereitet sich darauf vor, dass aufgrund der Pandemie es zu Einschränkungen der Sitzkapazitäten kommen könnte.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Wir haben den absoluten Tiefpunkt der Offseason erreicht. Auch in Indy ist diese Woche nichts von Belang passiert. Erwähnenswerte Randnotizen: es wird wild spekuliert, ob der Vertrag von Center Ryan Kelly noch in dieser Offseason verlängert werden könnte. Die Reha von DE Kemoko Turay, der zu Anfang der letzten Saison als Pass Rusher überzeugen konnte, verläuft sehr gut und einige Offensive Line Starter sind bereits wieder in Indianapolis um zusammen zu trainieren.

Zum Abschluss noch eine kleine – für Colts-Fans unsägliche – Statistik: Die Colts sind das einzige Team in der Geschichte der NFL, das zwei aufeinanderfolgende Saisons eine Completion Percentage von mind. 70 % im Durchschnitt zugelassen haben. Obwohl DC Matt Eberflus zu den kompetenten Vertretern seiner Spezies zählt, ist dieser Zustand nicht nur personalbedingt. Eine Mischung aus jungen unerfahrenen DBs, wenig bis kaum Pass Rush und einer lockeren Zone Coverage dürfte zu gleichen Teilen verantwortlich dafür sein.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Der ehemalige Super Bowl 50 Quarterback der Broncos Peyton Manning und Tiger Woods haben das Golf Duell „The Match: Champions for Charity“ gegen Tom Brady und Phil Mickelson gewonnen. Der Erlös von insgesamt $ 20 Millionen wird zur Bekämpfung von Covid-19 eingesetzt.

Falls die NFL Saison im September ohne Zuschauer stattfinden sollte, drohen vielen Franchises hohe Geldeinbußen. Sports Illustrated hat unter der Woche berichtet, dass die Broncos in dem Szenario $ 162 Millionen verlieren würden. Auch den sich im Umkreis befindenden Bars, Pubs Restaurants drohen erhebliche finanzielle Verluste.

Sonst ist es eher ruhig in Denver. Hier und da tauchen auf Social Media mal ein paar Clips mit Spielern während ihrer privaten Trainings auf. Ansonsten wartet der Großteil der Spieler und Verantwortlichen darauf, dass die Team Facility’s bald wieder für alle zugänglich sind, damit eine „normale“ Vorbereitung auf die Saison 2020/2021 möglich ist.

Ein Hoffnungsschimmer ist da der Bundesstaat New York, wo der Gouverneur Andrew Coumo am Sonntag bekannt gegeben hat, dass Profi Teams ihre Facility’s, nachdem diese zwei Monate geschlossen waren, wieder öffnen dürfen.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Weiterhin alles ruhig in Kansas City. Keine Neuverpflichtungen, keine Vertragsverlängerungen, keine interessanten Storys.

Las Vegas Raiders

Los Angeles Chargers (Sebastian, @seppmaster56)

Die Chargers haben letzte Woche einen weiteren Offensive Lineman unter Vertrag genommen. In Ryan Groy holten sie dabei ein bekanntes Gesicht zurück, spielte Groy doch bereits letzte Saison in Los Angeles. Dabei spielte er in 9 Begegnungen 36 Offense Snaps und 37 Snaps im Special Team. Somit wird er im Trainingscamp um seinen Platz im 53-Mann-Roster kämpfen müssen, wenn er wieder als Backup in der Interior O-Line und im Special Team spielen will.

Keine Neuigkeiten über einen neuen Vertrag gibt es bisher von Tight End Hunter Henry. Der 25-Jährige hatte vor der Free Agency den Franchise Tag von den Chargers bekommen und verhandelt seither mit dem Front Office. In einem Interview mit SiriusXM NFL Radio deutete er nun aber an, dass er auch bereit ist unter dem Tag zu spielen. „Ich denke, dass es in Ordnung ist“, sagte er, „offensichtlich würde ich aber gerne vorher was hinbekommen.“ Bis zum 15. Juli haben beide Seiten noch Zeit einen langfristigen Vertrag auszuhandeln. Sollte es bis dahin nicht klappen, können beide Seiten erst nach der Saison wieder verhandeln.

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

Nachdem er in der letzten Woche offiziell von Commissioner Goodell rehabilitiert wurde, darf der 30-jährige Defensive End Aldon Smith, der in dieser Offseason von den Dallas Cowboys unter Vertrag genommen wurde, an der virtuellen Saisonvorbereitung der Cowboys teilnehmen. Smith wurde 2015 von der NFL zuerst für ein Jahr gesperrt, nachdem er wegen eines Unfalls mit Fahrerflucht und Fahrens unter Drogeneinflusses verhaftet wurde. Diese Sperre wurde nicht wieder aufgehoben und in eine dauerhafte Sperre umgewandelt, bis Comissioner Roger Goodell am 20.Mai einem Antrag auf Rehabilitation, wohl auch auf Grund der neuen CBA, annahm und die Sperre auf Bewährung wieder aufhob.

Des Weiteren kamen abermals Gerüchte zu den Vertragsverhandlungen mit Quarterback Dak Prescott auf. Diese besagten, Prescott habe ein Angebot der Cowboys über 175 Millionen Dollar abgelehnt und fordere für ein potenzielles fünftes Vertragsjahr 45 Millionen Dollar an Gehalt. Diese Zahlen und das Vorhandensein eines solchen Angebots wird von beiden Seiten bestritten. Der größte Diskussionspunkt soll nicht das Gehalt sein, sondern an der Vertragslänge scheiden sich die Geister. Die Cowboys wollen mit Prescott einen Fünfjahresvertrag abschließen, während Prescott auf einem Vierjahresvertrag beharrt. Die Frist für das Abschließen eines langjährigen Vertrages endet am 15. Juli. Danach kann für die Saison nur noch ein Einjahresvertrag abgeschlossen werden.

Auch Gerüchte über einen Trade mit den Jets, der Safety Jamal Adams betreffen soll, scheinen nicht sonderlich stichfest zu sein. Nachdem sich die Cowboys wohl zur letzten Saison schon bei den Jets wegen Adams meldeten, kam es in den Verhandlungen wohl aber zu Verwerfungen. Auch vor dem Draft kamen Gerüchte um einen Trade Adams zu den Cowboys auf. Durch die früheren, gescheiterten Verhandlungen dürfte Adams für die Cowboys, sollte wirklich Interesse an einem Trade bestehen, etwas teurer als für andere Franchises werden.

New York Giants (Emil, @schnapke/ @GiantsGER)

In Big Apple gibt es diese Woche sportlich nichts neues zu vermelden. Ein hoffnungsschimmer, dass bald im Staat New Jersey wieder trainiert werden könne, konnte jedoch Governor Phil Murphy verbreiten. Dieser meint, dass Teams zum Training und zum Wettkampf zurückkehren können, wenn sich ihre Liga dafür entscheidet.

Ein Highlight gab es diese Woche jedoch, den Giants Legende und zweifacher Super Bowl MVP Eli Manning ist jetzt auf Twitter! Wer also mehr von Eli Manning, seinem Humor und sonstigen Aktivitäten verfolgen will: @EliManning !

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Die Neuerungen der Philadelphia Eagles Offense werden sich vor allem im Passspiel auswirken. Dort hat man sich von Offensive Coordinator Mike Groh getrennt, den viele als schuldigen für fehlende Entwicklung der Receiver und ein äußerst unkreatives Passspiel ausmachten. Einen offiziellen Nachfolger gibt es nicht, stattdessen setzt Head Coach Doug Pederson mehr auf ein Kollektiv aus dem Trainerstab.

Auf dem Feld wird man die deutlichste Veränderung natürlich bei den Wide Receivern sehen, auf keiner Position haben sich die Eagles derartig vestärkt. Da man in der vergangenen Saison massive Probleme mit dem Speed der Receiver hatte, wurden vor allem Spieler geholt, die nachweislich große Stärken in der Geschwindigkeit haben. Ob Erstrundenpick Jalen Reagor, Fünftrundenpick John Hightower oder der aus San Francisco geholte Marquise Goodwin. Dazu kommt mit Desean Jackson ein Spieler aus dem Verletztenlager zurück, der trotz seines Alters wie kaum ein anderer Spieler für Speed steht.

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Inmitten der Corona Pandemie bereitet sich die NFL auf eine Saison ohne Fans in den Stadien vor, was sich finanziell auf die gesamte Liga auswirken würde. Laut den Schätzungen vom Wirtschaftsmagazin Forbes würden der NFL Stadioneinnahmen in Höhe von rund 5,5 Milliarden US-Dollar entgehen. Sollten die Spiele ohne Fans in den Stadien stattfinden, würden die Chicago Bears 166 Millionen US-Dollar an Stadioneinnahmen, dazu gehören Tickets, Sponsorengelder, Parkplatzgebühren und Einnahmen aus den Team Stores, verlieren, was der zwölftmeiste Wert der Liga ist.

Head Coach Matt Nagy und General Manager Ryan Pace haben sich zur Quarterback Situation der Bears geäußert und sind der Meinung, dass die Verpflichtung von Nick Foles ihn, wie auch Mitch Trubisky in deren Entwicklung, was das Spiel auf dem Feld angeht, weiter bringen wird. Nagy hofft, dass die Quarterbacks das bestmögliche während der Vorbereitung geben und so den Coaches die Entscheidung schwer machen, wer der Starter in der nächsten Saison sein wird.

Der Quarterback Wettbewerb wird zweifellos das Trainingslager dominieren.

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Auch diese Woche gibt es nicht viele Neuigkeiten aus der Motor City.

Viele der Fans machen sich Sorgen um den Pass Rush, welcher unter anderem aufgrund vieler Verletzungen im letzten Jahr nicht sonderlich furchterregend war. Von diesen Verletzungen geplagt war auch DE Mike Daniels, der zuvor von den Green Bay Packers zum Team aus Detroit gestoßen war. Daniels gab nun bekannt, dass er einer Rückkehr zu den Lions gegenüber aufgeschlossen wäre. Sollte er gesund bleiben, könnte er das Team sicherlich verstärken.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Dumm und dümmer ist wohl ein passender Ausspruch für den Defensive Linemen der Packers. Denn auch wenn diese Offseason alles andere als üblich ist, die üblichen Verhaftungen/ Strafen wegen Marijuana-Besitz gibt es dann doch: Montravius Adams wurde wegen Besitzes einer geringen Menge Gras festgenommen; darüber hinaus war sein Auto nicht versichert und mit dem Kennzeichen auch etwas nicht in Ordnung. Sollte er jetzt gesperrt werden, ist seine Zeit in Green Bay wohl vorbei.

Zeit für ein bisschen Spaß ist wohl das Motto bei OLine Coach Adam Stenavich und Offensive Coordinator Nathaniel Hackett – zumindest laut Aussage von Rodgers  sind die beiden für ihre lustigen PowerPoint Präsentationen bekannt, die zurzeit die Meetings in Lambeau Field ersetzen. Rodgers selbst meint, der größte Unterscheid sei, dass er seine Workouts einfach irgendwo im Park machen würde statt auf dem Trainingsgelände.

Allen Lazard, der vielversprechende Nachwuchs-Receiver der Packers, trainiert zurzeit mit dem früheren QB4 der Packers, Manny Wilkins. Und wie es aussieht, scheinen ihm diese Einzeltrainings gut zu bekommen. Darüber hinaus hat er sich nach eigener Aussage ein Klavier gekauft und lernt jetzt Klavierspielen. Wie ihm das beim Routen laufen soll (seiner größten Schwäche) sagte er in seinem Interview mit der Green Bay Press Gazette allerdings nicht.

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Noch mehr Verteidigung

Deone Bucannon, ein Linebacker/ Safety-Hybridspieler, unterschreibt bei den Atlanta Falcons einen Einjahresvertrag. Der ehemalige First-Round-Pick der Arizona Cardinals einigte sich mit dem Management und verstärkt ab sofort die Defense der Falcons.

Besonderes Augenmerk ist auf seine Vielseitigkeit gelegt. Etwas wonach Headcoach Dan Quinn und Manager Thomas Dimitroff immer gerne schauen und zuschlagen, wenn es die Möglichkeit gibt. Somit kann Bucannon sowohl wegen der dünnen Safety-Situation eingesetzt werden, oder auch als Outside-Linebacker. Dort muss sich nach dem Weggang von Linebacker Campbell nach Arizona nun Linebacker Oluokon eigentlich beweisen. Durch die Verpflichtung hätte man jetzt die nötige Tiefe, um im Zweifel eines Misserfolges von Oluokon rotieren lassen zu können.
Wacker hält sich auch das Gerücht, dass der ehemalige Linebacker-Star der Packers Clay Matthews zu den Falcons kommen könnte, da er noch ohne Verein ist. Nach der Verpflichtung von Bucannon sollte dieses Thema eigentlich vom Tisch sein.

Randnotiz: der ehemalige Runningback der Atlanta Falcons Devonta Freeman hat ein Angebot der Seattle Seahawks von vier Millionen Dollar ausgeschlagen. Er „droht“ damit eine komplette Saison auszusetzen. Doch wen will er damit Angst machen? Wir wissen es nicht.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Raphael, @whodat_germany)

Die größte News der vergangenen Saints Woche ist, dass unser Mercedes-Benz Superdome einen neuen Namen erhält. In der Innenstadt unserer geliebten Stadt in Louisiana, ist der Superdome seit dem Jahr 1975 nicht mehr wegzudenken. Doch die Partnerschaft endet, da sich Mercedes Benz auf unseren Rivalen aus Atlanta fokussieren möchte. Nun wollen wir euch mal kurz die aktuelle Spielstätte vorstellen, die Platz für 73.208 Zuschauer bietet. Der Superdome war Heimat für viele denkwürdige Sportereignisse, zum Beispiel konnte hier der Schwergewichtsboxer Muhammad Ali’s 1978 seinen Titel holen, oder der legendäre Game Winning Wurf von Michael Jordan im Jahr 1982, der ihm den Sieg der NCAA einbrachte.

Doch die größte Schlagzeilen brachte der Superdome im August 2005, damals verwüstete der Hurrikan Katrina die Stadt New Orleans. Geplant war, dass für maximal 48h der Superdome eine Notunterkunft für rund 10.000 Menschen sein soll. Doch tatsächlich lebten für ungefähr eine Woche dreimal so viele Menschen dort, Teile des Daches wurden während dem Hurrikan abgedeckt, die Toiletten und die Nahrungsmittel Mittel wurden knapp. Dennoch stand der Superdome für Hoffnung in dieser Zeit, ist bis heute ein Wahrzeichen der Stadt und steht offiziell unter Denkmalschutz.

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Sebastian, @GermanBirdgang)

Diese Woche war es im Desert erneut sehr ruhig. Das Einzige was ich gerne erwähnen würde, ist der Memorial Day am 25.05. an dem die Amerikaner die für ihr Vaterland gefallenen Soldaten ehren. Für die Cardinals ist dieser Tag ein besonderer Tag, denn der von 1998 bis 2001 bei den Cardinals aktive Safety Pat Tillman hat nach den Anschlägen vom 11. September dem Football den Rücken gekehrt und ist der Army beigetreten. 2004 wurde er dann in Afghanistan durch Friendly Fire getötet. RIP Pat Tillman

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

Gute Neuigkeiten für die Rams und eigentlich jedes Team aus Kalifornien, Gouverneur Gavin Newsom hat bekannt gegeben, dass professioneller Sport ab dem 1. Juni ohne Zuschauer ausgetragen werden kann. So müssen die spekulierten Notsituationen, wie zum Beispiel, das Austragen der Rams Spiele im Raiders Stadion vermutlich nicht in Kraft treten.

Weiterhin hat Safety Taylor Rapp sein Ausdauertraining geteilt, der second year defensive back aus Washington hat an einem Tag 200 km Rad gefahren, 2 km geschwommen, 4,8 km gejoggt und ist zum Abschluss nochmal 6,4 km gewandert. Ziel der Übung war es 10.000 Kalorien zu verbrennen, was Rapp laut eigener Aussage auch geschafft hat.

Außerdem hat sich der neue Defensive Coordinator Brandon Staley in zu Cornerback Jalen Ramsey geäußert. Ramsey soll dieses Jahr deutlich mehr Verantwortung bekommen, Staley beschrieb seinen Football IQ wie den eines Quarterback, vermutlich wird Ramsey also nicht nur besser eingesetzt, sondern wird vermutlich auch defensive Adjustments vor den jeweiligen Plays machen. Ramsey kam im letzten Jahr im Trade von den Jaguars in die City of Angels, nachdem er in Jacksonville unzufrieden war und gilt als einer der besten Cornerbacks der Liga. Desweiteren sagte Ramsey in einem Interview zu einer möglichen Vertragverlängerung der Rams “sie wissen wie dazu stehe und es gibt bereits Gespräche mit meinem Agenten”. Weiter sagte er das er auch ohne Vertrag am Training teilnehmen wird und keinen Holdout machen wird, wie er es bei den Jaguars getan hat. Klingt aktuell in dieser Personalie sehr erfreulich.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Bei den San Francisco 49ers ist in der vergangenen Woche nichts passiert, was erwähnenswert wäre.

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Die Namen zweier Wide Receiver geistern wieder durch den Pacific Northwest: Josh Gordon und Antonio Brown. Während sich der eine mit Richard Sherman, DK Metcalf und Bobby Wagner in Seattle fit hält und auf eine neuerliche Spielzulassung hofft, wurde der andere angeblich durch Quarterback Russell Wilson bei den Seahawks ins Gespräch gebracht. Bei beiden (Gordon – Drogenmissbrauch und Doping, Brown – Vorwurf sexueller Gewalt und Belästigung) hat jedoch die NFL ein Wörtchen mitzureden.

Brown trainiert aktuell mit Quarterback Geno Smith, den die Seahawks nun erneut unter Vertrag nahmen. Im Training Camp wird er sich mit Rookie Anthony Gordon um die Backup-Rolle duellieren.

Eine Backup-Rolle recht sicher haben dürfte derweil Runningback-Neuzugang Carlos Hyde, den die Seahawks mit bis zu 4 Millionen US-Dollar entlohnen. Das lässt Rückschlüsse auf die personelle Situation der Positionsgruppe zu:

  • Rashaad Penny wird die Saison wohl auf der PUP-Liste beginnen.
  • Möglicherweise haben die Verantwortlichen (berechtigte) Bedenken bezüglich Chris Carsons Langlebigkeit und Fitness.
  • Das Vertrauen in die Backups Travis Homer und Deejay Dallas ist begrenzt oder durch Rolleneinteilung limitiert.
  • Marshawn Lynch ist wohl keine Option mehr.

Was am Deal stört: 1. Hyde ist kein Schnäppchen und wurde in der Offeseason an der Schulter operiert (Ziggy-Ansah-Déjà-vu?). 2. Ohne Umstrukturierungen oder Entlassungen ist der dringend benötigte Veteran Pass Rusher außer Reichweite. 3. Die Seahawks investierten einen Viertrundenpick in einen Läufer, dem sie die Backup-Rolle nicht zutrauen.

NFL Newsletter – die NFL kehrt zurück??

NFL News

Eine weitere ruhige Woche liegt hinter uns. Einzige Aufreger: Mehrere NFL-Spieler wurden in der letzten Woche festgenommen. Spieler der Seahawks, Giants, Bills und den Redskins sind betroffen. Mehr dazu in den Team News.

Einen Lichtblick gibt es immerhin: Heute öffnen die Trainings Facilities der Teams wieder – auch wenn nur für einige wenige Mitarbeiter.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (@seppmaster56)

Es sollte eigentlich eine ruhige Offseason für die Buffalo Bills werden, denn schließlich soll in der kommenden Saison der erste Divisiontitel seit 1995 herausspringen. Doch diese Ruhe wurde nun von Defensive Tackle Ed Oliver, dem letztjährigen First Round Pick der Bills, gestört. Oliver fuhr in seinem weißen Pick-Up mit Schlangenlinien in einer Baustelle. Die alarmierte Polizei stoppte Oliver und fand ihm mit einem offenen Bier zwischen den Beinen. Bei einer Durchsuchung seines Wagens fanden sie außerdem eine nicht registrierte Waffe. Aufgrund der Vergehen sitzt Oliver seitdem im Montgomery County Gefängnis. Die Bills sagten in einem ersten Statement, dass sie Informationen sammeln und die Geschehnisse nicht kommentieren wollen.

Traurige Nachrichten gibt es zu dem Ben Williams. Der ehemaliger D-Liner, der seine ganze Karriere von 1976 bis 1985 bei den Bills verbrachte, verstarb im Alter von 65 Jahren. Williams schaffte es 1982 in den Pro Bowl und einige Experten meinen, dass er aufgrund seiner 10 Sacks im Jahr drauf auch im Pro Bowl hätte sein müssen. Zudem schaffte es „Gentle Ben“ in das Bills Silver Anniversary Team 1984.

Positive Stimmung verbreitet dagegen Cornerback Josh Norman. Der Neuzugang war bei TMZ zu Gast und adressierte dabei die Kritik an ihm: „Du kannst nichts dagegen machen. Du musst es einfach auf deinen Rücken nehmen und diesen Chip auf den Schultern tragen.“ Diese Kritik will er als Motivation nutzen und unter Head Coach Sean McDermott, seinem ehemaligen Coach bei den Carolina Panthers, zurück zu seiner alten Form finden. „Man, ich glaube, dass All-World kommen wird“, beantwortete er die Frage, ob er wieder All-Pro werden kann.

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Seit dem 19.5. dürfen die Dolphins wieder ihre Trainingsanlagen öffnen um den Spielern professionelle Trainingsbedingungen zu bieten. Allerdings herrschen weiterhin Einschränkungen, so dürfen nur eine bestimmte Zahl Personen gleichzeitig vor Ort sein. DenCoaches ist der Zutritt noch untersagt, so will man eine Art Chancengleichheit erzeugen, da einige Teams noch keine vergleichbare Freigabe haben.

Personell haben sich ein paar kleinere Dinge ergeben, die letzten Rookies haben ihre Verträge unterschrieben, zudem musste Running Back De’Lance Turner die Koffer packen. Quarterback Josh Rosen ist dagegen noch immer da und irgendwie weiß scheinbar niemand was man gerade mit ihm machen soll. Sein Trade Value ist nach dem Draft noch weiter gefallen und hinter dem neuen Quarterback-Tandem Fitzpatrick/Tagovailoa wird er vermeintlich keinen Stich machen. Vermutlich wird man nun darauf setzen ihn in der Pre Season ins Schaufenster zu stellen um dem Nummer 10-Pick aus 2018 vermitteln zu können, aber die Aktie Rosen wird bis dahin keine Wertsteigerung erwarten düfen.

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

Letzte Woche schrieb Manish Mehta (NY Daily News) noch, dass ein Signing von Free Agent CB Logan Ryan kurz bevorstehen könnte. Ryan äußerte, dass er in der Good Morning Football Sendung am Donnerstag etwas sagen möchte. Viele warteten gespannt, doch Ryan hatte kein neues Team, das er präsentieren konnte. Er bekam jedenfalls die Aufmerksamkeit, die er suchte, jedoch ließ dieses “Theater” einige Fans mit rollenden Augen zurück. Ob Logan Ryan ein Jet wird ist aufgrund seiner Gehaltsvorstellung von zehn Millionen Dollar gemessen an den bisherigen Aktivitäten von General Manager Joe Douglas auch fraglich.

Die NFL erlaubte den Teams zu gestern, dem 19.05., wieder ihre Pforten zu öffnen, die landesweit aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen waren. Dieser Erlaubnis können die Jets und Giants nicht nachkommen, denn in New Jersey gelten als Hotspot der Pandemie in den USA noch strikte Ausgangsbeschränkungen, die eine Öffnung des Trainingsgeländes rechtlich unmöglich machen. Governor Phil Murphy äußerte jedoch am 12. Mai, dass “harte Daten” für bestimmte Lockerungen bald bevorstehen könnten. Es könnte somit bald auch in East Rutherford wieder unter noch zu klärenden Bedingungen Football gespielt werden.

Wenn man nicht offiziell trainieren kann, dann muss man es halt privat erledigen – so sah es kürzlich am Strand in Kalifornien aus. Sam Darnold ist in der Offseason zuhause und so traf er sich mit QB Instructor Jordan Palmer, um am Strand an seiner Fußarbeit und seinem Arm zu arbeiten. Gemeinsam mit ihm trainierten auch sein Freund und Bills Starting Quarterback Josh Allen sowie Kyle Allen, Washington Redskins.

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

Bei den Patriots ist es in der vergangenen Woche ungefähr so aufregend wie eine Pressekonferenz von Bill Belichick. Nix los in Boston.

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Sportlich gibt es nur das Signing von OLB Pernell McPhee zu berichten. Er startete letztes Jahr sieben Spiele, sammelte dabei drei Sacks und insgesamt neun QB-Pressures. Ursprünglich 2011 von den Ravens gedraftet und mit guten Zahlen in Baltimore, bevor er durchwachsene Jahre in Chicago und Washington hatte, wird er eher eine Rotationsrolle einnehmen, wenn er es überhaupt ins Team schafft.

Die Biciotti Foundation von Owner Steve und seiner Frau Renee spendeten eine Millionen Dollar an die Maryland Food Bank und sicherten jetzt bereits zu, dass die Angestellten im M&T Bank Stadium auch bei Geisterspielen bezahlt werden.

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

In einer ereignisarmen Woche gab es die Meldung, dass die Bengals ihre Facility unter Einschränkungen wieder öffnen dürften. Dennoch ist es wenig überraschend, dass es bisher keinen Termin gibt an dem das wirklich gemacht wird. Währenddessen wird viel mit Online-Meetings und am Playbook gearbeitet.

Eine weitere interessante Randnotiz ist, dass A.J. Green seinen Franchise Tag nicht unterschrieben hat und es noch keine Einigung über einen neuen Vertrag gibt. Allerdings ist aktuell die größte Priorität eine Verlängerung mit Running Back Joe Mixon.

Cleveland Browns (@piefke_96)

Während die Browns Facility in Berea, Ohio bis 29. Mai aufgrund der Corona-Pandemie größtenteils geschlossen bleibt hat Quarterback Baker Mayfield (25) einen Großteil seiner Passempfänger zu einem gemeinsamen Training in seine Heimat nach Austin, Texas eingeladen. Mit dabei waren unter Anderem die Tight Ends Austin Hooper (25) und David Njoku (23), sowie die Wide Receiver Rashard Higgins (25) und Damion Ratley (25). Die beiden Star-Receiver Odell Beckham Jr. (27) und Jarvis Landry (27) waren jedoch nicht dabei, da sich beide noch von medizinischen Eingriffen erholen.

Im Roster gab es derweil keine Veränderungen, das Front Office hat jedoch einen Zugang zu verzeichnen. Kwesi Adofo-Mensah wurde als Vice President of Football Operations verpflichtet und soll dem neuen General Manager Andrew Berry vorwiegend als Assistent dienen. Zuletzt war Adofo-Mensah als Director of Football Research and Development bei den San Francisco 49ers beschäftigt.

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Big Ben Roethlisberger hat sich den Bart abrasiert. Warum ist das eine Meldung wert? Weil er angekündigt hat, dass er sich rasieren wird sobald er wieder fit ist! Er konnte auch wieder in einem privaten Workout mit Juju, Ryan Switzer und James Conner ein paar Bälle werfen. Wir dürfen uns also freuen ihn nach einem Jahr Verletzungspause wieder in Aktion sehen zu können.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Bei 3rd Round Pick Greenard ist die Tinte jetzt auch trocken. Er erhält über 4 Jahre um die 4,6 Mio $.

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Während in Europa die Zeichen auf Lockerung der Maßnahmen stehen, kann man ähnliche Tendenzen auch in den Staaten erkennen: So haben sich die Rookie Wide Receiver Patmon und Pittman Jr. mit Rookie QB Jacob Eason (alle wohnen in Kalifornien) zum Workout getroffen. Zudem sind mittlerweile fast alle Rookies unter Vertrag.

Head Coach Frank Reich hat sich unter der Woche erneut den Fragen der Reporter gestellt und verlautbart, dass er hofft, Philip Rivers würde – trotz Einjahresvertrag – mehrere Jahre in Indy spielen. Allerdings hat Reich in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass er ein Players Coach ist und seine Spieler gerne in den Himmel lobt. Was also in dieser Aussage an Wahrheitsgehalt steckt kann jeder für sich entscheiden.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Es ist wahrlich nicht viel los in Duval County. Die Fans erfreuen sich an Hype Videos von Gardner Minshew und sind froh, dass Meldungen über Off-field-issues ausbleiben. Innerhalb der Organisation scheint man überzeugt, dass man durch Free Agency und Draft ein junges, aber trotzdem wettbewerbsfähiges Team zusammengestellt hat. Die nationalen Medien sind da sehr viel skeptischer und stufen die Jaguars immer wieder als Kandidat für den ersten Pick im 2021 Draft ein. Und: die Jaguars haben zum zweiten Mal infolge den Wettbewerb um das coolste Schedule Reveal Video gewonnen. Wer Katzen-Videos mag: check it out!

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Woran erkennt man, dass momentan kein Football gespielt wird? Ja, wir alle haben auf einmal den Sonntag Abend frei. Die großen Deutschen Podcasts widmen sich Offseason Themen und  Twitter, sowie die anderen Social Media Plattformen quellen über vor Hot Takes. Hier mal ein paar Beispiele:

Drew Lock ist bei NFL.com einer der Sleeper Kandidaten für die diesjährige MVP Auszeichnung. Collin Cowherd von FOX Sports verglich die einzelnen Quarterbacks die nun in ihr zweites Jahr kommen (Kyler Murray, Daniel Jones, Dwayne Haskins, Drew Lock, Gardner Minshew und Jarrett Stidham) und nannte am Ende seinen möglichen MVP Kandidaten. Dieser war kein geringer als … Drew Lock!

Natürlich freut man sich als Fan, wenn man dies liest. Ist man aber ehrlich zu sich selber, muss man sich eingestehen, dass wir jedes Jahr zu dieser Zeit im NFL Kalender Takes über Takes zu Teams bekommen. Sie sind zwar ganz witzig und machen Spaß, aber letztendlich dienen sie doch eher nur dazu, um in einer sonst eher dürren NFL News Lage, Aufmerksamkeit zu generieren.

Joe Ellis (CEO & Team Präsident) hat den Mitarbeiter des UCHealth Training Centers per E-Mail mitgeteilt, dass momentan an einem Konzept gearbeitet wird, um Trainingseinrichtung für verletzte Spieler und deren Krafttrainer zugänglich zu machen. Allerdings müssen die Hygienevorschriften der NFL eingehalten werden.

Ob und wie die Offseason in diesem Sommer verlaufen wird, ob wir ein „normales“ Training Camp sehen werden, ob die Saison zum momentan vorgeschlagenen Datum auch wirklich stattfindet kann momentan natürlich niemand mit 100 Prozentiger Sicherheit sagen.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Die Chiefs-Spieler messen sich momentan nur virtuell. Chris Jones, Tyreek Hill, Anthony Hitchens und Patrick Mahomes spielen momentan die ein oder andere Runde Madden, während das Trainingsgelände geschlossen bleibt.

Las Vegas Raiders

Los Angeles Chargers (Sebastian, @Seppmaster56)

Justin Herbert hat noch nicht einen einzigen Snap in der NFL bestritten, doch der Hype um seine Person nimmt immer mehr zu. Zu sehen ist dies an den hohen Trikotverkäufen von seinem Jersey. Aktuell befindet er sich auf Platz 12 in der gesamten NFL und liegt bei den Rookies nur hinter den anderen beiden Quarterbacks Joe Burrow und Tua Tagovailoa.

In den Top Ten befindet sich auch Routinier Tom Brady, zu dem Herbert aufschaut. Das hat er zumindest in einem Live-Chat mit den beiden Wide Receivern Joe Reed und K.J. Hill gesagt. Auf die Frage, welchen Spielstil welches aktuellen NFL Quarterbacks er nachahmen möchte, sagt der Rookie: „Ich würde sagen Tom Brady. Er ist einer dieser Spieler, der so viel Erfolg hatte. Wie er das Spiel angeht, wie smart er ist, wie er alles händelt, macht es einfach Spaß zuzugucken. Das gilt auch dafür wie er wirft, wie er die Defenses liest und wie er das Spiel spielt.“

Gute Nachrichten hatte am Montag der Governor von Kalifornien, Gavin Newsom, für alle Sportfans parat. Er verkündete, dass der gesamte professionelle Sport in der ersten Juni-Woche wieder zurückkehren darf, wenn auch erstmal ohne Fans. Für die Chargers sind das gute Neuigkeiten, bedeutet es doch, dass sie sehr wahrscheinlich in ihrem neuen Stadion ihre Heimspiele austragen können.

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

In einer ereignisarmen Woche, in der es nur wenig zu berichten gibt, gab es für die Dallas Cowboys zwei gute Nachrichten.

So kündigte der Gouverneur von Texas an, dass in Texas ab Ende Mai der professionelle Sport ohne die Anwesenheit von Fans fortgeführt werden kann. Damit ist eine große Hürde, auf dem Weg zu einer fast regulären Vorbereitung, der Cowboys genommen.

Auch der 24-jährige Linebacker Leighton Vander Esch meldete sich im Laufe der Woche in einem Interview zu Wort. Dort gab der Linebacker, der im Jahr 2018 an Stelle 19 gedraftet wurde, zu Protokoll, dass er sich von seiner Nacken-OP im Januar diesen Jahres voll und ganz erholt habe. Nachdem Vander Esch bereits im College mit Nackenproblemen zu kämpfen hatte, verpasste wegen der Nervenverletzung im Nacken letztes Jahr sieben Spiele. In seinem ersten Jahr in der NFL konnte er insgesamt 140 Tackles setzen und wurde in den Pro Bowl gewählt. In dem Interview sagte Vander Esch, nach seiner Operation fühle er sich so wohl wie noch nie in seiner Karriere und er freue sich, bald wieder auf dem Spielfeld stehen zu können. Sollte er an die Form seiner ersten Saison anknüpfen können, wäre er eine riesige Bereicherung für die Defensive der Cowboys.

New York Giants (Emil, @schnapke/ @GiantsGER)

Sportlich gibts es keine Meldungen. Dafür wurde die Klatschpresse wieder einmal ordentlich befeuert. Als herauskam, dass Giants Cornerback DeAndre Baker und Seahawks Cornerback Quinton Dunbar von der Polizei gesucht werden. Gegen beide wurde ein Haftbefehl wegen bewaffneten Raubüberfalls erlassen. Baker und Dunbar sollen laut Anklage, auf einer Party vergangene Woche, Bargeld und Schmuck für mehrere zehntausend Dollar erbeutet haben. Dabei soll Baker die Gäste noch mit einer Waffe bedroht haben.

Wenig später stellten sich dann beide der Polizei. Laut ihren Anwälten, sollen mehrere eidesstattliche Erklärungen und Videoaufnahmen von Zeugen vorliegen, die deren Unschuld beteuern. Nach kurzem Aufenthalt im Gefängnis sind beide Cornerbacks auf Kaution wieder frei. Bei Dunbar beträgt diese 100.000 Dollar und bei Baker 200.000 Dollar. Zudem wurde Baker von den Giants nahegelegt, erst einmal nicht an den Club Aktivitäten teilzunehmen.

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)

Einzige Neuigkeit aus Washington in den letzten zwei Wochen: Neuzugang WR Cody Latimer (ehemals NYG) wurde am Samstag in Colorado festgenommen, nachdem er in einer Wohnung mit einer Waffe gefeuert haben soll. Verletzt worden sei niemand, Anklage wurde erhoben.

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Der frühere Präsident und CEO der Chicago Bears, Michael McCaskey, verstarb am 16 Mai 2020 im Alter von 76 Jahren nach einem langen Kampf gegen Leukämie. Er war das älteste Kind der Besitzerin Virginia McCaskey. Michael McCaskey wurde 1983, nach dem Tod seines Großvaters, George Halas, Vorsitzender des Teams. Er leitete 1985 die Bears bei ihrem einzigen Super Bowl Sieg und war bis 1999 Präsident. Vorsitzender blieb er bis 2011, bevor sein Bruder George die Position übernahm.

Die Bears haben die Termine der Preseason Spiele bekannt gegeben.

Samstag 15. August in Chicago vs. Cleveland Browns

Samstag 22. August auswärts vs. Denver Broncos

Samstag 29. August in Chicago vs. San Francisco 49ers

Donnerstag 03. September auswärts vs. Tennessee Titans

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Aus der Motor City gibt es diese Woche keine Neuigkeiten zu vermelden. Kein Wunder also, dass die Meldung über den Verkauf des Hauses der Familie Stafford hohe Wellen geschlagen hat. Der Grund soll laut Matthew’s Frau Kelly allerdings lediglich darin liegen, dass die Staffords das Haus mit vier Kinder nicht mehr für geeignet ansehen. Matthew selbst hat in einer Online-Pressekonferenz noch einmal beteuert, dass er sich noch nie ernsthaft mit einem Teamwechsel beschäftigt hat.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

Nach einigen Wochen Nachrichten-Armut haben die Minnesota einen wichtigen Planungsbaustein für die kommende Saison erreicht. Safety Anthony Harris bleibt für mindestens ein weiteres Jahr in Minneapolis. Der Safety gab am Wochenende bekannt, seinen Franchise Tag unterschrieben zu haben. Damit bleibt den Vikings das wohl beste Safety-Duo der Liga mit Harris und All-Pro Harrison Smith erhalten.

Besonders wegen der sehr unerfahrenen Cornerback-Gruppe, war die Instandhaltung des starken Duos innerhalb der Secondary wichtig. Anthony Harris übernahm in der Saison 2018 den Spot als Starter neben Smith und war seitdem besonders in Coverage einer der besten NFL Safeties. Mit 0.16 zugelassenen Yards pro Coversnap in 2018 und 0.28 Yards pro Coversnap in 2019 stellte Harris Top-Werte auf. Zudem ließ er in den beiden letzten Saisons laut PFF keinen Touchdown gegen seine Coverage zu und fing seinerseits zehn Interceptions.

Die Partnerschaft zwischen Anthony Harris und den Vikings könnte auch langfristig weitergehen. Laut eigenen Angaben hat Harris seine Agenten angewiesen, mit den Minnesota Vikings an einem langfristigen Vertrag zu arbeiten.

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Keine relevanten News bei den Atlanta Falcons diese Woche-

Einzig die Bekanntgabe der Pre-Season-Games ist interessant:

Week 1: Heimrecht gegen die Miami Dolphins (Freitag, 14.8.2020)

Week 2: Auswärts gegen die Buffalo Bills (Freitag, 21.8.2020)

Week 3: Heimrecht gegen die Cincinnati Bengals (Freitag, 28.8.2020)

Week 4: Auswärts gegen die Jacksonville Jaguars (Donnerstag, 3.9.2020)

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Raphael, @whodat_germany)

Wenn man die Breaking News der letzten Tage sich so durchliest, sind wir ganz froh dass es bei den Saints ruhig ist. Das einzige, dass es vom Team zu vermelden gab war, dass wir uns einen weiteren Running Back in der Free Agency geholt haben. Und zwar kommt Ty Montgomery, der seine Rückennummer #88 behalten darf. Er wurde im Draft 2015 mit Pick 94 von den Packers gezogen, spielte dort 3 Jahre. Dort hatte dabei aber immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Er spielte anschließend noch für die New York Jets und die Baltimore Ravens, jeweils als Rotationsspieler. In dieser Rolle wird er sich bei uns auch wiederfinden, falls er es in den finalen Kader schafft.

Pro Football Focus, eine Website, die eine gründliche Analyse der National Football League veröffentlicht, hat ihre besten 101 Spieler der letzten zehn Jahre veröffentlicht. In der Liste finden sich vier Spieler der Saints wieder. Platz #87 nahm Emmanuel Sanders ein, der WR der letztes Jahr noch in San Francisco gespielt hat. Terron Armstead unser Left Tackle hat es auf Platz #82 geschafft, auf #65 finden wir Cameron Jordan, der seit Jahre als Defensive End den gegnerischen Quarterback jagt. Einen bemerkenswerten Platz #3 hat sich vollkommen zurecht unser Quarterback Drew Brees gesichert.

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Dorian, @GermanBirdgang)

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

Nachdem allen neuen Spielern ihre Trikotnummer zugeteilt wurde ist es aktuell recht ruhig in der City of Angels.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Gute Neuigkeiten aus Kalifornien: Der Gouverneur des “Golden State” ließ verlauten, dass ab der ersten Juni-Woche wieder Sport ohne Zuschauer möglich sei. Was das genau für die 49ers bedeutet, ist noch nicht eindeutig festzustellen. Man darf jedoch davon ausgehen, dass sich auch das Team von Kyle Shanahan bald auf dem eigenen Trainingsgelände fit halten darf.

Weiterhin gedulden müssen sich die Fans auf Neuigkeiten bezüglich der Causa George Kittle. Laut John Lynch wollte man Kittle selbstverständlich zu jedem Preis halten, doch klar ist auch, dass je mehr Zeit verstreicht, Kittle umso teurer werden wird…

In der Zwischenzeit haben wir uns noch einmal genauer mit den Neuzugängen der 49ers, hauptsächlich aus dem NFL-Draft beschäftigt. In der neuesten Ausgabe des NEG Outside Zone Talks durften wir Christoph Kröger (“Down, Set, Talk!”) begrüßen, der seine Expertise zu den Draft-Picks der 49ers abgegeben hat – klick!

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Der weiter oben (siehe New York Giants) beschriebene Vorfall um Cornerback Quinton Dunbar hielt auch im Pacific Northwest die Medienvertreter und Fans auf Trab. Seit Dunbars Freilassung auf Kaution meldete sich mehrfach dessen Anwalt Michael Grieco zu Wort. Die Schlüsselaussagen: Er habe entlastende Aussagen unter Eid von fünf Zeugen. Diese hatten seinen Klienten zuvor beschuldigt, am Raub beteiligt gewesen zu sein. Dunbar habe sich nichts zu Schulden kommen lassen (Anm. d. Red.: außer bei besagter Party gegen die Kontaktbeschränkungen in Florida zu verstoßen). Dunbar habe kein enges Verhältnis zum zweiten Tatverdächtigen DeAndre Baker. Von den Seahawks gab es bis auf ein generisches Statement bislang keine Reaktion auf den Vorfall. Die Verhandlungen könnten sich noch Wochen oder Monate hinziehen.

Dunbar war in der Offseason per Trade für einen Fünftrundenpick von den Washington Redskins nach Seattle gewechselt. Er soll sich im Training Camp mit Tre Flowers um den zweiten Cornerback-Stammplatz neben Shaquill Griffin duellieren, dürfte aber – abhängig vom Ausgang der Sache – nach starken Leistungen zuletzt der Favorit auf den Posten sein.

Corona-Ticker: Die NFL hat ab dem 19. Mai die schrittweise Öffnung von Teamzentralen genehmigt, jedoch basierend auf den Richtlinien der US-Bundesstaaten. Da in Washington die Ausgangsbeschränkung noch bis Ende des Monats gelten, bleibt die Lage unverändert. Bevor in irgendeiner Form das Training wieder aufgenommen wird, kehren aber sowieso erst die nicht sportlich aktiven Angestellten aufs Gelände zurück.

NFL Newsletter – Schedule Release

NFL News

Am Freitag wurde das NFL Schedule 2020 veröffentlicht. Diese Veröffentlichung lässt die NFL-Fans auf der ganzen Welt hoffen, dass die Saison am 10. September losgehen kann – wenn nötig auch ohne Zuschauer.

Aus dem Weissen Haus hingegen hört man eine gewisse Kritik. Dr. Anthony Fauci – Epidemieberater von Donald Trump – möchte alle Spieler vor jeder Partie auf den Coronavirus testen lassen, um das Risiko von Übertragungen zu minimieren.

Wir sind gespannt und hoffen, dass die NFL-Saison wie geplant stattfinden kann.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (@seppmaster56)

Sechs der sieben Rookies der Bills haben rund drei Woche nach dem Draft ihren Vertrag unterschrieben. Den Anfang machten Wide Receiver Isaiah Hodgins (4 Jahre, 3,45 Mio. $), Cornerback Dane Jackson (4 Jahre, 3,37 Mio. $) und Kicker Tyler Bass (4 Jahre, 3,47 Mio. $). Zwei Tage später folgten dann Defensive End A.J. Epensa (4 Jahre, 5,87 Mio. $), Wide Receiver Gabriel Davis (4 Jahre, 3,99 Mio. $) und Quarterback Jake Fromm (4 Jahre, 3,59 Mio. $). Somit muss lediglich noch Running Back Zack Moss seinen Vertrag mit den Bills unterschreiben.

Zudem wurde letzte Woche Donnerstag der Spielplan der Bills bekanntgegeben. Dabei darf sich die Bills Mafia nun vier Primetime Spiele freuen, der höchsten Anzahl für die Bills seit 1996. Der erste Primtime Game ist in Woche 6, wenn die Bills den amtieren Super Bowl Sieger, die Kansas City Chiefs, zum Thursday Night Game empfangen. Die restlichen drei sind dann erst am Saisonende. In Woche 13 müssen sie im Monday Night Game zu den San Francisco 49ers, ehe die Bills eine Woche später die Pittsburgh Steelers zum Sunday Night Game begrüßen. Das vierte Primetime Spiel müssen Josh Allen und Co. dann in Woche 16 im Monday Night Game bei den New England Patriots bestreiten. Ein weiteres Primetime Game könnte sogar noch hinzukommen, denn das Spiel gegen die Denver Broncos in Woche 15 ist noch nicht terminiert. So oder so ist es eine Auszeichnung der verschiedenen Networks für die positive Entwicklung, die die Bills in den letzten Jahren genommen haben.

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

Mit RB Frank Gore (37) wurde ein Veteran verpflichtet, der wohl jedem NFL Fan ein Begriff ist. Der zukünftige Hall of Famer entschied sich dafür, auch seine 16. Saison noch aktiv bestreiten zu wollen. Ein Grund dafür soll die gute Beziehung von ihm zu HC Adam Gase sein. Ob Gore mit seinem für Runningbacks biblischen Alter noch einen entscheidenden Einfluss auf das Spiel ausüben kann, wird sich zeigen. Jedoch könnte er RB Le’Veon Bell in einigen Situationen entlasten und jungen Spielern einiges an Erfahrung vermitteln.

Manish Mehta, NY Daily News, berichtete am Dienstag, dass die Jets kurz vor einem Signing von CB Logan Ryan stehen. Der 29-jährige Defensive Back gilt als einer der am besten noch verfügbaren Free Agents und würde dringend notwendige Erfahrung für die junge und unerfahrene Gruppe der Cornerbacks mitbringen. Ob er jedoch tatsächlich bei den Jets unterschreibt steht noch nicht fest. Auch die Miami Dolphins sollen starkes Interesse zeigen.

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

Nach dem Draft ist vor dem Trainingscamp und aufgrund von gewissen Mikroben und Offseason: Part 2 The Electric Boogaloo passiert in New England nicht viel Nennenswertes. Rostertechnisch ist da zumindest die Meldung interessant, dass die Patriots bis auf Zweitrunden-Pick und Safety Kyle Dugger nun all ihre Rookies offiziell unter Vertrag haben. Bei Dugger geht es anscheinend noch um ein paar Dollar Cap-Space, die für den Rookie-Vertrag des Divison 2-Standouts geschaffen werden müssen.

Nachdem bereits vergangene Woche das All-Decade Team der Patriots hier erwähnt wurde, gibt es nun einen weiteren Ex-Patriot der sich über eine Auszeichnung freuen darf. Defensive Tackle Richard Seymour darf sich über die Aufnahme in die Franchise-eigene Hall of Fame freuen und setzte sich bei dem Votum von Spieler, Coaches, Fans und Reportern unter anderem gegen Bill Parcells und Mike Vrabel durch.

Seymour gilt als einer der besten Defensive Liner der Patriots-Geschichte und wurde 2001 von Bill Belichick in der ersten Runde des Drafts an sechster Stelle ausgewählt. Bis 2008 trug er den Helm der Patriots, bevor er zu den Oakland Raiders wechselte und dort 2012 seine Karriere beendete. Insgesamt gewann er mit den Patriots 3 Super Bowls und wurde in seiner Karriere 7-Mal in den Pro Bowl gewählt.

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Kein Team wird weniger Flugmeilen zurück legen als die Ravens. Die weiteste Reise geht nach Houston. Die letzten vier Spiele der Regular Season sind: @ Browns, vs Jax, vs NYG, @ Cin: wenn man bis dahin nicht zu viel liegen gelassen hat, sollte der Sieg in der Division und eine Bye machbar sein.

Lautestes Thema aktuell: S Earl Thomas hat seine Frau wohl betrogen, die ihm danach mit geladener Waffe aufgelauert hat. Lest hier mehr dazu und fasst euch nicht an den Kopf, bitte. Größtes Problem aus sportlicher Sicht dabei ist, dass Thomas das Team wohl nicht informiert hat und die Franchise aus Social Media von dem versuchten Mord an ihm (so wird es seitens der Polizei behandelt) erfuhr. .

D.J. Fluker, der letztes Jahr 14 Starts für Seattle auf RG absolvierte, unterschrieb einen Vertrag und soll sich für die Nachfolge Marshall Yandas mit Bozeman, Powers, Philipps und Bredeson messen.

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

Cleveland Browns (@piefke_96)

Der Schedule ist bekannt! Nach der Preseason gegen die Teams aus der NFC North, mit Ausnahme der Lions, und die Buccaneers starten die Browns in Week 1 in einem Division Duell bei den Ravens um den amtierenden MVP Lamar Jackson (23) in ihre Saison. In Week 2 bestreitet man dann den Home Opener und zugleich das erste Thursday Night Game mit dem Battle of Ohio gegen die Bengals. In den darauffolgenden Wochen trifft man auf die Redskins, Cowboys und Colts bevor man in Week 6 nach Pittsburgh reist, wo nach den Geschehnissen in der vergangenen Saison (Myles Garrett schlug mit seinem Helm auf Mason Rudolph ein, nachdem er zuvor laut eigenen, aber unbestätigten Aussagen rassistisch beleidigt worden sein soll, mehrere Spieler wurden des Feldes verwiesen und gesperrt) eine hitzige Partie erwartet wird. Anschließend gibt es das Re-Match gegen die Bengals und ein Aufeinandertreffen mit den Raiders. In Week 9 haben die Browns Bye-Week. Danach folgen Spiele gegen die Texans, Eagles, Jaguars und Titans. In Week 14 steht mit einem Heimspiel gegen die Ravens dann das vorletzte Division Duell an. In Week 15 und 16 wird man jeweils in New York bzw. East Rutherford zu Gast sein, zunächst bei den Giants, dann bei den Jets. Abschließen werden die Browns die Regular Season zu Hause gegen die Steelers.

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

Die Steelers werden ihre Saison das erste Mal seit 2014 zuhause beginnen und treffen montagabends auf die New York Giants. Abschließen werden die Steelers die Saison am ersten Januarwochenende in Cleveland bei den Browns. Außerdem dürfen sie am amerikanischen Thanksgiving gegen die Ravens ran.

Mit einem durschnittlichen Winrate von 0,457 besitzt Pittsburgh den zweitleichtesten Schedule der NFL, was wahrscheinlich am schwachen Abschneiden der NFC East letzten Jahres liegt gegen die sich die AFC North duellieren wird.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Die Frist zur 5th Year Option ist abgelaufen. Bei Watson hat man sie erwartungsgemäß gezogen. Man arbeitet dennoch an einem großen Deal. Bei CB Gareon Conley zog man die Option nicht.

4th Round Rookie OT Charlie Heck hat seinen Vertrag unterzeichnet. Bei den anderen Draftpicks steht das noch aus. In seinem 4-Jahresvertrag kann er bis zu 4 Millionen Dollar verdienen. 710.704$ sind garantiert.

Die Saints haben Larry Warford gecuttet. Der dreimalige Pro Bowler zog das Interesse der Bears und Texans auf sich. Chicago sieht mittlerweile von einer Verpflichtung ab. Er verlangt um die 7 Millionen Dollar pro Jahr. Man könnte z.B. Nick Martin entlassen, Zach Fulton auf Center stellen und Warford neben ihn. Er könnte als Verstärkung für die Offensive Line in Frage kommen. Fulton könnte man auch ohne Dead Cap cutten und würde 7 Millionen sparen.

Man hat aktuell um die 17 Millionen Dollar Cap übrig. Also ist es mit den restlichen Rookieverpflichtungen und der Verlängerung von Watson in naher Zukunft schwierig neue Spieler zu holen. Spieler die man cutten/traden könnte ohne Dead Cap: Kenny Stills (7 Mio), Duke Johnson(4,1 Mio), Angelo Blackson (3,9 Mio), Greg Mancz (2,1 Mio), Dylan Cole (2,1 Mio) und J.J. Watt (15,5 Mio).

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Beim Schedule-Release gab es keine großen Überraschungen. Die Colts haben ihre Bye-Week in Woche sieben und dürfen – Stand jetzt – nur ein einziges Mal in der Prime Time ran (Thursday Night). Lustigerweise wird man die Saison gegen Jacksonville sowohl beginnen als auch beenden (Woche eins und 17).

Rookie Guard Danny Pinter hat seinen Vertrag unterzeichnet. Ebenso Cornerback Isaiah Rodgers, was allerdings noch nicht offiziell bestätigt wurde (Quelle: Instagram v. Rodgers).

Die Saisonvorbereitung läuft on remote, wobei in Indy auch physische Workouts per Videoschalte von Trainern begleitet und sämtliche messbaren Körperwerte durch Peripheriegeräte in Echtzeit geteilt werden. Dies führt unter den Spielern, hier insbesondere den Linebackern, zu einem amüsanten Wettstreit um die höhere Anzahl und Intensität der Trainingseinheiten.

Abschließend noch ein kleiner (Warn-)Hinweis für die Fantasyspieler unter Euch: Nach ersten Verlautbarungen seitens Offensive Coordinator Nick Sirianni plant man die Running Back Snaps von Marlon Mack und Jonathan Taylor gleichwertig aufzuteilen. Dies führt zwangsläufig dazu, dass die einzelnen Spieler unattraktiver werden. Weil das Backfield allerdings insgesamt überzeugen dürfte, kann man sich einen der beiden in den späteren Runden sichern.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

In dieser Woche hat auch in Denver die Vorbereitung für die neue Saison begonnen, wenn auch unter neuen und ungewohnte Umständen. Die einzelnen Positions Gruppen treffen sich nun via Zoom und nicht wie in den vorherigen Jahren, in der Team facility.

Zwar waren die Gegner der Broncos für die 2020/2021 NFL Saison schon bereits seit geraumer Zeit bekannt, allerdings wusste niemand wann er gegen wen spielt. Und das hat sich in dieser Woche geändert, denn die NFL hat den Schedule für die kommende Saison veröffentlicht.

Um den Schedule auf die einzelnen Spiele herunter zu brechen fehlt uns momentan einfach die Zeit und ehrlich gesagt ist dies auch ziemlich unnütz, da wir noch nicht eine Minute Live Football in dieser Saison gesehen haben. Keiner weiß wie Quarterback xy dieses Jahr spielen wird, ob die Defense ihre dominante Form der letzten Saison aufrechterhalten kann (Spoiler: es wird wahrscheinlich einen Rückschritt geben…). Von daher möchte ich kurz auf einen Bericht vom Sideline Reporter eingehen, der in seiner neuen Kolumne sich noch ein wenig mehr mit dem Schedule auseinandergesetzt hat, unter anderem mit dem Thema „Ruhetage“. Natürlich müssen wir bei so etwas immer vorsichtig sein, aber trotzdem lohnt es sich, einmal einen Blick darauf zu werfen. Vertraut man dem Analysten Lee Sharpe, kommt man zu dem Schluss, dass Denver in der Saison 2020/2021 die wenigsten Ruhetage haben wird, nämlich -13.

Kurz zum Thema „Ruhetage“, beziehungsweise wie sie berechnet werden:

Week 1:     Team 1 Monday Night Football, Team 2 Thursday Night Football

Week 2:     Team 1 vs. Team 2 (am Sonntag); Team 1 hat -1 „Ruhetage“ ; Team 2 hat +3 „Ruhetage“

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Nun ist der NFL-Spielplan offiziell. Die Saison startet am 10. September mit dem letztjährigen Playoff-Matchup Texans @ Chiefs.

Insgesamt wurden die Chiefs in fünf Primetime-Games geplant und werden sicherlich öfters im TV zu sehen sein. Die Bye-Week fällt auf Woche 10 und die Planung im Allgemeinen fiel zugunsten der Chiefs aus. So wird der Super Bowl Champion an den ersten drei Spieltagen zusätzliche Pausen haben als die üblichen sechs Tage zwischen den Spielen:

Week 1: Chiefs vs. Texans (Donnerstag)

Week 2: Chiefs @ Chargers (Sonntag)

Week 3: Chiefs @ Ravens (Montag)

Nebst der Veröffentlichung des Schedules blieb es aber ruhig in Kansas City.

Las Vegas Raiders

Los Angeles Chargers

Die Los Angeles Chargers haben letzte Woche einen weiteren Running Back verpflichtet. Mit Derrick Gore kommt ein Spieler zurück, der bereits letzte Saison in der Preseason für die Chargers gespielt hat. In vier Spielen gelangen ihm 64 Yards und ein Touchdown bei 12 Läufen (5,3 YPR). Gore wurde danach aber entlassen und war später bei den Washington Redskins im Practice Squad.

Zudem hat Rookie-Quarterback Justin Herbert letzte Woche mit Daniel Popper von The Athletic gesprochen. Dabei hat er erzählt, dass er bereits mit einigen Spielern zusammentrainiert. Zu ihnen zählt vor allem Tight End Hunter Henry, der nicht nur seinen Abschluss an der University of Arkansas nachgeholt hat, sondern der erste Chargers-Spieler war, der Herbert angeschrieben hat. Zudem erzählte Herbert, dass er sich fast für den Draft der Major League Baseball (MLB) angemeldet hatte, nachdem er sich in seinem Junior Jahr an der Sheldon High School das Bein gebrochen hat und es nur wenige Angebot für ihn gab. Dank eines starken Senior Years entschied er sich aber aufgrund des Angebots von Oregon, dem Football treu zu bleiben.

Außerdem hat Defensive Coordinator Gus Bradley letzte Woche in einem Zoom Media Meeting etwas Einblicke in seine Gedanken für die Defense in dieser Saison gegeben. Dabei ließ er durchblicken, dass die Chargers nächste Saison mehr mit zwei tiefen Safeties und Man Coverage arbeiten wollen, was angesichts der Verpflichtung von Cornerback Chris Harris Jr. möglich wird. Zudem sagte Bradley: „Ja, man muss den Run stoppen und die explosiven Plays stoppen, aber wir müssen auch Wege finden, den Quarterback zu stören. Da haben wir letztes Jahr keinen guten Job erledigt.“ Lediglich 125 Quarterback Pressures und 30 Sacks standen letztes Jahr zu Buche, womit sie statistisch zu den schlechtesten Teams der Liga zählten.

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

Die Dallas Cowboys haben in der letzten Woche mit dem 27-jährigen Swing Tackle Cameron Erving einen amtierenden SuperBowl Champion verpflichtet. Nachdem die Chiefs ihre Option nicht gezogen hatten, wurde Erving, der letzte Saison acht Spiele als Left Tackle startete, Free Agent.

Natürlich war für die Cowboys diese Woche auch die Verkündung des Spielplans ein wichtiges Thema. Neben der alljährlichen Frage, wer an Thanksgiving nach „Jerry World“ zum Spielen kommt, war vor allem auch die Position der Bye Week eine wichtige Information. Mit den Washington Redskins kommt am „Turkey Day“ eine Mannschaft aus der eigenen Division mit einer langen Rivalität. Die Bye Week liegt für die Cowboys in dieser Saison in der Woche 10. Wenn man die Preseason miteinrechnet, könnte dies etwas spät sein. Die Cowboys haben durch das Hall of Fame Spiel haben die Cowboys fünf Spiele in der Preseason, wodurch das Team 14 Spiele überstehen muss, bevor es eine Pause bekommt. Aber auch historisches hält der Spielplan für die Cowboys bereit. Wenn die Saison wie geplant beginnt, werden die Cowboys den ersten Spieltag zu Gast bei den Los Angeles Rams sein. Dadurch werden die Cowboys, sollte es so geschehen, als erste Gastmannschaft im neuen Stadion der Rams in die Geschichtsbücher der NFL eingehen, jedoch scheint es auch möglich zu sein, dass das Spiel nicht in Kalifornien ausgetragen werden kann.

New York Giants (Emil, @schnapke/ @GiantsGER)

Nach dem Draft ist Schedule Time!

Die Gegner der New York Giants waren im vorweg schon bekannt. Diese Saison wird gegen die komplette AFC North und NFC West gespielt. Zudem gibt es noch Partien gegen die Chicago Bears und die Tampa Bay Buccaneers. Wenn man nach Strength of Schedule geht, haben die Giants den sieben einfachsten Spielplan. Die bevorstehenden Gegner hatten 2019 kombiniert 123 Siege zu 132 Niederlagen und ein Unentschieden (.438 Win Percentage). Da das abschließen der 2019 Saison nicht immer bedeutend mit der Stärke eines Teams in 2020 ist und man sich unsere Kontrahenten mal genauer anschaut, kann man jetzt schon mal eine schwere Saison prognostizieren.

Hier mal ein paar (vermeintliche) Highlight Games:

Week 1 Steeler @ Giants (Monday Night)

Week 7 Giants @ Eagles (Thursday Night)

Week 8 Buccaneers @ Giants (Monday Night)

Week 14 Arizona @ Giants ( Duell der Second Year Quarterbacks)

Week 15 Browns @ Giants (Erstes aufeinandertreffen mit OBJ nach dem Trade)

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)        

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Viel neues ist diese Woche in Chicago nicht passiert.

Da die Spieler und Coaches sich wegen Corona nicht treffen dürfen, werden die Vorbereitungen für die neue Saison online abgehalten.

Zum Spielplan, der diese Woche von der NFL bekannt gegeben wurde gibt es was zu sagen.

Die Bears werden vier Primetime Spiele bestreiten. Ein Thursday Night Game in Woche 5 gegen Tampa Bay Buccaneers. In den Wochen 7 und 10 jeweils ein Monday Night Game gegen die LA Rams und die Minnesota Vikings. In der 12. Woche müssen die Bears zu einem Sunday Night Game zum ewigen Rivalen nach Green Bay.

Die BYE Week ist in der elften Woche.

Interessant ist zu erwähnen, dass keins der ersten sieben Spiele gegen ein Team ist, welches 2019 in den Playoffs war. Auch haben die ersten sechs Gegner eine negative Spielbilanz im letzten Jahr vorzuweisen. Allerdings sind sieben der letzten neun Spiele gegen Mannschaften, die in der letzten Spielzeit die Postseason erreicht haben.

Eine sehr positive Nachricht darf nicht unerwähnt bleiben. Akiem Hicks, 30 Jahre alt und Defensive End bei den Chicago Bears, hat sich per Instagram gemeldet und mit Bankdrücken gezeigt, dass sein Ellenbogen, welchen er in der letzten Saison verletzt hat, wieder fit ist.

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Die Nachrichten drehen sich lediglich um den veröffentlichten Spielplan. Die Lions haben bereits in Woche 5 ihre Bye-Week und wurden für kein einziges Primetime-Game terminiert, wobei 2 Spiele zum Ende der Saison noch ohne genaue Zeiten geplant sind. Das erste Spiel der Saison findet in Chicago statt und zum diesjährigen Thanksgiving-Game werden die Houston Texans in Detroit erwartet.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Bei den Packers überbieten sich die Journalisten an Voraussagen für die kommende Saison  – substanzielles ist aber nicht dabei.

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Still ruht der See

Vieles hat sich in der vergangenen Woche nicht ergeben bei den Atlanta Falcons.

Es gab eine Neuverpflichtung. Für Defensive End Charles Harris wurde ein siebtrunden Pick von 2021 nach Miami geschickt. Der ehemalige Erstrunden Pick von 2017 konnte nicht wirklich überzeugen bei den Dolphins und so wird er sehr wahrscheinlich nicht über eine Backup-Rolle hinaus kommen. Zudem lehnten die Falcons seine Fünft-Jahres-Option ab, so dass Harris in 2021 Free Agent sein wird.

Bei der Bekanntgabe der Spielpläne gab es auch wenig weltbewegendes. Eröffnet wird erstmals der erste Spieltag im neuen Mercedes-Benz-Stadion gegen die Seattle Seahawks. Dabei sind folgende Leckerbissen hervorzuheben:

Week: 4 – Monday-Night-game in Wisconsin, bei den Green Bay Packers

Week: 8 – Thursday-Night-Game Heimspiel gegen die Carolina Panthers

Week: 13 – Auswärtsspiel gegen die New Orleans Saints

und das mit Abstand schwerste Spiel

Week: 16 – Auswärts gegen den amtierenden Super Bowl Champion Kansas City Chiefs.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Raphael, @whodat_germany)

Was sich seit dem Draft angekündigt hat, ist nun eingetreten. Larry Warford, unser starting Right Guard wurde entlassen. Larry Warford kam 2017 als Free Agent zu uns und wurde in jedem Jahr, seit dem er bei uns ist, in den ProBowl gewählt. Die Coaches sollen nicht zufrieden mit seinen Leistungen gewesen sein, er gilt als langsamster Spieler in unserer OLine. Ein weiterer Grund ist selbstverständlich die Business Seite, er hatte nach unserem QB Drew Brees das höchste Gehalt mit $12.875 Millionen pro Jahr. Ihn zu entlassen spart den Saints nun $7.75 Millionen an Cap Space.

Unsere letzten beiden Kaderplätze sind nun auch vergeben worden. Als Undraftet Free Agent kam vom College aus Tennessee ein Special Team Player namens Marquez Callaway. Aber auch ein bekannter Spieler kommt wieder zurück, der die beiden letzten Jahre schon auf dem Rooster war, nämlich unser WR Austin Carr.

Zu ihm gibt es zudem eine kleine aktuelle Geschichte. Seine Frau Erica hat ihr erstes gemeinsames Kind bekommen. Doch im Krankenhaus wurde sie positiv auf COVID19 getestet, der Test des Sohnes war aber zum Glück negativ.

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Dorian, @GermanBirdgang)

In dieser Woche ist er nun also erschienen, der Schedule für die anstehende NFL Saison. Die Gegner der Cardinals standen ja ohnehin schon fest, nun wissen wir noch deutlich mehr Details. Die Cardinals eröffnen die Saison auswärts bei den San Francisco 49ers. Weitere potentielle Highlights des Schedule bieten das Monday Night Matchup bei den Dallas Cowboys in Woche 6 sowie das Heimspiel gegen die 49ers in Woche 16. Die Cardinals haben ihre ByeWeek in Woche 8.

Apropos 49ers: aufgrund der gegenwärtigen Situation sind Stand jetzt alle Großveranstaltungen im Staat Kalifornien untersagt. Aufgrund dessen könnte es zu dem Fall kommen, dass auch die 49ers ihre Heimspiele in Glendale, Arizona austragen. Also gäbe es dann eine Saison mit zwei Heimteams im State Farm Stadium.

Personell ist diese Woche bei den Cardinals erneut nicht viel passiert. Der Veteran Center A.Q. Shipley hat in einem Interview angekündigt dass seine Zeit bei den Cardinals möglicherweise bald endet. Shipley ist 33 Jahre alt und seit 2015 fester Bestandteil der O-Line der Cards.

Des weiteren hat CB Kevin Peterson einen neuen 1-Jahres-Vertrag unterschrieben. Der 26-jährige Cornerback hat bereits die vergangene Saison im aktiven Roster der Cardinals verbracht.

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

Rams Receiver Cooper Kupp wird von Nummer #18 auf #10 wechseln, Kupp trug auch #10 während seiner Zeit an der Eastern Washington University. Er wollte diese Nummer eigentlich auch in der NFL tragen, in 2017, als Kupp in die Liga kam wurde diese Nummer allerdings von Pharoh Cooper getragen.

Außerdem erklärte Kupp auf Twitter, dass jeder, der zwischen dem 1. Januar und dem 10. Mai ein Kupp Jersey kaufte es nun an Refried Apparel, ein Recycling Unternehmen für Kleidung. Im Gegenzug wird man ein Neues #10 Kupp Jersey, ein Kleidungsstück, gemacht aus dem alten #18 Jersey, sowie einen persönlichen und unterschriebenen Brief von Cooper Kupp

Ebenso wird sein Receiver Kollege Josh Reynolds zu seiner College Nummer #11 zurückkehren.

Außerdem wurde der Rams Schedule veröffentlicht. Die Rams werden ihre Bye Week in Woche 9 haben und die Saison zuhause, gegen die Dallas Cowboys im Sunday Night Football beginnen.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Eine weitere Woche in Richtung des möglichen Beginns der NFL Saison ist verstrichen, bei den San Francisco 49ers ging es sehr ruhig zu. Gute Nachrichten gab es im Bezug auf den Fitnesszustand von WR Jalen Hurd und RB Jerick McKinnon, bei denen man vorsichtig optimistisch auf die neue Spielzeit.

Ansonsten stand auch bei den Niners der Schedule-Release im Vordergrund, den wir in unserem Podcast genauer unter die Lupe genommen haben. Die erste Saisonhälfte hat es bereits in sich, wenn die 49ers in Woche 7 bei den Patriots und anschließend bei den Seahawks antreten müssen. In Woche 9 trifft man in einem Re-Match des NFC Championship Games auf die Green Packers, um dann in Woche 10 auf die New Orleans Saints in Louisiana zu treffen. Danach wartet eine wohlverdiente Bye-Week.

Das letzte Spiel der Saison wird erneut gegen die Seattle Seahawks (dieses Mal zu Hause) stattfinden, an das letzte Jahr gibt es bekanntlich gute Erinnerungen…

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Was sagt es über die die Zufriedenheit der 12s mit dem Kader und die Nachrichtenlage bei den Seattle Seahawks aus, wenn sich große Teile der Anhängerschaft und sogar einige Blogger und Journalisten von einem anonymen reddit-Nutzer narren lassen? EveryoneLovesNudez (zu Deutsch: JederMagNacktbilder) “leakte” am Montag, die Seahawks seien dabei, Defensive End Myles Garrett per Trade von den Cleveland Browns in den Pacific Northwest zu holen.

Viele immer noch auf einen Nummer-eins-Pass-Rusher hoffende Seahawks-Fans – eine Verlängerung mit Jadeveon Clowney erscheint immer unwahrscheinlicher, nachdem die Gehaltszahlen von Bruce Irvin bekannt wurden – bissen sofort an. Die Twitter-Szene eskalierte innerhalb weniger Stunden, die Dementi seriöser Experten hielten das Gerücht nicht auf. Selbst im Sportradio in Seattle bekam der selbsternannte Insider eine Bühne, wenngleich vom Moderator wenig durchdacht als Scherz geplant.

Am Ende, in Deutschland wurde es da schon wieder Morgen, stellte sich der Garrett-Trade natürlich als Falschmeldung heraus. Ob der Spieler so wie die Fans darüber lachen konnte? Vielleicht. Der Nacktbild-Liebhaber entpuppte sich als Anhänger der Green Bay Packers, der seit dem Fail Mary im Jahr 2012 auf Vergeltung aus gewesen war. Den 12s verschaffte er ein paar amüsante Stunden zwischen Wahnsinn und Kuriosität, die zwar die Offseason kurzweiliger gestalten, nicht aber die Lücke im Pass Rush der Seahawks schließen.

NFL Newsletter: Post-Draft-Infos

NFL News

Nun ist es offiziell: Es werden keine internationalen NFL-Spiele im 2020 ausgetragen. Die London-Games und das Mexiko-Game wurden zur Sicherheit rund um die Corona-Krise abgesagt. Bitter für uns europäischen Fans, jedoch die einzig sinnvolle Maßnahme.

Auch bezüglich des Schedules gibt es News: Der Spielplan wird am Donnerstagabend auf NFL-Network veröffentlicht und wir werden wissen, wie die NFL mit der besonderen Situation umgehen wird.

Als traurige Nachricht wurde am 4. Mai der Tod von Trainer-Legende und Hall-of-Fame-Coach Don Shula bekannt gegeben. Shula war 26 Jahre Trainer in Miami und ist der erfolgreichste Coach der NFL-Geschichte. Er ist verantwortlich für die einzige perfekte Saison der NFL im Jahre 1972 und brachte es auf 328 Siege. Möge er in Frieden ruhen.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills (@seppmaster56)

Die Buffalo Bills haben nach dem Draft noch einen weiteren Defense-Spieler unter Vertrag genommen. Mit Bryan Cox Junior kommt ein Defensive End nach Buffalo, der von 2017 bis 2019 bei den Carolina Panthers spielte, ehe er gewaived wurde und dann zu den Cleveland Browns ging. Insgesamt gelangen ihm in der letzten Saison 14 Tackles und ein halber Sack. Den älteren Bills-Fan dürfte der Name Bryan Cox bekannt vorkommen. Bryan Cox Senior spielte in den 90er als Middle Linebacker bei den Miami Dolphins und wurde von den rivalisierten Bills-Fans gehasst. So streckte Cox Sr. den Bills-Fans im Rich Stadium beide Mittelfinger raus, spukte in Richtung der Fans und prügelte sich fast mit Bills-Spieler im Tunnel. Solche Dinge darf sich sein Sohn nicht erlauben, wenn er lange bei den Bills spielen will.

Ansonsten haben sich in der letzten Woche sowohl Trainer Sean McDermott als auch General Manager Brandon Beane in den verschiedensten Medien geäußert. Dabei ließ McDermott bei der NFL Network Sendung wissen, dass er froh ist, dass Tom Brady nun nicht mehr in der AFC spielt: „Ich schlafe jetzt etwas besser, als die Entscheidung von Tom gesehen habe.“ Bereits zuvor hat Beane bei ESPN gesagt, dass er diese Chance nun nutzen möchte. „Wir wollen die AFC East gewinnen, damit wir ein Heimspiel in den Playoffs haben“, sagte er selbstbewusst. Außerdem stellt Beane klar, dass der Pick von Quarterback Jake Fromm keine Warnung an Josh Allen ist. „Wir haben Fromm hinzugeholt, weil er jemand ist, den wir auf unserem Board hatten, da er in unseren Augen eine tolle College Karriere hatte und er sehr intelligent ist. Er wird für Wettbewerb auf dem Backup-Posten hinter Josh sorgen, aber Josh ist unser fest verwurzelter Starter“, macht der Bills GM klar.

Miami Dolphins (Jessica, @footballjessy)

Die Dolphins haben sich von zwei ehemaligen Erstrundenpicks getrennt. Charles Harris, Defensive End, wurde 2017 an Nummer 22 ausgewählt, schaffte es aber nie sich als Starter zu etablieren. Er wurde für einen Siebtrundenpick 2021 an die Atlanta Falcons abgegeben. Der damals an Position 28 von den Dallas Cowboys gewählte Defensive End Taco Charlton, welcher seit vergangenem September in Miami spielte, wurde nach dem Draft gewaived. Er hat mittlerweile in Kansas City unterschrieben.

Ein schwerer Schlag traf die Dolphins dann am 4.5., Don Shula, legendärer Head Coach, der von 1970 bis 1995 die Dolphins coachte verstarb im Alter von 90 Jahren. Shula war Teil der Dolphins-Mannschaft von 1972, die alle Saisonspiele inklusive Super Bowl gewinnen konnte, bis heute ein Kunststück, das nie wiederholt werden konnte. Auch im Jahr darauf gewann Shula einen weiteren Super Bowl Ring und ist der einzige Head Coach, der die Dolphins an die Spitze der Footballwelt führen konnte.

New York Jets (Basti, @GGG_Basti)

Die Jets haben vor der am Montag abgelaufenen Deadline die Fifth Year Option für All-Pro Safety Jamal Adams (24) gezogen und binden ihn so bis zum Ablauf der Saison 2021 an die Franchise. Bereits seit Wochen wird über einen möglichen Langzeitvertrag gesprochen und laut General Manager Joe Douglas haben erste Gespräche stattgefunden. Die Aktivierung der Fifth Year Option ist ein erster Schritt, um weitere Zeit zu gewinnen. Das Gehalt für das Option Year ist identisch mit dem für das Transition Tag und bringt für die Position des Safeties 2021 9,86 Millionen Dollar für Jamal Adams ein, sollte eine vorzeitige Verlängerung nicht zustande kommen.

Aus derselben Draftclass wie Jamal Adams, 2017, stammt Free Safety Marcus Maye (27). Der Second Round Pick hat die an ihn gestellten Erwartungen vollumfänglich erfüllt. Auch sein Vertrag läuft nach der Folgesaison aus. Im Gegensatz zu Jamal Adams besitzen die Jets jedoch keine Fifth Year Option und mit Safety Ashtyn Davis wurde im diesjährigen Draft ein Spieler verpflichtet, der ähnliche Anlagen wie Maye besitzt.

Nach einem Bericht von Manish Mehta (NY Daily News) hat es bereits erste Gespräche mit nicht näher bezeichneten Teams gegeben, die einen Trade von Marcus Maye noch in der laufenden Offseason beinhalten könnten. Ob etwas an diesem Bericht dran ist, wird sich in den Folgewochen zeigen.

New England Patriots (Lukas, @FichtenMoped_W)

Es bleibt eine Zeit des Umbruchs in New England, denn mit Fullback James Develin verliert das Team von Bill Belichick einen weiteren großartiger Spieler der letzten Jahre. Der 31-Jährige hängt verletzungsbedingt seine Cleats an den Nagel, denn die Nackenverletzung, die ihn einen Großteil der letzten Saison kostete, erwies sich als schwerwiegender und verhindert somit eine Fortsetzung seiner Karriere. Insgesamt gewann er mit den Pats drei Super Bowls und wurde 2017 als erster Patriots-Fullback nach Sam Cunningham 1978 in den Pro Bowl gewählt. Eine ziemlich starke Karriere für eine Position, die in der heutigen NFL immer mehr an Bedeutung verliert.

Profitieren könnte von diesem Roster Move dagegen unser deutscher Fullback Jakob Johnson. Nachdem er letzte Saison bis zu seiner Verletzung die Rolle von Develin übernahm und dabei einen guten Job machte, konkurriert er nun gegen Free Agent-Signing Dan Vitale um einen Platz auf dem finalen Roster der Patriots. Ebenfalls erfreulich aus deutscher Sicht: Sebastian Vollmer wurde als Right Tackle in das All Decade Team der 2010er gewählt.

Am meisten dürfte die Patriots-Fans aber das Comeback von Tight End Rob Gronkowski überrascht haben. Doch anstatt wieder für die Patriots, wird „Gronk“ nach einem Trade mit den Tampa Bay Buccaneers nun wieder mit seinem alten Kumpel Tom die Küsten Floridas unsicher machen. Den im Trade erhaltenen 4th Round Pick gab man übrigens prompt im Draft an die Raiders weiter, um in der dritten Runde Tight End Devin Asiasi zu verpflichten.

Weitere Roster-Moves: Defensive Lineman Keionta Davis und Defensive Back Obi Melifonwu wurden released.

AFC North

Baltimore Ravens (Jonas, @simon19481)

Ich hatte letzte Woche geschrieben, dass die Draft der Ravens als gut angesehen wurde. Arif Hasan hat eine spannende Analyse auf theathletic.com zur Evaluation geliefert, der nach die Ravens den fünftbesten Draft geliefert haben. Lesenswert!

Traditionell legt man in Baltimore Wert auf compensatory picks. Nach der Draft spielen Neuverpflichtungen keine Rolle mehr in der Formel dafür, weswegen in dieser Phase der Offseason die restlichen Free-Agents in den Fokus der Ravens geraten.

Die Ravens haben noch etwa zehn Millionen Dollar an Capspace. Bedarf gibt es noch auf SAM bzw OLB – Matthew Judon hat seinen Franchise Tag noch nicht unterschrieben. Auch auf CB kann man noch was machen und ein Possession WR würde dem Roster gut tun.

Besonders auf Corner tummeln sich noch einige große Namen (Ryan, Talib, Joseph um ein paar zu nennen) auf dem Markt. Paul Richardson könnte ich mir als Ergänzungsspieler mit einem prove-it auf WR Deal ausmalen. Und als Traumszenario für die Passrush-Rotation ist Terrell Suggs verfügbar, der nach dem Abgang letztes Jahr seine Karriere standesgemäß in Baltimore beenden könnte.

Der Tod von Don Shula muss hier erwähnt werden. Auch wenn man ihn eher mit den Dolphins verbindet, war er Spielern in Baltimore und ist gemessen an Siegen der dritterfolgreichste Coach in Baltimore – auch wenn diese Statistiken sich auf die Colts beziehen.

Cincinnati Bengals (Olli, @The_Wall13)

Auch bei den Cincinnati Bengals stand die Frage an, ob man die Fifth-Year-Option zieht. Hier ging es um Wide Receiver John Ross, der 2017 an neunter Stelle gezogen wurde und beim Combine eine 4,22 im 40-Yard-Dash schaffte, jedoch immer wieder verletzt ausfällt. Konsequenterweise wurde hier keine option gezogen, zumal man mit Tee Higgings einen neuen Wide Receiver gedraftet hat.

Durch die Entlassung von des langjährigen Franchise Quarterback Andy Dalton haben die Bengals 17.700.000 Dollar an Capspace geschaffen, durch den man unter anderem seinen Nachfolger Joe Burrow und alle anderen Rookies bezahlen kann.
Dalton wurde 2011 in der zweiten Runde an insgesamt 35. Stelle gezogen. Er kam in den insgesamt 9 Jahren bei den Bengals auf 31.594 Passing-Yards und 204 Passing-Touchdowns bei 118 Interceptions. Dazu kommen 1.221 Rushing Yards und 22 erlaufene Touchdowns. Er war insgesamt dreimal im Pro Bowl. Sein großes Makel blieb, dass er 2012-2015 alle vier Playoff-Spiele verlor. Danach erreichten die Bengals nie wieder die Playoffs.

Cleveland Browns (@piefke_96)

Defensive End Myles Garrett (24) wird auch über die kommende Saison hinaus in Cleveland bleiben. Die Browns zogen die Fifth Year Option für den First Overall Pick aus dem Jahr 2017. Garrett kommt in seiner Karriere in bisher 37 Spielen auf 30,5 Sacks, 104 Tackles, sowie 6 Forced Fumbles und eine Fumble Recovery.

Auch für Tight End David Njoku (23) zogen die Browns die Fifth Year Option. In 32 Spielen verzeichnet Njoku 1.066 Receiving Yards bei 93 Receptions und 9 Touchdowns.

Ebenfalls bei den Browns bleiben wird Wide Receiver Rashard Higgins (25). Higgins schaffte 2018, in der Rookie-Saison von Quarterback Baker Mayfield (25), zu dem ihm eine gute Beziehung auf und neben dem Feld nachgesagt wird, seinen Durchbruch. In der vergangenen Saison spielte er unter Head Coach Freddie Kitchens jedoch nahezu keine Rolle. Dennoch unterzeichnete er nun einen neuen Einjahresvertrag über 910.000 Dollar, nachdem er zuvor besser dotierte Angebote anderer Teams ausgeschlagen hat.

Pittsburgh Steelers (Andreas, @Kaliba1893)

T.J. Watts 5th-Year-Option wurde gezogen, somit bleibt der 2017-First-Rounder bis einschließlich 2021 den Steelers erhalten.

Im Gegensatz zu den öffentlichen Spekulationen haben die Steelers laut GM Kevin Colbert Jameis Winston kein Angebot gemacht. Er sagte auch, man sei mit Kevin Rudolph als Back-Up QB zufrieden und man wird mit ihm auch in dieser Rolle planen.

AFC South

Houston Texans (Toffi; @TexansNationDACH)

Indianapolis Colts (@ColtsNewsGER)

Überraschenderweise hat man in Indianapolis die 5th Year Option von Free Safety Malik Hooker nicht gezogen. Hooker ist als klassischer Single High Safety nicht der perfekte Scheme Fit für das Cover 2, das die Colts spielen lassen und hatte auch etwas mit Verletzungen zu kämpfen, dennoch stößt dieser Move auf Verwunderung. Hooker ist ein grundsolider Safety und nicht einfach zu ersetzen, weshalb vielerorts spekuliert wird, man habe die Option nicht gezogen, um ihn zu motivieren bzw. klar zu machen, dass First Round Picks keine Sonderbehandlung erfahren.

Außerdem hatte Kicker Adam Vinatieri bekannt gegeben, noch eine Saison spielen zu wollen. Die Colts haben mit McLaughlin und Blankenship derzeit zwei junge Kicker unter Vertrag und müssten mit Vinatieri erst einen neuen schließen. Nach letzter Saison dürfte die Marschrichtung klar sein und die jungen Kicker die Position unter sich ausmachen.

Jacksonville Jaguars (Friedrich, @bcb_germany)

Tennessee Titans (@GermanTitans_EV)

AFC West

Denver Broncos (Jonas, @JonasDerksen)

Die Defensive Line bekommt nun noch mehr Tiefe beziehungsweise Verstärkung. Am Samstag haben die Broncos bekannt gegeben, dass sie Christian Covington für 1,75 Millionen Dollar (davon sind 625.000 Dollar garantiert) unter Vertrag genommen haben. In seiner letzten Saison bei den Cowboys stand er bei 481 Snaps auf dem Feld und konnte dabei 28 Tackles sowie einen Sack verzeichnen.

Kommentar zur 5th-year-option von Garett Bolles:

In der Offseason 2019 haben die Broncos Mike Munchak als ihren neuen Offensive Line Coach verpflichtet. Für viele, inklusive mir, war dies ein kleiner Hoffnungsschimmer. Wenn er nicht Garett Bolles „fixen“ kann, dann wird es wohl niemand können. Im Vergleich zu den Jahren davor spielte er besser, aber das Front Office entschied sich dazu, ihm die 11 Millionen Dollar garantiert nicht auszuzahlen, wodurch er 2021 Free Agent wird.

Das Problem ist folgendes: angenommen Bolles spielt in der kommenden Saison auf dem Niveau wie er es in den letzten fünf Spielen mit Lock getan hat. Klar, dort war er nicht überragend, aber mehr als solide (eine Zusammenfassung aller Dropbacks und dem Offensive Line Play findet ihr hier: Teil 1, Teil 2). Wenn Denver ihn ziehen lässt, müssen sie entweder auf dem FA-Markt zuschlagen oder sich im 2021 Draft nach einer sofortigen (!) Tackle Lösung umschauen. Hätten sie Bolles über die 2021 Saison gehalten, könnte man deutlich entspannter in den Draft gehen, man wäre nicht gezwungen, einen Day 1 Starter zu draften. Natürlich können sie noch während der 2020/2021er Saison mit ihm einen neuen Vertrag aushandeln, dieser wird aber vermutlich deutlich teurer werden.

Die Titans standen letztes Jahr vor einer ähnlichen Situation. Sie entschieden sich, die 5th-year-option für Jack Conklin nicht zu ziehen. Er spielte überdurchschnittlich gut und unterschrieb dann einen neuen Vertrag in Cleveland. Die Broncos könnten potenziell vor demselben „Dilemma“ stehen.

Kansas City Chiefs (Andri, @toender1)

Keine grosse Überraschung: Die Chiefs haben die fifth-year-option von Patrick Mahomes Rookie-Vertrag gezogen. Ob Mahomes aber unter dem Rookievertrag spielen wird ist fraglich, denn eine Vertragsverlängerung ist in vollem Gange.

Auf der QB-Position wurde zusätzlich eine Verpflichtung bekannt gegeben. Shea Patterson (23) kommt als UDFA vom College von Michigan. Patterson wurde – wie Mahomes – in der MLB (Major Baseball League) gedraftet. Er ergänzt den QB-Room rund um Mahomes, Chad Henne und Jordan Ta’amu.

In der Defensive wurde DE Taco Charlton für 1 Jahr verpflichtet. Der Firstrounder von 2017 ist 25 jährig und hat am College mit Frank Clark gespielt. Charlton hat das Potential, konnte dieses aber weder in Dallas noch in Miami bisher voll ausschöpfen. Taco durchlief die Waivers und wurde als Free Agent verpflichtet. Ein Low-Risk aber High-Reward Investment von GM Brett Veach.

Um für Taco Charlton und Shea Patterson Platz im 90-Mann-Roaster zu machen wurden TE Alize Mack und RB Mike Webber gewavet.

Las Vegas Raiders

Los Angeles Chargers

Gute Nachrichten von der Chargers-Offense. Die Chargers haben bei Wide Receiver Mike Williams die Option fürs fünfte Jahr gezogen. Damit ist der 7th Overall Pick des 2017er NFL Draft bis 2022 an die Chargers gebunden. Nach einer verletzungsgeplagten Rookie Saison hat sich Williams von Jahr zu Jahr gesteigert. In der letzten Saison hat er die 1000-Yards-Marke geknackt und mit 20,4 Yards pro Catch die beste Marke aller Wide Receiver.

Zudem haben die Los Angeles Chargers wohl einen neuen Quarterbacks Coach gefunden. Dieser Posten war nach der Beförderung von Shane Steichen Ende Oktober unbesetzt. Diese Vakanz wird wohl nun Pep Hamilton übernehmen, wie verschiedene Medien übereinbestimmend berichten. Hamilton war zuletzt beim XFL-Team DC Defenders als Head Coach und General Manager aktiv, ehe die Liga eingestellt wurde. Der 45-Jährige blickt dabei auf 20 Jahre Erfahrung zurück und war bereits bei den New York Jets, San Francisco 49ers, Chicago Bears, Indianapolis Colts und Cleveland Browns in den verschiedensten Positionen angestellt. Am meisten verbindet man seinen Namen mit Andrew Luck, dem er erst zwei Jahre am College und dann drei Jahre bei den Colts trainierte.

Zudem hat sich Safety Derwin James in der letzten Woche geäußert. Dabei hat er erklärt, dass ihm die Verpflichtung von Cornerback Chris Harris Junior und von Rookie Linebacker Kenneth Murray sehr gefallen hat. „Ich kenne Chris, schon bevor wir für ihn getradet haben. Ich habe schon immer gedacht, dass er ein großartiger Spieler ist und noch viel im Tank hat“, erklärt James und fügt an, „Murray is a dog. Er macht einfach Plays, die hervorstechen.“ Außerdem will er mit seinen Teamkollegen gemeinsam mehr Turnover forcieren: „Letztes Jahr waren wir im unteren Bereich bei der Turnoverdifferenz (-17) und ich denke, dass wir mehr Turnover produzieren müssen.“

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

Die Dallas Cowboys haben am Wochenende für einen Paukenschlag gesorgt, indem sie mit Andy Dalton den ehemaligen Quarterback der Cincinnati Bengals verpflichtet haben. Der 32-jährige Dalton, der aus Texas stammt, unterschrieb bei den Cowboys einen Einjahresvertrag. Dalton kam in seinen 9 Jahren bei den Bengals auf 31.594 Yards und 204 Touchdowns in 4.449 Passversuchen. Nachdem die Verpflichtung bekannt gegeben wurde, wurden Stimmen laut, die diese mit den stockenden Vertragsverhandlungen mit Dak Prescott in Verbindung brachten.

Dass die Verpflichtung des Veteranen ein reines Taktieren im Vertragspoker mit dem Franchise Quarterback sein soll, ist zwar auf den ersten Blick schlüssig, doch hat dieser Deal für alle Parteien sein Gutes. Nicht nur reagieren die Cowboys auf einen möglichen Hold-out von Prescott im Falle scheiternder Vertragsverhandlungen und verbessern sich ihren Backup-Spot bei den Quarterbacks signifikant, da Dalton der bessere Quarterback im Vergleich zu Cooper Rush ist, Dalton wird sich nach dem Jahr in der nächsten Offseason auf mehr offene Stellen als Quarterback in Position bringen, und schlussendlich hat der Deal auch positive Seiten für Dak Prescott. Mit einem Backup in der Hinterhand, dem man zutraut in zwei oder drei Spielen zu starten, sollte sich Prescott verletzen, ist er nicht gezwungen verletzt zu spielen. In der Schlussphase der letzten Saison plagte Prescott eine Schulterverletzung. Dennoch stand, sichtlich eingeschränkt, auf dem Spielfeld. Mit einer guten Vertretung wird er seinen Körper diesem Risiko nicht mehr aussetzen müssen. Prescott wird von der Verpflichtung aber keinen Angriff auf seinen Startplatz sehen, denn sollte er einen Vertrag bei den Cowboys unterschreiben, wäre er definitiv der Starting Quarterback.

Am Tag nach der Verpflichtung von Andy Dalton gaben die Cowboys bekannt, dass man sich vom bisherigen Backup Quarterback Cooper Rush getrennt habe. Rush wurde 2017 von den Cowboys als Undrafted Free Agent verpflichtet. In den drei Jahren, die er bei den Cowboys verbrachte, kam er auf drei Passversuche, von denen einer gefangen wurde. Der Vertrag von Rush wurde erst im März um ein Jahr verlängert.

Damit wird man, wenn man Dak Prescott, trotz nicht unterschriebenem Tender, mitzählt, mit dem Quarterback Quartett Prescott, Dalton, Thorson und  dem frisch gedrafteten DiNucci in das Training Camp gehen.

New York Giants (Emil, @schnapke/ @GiantsGER)

Der Draft ist vorüber, die ersten UDFA wurden verpflichtet und schon stehen die 5th Year Option von Tight End Evan Engram und Safty Jabrill Peppers an. Diese Option wurde auch in beiden Fällen gezogen. Für Engram bedeutet das, dass er 2021 sechs Million Dollar verdient. Bei Peppers kostet es etwas mehr, aber mit  6.8 Millionen Dollar ist trotzdem ein No Brainer.

In den nächsten Tagen wird dann noch der offizielle Spielplan veröffentlicht. Die Giants haben Schon jetzt ein hartes Programm vor sich, da die Heim- und Auswärtsbegegnungen schon feststehen.

Heim: Cowboys, Eagles, Redskins, 49ers, Cardinals, Steelers, Browns und Buccaneers

Auswärts: Cowboys, Eagles, Redskins, Bears, Seahawks, Rams, Bengals und Ravens

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)        

Die Draft ist vorbei und Washington hat den Kader wertvoll aufgewertet. Die offensichtlichen Baustellen, mit denen man in die Draft ging, wurden nur kaum adressiert. Letzte Woche hatte ich dies bemängelt, gerade CB erschien mir pre-draft als unabdingbarer Pick in den sieben Runden. Heute betrachte ich das Angebot auf Corner, was noch frei verfügbar ist, und verzeihe den ‘Skins durchaus, dass man in einer schwächeren Klasse nicht unbedingt einen CB gedraftet hat: 12 der verblieben besten 50 Free Agents nach PFF sind CBs.

36 Millionen Dollar an Capspace sind noch verfügbar, Veteranen für TE und LT gibt es auch noch. OT Jason Peters ist auf dem Markt und auch die Tight Ends Jordan Reed und Delaney Walker sind noch verfügbar. Ein Veteran im Receiving Corp würde Haskins helfen (ja, ich werde solange Hilfe für ihn einfordern, bis sie kommt): Ted Ginn Jr., Demaryius Thomas sind beispielsweise frei und der ein oder andere Wideout sollte demnächst nach den 35 WR-Picks im Draft bald billig zu haben sein. Soweit zur Spekulation.

Zum Abschluß ein Programmhinweis: “Project 11” heißt eine viel diskutierte Doku über QB Alex Smith von ESPN. Gesehen habe ich sie selbst noch nicht, die Kritiken lesen sich bisher durchweg gut. Leichte Kost sei es aber nicht.

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Schon länger wurde diskutiert, ob die Bears ihre Option auf das fünfte Jahr bei Quarterback Mitch Trubisky (25) ziehen. Nach der Verpflichtung von Quarterback Nick Foles (31) wurde es schon unwahrscheinlicher. Dies wurde jetzt auch von den Verantwortlichen bestätigt. Somit wird Trubisky  diese Saison für einen möglichen neuen Vertrag spielen und beweisen müssen, dass er einen Second Pick Overall wert war. Um ihm dabei zu helfen, wurde in dieser Off-Season aktiv in die O-Line sowie Tight Ends und Receiver investiert.

Mit Trevor Davis (26) von den Dolphins und Ted Ginn Jr. (35) von den Saints kommen gleich zwei Receiver und Return Spezialisten nach Chicago. Beide unterschreiben jeweils einen Jahres Vertrag.

Die Secondary wird mit dem ehemaligen Texans Safety Tashaun Gipson Sr. verstärkt. Der 29 jährige unterschreibt für ein Jahr.

Der Defensive Tackle John Jenkins (30) kehrt zu den Bears zurück. Er stand schon 2017 für Chicago auf dem Feld, bevor er 2018 für die Giants und 2019 für die Dolphins spielte.

Zudem wurden die Jersey Nummern der gedrafteten Spieler, sowie der Free Agents  bekannt gegeben. Zu sehen (hier).

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Die Lions bedienten im Draft ihre größten Needs. Auch nach etwas Bedenkzeit bleiben die meisten Stimmen unter Fans positiv gegenüber den Neulingen, auch die meisten Experten  attestieren den Lions einen guten Job gemacht zu haben.

Diese Woche wurde viel darüber spekuliert, ob die Option für ein weiteres, fünftes Vertragsjahr für MLB Jarrad Davis gezogen wird. Die Antwort der Lions lautet Nein, womit der Erstrundenpick aus 2017 in der kommenden Saison um einen neuen Vertrag spielen wird. Davis ist ohne Frage ein toller Athlet, sowohl körperlich als auch mental scheint er mehr als geeignet für eine größere Rolle, doch leider spielen ihm häufig seine Instinkte einen Streich.

Hoffnungen auf ein Spiel der Lions in Europa können die Fans für dieses Jahr bei Seite legen. Zwar wäre man Gerüchten zu Folge wohl gegen die Jacksonville Jaguars in London angetreten, jedoch sagte die NFL aufgrund der Corona-Pandemie alle Spiele außerhalb der USA für die kommenden Saison ab.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Es wird weiter umgekrempelt!

Nachdem man sich vom ehemaligen First Round Pick Defensiv End Vic Beasley getrennt hat, scheint es nun den nächsten zu treffen. Ebenfalls First Round Pick und auch EdgeRusher Takk McKinley verkündet via Twitter, dass die Atlanta Falcons nicht die Option für das fünfte Jahr ziehen. Er muss sich somit jetzt unter Beweis stellen dieses Jahr und zeigen, dass die Falcons damit falsch liegen.

McKinley hat im übrigen alle seine Social-Media-Kanäle danach gelöscht.

Des Weiteren wird weiterhin kontrovers über den diesjährigen First-Round-Pick Cornerback AJ Terrell diskutiert. Viele sehen in ihm einen verschwendeten Erstrunden Pick und attackieren den Trainerstab. Es wird mittlerweile bereits dazu öffentlich aufgerufen ihn willkommen zu heißen, anstatt an ihm „rumzunörgeln“.

Die traurigste Nachricht allerdings ist ganz woanders. Wie die NFL verkündet hat, wird es dieses Jahr keine International Series geben. Das ist deswegen so schlimm, da die Falcons, nach 2014, das zweite Mal über den großen Teich hätten kommen sollten. Bleibt zu hoffen, dass die NFL die gleichen Mannschaften für 2021 bestimmt, wie dieses Jahr. Las Vegas bekommt nächstes Jahr auch den ausgefallen Draft. Bleibt also Hoffnung, dass die NFL da genauso verfährt.

Den Falcons-Fan würde es freuen.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Raphael, @whodat_germany)

Bei den New Orleans Saints war es diese ziemlich ruhig, dafür haben unsere Rookies und unsere Verpflichtungen in der Free Agents ihre Rückennummern bekommen. Am wichtigsten wäre damit zu erwähnen, dass unser neuer Backup QB Jameis Winston die Rückennummer 2 tragen wird. Er kam von den Tampa Bay Buccaneers und wird den Platz von dem letztjährigen Backup Teddy Bridgewater übernehmen. Emmanuel Sanders, der Wide Reciever der letztes Jahr noch für die San Francisco 49ers die Bälle im Super Bowl gefangen hat, wird bei uns mit der 17 auflaufen. Unser Rückkehrer Malcolm Jenkins wird als Safety die Nummer 27 bekommen. Der First Round Pick Ceasar Ruiz, der am College auf der Position des Centers gespielt hat, wird die 51 bekommen. Abgesehen von den Rückennummern, gibt es einige Gerüchte, dass uns Larry Warford noch per Trade verlassen wird. Spekuliert wird über vier Teams die Interesse haben, darunter die Miami Dolphins, Baltimore Ravens, New York Jets sowie die Chicago Bears.

Tampa Bay Buccaneers

NFC West

Arizona Cardinals (Dorian, @GermanBirdgang)

Nach einer ereignisreichen Free Agency und einem spannenden Draft ist die Stimmung bei den Fans der Cardinals dementsprechend positiv. Die Vorfreude auf die kommende Saison wird zunehmend größer.

Diese Woche gestaltet sich weniger ereignisreich als die vorangegangenen. Der vielseitig eingesetzte Linebacker Haason Reddick ist sportlich nie wirklich in Arizona angekommen. Dementsprechend hat sich das Front Office dazu entschieden die Option auf ein fünftes Vertragsjahr bei dem Erstrundenpick aus dem Jahr 2017 nicht zu ziehen. Der ehemalige Nummer 13 Pick wird also Stand jetzt die kommende Saison nutzen um sich erneut zu beweisen und dann 2021 ein Free Agent werden.

Darüber hinaus hat sich Kenyon Drake dazu geäußert, das er die kommende Saison unter dem Franchise Tag spielen wird. Der Running Back wurde während der vergangenen Saison von den Miami Dolphins zu den Cardinals getradet und ist hier sportlich voll eingeschlagen. Drake hat angekündigt die kommende Saison hochmotiviert unter dem Tag spielen und sich auf diese Weise für einen langfristigen Vertrag mit den Cardinals bewerben zu wollen.

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@Simon Hertlein) und Marcel (@MBordon13))

Nachdem der Draft erledigt war ging es für die Rams in das virtuelle Offseason Programm. Das erste Treffen verlief sehr gut und es waren sogar alle Spieler anwesend, was schon erstaunlich ist da das aktuelle Roster aus 87 Spielern besteht. Das Offseason Programm soll zwei mal in der Woche statt finden. Eine Einheit wird rund 90 Minuten dauern. In diesen Einheiten wird zum einen das ganze Team Videoanalysen machen oder die einzelnen Team Teile extra Videoanalysen.

Es gibt ein neues Update zum neuen Rams Stadion. Zu sehen gab es die Team Räume und die Kabinen. Aber das Highlight waren die Bildschirme die über dem Spielfeld hängen. Aber seht hier selbst. Des weiteren wurde in der virtuellen Stadion Ansicht das neue Logo in der Mitte des Spielfeldes durch den neuen Rams kopf ersetzt.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Zum NFL-Draft ist mittlerweile wohl alles gesagt, wer dennoch nicht genug bekommen kann, dem sei unsere Aufarbeitung des gesamten Wochenendes in Podcast-Form ans Herz gelegt – hier entlang!

Mit der Unterschrift von UDFA RB Salvon Ahmed und der Bestätigung, dass QB Nick Mullens seinen Tender unterzeichnet hat, haben die 49ers ihr Roster für die nächsten Offseason-Schritte beisammen – wie auch immer diese ausschauen mögen…

Zudem entschied man sich, die Option auf ein fünftes Vertragsjahr beim damaligen Third-Overall-Pick DT Solomon Thomas verstreichen zu lassen. Er wird dementsprechend nach dieser Saison als Free Agent verfügbar sein, was jedoch nicht bedeutet, dass die Niners ihm keinen weiteren Vertrag anbieten werden.

Neuzugang T Trent Williams stellte sich in einer Zoom-Pressekonferenz den heimischen Medien vor und betonte noch einmal, wie groß die Fußstapfen Joe Staleys seien, die er fortan versuchen möchte, auszufüllen. Er gab an, dass die 49ers sein präferiertes Ziel gewesen seien, weshalb er u.a. Angebote der Rams und der Vikings ausschlug.

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Tight-End-Neuzugang Greg Olsen zeigte sich beim virtuellen Trainingsauftakt in erstaunlicher körperlicher Frühform. Mit diesem Körperfettanteil macht er sogar Wide Receiver DK Metcalf Konkurrenz.

Während sich die Spieler und Trainer so langsam mit der Vorbereitung beschäftigen auf eine Saison, die noch alles andere als gewiss ist, geht unter Fans die Debatte über die Draft-Neulinge der Seahawks weiter. Eine detaillierte Videoanalyse des Erstrundenpick-Linebackers Jordyn Brooks zeigt, dass dieser sich zwar – wie von vielen Seiten bei der Auswahl kritisiert – 2019 in der Passverteidigung nicht wohl fühlte, aber bedingt durch Taktik und Formation in der Saison eine andere Rolle spielte als noch ein Jahr zuvor. Das Videomaterial von 2018 lässt die Fragezeichen in Sachen Passverteidigung schrumpfen.

Massig Wissenswertes zu Brooks, den anderen Picks und einigen Undrafted Free Agents hat das Podcast-Team der German Sea Hawkers gemeinsam mit College-Football-Experte Jan Weckwerth in einer knapp zweistündigen Draft-Ausgabe zusammengetragen.

NFL Draft Rückblick – die NFC!

NFC

NFC East

Dallas Cowboys (Patrick, @kampfokapi)

Draft Picks: WR CeeDee Lamb (Rd.2, Pick 17), CB Trevon Diggs (Rd.2, Pick 51), DT Neville Gallimore (Rd. 3, Pick 82), CB Reggie Robinson II (Rd. 4, Pick 123), C Tyler Biadasz (Rd.4, Pick 146), DE Bradlee Anae (Rd. 5, Pick 179), QB Ben DiNucci (Rd. 7, Pick 231)

UDFA: OT Terence Steele, WR Stephen Guidry, WR Aaron Parker, TE Charlie Taumoepeau, WR Kendrick Rogers, RB Darius Anderson, FB Sewo Olonilua, RB Rico Dowdle, TE Sean McKeon, DT Garrett Marino, DE Ron’Dell Carter, DE LaDarius Hamilton, LB Francis Bernard, LB Azur Kamara, S Luther Kirk

Vor dem Draft zeigten sich die Needs der Dallas Cowboys vorwiegend in der Defensive. Die Offensive, welche mit Ezekiel Elliott einen der besten Running Backs der Liga, Amari Cooper und Michael Gallup zwei Receiver mit 1000-Yards-Seasons und Quarterback Dak Prescott zu den Stärkeren gehört, hatte nur auf der Position des Wide Receiver Nummer drei und nach dem Karriereende von Center Travis Frederick kleine Needs. Dagegen stachen die Löcher auf den Positionen Cornerback, Safety und Defensive End deutlich hervor.

In der ersten Runde kam es an Stelle des 17. Picks zu der Situation, dass mit Wide Receiver CeeDee Lamb ein potenzieller Top-Receiver, wenn nicht für einige Experten der beste Receiver im Draft, noch im Draftpool zu finden war. Für die Verantwortlichen der Dallas Cowboys stellte sich die Frage, ob sie einen Spieler, der einen Need in der Defensive füllt, oder den besten Spieler im verbleibenden Draft wählen sollten. Sie entschieden sich für Letzteres und somit darf sich CeeDee Lamb fortan Dallas Cowboy nennen.

In der zweiten Runde bot sich ein ähnliches Bild, denn Cornerback Trevon Diggs, der als Top 30 Talent galt, war an Stelle 51 noch nicht gezogen worden. Und so war es nicht verwunderlich, dass mit ihm eines der größten Löcher in der Defensive der Cowboys geschlossen wird. Diggs spielt erst seit ein paar Jahren die Position des Cornerbacks, nachdem er früher Wide Receiver spielte.

In Runde drei wurde mit Defensive Tackle Neville Gallimore die Defensive Line weiter verstärkt. Obwohl der Bedarf eher auf der Außenposition gegenüber von DeMarcus Lawrence liegt. Doch man sah in Gallimore einen Spieler, den man hinter den verpflichteten Veteranen Poe und McCoy entwickeln kann.

Die vierte Runde begann für die Cowboys damit, dass man an Stelle 123 mit Reggie Robinson II einen weiteren Cornerback verpflichtete. Doch ganz zum Ende der vierten Runde kam es noch dazu, dass die Cowboys noch einmal in die vierte Runde des Drafts reintradeten. Beachtlich ist der Trade daher, dass er mit den Philadelphia Eagles stattfand, mit denen die Cowboys in der NFC East spielen und eine langjährige Rivalität pflegen. Sie gaben den Pick 164 und einen Fünftrundenpick des nächsten Drafts für den 146. Pick des Drafts ab. An dieser Stelle wählten die Verantwortlichen um Jerry Jones den Center Tyler Biadasz aus. Biadasz gewann den Rimington Award, was ihn als den besten Center im College Football auszeichnet.

Obwohl es Überlegungen gab Defensive End Bradlee Anae schon in der vierten Runde zu draften, sich aber für einen anderen Prospect entschied, kam es dazu, dass Anae in der fünften Runde noch nicht gewählt wurde, sodass er an 179. Stelle von den Cowboys verpflichtet werden konnte. Er wird wohl, sollten Randy Gregory und Aldon Smith nicht rehabilitiert werden, gegenüber von Lawrence in der Defensive Line starten.

In der siebten und letzten Runde des Drafts wurde an der Stelle Nummer 231 mit Ben DiNucci ein Quarterback für die Breite des Kaders verpflichtet.

Der Draft gilt als einer der besten Drafts der letzten Jahre für die Dallas Cowboys und man darf gespannt sein, wie sich die Talente entwickeln. Die Offensive wurde mit CeeDee Lamb zu einem Powerhouse, das sich vor wenigen Mannschaften verstecken muss.

Während des Drafts kam es aber auch noch zu einer sehr traurigen Nachricht. Jace Prescott, Bruder des Quarterbacks der Dallas Cowboys Dak Prescott, starb am Donnerstag. Die Ursache des Todes wurde nicht veröffentlicht. Die Anteilnahme der Cowboys und der Fans war, trotz der Aufregung des Drafts, sehr groß.

New York Giants (Emil, @schnapke/@GiantsGER)

„We want to fix this offensive line once and for all“ – Dave Gettleman

OT Andrew Thomas (Rd.1, Pick 4), S Xavier McKinney (Rd.2, Pick 36), OT Matt Peart (Rd.3, Pick 99), CB Darnay Holmes (Rd.4, Pick 110), G Shane Lemieux (Rd.5, Pick 150), LB Cam Brown (Rd.6, Pick 183), LB Carter Coughlin (Rd.7, Pick 218), LB T.J. Brunson (Rd.7, Pick 238), CB Chris Williamson (Rd.7, Pick 247), LB Tae Crowder (Rd.7, Pick 255)

OT Andrew Thomas, Georgia

Thomas ist 6’5“, wiegt 320 lbs und war einer der vier großen Namen wenn es um Offensive Tackles im Draft ging. Er gilt als am meisten Pro-Ready, True Left Tackle und sofortiger Starter. Hat in seiner gesamten College Karriere nur fünf Sacks und 37 Pressures zugelassen. PFF gab ihm eine 91.3 run-block und 89 pass-block Bewertung im College

S Xavier McKinney, Alabama

Galt als bester, vielseitigster Safety im Draft und First-Round Talent. Hatte 2019 vier Pass-breakups, vier forced fumbles und drei Interceptions. Zudem erlaubte er nur 350 Yards bei 58 targets. Laut PFF eine 88.1 coverage und 87.6 overall grade. Gilt laut manchen Experten als Steal des Drafts.

OT Matt Peart, UConn

Peart ist 6’7“, wiegt 318 lbs und hat mit einer Armlänge von 36 5/8-inch die längsten Arme der Klasse. Sehr athletischer Tackle, der 2019 nur sieben Pressures bei 415 pass-blocking Snaps zugelassen hat. Laut PFF eine 90.1 run blocking und 86.0 pass blocking grade.

Was Peart schon jetzt als Fanliebling klassieren könnte ist, dass er als Giants Fan aufwuchs!

CB Darnay Holmes, UCLA

Hatte acht Interceptions (zwei zum Touchdown) in drei Jahren, spielt aggressiv, was zu den Giants passt, da viel Man Coverage gespielt wird. Kann Kick/Punt-Returner spielen. Ist laut NFL Networks Bucky Brooks der bester Nickel-Corner im Draft.

G Shane Lemieux, Oregon

Lemieux startete jedes Spiel als Left Guard in den letzten vier Jahren. War letztes Jahr laut PFF der No. 3 Guard im College Football und der No. 1 Guard in der PAC-12.  Hat dieses Jahr nur einen Sack und 16 Pressures bei 497 pass blocking Snaps zugelassen. Soll laut HC Joe Judge sowohl als Guard als auch als Center trainiert werden.

LB Cam Brown, Penn State

Sehr athletischer Linebacker, der Tight Ends covern kann und in den letzten beiden Jahren zehn Pässe abgewehrt hat. Hat Probleme mit Tackling (15 missed tackles 2019).

LB Carter Coughlin, Minnesota

Hatte eine gute Combine, soll wegen seiner Größe ( 6’4“, 245 lbs) vom Outside Linebacker  zum Off-Ball Linebacker wechseln.

LB T.J. Brunson, South Carolina 

Drei Jahre Erfahrung als starting Linebacker bei South Carolina und war davon die letzten beiden Jahre Team Captain. Hatte in dieser Zeit 283 tackles, 164 waren davon solo.

CB Chris Williamson, Minnesota 

Wurde in Minnesota als Big-Nickel eingesetzt und in der Passverteidigung auch gern mal als Linebacker. Größtes Manko bei ihm ist, dass er nur 10 Spiele gestartet hat (9 davon als Senior).

LB Tae Crowder, Georgia

Crowder spielte erst RB bevor er als Redshirt Freshman den Wechsel zum ILB vollzog. Startete letzte Saison 13 Spiele für Georgia und erzielte dabei 62 Tackles.

UDFA:

  • OL Kyle Murphy
  • QB Case Cookus
  • TE Kyle Markway
  • WR Rasen John
  • DB Christian Angulo
  • RB Javon Leake
  • WR Derrick Dillion
  • WR Austin Mack
  • WR Binjimen Victor
  • OLB Dana Levine
  • OLB Niko Lalos
  • OLB Dominique Ross
  • WR Rysen John
  • OL Tyler Haycraft
  • DB JaQuarius Landrews
  • DB Malcolm Elmore
  • RB Sandro Platzgummer (aus Österreich durch’s Pathway Programm)

Philadelphia Eagles (Lennart, @LenScholz)

Washington Redskins  (Jonas, @simon19481)

Draftpicks: EDGE Chase Young (Rd.1, Pick 2), RB Antonio Gibson (Rd. 3, Pick 66), OT Saahdiq Charles (Rd. 4, Pick 108), WR Antonio Gandy-Golden (Rd. 4, Pick 142), OL Keith Ismael (Rd. 5, Pick 156), LB Khaleke Hudson (Rd. 5, 162), S Kamren Curl (Rd. 7, 216), DE James Smith-Williams (Rd. 7, Pick 229)

UDFA: TE Thaddeus Moss, QB Steven Montez,WR Isaiah Wright, WR Johnathan Johnson

Keine Überraschung zu Beginn: EDGE Chase Young kommt als einer der besten Passrush-Anwärter der letzten Jahre nach Maryland. Für die meisten ist er der beste Spiele der Klasse. PFF hat niemals zuvor eine so gute Note für einen Passrusher am College vergeben. Mit der Wahl haben die Skins in jedem der letzten vier Jahre einen Pick in Runde eins für einen D-Liner ausgegeben – Rekord.

Als nächster Spieler kam mit Gibson ein RB, der als Receiver eingesetzt werden kann und dazu Tackles bricht. Viele Carries hat er auf dem College nicht gesehen, was durchaus kein Nachteil sein muss.

Bevor Tag drei begann, endete die Saga um Trent Williams: Der LT geht für einen 5th rounder dieses und einen drittrunden Pick nächstes Jahr nach San Francisco. Kein sehr hoher Preis, aber in Anbetracht der schlechten Verhandlungsposition ein solider Trade.

Seinen Nachfolger erhoffen sich die Skins in OT Saahdiq Charles gefunden zu haben. Ihm fehlt aber wohl noch die Power und in Pass Protection soll er noch sehr roh sein. Also ist er eher ein Projekt, als Starter ab Saisonstart. In Runde vier kam mit Antonio Gandy-Golden noch ein großer Possession-Receiver, mit wenig ausgeprägtem Route-Tree und limitierten Fähigkeiten Separation zu generieren. Er sollte aber in der Redzone eine gefährliche Waffe sein. Den Pick der 49ers in Runde 5 nutzte Washington für einen weiteren O-Liner: Keith Ismael spielte Guard und Center, ist mobil und spielintelligent. LB Hudson ist ein Locker-Room-Guy, Special-Teamer und vielfältig einsetzbar. S Curl kann im Backfield divers eingesetzt werden. Wieso man in Runde 7 noch einen Edgerusher in Smith-Williams gewählt hat, weiß wohl außerhalb des Frontoffices keiner.

CB und TE wurden im Draft nicht addressiert. Mit TE Thaddeus Moss kommt zumindest der Sohn von HOF Randy Moss als UDFA. Lokalnachrichten: DE David Bada von den Unicorns aus Schwäbisch Hall darf sich auch im Training Camp beweisen: als Teilnehmer des International Pathway Programs unterschrieb er in Washington und gehört damit schon jetzt quasi mindestens zum Practice Squad 2021.

Für die wenige Munition mit der Washington in den Draft ging, hat man viel Value heraus geholt. Löcher bleiben aber und mehr Unterstützung für Dwayne Haskins hätte es meiner Meinung nach insgesamt geben können.

NFC North

Chicago Bears (Alex, @shuric8)

Draft Picks: TE Cole Kmet (Rd. 2, Pick 43), DB Jaylon Johnson (Rd. 2, Pick 50), OLB Trevis Gipson (Rd. 5, Pick 155), DB Kindle Vildor (Rd. 5, Pick 163), WR Darnell Mooney (Rd. 5, Pick 173), OL Arlington Hambright (Rd. 7, Pick 226), OL Lachavious Simmons (Rd. 7, Pick 227)

Undrafted Free Agents: RB Artavis Pierce, WR Ahmad Wagner, OL Dieter Eiselen, OL Badara Traore, DL LaCale London, DL Trevon Swain, LB Ledarius Mack, LB Rashad Smith

Für die Chicago Bears ging’s beim diesjährigen Draft erst in der zweiten Runde los. Auch wenn sie zum Zeitpunkt des Drafts zehn Tight Ends unter Vertrag hatten, pickten die Bears den TE Cole Kmet an 43. Stelle. Kmet ist in einem Vorort von Chicago aufgewachsen und ist schon sein Leben lang Bears Fan. Er ist der einzige Tight End, der in den ersten zwei Runden gedraftet wurde und gilt als bester seiner Position bei diesem Draft. Er bringt die nötige Größe und Gewicht mit. Kann gut fangen und den Ball im Lauf behaupten. Zudem ist er ein guter Blocker an der O-Line.

An Stelle 50 wurden die Dienste von Cornerback Jaylon Johnson gesichert. Dass ein CB gedraftet wird, war abzusehen, nachdem Prince Amukamara entlassen wurde.

Mit Trevis Gipson an Stelle 155 pickten die Bears ein Defensive End. Gipson versteht es den gegnerischen Quarterback unter Druck zu setzen, was er auf dem College gut unter Beweis gestellt hat.

Ein weiterer Cornerback wurde mit Kindle Vildor an 163. Stelle gepickt. Somit verbuchen die Bears acht Spieler auf dieser Position.

Darnell Mooney, ein sehr schneller Wide Receiver, der die 40 Yards in 4,38 Sekunden im Combine lief, wurde an Stelle 173 gezogen.

Für die Offensive wurden zudem die Tackle Arlington Hambright und Lachavious Simmons an 226 und 227 overall gepickt.

Detroit Lions (Manuel, @_ManDet_)

Draftpicks: CB Jeff Okudah (Rd. 1, Pick 3), RB D’Andre Swift (Rd. 2, Pick 35), DE Julian Okwara (Rd. 3, Pick 67), OG Jonah Jackson (Rd. 3, Pick 75), OG Logan Sternberg (R4. 3, Pick 121), WR Quintez Cephus (Rd. 5, Pick 166), RB Jason Huntley (Rd. 5, Pick 172), DT John Penisini (Rd. 6, Pick 197), DT Jashon Cornell (Rd. 7, Pick 235)

UDFA: LS Steven Wirtel, FB Luke Sellers, TE Hunter Bryant, S Jalen Elliot, P Arryn Siposs, DB Bobby Price, DB Jeremiah Dinson

Wenig überraschend wurde Top-CB Jeff Okudah an Position 3 ausgewählt. Die Gerüchte um einen Trade-Down in der ersten Runde bestätigten sich nicht, tatsächlich bekam Bob Quinn wohl nur ein Angebot der Jaguars. Mit Okudah soll das große Loch gestopft werden, welches Darius Slay hinterlässt.

Sehr viel überraschender war die Wahl von RB D’Andre Swift zu Beginn der zweiten Runde. Kerryon Johnson konnte bisher keine Saison ohne mehrere Ausfälle absolvieren, weshalb mit den Verpflichtungen von Swift und Jason Huntley in Runde 5 nun Tiefe auf dieser Position besteht. Swift wurde von vielen Experten als bester RB im Draft bewertet.

Die Wahl von EDGE Julian Okwara an Position 67 dürfte einen Steal darstellen und adressiert den dringend benötigten Pass-Rush. Okwara könnte ab Tag 1 Starter werden. Julians Bruder, Romeo Okwara, steht seit 2018 im Kader der Lions und spielt nun mit seinem Bruder im selben Team.

Die O-Line wurde von Bob Quinn mit zwei nacheinander folgenden Picks adressiert: Jonah Jackson könnte sofort als RG starten, Logan Sternberg dürfte sich in die Rotation auf LG einreihen. Nachdem in der sechsten und siebten Runde noch zwei DTs gewählt wurden, verfügen die Lions nun über viel Tiefe in beiden Lines.

Aus den ersten 4 Picks könnten schon in der kommenden Saison 4 Starter werden, dazu konnten andere Baustellen mit Perspektivspielern ergänzt werden. Die Fangemeinde scheint durchaus zufrieden, was in Detroit nicht selbstverständlich ist. Lediglich die Auswahl eines RB in Runde zwei, sowie nur einem höheren Pick für den Pass Rush lässt dagegen einige Fragen aufkommen.

Green Bay Packers (Max, @KaesekopfDE)

Draftpicks: QB Jordan Love (Rd 1, Pick 26), RB AJ Dillon (Rd. 2, Pick 62), TE Josiah Deguara (Rd. 3, Pick 94), ILB Kamal Martin (Rd. 5, Pick 175), G Jon Runyan (Rd. 6, Pick 192), C Jake Hanson (Rd. 6, Pick 208), OT Simon Stepaniak (Rd. 6, Pick 209), S Vernon Scott (Rd. 7, Pick 236), DE Jonathan Garvin (Rd. 7, Pick 242)

Undrafted Free Agents: Stanford Samuel, CB, Tipa Galeai, EDGE, Henry Black, S, Will Sunderland, CB, Darrell Stewart Jr., WR, Travis Buffy, OL, Krys Barnes, LB, Patrick Taylor Jr., RB, Stevie Griffin, LB, Delontae Scott, EDGE, Willington Previlon, DL

Die Packers hatten wohl einen der kontroversesten Drafts aller Teams. Während viele Analytics-Experten den Zweitrunden-Runningback und die generelle Qualifikation anzweifelten, beschwerten sich die Packers-Fans großteils über das Fehlen des WR-Picks in einer sonst als sehr stark betrachteten WR-Klasse. Dass Brian Gutekunst das anders einschätzte, wurde in einer PK nach dem Draft deutlich – die Spitze sei, so Gutekunst, tatsächlich gut besetzt gewesen, aber bei den Picks der Packers hätte ihm das Big Board andere Picks “vorgeschlagen”. Und eins weiß man in Green Bay schon seit über 20 Jahren: Das Big Board ist heilig. Wer am Draft-Tag seine Vorbereitung umschmeißt, ist ein Idiot, hat sinngemäß mal Ron Wolf, Hall of Fame GM der Packers, gesagt.

Die größte Kontroverse gab es aber nach Tag 1, als die Packers für einen Quarterback nach vorne tradeten. Warum? Laut Gutekunst hatten ihn die Packers unter ihren Top 10 Picks – auf 26 wäre man dann nach vorne getradet, weil der Value einfach zu gut gewesen sei und weil sonst ein anderes Team zugeschnappt hätte.

Man mag denken über diese Picks was man will, aber die Packers unter Gutekunst stellen sich wie schon unter Ted Thompson im Draft nicht maßgeblich für 2020, sondern genauso sehr für 2021 und 2022 auf.

Minnesota Vikings (Jonas, @JonasStaerk)

Die Draftklasse der Minnesota Vikings war eine der häufiger diskutierten Klassen im NFL Draft 2020. Das ist nicht wirklich überraschend, denn kein Team wählte mehr Spieler aus. Die 15 Picks waren aber nicht nur die meisten in dieser Klasse. Seit 1994 – dem Jahr in welchem die NFL ihr Draft-Format auf sieben Runden reduzierte – wählte kein Team in einem einzelnen Draft so viele Spieler aus.

Bereits in der ersten Runde waren die Vikings zweimal dran. Mit dem 22. Pick wählte GM Rick Spielman Wide Receiver Justin Jefferson. Das LSU-Produkt kann outside und im Slot spielen, ist ein sauberer Route Runner mit sicheren Händen und war mit 25 verursachten Missed Tackles einer der besseren Läufer nach dem Passfang.

Den 25. Pick tauschten die Vikings mit den San Francisco 49ers gegen den 31. Pick sowie einen Viert- und einen Fünftrundenpick. Den 31. Pick nutzte man dann für TCU Cornerback Jeff Gladney, der zwar etwas klein für einen Outside Cornerback ist, aber dennoch ein gutes Gespür für den Ball hat.

Am zweiten Draft-Tag kamen dann mit Offensive Tackle Ezra Cleveland und Cornerback Cameron Dantzler zwei weitere Spieler hinzu, die zumindest die Chance auf einen Platz als Starter haben.

Den Grundstein für die außergewöhnliche Größe der Klasse legte ein Handel mit den New Orleans Saints, in welchem sich die Vikings im Austausch für ihren zweiten Drittrundenpick Picks in der vierten, fünften, sechsten und siebten Runde sicherten.

An Tag Drei wählten die Vikings dann insgesamt elf weitere Spieler aus. Von ihnen dürften Defensive Tackle James Lynch, Linebacker Troy Dye und die beiden Defensive Ends D.J. Wonnum und Kenny Willekes die größten Chancen auf frühe Einsätze haben.

Von den 13 Picks am dritten Draft-Tag tauschten die Vikings zwei Picks gegen Picks für den Draft 2021. Hinzu kommen ein Viertrundenpick aus dem Diggs-Trade und voraussichtlich zwei Compensatory Picks. Nach dem aktuellen Stand könnten die Vikings also auf insgesamt zwölf Draft-Picks im kommenden Jahr zurückgreifen.

NFC South

Atlanta Falcons (@alesantoz)

Hier die Picks des 2020 Drafts

(Rd 1, pick 16) CB A.J. Terrell, (Rd 2, pick 47) DE Marlon Davidson, (Rd 3, pick 78) C Matt Hennessy, (Rd 4, pick 119) LB Mykal Walker, (Rd 4, pick 134) S Jaylinn Hawkins, (Rd 7, pick 228) P Sterling Hofrichter

UDFA

FB Mikey Daniel, OL Evin Ksiezarczyk, OT Hunter Atkinson, WR Chris Rowland, LB Bryson Young, DB Tyler Hall, LB Jordan Williams, CB Rojesterman Farris II, TE Caleb Repp, OL Austin Capps, DE Austin Edwards, CB Delrick Abrams, DE Hinwa Allieu, OL Scottie Dill, TE Jared Pinkney, LB Rayshawn Wilborn, WR Juwan Green, DT Sailosi Latu, WR Jalen McCleskey

Erwartet wurde ein Feuerwerk, aber daraus wurde leider nichts.
General Manager Thomas Dimitroff fand keinen geeigneten Verhandlungspartner, um von Postion 16 unter die Top-5 zu gelangen.  Und so wurde mit dem 16. Pick ein Junge aus Atlanta gedraftet, den die Experten als siebtbesten Cornerback eingestuft hatten. Er ist recht groß und mit 4,42 Sekunden auf 40-Yards auch sehr schnell, aber ihm werden Schwächen in der Pass-Coverage nachgesagt. Es liegt also an den Coaches diesen Rohdiamanten zu schleifen.
Hingegen wird Defensive End Marlon Davidson als Steal angesehen. Der dynamische End kann auch als Defensive Tackle eingesetzt werden und wird somit mit Starplayer Grady Jarrett die Defense-Line verstärken.
Center Matt Hennessy ist vielseitig und wird aller Voraussicht auf Guard beginnen. Sehr wahrscheinlich wird er nächstes Jahr Center spielen, da Center Alex Macks Vertrag dann ausläuft.
Linebacker Walker kann sich als Ersatz für den entlassen Linebacker Devondre Campbell ansehen, während Safety Hawkins ein richtiges Schnäppchen ist. Bei mindestens über 200 geworfenen Pässen auf seine Position, hat er ein Passer Rating von nur 1,7 zugelassen. Ein Spitzenwert.
Punter Hofrichter wurde vor allem auch wegen seiner Physis gedraftet. Er ist sich nicht zu Schade das Tackle zu machen. Ein wichtiger Faktor im Special-Team.

Carolina Panthers

New Orleans Saints (Jonas, @simon19481)

Draftpicks: IOL Cesar Ruiz (Rd.1, Pick 24), LB Zack Baun (Rd. 3, Pick 74) TE Adam Trautman (Rd. 3, Pick 105), QB Tommy Stevens (Rd. 7, Pick 240)

UDFA: WR Marquez Callaway, OT Calvin Throckmorton, OL Jordan Steckler, OT Darrin Paulo, DT Malcolm Roach, RB Tony Jones Jr., DB Keith Washington, LB Joe Bachie, WR Juwan Johnson, DL Gus Cumberlander, DB Tino Ellis

Die Saints haben einen prallgefüllten QB-Room: Nicht nur verlängerte New Orleans mit Taysom Hill für zwei Jahre (16 Mio garantiert) und draftete QB Tommy Stevens in der siebten Runde, sondern holte dazu Jameis Winston vom Rivalen aus Tampa Bay für ein Jahr.

Das zweite Jahr in Folge nutzten die Saints ihren ersten Pick für die interior Offensive-Line: Cesar Ruiz spielte am College zumeist Center, sollte aber auf Guard verschoben werden. Er ist ein physischer Spieler, der verschiedene Blocking-Schemes beherrscht und technisch weit ist. Die sowieso starke O-Line wird damit noch weiter aufgewertet.

Für LB Zack Baun gab man Pick 88 und den drittrunden Pick 2021 nach Cleveland. Er soll den großen Need auf Off-Ball LB schließen, hat aber am College auch außen als Passrusher gespielt. Also ein vielfältig einsetzbarer Spieler, der jedoch mit einigen medizinischen Fragezeichen daher kommt. TE Adam Trautman war einer der besten Prospects in einer schwachen Klasse. Er kann blocken, ist ein guter Routerunner, schnell ist er hingegen nicht (4.80 40yds beim Combine). Die Wahl kam die Saints teuer zu stehen: für den Uptrade gingen alle restlichen vier Picks nach Minnesota. Um doch noch einen jungen QB zu holen, gab man einen 6th rounder nächstes Jahr nach Houston und holte Tommy Stevens, der einige vom Typ eher an Taysom Hill erinnert, denn als Nachfolger für Brees erscheint.

Die Saints gehen erneut All-In. Für nächstes Jahr hat man schon jetzt wieder 2 Picks abgegeben, der Cap ist eng und der Vertrag von Winston ist noch nicht einmal eingerechnet. Der ein oder andere Spieler sollte diese Offseason noch abgegeben werden.

Tampa Bay Buccaneers

Draftpicks:

Round 1 Pick 13 OT Tristan Wirfs, Round 2 Pick 45 S Antoine Winfield Jr, Round 3 Pick 76 RB Ke’Shawn Vaughn, Round 5 Pick 161 WR Tyler Johnson, Round 6 Pick 194 DT Khalil Davis, Round 7 Pick 241 OLB Chapelle Russell, Round 7 Pick 245 RB Raymond Calais

Undrafted Free Agents: QB Reid Sinnett, OL John Molchon, WR John Pearson, OL Nick Leverett, S Javon Hagan, WR John Hurst, OLB Cam Gill,  LB Michael Divinity, CB Parnell Motley, C Zach Shackleford, DL Nasir Player, DL Benning Potoa’e, WR Travis Jonsen

Die Bucs haben alles in allem einen super Draft hingelegt. Niemand im Front Office hätte gedacht, dass einer der Top 4 Tackles in ihre Hände fällt. Am Ende sind sie auf Nummer sicher gegangen und haben mit den San Francisco 49ers die Plätze getauscht und Tristan Wirfs aus Iowa mit dem 13. Pick ausgewählt. Ein super athletischer Spieler, der nun die rechte Seite von Tom Brady beschützen wird, klarster Need im Team und ein sicherer Pick.

In der zweiten Runde wurde die Secondary durch FS Antoine Winfield Jr. verstärkt. Er ist der Sohn von Vikings Legende Antoine Winfield und spielte College Football bei den Minnesota Golden Gophers, ist er etwas klein geraten und war in seinen ersten beiden Jahren von Verletzungen geplagt. Das macht er allerdings durch überragende Spielintelligenz, enorme Reichweite und gutem Tackling wett. Er scheut einfach keinen Kontakt und trifft den Gegner sehr hart. Wenn man ihn auf Tape sieht erkennt, man schnell dass er ein „Baller“ ist, wie man im Football so gern sagt.

In der dritten Runde war dann Running Back dran. Der Pick klang erstmal ernüchternd, weil Ke’Shawn Vaughn von Vanderbilt auf vielen Big Boards eher weiter hinten angesiedelt war. Genauer betrachtet erkennt man aber durchaus, warum er ein Spieler ist, den Bruce Arians draften würde. Er ist solide in Pass Protection, kann den Ball aus dem Backfield fangen, läuft gut zwischen den Tackles und ist auch relativ schnell auf den Beinen. Ronald Jones sollte Konkurrenz bekommen und die hat er nun.

Dann in Runde 5 noch Tyler Johnson draften zu können, hat bei vielen Bucs Fans und auch Analysten Jubelstürme ausgelöst. Der Pick wird als einer der „Steals“ des Drafts bezeichnet. Für Tampa Bay füllt er eine große Baustelle. Als neuer Wide Receiver drei sollte er für Tom Brady viele Bälle aus dem Slot heraus fangen und das ist auch Johnsons Kernkompetenz. Läuft super geschmeidige Routen und kreiert ständig Separation. Außerdem ist er im Moment des Catches sehr stark und damit eins gegen eins sehr schwer zu schlagen. Tom Brady darf sich auf eine Offense freuen, die dadurch noch stärker werden sollte.

In den Runden 6-7 wurden dann noch einige Spieler für die Kadertiefe geholt, von denen am Khalil Davis heraussticht: Ein Defensive Tackle von Nebraska, der sehr athletisch ist und für seine Gewicht relativ schnell. Vermutlich jemand für die D-Line Rotation.

Zwei Undrafted Free Agents auf die man achten sollte sind OLB Michael Divinity von LSU und CB Parnell Motley von Oklahoma. Divinity hatte einige Probleme abseits des Spielfeldes und Motley zwei eher schlechte College Jahre zu Beginn. Im letzten Jahr hat letzterer aber sehr gut gespielt und unter anderem Spieler wie Denzel Mims oder Jalen Reagor aus dem Spiel genommen, wodurch schon Verwunderung aufgekommen ist, warum er nicht gedraftet wurde. Beide Spieler haben gute Chancen ins Team zu kommen, da beide Positionsgruppen eher dünn besetzt sind.

NFC West

Arizona Cardinals (Max, @GermanBirdgang)

Draftpicks: LB Isaiah Simmons (Rd. 1, Pick 8), OT Josh Jones (Rd. 3, Pick 72), DT Leki Fotu (Rd. 4, Pick 114), DT Rashard Lawrence (Rd. 4, Pick 131), LB Evan Weaver (Rd. 6, Pick 202), RB Eno Benjamin (Rd. 7, Pick 222)

Undrafted Free Agents: OL Jake Benzinger, OL Jackson Dennis, OL Drew Dickinson, OL Steven Gonzalez, TE Ryan Becker, TE Parker Houston, RB Sirgeo Hoffman, RB Jonathan Ward, WR Jermiah Braswell, WR Rashard Medaris, WR JoJo Ward, WR Devin Phelps, WR Bejour Wilson, WR Shane Leatherbury, DL T.J. Carter, DL Adam Shuler, LB Reggie Walker, CB Zane Lewis, CB jace Whittaker, CB Jarren Williams, S Reggie Floyd

Die Draft-Woche ist zu Ende und wir wollen einmal die Picks der Arizona Cardinals revue passieren lassen. Wen haben die Cardinals gewählt, wie wird der Pick bewertet und worauf sich diese Entscheidung zurückzuführen lässt steht hier im Fokus.

Mit Ihrem ersten Pick in Rd.1 an Pos. 8 haben die meisten Experten, wie auch Fans, mit einem der Top Offensive Lineman gerechnet. Doch ziemlich unerwartet war, als die Cardinals an der Reihe waren, Top-Prospect LB Isaiah Simmons noch zu haben. Die Entscheidung fiel GM Steve Keim sehr leicht und der vermeintlich BPA (Best Available Player) wurde gepickt. Er fällt vor allem durch seine Flexibilität auf und kann fast überall in der Defensive eingesetzt werden. Am College spielte er sowohl als Linebacker, als auch Cornerback, Edge Rusher und Safety. Zusätzlich ist es egal ob WR, RB oder TE, er kann sie alle decken und verteidigen. Eine wahre Bereicherung in der Cardinals Defense.

Die zweite Runde im Draft mussten die Cardinals aussetzen, da im laufe der Offseason dieser Pick Bestandteil des Hopkins-Trade war. Somit gehen wir zur dritten Runde und diese hatte eine große Überraschung im Schlepptau. Einer von Experten eingestufte Top-Offensive Lineman Josh Jones fällt den Cardinals in die Arme. Der Need auf der Offensive Lineman Position war immer noch vorhanden und somit wählten die Cardinals in Rd.3 an Pos. 72 OT Josh Jones. Eine wahre Verstärkung beim Schutz von Kyler Murray. Jones ist ein Rohdiamant der noch geschliffen werden muss, aber durch seine Flexibilität an Spielpositionen in der Offensive Line sorgt er hier für die nötige Tiefe.

In Runde 4 hatten die Cardinals gleich zweimal das Recht einen Nachwuchsspieler zu wählen. Beide in dieser Runde ausgewählten Spieler sollen für Tiefe auf der Defensive Tackle Position sorgen. Somit wurde in Rd.4 an Pos 114 DT Leki Fotu und an Pos. 131 Rashard Lawrence ausgewählt. Beide haben ihre Stärken und Schwächen, ergänzen sich jedoch gegenseitig sehr gut. Das Potential zum Starter ist vorhanden und muss nun nur noch aus ihnen herausgeholt werden. Zusätzlich zur Tiefe in der Defensive Line könnten sich die beiden auch zu Spielern im Special Team etablieren.

Die Runde 5 wurde mal wieder ausgesetzt, da auch dieser Pick in einen Trade verwickelt war. Kurze Erinnerung, wir haben Kenyan Drake von den Miami Dolphins geholt. In Rd 6 an Pos. 202 holten die Cardinals mit LB Evan Weaver den Tackling-Leader aller College Spieler. Für die Rolle eines “three-down” Linebackers wird es bei ihm aufgrund zu großer Schwächen gegen den Pass wohl nie reichen. Wenn er jedoch als verlässlicher Laufverteidiger/Back-Up für dringend benötigte Tiefe auf der Position sorgt und dazu in den Special Teams seinen Beitrag zum Erfolg der Cardinals leisten kann, hat sich die Wahl in Runde 6 mehr als gelohnt.

Mit dem für die Cardinals letztem Pick in Rd. 7 an Pos. 222 wurde RB Eno Benjamin geholt. Das Eno Benjamin so weit im Draft fällt war kaum zu erwarten. Er ist aufjedenfall ein sehr solider RB und kann Yards kreieren, ob im Lauf oder auch als Receiver. Eno Benjamin passt sehr gut in die Cardinals Offense und wird sich sicher früh in der Rotation auf der RB Position wiederfinden.

Abschließend lässt sich erkennen, dass dies ein Draft mit richtig Potential für die neue Season der Cardinals war. Alle Picks haben einen nachvollziehbaren Hintergrund und einige würden wir sogar ganz klar als “Steal” bezeichnen. Wir freuen uns die neuen Gesichter in der kommenden Season in Action zu sehen.

Los Angeles Rams (Simon Hertlein (@SimonHertlein) und Marcel (@MBordon13))

Runde 2 Pick 52 Cam Akers Runningback, Runde 2 Pick 57 Van Jefferson Wide Receiver, Runde 3 Pick 84 Terrell Lewis Edge Rusher, Runde 3 Pick 104 Terrell Burgess Safety, Runde 4 Pick 136 Brycen Hopkins Tight End, Runde 6 Pick 199 Jordan Fuller Safety,  Runde 7 Pick 234 Clay Johnston Linebacker, Runde 7 Pick 248 Sam Sloman Kicker, Runde 7 Pick 250 Tremayne Anchrum Guard

Nach dem die Rams auch in diesem Draft in Runde 1 aussetzen mussten, haben sich natürlich alle auf den ersten Pick in Runde 2 gefreut. Als es endlich soweit war, war die Überraschung sehr groß.
Wir stellen alle Spieler so wie sie gewählt wurden kurz vor. Zum Schluss gibt es dann noch eine Übersicht der Undrafted Free Agent (UDFA).

Runde 2 Pick 52 Cam Akers Runningback

Einen Runningback mit dem ersten Pick hat die meisten Rams Fans überrascht, wo viele die OLine als das größte Problem angesehen haben. Dennoch ergibt der Pick Sinn. Zumal wir dadurch einen Runningback mehr haben und er sich auskennt mit einer dürftigen OLine Leistung abzuliefern. Seine OLine beim Universitäts Team war auch katastrophal. Vllt wird er der Todd Gurley Nachfolger, warten wir es ab.

Runde 2 Pick 57 Van Jefferson Wide Receiver

Auch der zweite Pick hat überrascht. Aber auch dieser ergibt Sinn. Zumal einigen klar war dass ein Wide Receiver (WR) gedraftet wird, nur eben nicht so früh im Draft. Jeffersons Spielstil gleicht dem von Cooper Kupp. Welcher nächste Saison ein Free Agent wird. Ob man hier schon seinen möglichen Ersatz gedraftet hat bleibt abzuwarten. Tory Holt ist großer Fan von Van Jefferson.

Runde 3 Pick 84 Terrell Lewis Edge Rusher

Hier gilt ganz klar zu sagen, wenn er Fit bleibt in der Saison ist der Pick an dieser Stelle ein absoluter Steal. Er ist ein großer dünner Athlet der eine solide Abwehrleistung hat und seine Augen super einsetzt, Er hat lange kräftige Arme um einen Offensive Tackle mal eben links liegen zu lassen. Wie schon erwähnt, wenn er fit bleibt dürfen die Rams sich auf diesen Spieler sehr freuen.

Runde 3 Pick 104 Terrell Burgess Safety 

Terrell Burges wird mit Tyrann Mathieu (aktuell bei den Kansas City Chiefs) verglichen. Er hat ein super Pass Coverage wird aber nicht als Tag 1 Starter in Frage kommen. Außer als Nickel Cornerback. Hier könnte er der Ersatz für Nickell-Robey Coleman werden. Kommt stark an wie das neue Defense System der Rams aussehen wird.

Runde 4 Pick 136 Brycen Hopkins Tight End

Auch dieser Pick hat einige überrascht, bei genauer Betrachtung aber gar nicht so verkehrt. Gerald Everett wird nächste Saison ein Free Agent. Und Tyler Higbees Vertrag wurde erst verlängert. Das würde zum einen bedeuten das Brycen Hopkins als Ersatz für Higbee gedraftet wurde. Oder auch in der Offense ein paar Veränderungen haben werden und mit zum Beispiel 3 Tight Ends spielen werden. Ähnlich wie die Baltimore Ravens. In 4 Jahren hat er 1945 Yards produziert und für 16 Touchdowns gesorgt.

Runde 6 Pick 199 Jordan Fuller Safety

Mit dem legendären “Tom Brady Pick” haben sich die Rams einen weiteren Safety geschnappt. Zu diesem hatten wir zu Redaktionsschluss zu wenige Infos um diese hier zu erwähnen.

Runde 7 Pick 234 Clay Johnston Linebacker

Als Clay Johnston den Anruf der Rams erhielt das sie sich für ihn entschieden haben, hatte Clay wohl soviel Energie in sich, das er am Telefon zu Les Snead und Sean McVay sagte das er für sie Wände einreisen wird. Wir hoffen an dieser Stelle dass seine Wände zu Hause noch heil sind. Auch der in Rente gegangene Eric Weedle ist begeistert von ihm. Sein Wortlaut: “Großartiger Junge, er wird das Team besser machen, merkt euch meine Worte”

Runde 7 Pick 248 Sam Sloman Kicker

Ein weiterer Kicker den wir nun im Team haben. Sam Sloman hat ein großartiges und starkes Bein mit dem er auch Fieldgoals aus 50 Yards treffen kann.

Bleibt abzuwarten in wie weit er sich vorallem gegen Lirim Hajrullahu und Austin McGinnis schlagen wird. Das wir mit allen drei Kickern in die Saison gehen werden ist sehr unwahrscheinlich.

Runde 7 Pick 250 Tremayne Anchrum Guard

Mit dem letzten Pick haben die Rams dann doch noch eine Verstärkung für die OLine geholt. Tremayne hat im College viel als Right Tackle gespielt und wird jetzt als Guard gedraftet. Ob das am Ende die Position sein wird auf der ab und zu spielen wird muss man abwarten. Man kann aber sagen das einige Experten überrascht waren das er so spät gedraftet wurde. In ihm steckt eine Menge Potenzial.

Kommen wir zu den UDFA:

  • WR Easop Winston JR
  • QB Josh Love
  • WR Earnest Edwards
  • EDGE Greg Reaves
  • RB James Gilbert
  • DT Sam Renner
  • DL Michael Hoecht
  • DL Eric Banks
  • OL Cohl Cobral
  • DB Juju Hughes
  • WR Trishton Jackson
  • RB Xavier Jones
  • WR JJ Koksi
  • CB Dayan Lake
  • CB Tyrique McGhee
  • WR Brandon Polks
  • LB Christian Rozeboom
  • CB Levonta Taylor
  • DL Jonah Williams
  • QB Bryce Perkins

Einen abschließenden Satz möchte ich noch schreiben. Seit dem McVay der Headcoach der Rams ist hat er bisher immer so gedraftet das die Leute sich in der Saison entwickeln und für die nächste Saison als Starter in Frage kommen. Deshalb ergeben einige Picks auf dem ersten Blick wenig Sinn bei genauer Betrachtung aber durchaus sehr viel.

San Francisco 49ers (Lars, @LarsRiedenklau/@49ersEmpireGER)

Die San Francisco 49ers erlebten trotz der wenigen vorhandenen Draft-Picks ein aufregendes Wochenende. Zwar wählte man im Endeffekt nur fünf Spieler aus, innerhalb des Rosters der Niners tat sich jedoch einiges.

Doch der Reihe nach: Nach einem Downtrade mit den Buccaneers entschieden sich die 49ers an 14. Stelle der ersten Runde für DT Javon Kinlaw (South Carolina), der die Lücke, die DeForest Buckner hinterlassen hat, ausfüllen soll. Für den Trade erhielten die Niners einen zusätzlichen Viertrundenpick der Buccs.

Diesen Pick (an 117. Stelle) nutzte man dann, um den 25. Pick der ersten Runde von den Minnesota Vikings zu ergattern. Hierfür gab man zudem den 31. Pick und den 176. Pick im diesjährigen Draft ab. Die 49ers wählten dann den Brandon Aiyuk (Arizona State) aus. Aiyuk sei laut HC Kyle Shanahan der Nr. 1-Receiver auf dem Board der Niners gewesen, noch vor CeeDee Lamb, Jerry Jeudy und Henry Ruggs…

Nach einigen Trades, wofür die 49ers Matt Breida (Dolphins, Fünftrundenpick) und Marquise Goodwin (Eagles, Sechstrundenpick) abgeben mussten, wählte San Francisco mit OL Colton McKivitz (West Virginia), TE Charlie Woerner (Georgia) und WR Jauan Jennings (Tennessee) lediglich drei weitere Spieler aus, die wohl allesamt um einen Roster-Spot kämpfen müssen.

Zusätzlich nahmen die 49ers Berichten zufolge bislang insgesamt zehn Undrafted Free-Agents unter Vertrag. Hierunter auch die Runningbacks Salvon Ahmed (Washington) und Jamycal Hasty (Baylor), die von vielen Experten als Late-Round Picks angesehen wurden. Man hofft natürlich, ein weiteres Juwel wie Matt Breida finden zu können, der damals ebenfalls nicht gedraftet wurde. Außerdem erwähnenswert: S Jared Mayden (Alabama) und WR Chris Finke (Notre Dame).

Wer sich wunderte, dass die 49ers früh im Draft keinen Offensive-Lineman zogen, um Joe Staleys möglichen Ersatz zu verpflichten, wurde an Tag drei des Drafts aufgeklärt. Kurz nach Beginn der 4. Runde wurde bekannt, dass die Washington Redskins den mehrfachen All-Pro Trent Williams nach San Francisco verschiffen, im Gegenzug wanderte der diesjährige 5. Rundenpick und ein 3. Rundenpick im nächsten Jahr nach Washington. Ein guter Deal!

Doch es folgte eine zu erwartende, aber dennoch traurige Nachricht: OT Joe Staley beendet seine Karriere nach 13 fantastischen Jahren im Dress der San Francisco 49ers. Ein Super Bowl Ring ist ihm leider verwehrt geblieben. Staley wird jedoch aufgrund seines Enthusiasmus, unvergleichbaren Ehrgeizes und seiner Leistung für immer ein Teil der Franchise bleiben. Wir danken Joe Staley an dieser Stelle noch einmal und hoffen, dass er auch weiterhin an die Niners gebunden wird. Einen Platz im Herzen aller 49er-Faithfuls hat er ohnehin bereits. Next stop: Canton, Ohio!

Seattle Seahawks (Max, @hummelmax/@SeaHawkersGER)

Draft Picks: LB Jordyn Brooks (Rd. 1, Pick 27), DE Darrell Taylor (Rd. 2, Pick 48), G Damien Lewis (Rd. 3, Pick 69), TE Colby Parkinson (Rd. 4, Pick 133), RB DeeJay Dallas (Rd. 4, Pick 144), DE Alton Robinson (Rd. 5, Pick 148), WR Freddie Swain (Rd. 6, Pick 214), TE/WR Stephen Sullivan (Rd. 7, Pick 251)

Undrafted Free Agents: QB Anthony Gordon, LB/DE Eli Mencer, RB Anthony Jones, DT Marcus Webb, S Chris Miller, WR Seth Dawkins, DB Gavin Heslop, TE Tyler Mabry, OL Tommy Champion, DB Debione Renfro, CB Kemah Siverand, DT Josh Avery, WR Aaron Fuller, RB Patrick Carr

Wie schon in den vergangenen Jahren bekommen die Seattle Seahawks von der versammelten Expertenschar Prügel ab. Die Vorwürfe: zu selbstfixiert, krasse Reaches, Needs nicht adressiert, wildes Big Board. Es stimmt, dass die Seahawks in jüngster Vergangenheit eher unglücklich drafteten und nur selten an den Erfolg von 2010 oder 2012 anknüpfen konnten, was das Niveau der Klasse betrifft. Dennoch lassen sich viele der Picks bei genauerem Hinsehen durchaus nachvollziehen.

Ohne bis ins kleinste Detail auf einzelne Spieler einzugehen (das tun wir hier und Ende der Woche auch im Ballhawks-Podcast) – zwei Aspekte lassen sich aus der Seahawks-Auswahl ableiten: 1) Seattle suchte gezielt nach Rookies, die teure Veterans direkt ersetzen können. Prompt entließen die Verantwortlichen zwei Tage nach dem Draft Center Justin Britt und Guard D.J. Fluker. Weitere könnten folgen. 2) Die Seahawks wählten über sieben Runden verteilt nur Spieler aus den Power Five Conferences aus. Das zeigt, dass die COVID-19-Situation Auswirkungen auf den Scouting-Prozess hatte. Seattle wollte den sicheren Weg gehen. Athleten von kleineren Schulen landeten nur als Undrafted Free Agents im Pacific Northwest.

Einen Satz pro Pick gibt’s jetzt im Schnelldurchlauf: Jordyn Brooks bringt Geschwindigkeit mit und ist als Passverteidiger nicht so schlecht, wie es viele Experten zunächst darstellten. Darrell Taylor stillt nicht den Bedarf nach einem Veteran im Pass Rush, bringt aber mindestens die athletischen Fähigkeiten mit, eines Tages eine Schlüsselrolle zu spielen. Damien Lewis dürfte am ehesten direkt Stammspieler werden, denn er ist ein Brecher und überzeugte am College mit gutem Gesamtpaket aus Pass- und Lauf-Blocking. Colby Parkinson litt in Stanford unter schwachem Quarterback-Spiel, könnte aber in Seattle zur smarten Redzone-Waffe für Russell Wilson und Gefahr für die Veterans Luke Willson und Jacob Hollister werden. Der als Receiver und Läufer einsetzbare DeeJay Dallas spielte 2018 gemeinsam mit Seahawk Travis Homer am College und kämpft nun mit ihm um eine Backup-Rolle in Seattle. Alton Robinson hat vielleicht das größte Potenzial und zeigte bereits in seiner Jugend, dass er sich zusammenreißen und weiterentwickeln kann. Freddie Swain hat ohne seine Returner-Fähigkeiten wohl kaum die Chance auf einen Kaderplatz. Für Tight-End-Receiver-Hybrid Stephen Sullivan tauschten sich die Seahawks zurück in den Draft (wie 2019 für Wide Receiver John Ursua), obwohl dieser (im Gegensatz zu Ursua bei Hawaii) selbst in der Dauerbrenner-Offensive des nationalen Meisters LSU keine nennenswerten Zahlen lieferte.

Bei den Undrafted Free Agents stechen zwei Namen heraus: Anthony Gordon war an der Washington State University 2019 ähnlich erfolgreich als Passer wie Joe Burrow für LSU und ist momentan der einzige Backup-Quarterback im Kader. Genau wie Aaron Fuller von den Washington Huskies könnte er als Home-State Hero für die ein oder andere schöne Geschichte sorgen.