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NFL Newsletter – Bildschirm-Pokerstars statt Bellagio-Pokertisch

NFL News

Wir fassen die News, die die ganze NFL betreffen, hier kurz zusammen:

“Wir” draften von zu Hause aus! Das gab die NFL gestern in einem Rundschreiben bekannt. Bedeutet: Die GMs und das restliche Personal der Teams darf sich nicht (!) am gleichen Ort aufhalten, also z.B. im Team-Gebäude, sondern muss sich zuhause vor den Rechner setzen und virtuell draften. Die zwei genannten Möglichkeiten gab es, nun hat sich die NFL für die “sicherere” Variante entschieden und beordert alle Verantwortlichen nach Hause. Das hat auch zur Folge, dass sich die General Manager milliardenschwerer Unternehmen wie jeder Fantasy-Drafter vor Week 1 mit Schlabberhose und Unterhemd vor den PC setzen können… Ob das zu guten Entscheidungen führt? Wir werden sehen!

 

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills

Noch knapp zwei Wochen bis zum NFL Draft und somit gehen die Vorbereitungen der Bills in die heiße Phase: So hatten sie je ein Meeting mit D-Liner Javon Kinlaw (South Carolina), O-Liner John Simpson (Clemson), Cornerback Chris Williamson (Minnesota) und Safety Jeremy Chinn (Southern Illinois). Dabei dürften Kinlaw und Chinn nicht mehr auf dem Board sein, wenn die Bills an Nummer 54 picken. Anders sieht es bei Simpson und Williamson aus, die den Bills weitere Tiefe in ihrem Kader geben könnten. Vielmehr sollte General Manager sein Augenmerk auf die Position des Defensive Ends legen, mögliche Verstärkungen könnte es auch auf der Kicker-Position und dem Right Tackle-Spot geben.

Die größte Neuigkeit war aber die Bekanntgabe des All-Decade Team. Mit dabei sind auch vier Spieler, die in diesem Zeitraum bei den Bills gespielt haben. Frank Gore hat in der abgelaufenen Saison das blaue Trikot getragen. Mit LeSean McCoy hat auch ein weiterer Running Back des All-Decade Teams von 2015 bis 2019 das Trikot der Bills übergestreift. Zudem haben Marshawn Lynch, der 2007 von den Bills gedraftet wurde und vier Jahre in Buffalo spielte, und O-Liner Jason Peters (2004-2009) ihre Karriere im Bundesstaat New York begonnen.

Miami Dolphins

Auch durch die aktuelle Situation gibt es von den Dolphins kaum etwas zu berichten. Die Free Agency scheint soweit abgewickelt und ansonsten dominiert weiterhin der Draft, bei dem zurzeit jede mögliche Spekulation in den Raum geworfen wird. Zwischen einem Trade mit den Bengals auf dem Nummer 1 Spot bis zu einem weiteren Top 10 Pick durch Abgabe von Pick 18 und 26 wird jedes mögliche Szenario konstruiert. Ob die Szenarien letztendlich überhaupt realistisch sind, ist da eher nebensächlich.

Eine Vertragsverlängerung gab es Anfang des Monats, Punter Matt Haack, der 2017 nach Miami kam, unterschrieb einen neuen Vertrag über ein Jahr.

New England Patriots

„An der Ostküste nicht viel Neues“, möchte man dieser Tage sagen, denn durch die grassierende Coronavirus-Pandemie und die Ruhe vor dem Sturm beziehungsweise dem Draft ist auch bei den Patriots eher wenig los.

Erwähnenswert ist hier rostertechnisch nur der Release von Quaterback Cody Kessler, der in der letzten Saison die Rolle des dritten QBs hinter Brady und Stidham einnahm und nun aufgrund der Verpflichtung von Brian Hoyer, erneut auf der Suche nach einem neuen Team ist.

Geehrt fühlen dürfen sich hingegen insgesamt neun (ehemalige) Patriots-Spieler sowie Coach Bill Belichick. Sie wurden von der Pro Football Hall of Fame in das All-Decade Team der 2010er berufen. Dabei sind neben Franchise-Größen wie Brady und Rob Gronkowski auch Spieler wie Darrelle Revis und Chandler Jones, die nur eine kurze Zeit im Trikot der Pats verbrachten.

New York Jets

General Manager Joe Douglas gab am vergangenen Freitag in einer Telefonkonferenz ein Interview für die Presse. Er erklärte seine Schritte in der laufenden Offseason und stellte dabei in den Vordergrund, dass es ihm darum geht, Franchise Quarterback Sam Darnold zu schützen und mit Playmakern auszustatten. Seiner Meinung nach hat er dies mit den Signings in der Offensive Line und der Verpflichtung von Wide Receiver Breshad Perriman getan, jedoch stellte er heraus, dass es sich um einen Prozess handelt und insbesondere gute Linemen sehr schwer zu finden sind.

Die letzte Aussage könnte deutlich darauf hinweisen, dass im Draft auf der elften Position ein Tackle ausgewählt wird. Matt Miller, NFL Draft Scout, schrieb hingegen, dass Wide Receiver CeeDee Lamb, Oklahoma University, auf dem Draft Board ganz oben stehen soll. Wo die Wahrheit liegt, werden wir in zwei Wochen erfahren.

Als Backup Quarterback erhielt David Fales einen neuen Einjahresvertrag. Der 29-jährige Career Backup begleitete Headcoach Adam Gase schon häufig und war in der vergangenen Saison Backup nach den Ausfällen von Trevor Siemian und Luke Falk. Er kam lediglich für acht Snaps zum Zug und warf dabei keinen einzigen Pass. Seinen letzten Pass in der NFL warf er 2017.

Die NFL gab ihr All-Decade Team des vergangenen Jahrzehnts bekannt. Hier schaffte es Cornerback Darrelle Revis als einziger Vertreter der Jets in das Team.

 

AFC North

Baltimore Ravens

Die größte Nachricht dieser Woche war, dass PR-Chef Kevin Byrne zurückgetreten ist: Die Ruhe vor der Draft. Werfen wir also einen kurzen Blick zurück: Durch die Verpflichtungen von Calais Campbell und Derek Wolfe sowie dem Franchise Tag für Matthew Judon lässt die Front seven wenig zu wünschen übrig. Einzig auf der MLB-Position bleibt eine Lücke, die man aber letztes Jahr schematisch schon gut ausgleichen konnte. Ein EDGE für die Rotation könnte aber noch kommen. Die Baustellen in der Offense wurden Stand jetzt nicht adressiert. Wie groß die Lücke ist, die Guard Marshal Yanda, frisch ins All-decade Team gewählt, hinterlassen wird, kann man schwer absehen, sie muss aber unbedingt adressiert werden, will man weiterhin das kreative Laufspiel der letzten Saison aufziehen und Lamar Jackson Zeit geben. All-Pro Left Tackle Ronnie Stanley geht in sein letztes Vertragsjahr, Center Matt Skura bleibt vorerst im Team, könnte aber wegen seines Tenders auch noch woanders unterschreiben…die O-Line ist Thema.

Dann wäre noch das Thema Receiving Corps: Marquise Brown sollte einen Schritt nach vorne machen, zeigte er doch schon im Rookie-Jahr einiges. Und wenn er aus der viel beschworenen WR-Klasse nochmal ein Top-Talent zur Seite gestellt bekommt, könnte sich das vermeintliche Problem schnell in Luft auflösen. Durch den Abgang von Hurst nach Atlanta kann man auch noch auf Tight End noch Verstärkung erwarten. Auch da würde ich vermuten, dass die Ravens eher im Draft als in der Free Agency aktiv werden. Kapital dafür ist reichlich vorhanden.

Cincinnati Bengals

In einer sehr ereignisarmen Woche, was auch der Corona-Krise geschuldet ist, gab es dann doch ein großes Highlight für das Team und im besonderen für Geno Atkins. Der 32-Jährige Defensive Tackle, der 2010 von den Bengals in der vierten Runde gezogen wurde, im übrigen zwei Runden nach Carlos Dunlap, einem weiteren wichtigen Baustein der Defense de Bengals, wurde in das All Decade Team von der NFL und der Pro Football Hall of Fame gewählt.
Atkins musste 2013 verletzungsbedingt sieben Spiele aussetzen, hat ansonsten in jedem Spiel gespielt und war ab der zweiten Saison auch Starter bei den Bengals. Er war insgesamt 8 Mal im Pro Bowl (2011, 2012, 2014-2019) und hat in seiner Statistik unter anderem 75,5 Sacks, 8 Forced Fumbles und einen Defensive Touchdown stehen.

Cleveland Browns

Die Browns verstärken ihre Defense und verpflichten Defensive End Adrian Clayborn (31), der zuletzt bei den Atlanta Falcons spielte. Der einstige First-Round-Pick erhält einen Zweijahresvertrag über 5,75 Millionen Dollar. Ansonsten gab es keine weiteren Zugänge in der vergangenen Woche. Wie erwartet kehrt Free Agent Safety Damarious Randall (27) nicht zu den Browns zurück. Er hat sich nun den Raiders angeschlossen.

Das war es mit offiziellen Meldungen aus der Free Agency, betreten wir nun die Gerüchteküche. Die Browns sollen Berichten zufolge um Edge Rusher Jadeveon Clowney (27) “mitbuhlen”. Befeuert werden die Gerüchte durch die Tatsache, dass Clowney vom gleichen Berater vertreten wird wie Browns Defensive End Myles Garrett (24). Sollte es tatsächlich zu einer Verpflichtung kommen, dürfte das bedeuten, dass man sich von Olivier Vernon (29) trennt.

Wohltätig zeigte sich Wide Receiver Jarvis Landry (27) und spendete 15.000 Dollar, um Hygieneprodukte für Familien aus dem East Cleveland School District zur Verfügung zu stellen.

Zwei ehemalige Brownies haben es ins NFL All-Decade Team in der Offense geschafft: Die beiden Offensive Linemen Joe Thomas und Alex Mack wurden in das 2010er Team gewählt. Thomas ist dabei einer von vier Spielern, die einstimmig gewählt wurden.

Pittsburgh Steelers

Ehre wem Ehre gebührt! Center Maurkice Pouncey und unser ehemaliger Wide Reciever Antonio Brown (zurzeit arbeitslos) wurden in das Pro Football Hall of Fame All-Decade Team gewählt, Glückwunsch!

Gute Nachricht auch von Big Ben Roethlisberger. Der Star-Quarterback geht davon aus, dass er zur Woche 1 wieder fit sein und starten wird. Ansonsten war es eine ruhige Woche und man kann davon ausgehen, dass dies aufgrund der Pandemie und des Pre-Draft-Prozesses die nächsten Wochen genauso bleiben wird.

AFC South

Houston Texans

Die Pro Football Hall of Fame und die NFL haben ihr All Decade Team gewählt. Es wurden einige Spieler einstimmig gewählt. Unter anderem auch unser DE J.J. Watt, er ist mit diversen Defensiv Player of the Year, Pro Bowls, All Pro´s und einem Walter Payton Man of the Year Award einer der meist ausgezeichneten Spieler des Franchises. Er wurde auch im November in das NFL 100 All Time Team aufgenommen.

Zwei ehemalige Texaner haben es auch in das HoF Decade Team geschafft. Safety Tyrann Mathieu spielte ein Jahr und Punter Shane Lechler fünf Jahre bei uns

Es gab ein Statement zu den Trades und den ehemaligen Spielern. Laut Bill O’Brien war der Trade von Hopkins im besten Interesse des Teams. Er wollte eine Gehaltserhöhung die sich Houston nicht leisten wollte. O´Brien fand den Gegenwert super und sieht viel in David Johnson. Er meinte abschließend dass jeder gemachte Move im besten interesse des Teams seien.

Auch der Weggang von D.J. Reader wurde erklärt. Auch hier fehlte es an der finanziellen Seite. Hier war man aber gewillt ihn zu halten aber man konnte ihm nicht genug bieten. Als Verstärkung wurde Timmy Jernigan verpflichtet.

Noch eine abgeschlossene Verpflichtung zum Schluss. Dylan Cole hat seinen Tender final unterzeichnet. Aufgrund der aktuellen Weltlage ist alles etwas schwieriger. Auch das physical bei David Johnson konnte noch nicht durchgeführt werden. Der Trade ist also noch nicht final. Houston soll eins der schwersten physical Tests der Liga haben.

Indianapolis Colts

Auch in Indy stehen die Zeichen auf Draft. Zu diesem Zeitpunkt dürfte nicht mehr mit einem nennenswerten Free Agent gerechnet werden, sodass sich das Team im Homeoffice auf den Draft vorbereitet. Laut der aktuellen Kolumne von Peter King, in der General Manager Chris Ballard ein ausführliches Interview gibt, steht das Big Board für den Draft schon seit kurz nach dem Senior Bowl. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich sämtliche Scouts mitsamt Vorgesetzten und Front Office 17 Tage lang intensiv beraten. Das Feintuning geschieht jetzt – wie bei den meisten von uns – on remote.

Mittlerweile wurden auch die Zahlen des Einjahresvertrages von Cornerback Xavier Rhodes bekannt: es handelt sich um einen absoluten prove-it-deal. Drei Millionen Basisgehalt, wobei ausschließlich der Signing Bonus von einer Million garantiert ist.

Jacksonville Jaguars

Gefährliche Wildkatzen? Die schlafen wohl alle gerade…

Tennessee Titans

Die Titanen halten wohl gerade ein Schläfchen. Wenig los in Tennessee.

 

AFC West

Denver Broncos

Momentan herrscht sozusagen die Ruhe vor dem Sturm. In weniger als drei Wochen findet der NFL Draft 2020 statt. Mittlerweile sickern immer mehr Spielernamen durch, mit denen die Broncos sich via Video Konferenz im Pre-Draft Prozess getroffen haben. Aufgrund der Corona Pandemie wurden alle Pro Days und privaten Workouts in den Team facilitys abgesagt, beziehungsweise verboten.

Die Broncos hatten in letzter Woche unter anderem ein „Meeting“ mit:

Kristian Fulton (Cornerback, LSU)

In der Free Agency konnte zwar A.J. Bouye via Trade nach Denver geholt werden, doch die Secondary braucht dringend weitere Verstärkung. Isaac Yiadom, der in sein drittes NFL Jahr kommt, hat bis jetzt zwar immer wieder positive Ansätze gezeigt, ist allerdings noch extrem inkonstant.

Matt Hennessy (Center/Guard, Temple)

Könnte ein spannender Day 2/3 Pick werden. Graham Glasgow hat unter der Woche in einem Interview bekannt gegeben, dass er sich eher auf der Guard Position sieht. Momentan ist Patrick Morris also der starting Center. Der 25-jährige hatte letzte Saison allerdings nur zwei Spiele gespielt. Trotzdem hört man aus Insiderkreisen, dass Mike Munchak ihn besonders hoch einschätzt.

Leki Fotu (Defensive Tackle, Utah)

Wäre ein Spieler für die Tiefe in der D-Line. Mit Jurrell Cassey, Mike Purcell, Shelby Harris, Dre’Mont Jones ist die Line sehr gut besetzt. Leki Fotu könnte also ein wichtiger Rotationsspieler beziehungsweise Backup sein.

Ezra Cleveland (Offensive Tackle, Boise State)

Hier steht und fällt alles mit der Einschätzung von Garett Bolles. Er konnte in den ersten zwei Jahren nicht sonderlich überzeugen. Allerdings verbesserte er sich unter Mike Munchak deutlich. Wenn die Broncos die 5th-year-option nicht ziehen, könnte Ezra Cleveland 2021 ein starting Tackle werden.

Kansas City Chiefs

Letzte Woche ein weiterer guter Schachzug von GM Brett Veach: Der Vertrag von WR Sammy Watkins (26) wurde erneuert und die Gehaltszahlungen angepasst. Sammy wird dieses Jahr $9 Mio verdienen, welche durch Bonuszahlungen auf $16 Mio ansteigen können. Immer noch ein stattlicher Gehalt, jedoch sparen die Chiefs so rund $5 Mio an Cap und Sammy muss sich beweisen und seine durchschnittlichen Regular Seasons hinter sich lassen, um auf den vollen Gehalt zu kommen.

Mit der Verpflichtung von Watkins bleibt bei den Chiefs die komplette Super Bowl Champion Offense zusammen. Einzig Backup TE Blake Bell ist nicht mehr beim Team. Jedoch wurde hier letzte Woche ebenfalls Ersatz gefunden: Mit Ricky Seals-Jones (25) stösst ein junger TE für ein Jahr von den Browns zum Team. Seals-Jones war am College ein Wide Reciver und wurde in der NFL zum Tight End. Er ist agiler und explosiver als die meisten Tight Ends und brachte es letzte Saison mit 14 Catches auf 229 Yards und vier Touchdowns. Er wird als Backup für Star TE Travis Kelce (31) fungieren und wird eine weitere Waffe in der Legion of Zoom rund um Patrick Mahomes darstellen.

Bemerkenswert: Sollten es die Chiefs schaffen, CB Bashaud Breeland zu halten, so wären alle Spieler  des Super Bowl Champion Kaders für die Saison 2020 gebunden, welche 2019 mindestens 57% aller Teamsnaps gespielt haben. Zuletzt wurde dieses Kunststück im Jahr 2001 von den New England Patriots geschafft.

Las Vegas Raiders

Der Vertrag mit Cornerback Eli Apple kommt nun doch nicht zustande. Die Raiders konnten sich mit Apple nicht auf eine Vertragssumme einigen, daher entschied man sich getrennte Wege zugehen.

Ein Ersatz für Apple wurde jedoch schnell gefunden, wenn auch auf einer anderen Position.

Safety Damarious Randall wechselt von den Cleveland Browns nach Las Vegas und unterzeichnete einen Vertrag über ein Jahr. 2019 überzeugte er noch in Cleveland mit zweieinhalb Sacks sowie 45 Tackles. In den Jahren davor ergaunerte er durchschnittlich viermal eine Interception.

Der absolute Need im Draft konzentriert sich durch den Wegfall von Apple wieder mehr in Richtung Cornerbacks.

 Los Angeles Chargers

Auch die Chargers bereiten sich auf den Draft vor. Dabei hatten sie je ein Meeting mit Linebacker Chris Orr (Wisconsin), Defensive Tackle Leki Fotu (Utah) und Offensive Tackle Josh Jones (Houston). Jones könnte dabei den noch offenen Left Tackle Spot einnehmen, der nach dem Abgang von Russell Okung noch frei ist. Head Coach Anthony Lynn hat in einem Interview bereits angedeutet, dass man auf der Position möglicherweise noch was machen möchte. Orr und Fotu könnten hingegen für Tiefe im starken Kader der Chargers sorgen.

Die Spieler der Chargers haben nicht nur ihre Qualitäten auf dem Platz, sondern auch daneben. So hat Safety Derwin James am Freitag das „Checkdown x Madden Turnier“ gewonnen. Insgesamt acht NFL-Spieler waren dabei und suchten den besten Madden-Spieler. James siegt dabei in der ersten Runde mit 14-6 gegen seinen Teamkollegen Keenan Allen. Auch DeSean Jackson (50-27) im Halbfinale und Tyreek Hill (52-3) hatten keine Chance gegen den Mann, der laut Jalen Ramsey noch nie ein Madden-Turnier verloren hat. James spielte während des Turniers aber nicht mit seinen Chargers, sondern hat sich die San Francisco 49ers ausgesucht.

Unsicher ist aktuell noch die Eröffnung des neuen Stadions der Chargers. Eigentlich sollen sie zur neuen Saison in das neugebaute SoFi-Stadion einziehen, doch aufgrund des Corona-Virus stockt der Bau aktuell. Laut dem COO der LA Rams, Kevin Demoff, könnte das Stadion vielleicht sogar erst 2021 eröffnet werden.

 

NFC

NFC East

Dallas Cowboys

Die einzige aufsehenerregende Verpflichtung der Woche war der 30-jährige Pass Rusher Aldon Smith. Smith, der in seinen ersten zwei Jahren in der NFL 33,5 Sacks verzeichnen konnte und 2012 All-Pro wurde, hat einen Einjahresvertrag bei den Cowboys unterschrieben. Die Cowboys und besonders Besitzer Jerry Jones werden bei dieser Verpflichtung ihrem Ruf, Skandalspielern neue Chancen zu geben, wieder einmal gerecht. Denn Smith wurde, nach einigen Sperren wegen Drogenmissbrauchs, 2015 für ein ganzes Jahr von der NFL ausgeschlossen. Nach Ablauf dieser Sperre wurde er jedoch nicht wieder rehabilitiert. Nun, auch mit Blick auf das neue CBA, scheint dies eine Möglichkeit zu sein. Der Vertrag soll in Kraft treten, sobald Smith offiziell wieder spielberechtigt ist. Welchen sportlichen Mehrwert Smith nach dieser langen Zeit ohne Spielpraxis bietet, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand wirklich sagen.

Die Spieler der Dallas Cowboys boten in der letzten Woche sehr unterschiedliche Nachrichten. Während die Offensive Linemen Tyron Smith und Zack Martin in das All-Decade Team gewählt wurden und dafür geehrt wurden, wie dominant die Offensive Line der Dallas Cowboys im letzten Jahrzehnt auftrat, wurden vor allem Quarterback Dak Prescott, Running Back Ezekiel Elliott und Wide Receiver Amari Cooper öffentlich kritisiert. Cooper wurde vom ehemaligen Head Coach Rex Ryan der sportliche Mehrwert abgesprochen und bezeichnete ihn im Fernsehen als „Turd“. Später entschuldigte sich Ryan für seine Wortwahl. Der Quarterback, der momentan einen neuen Vertrag mit den Cowboys aushandelt, kam mit einigen Teammitgliedern und Dez Bryant zusammen, um etwas zu trainieren. Der ehemalige Starreceiver der Cowboys sucht ein Team für die neue Saison und bringt sich immer wieder in Position für ein neues Engagement bei den Cowboys. Im Rahmen dieser Trainingseinheit kam es zu einigen Situationen, bei denen die Sportler nahe beieinanderstanden und für Fotos posierten. Dieses Verhalten wurde mit Blick auf die Covid19-Pandemie von Fans stark kritisiert.

New York Giants

Die Free Agency ist jetzt schon eine Weile am laufen. Nach anfänglich vielen Verpflichtungen wird es hinten raus immer weniger. Diese Woche wurde Long Snapper Casey Kreiter (ehemals Denver) verpflichtet. Dies deutet daraufhin, dass Long Snapper Zak DeOssie wohl in den Ruhestand gehen wird. DeOssi ist seit 2007 bei den Giants, gewann in der Zeit zweimal den Super Bowl und wurde zweimal für den Pro Bowl nominiert.

Philadelphia Eagles

Bei den Eagles fliegt gerade nichts, vor allem keine News.

Washington Redskins

Mit Bobby Mitchell verstarb am Sonntag eine Legende des Washington FC und ein Hall of Famer: Als in den frühen 60ern in Washington immer noch kein einziger schwarzer Spieler spielte und die Franchise kurz davor stand, aus dem eigenen Stadion geschmissen zu werden, verpflichtete man den WR aus Cleveland. In seinen ersten drei Saisons wurde er All-Pro, fing durchschnittlich Bälle für um die 100 Yard pro Spiel und stellte diverse Rekorde auf. Nach seiner aktiven Karriere blieb er der Franchise erhalten und holte dabei drei Super Bowls. Er wurde 84 Jahre alt.

Ansonsten gibt es wenig zu berichten: Trent Williams ist immer noch nicht getradet, sein Wert sinkt von Tag zu Tag. Ronald Darby gibt fleißig Interviews, Adrian Peterson ist All-Decade Running Back geworden…die spannenden Stories der Free Agency sind vorerst erzählt.

Bis nächste Woche möchte ich mich mehr mit dem neuen Coaching Staff befassen und euch so einen Ausblick darauf geben, was man von Rivera, Turner und Co. nächste Saison schematisch erwarten kann. Stay tuned.

 

NFC North

Chicago Bears

Diese Woche wurde das neue All-Decade Team der NFL bekannt gegeben. Insgesamt vier Chicago Bears Spieler haben es geschafft gewählt zu werden: Mit dem Outside Linebacker Khalil Mack (29) und Returner Cordarrelle Patterson (29) sind zwei aktive Spieler dabei. Dazu sind in Defensive End Julius Peppers (40) und Returner Devin Hester (37) zwei ehemalige Spieler ausgezeichnet wurden. Beide waren schon im All-Decade Team davor und haben mittlerweile ihre Karrieren – verdient – beendet.

Die Bears haben sich prominent mit ehemaligen First-Round-Picks verstärkt:

Für die Offensive Line wurde der 25-jährige Free Agent Germain Ifedi für ein Jahr als Tackle unter Vertrag genommen. Ifedi kommt aus Seattle, wo er 2016 an Stelle 31 gedraftet wurde.

Für die Defense kommt Linebacker Robert Quinn (29) von den Dallas Cowboys und unterschreibt einen Vertrag für fünf Jahre in Chicago. Quinn wurde 2011 an Stelle 14 von den Rams gedraftet.

Detroit Lions

Nicht viel los in Motor City. Nach den ereignisreichen letzten Wochen wurde lediglich die Verpflichtung von CB Darryl Roberts bekannt gegeben, welcher zuvor für die New York Jets die Schuhe schnürte. Er dürfte gegen den letztjährigen Fünftrundenpick Amani Oruwariye um den zweiten CB-Kaderplatz hinter Desmond Trufant konkurrieren. Eine zusätzliche Verpflichtung erscheint angesichts der Personaldecke auf dieser Position wahrscheinlich.

Green Bay Packers

Nix los an der Lombardi Avenue 1265. Also wirklich: absolute Ruhe. Wenn was an News kommt, dann aus der Ligazentrale in New York: Die hat nämlich das “Team des Jahrzehnts” gewählt und natürlich ist Aaron Rodgers einer der beiden Quarterbacks, die dabei sind. Außerdem die beiden früheren Packer-Spieler Julius Peppers und Jahri Evans. Mit wem sich die Packers alles getroffen haben (virtuell oder in echt) sagt meist wenig aus; sie haben sich wohl mit einigen O-Linern und QBs, die früh vom Board gehen werden, virtuell getroffen.

Minnesota Vikings

Die Offensive Line der Minnesota Vikings ist schon seit Jahren eine der größten Schwachstellen des Teams. Auch in der vergangenen Saison lief hier nicht viel zusammen. Personell nachgebessert wurde in dieser Offseason bisher trotzdem nicht. Im Gegenteil: Mit Guard Josh Kline wurde der drittbeste Starter der Unit im vergangenen Jahr sogar entlassen, ohne ihn bis jetzt zu ersetzen. Klar, der Draft liegt noch vor uns und auch auf dem Free Agent Markt gibt es noch Optionen. Was aber passiert, wenn man hier nicht mehr fündig wird? Welche Spieler im aktuellen Kader könnten die vakante Stelle besetzen?

Die ersten Optionen wären wohl günstige Veterans wie Brett Jones oder Dakota Dozier, welche bisher als Backups im Kader waren. Dozier war letztes Jahr schon der, der einspringen durfte, wenn sich jemand in der interior Line verletzte. Allerdings war der Niveauverlust deutlich erkennbar, wenn er spielte, weshalb man wohl ungern mit ihm in die neue Saison gehen würde. Brett Jones ist ein guter Pass-Blocker, passt aber nicht in das Outside-Zone Run-Blocking Schema, weshalb der Coaching Staff keine sehr hohe Meinung von ihm hat.

Da die beiden Veterans nur als Notlösungen geeignet scheinen, könnte ein junger Spieler wie Aviante Collins oder einer der beiden letztjährigen Draft Picks Dru Samia und Oli Udoh Verantwortung übernehmen. Besonders Udoh deutete im letzten Jahr schon großes Potential an. Allerdings spielte er seit dem College einzig Right Tackle, weshalb beide aktuellen Starting Tackles ihre Positionen ändern müssten, um Udoh die Möglichkeit für Starts zu geben. Auch Dru Samia wird oft als möglicher Starter genannt, doch seine bisherigen Eindrücke lassen nicht darauf schließen, dass er dafür schon bereit ist. Auch Collins konnte bisher nicht zeigen, dass er schon für eine Rolle als Starter bereit ist.

Coaching Staff und Front Office müssen noch viele Fragen klären, um zum Saisonstart eine auch nur annähernd schlagfertige Offensive Line auf den Platz zu stellen.

 

NFC South

Atlanta Falcons

DEFENSE DRAFTEN!

So und nicht anders muss es lauten für die Atlanta Falcons im diesjährigen Draft.

Nachdem die Atlanta Falcons diese Woche zwei Schlüsselspieler mit den Defensive Ends Jack Crawford und Adrian Clayborn an die Titans bzw. Browns verloren haben, ist die Marschroute eindeutig. Clayborn war belebte in der vergangenen Saison die Verteidigung der Falcons wieder. Er war zwar nicht immer Starter, aber er hat auf jeden Fall auf sich aufmerksam machen können.

Weder Crawford noch Clayborn gaben bekannt, dass sie ein Angebot der Falcons bekommen haben, was dafür spricht, dass deren Abschied lange vom Management geplant wurde. Es spricht also einiges dafür, dass es die Falcons es auf einen Passrusher abgesehen haben. Vielleicht doch noch ein gewagter Uptrade, um Defensive End Chase Young von Ohio St. zu bekommen? Der Preis dürfte hoch sein. Mit Spielern wie Deadrin Senat, Austin Larkin, Steven Means und John Cominsky in der Defensive Line haben die Falcons recht talentierte Jungs auf diesem Gebiet.

Erfreuliches gab es noch am Rande. Wide Receiver Julio Jones, Center Alex Mack und Returner Devin Hester wurden ins All-Decade-Team 2010-2020 gewählt. Ist das nicht schön? Wir sagen JA!

Carolina Panthers

Nix los in Carolina – vielleicht passiert ja nächste Woche was…

New Orleans Saints

Die Nachfolge von Drew Brees scheint geklärt, gegenüber „ProFootballTalk“ bestätigt Saints-Coach Sean Payton, Taysom Hill als zukünftigen Starting-Quarterback. Noch ist unklar ob Brees seinen Zweijahresvertrag erfüllen wird, oder seine Karriere nach der kommenden Saison beendet. Dies bedeutet, Hill könnte bereits nach der Saison seinen Vertrag als künftiger Franchise Quarterback unterschreiben. Zwar soll Hill auch noch kommende Saison als „Allzweckwaffe“ eingesetzt werden, doch Payton sieht ihn definitiv als Quarterback.

Mickey Loomis, General Manager der Saints, gab am 02. April bekannt, dass man sich mit Cornerback  P.J. Williams auf einen neuen Vertrag geeinigt hat.

Nun zu einem großen Verlust der „Who Dat Nation“: Tom Dempsey starb am 4. April in einem Hospiz in New Orleans an den Folgen einer Covid-19 Erkrankung im Alter von 73 Jahren. Dempsey kam ohne Zehen an seinem rechten Fuß zur Welt, was ihn nicht daran hinderte, 1969 All-Pro Kicker und 1989 Mitglied der „Saints Hall of Fame“ zu werden – mit jenem rechten Fuß.

Tampa Bay Buccaneers

Bei den Bucs gibt es momentan eher wenig zu berichten. Die Free-Agency neigt sich dem Ende zu und wirklich tätig wurde GM Jason Licht nicht mehr: Unter der Woche wurden lediglich Cornerback Ryan Smith, sowie Quarterback Blaine Gabbert im Team gehalten. Beide bekommen neue Einjahresverträge. Smith wird vor Allem durch hervorragendes Special Teams Play geschätzt. Blaine Gabbert dürfte sich um den Back-up Spot hinter Tom Brady mit Ryan Griffin duellieren.

Tom Brady wird auch in Tampa Bay „seine” Nummer 12 tragen, die vorher Wide Receiver Chris Godwin trug, dessen Trikot fortan die 14 ziert.

 

NFC West

Arizona Cardinals

Die vergangene Woche war sehr, sehr ruhig in Arizona.
Nachdem die letzten zwei Wochen von Neu- und Wiederverpflichtungen geprägt waren, scheint sich die Free-Agency bei den Cardinals dem Ende zu zuneigen. Alle Augen sind nun auf die Draft gerichtet.
Drei Spieler aus den Reihen der Cardinals wurden ins All-Decade Team berufen: Wide Receiver “Legend” Larry Fitzgerald, Cornerback Patrick Peterson und Linebacker Chandler Jones.

Los Angeles Rams

Auch in Los Angeles überschlagen sich die Ereignisse nicht. Dennoch gibt es noch eine wichtige Meldung von letzter Woche nachzureichen. Greg Zuerlein ( Kicker) war Free Agent und hat mit den Dallas Cowboys ein neues Team  gefunden. Bei den Cowboys erhält er nicht nur seinen alten und neuen Special Team Coordinator Fassel zurück, sondern auch einen Vertrag über 7,5 Millionen Dollar über drei Jahre.

Ansonsten gab es nur eine eher kleinere News: Es wurden u.a. Aaron Donald (Defensive Tackle) und Johnny Hekker (Punter) in das “Team of the Decade” gewählt. Aaron Donald war einer von acht Spielern die einstimmig gewählt wurden.

San Francisco 49ers

Hier war letzte Woche sprichwörtlich “tote Hose”.

Seattle Seahawks

Weiter auf Defensive End Jadeveon Clowney warten – das wollten und konnten sich die Seattle Seahawks in der vergangenen Woche nicht mehr erlauben. Und so reagierten sie auf die eingeschlafenen Verhandlungen mit einer weiteren Rückholaktion: Benson Mayowa, 2019 als Defensive End mit sieben Sacks für die Oakland Raiders aufgefallen, ist nach Bruce Irvin der zweite verlorene Sohn der Super-Bowl-Mannschaft aus der Saison 2013, der in den Pacific Northwest zurückkehrt.

Die finale Lösung aller D-Line-Probleme bei den Seahawks ist Mayowa gewiss nicht, doch wie Irvin kann auch er 2020 in der Rotation eine Rolle spielen. Gemeinsam kamen die zwei Veterans 2019 auf 15,5 Sacks (Irvin 8,5). Sie hätten damit mehr als die Hälfte aller Seahawks-Sacks der vergangenen Saison (insgesamt nur 28) gesammelt und jeder für sich die Statistik im Team angeführt.

Weil aber ein guter Edge Rusher nicht alleine durch Sacks definiert wird (Jadeveon Clowney ist das beste Beispiel), sind die Seahawks auf der Suche und auch weiterhin im Rennen um ihren besten D-Liner der vergangenen Spielzeit. Jedoch hat sich das Vokabular ein wenig gewandelt. Seattle ist nicht mehr in der Pole Position, Clowney erneut zu landen, sondern nur noch eines von mehreren Teams mit Chancen. Nachdem Clowney vergangene Woche Berichten zufolge den geforderten Preis auf unter 20 Millionen US-Dollar Jahresgehalt senkte, brachten sich neben den Tennessee Titans plötzlich auch die New York Jets und Cleveland Browns ins Gespräch.

Vom Einjahres- bis zum Mehrjahresvertrag scheint aktuell alles denkbar. Dass die Verhandlungen bis zum Training Camp (wann immer das beginnen mag) andauern könnten, ist durchaus möglich. Dass die Seahawks sich am Ende mit Everson Griffen trösten oder für Yannick Ngakoue einen viel zu hohen Trade-Preis bezahlen müssen, ist ebenfalls nicht ausgeschlossen.

NFL Newsletter: Der Offseason-Blues trifft die NFL

NFL News

Wir fassen die News, die die ganze NFL betreffen, hier kurz zusammen:

Eigentlich wollen wir euch ja ein bisschen von der Dauer-Corona-Berichterstattung ablenken, aber auch die NFL ist natürlich von der Pandemie betroffen. Die NFL hat bekannt gegeben, dass der Spielplan für die kommende Saison erst später bekannt gegeben wird. Die Liga will dennoch an den Plänen für einen Draft via Video und einer normalen Spielzeit mit Fans und im normalen Zeitplan festhalten. Es würden zwar Pläne geschmiedet für eine eventuelle Verschiebung oder Verkürzung der Saison, aber Jeff Pash, der Executive Vice President der NFL, betont, dass die Erwartungen auf einem normalen Ablauf der Saison liegen.

 

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills

Die Bills haben nach der heißen Phase der NFL Free Agency drei weitere Spieler unter Vertrag genommen. Neu dazu kommt O-Liner Daryl Williams von den Carolina Panthers, der 27-Jährige kann sowohl als Tackle als auch als Guard spielen, wobei er in seinen fünf Jahren in der NFL aber die Konstanz vermissen ließ. Nun bekommt er bei Sean McDermott, der ihn aus seinen ersten beiden Jahren bei den Panthers kennt, ein Ein-Jahres-Vertrag und somit die Chance, seine Grade von Pro Football Focus (Nr. 57 im letzten Jahr als Guard) zu bestätigen. Zudem hat General Manager Brandon Beane die Verträge mit Cornerback E.J. Gaines und Wide Receiver Isaiah McKenzie verlängert. Während Gaines nach einer Verletzung zurückkommt, wird McKenzie als Returner eingesetzt, wird aber auch wieder einige Snaps in der Offense sehen.

Doch die Planung auf der Wide Receiver Position scheinen noch nicht abgeschlossen zu sein. So hatten sie Videokonferenzen mit den beiden Prospects Denzel Mims (Baylor) und Lawrence Cager (Georgia). Beide sind große Spieler und würden somit die fehlende Größe des Receiver Corps ausmerzen. Zudem haben sich die Bills auch mit O-Liner Robert Hunt (Louisiana-Lafayette) und D-Liner Raequan Williams (Michigan State) getroffen.

Eine besondere Art von „Quarantäne“ macht Josh Allen. Gemeinsam mit Kyle Allen und Sam Darnold trainieren sie mit Jordan Palmer und Matt Lopes im Haus von Darnold. Dort werfen sie am Strand die Bälle und danach gibt es neben Essen einige Aktivitäten wie Karten spielen und Fernsehen gucken. Das größte Problem für die drei ist aber die Langeweile und fehlende Möglichkeit von Behandlungen mit ihren gewohnten Physiotherapeuten.

Miami Dolphins

Nach den vielen Verpflichtungen der vergangenen beiden Wochen ist es in Miami relativ ruhig. Viel wird über Aufstellungsfragen diskutiert, beispielsweise, ob man mit einer 3-4 Defense (3 Defense Liner, 4 Linebacker) oder einer 4-3 Defense in die Saison geht. Auch hier wird der Draft viel aussagen, wenn bestimmte Spielertypen gewählt werden. Ein schwerer Nose Tackle spräche für ein 3-4, ein schneller Pass Rusher für eine 4-3.

Für den Fall, dass ein anderes Team den Wunsch-Quarterback Tua Tagovailoa wegschnappt, gilt Justin Herbert als Ziel der Begierde. Allerdings gibt es bei ihm mehr Fragezeichen, ihn an Position 6 zu wählen, gilt für viele als zu früh. Da aber mehrere Teams auf Quarterback-Suche sind, werden ein paar Quarterbacks hinter Burrow & Tua vermutlich früher als in anderen anderen Jahrgängen ausgewählt.

Neben den Zugängen werden noch ein paar potentielle Abgänge diskutiert. Wide Receiver Albert Wilson würde man auf Grund des viel zu hohen Gehalts gerne abgeben; Corner Back Cordrea Tankersley wird es nach fast 2 Jahren ohne Spielpraxis schwer haben. Defense End Charles Harris, Erstrundenpick 2017 konnte in 3 Jahren die Erwartungen nicht erfüllen und Running Back Kallen Ballage hat in einem, zugegeben horrenden Run-Game, nichts gezeigt, was dafür spricht ihm 2020 viele Snaps zu geben.

New England Patriots

Es ist ruhig geworden in Boston. Nachdem sich die Fans in den letzten Wochen von gleich zwei Franchise-Legenden in Tom Brady und Stephen Gostkowski verabschieden mussten, scheint der Fokus in Foxborough nun auf dem Draft zu liegen (sofern er denn über die Bühne geht), denn viel Nennenswertes gab es nicht zu vermelden.

Lediglich Outside Linebacker Shilique Calhoun durfte sich über einen neuen Vertrag bei den Patriots freuen. Genau Vertragsdetails wurden dabei nicht bekannt gegeben. Nach drei Jahren bei den Oakland Raiders, die den 28-Jährigen im Jahr 2016 in der dritten Runde gedraftet hatten, unterschrieb er in der letztjährigen Offseason bei den Patriots und kam dabei hauptsächlich als Special Teamer, in der vergangenen Saison aber auch etwas häufiger als Rotationsspieler in der Defense zum Einsatz.

Auf der Wide Receiver Position ist dagegen der nächste Abgang zu beklagen. Philip Dorsett unterschreibt einen Vertrag über ein Jahr bei den Seattle Seahawks und wird somit nicht nach Foxborough zurückkehren. Neben der Linebacker Position dürfte Wide Receiver damit der größte Need der Patriots werden, den es beim Draft in drei Wochen anzugehen gilt.

New York Jets

In der vergangenen Woche wurde es erwartungsgemäß deutlich ruhiger in Florham Park.

Die großen Moves blieben aus und es steht für Fans weiterhin ein Fragezeichen hinter dem Plan von General Manager Joe Douglas.

Wide Receiver Robby Anderson zog es nach Charlotte, wo er bei den Panthers unter seinem alten Collegecoach der Temple Owls, Matt Rhule, spielen wird. Einen vermeintlichen Ersatz fand man nur wenige Stunden später mit Breshad Perriman, der einen Einjahresvertrag für maximal acht Millionen Dollar unterschreiben wird.

Der 26-jährige First Round Pick der Baltimore Ravens aus 2015 ist ein klassischer Draft Bust und spielt bereits in seinem fünften NFL Team. In der abgelaufenen Saison konnte er in Tampa Bay zum Ende aufdrehen und endlich die Zahlen liefern (fünf Spiele 506 Yards, fünf TD), die man von ihm als Draftpick erwartete.

Wenig später wurde noch die Verpflichtung des Linebackers Patrick Onwuasor verkündet. Er wechselt aus Baltimore, wo er 2018 gemeinsam mit CJ Mosley ein starkes Duo bilden konnte, in die Stadt, die niemals schläft. Joe Douglas war zum Zeitpunkt des Drafts von Onwuasor in Baltimore für das Scouting verantwortlich.

Ob noch ein großer Wurf in der laufenden Offseason kommt ist derzeit fraglich. Zwar hat man mit fast genau 45 Millionen Dollar aktuell das zweithöchste Cap Space nach den Houston Texans, jedoch deutet die Linie von Joe Douglas auf keine weiteren, großen Züge hin.

 

AFC North

Baltimore Ravens

Zunächst muss ich eine bereits letzte Woche verkündete Verpflichtung revidieren: DL Michael Brockers fiel bei der medizinischen Untersuchung durch und unterschrieb daher doch keinen Vertrag in Baltimore, sondern bei den Rams. Stattdessen kommt mit DE Derek Wolfe ein gestandener Veteran und SB-Sieger aus Denver, der letztes Jahr in puncto Sacks einen Karrierebestwert von 7,5 erreichte und von Superstar Von Miller, sowie dem ganzen Team hoch geschätzt wurde. ILBs Josh Bynes (Divisionsrivalen Cincinnati Bengals) und Patrick Onwuasor (NY Jets) sind gewechselt, und machen diese Position zu einem großen Need – neben IOL und WR, aber davon habe ich bereits erzählt.

Sonst war recht wenig los, von daher ziehe ich das hier nicht unnötig in die Länge. Bis nächste Woche.

Cincinnati Bengals

Die Cincinnati Bengals haben bei ihren Bemühungen die Defense zu verbessern, auch noch Vonn Bell verpflichtet. Der 25-Jährige Safety kam für drei Jahre und 18.000.000 Dollar von den New Orleans Saints.
Interessant sind noch zwei prominente Personalien im Team. So ist es mittlerweile wahrscheinlich, dass Andy Dalton beim Team bleibt und den Mentor für den neuen Quarterback geben wird, nachdem es keinen Trade gab und die meisten Teams ihren Starter haben.
Zudem wollen die Bengals mit Running Back Joe Mixon in diesem Sommer verlängern. Mixon geht in sein viertes Jahr und hat die letzten beiden Jahre die 1.000 Yard-Marke geknackt. Für das Team waren die ersten Wochen der Free Agency gut, da doch deutlich wurde, wie sehr der Markt für Running Backs eingebrochen ist, sodass es die Hoffnung gibt sich mit Mixon auf einen akzeptablen Preis zu einigen.

Cleveland Browns

Nach zahlreichen Neuverpflichtungen in der vorherigen Woche haben es die Browns in der abgelaufenen Woche etwas ruhiger angehen lassen. Nachgereicht wird die Verpflichtung von CB Donovan Olumba (24), der die letzten beiden Jahre auf dem Practice Squad der Cowboys verbracht hat und einen Einjahresvertrag über 610.000 Dollar unterzeichnet. Ein weiterer Neuzugang ist C Evan Brown (23), der zuletzt bei den Dolphins unter Vertrag stand. Inzwischen sind auch die Zahlen zum Vertrag von LB B.J. Goodson (26) bekannt: Er unterzeichnete einen Einjahresvertrag über 2,4 Millionen Dollar. Apropos Vertragszahlen, einem ordentlichen Paycut stimmte RT Chris Hubbard (28) zu, der sich im Depth Chart nun hinter Jack Conklin (25) einreihen muss. Ursprünglich sollte er in dieser Saison 6,47 Millionen Dollar verdienen, erhält nun aber nur noch ein Basisgehalt von 2,5 Millionen Dollar.

DE Myles Garrett (24) machte sich seinen Starstatus zu Nutze um gemeinsam mit der Hilfsorganisation Cleveland Hope Exchange 24.000 Pfund (knapp 11.000 kg) an Nahrungsmitteln und weiteren Hilfsgütern für hilfsbedürftige Menschen in der Corona-Krise in Cleveland zur Verfügung zu stellen.

Gute Nachrichten für Freunde der beliebten YouTube-Serie Building the Browns gibt es auch: Ab dem 5. April gibt es neue Folgen der von den Browns selbstproduzierten Doku-Reihe.

Pittsburgh Steelers

Diese Woche glänzten die Steelers mit XFL – Verpflichtungen. Von den Dallas Renegades kommt Long Snapper Christian Kuntz und Safety Tyree Kinnel spielte für die DC Defenders, Edge Rusher Dewayne Hendrix kommt von den St. Louis Battelhawks und DT Cavon Walker sowie OT Jarron Jones kommen von den New York Guardians.
Cavon Walker war mit 4,5 Sacks in fünf Spielen der Sack Leader von der XFL. Dewayne Hendrix erzielte immerhin einen Sack sowie einen Tackle for Loss.

Gute Neuigkeiten gibt es von Ryan Shazier. Der langzeitverletzte MLB zeigte sich in einem neusten Video wieder etwas fitter. Vielleicht wird das ja noch was mit seinem Comeback dieses oder nächstes Jahr. Zurzeit befindet er sich auf der reserve/retired list und wird 2021 unrestricted free agent.

 

AFC South

Houston Texans

Heute gibt es ein paar Updates zu den Free Agent Verpflichtungen. WR Randall Cobb (30) hat seinen Vertrag noch nicht unterzeichnet. Aufgrund der aktuellen Lage wurde aus dem Physical Test auch noch nichts. Er hält sich aktuell in Kalifornien fit. Es waren mehrere Teams an ihm interessiert, unter anderem auch die Cowboys. Ein Gespräch mit O´Brien hat ihn dann überzeugt. Er sieht sich auch nicht als Hopkins-Ersatz. Sein Vertrag könnte nach 2 Jahren mit einem Dead Cap von 2 Millionen $ vorzeitig beendet werden, dann würde man 8,25 Millionen $ sparen. Auch bei FS Eric Murray (26) hätte man die Möglichkeit nach 2 Jahren relativ Kostengünstig auszusteigen. Mit einem Dead Cap von 1,5 Millionen $ könnte man 5,25 Millionen $ sparen. Um sich in der D Line zu verstärken hat man DE Derek Wolfe ein Angebot gemacht, er gab aber den Ravens den Vorzug. Laut aktuellen Gerüchten ist man nun an DT Damon „Snacks“ Harrison (31) dran. Auch im Team wird langsam an den Verträgen gearbeitet: Das Team ist momentan in Verhandlungen mit Left Tackle Laremy Tunsil, der aktuell in der 5th Year Option seines Rookievertrages ist. Er kostet die Texans damit 10,35 Millionen Dollar (alles garantiert). Er wird unter den Top 3 der bestbezahlten Left Tackle landen. Aktuell liegen seine Vorstellungen zwischen 19 bis 21 Millionen, was ein bisschen viel ist. Houston bot ihm 18,5 Mio. pro Jahr an. Die aktuell bestbezahlten Tackles: Lane Johnson RT 18 Mio. pro Jahr, Anthony Castonzo LT, Trent Brown RT 16,5 Mio. pro Jahr, Taylor Levan LT 16 Mio. pro Jahr.

Indianapolis Colts

In Indy baut man weiter an einer dominanteren Defensive. Mit Sheldon Day konnte ein weitere Defensive Tackle der 49ers verpflichtet werden. Auch wenn er wohl auch in Indy “nur” zur Rotation gehören wird, sollte er dennoch genug Spielzeit bekommen. Day ist zudem in Indianapolis geboren und aufgewachsen.

Der wohl bekanntere Name dürfte Cornerback Xavier Rhodes sein, mit dem der Abgang von Pierre Desir kompensiert wird.Ein in letzter Zeit schwächelnder Spieler, der aber dringend benötigte Veteran Depth bringen soll. Als weiterer Cornerback kommt TJ Carrie, der vermutlich als Backup für Clot Cornerback Kenny Moore verpflichtet wurde.

Auch wenn es sich bei allen um sog. Depth-Verpflichtungen handelt, also Spieler die nicht direkt starten sollen und einige Namen dem durchschnittlichen Fan nicht unbedingt geläufig sind, sind es diese Spieler, die sich oft als Überraschung während der Saison herausstellen. Dass ich zur Zeit über derartige Verpflichtungen schreibe hat schließlich überhaupt nichts mit der gegenwärtigen NFL-Flaute zwischen (Big Time) Free Agency und Draft zu tun.

Jacksonville Jaguars

Kaum Neuigkeiten in Duval County. Der mittlerweile nur noch zweitcoolste Mustache der Stadt, Owner Shad Khan, hat 1 Mio USD für die Opfer der Corona-Krise gespendet. Verschiedene Medien melden, dass sich Jaguars-Legende Tony Boselli wegen Covid-19 im Krankenhaus befindet – wir hoffen sehr, es ist nichts Ernstes und wünschen gute Besserung.

Der Draft kommt näher und es besteht kaum Einigkeit, auf welche Position es die Jags mit dem 9. Pick absehen werden. Beliebte Ziele im Mock Draft sind im Moment Mekhi Becton (Left Tackle), Isaiah Simmons (Linebacker) und Derrick Brown (Defensive Tackle). Alle würden den mäßig talentierten Kader enorm verstärken.

Yannick Ngakoue twittert derweil: ‚Let’s both move on, Jaguars!‘

Tennessee Titans

Die Offseason bei den Titans ist weiterhin sehr ruhig. In der letzten Woche haben sie mit dem Linebacker und Special Teamer Nick Dzubnar (ehemals LA Chargers), Swing Tackle Ty Sambrailo und D-Liner Jack Crawford (beide ehemals Atlanta Falcons) drei neue Spieler verpflichtet. Doch ansonsten gibt es wenig neues von den Titans, wo weiterhin Edge Rusher Jadeveon Clowney im Gespräch ist. Knackpunkt ist vermutlich das Gehalt, denn Clowney soll wohl mehr als 20 Mio. Dollar Jahresgehalt verlangen. Keine offizielle Bestätigung gibt es weiterhin bei Vic Beasley, der die D-Line der Titans verstärken soll.

Neben den Neuzugängen gibt es aber auch weitere Abgänge zu beklagen. So wechselt Wide Receiver und Special Teamer Darius Jennings zu den Los Angeles Chargers, D-Liner Austin Johnson zu den New York Giants, Cornerback LeShaun Sims zu den Cincinnati Bengals und Wide Receiver Tajae Sharpe zu den Minnesota Vikings. Während bei Jennings, Johnson und Sims die Vertragdetails noch unbekannt sind, hat Sharpe einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben, der ihm 1 Millionen Dollar einbringen soll.

Zudem richten die Verantwortlichen der Titans ihren Blick Richtung Draft. Dabei sollen sie ein verstärktes Augenmerk auf Wide Receiver Jalen Reagor (TCU), Edge Rusher Darrell Taylor (Tennessee) und Wide Receiver Denzel Mims (Baylor) gerichtet haben. Aufgrund des aufkommenden Need im Receiver-Corps könnte General Manager Jon Robinson einen neuen Mann am ersten oder zweiten Tag Pick. Taylor hingegen wird als später Drittrundenpick angesehen, der aufgrund einer Stressfraktur im Januar den Senior Bowl verpasst hat. Aufgrund seines Studiums im selben Bundesstaat ist er aber eine interessante Option für die Titans.

 

AFC West

Denver Broncos

Die Broncos verbessern weiter ihre D-Line. Nachdem sie letzte Woche einen 7. Runden Pick an die Titans abgaben und im Gegenzug Jurrell Casey erhielten, folgten in dieser Woche zwei weitere Verpflichtungen. Joel Heath, der übrigens keinen tender von den Broncos bekommen hatte, wurde für ein weiteres Jahr verpflichtet.

Doch die wohl größte Überraschung folgte dann Freitag Nacht. Shelby Harris konnte für ein weiteres Jahr gehalten werden. Das besondere ist allerdings der Vertrag. Laut der Plattform „Spotrac“ betrug sein Marktwert 11,7 Millionen Dollar. Anscheinend waren die Teams nicht bereit ihm so viel Geld zu geben, was schließlich dazu führte, dass er für 1. Jahr, 2,5 Millionen garantiert (maximal 3,25 Millionen) unterschrieben hat. Kurz zu seinen Statistiken aus dem letzten Jahr: 49 total tackels, sechs Sacks, acht tackle for loss und 10 (!) herunter geschlagene Bälle an der line of scrimmage. Letzteres ist Liga-Höchstwert.

Auch im Special Team gab es eine Verpflichtung. Nach Graham Glasgow (Center beziehungsweise Guard) kommt nun der zweite Detroit Lion nach Denver, nämlich Punter Sam Martin. Er ist seit der Saison 2013/2014 in der NFL und kommt auf 473 Punts (Durchschnitt: 46.0 Yards). Damit ist es eher unwahrscheinlich, dass Cody Wadman noch eine Zukunft bei den Broncos hat. Nach einer enttäuschenden Saison bleibt abzuwarten, ob und wo er nächstes Jahr spielt.

Zwei weitere Verpflichtungen, die allerdings kürzer zusammengefasst werden können:

  • Jeff Driskel: Die Broncos verpflichten einen weiteren Quarterback. Nach der Entlassung von Joe Flacco, sieht der Quarterback Room bei den Broncos nun wie folgt aus: Drew Lock, Brett Rypien und Jeff Driskel
  • Nick Vannett: Der Tight End war letztes Jahr bei den Steelers unter Vertrag und wird deutlich mehr im Blocking als im Receiving Game eingesetzt. Letztes Jahr kam er auf insgesamt 17 Receptions für 168 Yards.

Kansas City Chiefs

Bei den Chiefs wird es rund um den Cap Space eng. Ziemlich eng. Momentan stehen GM Brett Veach genau $177 zur Verfügung. Richtig gelesen – $177 ! Wie es dazu kam?

Der grosse Vertrag von Sammy Watkins ($21 Mio dieses Jahr) drückt immer noch auf den Cap. Wie es aussieht, werden die Chiefs keinen Tradepartner finden. Somit bleibt einzig eine Umstrukturierung des Vertrags oder ein Cut.

Auf der WR Position wird jedoch Demarcus Robinson für ein Jahr zu den Chiefs zurückkehren. DRob erhält $2’297’500, zählt aber wegen der neuen CBA-Regeln bezüglich Veteranen nur $1 Mio gegen den Cap. Mit Blick in die Zukunft, wo die OTA’s wegen der Corona-Epidemie gestrichen werden könnte, ist diese Verpflichtung eines Spielers, der die Offense bereits bestens kennt, ein ausgezeichneter Move.

Ebenfalls zurückkommen werden für je ein Jahr FB Anthony Sherman und DT Mike Pennel.

Die Chiefs verlassen wird hingegen LB Reggie Ragland. Er schliesst sich den Detroit Lions an.

Las Vegas Raiders

Outside Linebacker Kyle Wilber wurde um ein Jahr verlängert. 2017 spielte er noch bei den Cowboys und wechselte 2018 zu den Raiders. Als Backup verbuchte er in 2019 lediglich fünf Tackles.

Am 28 April 2020 erhalten die Raiders vielleicht keine Football Trophäe, allerdings könnte es eine etwas ungewohnte Auszeichnung geben. Die letztjährige HBO Serie „Hard Knocks“ befasste sich mit dem Trainingscamp der Raiders und wurde jetzt für einen Emy nominiert.

Auf Twitch beteiligten sich Safety Jonathan Abram sowie der früherer Fullback Marel Reece an einem 12 stündigen Wohltätigkeitsstream um Spenden für die Covid-19 Krise zu sammeln. Viele weitere Stars der Raiders engagieren sich zudem innerhalb ihrer Gemeinden und Städte auf ähnlichen Veranstaltungen.

Weniger erfreulich ist, dass ein Arbeiter auf der Baustelle der neuen Raiders Heimat, dem Allegiant Stadion in Las Vegas, positiv auf das Corona Virus getestet wurde. Eigentlich sollte das Stadion im Juni 2020 eröffnet werden. Aufgrund möglicher Ausgangssperren könnte der Baufortschritt allerdings zum erliegen kommen. Aktuell geht der Bau wohl weiter, allerdings unter hohen Auflagen für die dortigen Arbeiter.

Da es ansonsten nicht viel zu berichten gibt, möchte ich am Schluss noch eine Empfehlung aussprechen. Folgt @RaiderCody auf Twitter. Er betreibt auch einen Youtube Kanal und hält einen gut über die Free Agency und Draft Gerüchte auf dem Laufenden.

 Los Angeles Chargers

Die Chargers haben nach der heißen Phase noch einen weiteren Spieler unter Vertrag genommen. So hat Linebacker Nick Vigil einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben, wo er etwas mehr als eine Millionen Dollar verdienen wird. Der 26-Jährige kommt von den Cincinnati Bengals und wird neben seinen Einsätzen in der Defense wohl auch in den Special Teams eingesetzt werden.

Zudem laufen bei den Chargers die Vorbereitungen auf den Draft auf Hochtouren. Mit ihrem 6th Overall Pick läuft alles auf einen Quarterback hinaus. Dort haben die Verantwortlichen um General Manager Tom Telesco bereits die ersten Gespräche über FaceTime geführt. Zu ihnen zählen Justin Herbert (Oregon) und Jordan Love (Utah State) – beide Prospects werden an 6 wohl noch verfügbar sein. Egal auf wem am Ende die Wahl fallen wird, Tyrod Taylor wird vermutlich erstmal der Starter sein. Außerhalb von den Gesprächen mit den beiden QB-Prospects haben die Chargers auch mit Cornerback A.J. Green (Oklahoma State), Linebacker Evan Weaver (California) und Offensive Tackle Tristan Wirfs (Iowa) gesprochen. Während Green und Weaver eher Mid Round Picks sind, ist Wirfs ein möglicher Top Ten Pick, weswegen ihn die Chargers wohl nicht bekommen werden.

Zudem haben die Chargers ein neues Logo veröffentlicht. Dabei sind die „A“s mit einem Blitz am Ende des linken Querstrichs versehen. Zudem werden die Chargers noch neue Trikots bekanntgeben, mit denen sie dann ins neue Stadion einziehen werden.

 

NFC

NFC East

Dallas Cowboys

Es war eine etwas ruhigere Woche in Dallas, dennoch gibt es ein paar Dinge zu erzählen:

Um die, in der letzten Saison etwas unproduktive Defensive Line um Defensive End DeMarcus Lawrence und Neuzugang Defensive Tackle Gerald McCoy weiter zu verstärken, hat man sich mit McCoys ehemaligen Teamkollegen Dontari Poe geeinigt. Mit der Verpflichtung des 29-jährigen Defensive Tackles erfüllte man den Wunsch des Head Coaches Mike McCarthy nach einer physisch stärkeren Defensive Line.

Auch die zuletzt stockenden Verhandlungen über einen langjährigen Vertrag mit Quarterback Dak Prescott, die in der Verwendung des Franchise Tags für Prescott mündeten, wurden wohl wieder aufgenommen. Größter Streitpunkt soll hierbei nicht das Gehalt sein, das wohl bis zum neuen Vertrag von Chiefs Quarterback Patrick Mahomes beispiellos sein könnte, sondern es soll sich eher um die Dauer des neuen Vertrages gestritten werden. So möchte Prescott wohl einen etwas kürzeren Deal, während die Cowboys wohl auf einen langfristigen Deal pochen.

Etwas überraschend war die Verpflichtung des Kickers Greg Zuerlein von den LA Rams drei Tage nach der Vertragsverlängerung mit Kai Forbath. Nachdem der 32-jährige Forbath von den Patriots nach nur einem Spiel wieder entlassen wurde, ersetzte er den von den Cowboys entlassenen Bret Maher als Kicker. In den drei Spielen, die er für die Cowboys absolvierte verzeichnete Forbath eine Quote von 100%. Im Zweikampf um die Position des Kickers, hat wohl der ebenfalls 32-jährige Zuerlein, auch bekannt als „Greg the leg“, dadurch einen Vorsprung, dass er schon einige Jahre mit dem neuen Special Teams Coordinator John Fassel bei den Rams zusammenarbeitete.

New York Giants

Bis auf zwei Neuverpflichtungen war diese Woche nicht viel los. Die Erste war Defensive Tackle Austin Johnson (ehemals Titans) und die Zweite war Tight End Eric Tomlinson (ehemals Raiders, Patriots). Beide werden eher Rotationsrollen ausfüllen.

Sonst ist nicht viel los in New York. Das bestimmende Thema ist weiterhin der Draft, wo es aber aktuell noch keine neuen Entwicklungen und Infos gibt.

Philadelphia Eagles

Nach Darius Slay haben die Eagles einen weiteren Cornerback unter Vertrag genommen, der 28-jährige Nickell Robey-Coleman erhielt einen Ein-Jahres-Vertrag. Er spielte zuletzt für die Rams und dürfte vor allem für den Slot zuständig werden.

Im Gegenzug gilt Rasul Douglas nun als Tradekandidat, zumal er in den vergangenen 3 Jahren wenig zu überzeugen wusste.

Ein Verlängerung gab es beim wichtigsten Passempfänger, Tight End Zach Ertz. Bei ihm wurde die Option für die Saison 2021 vorzeitig gezogen und auf Grund der Vertragsmodalitäten erhalten die Eagles rund 5 Millionen zusätzlichem Cap Space für die aktuellen Planungen.

Bei einer der dominierenden Eagles-Diskussionen dieser Off Season kristalisiert sich mittlerweile ein Ergebnis heraus. Viel wurde darüber gesprochen wie man das Niveau seiner Wide Receiver anheben möchte – Free Agency und/oder Draft? Die Free Agency wird es nicht, denn Mit Breshad Perriman unterschrieb nun einer der letzten Kandidaten bei einem anderen Team. Die Vermutung, dass sich die Eagles in der weit überdurchschnittlichen Receiver Draft-Class bedienen, wird also immer wahrscheinlicher und die daraus resultierenden Fragen sind nun: Wer? Wann? Wie? Wird man für seinen Wunschkandidaten hochtraden? Wird man vielleicht gar zwei Wide Receiver in frühen Runden wählen?

Washington Redskins

Die bekannteste Verpflichtung in der letzten Woche dürfte CB Ronald Darby sein. Der 26-jährige kommt aus Philadelphia, wo er den Superbowl gewann, aber leider auch mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte. Er unterschreibt für ein Jahr und bildet, wenn gesund, mit Fuller ein CB-Duo mit reichlich Potenzial. Mit RB Peyton Barber (Buccaneer, zwei Jahre, drei Mio), TEs Richard Rodgers Jr. (Eagles, ein Jahr, eine Mio) und TE Logan Thomas (Detroit, zwei Jahre, etwa 7 Mio), sowie WR Cody Latimer (Giants, ein Jahr) holte sich Washington Tiefe für die Skillpositions.

Besonders auf RB scheint das in Anbetracht von All-Day Petersons Alter (35) und der Verletzungsgeschichte von Derrius Guice nicht verkehrt, auch wenn ich persönlich kein Freund von Veteran-Signings auf der Position bin. Latimer, Zweitrundenpick der Broncos von 2014, geht in sein siebtes Jahr und soll vermutlich ein sehr junges Widereceiver Team (keiner spielt seit mehr als 3 Jahren NFL) mit Erfahrung und als Special Teamer bereichern.

Die beiden Tight-Ends sind in einer eher schwachen Positionsgruppe der Grundstein für ein Scheme, in dem OC Scott Turner in der Vergangenheit oft mit zwei Tes gespielt hat. Thomas kam als QB aus dem College, bevorzugt aber seine jetzige Position und gilt als athletisch. Rodgers Jr. dürfte vom MoTown Miracle (Hail Mary Catch für die Packers) geläufig sein. In Green Bay hatte er auch seine beste Zeit. Die zwei Jahre bei den Eagles waren eher von Verletzungen geprägt.

 

NFC North

Chicago Bears

Insgesamt sieben Free Agents haben ihre Verträge nun offiziell bei den Chicago Bears unterschrieben. Dazu gehören: Tight End Jimmy Graham (33), kommend von den Green Bay Packers. Cornerback Artie Burns (24) von den Pittsburgh Steelers und Safety Jordan Lucas (26), ehemals Kansas City Chiefs. Zudem wurden vier Verträge mit den Bears eigenen Free Agents geschlossen. Diese sind, Quarterback Tyler Bray (28), Defensive End Brent Urban (28), Safety Deon Bush (26) und Long-Snapper Patrick Scales (32). Jimmy Graham bekam dabei einen zwei Jahresvertrag, die anderen sechs jeweils Jahresverträge.

Der ehemalige Super Bowl 47 Sieger und Pro Bowler aus den Jahren 2016 und 2017 Guard Kelechi Osemele (30) im Gespräch bei den Chicago Bears. Der Free Agent Osemele könnte als Right Guard eingesetzt werden und somit Kyle Long (31), der nach der letzten Saison seine Karriere beendet hat, beerben. Was gegen eine Osemele Verpflichtung spricht, ist die Tatsache, dass er sich letzten Saison an der Schulter verletzt hat und operiert werden musste. Auf Grund dieser Verletzung wurde er dann Mitte der letzten Saison von den New York Jets entlassen

Detroit Lions

Die Lions bleiben weiterhin sehr aktiv in dieser Offseason. Zunächst wurde der Vertrag mit

S/LB Miles Killebrew verlängert. Der Lions Viertrunden-Pick aus 2016 durfte sich hauptsächlich in den Special Teams beweisen und wird nächstes Jahr um einen Platz im Kader kämpfen.

OL Oday Aboushi hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Nach dem Abgang von Graham Glasgow ist der Starting-Job auf der RG-Position neu zu vergeben, weitere Neuzugänge sind aufgrund der aktuellen Personaldecke wahrscheinlich.

Die Lions haben mit Geremy Davis (Zuvor Los Angeles Chargers) und Geronimo Allison (Zuvor Green Bay Packers) zwei neue Wide Receiver für jeweils ein Jahr unter Vertrag genommen. Diese dürften hinter den gesetzten Golladay, Jones und Amendola mit den anderen bereits im Kader stehenden Receivern um die verbliebenen Kaderplätze streiten.

Eine weitere Gruppe erhält Unterstützung von zwei Spielern. Reggie Ragland (Kansas City Chiefs) und Elijah Lee (San Francisco 49ers) kommen zur Unterstützung der jungen Linebacker. Lee dürfte zudem vermehrt in den Special Teams zum Einsatz kommen.

Der bei den Fans beliebte und zuverlässige Punter Sam Martin wird nicht mehr für die Lions auflaufen. Er schnürt künftig seine Schuhe für die Denver Broncos.

Green Bay Packers

Bei den Packers ist es momentan sehr ruhig. Außer ILB Blake Martinez, der zu den Giants gewechselt ist und kaum in New York schon gegen seine alte Franchise hinterher tritt und seine Rolle in der Defense der Packers beklagt, gibt es wenig Neues zu vermelden. WR Geronimo Allison, der dieses Jahr Free Agent wurde, wechselt zum Divisionsrivalen nach Detroit. Devin Funchess, der neue WR, bekommt laut den neuen Zahlen für seinen Ein-Jahres-Vertrag $2.5 Mio, was nicht besonders viel ist, kann sich aber $3.75 Mio an Belohnungen für gute Leistungen dazu verdienen. Genau der low-risk-high-reward-Deal also, den sich die Packers-Fans gewünscht haben.

Minnesota Vikings

Wie bei den meisten anderen Teams, stand auch bei den Vikings die vergangene Woche ganz im Zeichen der Schaffung von Kadertiefe. Mit Wide Receiver Tajae Sharpe und Defensive End Anthony Zettel wurden die Neuzugänge zwei und drei präsentiert.

Sharpe startete seine Karriere 2016 passenderweise mit einem Spiel gegen die Minnesota Vikings, in welchem er sieben Pässe für 76 Yards fing. Nach einer vielversprechenden Rookie-Saison wurde er durch Verletzungen zurückgeworfen und konnte nicht mehr an zuvor gezeigte Leistungen anknüpfen. Dennoch gilt er als zuverlässiger Big Slot Receiver und könnte mit Olabisi Johnson um den dritten Platz bei den Receivern hinter Adam Thielen und einem wahrscheinlich hoch gepickten Rookie kämpfen.

Anthony Zettel hatte seinen Karrierehöhepunkt im Jahr 2017, als er durch viele Verletzungen seiner Teamkollegen zeitweise zum Starter wurde. In dieser Zeit gelangen ihm 6.5 Sacks. Ansonsten verbrachte Zettel seine Karriere als Back-Up mit nur wenigen Einsatzzeiten. Auch für die Vikings wird er wohl nur eine untergeordnete Rolle in der Rotation der Defensive Line spielen, falls er überhaupt den Sprung in den finalen Kader schafft.

Neben den zwei Neuzugängen gaben die Vikings auch vier Vertragsverlängerungen für eigene Ersatzspieler bekannt. Guard Dakota Dozier, Center Brett Jones, Offense Tackle Rashod Hill und Running Back Ameer Abdullah wurden alle für die kommende Saison zum Veteran Minimum gebunden.

 

NFC South

Atlanta Falcons

Vor dem Draft ist nach dem Jersey-Wechsel!

Eines, was jeden Falcons-Fan zur Zeit beschäftigt.

Wie werden die neuen Trikots aussehen?

17 Jahre ist es jetzt her, dass die Atlanta Falcons das letzte Mal ihre Farben ihrer Uniform gewechselt haben. Damals beherrschte die Farbe Schwarz die Hauptauswahl.

In einem Interview verrät Arthur Blank seine Einschätzung zum neuen Design:
„Ich denke, dass dieser Look, den die Fans fühlen, erleben und sehen und hoffentlich auch tragen werden, eher zu einem zeitgemäßen Look und Gefühl passt, das unsere Fans suchen – ein bisschen mehr Flair.“

Das Logo selbst wird wohl nur marginale Veränderungen bekommen, aber wird die Helmfarbe bleiben? Wir werden es sehen! Vor dem Draft wird das Geheimnis gelüftet. Als eines der letzten Team in diesem Jahr präsentieren dann die Falcons Ihre „zweite Haut“!

Auf der Transaktion-Ebene gab es diese Woche keine „Gurley“-haften Verpflichtungen.

Ein Wiedersehen wurde mit  LB LaRoy Reynolds gefeiert. Nach Stationen bei den Eagles und den Bengals kehrt er zurück zu den Falcons und verstärkt die Defense. Des Weiteren wurden Tight End Khari Lee und LB Edmond Robinson aus der XFL zu jeweils Einjahres-Verträgen verpflichtet.

Mal sehen, ob sie den Sprung zur NFL schaffen. Wir dürfen gespannt sein.

Carolina Panthers

Die Carolina Panthers bekennen sich zu Ihrem neuen Starter auf der Position des Quarterbacks.

Teddy Bridgewater bekommt einen 3-Jahresvertrag. Es scheint so, als habe der neue Headcoach Rhule eine klare Vorstellung seiner zukünftigen Offense zu haben.  Neben DJ Moore und Curtis Sanuel bekommt Bridgewater zusätzlich Robby Anderson als Anspielstation in der neuen Saison.

Anderson, der seinen Marktwert in der Free Agency testen wollte, unterzeichnet einen 20 Millionen Dollar Vertrag und bindet sich für zwei Jahre an die Franchise aus Charlotte.  Er stellt eine durchaus gefährliche Offensivwaffe dar. Er überzeugt vor allem durch seine Arhletik und Geschwindigkeit und soll dem Passspiel der Panthers wohl mehr Tiefe verleihen.  Anderson spielte bereits am College in Temple unter seinem neuen alten Headcoach.

Ebenfalls unterzeichnete XFL Durchstarter P.J. Washington einen Vertrag bei den Panthers. Der Quarterback spielte ebenfalls in Temple und stellte in der abgelaufenen XFL Saison seine durchaus beachtenswerte Stärken unter Beweis. Washington überzeugt hierbei vor allem durch seinen extrem starken Arm und seine physische Explosivität als Playmaker. In den Fankreisen der Panthers träumt manch einer diese Tage wohl schon von einem zukünftigen Franchise Quarterback mit den Qualitäten eines Pat Mahomes.

Derweil möchte Bridgewater aber seine Chance ergreifen und das erste Mal seit seiner Horrorverletzung beweisen, dass er eine Franchise führen kann.

New Orleans Saints

Nach dem Abgang Teddy Bridgewaters zu den Panthers stellt sich bei den Saints weiter die Frage nach der neuen Nummer 2 hinter Quarterback Drew Brees. Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass Cam Newton den umgekehrten Weg zu den Saints gehen könnte, er wäre mit seiner Erfahrung sicher ein Gewinn. Andererseits dürfte Newton als Backup sehr viel Geld verlangen und bringt zudem diverse Fragen hinsichtlich seiner Schulterverletzung mit. Ein anderer genannter Name ist Jordan Love. Der Utah State Quarterback ist aber auch bei anderen Teams im Gespräch, welche kurzfristig eine Lösung auf dieser Position suchen.

Auf Grund der aktuellen Corona-Einschränkungen führen die Saints ihre Interviews mit den Draft-Prospects online durch, dabei gab es unter Anderem ausführliche Gespräche mit den Linebackern Davion Taylor (Colorado) und Evan Weaver (California).

Das wichtigste aber zum Schluss: Headcoach Sean Payton, der vor einigen Tagen positiv auf den Corona-Virus getestet wurde und daher in häuslicher Quarantäne war, hat den Virus überstanden und wurde von den Ärzten gesundgeschrieben.

Tampa Bay Buccaneers

Die Buccaneers haben Ndamukong Suh mit einem neuen Einjahresvertrag ausgestattet. Die Summe liegt bei ca. $8 Mio kann aber auf bis zu $10 Mio. ansteigen.

Damit wurde ein wichtiger Baustein der Defense im Team gehalten und man kann sich im Draft um den Right Tackle Spot kümmern.

Des weiteren hat Bruce Arians verlauten lassen gerne noch einen Safety und einen Running Back mit Passfänger Qualitäten zu verpflichten. Hier sind Leute wie Safety Tony Jefferson (ehemals Ravens) oder Running Back Chris Thompson (ehemals Redskins) ein Thema.

Ersatz für den zu den Jets abgewanderten Receiver Breshad Perriman wird man nicht mehr in der Free Agency suchen. Hier konzentriert man sich auf den kommenden Draft, für den sich jede Menge erstklassige Spieler gemeldet haben. Man kann davon ausgehen dass es ein sehr offensivlastiger Draft der Bucs wird.

 

NFC West

Arizona Cardinals

Viel hat sich nicht getan bei den Cardinals diese Woche, was einerseits am geschrumpften Kapital liegt, andererseits daran, dass die Pandemie die USA mittlerweile voll im Griff hat.

Geprägt war die letzte Woche von einigen Resignings und einen Signing eines neuen Gesichtes: So konnten zum Rebuild der Defensive Line Trevon Coley für ein Jahr in Wüste gewonnen werden.Trevon Coley spielte letzte Jahr bei den Colts und davor 2 Seasons für die Browns in Clevland.

Running Back und Local DJ Foster erhält nach seiner Verletzungssaison einen Vertrag für ein weiteres Jahr in seiner Heimat Arizona. Damit wird dem RB Squad der Cardinals mehr Tiefe verliehen.

OT Marcus Gilbert erhält einen Vertrag über ein weiteres Jahr, nachdem er ähnlich die Foster bereits eine Season auf der Verletzungsbank saß. Man wird sehen ob er zu seiner alten Stärke zurückfinden wird. Selbiges gilt für Guard Max Garcia, er bekommt die Chance nach seiner Knie OP zu zeigen ob zu alter Stärke zurückfinden kann und unterschrieb für ein weiteres Jahr.

Des weiteren hat Saftey Charles Washington für ein weiteres Jahr unterschrieben und sorgt wie die anderen genannten mehr Tiefe im Kader.

Der Großteil der Cardinals Fans ist recht zufrieden mit den Verpflichtungen im Zuge der Free Agency. Baustellen wurden beseitigt, der Kader hat an vielen Ecken die nötige Tiefe erhalten. Nun wird mit guter Laune auf den anstehenden Draft geblickt und gehofft das die positive Entwicklung weiter anhält.

Los Angeles Rams

Bei den Rams war es, wie bei fast jedem Team diese Woche, ruhig.

Ausnahme hierbei ist die Rückkehr von Defensive Lineman Michael Brockers. Brockers hat seit 2012 für die Rams Defensive Tackle, bzw. Three-Four Defensive End gespielt.

Eigentlich sollte der Free Agent für 3 Jahre nach Baltimore gehen, diese lehnten den ausgehandelten Vertrag aber doch ab. Als Grund wurde eine Knöchelverletzung genannt, die erst nach den Verhandlungen aufgefallen ist. Daraufhin ist Brockers nun wieder für 24 Millionen über drei Jahre zu den Rams zurückgekommen.

San Francisco 49ers

Die letzte Welle der Free Agency ist auch bei den San Francisco 49ers abgeebbt. Aufgrund des nur geringen finanziellen Spielraums ist davon auszugehen, dass keiner der noch namhaft verfügbaren Spieler in der nächsten Saison in rot und gold auflaufen wird. Von Expertenseite hört man des Öfteren den Wunsch nach einem weiteren Defensive Lineman, vor allem der Name Shelby Harris wird auffällig oft in den Raum geworfen. Dennoch: An dieser Stelle der Offseason werden die 49ers dazu übergehen, sich auf Depth Signings zu beschränken und den Fokus auf den kommenden Draft zu legen.

John Lynch betonte erst kürzlich die Wichtigkeit eben dieses Drafts, in dem die 49ers nach dem Buckner-Trade nun zwei First Round-Picks besitzen. Noch ist fraglich, wie das Front Office das Draft-Wochenende angehen wird. Zieht man in der ersten Runde (#13 und #31) tatsächlich zwei – vermeintlich – qualitativ hochwertige Spieler, oder tradet man einen oder sogar beide Picks, um sich besser in der Breite aufzustellen?

Über diese Fragen wird es in den kommenden Wochen zahlreiche Diskussionen geben. Momentan deutet jedoch vieles darauf hin, dass die 49ers spekulieren, einen Wide Receiver an 13. Stelle des Drafts zu ziehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jerry Jeudy, Henry Ruggs oder Cedee Lamb an diesem Spot noch verfügbar sind, ist nicht gerade gering. Nach dem Abgang von Emmanuel Sanders, dem die Niners ebenfalls ein Angebot unterbreiteten, ist dies wohl die größte Chance auf einen zukünftigen Star-Wideout.

In Zeiten des Corona-Virus gab John Lynch zudem an, dass man bereits mit zahlreichen Spielern über Videochat kommuniziert habe – persönliche Treffen sind nicht möglich. Außerdem hat die Franchise $500.000 an Hilfskräfte und die Gemeinschaft in Santa Clara gespendet.

Seattle Seahawks

Während das Warten auf Defensive End Jadeveon Clowney weitergeht, bleibt Zeit, die ersten Tage der Free Agency kurz zu rekapitulieren. Niemand weiß aktuell, wie die Saison 2020 aussehen wird. Kein Team kann sich in Zeiten der Isolation die Talente vom College genauer ansehen. Kein zukünftiger NFL-Profi kann vorhersagen, wie genau der Draft in diesem Jahr ablaufen wird. Vor dem Hintergrund erscheinen die zuletzt getätigten Verpflichtungen der Seattle Seahawks in noch besserem Licht, denn fast alle wichtigen Needs sind schon vor der Talentauswahl zumindest quantitativ behoben.

Cornerback Quinton Dunbar ist als Starter neben Shaquill Griffin fest eingeplant. Defensive End Bruce Irvin wird fester Bestandteil der Pass-Rush-Rotation sein. Wide Receiver Phillip Dorsett kann mit seiner Geschwindigkeit zur dritten Speed-Waffe neben Tyler Lockett und DK Metcalf in der Seahawks-Offensive werden. Und die O-Liner Brandon Shell (auf Right Tackle) und B.J. Finney (auf Center oder Guard) kämpfen zumindest um Startplätze.

Nach Tagen der Passivität – viele interessante Edge Rusher fanden andernorts eine neue NFL-Heimat – hat die Free Agency der Seahawks dann doch einen versöhnlichen Verlauf genommen und könnte die 12s durchaus entspannt in die vor uns liegenden ungewissen Wochen und Monate gehen lassen. Wäre da nicht das Warten auf Jadeveon Clowney.

NFL Newsletter: Die kleinen Fische der Free Agency finden ihr Aquarium

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills

Der erste Teil der NFL Free Agency ist vorbei und die Buffalo Bills gehen daraus als einer der Gewinner hervor: Neben dem bereits bekannten Trade für Wide Receiver Stefon Diggs konnten sie auch Cornerback Josh Norman, Defensive End Mario Addison, O-Liner Quinton Spain, Linebacker A.J. Klein, Defensive Tackle Vernon Butler, Defensive End Quinton Jefferson, Linebacker Tyler Matakevich und Running Back Taiwan Jones verpflichten. Außerdem verlängerten sie mit den Safeties Jordan Pryor und Dean Marlow. Als eine weitere mögliche Neuverpflichtung stand zudem lange Zeit der Namen von Running Back Melvin Gordon im Raum. Er entschied sich jedoch in der AFC West zu bleiben und unterschrieb einen neuen Vertrag bei den Denver Broncos.

Als Abgänge mussten die Bills nur Defensive End Shaq Lawson und Defensive Tackle Jordan Phillips hinnehmen. Für beide wurde entsprechender Ersatz geholt. Insgesamt können die Bills-Fans also auf eine erfolgreiche Woche zurückblicken, was auch Hoffnungen schürt. Nach dem Abgang von Tom Brady bei den Patriots scheinen jetzt die Bills der Favorit auf die Divisionskrone.

Miami Dolphins

Nach den vielen Verpflichtungen der Vorwoche war es in den letzten Tagen etwas ruhiger in der „Magic City“ Miami. Jedoch wurden weiter Spieler verpflichtet, beispielsweise zwei Zugänge vom Divisionsrivalen New England: Offensive Lineman Ted Karras, der 2019 durch den Ausfall des nominellen Starting Center David Andrews in die Startformation der Patriots gerutscht war, und Linebacker Elandon Roberts, der während Brian Flores‘ Zeit in New England als Starter spielte, vergangene Saison aber nur in der Rotation zum Einsatz kam. Für die Kadertiefe kamen zudem Free Safety Clayton Fejedelem, der bei den Cincinnati Bengals vor allem im Special Team aktiv war und Linebacker Kamu Grugier-Hill, welcher bei den Philadelphia Eagles in den vergangenen beiden Jahren zwischen Starter und Rotation pendelte.

Trotz des Zugangs von Karras (Guard/Center) sind die Aktivitäten in der Offensive Line nicht beendet: ein Tackle wird anscheinend noch gesucht. Gerüchte spülten zuletzt die Namen Germain Ifedi (Seattle Sehawks), Marshall Newhouse (New England Patriots) und Mike Remmers (New York Giants) an die Küste von Miami Beach.

New England Patriots

Nachdem der Schock über den Abgang von Quarterback Tom Brady so langsam ein wenig abklingt, gibt es bei den Patriots, die sich bekanntlich eher selten in die dicken Geschäfte der Free Agency einmischen, ein paar Neuverpflichtungen zu vermelden.

Neu im Team sind nun Wide Receiver Damien Byrd (ein Jahr/1,35 Mio), der als Free Agent von den Arizona Cardinals kommt; Defensive Tackle Beau Allen (zwei Jahre/ acht Mio) der aus Tampa Bay in den kalten Norden zieht sowie Free Safety und Special Teamer Adrian Philips (zwei Jahre/ sechs Mio), der von den Chargers nach Boston kommt. Ebenfalls gesigned wurden darüber hinaus Dan Vitale (Fullback, Buccaneers), Brandon Copeland (Edge, Jets) und Cody Davis (Free Safety, Jaguars).

Ein bekanntes Gesicht kehrt hingegen mit Quarterback Brian Hoyer zurück nach New England. Nachdem der 34-Jährige 2019 von den Patriots entlassen und in der Zwischenzeit als Backup für Ex-Patriot Jacoby Brissett bei den Indianapolis Colts unter Vertrag stand, kehrt nun für ein Jahr und 1,05 Millionen Dollar Gehalt zurück zu den Patriots, die ihn ursprünglich 2009 als Undrafted Free Agent unter Vertrag genommen hatten.

Verabschieden müssen sich die Fans dagegen von zwei weiteren Patriots-Veteranen: Safety Duron Harmon wurde im Verbund mit dem 7th Round Pick der Patriots im Draft für den 5th Rounder der Lions nach Detroit getradet. Ein wenig überraschend erfolgte dagegen die Entlassung vom besten Scorer der Teamgeschichte: Kicker Stephen Gostkowski.

New York Jets

Die Offensive Line war die Priorität von General Manager Joe Douglas in seiner ersten Free Agency. Nach Tackle George Fant wurde zunächst mit Guard Alex Lewis verlängert. Der 27-jährige  startete in der letzten Saison in zwölf Spielen für die Jets.

Wenig später wurde die Verpflichtung des ehemaligen Center der Broncos Connor McGovern (27) verkündet. Er erhält ebenso wie Lewis einen Dreijahresvertrag und wird ohne Zweifel der Starting Center.

Um die Offensive Line nahezu zu komplettieren, wurde noch Guard Greg Van Roten (30) unter Vertrag genommen. Van Roten, geborener New Yorker, startete für die Carolina Panthers in den vergangenen beiden Spielzeiten in 27 Partien.

Neben der Offensive Line nahm man sich auch der anderen Seite des Spiels vor und verpflichtete den in Indianapolis entlassenen Cornerback Pierre Desir (29), der 2018 zu den besseren auf seiner Position gehörte, im letzten Jahr aber nicht ganz an diese Leistung anknüpfen konnte. Dennoch ist er ein Outside Corner mit Erfahrung und wird bei den Jets direkt zum Starter in einer unerfahrenen Gruppe, in der glücklicherweise mit Brian Poole der beste (Slot-)Cornerback gehalten werden konnte.

Am Montag gab es weitere Verlängerungen. Hier springt insbesondere der Name Jordan Jenkins ins Auge. Jenkins war im letzten Jahr der einzige echte Edgerusher im Kader und hatte mit acht Sacks seine bislang beste Saison. Man rechnete mit einem zweistelligen Millionenbetrag, den man ihm jährlich zahlen muss. Joe Douglas machte es jedoch möglich, ihn mit 5,5 Millionen Dollar und einem Einjahresvertrag für 2020 an die New York Jets zu binden.

 

AFC North

Baltimore Ravens

Zunächst: letzte Woche habe ich in den Wirren unserer Zeit leider keinen Text fertig gebracht und wurde würdig vertreten. Danke dafür!

Die Ravens bestechen bisher in der Offseason durch – so sehe ich es – smarte Moves. Edge Judon hat man gehalten, sich mit DE Campbell aus Jacksonville sinnvoll im Pass-Rush, aber auch in der Laufverteidigung verstärkt und den vermutlichen Reach TE Hayden Hurst für hohe Picks nach Atlanta verschifft. Damit sieht es aus, als dass die Ravens durchaus Druck an der Line ausüben können, und nebenbei 5 picks in den ersten 3 Runden haben.

Weitere Verstärkung bisher: DL Michael Brockers kommt als ein Rams Veteran für gutes Geld aus L.A. Soweit ich seine Stats lese, ist er eher ein Laufverteidiger und mit bis zu 30 Millionen über 3 Jahre ist der Vertrag hoch dotiert. CB Jimmy Smith, Erstrundenpick aus dem Jahr 2011 mit zwischenzeitlicher Sperre, hat verlängert und bleibt damit Teil einer gut und tief besetzten Secondary, in der auch Safety Anthony Levine zurück kommt.

Andererseits ist die Lücke, die Yanda hinterlassen hat, bisher nicht adressiert worden. Wie, was, wann, wo die Ravens ihr Blatt zeigen…darauf warte ich gespannt. Einen hohen Pick für IOL oder WR würde ich – Stand jetzt – vermuten. Das Team befindet sich in einer guten Situation nach der ersten Welle der Free Agency, hat aber noch einiges zu tun.

Cincinnati Bengals

Ganz untypisch für die Franchise haben die Bengals in der Free Agency neue Spieler verpflichet.  Während man sich von Guard John Miller getrennt hat, hat man den 29-Jährigen Xavier Su’a-Filo aus Dallas als Ersatz verpflichtet. Der Vertrag geht über drei Jahre und neun Mio Dollar, wobei die Bengals nach dem ersten Jahr mit wenig Deadcap aus dem Vertrag kommen könnten. Dazu hat man mit Mackensie Alexander nach Trae Waynes einen weiteren Cornerback von den Minnesota Vikings verpflichtet. Der 27-Jährige hat einen klassischen Prove-it-Deal unterschrieben, bei dem er für die kommende Saison vier Mio Dollar erhält. Um entsprechenden Platz im Kader freizumachen, wurde B. W. Webb entlassen. Es erfolgte also auch hier eins zu eins Tausch im Roster. Die Entlassungen von Miller und Webb sorgten für 7.500.000 Dollar Cap-Space, der durch die neuen auch wieder weitestgehend ausgefüllt wird.

Cleveland Browns

Die Browns dürfen einige neue Spieler in ihren Reihen begrüßen. Im Gegenzug für einen Siebtrundenpick 2021 kommt FB Andy Janovich (26) von den Broncos in den Norden Ohios. Er hat noch einen Vertrag über drei Jahre, in denen er durchschnittlich 1,9 Millionen Dollar verdienen wird.

Des Weiteren wurden einige Free Agents unter Vertrag genommen. SS Karl Joseph (26), zuletzt bei den Raiders aktiv, unterschreibt einen Einjahresvertrag über 2,5 Millionen Dollar. LB B.J. Goodson (26) spielte zuletzt bei den Packers und wird ebenfalls einen Vertrag über ein Jahr unterschreiben, die Konditionen sind noch nicht bekannt. Ein weiterer Neuzugang ist DT Andrew Billing (24), der vom Division-Rivalen Cincinnati Bengals kommt und einen Einjahresvertrag über 3,5 Millionen Dollar erhält. Den gleichen Betrag wird auch CB Kevin Johnson (27) in Cleveland im kommenden Jahr verdienen. Er spielte zuletzt bei den Bills. Und weil Einjahresverträge in Cleveland gerade in Mode sind, erhält auch Return Spezialist JoJo Natson (26), zuletzt bei den Rams aktiv, einen solchen über eine Million Dollar. Von den Vikings kommt SS Andrew Sendejo (32) und unterschreibt – überraschend- für ein Jahr und 2,25 Millionen Dollar in Ohio.

Die Eigner der Browns, das Ehepaar Dee und Jimmy Haslam, zeigen sich unterdessen spendabel und zahlen 1,5 Millionen Dollar in den COVID-19-Hilfsfonds des Bundesstaates Ohio ein.

Pittsburgh Steelers

Auch diese Woche steht alles im Zeichen der Free Agency. Mit Eric Ebron (davor Detroit und Indianapolis) wurde ein solider TE für zwei Jahre und zwölf Mio $ verpflichtet und DL Chris Wormley kommt von den Ravens für einen 7th-Round Pick im Jahr 2021. Noch dazu wurde der OG Stefen Wisniewski (ehemals Chief) für zwei Jahre und 2,8 Mio $ unter Vertrag genommen. Familienzuwachs anderer Sorte erlebt T.J. Watt: sein Bruder FB Derek Watt unterschreibt für drei Jahre und $9,75 Mio. Der 27-jährige Ex-Charger soll der Offense mehr Flexibilität geben und das Laufspiel verstärken. Wenn jetzt noch J.J. Watt den Weg nach Pittsburgh findet, wäre die komplette Familie beisammen.

 

AFC South

Houston Texans

Der Trade von DeAndre Hopkins brachte auch in der Folgewoche noch Schlagzeilen. Es gab Anschuldigungen von Leuten, die (angeblich) mit Hopkins gesprochen hätten. Dabei ging es hauptsächlich gegen die Personalie Bill O´Brien: Er solle Hopkins in einem Meeting mit dem TE Aaron Hernandez gleichgesetzt haben (Hernandez saß wegen Mord hinter Gitter und beging Suizid). Hopkins hat zwei Kinder von zwei verschiedenen Frauen und die brächte er immer wieder zum Training mit, was den Coach störe und Unruhe in den Lockerroom bringe. Nachdem diese persönlichen Probleme ans Tageslicht kamen, meldeten sich auch andere Ex Spieler und wetterten gegen O´Brien. Unter ihnen waren WR Jaelen Strong und Braxton Miller. Was am Ende an den Anschuldigungen gegen beide Seiten dran ist, kann man nicht sagen, Hopkins verhält sich professionell und macht zumindest persönlich keine Schlammschlacht auf. Inwiefern die Aussagen wirklich von ihm kamen, kann man nicht zu 100% sagen. Die Franchise und O´Brien verhalten sich sehr ruhig, Statements gibt es keine.

Mit OT Roderick Johnson (24) und CB Vernon Hargreaves (24) holte man zwei bekannte Spieler ins Team zurück. Hargreaves wurde zunächst entlassen, um die 5-th Year Option zu umgehen. Johnson wollte man nicht mit einem möglichen Tag halten, aber man fand auf dem Markt nichts Besseres. Er bekommt mehr Gehalt als mit dem Tendertag. Für die Tiefe holte man CB Jaylen Watkins (27) von den Chargers und RT Brent Qvale (29) von den Jets. Beide werden eher im Specialteam bzw als Backup eingesetzt werden. Ich denke die weiteren Verstärkungen kommen über den Draft. Ich sehe keine größeren Signings mehr. Die Picks zur Übersicht: 2nd (40), 2nd (57), 3rd (90), 4th (111), 5th (171), 7th (240,248,250)

Indianapolis Colts

Nach den zwei großen Splashes der Colts in der Free Agency ist etwas Ruhe eingekehrt. Man hat Backup Quarterback Brian Hoyer entlassen, der prompt wieder bei den Patriots untergekommen ist. Außerdem wurde Cornerback Pierre Desir entlassen, der ebenfalls schon ein neues Team hat (NY Jets). Backup OL Joe Haeg bekam einen Vertrag in Tampa Bay, mit OT LeRaven Clark konnte man verlängern.

Damit wurden die Defensive Backs und die Offensive Line (zumindest in der Tiefe) zum Need. Es bleibt abzuwarten, ob diesbezüglich noch im Rahmen der Free Agency etwas getan wird, oder ob man auf den Draft warten wird.

Jacksonville Jaguars

Und sie tun doch etwas: Nachdem der Anfang der Free Agency für die Jaguars sehr ereignisarm verlief, gab es Mitte letzter Woche Neuigkeiten: Mit Joe Schobert (5 Jahre / 53 Mio) wurde ein echter Middle Linebacker verpflichtet. Damit ist eine der (vielen) großen Baustellen behoben. Rodney Gunter (drei / 18) und AL Woods (ein Jahr / 2,25) verstärken die Defensive Line in der Breite, Cassius Marsh (ein Jahr / 1,85) die Outside Linebacker Position.

Die große Frage bleibt: Was ist mit Yannick Ngakoue? Trade nach dem Franchise Tag oder Vertragsverlängerung? Er postet fleißig Eagles-content auf Instagram, sein Markt scheint aber nicht so, wie er sich das wünscht. 19 Mio im Jahr von den Jaguars waren ihm letzten Sommer zu wenig. Höchst fraglich, ob er diesen Sommer ein besseres Angebot erhalten wird. Vielleicht fallen die Dominos, sobald Clowney unterschreibt.

Tennessee Titans

Ein Drama in 3 Akten.

Der Casey Trade:

In einem bisher vollkommen unverständlichen Trade verschenkt man in DE Jurell Casey eines der Gesichter der Franchise nahezu an die Broncos. Am vergangenen Samstag wäre ein Teil seines Grundgehalts zu Garantien geworden, kurz davor entschied man sich jedoch, den hoch dekorierten Defensive End gegen einen 7. Rundenpick zu traden. Casey blickt auf 9 Jahre Titans, 5 Pro Bowls und 51 Sacks zurück. Er reiht sich mit seinem Abgang in eine lange Liste an Spielern ein (Mariota, Orakpo, Morgan, Woodyard, Conklin), die in den vergangenen fünf Jahren die Titans aus der Misere in die Playoffs führten, aber in den letzten 2 Jahren das Team verließen.

Die Casey Millionen:

Offenbar hat man diese Entscheidung aus Geldgründen getroffen, sitzt jedoch nach wie vor auf ca 26.5 Mio verfügbarem Cap. Diese sollten dem Vernehmen nach in Edge Rusher Jadaveon Clowney investiert werden. Die Verhandlungen ziehen sich nun aber seit Tagen hin. Die Seahawks, Giants & Colts sollen ebenfalls interessiert sein. EA Sports veröffentlichte in einem Madden Trailer gar eine Sequenz von Clowney im Titans Jersey. Eine weitere Option die Casey Millionen zu reinvestieren, wäre eine Verlängerung mit CB Logan Ryan. HC Vrabel ließ aber verlauten: „We’re on to the Draft.“.

Der Casey Ersatz:

Ersatz ist an dieser Stelle etwas weiter gefasst. Auf der Position des DEs wird diese Aufgabe wohl DaQuan Jones und UDFA Daylon Mack zukommen. Jones war bisher NT, sodass Mack neu in die Base Defense rutschen dürfte, sollte man im Draft keinen Pick investieren. Ein massives Downgrade. Außerdem wurde noch Ex-Falcons Pass Rusher Vic Beasley verpflichtet (ein Jahr, 9.5 Mio bis 12 Mio mit Boni). 2016 war er noch Sack Leader, danach kam allerdings nicht mehr viel. Ob ihm der Wechsel zu einem Turnaround verhelfen kann? Ein sinnvoller Move, wenngleich etwas teuer. Da es aber nur ein Einjahresvertrag ist, kann man hier nicht viel falsch machen.

 

AFC West

Denver Broncos

Wie bei den Titans zu lesen war, wurde DE Jurrell Casey (30) für einen 7. Rundenpick getradet. DE Mike Purcell (28) wurde mit dem second-round-Tender belegt und wird den Broncos somit wohl erhalten bleiben. Free Agent CB Chris Harris Jr. (31) unterschrieb einen Vertrag bei den Chargers und wird somit nicht nach Denver zurückkehren, jedoch wurde bereits ein Ersatz verpflichtet: A.J. Bouye (28) wurde von den Jaguars für einen 5. Rundenpick getradet. Auf der Linebacker-Position kommen Jeremiah Attaochu (27) und Joe Jones (26) je für ein Jahr zurück. Das Puzzle der Defensive scheint so langsam Form an zu nehmen.

Um die O-Line zu verstärken, wurde C Graham Glasgow für vier Jahre verpflichtet. Eine größere Verpflichtung gab es im Backfield: Melvin Gordon (25) wurde für zwei Jahre zu einem Gehalt von rund $16 Mio verpflichtet. Dies könnte bedeuten, dass RB Royce Freeman (24) vielleicht bald nicht mehr zum Kader der Broncos gehört. QB Joe Flacco hingegen wurde von den Broncos nach einem nicht bestandenen Medizintest entlassen.

Kansas City Chiefs

Um die großen Freeagents bleibt es bei den Chiefs weiterhin ruhig. Backup SS Jordan Lucas hat einen Einjahresvertrag bei den Bears unterschrieben und wird nach Missouri zurückkehren. Gleiches gilt für LG/LT Stefen Wisniewski. Er unterschreibt in seiner Heimat bei den Steelers.

Zwei Neuzugänge konnten jedoch verzeichnet werden. Zum einen kommt mit Mike Remmers ein Veteran für die O-Line, zum anderen wurde CB Antonio Hamilton verpflichtet.
Beide unterschreiben je für ein Jahr. Remmers (30) spielte bisher in acht NFL-Saisons 5666 Snaps, vor allem als RT/RG. Hamilton (27) wird wohl als Backup CB geplant und gilt dazu als  guter Special Teamer.
Als dritten QB haben die Chiefs Jordan Ta’amu verplichtet. Der 22-jährige QB spielte in der XFL bei den St. Louis Battlehawks und warf für 1050 yards, fünf TDs und zwei INTs in fünf Spielen. Mit 72% hatte er die höchste Completionpercentage aller QBs der XFL.

Las Vegas Raiders

What‘s up Raider Nation? Die Free Agent Frenzy der Raiders geht weiter:

Cornerback Eli Apple, vorher bei den Saints, unterzeichnete einen Vertrag über ein Jahr. In 2019 produzierte er 53 Tackles, einen Forced Fumble und verteidigte vier Pässe.

Guard Eric Kush holte man von den Browns, genaue Vertragsdetails liegen noch nicht vor. Er erlaubte in sieben Spielen als Starter nur 19 Quarterback Pressures und zwei Sacks.

Auch ein weiterer Tight End wurde unter Vertrag genommen. Nick O‘Leary unterschrieb für ein Jahr. Letzte Saison lieferte er 72 Yards und einen Touchdown für die Jaguars.

Die Offense bekommt mit Nelson Agholor auch einen Wide Receiver hinzu. 2019 spielte er noch für die Eagles und bekam einen Vertrag für die Saison 2020. Im letzten Jahr schaffte er 363 Yards und drei Touchdowns.

Der Vertrag von Running Back Rod Smith wurde nach nur einem Snap 2019 in Oakland verlängert. Nach Josh Jacobs Verletzung kam er von den Titans.

Los Angeles Chargers

Die Los Angeles Chargers haben in der letzten Woche einiges dafür getan, um in der kommenden Saison in die Playoffs zurückzukehren. So konnten sie sich mit Right Tackle Bryan Bulaga einen der besten auf seiner Position sichern. Der Ex-Spieler der Packers unterschrieb in Los Angeles einen Vertrag, der ihm in drei Jahren 30 Millionen Dollar einbringen soll. Ein weiterer Coup gelang ihnen mit der Verpflichtung von Cornerback Chris Harris Jr., der einen Zwei-Jahres-Vertrag über 20 Millionen Dollar unterschrieb. Gemeinsam mit Casey Hayward und Desmond King bildet er nun eines der besten Cornerback-Trios der gesamten Liga – vielleicht das Beste. Neu dabei ist ebenfalls Defensive Tackle Linval Joseph, der in seinen zwei Jahren bei den Chargers 17 Millionen Dollar verdienen kann.

Verabschieden müssen sich die Fans von Fullback Derek Watt, der nun mit seinem Bruder T.J. bei den Pittsburgh Steelers spielt, und Safety Adrian Phillips, der bei den New England Patriots unterschrieb. Das einzige Problem, was die Chargers nicht gelöst haben, ist jenes auf der Quarterback-Position. Dort konnte GM Tom Telesco trotz eines Angebot für Tom Brady, wobei dieser mindestens 30 Millionen Dollar jährlich hätte verdienen können, keine Lösung finden.

 

NFC

NFC East

Dallas Cowboys

Die Personalrochaden der Dallas Cowboys dauern weiter an. Dafür sorgten die vielen Spieler, die letzte Woche Free Agents wurden.

 

Um das Loch in der Defensive, das der 28-jährige Safety Jeff Heath hinterließ, zu schließen, hat man sich mit dem 27 Jahre alten, letztjährigen Chicago Bear Ha’Sean, besser bekannt als Ha Ha, Clinton-Dix auf einen Einjahresvertrag geeinigt.

 

Joe Looney hat einen Einjahresvertrag unterschrieben. Der Center, der in den letzten Jahren die Rolle des Backups auf den Positionen Center und Guard innehatte, war in der Saison 2018 Starter, nachdem Starting Center Travis Frederick am Guillain-Barré-Syndrom erkrankte und die komplette Saison ausfiel. Nun wird wohl auf den 29-jährigen Veteranen wieder eine größere Aufgabe zukommen: Frederick hat sein Karriereende bekannt gegeben. Der fünffache Pro Bowler wurde im Draft 2013 an 31. Stelle von den Dallas Cowboys gedraftet. Er wurde vom ersten Tag an Starter der Cowboys und wurde der erste Spieler der Franchise, der jedes der 16 Saisonspiele seiner Rookie-Saison startete und wurde ins All-Rookie Team gewählt.  Von 2013-2017 startete er jedes Spiel der Dallas Cowboys, wurde 2014-2017 jedes Jahr in den Pro Bowl gewählt und 2016 First-Team All Pro. 2018 wurde bei Frederick das Guillain-Barré-Syndrom, eine Autoimmunerkrankung der Nervenzellen, diagnostiziert. Während seiner Behandlung 2018 verpasste er die komplette Saison. Zur Saison 2019 kam er zurück und wurde nochmals in den Pro Bowl gewählt. Eine Karriere endet, die ihresgleichen sucht. Und es verlässt eine Persönlichkeit die Cowboys, die kein Fan so schnell vergessen wird.

New York Giants

Die Woche ging weiter wie sie angefangen hatte und zwar mit neuen Verpflichtungen. Der Erste war Offensive Tackle Cam Fleming (ehemals Cowboys), der ein Jahr für vier Millionen $ unterschreibt. Fleming wird sich, Stand jetzt, mit Nick Gates um den Posten des Right Tackles bewerben.

Die zweite Neuverpflichtung ist Special Teamer und DB Nate Ebner von den Patriots, der für ein Jahr verpflichtet wird (genauere Vertragsdetails noch nicht bekannt).

Wenig später wurde verkündet, dass Quarterback Colt McCoy für ein Jahr und 1,5 Millionen $ unterschreibt. Damit werden er und Alex Tanney als die Backups für Daniel Jones ins Camp gehen.

 

Zudem wurde die Vertragsoption bei Safety Antoine Bethea nicht gezogen, was den Giants 2,75 Millionen $ an Cap Space frei macht. Wide Receiver Corey Coleman wurde um ein weiteres Jahr verlängert.

Philadelphia Eagles

Bei den Philadelphia Eagles begann die letzte Woche mit einem Schock für viele Fans.
Die Vertragsoption für Safety Malcom Jenkins wurde nicht gezogen. Damit hat man DEN Leader der Defense über die letzten Jahre in die Free Agency ziehen lassen. Der 32 jährige ehemalige 1st Round Pick der Saints hatte klar gemacht, dass er unter dem festgesetzten Betrag von 7.6 Mio. $ nicht spielen werde und einen neuen, höher dotierten Deal sucht. Dieser blieb ihm von den Eagles verwehrt. Jenkins spielte seit 2014 bei Philadelphia und verpasste nicht ein einziges Spiel in seiner Zeit. Jetzt kehrt er nach New Orleans zurück, wo er einen neuen Vertrag erhalten hat.

Aber auch positives hat sich diese Woche getan:

ENDLICH! Der lang gesuchte Nr. 1 Cornerback wurde gefunden! Darius Slay kommt für einen 3rd & 5th round Draft Pick von den Detroit Lions zu den Eagles. Das Verhältnis des 29-jährigen mit Lions HC Matt Patricia galt sowieso als zerstört und die Eagles zeigten schon länger Interesse an ihm. Jetzt erhielt Slay einen 3-Jahres Vertrag über 50 Mio. $ , von denen 30 Mio $ garantiert sind. Slay wird übrigens, zu Ehren des verstorbenen Kobe Bryant, die 24 tragen.

Mit Jalen Mills wurde verlängert. Der Fan Liebling erhielt einen 1-Jahres Vertrag im Wert von bis zu 5 Mio. $. Mills wird wohl seine Position ändern und fortan als Safety auflaufen um Jenkins zu ersetzen.
Der zweite Starting Safety, Rodney McLeod, wurde erneut unter Vertrag genommen. Der 29 jährige erhält einen 2-Jahres Vertrag über bis zu 12 Mio $.

Auch Nate Sudfeld wird bei den Eagles bleiben. Der 26 jährige erhält einen 1-Jahres Vertrag und ist, stand jetzt, der Backup Quarterback der Eagles.

Weitere Signings in Kurzform:

  • Jatavis Brown (LB, 26) wird für 1 Jahr unter Vertrag genommen.
  • Will Parks (S, 25) erhält einen 1-Jahres Vertrag.

Washington Redskins

Zunächst: letzte Woche habe ich es nicht geschafft, was zu schreiben. Aber es gab einen Text: danke dafür! Und danke an Dan Snyder, dass er als erster Owner auf die Coronakrise reagierte und die Angestellten heim geschickt hat.

Mit dem Franchise Tag für Brandon Scherff hat man in Washington einiges in die IOL investiert, wenn nicht noch ein langfristiger Vertrag ausgehandelt wird: Stand jetzt bekommt Scherff 14,8 Mio Dollar im nächsten Jahr. Ereck Flowers auf der anderen Guard Position geht für einen dicken Vertrag nach Miami. Wes Schweitzer soll wohl dieses Loch im Kader stopfen – er kommt aus Atlanta und verdient in drei Jahren 13,5 Millionen Dollar.

Den Abgang der CBs Josh Norman nach Buffalo (Entlassung) und Quinton Dunbar – zweitbester CB nach PFF-Noten im letzten Jahr – zu den Seahawks (Tausch gegen einen Pick in Runde fünf bei einer Millionen $ an Deadcap) soll Kendall Fuller auffangen: Fuller, der Teil des Trades von QB Alex Smith nach Washington aus Kansas City war, kommt nach zwei Jahren vom Superbowl Champion zurück nach Maryland. Sein Salär ist üppig: bis zu 40 Mio über vier Jahre, dafür hat man aber wohl einen CB1 im Kader. Mit den Linebackern Kevin Pierre-Louis (ein Jahr, drei Mio Caphit) aus Chicago und Thomas Davis (ein Jahr, 3,5 Mio) kommen zwei Off-Ball LBs ins Team. Dazu wird mit S Sean Davis (ein Jahr, 5 Mio, ehemals Steelers) weiter die Verteidigung verstärkt. DT Caleb Brantley konnte gehalten werden.

QB Kyle Allen wurde am Montag für einen Pick in Runde fünf aus Carolina geholt. Mich lässt der Trade eher ratlos zurück: Soll er Konkurrenz für Haskins sein? Ein teurer Backup? Oder hat Rivera im letzten Jahr in ihm etwas gesehen, was allen entging?

 

NFC North

Chicago Bears

Dass die Chicago Bears einen Quarterback als Konkurrenz zu Mitch Trubisky (25) brauchen, war vielen bewusst. Viele haben gehofft und damit gerechnet, dass es Derek Carr (28) von den Las Vegas Raiders oder Cam Newton (30) von den Carolina Panthers wird. Es war sogar die Rede von Andy Dalton (32), Marcus Mariota (26) oder Case Keenum (32). Doch der General Manager Ryan Pace hat sich für Nick Foles (31) entschieden. Foles kommt für einen Viertrunden Pick von den Jacksonville Jaguars. Diese Entscheidung ist gar nicht so schlecht, wie sie im ersten Moment erscheint. Foles kennt das System von Head Coach Matt Nagy und hat in Philadelphia mit dem Offensive Coordinator Bill Lazor und Quarterback Coach John DeFilippo zusammen gearbeitet.

Zudem wurde die Defensive verstärkt. Mit Artie Burns (24) kommt ein talentierter Cornerback nach Chicago. Burns, der 2016 an Stelle 25 von den Pittsburgh Steelers gedraftet wurde, konnte aufgrund einer Knieverletzung sein Können noch nicht unter Beweis stellen. Auch Outside Linebacker Barkevious Mingo (29) unterschreibt für ein Jahr bei den Bears. Er kommt von den Houston Texans. Nach zwei Jahren bei den Kansas City Chiefs kommt Safety Jordan Lucas (26) nach Chicago. Er erhält einen Jahres Vertrag.

Detroit Lions

Mit drei Spielern wurde seit dem Start der Free Agency verlängert, neun Spieler kamen neu hinzu und zehn Spieler verließen das Team. Damit sind die Lions eines der aktivsten Teams in dieser Phase der Saison.

 

Für großes Aufsehen sorgte der Trade von CB Darius Slay. Er machte nie einen Hehl daraus, einer der bestbezahlten Cornerbacks der Liga werden zu wollen. Die Lions waren dem Vernehmen nach nicht bereit diesen Preis zu zahlen. Für einen Dritt- und Fünftrundenpick wechselt Slay nach Philadelphia.

 

Der Abgang von Slay war nach der Verpflichtung von CB Desmond Trufant aus Atlanta bereits abzusehen. Außerdem haben die Lions DT Danny Shelton, S Jayron Kearse und CB Tony McRae verpflichtet. Im Tausch gegen einen Fünftrundenpick kommt S Duron Harmon von den Patriots zu den Lions.

 

Nach dem Austausch der meisten Defensive-Coaches wird auch im Roster, vor allem in der Defensive, kein Stein auf dem anderen belassen. Man darf gespannt sein ob der desolaten Defensivleistung aus dem letzten Jahr so entgegengewirkt werden kann.

 

Green Bay Packers

In der zweiten Woche der Free Agency ist es ruhig in Green Bay geworden. Nach den zwei neuen Verpflichtungen, über die an dieser Stelle schon letzte Woche berichtet wurde, sind jetzt vor allem Abgänge zu vermelden: So berichtet Rob Demovsky, dass OL Justin McCray zu den Falcons wechselt und FB Danny Vitale sich auf den Weg nach Boston zu den Patriots gemacht hat. Außerdem wechselt RT Bryan Bulaga zu den Chargers; das war nach seinem “Ersatz” von letzter Woche aber auch erwartet worden. DB Will Redmond bleibt hingegen genauso wie TE Marcedes Lewis in Green Bay, aber auch das sind keine Verpflichtungen, die hohe Wellen schlagen. WR Jake Kumerow aka “Touchdown Jesus” bleibt in Wisconsin (Tender), genauso wie WR Allen Lazard und alle drei weiteren ERFAs (DE Tyler Lancaster, CB Chandon Sullivan, TE Robert “Bob” Tonyan).

Die Packers Hall of Fame Zeremonie zur Einführung von Al Harris und Charles Woodson wird wegen des Coronavirus erstmal verschoben.

Minnesota Vikings

Die erste Woche der Free Agency ist vorbei. Für die Vikings war diese zwar sehr ereignisreich, allerdings stehen sehr viele Abgänge nur einem nennenswerten Zugang gegenüber. Viele Löcher wurden gerissen und es wird kaum möglich sein, diese nur durch den Draft zu füllen.

Doch was sind jetzt noch die Alternativen?

In der zweiten Welle der Free Agency gibt es noch einige Möglichkeiten die Tiefe des Kaders aufzubessern oder kurzfristige Lösungen für bestimmte Positionen zu finden. Die Chance jetzt noch jemanden zu finden, der einen ernsthaften Einfluss haben kann, ist unwahrscheinlich. Eine Möglichkeit wäre ein Trade. So bekämen die Vikings sofort die Chance auf einen Starter, der sich schon bewiesen hat. Allerdings könnte das die Vikings wichtige Draft-Picks kosten. Safety Anthony Harris könnte Teil eines möglichen Trades  Vikings werden, das würde aber ein großes Loch in die sowieso schon angeschlagene Passverteidigung der Vikings reißen.

 

NFC South

Atlanta Falcons

Gurley, Gurley, Gurley!!!

Das ist die Schlagzeile schlecht hin und das Highlight für jeden Falcons-Fan.

Todd Gurley II, der ehemaligen UGA und Los Angeles Runningback, unterzeichnete einen fünf Millionen Doller Vertrag für ein Jahr.

Aufgrund einer alten Knieverletzung wird er sich unter Beweis stellen, um einen nächsten großen Deal an Land zu ziehen. Eine Arthritis (Gelenkentzündung) soll ihm wohl zu schaffen machen. Schon zu Rams-Zeiten war der medizinische Ansatz Gewicht zu verlieren, was dem Gelenk zu Gute kommt und seiner Schnelligkeit und Explosivität helfen würde.

Des Weiteren war das Team um Dan Quinn auch noch anderweitig auf dem Transfermarkt fleißig dabei.

So wurden u.a. First-Round-Pick von 2018 Tight End Hayden Hurst von den Ravens verpflichtet, der die Lücke von Austin Hopper schliessen soll. LA Rams Edge-Rusher Dante Fowler ist auch endlich wieder mit seinem Lieblings-Coach Dan Quinn vereint. Beide kennen sich noch aus Zeiten der University of Florida.

OL Justin McCray von den Cleveland Browns und First-Round-Pick Wide Receiver Laquon Treadwell von den Minnesota Vikings konnten ebenfalls fürs Team gewonnen werden.

Kleiner Fun-Fact am Rande.

Mit Treadwell und Gurley sind die Atlanta Falcons das einzige Team seit Beginn des Drafts, die 10+ (11) First-Round-Spieler im Offense Aufgebot haben. Gut zu wissen, nicht wahr!

Carolina Panthers

Bei den Panthers geht es gerade drunter und drüber… Denn wenn auf der Haben-Seite QB PJ Walker einen 2-Jahresvertrag unterschrieben hat, LB Tahir Whitehead genauso nach Carolina kommt wie WR Pharao Kooper, TE Seth DeValve, WR Keith Kirkwood, G John Miller und WR Seth Roberts, dann stehen diesen wenig prominenten Zugängen (abseits von Teddy Bridgewater und Tre Boston) sehr viel bekanntere Abgänge gegenüber, allen voran der entlassene QB Cam Newton und dessen Backup Kyle Allen.

New Orleans Saints

Der Wide Receiver Emmanuel Sanders wechselt von den San Francisco 49ers zu den Saints. Er unterschreibt einen Zweijahresvertrag von maximal 19 Mio $. Sanders selbst bestätigte gegenüber ESPN: „Ich muss noch einen Medizincheck absolvieren, aber der Deal ist perfekt“. Somit ist scheinbar klar wer kommende Saison die Nummer zwei hinter Michael Thomas sein wird.

„The big easy“ erhält Zuwachs aus der XFL: der Cornerback Deatrick Nichols darf sich im Saints Dress beweisen. Nichols schnupperte bereits 2018/2019 bei den Arizona Cardinals NFL Luft bevor er in die XFL wechselte.

Die nächsten fünf Jahre wird man O-Liner Andrus Peat für die Saints am Feld sehen, man hat sich mit dem Pro Bowler auf einen neuen Vertrag über 57,5 Mio $, davon 33 Mio garantiert, geeinigt.

Der Coronavirus ist leider nicht nur bei uns ein Thema: Chef Coach Sean Payton wurde positiv getestet. Er ist in Selbstisolation und gibt folgendes Statement ab:

„Ich bin glücklich genug, zu der Minderheit zu gehören, die im Gegensatz zu anderen keine ernsthaften Nebenwirkungen hat. Ich habe Glück“ Weiter appelliert er an vor allem Junge Leute Ihren Teil beizutragen, um die Ausbreitung zu minimieren.

Ich möchte heute nicht mit meiner Einschätzung oder Meinung über die Neuheiten aus der „Who Dat Nation Family“aufhören sondern mit den Worten: „Leute bleibts alle gsund und schauts aufeinander! Wenn jetzt alle an nem Strang ziehen und sich a bisserl einschränken haben wir das Corona Thema bald durch!“

Tampa Bay Buccaneers

Ja, es ist wirklich passiert. Tom Brady hat bei den Bucs einen Vertrag über zwei Jahre für 50 Millionen $, die voll garantiert sind, unterschrieben. Mögliche Boni können noch dazukommen.

Außerdem hat er sich eine Klausel einbauen lassen, die es verhindert getradet oder getagged zu werden.

Des weiteren hat man den Vertrag von Tight End Cameron Brate umstrukturiert, um ihn im Team zu halten und 1,5 Millionen $ Cap Space zu kreieren.

In der Free Agency war es bis auf Tom Brady ansonsten still. Um die O-Line zu stärken hat man noch OT Joe Haeg für ein Jahr verpflichtet, der zuvor bei den Colts meistens Rotationsspieler war.

Auf die Situation um Todd Gurley und Melvin Gordon hat man Berichten zufolge auch geachtet, aber am Ende Abstand genommen.

Sieht also ganz danach aus, als würde man da im Draft tätig werden, denn auf der Position sieht es abgesehen von Ronald Jones,der in sein drittes Jahr geht, sehr dünn aus.

Ein Spieler, den man sehr gerne weiter in Tampa sehen würde ist Defensive Tackle Ndamukong Suh. Wenn man ihn nicht halten kann, sollte man sich ernsthaft überlegen einen Defensive Tackle in der ersten Runde des Drafts zu holen. Suh war elementar wichtig für die beste Laufverteidigung der NFL.

 

NFC West

Arizona Cardinals

Nach dem Deal mit Hopkins war keine Zeit um zu verschnaufen in Arizona. So wurde kaum geschlafen und es konnten einige Positionen neu besetzt werden, Spieler der vergangenen Season wieder verpflichtet werden und ein weiterer Tag wurde sinnvoll platziert.

Der letzte Season für viele überraschend gut spielende RT Justin Murray erhielt ein „Exclusive Right Tag“ und wird somit auch in der kommenden Season wieder in rot und weiß in der Wüste auflaufen.

Erste Neuverpflichtung der Woche ist der Linebacker Devon Kennard von den Detroit Lions, welcher in Zukunft zusammen mit Chandler Jones auf Quarterback-Jagd gehen wird. Kennard ist ein weiterer „Local“ im Team der Cardinals, kann es sicher kaum erwarten wieder heim zu kommen und unterschrieb gleich einen Dreijahresvertrag.

Die Freude über diesen Deal war noch nicht verflogen, dann hieß es ein weiterer Linebacker wird das Team verstärken: De’Vondre Campbell (Atlanta Falcons) wird in im nächsten Jahr zusammen mit Jordan Hicks die Löcher in der Mitte stopfen.

Des Weiteren sicherte man sich die Dienste von DL Jordan Phillips (Buffalo Bills) für die nächsten 3 Jahre und konnte sich Ersatz für den abgewanderten Rodney Gunter sichern.

Wiederverpflichtungen:

Für Viele sicher die beste Nachricht der vergangen 7 Tage war: Running Back Kenyan Drake hat sein Transition Tag unterschrieben und wird somit in der kommenden Season wieder im State Farm Stadium auflaufen.

Backup QB und „Local“ Brett Hundley, Safety & Special Teamer Chris Banjo, sowie DT Jonathan Bullard unterschreiben alle neue Verträge für ein Jahr.

Los Angeles Rams

RB Todd Gurley wurde von den Rams entlassen. Diese Nachricht hat die Fans getroffen, einige aber nicht überrascht. Gurley war in der Superbowl Saison der Leistungsträger in der Offensive, von dieser Leistung hat man vergangene Saison leider wenig gesehen, was größtenteils an seiner Arthritisin den Knien lag. Deshalb haben die Verantwortlichen sich entschieden ihn zu entlassen und bereits einen Tag nach später hat er einen Vertrag bei den Atlanta Falcons unterschrieben. Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass er an alte Leistungen anknüpfen kann.

Die Falcons haben mit Dante Fowler (Edge Rusher) einen weiteren Leistungsträger der Rams verpflichtet.

Auch Clay Matthews (Outside Linebacker) und Nickell Robey-Coleman (Cornerback) wurden entlassen. Nach den ganzen bisherigen Abgängen und Entlassungen hat man sich zurecht gefragt, wann auch endlich mal neue Spieler dazu kommen. Als Ersatz für Dante Fowler wurde der ehemalige Bears Leonard Floyd geholt; er erhält einen Vertrag für zehn Mio. Dollar über ein Jahr. Ein weiterer neuer Spieler ist der ehemalige Lion DT A‘Shawn Robinson, sein Vertrag geht über zwei Jahre und er erhält dafür 17 Mio Dollar. Zu guter Letzt hat Andrew Whithworth (Offensive Tackle) einen neuen Vertrag erhalten, er bekommt 30 Mio. für drei Jahre.

Außerdem wurde das lang erwartete und neue Logo der Rams vorgestellt. Jeder darf sich selbst darüber seine Meinungs bilden. Hier findet ihr es: https://ramsnewlook.com/

San Francisco 49ers

Nachdem die aufsehen erregenden Transaktionen bei den 49ers (Buckner Trade und Armstead Verlängerung) zu den ersten Moves in der Free Agency Phase gehörten, wurde es etwas ruhiger um das Team von HC Kyle Shanahan und GM John Lynch.

RB Matt Breida und WR Kendrick Bourne wurden mit einem Second Round-Tender belegt und werden in der Bay Area bleiben, sofern kein anderes Team bereit ist, den 49ers die geforderte Kompensation zu zahlen.

G Mike Person, der in der letzten Saison in 14 Spielen startete, wurde entlassen. Im Gegenzug verpflichtete man G/C Tom Compton, der zuvor bei den Jets unter Vertrag stand. Compton arbeitete bereits in Atlanta mit Kyle Shanahan zusammen und ist vielseitig einsetzbar.

Außerdem wurde der Vertrag mit Edge-Rusher Ronald Blair III verlängert (ein Jahr/ vier Mio $), um die Tiefe in der Defensive Line beizubehalten. Zudem nahm man Kerry Hyder Jr. (ehemals Cowboys und Lions) unter Vertrag. Hyder spielte 2016 unter D-Line Coach Kris Kocurek bei den Lions seine bislang beste Saison (8 Sacks).

LB Joe Walker (zuvor Cardinals) unterschrieb einen Einjahresvertrag. Er wird vermutlich ein Konkurrent von Mark Nzeocha werden, da er hauptsächlich in den Special Teams eingesetzt wird.

Mit einem weinenden Auge wurde vergangene Woche auf die Meldung reagiert, dass WR Emmanuel Sanders sich in den nächsten zwei Spielzeiten den New Orleans Saints anschließen wird, nachdem man ihn in der letzten Saison für einen 3. und 4. Rundenpick akquirierte. Sanders war einer der Hauptgründe dafür, dass die 49ers Offense in der zweiten Saisonhälfte einen enormen Schritt nach vorn machte.

Seattle Seahawks

Das Warten auf Defensive End Jadeveon Clowney (27) geht weiter – und es fühlt sich nach einer Woche Free Agency so an, als hinge der Fortschritt in der Defensive-Line-Kaderplanung bei den Seahawks an seiner Personalie. Während Clowney weiter auf über $20 Millionen pro Jahr hofft, scheint Seattle als offenbar höchstbietende Franchise nicht über $18,5 Millionen Jahresgehalt auf Basis eines Langzeitvertrags gehen zu wollen. Interessierte Teams haben Fragen zum Gesundheitszustand Clowneys. Weil die sich aber aufgrund von COVID-19 nicht per Medizincheck beseitigen lassen, sinkt der Preis und Seattle bleibt (als das Team, das Clowneys Körper am besten kennt) in der Favoritenrolle.

Am Montagabend kam dann aber Schwung in die Free Agency der Seahawks. Per Trade für einen Fünftrundenpick holte General Manager John Schneider den laut Pro Football Focus zweitbesten Cornerback der Saison 2019, Quinton Dunbar (27), von den Washington Redskins in den Pacific Northwest. Dunbar verdient in seinem letzten Vertragsjahr $3,4 Millionen und dürfte als Cornerback neben Shaquill Griffin gesetzt sein. Trotz seiner den Tauschpreis drückenden Verletzungshistorie ist er ein Steal mit wohl direktem Impact.

Die weiteren Verpflichtungen der Seahawks bislang, vor allem zur Stärkung der Tiefe in der Angriffslinie: B.J. Finney, Cedric Ogbuehi, Chance Warmack, Brandon Shell (alle Offensive Line) sowie Rückkehrer Bruce Irvin (Defensive End), der von Seattle 2012 in der ersten Runde gedraftet wurde, bis 2015 Seahawks-Stammspieler war und 2019 für die Carolina Panthers 8,5 Sacks sammelte.

NFL Newsletter vom 11.3.2020: Die Premiere!

NFL News

Wir fassen die News, die die ganze NFL betreffen, hier kurz zusammen:

  • Die Franchise Tag Deadline wurde bis Montag verlängert und fällt mit der Legal Tampering Periode (ab wann sich Spieler und Berater anderer Teams treffen dürfen) zusammen; dies hängt mit der neuen Deadline aus dem vorgeschlagenen CBA zusammen, da die Abstimmung über den CBA erst Mitte der Woche endet und die Stimmen dann noch ausgezäht werden müssen. Je nach Ausgang der Wahl ändert sich dann einiges.
  • Die Hall of Fame hat bekannt gegeben, dass das HoF Game (das erste Preseason Spiel) zwischen den Cowboys und Steelers am 6.8 in Canton, Ohio ausgetragen wird.
  • Wichtige Termine: Der Combine ist bereits Geschichte, die Free Agency beginnt nächste Woche am 18.3. um 21 Uhr deutscher Zeit. Verhandelt werden darf „offiziell“ wie gesagt ab Montag, 16.3.
  • Nach der ersten Welle der Free Agency kehrt ein wenig Ruhe ein und spätestens ab April liegt der volle Fokus auf dem Draft (23.-25.4., Las Vegas) – vorher sind noch die Meetings der Liga vom 29.3. bis 1. April. Dort werden eventuelle Regeländerungen beschlossen.
  • Nach Kontroversen in der Führung der Spielergewerkschaft NFLPA in den letzten Tagen wurde Browns C JC Tretter zum neuen Präsidenten der Spielergewerkschaft gewählt.
  • Last-Minute Update: Im Vorgriff auf die Liga-Meetings haben vier Clubs Regeländerungen vorgeschlagen: Die Eagles vier, die Dolphins eine und Ravens/Chargers als Team zwei.

AFC

AFC EAST

Buffalo Bills
Das war ein kleiner Schocker am Montag, als die News die Runde machte: Die Bills haben Cornerback Josh Norman für die kommende Saison verpflichtet, wobei er bis zu 8 Millionen Dollar verdienen könnte. Ein durchaus spannendes Signing, auch wenn Norman in den letzten zwei Jahren auf dem absteigenden Ast war. Er gibt Head Coach Sean McDermott und Defensive Coordinator Leslie Frazer eine weitere Option im defensiven Backfield. Er wird wohl den Platz gegenüber von Tre’Davious White bekommen, da die Zukunft von Kevin Johnson und Levi Wallace (beide werden Free Agent) noch nicht gesichert ist.

Ansonsten ist es noch relativ ruhig bei den Bills, die Frazier am vergangenen Mittwoch zum Assistant Head Coach gemacht haben. Am Mittwoch sprach General Manager Brandon Beane von einer „sehr verzwickten“ Free Agency. Seine wichtigsten hauseigenen Free Agents sind dabei Defensive Tackle Jordan Phillips und Defensive End Shaq Lawson. Er würde gerne mit beiden verlängern, aber Beane ließ durchblicken, dass andere Teams eventuell bereit wären, Phillips und Lawson mehr Geld zu bieten. Sollten beiden die Franchise verlassen, „müssen wir uns anderweitig umsehen, um die Lücken dann zu füllen“, erklärte Beane.

Miami Dolphins
Die Augen der Dolphins sind weiterhin auf den Draft fokussiert, mit einer zentralen Frage: „Wie bekommen wir Tua?“ Nicht nur die Dolphins möchten um den hochtalentierten Alabama-QB Tua Tagovailoa ein neues Team aufbauen, daher erscheint es wahrscheinlich, dass der „Sieger“ mindestens auf den 3. Spot hochtraden muss. Dabei kommt den Dolphins zugute, dass sie viele Picks in diesem und im 2021er Draft haben und somit weiter als Topfavorit auf Tua gelten. Man möchte lieber in Klasse statt Masse investieren, zumal die Erfolgsquote in den letzten Drafts ziemlich mittelmäßig war.
Doch auch andere Positionen mpssen im Draft verstärkt werden, z. B. die Offensive Line. Diese war vergangene Saison die schlechteste im Run Blocking und die viertschlechteste in Pass Protection. J’Marcus Webb, der im September unter Vertrag genommen wurde, wird kein Teil dieser Positionsrenovierung: Er erhält kein neues Angebot.
In der Running Back-Frage ist eine Teillösung außerhalb des Drafts denkbar. Zuletzt gab es Gerüchte um Melvin Gordon, welcher ein klares Upgrade darstellen würde. Da die Dolphins den höchsten Cap Space (also investierbares Geld) haben, würde ein vermutlich teurer, aber eher kürzerer Vertrag nicht so schwer ins Gewicht fallen wie bei anderen Teams. Eine Ergänzung im Draft wäre Utah-RB Zach Moss, mit dem sich am Rande des Combine getroffen wurde. Er wäre ein Kandidat für die späte zweite oder frühe dritte Runde.

New England Patriots
Die Patriots dominieren mal wieder die Schlagzeilen. Diesmal aber nicht wegen eines Cheating-Skandals oder eines Super Bowl-Siegs. Nein, es geht um QB Tom Brady, dessen Zukunft gerade einige tausend Experten-Glaskugeln in der Football-Landschaft unter Dauerbelastung hält. Immer wieder tauchen die Namen von QB-needy Teams wie den Chargers oder den Raiders in den Gerüchteküchen auf, die als Favoriten auf eine Verpflichtung des 43-Jährigen gelten – wenn er die Patriots denn verlässt. Ein Verbleib des QBs in New England wird quasi wöchentlich von „absolut ausgeschlossen“ bis „gar keine Frage“ ständig neu und anders bewertet. Das wird vermutlich auch noch ein bisschen so bleiben.

Besser sieht es für die Patriots dagegen bei den Verhandlungen mit Safety Veteran und Free-Agent Devin McCourty (32) aus. Laut mehreren Beatwritern der Patriots gebe es ein gegenseitiges Interesse zwischen beider Parteien und man habe sich bei Verhandlungen bereits angenähert. Aber nicht nur McCourty ist ein wichtiger Free Agent: Leistungsträger wie Linebacker Kyle van Noy, Special-Teams-Ass Matthew Slater, Wide Receiver Philipp Dorsett, Guard Joe Thuney und 12 weitere sind bald ohne neuen Vertrag

Interessant werden also vor allem folgende Fragen: Wird Brady auch die letzten Jahre seiner Karriere in New England verbringen? Bleibt bei einer Verlängerung mit Brady genug Cap-Space, um wichtige Free Agents zu (re-)signen? Wer soll Brady bei den Patriots ersetzen, sollte er nicht zurückkehren? Gibt es vorallem offensiv durch Draft und Free Agency einen Turnaround? Fragen über Fragen und für Patriots-Fans sicher eine der unruhigsten Offseasons der letzten Jahre, was sie aber (gerade für meine Wenigkeit) auch so geil und spannend macht!

New York Jets
Quinnen Williams, 1st Round Pick des vergangenen Drafts, wurde am LaGuardia Airport in New York mit einer Handfeuerwaffe (Glock 19) im Gepäck erwischt und festgenommen. Entgegen der ersten Berichte war die Waffe ungeladen und ohne Munition im aufgegebenen und nicht im Handgepäck. Williams ist in Birmingham, Alabama, aufgewachsen, in der eine Waffe zum täglichen Leben gehört wie bei uns ein Smartphone. Die Waffengesetze in New York hingegen sind streng wie in Europa. Williams hat einen Gerichtstermin in dieser Sache am 25.03. Auch mit repressiven Maßnahmen seitens der NFL ist zu rechnen.

CB Trumaine Johnson wurde entlassen. Der Defensive Back wurde 2018 für fünf Jahre und 72,5 Millionen Dollar verpflichtet und stellte danach sämtliche Leistungen ein. Er hinterlässt 12 Millionen Dead Money bei Cap Savings von nur 3 Millionen. Seine Entlassung war jedoch unabdingbar.

Ansonsten ist es ereignisarm in Florham Park. Abgesehen von Gerüchten zu möglichen Free Agency Pickups dreht sich derzeit alles um die „Needs“ und welche Spieler man insbesondere in der ersten Runde des Drafts ziehen könnte.
Dass die Jets neben WR, CB und Edge in der Offensive Line ein Upgrade brauchen ist ein offenes Geheimnis. Die Nachricht, dass OT Jack Conklin bei den Jets unterschreiben wird, stellte sich als haltlose Spekulation heraus – wie so viele „Breaking News“ in der „Lying Season“.
Im Rahmen des Combines gab es eine PK mit General Manager Joe Douglas und HC Adam Gase. Dort wurde geäußert, dass die Offensive Line vermutlich gleich mit vier bis fünf neuen Startern versehen wird, dass der Plan RB Le’Veon Bell zu traden, nicht existiert und dass man plant All-Pro Safety Jamal Adams zum „Jet for life“ zu machen.
Adams geht in sein viertes Vertragsjahr und hat somit eigentlich noch zwei Jahre Vertrag, jedoch ist sein Stellenwert in der Franchise von unschätzbarem Wert.
#TakeFlight

AFC North

Baltimore Ravens
Nach der letzten Regular Season in Baltimore, die auf so vielen Ebenen besonders war (Stats, Scheme, Coaches, Record, Analytics Departement, MVP Quarterback Lamar Jackson), steht nach der Ernüchterung der one-and-done Playoffs eine Free Agency bevor, die ruhig verlaufen könnte. Wäre da nicht die Personalie Yanda: Marshal Yanda ist möglicherweise der beste Guard des letzten Jahrzehnts und beendet seine Karriere. Kein Guard hat in der letzten Saison besser seinen QB beschützt (Pass Block Win Rate von 98% ESPN zu Folge). Er hat – zumeist ohne großen Ruhm – eine Top 5 O-Line angeführt, sollte aber unbedingt in 5 Jahren eine goldene Jacke in Canton überreicht bekommen. C Matt Skura, der große Teile der Saison bis zu einer Knieverletzung Starter war, wird restricted Free Agent. Die IOL wird also ein größeres Thema. Dazu mangelt es den Ravens an Pass-Rushern, die individuell gewinnen. Und vom einzigen Spieler, der in den Top 100 bzgl QB Pressures lag – OLB Matthew Judon, Rang 25 nach pro football reference und Sack Leader des Teams – läuft der Vertrag aus. Nach dem Verlust von EDGE Za’darius Smith im letzten Jahr droht ein weiterer prominenter Abgang. Baltimores Defense gehörte in „expected points added“ auf der defensiven Seite in die Top 5, die Pressure Rate war aber nur Durchschnitt: Das stinkt nach Regression, vor allem, wenn keine Qualität nachkommt. Auch in der Offense könnte man diese befürchten. Besonders, wenn man sich das Receiving Corps hinter Marquise Brown anschaut, welches durch die Sperre von TE Hayden Hurst (4 Spiele) sicher nicht besser wird.  Wie und wann man diese Problemfelder angeht – dazu mag ich keine Prognose abgeben. Die Ravens hatten letztes Jahr ein Händchen für gute Verpflichtungen (CB Marcus Peters, FS Earl Thomas) und ich traue ihnen auch dieses Jahr einiges zu. GM DeCosta hatte einen guten Lehrmeister mit der Legende Ozzie Newsome. Mehr noch bin ich aber gespannt, ob und wie die Ravens sich allgemeinen Trends widersetzen.

Cincinnati Bengals
Das alles bestimmende Thema in Ohio ist die Position des Quarterbacks. Alle Experten gehen davon aus, dass Cincinnati mit dem First-Overall-Pick einen neuen Quarterback, der wenn nichts außergewöhnliches passieren wird, Joe Burrow (23, LSU) sein wird. Spannend ist die Frage, was bis dem ehemaligen Franchise-Quarterback Andy Dalton passiert. Der 32-jährige wurde 2011 in der zweiten Runde von den Bengals gezogen und nahm drei Mal am Pro Bowl teil.  Er geht in sein letztes Vertragsjahr, in dem er 17,7 Millionen US-Dollar verdienen würde. Bei einer Entlassung oder einem Trade vor dem 01. Juni könnten die Bengals den Cap um das gesamte Gehalt entlasten, hätten keinen Deadcap. Es gibt einige Teams, für die Dalton Sinn machen würde. Weswegen es unwahrscheinlich ist, dass er Anfang Juni noch den Bengals angehören wird. Sein Back-Up Ryan Finley (25), der letzte Saison drei Spiele startete und alle verlor (2 TDs / 2 INTs), befindet sich in seinem zweiten Vertragsjahr und ist in jedem Fall eine günstige Lösung, wenn man mit zwei jungen Quarterbacks in die Saison gehen möchte.

Aus der Vielzahl der Free Agents der Cincinnati Bengals ragt AJ Green (31, WR) heraus. Trotz aller gesundheitlichen Probleme und der Tatsache, dass er 2019 kein Spiel bestritten hat, gilt er noch als zuverlässiges Ziel und klarer Nr. 1-Receiver, der einem neuen Quarterback helfen kann. Daher haben die Bengals ihn mit einem Franchise Tag belegt und werden ihn halten. Zwischen den beiden Parteien gibt es Gespräche über einen langfristigeren Vertrag.

Einen Rosterplatz wird Cordy Glenn (30, OT) freimachen. Der Offensive Tackle wird wohl getradet oder entlassen. Er würde in seinem letzten Jahr 9.500.000 $ erhalten, darunter einen Roster-Bonus in Höhe von 2 Millionen US-Dollar. Auch Billy Price (24, C) wird die Bengals vorraussichtlich verlassen. Er ist ein Tradekandidat im vorletzten Jahr seines Rookie-Vertrags, der von einigen Teams nach wie vor geschätzt wird, während ihm auf Center Tray Hopkins den Rang abgelaufen hat. Und auch der Versuch auf Left Guard war wenig erfolgreich, dort hatte sich der Rookie Michael Jordan (22, G) durchgesetzt.

Angesichts der vermutlichen und tatsächlichen Abgänge, ist es kein Geheimnis, dass die Bengals entgegen ihrer Gewohnheit in dieser Free Agency aktiv werden.

Cleveland Browns
Joe Schobert wird aller Voraussicht nach nicht zu den Browns zurückkehren. Der 26-jährige Linebacker wird den Free Agent Markt testen, nachdem sich die Browns um den neuen GM Andrew Berry nicht bereit zeigten, ein kolportiertes Gehalt von 10 Millionen Dollar pro Jahr zu zahlen. Damit bricht den Browns der – in meinen Augen – nach Myles Garrett wichtigste Spieler und Kopf der Defense weg. Schobert dürfte der beste Linebacker sein, der auf den Markt kommt und sollte das Interesse einiger Teams auf sich ziehen. Ebenfalls könnte DE Olivier Vernon (29) die Browns verlassen, den Ex-GM Dorsey im Zuge des OBJ-Deals letztes Jahr nach Cleveland lotste. Mit 15,25 Millionen Dollar wäre er in der kommenden Saison der teuerste Spieler im Kader. Noch handelt es sich hierbei aber um ein Gerücht, über das verschiedene Beatwriter berichten.

Weiteres aus der Gerüchteküche: Nachdem die Redskins sich offen für einen Trade von Trent Williams zeigten  wird dieser mit den Browns in Verbindung gebracht, die dringend Verstärkung auf Offensive Tackle benötigen. In Anbetracht einer starken O-Line-Klasse im diesjährigen Draft und Pick 10, den die Browns dort innehaben, sollte man hier aber meiner Meinung nach nicht Haus und Hof verkaufen für einen 31-jährigen Spieler, der ein Jahr lang nicht auf Wettbewerbsniveau gespielt hat. Für einen Trade könnte sprechen, dass Bill Callahan, von 2015 bis 2019 O-Line-Coach bei den Redskins, ab dieser Saison bei den Browns für diese Positionsgruppe verantwortlich ist. Ein weiterer Kandidat für diese Position soll Jason Peters (38) von den Eagles sein, der Free Agent wird.

Noch zwei frische News vom Dienstag-Nachmittag: Die Browns haben LB Christian Kirksey (27) entlassen. Kirksey war seit 2014 bei den Browns und ein emotionaler Leader, lag zuletzt aber öfter im Krankenbett, als dass er auf dem Feld stand. Gerade für die jungen Spieler galt er als Mentor, wie LB Mack Wilson (22) kurz nach der Entlassung via Twitter unterstrich. Auf Linebacker sind die Browns nun ziemlich dünn besetzt.
Center JC Tretter (29) wurde unterdessen zum neuen Präsidenten der Spielergewerkschaft NFLPA gewählt.

Pittsburgh Steelers
Ohne viel Cap Space und Draft-Kapital wird es in Pittsburgh eine relativ ruhige Offseason. Nach den hitzigen letzten Jahren um LeVeon Bell und AB84 könnte die Ruhe der Franchise gut tun. Es wird auf jeden Fall versucht, entweder Hargreaves, Dupree oder beide zu halten. Aber dafür müsste man Cap Space schaffen.

AFC South

Houston Texans
Im südlichen Texas ist es momentan ziemlich ruhig. Nach der vollständigen Übernahme des GM Postens seitens HC Bill O´Brien geht man davon aus, dass Tim Kelly (ehem. TE Coach) das offensive Playcalling übernimmt. Zudem trainiert er die QBs.
Die Verlängerung von DT Brandon Dunn (27) war wichtig. Bisher kam es zu keiner Verlängerung oder einem Franchise Tag Starting DT D.J. Reader (25). Der ehemalige 5. Runden Pick übernahm für Vince Wilfork, nachdem dieser in Footballrente ging. Ein Abgang, den die ohnehin aktuell schwache D Line schlecht verkraften konnte.
Bei den weiteren Free Agents hat sich auch noch nicht viel getan. 18 Spieler stehen neben Reader zum aktuellen Zeitpunkt auf dem Markt. CB Bradley Roby (28), K Ka´imi Fairbairn (26), TE Darren Fells (34), RB Carlos Hyde (28) und RB Lamar Miller (29) sind einige der Spieler, die in den letzten Saisons Starterplätze im Team hatten. Neben Punter Bryan Anger wurde eine weitere Stütze im Specialteam verlängert: Long Snapper Jon Weeks (34) geht mit den Texans in die 10. Saison. Gerade eben frisch eingetrudelt ist die Verlängerung von TE Darren Fells (33). Mit 7 Touchdowns holte er im letzten Jahr einen Franchise Record bei den TEs. Er ist eine wichtige, solide Anspielstation für Watson und fungiert als Mentor. Der Vertrag läuft über 2 Jahr und kostet 7 Mio $ und ist frontloaded. Das heißt Fells bekommt im ersten Jahr 4 Mio $. Der nächste mit einer Verlängerung ist der Gegenpart zu Weeks: Kicker Ka‘imi Fairbairn wurde für die nächsten 4 Jahre verpflichtet. Er bekommt 17,65 Mio $, von denen 9 garantiert sind.
Wie die Texans Nation DACH die aktuelle Rosterlage in Hinblick auf die Free Agency sieht, ist im aktuellen Podcast zu hören.
Free-Agency Ziele sind unter anderem ein CB 1 und Verstärkung in der D Line.
Zu wichtigen Verlängerungen, wie unter anderem LT Laremy Tunsil und QB Deshaun Watson ist nichts genaues bekannt. Für die kommende Saison haben beide noch einen gültigen Vertrag. Man wird aber versuchen, alles vor Ende der kommenden Saison unter Dach und Fach zu bringen.
Injury Updates: LT Tunsil ließ sich an der Schulter operieren, ebenso wie Safety Justin Reid. ILB McKinney ließ einen Eingriff an beiden Knöcheln durchführen. Bei allen wird erwartet, dass sie zum Camp wieder fit sind.
Noch etwas Schönes zum Schluss: Die Texans beteiligten sich mit den Colts und den Jaguars an einer gemeinsamen Spende von 100.000 $ für die Stadt Tennessee. Ein Tornado traf die Stadt Nashville. Die Titans leiten die Spenden an die betroffenen Gemeinden und Hilfsorganisationen weiter.

Indianapolis Colts
In Indy dreht sich dieser Tage alles um die Frage, wer nächstes Jahr under center steht. Wird es der erfahrene Veteran (Rivers?) oder der spannende Rookie (Love, Herbert, Fromm)? Vielleicht sogar beides? Ich predige immer gern, dass Colts-Fans bitte nicht enttäuscht sein sollen, wenn man sich für den dringend benötigten DT in Runde 1 entscheidet und die QB-Frage weiter verschiebt. Auch neben dieser – zugegeben wichtigsten Personalie – gibt es klaffende Löcher im Team, die entweder über FA, den Draft oder (vermutlich) durch beides geschlossen werden sollten: Nachdem OT Anthony Castonzo angekündigt hat, zurückkehren zu wollen, bleiben DL, WR und vermutlich auch CB die prominentesten Baustellen im Kader. Bezüglich der zuerst anstehenden Free Agency kann erstmals mit einem Abrücken vom bisherigen, sehr zurückhaltenden Ansatz der Colts gerechnet werden. GM Chris Ballard hat auf Anfrage bestätigt, dass der Kader bereit für einen (nicht ganz pflegeleichten) hochkarätigen FA sei. Die Colts dürften wegen des verfügbaren Cap Spaces sowieso mit jedem großen Namen der FA in Verbindung gebracht werden. Teils zynische, teils alberne Updates in Form lauwarmer Hot Takes gibts auf @ColtsNewsGER (Twitter).

Jacksonville Jaguars
Es ist keine 3 Jahre her, dass die Jaguars Secondary zu den stärksten Positionengruppen der NFL gehörte. Geblieben aus dieser Positionsgruppe ist… niemand! Mit A.J. Bouye wurde ein weiteres Mitglied der Super Bowl-würdigen 2017er Defense abgegeben. Die Jaguars erhalten von den Broncos einen 4th Round Pick und – was noch wichtiger ist – Cap Space. Eine Überraschung ist die Abgabe von Bouye nicht, war er doch schon seit 2 Jahren nicht mehr auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit. Wie geht’s weiter? Die Jaguars werden nach hiesiger Vermutung kein großer Player in der anstehenden Free Agency sein. Denkbar wäre ein Investment in einen guten Tight End oder in einen starken Interior D-Liner. Beide Positionen waren letzte Saison quasi vakant. Ob man Ngakoue wird halten können? Mehr als fraglich. Erstens will der nicht mehr (wovon tausendundeine auf Twitter gepostete „Finish-Flagge“ zeugen) und zweitens haben die Jaguars einen starken, jüngeren Spieler in Josh Allen auf seiner Position. Wenn die Jaguars nennenswerte Picks bekommen, ist ein Trade denkbar. Sollten die Jaguars ihn taggen, sind weitere  Twitter-Abwanderungswünsche vorprogrammiert…

Tennessee Titans
Bis auf den Tornado war es ansonsten sehr ruhig in Nashville. Nächste Woche gibt es dann Infos, wie es mit der Free Agency aussieht.

AFC West

Denver Broncos
Nachdem endlich, nach langer Zeit, klar ist, wer als Quarterback für die Broncos starten wird, sollte man sich die nächstgelegene Frage stellen: “ Wer beschützt das junge Küken vor den gegnerischen Linebackerwölfen, die nur darauf warten, ihn in ihre Fänge zu kriegen?“ Connor McGovern (Center), wird zum Free Agent, soll aber schon Vertragsgespräche in Aussicht gestellt bekommen haben. Auf seiner rechten Seite wird eine Lücke entstehen, da der Vertrag von Ron Leary nicht verlängert wird. Sollten die Broncos auf dem Markt tätig werden, wurde schon der Name Brandon Scherff (Guard Washington Redskins) in den Raum geworfen. Einige Chancen ergeben sich natürlich im Draft: Tristan Wirfs (Guard / Iowa) soll sich schon mit den Broncos getroffen haben. Vielleicht könnte er ja die riesige Lücke in der Offensive Line schließen, damit das noch reifende Quarterbackküken nicht wieder neun Mal vom amtierenden Champion in einem Game zerpflückt wird.

Das neue Ligajahr beginnt offiziell erst am 18 März, aberdie Denver Broncos hatten anscheinend keine Zeit zu verlieren und holen wohl Cornerback A.J. Bouye (28) von den Jacksonville Jaguars für einen 4. Runden Pick. Bouye, Teil der bekannten „Sacksonville“ Defense im Jahr 2017, kommt mit einer Empfehlung von 8 Interceptions, 34 geblockten Passversuchen und 175 Tackles – wodurch die Zeichen beim langjährigen Cornerback Chris Harris jr. (30) wohl auf Abschied stehen. Als Free Agent werden viele Teams ihre Fühler nach dem erfahrenen Cornerback ausstrecken, denn mit dem bevorstehenden Signing von A.J Bouye sind die Chancen auf ein Verbleib auf ein Minimum gesunken.

Am Donnerstag entließen die Denver Broncos noch Defensive Lineman Billy Winn (30). Winn wurde 2019 auf Grund einer Verletzung am Arm, die er sich während der Preseason zugezogen hatte, auf der Injury Reserved Liste geführt. Er spielte 16 Spiele in der Saison 2016, fehlte aber in der darauffolgenden Saison komplett wegen eines Kreuzbandrisses.

Kansas City Chiefs
Wie von vielen Experten vermutet, wird Star Defensive Tackle Chris Jones (25) von den Chiefs mit dem Franchise Tag versehen. Dadurch können sich die Chiefs mehr Zeit lassen, um mit Jones einen – von beiden Seiten erwünschten – langfristigen Vertrag auszuhandeln oder aber Jones zu traden, was voraussichtlich in einem first- und third-round-pick enden sollte.

Zudem wurde in den letzten Tagen von mehreren Quellen berichtet, dass die Chiefs die Option auf ein weiteres Vertragsjahr mit OL Cam Erving (27) nicht ziehen werden. Erving startete in den letzten 3 Jahren in 25 Spielen für die Chiefs und kam insgesamt in 40 Spielen als LG, LT und RT zum Einsatz. 2020 hätte Erving rund $4.7 Mio verdient, was angesichts des Cap Spaces der Chiefs wohl zu viel ist, um ihn zu halten. Als solider Backup wird Erving aber auf jeden Fall einen Verein für die neue Saison finden.

Weiterhin wurden Gespräche mit Wide receiver Sammy Watkins  (26) angekündigt, welcher 2020 rund $21 Mio verdienen wird (Platz 1 aller WRs!). GM Brett Veach kündigte an, dass Sammy zu diesen Bedingungen wohl nicht zum Team zurückkehren werde. Mit dem hohen Gehalt ist ein Trade aber praktisch ausgeschlossen. Sammy wird seinen Vertrag anpassen müssen, ansonsten wird er wohl gecutted, was für die Chiefs einen Dead Cap von rund $14 Mio zur Folge hätte.

Bezüglich des Trainerstabs wurde am Wochenende der bisherige Quarterback-Coach Mike Kafka zum QB Coach und Passing Game Coordinator ernannt. Der Move kommt wenig überraschend und soll Kafka vermehrt in die Entscheidungen des Playcallings miteinbeziehen. Die Chiefs gehen wohl davon aus, dass spätestens nächste Saison der jetzige Offensive Coordinator Eric Bieniemy als Headcoach ein Team in der NFL übernehmen wird.
Verpflichtet wurde dazu Andy Hill. Andy Hill war 24 Jahre Assistant Headcoach und Special Teams Coordinator an der University of Missouri und heuert nun als Assistent unter Dave Toub (momentaner Special Teams Coach der Chiefs) an.

Las Vegas Raiders
Was beschäftigt die Raider Nation aktuell? Die Fanbase ist gespalten in Derek Carr (QB) Supporter und die Gegenfraktion, die sogar mit Tom Brady zufrieden wäre, solange die Franchise endlich mal in die Erfolgsspur kommt. Wenn man sich die Statistiken anguckt, ist Carr unter den Top 10 QBs der Liga und hat sich im Vergleich zu 2017 und 2018 verbessert. Die Frage, die im Raum stehen bleibt: Warum siegt man nicht?

Eine der wenigen verlässlichen Anspielstationen war Rookie TE Darren Waller. Bei den von Verletzungen geplagten WRs zeigte sich nur Rookie Hunter Renfrow als zuverlässiger Passempfänger. Mangels weiterer Alternativen hat man eher auf das Laufspiel von Rookie Josh Jakobs (RB) gesetzt. Mit zwei guten Deep Threat WRs könnte sich für Carr alles verändern. Die Saison 2020 wird daher nicht nur ein Restart im neuen Heim, sondern eine letzte Bewährungsprobe für Carr als Franchise QB.

Aus Cap Space Gründen ist es wahrscheinlich, dass man sich von Guard Gabe Jackson sowie WR Tyrell Williams trennen wird. Beide haben nicht gerade besonders gut abgeliefert und würden Platz für weitere Optionen schaffen.

Auf Safety kommt Rookie Jonathan Abram aus einer Verletzungspause zurück und er könnte richtig einschlagen. Eine Verlängerung von S Karl Joseph wäre wünschenswert, anscheinend entlässt man ihn jedoch in die FA. S Erik Harris dominierte letztes Jahr in der Secondary mit 5 Interceptions und 2 TDs. Um Erfahrung ins Backfield zu bringen, könnte man S Devon McCourty verpflichten (aktuell bei New England).

Bei den Linebackern konnte nur Morrow halbwegs überzeugen. Tahir Whitehead wurde am 10.03. entlassen, seine Leistung blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Veteran Vontaze Burfict ist aufgrund seines Spielstils ein Risiko. Man könnte ihn weiter verpflichten, aber eher als Mentor für jüngere Spieler. Aus der FA wäre Kyle van Noy (aktuell New England) eine solide Option.

Und Cornerbacks? Von Gareon Conley hat man sich schon während der Saison 2019 getrennt und es wird spekuliert, dass Darren Worley ebenfalls die Koffer packt. Hier besteht also in der Free Agency als auch im Draft die höchste Priorität. Aus der FA bieten sich Byron Jones (Cowboys) und Chris Harris Jr. (Broncos) als Optionen an.

Zum Draft lasse ich mich im nächsten Newsletter aus. Die Raiders haben den 12. und 19. Pick der Runde 1, Pick 80, 81 und 92 der Runde 3 sowie Pick 111 der Runde 4 und Pick 204 der Runde 7. Wenn man sich die Bedürfnisse der Raiders und die Draftklasse anschaut, fehlt den Raiders definitiv ein Pick in der Runde 2. Das könnte also noch spannend werden.

Los Angeles Chargers
Die letzte Saison war eine Enttäuschung für die Chargers. Das Talent hätte viel mehr möglich machen können. Nach dem feststehenden Abgang von Quarterback Philipp Rivers gibt es einige Personalien, die bei den Chargers feststehen: So hat Running Back Austin Ekeler einen Vier-Jahres-Vertrag unterschrieben, der ihm bis zu 26 Millionen Dollar einbringen könnte. Eine gute Entscheidung der Chargers, hat doch Ekeler bewiesen, dass er ein wichtiger Teil der Offense ist. Mit seiner Vertragsverlängerung ist aber auch klar, dass sein Positionskollege Melvin Gordon, der bis zum vergangenen Sommer Starter war, nicht weiter in L.A. spielen wird. Durch seinen Holdout und seine schlechten Zahlen in der vergangenen Saison hat er seine Verhandlungsposition verschlechtert.

Einen Wechsel wird es auch in der wackeligen Offensive Line der Chargers geben. So schicken sie laut Medienberichten zufolge Offensive Tackle Russell Okung zu den Carolina Panthers, die im Gegenzug Guard Trai Turner zu den Chargers schicken. Der Trade ist noch nicht offiziell, da dies erst am 18. März, dem offiziellen Start der neuen NFL-Saison, passieren kann. Turner war für die letzten fünf Pro Bowls nominiert und wird eine sofortige Verstärkung für das Team. Ansonsten haben die Chargers noch 21 Free Agents, wovon Tight End Hunter Henry wohl der prominenteste Name ist. Angesichts von 57 Millionen Dollar Cap Space hätten die Chargers das nötige Kleingeld, auch wenn die oberste Priorität darauf liegt, einen neuen Quarterback zu finden.

NFC

NFC East

Dallas Cowboys
Bei den Cowboys wird sich zu dieser Saison einiges ändern. Angefangen beim Headcoach, denn der Vertrag vom bisherigen HC Jason Garrett wurde nicht verlängert. Für ihn übernimmt Mike McCarthy, der bis 2018 bei den Packers an der Seitenlinie stand.

Was Zu- und Abgänge im Team angeht, gibt es momentan eher Informationen zu Spielern, die das Team in Richtung Free-Agency verlassen werden, als zu Vertragsverlängerungen. Da bei 25 Spielern der Cowboys der Vertrag ausläuft, wird es in dieser Offseason im Team einen größeren Umbruch geben. Höchste Priorität sollte hierbei QB Dak Prescott (26) haben. Laut Medienberichten (ESPN) hat Prescott ein überarbeitetes Vertragsangebot erhalten. Das Angebot soll mindestens dem Gehalt von anderen QBs wie Aaron Rodgers oder Jared Goff ( 33,5 Mio Dollar / Jahr) entsprechen, jedoch nicht so hoch wie das eines Russell Wilson (35 Mio Dollar /Jahr) sein.

Vielen ist dieser Vertrag zu hoch dotiert und es wird diskutiert, ob Prescott das Geld verdient. Meiner Meinung nach stellt sich diese Frage nicht, denn die wichtigere Frage ist, ob man in der Free-Agency oder in der Draft einen QB auf ähnlichem Niveau für weniger Geld bekommen würde. Das wage ich zu bezweifeln! Die halbe NFL sucht nach einem QB und auf welchem Niveau Dak spielen kann, hat er letzte Saison bewiesen ( einziger QB in den Top 5 bei Pass-Yards, Yards/Versuch, Pass Touchdowns und Rating). Zukünftige Verträge für Quarterbacks würden den o.g. weit in den Schatten stellen, wenn man bedenkt dass der Vertrag von Patrick Mahomes nächstes Jahr ausläuft. Wenn man der Meinung ist, Prescott kann diese Offensive leiten, dann sollte man ihn auch dementsprechend bezahlen.

Nachdem letzte Woche noch davon gesprochen wurde, dass man sich mit dem Veteranen Jason Witten (37/ TE) wohl auf eine untergeordnete Rolle verständigen wolle, sieht es jetzt nach dem Gegenteil aus. Die aktuellen Berichte deuten darauf hin, dass der zukünftige Hall of Famer die Dallas Cowboys verlassen wird und Blake Jarwin die Rolle von Witten als Starting-TE übernehmen soll. Jarwin wurde 2017 als Undrafted Free Agent von den Cowboys verpflichtet.
Auch bei den Receivern wird sich einiges tun. So stehen mit Amari Cooper und Randall Cobb zwei prominente Wide Receiver mit einem Bein in der Free Agency. Hierbei dürfte Amari Cooper deutlich höher auf dem Zettel von Jerry Jones, Besitzer und General Manager, stehen. Cooper (25) wurde 2018 für einen Erstrunden-Pick von den Raiders geholt und ist der beste Receiver der Dallas Cowboys. Zwar hat er kürzlich in einem Interview darüber gesprochen, gerne länger in Dallas zu bleiben, aber ohne zufriedenstellenden Vertrag dürfte auch er sich eine neue Heimat suchen. Die freiwerdende Spielzeit von Cobb soll wohl Michael Gallup (23), Drittrundenpick aus 2018, ausgefüllen. Gallup spielte letzte Saison auf seinem bisher höchsten Niveau.

Verlängert wurde der Vertrag von Backup Adam Redmond ( 26 / G/C). Dies könnte darauf hindeuten, dass man damit plant, Joe Looney (29 /C) in die Free Agency ziehen zu lassen, denn mit Connor McGovern ( 22 / G) haben die Cowboys letztes Jahr in der dritten Runde einen jungen Backup gedrafted.

Byron Jones (CB/ 27) wird die Cowboys definitiv verlassen. Dies bedeutet, für die nicht ganz so starke Passverteidigung der Cowboys eine weitere Schwächung, weshalb diese Position eine sehr spannende Angelegenheit für den Draft werden dürfte. Viele Experten gehen davon aus, dass die Cowboys in der ersten Runde (17. Pick) einen Safety verpflichten, da auch dieser Teil der Verteidigung etwas mehr Qualität vertragen könnte.

Ein altbekannter Name treibt in den Offseason-Gerüchten der Dallas Cowboys sein Unwesen. Dez Bryant (31) wirbt lautstark dafür, in der neuen Saison eine neue Chance zu bekommen. Der erfahrene Wide Receiver hatte sich im November 2018 im Trainingscamp der Saints die Achillessehne gerissen und spielte seit dem keinen Snap mehr in der NFL. Bryant hält immer noch den Franchise Rekord für gefangene Touchdowns der Dallas Cowboys.

Somit bleibt bei den Cowboys im Moment die einzige Konstante, dass man nicht viel genau weiß und auf die Vertragsverhandlungen mit Dak Prescott warten muss. Denn wenn man diese abschließt, könnte man den Franchise Tag auch für Cooper verwenden, sollte mit ihm kein Deal zustande kommen.

New York Giants
Die diesjährige Offseason ist mal wieder von Veränderungen geprägt, da man sich nach 2 Jahren von HC Pat Shurmur trennte und mit Joe Judge (vorher Special Teams und Wide Receiver Coach bei den Patriots) einen neuen Head Coach verpflichtete. Zum einem wurde der Coaching Staff komplett überarbeitet (bekanntestes Gesicht sollte der neue OC Jason Garret sein) und zum anderen wurden schon einige Spieler entlassen (LB Alec Ogletree und Kareem Martin ). Des Weiteren werden noch weitere Entlassungen erwartet. Dementsprechend sind Draft und Free Agency besonders zu betrachten, da die Giants mit ca. 80 Millionen $ Cap Space und dem Nr. 4 overall Pick gute Ausgangsmöglichkeiten haben. Schwerpunkt sollte dabei auf OT, Passrush und LB gesetzt werden, wobei es selbst unter Fans nicht wirklich klar ist, welche Positionsgruppe priorisiert werden sollte. Wenn man auf die verfügbaren FA schaut ist klar abzusehen, dass die Defense-Seite deutlich mehr zu bieten hat. Mit OLB Jadeveon Clowney und CB Byron Jones sind gute Spieler auf dem Markt. Jedoch hat man mit DT/DE Leonard Williams auch noch einen eigenen FA. Der von GM Dave Gettleman akquirierte Williams wurde Mitte letzter Saison von den Jets für einen Dritt-und Viert-Runden Pick (der 4. Runden Pick wird zu einem 5. Runden Pick, sollte man Williams nicht langfristig binden) geholt und möchte jetzt verlängert werden. Die Problematik dabei ist nur, dass Williams sich nicht nicht mit einem kleinen Vertrag zufrieden geben wird. Gerüchten zufolge soll er 15 Mio $ jährlich über mindestens 4 Jahre fordern.
Im Draft schauen viele auf Clemsons S/LB Isaiah Simmons, der mit seiner Vielseitigkeit und seinen physischen Attributen zu überzeugen wusste. Bei den Offensive Tackles sind einem Mehki Becton (LSU und Tristan Wirs (Iowa) besonders aufgefallen, welche trotz ihrer Größe und ihres Gewichts alle anderen Prospects auf ihrer Position in den Schatten stellten.

Mit dem emotionalen Rücktritt von Team Legende Eli Manning, welcher die Giants zu zwei Super Bowls geführt hat, wird zudem ein prägendes Gesicht kommende Saison auf und neben dem Platz fehlen. Eli spielte seine komplette Karriere bei den Giants, hält etliche Teamrekorde inne und belegt auf allen wichtigen QB Statistiken Top-Positionen. Er und sein Bruder Payton prägten die NFL über Jahre, sorgten dafür, dass Brady jetzt nicht schon 10 Super-Bowl Ringe am Finger hat und waren für viele spektakuläre Momente verantwortlich. Seine Rückennummer (10) wird dieses Jahr zuasmmen Michael Strahams (92) offiziell retired!
Es bleibt also spannend in New York.

Philadelphia Eagles
Bei den Philadelphia Eagles beherrschte ein Thema die letzte Woche. Future HOF und Legende Jason Peters (38), OT, wird vorläufig im beidseitigen Einverständnis keinen neuen Vertrag bekommen und als Free Agent in die Offseason gehen. Peters spielt seit 2009 bei den Eagles und ist sicherlich einer der besten Spieler der Franchise Geschichte. Auch wenn er nicht mehr an die Dominanz vergangener Jahre herangekommen ist, hat „The Bodyguard“ letztes Jahr auf relativ hohem Level gespielt. Die Entlassung hat natürlich vorwiegend finanzielle Gründe in diesem Stadium seiner Karriere. Das bedeutet aktuell, dass Andre Dillard, LT und 22nd Pick des letztjährigen NFL Drafts, der neue Starting Left Tackle für die Philadelphia Eagles sein wird. Eine Überraschung ist dies nicht und das Dillard spielen kann, hat er bei einigen Einsätzen letztes Jahr gezeigt. Ob er das über eine ganze Saison kann, muss er allerdings jetzt beweisen.
Dennoch ist eine Rückkehr Peters‘ zu den Eagles nicht komplett ausgeschlossen: Beide Seiten bleiben in Kontakt und findet er kein neues Team, könnte er durchaus zu einem (für die Eagles) günstigen Kurs zurück kommen. Meine persönliche Meinung ist übrigens folgende: Peters als LG einsetzen und Dillard als LT. Vielleicht etwas unkonventionell, aber durchaus vielversprechend.

Des Weiteren haben die Eagles Marty Mornhinweg als Offensive Consultant geholt. Marty ist kein unbekannter in Philadelphia; er war von 2003 bis 2012 für die Eagles u. a. als OC tätig. Laut HC Pederson haben beide die gleiche Philosophie und Marty kann einige frische Ideen reinbringen. Mornhinweg war übrigens Lamar Jacksons OC in dessen Rookie Saison 2018. Der offensive Coaching Staff hat nun viele „strong-minded“ Personen. Letztendlich ist es Doug Pedersons Offense; es bleibt jedoch abzuwarten wie laut die Stimmen in seinem Ohr jede Woche bei der Gameplan Erstellung werden.

Eine weitere Nachricht ist, dass DeSean Jackson scheinbar wieder völlig der alte ist und dies auch für die Saison von sich erwartet. Der extrem schnelle Receiver verpasste letzte Saison 13 Spiele aufgrund einer Verletzung. Kürzlich sagte er, er werde stärker als je zuvor zurück kommen. Was noch in ihm steckt, deutete er letztes Jahr im Season Opener gegen die Washington Redskins an (8 Rec, 154 Yards, 2 TD). Es bleibt zu hoffen, dass er diese Saison fit bleibt und Speed in die Eagles Offense bringt.

Als letztes bleibt noch zu erwähnen, dass die Eagles als „strong Candidate“ für Byron Jones (FA CB, ehemals Dallas Cowboys) gelten. Dieser würde allerdings wohl 16 -17 Mio $ pro Jahr kosten. Hier möchte ich nicht mehr viel Spekulation hinzufügen, sondern einfach abwarten was sich tut. Persönlich halte ich von dem Signing nicht viel.

Bis nächste Woche, Peace!
P.S. Habt ihr Themen, die ich unbedingt als News bringen soll? Dann schreibt mir per Twitter einfach eine DM.

Washington Redskins
Washington hat einen neuen Headcoach in Ex-Panthers HC Ron Rivera und mit Bruce Allen den General Manager der letzten Dekade entlassen. Bis nach dem Draft bleibt das Team auch voraussichtlich ohne GM. Das Front Office leitet bis dahin der 35-jährige Kyle Smith, der schon seit 2017 verantwortlich für die Drafts der Skins ist. Zu diesem (eher atypischen) Umbruch in der Organisation kommen diverse Storylines: Ist QB Dwayne Haskins unumstritten oder gibt es dieses Jahr ein Arizona-Szenario 2.0 mit einem zweiten first round QB in Folge? Setzt Besitzer Dan Snyder wie letztes Jahr (so hörte man es zumindest häufig) auf das Top Prospect aus der Region: Edge Chase Young, der in Maryland geboren wurde und für nicht wenige der beste Spieler dieser Draft ist. Und entscheidet er den First Round Pick quasi (erneut) selbst? Und was ist davon zu halten, wenn Ron Rivera sagt: „Make your strengths stronger“ – was für Young spräche, eben weil die front 7 der Skins jetzt schon das Prunkstück des Teams ist? LT Trent Williams, der sich nach unrühmlichen Streitigkeiten mit der medizinischen Abteilung die komplette letzte Saison im Streik befand, wird wohl getradet. Wie händelt man die Vertragssituation auf CB und in der interior OL? CB Josh Norman wurde entlassen und geht zu den Bills,  CB Dominique Rodgers-Cromartie wird Free Agent, ebenso wie G Ereck Flowers und 5th overall pick 2015, sowie mehrfacher Pro-Bowler G Brandon Scherff. TE Jordan Reed, dessen Kopfverletzung seine weitere Karriere gefährdet, hat ebenfalls einen auslaufenden Vertrag. Mit ca 62 Mio Capspace liegt das Team auf Platz 8. Was man nicht aus den Augen lassen sollte, ist die Zukunft von QB Alex Smith, dessen Genesung nach seinem fatalen Beinbruch 2018 noch unklar ist.
Was sich hingegen abzeichnet: das neue Stadion wird wieder nicht in Washington D.C. stehen, sondern in Maryland. Der amerikanische Kongress, der in D.C. das Land vergibt, sträube sich wohl vor allem gegen eine Vergabe, weil er sich am rassistischen Namen des Teams störe – so schreibt es die Washington Post. Oder weil in Maryland Sportwetten legalisiert werden, wie andere Quellen vermuten. Ich halte euch auf dem Laufenden.

NFC North

Chicago Bears
Noch vor einem Jahr sah das Team der Chicago Bears aus, als ob die den Sprung von einem guten zu einem sehr guten Team schaffen würden. Doch die 2019er Saison belehrte alle des besseren.
Mit einem 8-8 Record blieben die Bears weit hinter den Erwartungen zurück: Zum Vergleich, die 2018er Saison wurde mit 12-4 und dem Einzug in die Playoffs beendet.
Mit durchschnittlich 17,5 erzielten Punkten pro Spiel landete die Offense auf Platz 29 der NFL; erfreulich war die Defense, die durchschnittlich 18,6 Punkte zuließ und auf dem vierten Platz die Saison beendete.
In Folge dessen hat Matt Nagy (HC) fast seinen kompletten Coaching Staff überarbeitet. Er verpflichtete: Bill Lazor (OC), John De Filippo (QB Coach), Juan Castillo (OL Coach) und Clancy Barone (TE Coach). Dave Ragone wurde vom QB Coach zum Pass Game Coordinator versetzt. Diese Trainer Position wurde bei den Bears zum ersten Mal besetzt. Damit folgen sie dem Trend anderer Teams, einen Pass Game Coordinator zu beschäftigen.
Nicht unerwähnt darf bleiben, dass Matt Nagy (HC) und Rayn Pace (GM) auch im nächsten Jahr an Mitch Trubisky (25), QB, festhalten wollen. Dieser bleibt auch nach seiner schwachen 2019er Saison starting QB. Es bleibt zu hoffen, dass er an seine 2018er Saison anknüpfen kann und sein Team zu mehr Siegen führt. Spannend bleibt, wer Trubisky als Backup unterstützt, da Chase Daniel Free Agent wird. Der Plan soll wohl sein, dass ein erfahrener QB an Trubiskys Seite gestellt wird, von dem er noch was lernen kann. Im Raum stehen die Namen Marcus Mariota und Case Keenum, beide Free Agents. aber auch Andy Dalton. Er hat allerdings noch einen Vertrag bei den Cincinnati Bengals. Gegen Dalton spricht sein Gehalt von 17,7 Mio. Dollar pro Jahr. Die Bears haben im Moment einen Cap Space von rund 25 Mio. Dollar; durch Umstrukturierungen verschiedener Spielerverträge und Entlassungen könnte dieser aber noch erhöht werden. Sollte es zu einem Dalton-Trade kommen, müssten die Bengals bereit sein, einen Teil seines Gehaltes übernehmen.

Detroit Lions
Bei den Lions gab es bereits einige Geschichten während der noch kurzen Offseason:
Personell wurde das Coaching Staff nach der enttäuschenden letzten Saison fast komplett ausgetauscht. An der Seitenlinie stehen ab nächster Saison ein neuer Strength Coach, ST-Coordinator, Defensive Backs, Linebacker und Tight End Coaches. Dazu mit Cory Undlin auch ein neuer Defensive Coordinator.

Auch bei den Spielern gab es die ersten Moves. So wurde der bei den Fans beliebte, aber in der letzten Saison durch Verletzungen geplagte, Damon „Snacks“ Harrison entlassen, obwohl dieser erst letztes Jahr eine Verlängerung erhalten hatte. Erfreulich: Mit Dany Amendolas Vertragsunterschrift bleibt die letztjährig größte Waffe im Slot für nächstes Jahr erhalten.
Neben diesen fixen Moves kursieren auch einige Gerüchte um verdiente Spieler. Darius Slay, einer der besten CB der Liga, hat noch 1 Jahr Vertrag und via Twitter bereits klar gemacht, dass er einen neuen Vertrag nur bei einem hohen Angebot unterschreibt. Laut Bob Quinn, GM der Lions, sind Verlängerungsgespräche im Gange, aber auch ein Trade bei lukrativem Angebot möglich.
Das Gerücht um einen möglichen Trade von Starting-QB Matthew Stafford haben sowohl Bob Quinn als auch Head Coach Patricia wiederholt abgestritten. Matthew Stafford, dessen Rückenverletzung seit Januar voll verheilt sein soll und aktuell gemeinsam mit seiner Frau Kelly sein viertes Kind erwartet, wird den Lions mit hoher Wahrscheinlichkeit erhalten bleiben.

Die meisten Nachrichten drehen sich aktuell um den dritten Pick im Draft. Die Lions waren dieses Jahr eines der beiden Teams, welche den Senior Bowl trainieren durfte. Die Coaches konnten sich dabei an vorderster Front einen Einblick über einige der besten Draft-Prospects machen. Zu den aktuell gehandelten Picks and #3 gehören Chase Young (Edge), Jeff Okudah (CB), Derrick Brown (DL) oder Isaiah Simmons (LB). All diese Spieler dürften für die angeschlagene Defense eine sofortige Verbesserung darstellen. Möglich erscheint auch ein Downtrade, um weiteres Draft-Kapital zu erhalten.

Green Bay Packers
Auch bei den Packers dreht sich das Free Agency – Karussell: Während bei Veteran TE Jimmy Graham trotz Vertrag bis 2021 die Zeichen auf Abschied stehen, hat der punktbeste Packer der Geschichte, Kicker Mason Crosby, ein neues Arbeitspapier über 3 Jahre für $12.9 Mio unterschrieben. Er wird drittbest-bezahlter Kicker der NFL und profitiert von seiner exzellenten Saison 2019; bei seiner Trefferquote muss man auch immer einbeziehen, dass er die Hälfte der Spiele im Stadion mit den schwierigsten Windverhältnissen der NFL bestreitet. Weiterhin gibt’s in Bezug auf die Free Agency Funkstille mit einem der promintesten Free Agents vonseiten der Packers: RT Bryan Bulaga gibt an, dass er bisher noch kein Wort von den Packers in Bezug auf einen neuen Vertrag gehört hat; das könnte daran liegen, dass die Packers in der O-Line auch ohne ihn halbwegs ordentlich besetzt sind und die Bedürfnisse insbesondere bei den WR und den ILB deutlich größer sind – vor allem wenn dort der Vertrag mit einem weiteren großen Free Agent, Blake Martinez nicht verlängert wird, wonach es ebenfalls nicht aussieht. Die angeblichen Top-Ziele der Packers: TE Austin Hooper, einen Wide Receiver und einer aus dem ILB-Trio Cory Littleton, Joe Schobert und Nick Kwiatkoski. Mit drei Spielern wäre der Cap Space dann wohl auch ausgereizt und eine Rückkehr von Bryan Bulaga sehr unwahrscheinlich.

Das zweite große Thema, das derzeit über allem schwebt, sind die CBA-Verhandlungen. Aaron Rodgers hat sich sehr kritisch gegenüber dem aktuell ausgearbeiteten Vertrag geäußert und in einem Interview mit ESPN Wisconsin gesagt, dass er Mails an alle Teammitglieder verschickt habe und von fast keinem eine Antwort bekommen habe. Er war frustriert, dass viele Spieler sich überhaupt nicht dafür interessieren und er nannte auch einige kritische Punkte, vor allem, dass die Sicherheit der Spieler durch ein weiteres Spiel noch mehr in Gefahr sei, dass der „revenue share“ der Spieler nur bei 48% liegen würde und dass die Laufzeit zu lange sei. Im gleichen Interview sprach er auch davon, dass er kein Problem damit habe, sollten die Packers früh einen QB draften, er sich aber sicher sei, dass er selbst am Ende der bessere sein werde.

Minnesota Vikings
Quo Vadis Vikings Secondary?

Nachdem die Passverteidigung der Minnesota Vikings seit der Ankunft von Head Coach Mike Zimmer seit 2014 zu den Prunkstücken der Mannschaft zählte, steuert die Secondary ungewissen Zeiten entgegen. Bei insgesamt sechs Defensive Backs läuft in der kommenden Woche der Vertrag aus und der finanzielle Spielraum ist begrenzt.

Der wohl prominenteste Free Agent DB der Vikings ist Safety Anthony Harris. Der 28-jährige ehemalige undrafted Free Agent spielte 2019 die beste Saison seiner Karriere. Insgesamt gelangen ihm in der Regular Season und den Playoffs sieben Interceptions. Pro Football Focus gab Harris in der letzten Saison das zweitbeste Raiting aller Safeties in der NFL. Zudem ist Harris auch ein extrem sicherer Tackler. In der vergangenen Regular Season verpasste er nur zwei Tackles und hatte laut PFF die zweitbeste Tackling Efficiency aller Safeties. Eine Vertragsverlängerung würde aber wohl teuer werden. So schätzt das Portal spotrac.com den Marktwert des Safetys auf rund 13,8 Millionen Dollar pro Jahr. Für die beim Salary Cap auf Kante genähten Vikings könnte das zu viel sein.

Head Coach Mike Zimmer äußerte sich beim Scouting Combine in Indianapolis zur Zukunft des 28-jährigen. Zwar lobte er Harris in höchsten Tönen, gab aber zu bedenken, dass er die Position des Safetys wohl nicht als größte Priorität ansieht. Harris selber meldete sich bei „RapSheet + Friends“, dem Podcast von NFL Insider Ian Rapoport zu Wort. „Ich liebe Minnesota, ich liebe die Kultur, meine Teamkollegen dort und die großartigen Beziehungen. Ich bin hier schon eine Weile und ich möchte gerne zurückkehren „, gab Harris zu Protokoll und macht so den Fans Hoffnung auf eine Rückkehr. Allerdings sagte er auch: „Es ist aber auch schlau, alle meine Optionen zu betrachten, offen zu sein und mir meine Zeit für die Entscheidung zu nehmen.“

Für den Fall eines Abgangs, haben die Vikings wohl schon einen Plan B. Laut dem gut informierten Lokalreporter Chris Tomasson haben die Vikings Interesse an einer Vertragsverlängerung mit Andrew Sendejo, dessen Arbeitspapier ebenfalls ausläuft. Der 32-jährige spielt seit 2011 mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung bei den Vikings und war seit 2015 Starter neben All-Pro Harrison Smith, bevor er 2018 von Anthony Harris verdrängt wurde. Bei einer Verlängerung und einem gleichzeitigen Abgang von Harris, könnte er in der kommenden Spielzeit wieder zum Starter werden, um den Vikings Zeit zu geben, um einen Rookie heranzuführen.

Keine Option für den Platz neben Harrison Smith ist wohl Jayron Kearse. Der Vertrag des Siebtrundenpicks von 2016 läuft ebenfalls aus. Auf Social Media Plattformen zeigte sich Kearse immer wieder unzufrieden über seine Rolle als Special Teams Ass und Sub-Package-Spieler und machte keinen Hehl aus seinem Wunsch, das Team am Saisonende zu verlassen.

Auch bei den Cornerbacks ist die Zukunft ungewiss. Mit Trae Waynes und Nickel-Corner Mackenzie Alexander haben zwei Starter auslaufende Verträge. Zumindest Waynes wird wohl laut übereinstimmenden Medienberichten auf den freien Markt kommen. Zudem könnten die Vikings auch Xavier Rhodes nach zwei schwachen Saisons entlassen, um 8,1 Millionen Dollar Cap Space zu sparen. Mit Marcus Sherels könnten die Vikings auch ein weiteres Special Teams Ass aus dem Defensive Backfield verlieren, da der 32-jährige wohl über ein Karriereende nachdenkt. Würden die Vikings alle genannten Cornerbacks verlieren, blieben mit Mike Hughes, Holton Hill und Kris Boyd nur noch drei Cornerbacks übrig und die beiden erstgenannten haben durch Verletzungen und Eskapaden neben dem Platz einige Fragen zu beantworten.

Es besteht also dringender Handlungsbedarf in der Free Agency und im Draft. Anders als bei den Safeties, ist die diesjährige Cornerback-Draftklasse aber sehr tief und qualitativ hochwertig besetzt, was die Suche nach Ersatz erleichtern sollte. So oder so wird die Secondary der Vikings aber nach Jahren der Kontinuität in der neuen Saison ein gänzlich neues Gesicht haben.

NFC South

Atlanta Falcons
Es ist die Zeit des Jahres, in der die NFL sich zum Draft verabredet.
Gerüchte schwirren umher und es wird viel über dieTrades nach oben und nach unten gesprochen.

Für die Atlanta Falcons, die ihr Augenmerk wohl auf die Defense legen, könnte es eine aufregende Zeit werden.
Der Passrush, der lange Zeit nicht produktiv war und jetzt ohne Vic Beasley sicherlich einen Schub brauchen könnte, ist zweifellos einer der größten Bedürfnisse der Mannschaft in der Offseason.
Das Team, dass letzte Saison nach der Bye-Week ein Revival erlebt hat und mit 7-2 Siegen auch den Arbeitsplatz von HC Dan Quinn und HM Thomas Dimitroff gesichert hat, scheint sich durchaus in der Lage zu sehen um den hochgehandelten DE Chase Young von Ohio St. mitzumischen.

TD: „Ich denke, es wird eine Menge wirklich interessanter Aktionen zwischen Draftpostion 10 und 20 geben“, sagte Dimitroff am Freitag im Radiosender 92.9. „Und noch einmal, ich würde uns nie abschreiben, denn wir sind wieder in einer Postion, wie es früher schon mal der Fall war“ und meint damit den Monstertrade von 5 Picks für WR Julio Jones von Alabama in 2011. Und der Bedarf ist gegeben: Seit dem Aufstieg der Falcons in den Super Bowl Saison 2016 hatten sie keinen Spieler mehr mit Sacks im zweistelligen Bereich Als Team hatte Atlanta 2019 insgesamt 28 magere Sacks- und damit den vorletzten Platz in der NFL.

Als sicher gilt es, dass LB De’Vondre Campbell nach zwei Jahren nicht verlängert. Auf der Offenseseite sind die Verhandlungen mit TE Austin Hooper auch noch nicht abgebrochen. Seine kolportierten 10 Mio $ Jahresgage könnten allerdings etwas zu viel für die Falcons sein.  Er wird wohl auch gerüchtehalber bereits mit Ron Riviera und den Washington Redskins in Verbindung gebracht.  Und dann sind da auch noch die „Baustellen“ im Backfield mit SS Keanu Neal und FS Ricardo Allen. Neal kommt aus seiner zweiten Verletzung im dritten Jahr und Allen‘s Verletzung zieht sich länger als gedacht. Müssen die Falcons auch da tätig werden? Wir werden sehen!

Carolina Panthers
Und plötzlich ist alles anders. In North Carolina stehen bei den Panthers alle Zeichen auf Umbruch. Nachdem Matt Rhule die Nachfolge von Riverboat Ron angetreten hat, waren die Gewässer ungewohnt unruhig. Der neue Coach unterzeichnete einen Monstervertrag über 70 Millionen Dollar und soll den Kahn über mindestens sieben Jahre zum langfristigen Erfolg schippern. Nachdem Fan Liebling Luke Kuechly sich aufmachte, für den ebenso verdienten wie verfrühten Ritt in Richtung Sonnenuntergang und man sich mit Cam Newtons großer Liebe Greg Olsen darauf verständigte, dass er nicht wieder bei den Panthers anheuern wird, fragt man sich als Panthers Fan schon: Was kommt jetzt?

Momentan stehen die Chancen nicht schlecht, dass man eine weitere Fahrt mit Cam Newton under Center wagt. Laut Owner David Tepper hängt diese Entscheidung nicht von den Amtsträgern in Charlotte, sondern lediglich  von Cam Newtons Reha-Prozess, nach überstandener Fuß-OP, ab. Erholt sich der ehemalige MVP und kann nahezu sein Leistungsoptimum erreichen, so wird er wohl für mindestens eine weitere Spielzeit ,,under center‘‘ stehen.

Neben Greg Olsen und Luke Kuechly stehen in der nächsten Zeit vor allem Veränderungen in der Defensive Line an. Gerald McCoy, Kyle Love und Vernon Butler werden Free Agents. Ebenso wie Linebacker Bruce Irvin und Cornerback James Bradberry. Klar ist, man wird nicht mit allen verlängern können und da in der Offense ebenfalls Planstellen frei werden (u.a Daryl Williams, Greg van Roten), hat man im Draft und der Free Agency wohl die Qual der Wahl. Die Panthers haben in der 1. Runde den 7. Pick, auch wenn ich ein hochtraden für unwahrscheinlich erachte, so möchte ich zumindest erwähnen, dass es Gerüchte gäbe, man könnte den siebten und den 38. Pick dafür nutzen, in die Reichweite von Tua zu traden. Dies erscheint jedoch wenig sinnvoll, betrachtet man die vielen offenen Stellen im Depth Chart der Panthers.

Als heißester Kandidat gilt wohl für den 1st round Pick derzeit der sehr athletische Isaiah Simmons (LB, Alabama). Simmons überzeugte in seinem junior year sowohl körperlich (1.93m, 110Kg, 4,30sek[40yrd]), als auch durch seine Flexibilität. So spielte Simmons sowohl als frei einsetzbarer Linebacker (OLB, MLB) als auch als variabler Safety (FS, SS) und gar als Slot Corner. Simmons besitzt also zweifelsfrei alles, um auf dem Papier eine Defense zu tragen und könnte unter dem im letzten Jahr wieder so erstarkten Shaq Thompson in die sehr großen Schuhe Kuechlys wachsen.

Während die Prospects des diesjährigen Drafts, die ganze Football-Welt an der Demonstration ihrer unglaublichen athletischen Fähigkeiten teilhaben lassen, braut sich am Horizont ein weiterer Sturm zusammen, der durch den Locker Room fegen soll. Der abwanderungswillige Tackle Russel Okung soll im Austausch für Carolinas Guard Trai Turner in einem Tradegeschäft zwischen den Chargers und den Panthers seine Wahlheimat tauschen. Okung ist zwar eine wirklich gute Alternative zu Turner, aber auch sechs Jahre älter als er und in seinem letzten Gehaltsjahr. Es scheint so, als wäre das ziehen lassen Turners auch eine Möglichkeit, gleichzeitig mehr Cap Space für die kommenden Spielzeiten zu schaffen, ohne dieses Jahr spielerisch riesige Lücken in die, in der Vergangenheit des Öfteren durcheinandergebrachte Offensive Line, zu reißen.

New Orleans Saints
Über das Karriereende von Quarterback Drew Brees wurde kurz spekuliert – Brees hielt diese Spekulationen aber nicht lange aufrecht, bereits am 18.02. konnte man seinem Instagram Post entnehmen, dass er kommende Saison für die Saints antreten wird. „Lasst uns einen weiteren Anlauf wagen!“ schrieb Brees unter einem atemberaubenden Foto. Somit war klar: Brees will es noch einmal wissen und wird im Saints Dress am Feld stehen. Welche Rekorde dürfen wir von ihm noch erwarten? Wir sind gespannt!

Was uns direkt zur Allzweckwaffe Taysom Hill, dem Backup Quarterback der New Orleans Saints, bringt. Die Saints wollen den Ausnahmespieler Taysom Hill unbedingt behalten, so scheint es zumindest, wenn man die aktuellen News rund um Nr. 7 liest – dem Restricted Free Agent soll ein First Round Tender verpasst werden. Kurz erklärt: Hill kann jederzeit von einer anderen Franchise abgeworben werden, akzeptiert Hill das Angebot eines anderen Teams, so haben die Saints die Möglichkeit gleichzuziehen – tun sie dies nicht, wechselt Hill die Franchise – durch das Mittel des First Round Tender müsste die neue Franchise den Saints als Ausgleich einen Erstrundenpick abgeben.
nd nun noch was zu einem verlorenen Schäfchen der Saints – die Gerüchteküche brodelt – kehrt Jimmy Graham heim in die „Who Dat Nation Family“? Der Tight End Jimmy Graham wird wohl kommende Saison nicht für die Green Bay Packers am Feld stehen, nun ist die Frage wie wahrscheinlich eine Aussöhnung zwischen Graham und Payton ist?
ch persönlich muss sagen: Ich freue mich, Brees eine weitere Saison bei den Saints zusehen und ich würde es wirklich sehr bedauern, sollte Hill „the big easy“ wirklich verlassen! Graham wieder mit Saints Dress am Feld – ich weiß noch nicht!?

Tampa Bay Buccaneers
Die Buccaneers schauen auf eine turbulente Offseason bevor. Es wurde noch keine öffentliche Entscheidung über QB Jameis Winston getroffen, ob er Free Agent wird oder nicht. Weder Coach Bruce Arians noch GM Jason Licht äußern sich auch nur ansatzweise klar zu dem Thema; klar ist, Winston ist nicht die Wunschlösung, sonst wäre das Thema schon längst durch. Gleich mehrere Reporter widersprechen der Theorie, dass die Bucs nur eine bessere Verhandlungsposition für die Vertragsverhandlungen mit Winston bekommen wollen; die Bucs wollten stattdessen tatsächlich neue Wege gehen. In Bezug auf Tom Brady, auch in Tampa ein Thema, könnte er wohl mit zwei Dingen überzeugt werden: Der „Challenge“, ein Team, das seit 2007 im Januar stets auf dem Sofa saß, wieder erfolgreich zu machen und zum anderen gleich zwei 1.100-Yard-Receiver in Mike Evans und Chris Goodwin.

Arians und Licht haben sich beim Combine, wo sie zum Thema Winston zurückhaltend waren, insbesondere Offensive Tackles angeschaut – ohne allerdings auch nur anzudeuten, dass damit bei Veteran Demar Dotson die Zeichen auf Abschied stehen. Sollte er bleiben, würde seine Erfahrung den neuen Spielern/ Rookies um einiges weiterhelfen. Problematisch für die Bucs: Es könnte durchaus sein, dass die mit Abstand vier besten Tackles im Draft bis zum 14. Pick bereits weg sind. Auf einer weiteren Position, den Safeties, sehen weder Arians noch Licht viel Handlungsbedarf.

Großes Thema bei Bucs-Fans ist derzeit aber auch ein richtiges Offseason-Thema: Die Buccaneers werden im April neue Trikots präsentieren! Für die nächste Dekade soll ein neues Trikot die Bucs repräsentieren, so Owner Ed Glazer. Anders als im Fußball, wo jedes Jahr ein neues Trikot präsentiert wird, ist das bei den Bucs erst der dritte Trikotwechsel seit 1976.

Du kannst das auch? Wir suchen noch jemanden, der Lust hat, über die Bucs zu schreiben – einmal die Woche ein kurzer Text! Wenn du dabei sein willst, schreib‘ einfach eine Twitter-Direktnachricht an @nflinfo_de oder eine Mail an kontakt@nfl-info.de

NFC West

Arizona Cardinals
Bei den Cardinals dreht sich ziemlich viel gerade um die die RB Position. Geben wir Kenyan Drake nen fetten Vertrag, nachdem er letztes Jahr super abgeliefert hat oder halten wir ihn mit nem Franchise Tag? Was wird dann aus David Johnson? Es gibt ja immer mal wieder Gerüchte, dass er zu seinem alten Coach Bruce Arians nach Tempa getraded wird. Falls nicht, stellt sich natürlich die Frage,  ob er nochmal an seine alte Leistungsfähigkeit der Vergangenheit anknüpfen kann. Wir sehen das kritisch, da er nach seinen Verletzungen deutlich an Dynamik verloren hat. Mit Chase Edmonds haben wir ja sogar noch ein drittes Eisen im Feuer, das super in das System Kingsbury und Murray passt. Wir gehen derzeit davon aus, dass wir Drake halten und ihn bezahlen, da er ideal ins Team und ins System passt.

Da der Draft immer näher rückt, gibt es hier natürlich auch immer mehr Spekulationen, wen wir an Nr. 8 Picken werden. Wir haben große Needs bei WR, OL, S und DL. In den Mock Drafts sieht es derzeit danach aus, dass WR CeeDee Lamb (Oklahoma) wohl am wahrscheinlichsten gepickt werden könnte. Wir haben dort einen großen Need auf der Position und er ist genau der Typ WR, der uns derzeit fehlt. Er hat außerdem mit Murray sehr erfolgreich bei den Sooners schon zusammen gespielt und dementsprechend hat sich Kyler auch schon in Interviews für ihn als Pick eingesetzt. Wäre wohl auch nicht schlecht, dass er dann mindestens ein Jahr eine Menge von unserer Legende Larry Fitzgerald lernen könnte.

Los Angeles Rams
Aktuell dreht sich viel um das neue Logo der Rams, welches zur neuen Saison der Franchise ein neues Gewand geben soll. Viele Gerüchte, an denen wir uns nicht beteiligen.
Ansonsten ist es sehr ruhig, vor allem sehr ruhig um die Schlüsselspieler, die auf der Free Agent Liste landen. Diese Spieler sind Littleton (Linebacker), Fowler (Edgerusher), Whithworth (Offensive Tackle) und Brockers (Defensive End).
Les Snead, der General Manager der Rams ,hat in einem Interview erwähnt das er nicht erwartet das die Rams den Franchise Tag verwenden werden. Ein möglicher Tag wurde hier bei Fowler erwartet, welcher nun wohl vom Tisch ist. Desweiteren hat Snead noch erwähnt das der Vertrag von Jared Goff ( Quaterback) nicht umstrukturiert wird, um ein bisschen mehr Kapital zu bekommen.
Eine weitere spannende Frage ist die was mit Todd Gurley (Running Back) wird. Bleibt er bei den Rams oder streift er sich bald ein Trikot eines anderen Teams über.
Sobald der Free Agent Markt offiziell geöffnet ist wird vor allem bei den Spielern einige Entscheidungen geben.

San Francisco 49ers
Bei den San Francisco 49ers dreht sich derzeit viel darum, wie es trotz der angespannten Cap-Situation gelingen kann, das Team aus der Vorsaison so gut wie möglich beisammen zu halten. Headcoach Kyle Shanahan und General Manager John Lynch haben mehrfach betont, dass sie beabsichtigen, die Zahl der Abgänge niedrig halten zu wollen. Es wird aller Voraussicht nach mit großem Eifer daran gearbeitet, die Leistungsträger DE Arik Armstead, WR Emmanuel Sanders und S Jimmie Ward zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen. Doch dies wird kein einfaches Unterfangen, da alle drei Spieler auf dem freien Markt wohl attraktive Angebote anderer Teams erhalten werden. Obwohl die Verträge von LB Kwon Alexander und C Weston Richburg bereits angepasst wurden, um die finanzielle Situation etwas zu entspannen, wird es interessant zu beobachten sein, wie die 49ers ihre Personalpolitik gestalten. Für allem bei Edge-Rusher Arik Armstead hört man immer wieder, dass auch die Option des Franchise Tags in Betracht gezogen wird.

Die Schlagzeilen dominiert jedoch derzeit ein anderes Thema: Kommt Tom Brady zu den 49ers? Natürlich ist diese Diskussion für viele eine willkommene Abwechslung während der tristen Offseason, jedoch ist davon auszugehen, dass diesem Gerücht nur wenig bis kein Wahrheitsgehalt anhaftet. Shanahan und Lynch wurden während des NFL Combines nicht müde, immer wieder zu betonen, dass man mit QB Jimmy Garoppolo sehr zufrieden ist und mit ihm in die Zukunft gehen möchte. Obwohl es finanziell durchaus denkbar wäre, dass die 49ers Brady unter Vertrag nehmen, erscheint dieses Szenario sehr unwahrscheinlich. Aber man hat eben auch schon Pferde vor der Apotheke – Ihr kennt das…

Einige Vertragsverlängerungen konnten die 49ers auch schon vermelden: Bei Nickel-Cornerback K’Waun Williams und FB Kyle Juszczyk, die beide eine wichtige Rolle in der abgelaufenen Saison spielten, zog man die teamseitige Option auf eine Verlängerung des Kontrakts für zunächst ein Jahr. Bei den ERFA vermeldeten die 49ers, dass man die Verträge von OL Daniel Brunskill, TE Ross Dwelley, CB Emmanuel Moseley, QB Nick Mullens und RB Jeff Wilson verlängert hat. Es wird scheinbar viel Wert darauf gelegt, auch die Spieler aus der 2. und 3. Reihe weiterhin in den eigenen Reihen zu halten.

Bezüglich des anstehenden Drafts lässt sich wenig bezüglich der Pläne der 49ers sagen. In den zahlreichen Mock Drafts wird des Öfteren die Secondary thematisiert, es ist jedoch auch nicht auszuschließen, dass die 49ers einen Down-Trade anstreben, zumal man nach dem Pick an 31. Stelle erst wieder in der fünften Runde (!) ins Geschehen einsteigen darf.

Seattle Seahawks
Rückblickend auf die abgelaufene Saison haben die German Sea Hawkers unter https://www.germanseahawkers.com ein vielseitiges Angebot aus Texten, Podcasts und Social-Media-Beiträgen zusammengestellt, die Trainerfrage, Schwachstellen und einzelne Positionsgruppen thematisieren. Zusammengefasst haben zwei Themen die bisherige Offseason der Seattle Seahawks dominiert:

1) Free-Agency-Gerüchteküche: DE Jadeveon Clowney (27) wird den Seahawks wohl kaum einen Rabatt geben und einen neuen Mehrjahresvertrag mit über 20 Millionen US-Dollar pro Saison anstreben. Dass Seattle mehr als diese 20 Millionen für den Schlüsselspieler bezahlt, scheint unwahrscheinlich. Bedenken gibt es beim 2019 oft gedoppelten und dennoch wirkungsvollen Clowney bezüglich Sack-Produktivität (nur 3,5 in der Saison 2019) und Verletzungsanfälligkeit. Stichwort Verletzung: C Justin Britt (28) hat zwar noch ein Jahr Vertrag, kommt aber von einem Kreuzbandriss zurück und ist mit rund 10 Millionen US-Dollar Gehalt in der Saison 2020 nun ein Cut-Kandidat, um das üppige verfügbare Gehalt weiter aufzustocken. Nahmhafte Wackelkandidaten neben Clowney und Britt: DT Jarran Reed, LB Mychal Kendricks LT George Fant, LG Mike Iupati, RT Germain Ifedi (Free Agents), LB K.J. Wright, TE Ed Dickson, RG D.J. Fluker (mögliche Salary-Cap-Opfer). Bezüglich Neuverpflichtungen hält sich General Manager John Schneider zu Beginn der Free Agency traditionell aus den größeren Geschäften raus und wird erst in der zweiten oder dritten Welle aktiv, wenn der Markt sich etwas abgekühlt hat.

2) Kadertiefe: Mit der Verpflichtung von Veteran-TE Greg Olsen (34) reagierten die Verantwortlichen in Seattle auf die zweite schwere Verletzung Will Disslys (23; 2018 Patellasehnenriss, 2019 Achillessehnenriss) in zwei Jahren. Ob ein zuletzt öfter verletzter Oldie im Spätherbst seiner Karriere die richtige Lösung ist, um auf Tight End Tiefe zu schaffen, sei mal dahingestellt. Den Verantwortlichen in Seattle waren die Dienste Olsens 7 Millionen US-Dollar wert, sie scheinen überzeugt. Auf Cornerback sind genau wie in der O- und D-Line Nachbesserungen via Free Agency und/oder Draft zu erwarten.

Warum einen NFL-Newsletter?

Als Mitglied der Packers Germany bin ich, Max, was die Packers angeht, ziemlich gut im Thema. Ich kenne die allermeisten Spieler, ihre Stärken und Schwächen, kenne die verantwortlichen Personen, schaue alle Spiele und verfolge das Team intensiv. Da ich das aber nur als Hobby betreibe, bleibt mir dann wenig Zeit für den Rest der NFL. So habe ich vor allem in der vergangenen Saison gemerkt, dass ich eigentlich recht wenig Ahnung habe, was den 28 Teams außerhalb der NFC North so los ist – abgesehen von den Ergebnissen vielleicht.

Ich glaube, das geht vielen NFL Fans so. Die meisten informieren sich über ihr Team, dann vielleicht noch ein bisschen über ein zweites und das war es dann meistens. Genau hier soll Abhilfe geschaffen werden: Mit einem kompakten Newsletter einmal die Woche könnt ihr euch auf dem Laufenden halten, was die gesamte NFL angeht. Die News zu jedem Team sind kurz, sodass man von allen auch nur das Wichtigste mitbekommt, dass man aber die Zeit hat, sich alles durchzulesen. Und auch nur einmal die Woche, sodass man sich das auch ganz entspannt aufteilen kann, immer dann, wenn man ein wenig Zeit hat. Damit wird der aufgeregte NFL-Zirkus auch mit ein wenig Ruhe und Abstand betrachet.

Und wer schreibt hier für euch? Na, die Fans der jeweiligen Teams! So wie ich euch kurz über die Packers berichten werde, haben wir für jedes Team Fans, die sich mit ihrem Team auskennen und euch dann von diesem Team die News vorstellen.

Damit ihr das auch nicht überseht, wenn wir einen neuen Beitrag posten, würde ich euch um eins bitten: Tragt hier drunter eure Mail-Adresse ein, dann bekommt ihr den ganzen Text in euer Konto – ihr müsst dann auch nirgends mehr draufklicken, sondern bekommt den ganzen Text per Mail geschickt. Ihr könnt den natürlich auch jederzeit wieder abbestellen, aber probiert es doch einfach mal aus, kostet ja nichts 🙂


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Thema von Anders Norén.